Cartagena – City Tour & Fiestas de la Independencia

Unser Hotel in Cartagena liegt im viertel Getsemani, ein sehr farbiges, frohes Barrio mit wunderschönen Grafiti und Girlanden überall. Hier finden sich auch die etwas billigeren Restaurants und die Ausgangsszene.

Gleich ein paar Strassen weiter kann man durch den Torre del Reloj treten und kommt somit in die Altstadt. Dort wohnten früher die Adelsleute, es gibt viele historische Gebäude, alle schön im Kolonialstil mit hölzernen Fenster und Balkonen. Auch hier ist alles sehr farbenfroh, Kutschen fahren in der Stadt umher, es gibt viele Souvenirläden, Restaurants und Cafes. Auch die Kirchen Cartagenas sind in der Altstadt zu finden. Altstadt sowie Getsemani (wo früher ausserdem die Bediensteten der Adligen wohnten) sind von einer Befestigungsmauer umgeben. Dies weil sich Cartagena in seiner Geschichte öfters gegen Piraten oder befeindete Länder verteidigen musste. Aber dazu später mehr. Heute lassen wir uns also durch die „eingemauerte Stadt“ (la Ciudad amurallada) führen mit einer Free Walking Tour.

Die Tour beginnt auf der Plaza Santa Teresa wo unser Führer uns auf super spanischem englisch begrüsst. Um uns herum stehen mehr Verkäufer als wir Touristen sind und bieten ihre Ware, Strohhüte, Wasser, Bier (morgens um 10…), Sonnenbrillen und mehr, feil.

Zuerst machen wir einen kleinen Abstecher auf die MAuer und uns wird erklärt dass die Spanier vom HAfen von Cartagena aus ihr Gold nach Europa verschifft haben. Manchmal haben sie so viel Gold auf ein Schiff gepackt dass dieses wegen der zu grossen Last gesunken ist… Deshalb war Cartagena ein beliebtes ziel sowohl von Piraten als auch von den ENgländer oder Franzosen, als diese versuchten den Spanier das Gold und allgemein die Kolonien abzujagen. Deshalb war es irgendwann nötig die Stadt sowohl in Meeres- als auch in Landrichtung zu befestigen. Um in die Bucht Cartagenas segeln zu können muss mann eine LAndesenge passieren welche Bocagrande (Grosses MAul) genannt wird. Dort wurde sogareinen Unterwasser-Mauer errichtet. So musste man nur noch die zweite Einfahrt in die Bucht, Bochachica (kleines MAul) kontrollieren, was einfach er war da sie, wie ihr Name es schon sagt, kleiner ist. Auf beiden Seiten wurden da ebenfalls Befestigungen erbaut um im Notfall die anfahrenden Schiffe unter Deuer nehmen zu können. Wegen der vielen Schlachten welche hier in der Geschichte ausgefochten wurden bekam Cartagena ausserdem ihren Übernamen „La Heroica“

Weiter geht unsere Tour auf der Plaza San PEdro Claver wo auch die gleichnamige Kirche steht. San Pedro Calver war ein missionar welcher in Cartagena vor allem Sklaven bekehrte. Die Afrikner welche als Arbeitskräfte nach Kolumbien eingschifft wurdenw aren zahlreich. Bald sprach sich herum, dass diejenigen welche sich zum Christentum bekehrten mehr Freizeit bekamen (in wlecher sie zur Kirche gehen durften). Somit war San PEdro Claver mit siener Bekehrung sehr erfolgreich. Er versuchte auch die Verhältnisse der Sklaven zu verbessern, allerdings natürlich nur für die Christen… Die Plaza ist wunderschön und es sind neben einer grossen Bronzestatue von San Pedro Calver mit einem Sklaven auch weitere Kunstobjekte ausgestellt. Sie sollen Cartagenos in ihrem Alltag zeigen. So hat es einen Tisch wo Leute Poker spielen, wo genäht wird oder wo eine frau Früchte anbietet.

Diese Frauen, welche in bunten farben auf den Strassen sitzen mit ihren Früchteschalen im Schoss oder auf dem Kopf nennen sich Palenqueras. Sie sind alle Afrokolumbianerinnen und verkaufen eigentlich vor allem sich selbst als Fotomotiv als die Früchte. Ihr NAme kommt von der STadt Palenque welche sich nahe bei cartagena befindet. Dort hatten sich die geflohene Sklaven im 16.Jh niedergleassen und ihre Stadt mit Palenques (Palisaden) umgeben. Die PAlenqueras sind also sozusagen die Töchter dieser STadt wo die Bevölkerung bis heute aus fast nur Afrokolumbianer besteht.

Weiter geht unsere Walking Tour zu den Zuckerverkäufer. Gleich hinter der Torre del reloj reihen sich unter den Kolonialhäusern Stände mit Süssem aneinander. Die Zucker- und Guetslimischungen sind sehr klebrig und farbenfroh. Der Bekannteste Happen hier sind die sogenannten Alegrias was übersetzt „Freude“ bedeutet. Ich glaube es sind Hirsekugeln welche mit Rohrzucker zusammenkleben.

Ein weiterer Stopp ist die Plaza de Bolivar wo man den Befreier Südamerikas auf dem Pferd zwischen ein paar Bäume gepflanzt hat. Hier hat es eine MEnge STrassenverkäufer und auch eine Breakdance Gruppe welche Geld sammelt für ihre Auftritte. Gleich nebenan auf dem Trottoir kann man einen kleinen Walk od Fame der Miss Colombias bestaunen. 2 davon wurden sogar zur Miss Universe gekrönt. Die Jaährliche Wahl findet immer am 11. November,a lso in ein paar Tagen statt. Die Kolumbianer sind anschienend sehr stolz auf ihre schönen Señoritas!

Unser Guide macht uns beim Schlendern durch die wunderschönen Strassen Cartagenas auch darauf aufmerksam dass die Häuser immer sehr grosse Toremit vielen Nieten dran besitzen. Je mehr nieten, desto mehr Geld hatte die Familie. Was die Besitzer von beruf waren konnte man ausserdem am Türklopfer ablesen. War dies eine Sirene war der Anwohner ein Seefahrer, war es eine HAnd gehörte der Bewohner zum Klerus und war es ein Löwe war da ein Adliger zuhause.

Zuletzt kommen wir noch an der Universität vorbei und hören ein wenig etwas zu Gabriel Garcia Marquez, dem wichtigsten Autro Kolumbiens. Ich habe ja mehrere seiner Bücher gelesen und kann sie nur weiterempfehlen!

Insgesamt macht Cartagena einen sehr tollen Eindruck. Ich würde am liebsten alle Gässchen und Strassen Fotografieren. Der STadt wird nicht umsonst nachgesagt die Schönste des Landes zu sein.

Nach der Tour sind wir durchgeschwitzt. Wir suchen uns etwas zu essen und brauchen dann eine kleine Siesta. Gegen Abend suchen wir dann die Mauer auf um uns ein Bild der Fiestas de la Independencia zu machen. Den ganzen Tag schon hören wir Musik, sehen Leute in den farbigsten Kleidern und Kostümen herumlaufen. Aber so richtig was los ist bei der MAuer. Da läuft schon seit einigen Stunden eine Parade. Wir klettern also ebenfalls zu den restlichen tausend Leuten auf die etwa 3m grosse MAuer (Helen kann klettern und Roman hilft mir dann rauf :P). Es ist die Hölle los. Wie schon in Bolivien flanieren hier Tanzgruppe nach Tanzgruppe an vollen Rängen vorbei. Musik dröhnt, die Leute trinken, sprühen Rasierschaum herum, werfen Konfettis und Farbe. Alles ist BUNT. Das ist wohlw as cartagena am besten beschreibt: farbig! Es wird getanzt und gelacht und gegrölt. Zwischen den Tanzgruppen rollen grosse verzierte Wagen mit den Missen aus allen Teilen Kolumbiens an uns vorbei. Die Señoritas winken und lachen in die MEnge, tanzen auf ihren abnormal hohen Schuhen herum, werfen Haare… Die Leute lieben es. Dann kommt wieder eine Afrogruppe welche mit Trommeln ausgerüstet die Afrikanischen Wurzeln aufleben lässt, dann Palenqueras mit ihren farbigen Röcken… Ich könnte Stundenlang zusehen.

Und das tun wir auch, es wird dunkel bis wir wieder von der Mauer klettern und jetzt definitiv etwas zum Abendessen suchen müssen. Wir hatten ein paar Tipps einer Freundin Romans bekommen und verscuhen uns mit einem kolumbianisch-karibischen Restaurant welches grossartig ist! Allerdings fühlen wir uns mit Flipflops und 0815 Bekleidung etwas underdressed… Nach einem grossartigen Quinoasalat und Schokoladen-Vulkan Dessert rollen wir nach HAuse nach Getsemani.

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