Tingo Maria

Tingo Maria ist die Stadt der Bella Durmiente, der „schlafenden Schönheit“. Diese Schönheit kann man sehen wenn man sich auf den Mirador begibt, ein Hügel mitten in der Stadt.Von dor tsieht man in Richtung des Parque Nacional Tingo Maria die Bergkette welche aussieht wie eine schlafende Frau.

Die Peruaner sehen ja in allem irgendeine Figur oder Bedeutung aber in diesem Falle kann sogar ich die leigende Gestalt sehen. Irgenwie finde ich das auch ganz passend für ide Stadt. Die Hitze und Feuchtigkeit sind manchmal etwas einschläfernd, man will eigneltich nur in eine Hängematte liegen und einen Drink oder feinen Maracuyasaft schlürfen. Tingo ist so ein richtiges Selva-Dorf um geben von 2 Flüssen und viiel Grün. Noch vor 10 Jahren war das Gebiet hier im Ausnahmezustand. Terroristen und Drogen hatten das Geschehen unter Kontrolle. Noch heute gibt es hiernoch mehr Strassenkontrollen als sonst schon und man sollte nach Sonnenuntergang einfach etwas vorsichtig sein. Allerdings gibt es hier zB auch viele junge Leute, denn die UNAS ist eine der bekanntesten Universitäten Perus für Agrar- und Zoologiestudien. Einige der Descoleute, zB Lucho, haben hier studiert.

In der Stadt selbst gibt es nicht wahnsinnig viel zu sehen. Dafür hat Tingo in seinem Nahen umfeld wahnsinnig schöne Wasserfälle, Höhlen, Täler und LAgunen.

Am ersten Tag besuche ich die Laguna de Milagros. Sie liegt inmitten von Bananen- und Kakaoplantagen. Rund um den See haben die LAndbesitzer Restaurants und sogenannte Recreos (Ein Ort wo man als Familie hin geht am Sonntag um zu Baden, zu spielen und zu Picknicken) aufgebaut, alle mit ihren eigenen Booten ausgestattet.

Unsere Gruppe wird einmal über den See gepadelt um auf der anderen Seite einen kleinen spaziergang durch den Wald zu machen. Unser Guide Ronald erklärt uns ein paar Medicinalpflanzen welche wir hier finden, zB der Drachenblutbaum welcher rotes Harz wie Blut hat welches die Wundheilung bescleunigen soll. Wir kommen an der Insel der Shanchos (Hoatzine) vorbei, sehen uns in einer kleinen Höhle Stalaktitenformen an (die Peruaner sehen wieder überall Tiere und MEnschen…) sowie ein paar der wichtigen Bäume hier. Einer davon ist der Oje negro (schwarzer Ficus) ein böser Baum mit giftigem Harz welcher die Hexer benutzen um jemanden zu töten. Sie schneiden einen Ast auf und lassen das Foto der zu bestrafenden Person in den Baum einwachsen. So wie das Foto langsam verschwindet und vom Baum aufgenommen wird, so wird die LEbensenergie des Menschen langsam weniger bis er stirbt. Dagegen steht der Oje blanco (weisser Ficus) welcher der Baum des LEbens ist und wessen Harz gegen Magenparasiten helfen soll. Auch sehen wir den Baum der Wünsche, der grösste Baum in der Gegend welcher der Legende nach den Leuten welche fest daran glauben ihre Wünsche erfüllt. Dafür muss man den Baum umarmen und ihn ganz fest darum bitten. Der Spaziergang im lichten Wald ist sehr schön und abkühlend da die Sonne unter den Blättern nicht so brennt. Wir dürfen ein wenig Schaukeln auf der Riesenschaukel und wie Tarzan an einer Liane baumeln, angeschnallt natürlich.

Die Gruppe besteht aus einer Familie, einem älteren Päärchen und Mutter mit Kind, alle aus Lima. Wir habens ziemlich lustig, vor allem Giovanna und ihr Mann sind sehr interressiert an der Schweiz und frage mich aus. Er ist Polizist und sie machen gerade ien verlängertes Wochenende i der Geburtstadt von Giovanna.

Nach dem SPaziergang dürfen wir das Mitagessen auf der kleinen Insel in der Mitte der LAgune einnehmen inn welcher wir vorher noch ausgiebig baden. Das Wasser ist schön warm und es gibt nur einen grossen Fisch in der LAgune, einen Paiche oder Arapaima, welcher bis zu 2m gross werden kann. Der frisst alledings lieber die Pacos welche hier zu Hauf gezüchtet werden. Einen solchen esse ich dann auch zum Zmittag. Dann sonnen wir uns gemütlich, Ronald bringt etwas Tonerde aus einer Ecke des Sees welche gut für die HAut sein soll. Einige der Señoras schmieren sich das wirklich ins Gesicht und ich bin für eine halbe Stunde mal nicht die weisseste Person der Gruppe.

Am zweiten Tag besuche ist erst den Mirador der Bella Durmiete, dann gehts es mit einer Tour von einem Highligth Tingo Marias zum nächsten. Zuerst sehen wir die Cueva de las Pavas (Höhle der Truthühner), welche eigneltich gar keine Höhle, sondern eher ein Tal mit Fluss ist wo man baden und mit etwas Glück wilde Truthühner beobachten kann.

Hier bleiben wir allerdings nicht sehr lange, wir fahren zu den Augas saladas, einer Quelle mit salz- und Mineralhaltigem Wasser wo wir Mitagessen. Von dort ist es nicht weit zu einer Schokoladenfabrik wo wir eine kurze Führung bekommen und uns erklärt wird wie der Kakao zu Schokolade wird. Das ist nicht wahnsinnig neu für mich, aber die Degustation gefällt mir. Am meisten Zeit verbringen wir in der Cueva de las Lechuzas (Höhle der Eueln). Dieser Ort gehört zum Nationalpark Tingo Maria und ist nun wirklich eine riesige Höhle in der Guacharos leben. Diese Vögel schlafen den Tag durch in der Höhle und kommen nur Nachts heraus um Früchte zu fressen. Da sie ihr ganzes Leben im Dunkeln verbringen haben sie sogenannte NAchtaugen welche ihnen erlaubt im Dunkeln besser zu sehen und sie orientieren sich auch wie Fledermäuse mit Echolotung. Der NAme der Höhle kommt dann eher von den Eulen welche ausserhalb der Höhle in den Bäumen leben.

Die Cueva de las Lechuzas ist ein Karstloch mit vielen Stalktiten und Stalgmiten. NEben den Guacharos leben hier auch Fledermäuse und eine tonne Insekten welche sich von den Hinterlassenschaften der Vogelkolonie ernährt. Ausserdem ist die Höhle bekannt für eine Krankheit, Histoplasma, ein Pilz welcher dort im Boden vorhanden ist und wenn eingeatmet die Lunge infizieren kann. Dies passiert normalerweise nur bei PErsonen mit geschwächtem Immunsystem, allerdings wird empfohlen sich nicht allzulange in der Höhle aufzuhalten und auch nichts anzufassen oder sonstwie die Erde und den Staub aufzuwirbeln.

Als ich beid er Höhle ankomme bin ich zuerstmal beeindruckt von ihrer Grösse. Sie sieh taus wie ein aufgerissenes Maul inmitten des Jungles. Innen ist es sehr dunkel und die Vögel machen einen Geisterhaften krach. Flügelschlagen, Krächzen und fliegende Schatten machen den Ort seehr creepy. Die Besucher laufen auf einem Holzsteg, wenn man da herunterscaut ist der Boden übersäht von schwarzen grossen Käfern, uuuh, alles an diesem Ort ist irgendwie schaurig. Man kann etwa 300m in die Höhle rein, dann ist schluss. Meine Augen gewöhnen sich an das Dunkle und ich kann die Guacharos herumschwirren sehen. Die Höhle selbst ist ein schwarzer Abgrund welcher noch mehr als 2km weit in den Berg ragt. Wie lang der Spalt wirklich ist weiss niemand da man das Ende bis jetzt nicht gefunden hat.

Ansonsten kann man in Tingo MAria vor allem Wasserfälle besuchen. Mit der Tour war ich an der Catarata de la Carmen, ein hübscher Wasserfall etwa 10min ausserhalb der Satdt mit absolut zu vielen Menschen.Wirklich toll waren die Wasserfölle Gloriapata und Sol Naciente welche ich am Freitag alleine erwanderte. Mit dem Ticket fpr den NAtionalpark welches ich für die Cueva de las LEchuzas kaufen musste konnte ich am nächsten Tag eine 4h Wanderung zu den Wasserfällen unternehmen. Nach 2 Tagen Tours mit dem Fussfolk (Sorry, aber die konnte keinen Meter laufen ohne gleich eine Glace essen zu müssen…) war es fast schon eine Erleichterung mal etwas alleine zu machen. Ich fahre also am Freitag morgen mit einem Mototaxi bis zum Kontrollpunkt des Parkes, zeige mien Ticket und wandere los. Der Weg führt am Bach entlang durch den Wald, ich höre die Vögel pfeiffen, das Wasser plätschern und kann meinen Gedanken nachhängen. Gloriapata erreiche ich nach ca. 30min und muss einfach ein bisschen Pause machen und die Natur auf mich wirklen lassen. Hier hat es nicht 3 Tourgruppen am rumplantschen sondern nur ich und die Schmetterlinge welche das Wasserrauschen geniessen.

Zum Sol Naciente ist es 1h weiter, ich laufe am Parkrand entlang, auf der einen Seite Bäume, auf der anderen Seite Kuhweide. ICh entdecke einige Tauben, kleine Loros und sogar nochmals einen Gallito de Roca! Kurz vir dem zweiten Wasserfall komme ich durch eine kleine Siedlung, eine Community von ca. 5 Häusern wo mich der Hund anbellt und die Kuh stoisch anstiert. Dann erreiche ch den Sol naciente und kann mich endlich etwas abkühlen. Es ist heiss und drückend, mein Tshirt ist anss als hätte ich gebadet. ICh essse meine MAngos und Bananen mit Krackers, springe nochmals unter die Naturdusche und mache mich dann auf den Weg zurück. Die Wanderung war schon fast wie Meditieren und hat mir ganz gut getan.

Nach dem Rückweg bin ich wieder verschwitzt. Ein Mototaxi liest mich am Strassenrand auf und Fährt mich zu der Cueva de las Pavas welche auf halbem Weg zu Tingo Maria leigen. Dort kann ich nochmals ins Wasser springen und etwas sünnele bevors zurück nach Tingo geht wo ich mir einen grossen Becher Galce mit Fruchtsalat gönne.

Tingo Marias Natur ist wunderbar und es gäbe noch einige Orte mehr welche inen Besuch wert wären. Allerdings ist es manchmal etwas schwierig dort hinzukommen mit dem ÖV und eine Tourgruppe von 4 Leuten zusammenzukriegen die etwas laufen wollen ist mit den Peruanern etwas schwierig. Tingo hat noch extrem Luft nach oben was Organistation der Tours betrifft und auch was das Marketing für Internationale Reisende angeht. In meinem Reiseführer kommt die Stadt schon gar nicht erst vor. Klar, es ist noch nicht lange her, da war es gefährlich hierhin zu kommen. Ich habe mich in Tingo aber nie unsicher gefühlt, höchstens ein wenig beobachtet. Ich bin überzeugt ich war die einzige Europäerin in der ganzen Stadt. Leute schauten mir nach oder grüssten mich ein wenig zu offensichtlich. Das ist manchmal ein wenig unangenehm, kann aber ignoriert werden. Ich denke mit mehr Touristen legt sich das schnell. ICh werde Tingo Maria auf alle Fälle weiterempfehlen, vor allem der Nationalpark mit seinen wunderschönen Wasserfällen hat es mir wirklich angetan!

Ich freue mich nun shcon auf meine nächste Station in der Selva peruana: Tarapoto.

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Von Huanuco nach Tingo Maria

Auch am meinem letzten Tag in Huanuco begleitet mich Steell in ein weiteres Dörfchen. Heute machen wir einen Töfflitrip nach Churubamba. Um 8Uhr stehe ich auf, es hat die ganze Nacht geregnet und die Wolken hängen immernoch über der Stadt wie man aus meinem Zimmer im 6. Stock gut sehen kann.

Wir haben auf 8Uhr abgemacht, ich dusche und frühstücke meine Mango noch ganz in ruhe, lese Zeitung gehe meine Wäsche in der Wäscherei abholen. Um 9Uhr rufe ich Steell an der meint er komme gleich. Eine halbe Stunde später fährt er mit seinem Roller vor. Wir quetschen uns erstmal durch den STadtverkehr um bei seinem Kollegen einen Helm für mich auszuleihen. Dann muss Steell etwas essbares haben und wir kehren auf einen Tee mit Chorizo-Sandwich in einem Cafe ein.

Nach dem 2. Frühstück gehts aber wirklich ab auf die grosse Strasse wo wir im Slalom um Autos, Truks und Vans kurven bis wir aus der Stadt raus kommen. Von da an gehts sehr zügig. Erst halten wir bei Santa Maria del Valle, kurven kurz um die Plaza de Armas und kaufen uns Wasser.

Dann gehts weiter richtung Churubamba. Hinten auf dem Moto habe ich eine tolle Aussicht auf die Landschaft während mir der Wind um die NAse pfeifft. Ich mag Töfflifahren sehr, aber die grosse Strasse hat mir ein wenig zu viele Autos die ziemlich kranke Überholmanöver veranstalten. So bin ich ganz happy als wir von der Hauptstrasse abbiegen und nun auf einer kurzen Piste zum Dorf Churubamba holpern. Hier ist es ziemlich abgelegen und ruhig, wir fahren an Mais- und Kartoffelfeldern vorbei. Dann kommt das kleine Dorf in Sicht.

Steell meint das sei so das typischste Dorf in der Gegend, die Familien hier leben schon seit Generationen da. Die Kirche und die Plaza sind hübsch, wir sehen uns kurz den Markt an und suchen dann einen Parkplatz fürs Moto. Churubamba hat ein kleines Museum, nur 1 Raum, mit Fundstücken aus der Präinkazeit aus nahen AUsgrabungen. Die Hauptattraktion sind die Mumien die man in Chullpas etwa 4h von hier gefunden hat. Sowohl erwachsene wie auch Kinder wurden einbalsamiert und zT mit Netzten oder Stoffen bedeckt in Fötsstellung bestattet. Man nimmt an, dass dies nur für wichtige Persönlichkeiten gmeacht worden war, sie waren also vielleicht Schamanen oder Familie des Herrschers oder Ältester. Am Boden um die Mumien haben Leute Kokablätter hingelegt, der Besitzer meint sie würden den Verstorbenen Ahnen so Ehre erweisen. Manche kriegen es sogar hin die Blätter unbemerkt in die Glasvitrine zu schmuggeln.

Der Besitzer des Museums meint auch dass am Schädel eines der gefundenen Mädchen eine Operationsnarbe zu erkennen sei. Ich bin mir da nicht so ganz sicher, es wäre sicher sehr spannend einen offiziellen Befund dieser Mumien zu lesen. Ausserdem hat es hier verschiedenste Tongefässe, Keramik, Skulpturen und Werkzeuge die gefunden wurden aus den verschiedensten Zeitalter an etwa 5 Fundorten. Wir sehen uns alles sehr genau an und lassen den besitzer stolz die manchmal etwas verrückte und ich denke übertrieben Geschichte der einzelnen Stücke erzählen. Dann setzten wir uns wieder aufs Moto und fahren zurück nach Huanuco. Es tröpfelt ein wenig udn wir geben gas damit wir zumindest nicht auf der Piste steckenbleiben, denn wenn es hier anfängt zu regnen habenw ir einen haufen Schlamm.

Zurück in der Stadt steigen wir bei einem Bandkollegen von Steell ab welcher einen Internetsalon betreibt. Drinnen herrscht die ewige Nacht damit die Gamer ihren Bildschirm sehen und auch ja die Zeit vergessen wenn sie am spielen sind. Steell meint er wisse den perfekten Ort um essen zu gehen. Allerdings müssten wir einen freund mitnehmen mit einem grösseren Motorrad denn mit sienem kleinen Furzer würde das zu zweit zu lange dauern. Also warten wir auf seinen Freund Willy. Der kommt und kommt nicht. Wir schreiben ihm, er meint er sei gleich da. Eine halbe Stunde später hat sogar Steell genug und wir fahren zu seinem Haus. Dort ist sein Kollega gerade gemütlich sein Fahrrad am bereitmachen. Naja, zumindest können wir jetzt gehen… Willy ist Anwalt, ca. 40 Jahre alt und hat einen kaputten Fuss weshalb er nur sehr schlecht gehen kann. Er hat deshalb auf Motorrad umgesattelt. Er selbst ist ein ziiemlicher Bär, hinter ihm auf dem Moto kriege ich so fast keinen Wind mehr ab und es ist ziemlich angenehm. Eimal aus der STadt draussen meint er ich solle mich gut festhalten und gibt ziemlich gas. Die Strasse hat nur wenige Schlaglöcher, Willy fährt so weit ich das beurteilen kann sehr ruhig und gut und es hat nicht so viele Autos jetzt am Nachmittag, trotzdem frage ich mich in mancher kurve was wohl wäre wenn wir jetzt das Gleichgewicht verlieren oder uns ein Auto die Kurve schneidet. Wir fahren zwischenzeitlich sicher um die 100km/h. Wenn ich aber gerade nicht an die möglichkeit meines nahen Todes denke ist die Ausfahrt ziemlich cool! Die Hänge formen bald sowas wie einen kleinen Canyon, der FLuss naben usn plätschert, Eukalyptus liegt in der Luft. Das Wetter ist nicht sonnig aber auch nicht kalt und es hat aufgehört zu tröpfeln. Ich geniesse einfach die kurvige Fahrt und sehe mir die Landschaft an. Leider gibts davon keine Fotos da man schlecht durch die Gegend blochen und gleichzeitig fotographieren kann.

Nach ca. 1.5h halten wir mitten im Nirgendwo bei einem pinken HAus am Rande des Highways mit der Aufschrift MAdrid. Aha, wir sind weit gekommen….

Willy meint das sei das beste Restaurant für Chicharron de Pollo (Sowas wie fritiertes Poulet…? Also einfach Poulet, mit Kartoffeln anstatt mit Reis). Steell kommt etwa 10min nach uns an, er fährt auch ganz geren Töff, er ist ziemlich happy. Dann gibts einen warmen Tee, eine flasche Inkacola und Hühnchen. Das Essen ist wirklich ziemlich gut (abgesehen davon dass ich mal wieder Gemüse sehen will) und wir haben eine angeregte Diskussion über die (blöden) Eukalyptusbäume und allgemein Naturschutz in Peru.

Nach einer guten Stunde machen wir uns auf den Rückweg. Mein Hintern meint dass sei dann genug Motorrad für die nächsten 3 Tage, aber bis nach Huanuco muss er noch durchhalten. Um 5Uhr sind wir zurück an der Plaza und ich freue mich darauf meine Beine und Hintern warm zu duschen.

Nach einer kurzen Siesta holt mich Steell um 7Uhr fürs Abendessen. Josué ist auch dabei. Nach dem Mitagessen brauche ich dringend mal wieder Milchprodukte udn nur einen kleinen Znacht. Wir spazieren zum Einkaufzentrum, kaufen Yogurt, Saft und Vodka, also eine Ausgewogene MAhlzeit und verziehen uns in den 2. Stock wo es Tische zum Essen hat. Draussen hat es angefangen zu regnen. Steell und Josue kennen die Halbe STadt und alle 10min steht jamnd anderst am Tisch um Hallo zu sagen. IRgendwann kommt Freddy dazu, auch ein Bandmember. Nach der halben Flasche kommt irgendwann die AUfsicht und wir verdünnisieren uns mit dem Alkohol. Das wEter ist wieder etwas besser. Auf der anderen Seite des Huallaga gibt es einen Park im STadtteil Amarylis. Da gehen wir hin und setzten uns auf die MAuer unter den Bäumen beim Fluss, hier ist es trocken. Die Jungs singen und Freestylen, ich bin auch heute sehr beeindruckt, es tönt alles wirklich gut…! Freddy kann ausserdem Rappen. Wir habens sehr lustig und Josué erfindet ein Abschiedslied welches ich für Huanuco singen muss. Diese Jungs sind zwar ein haufen SPinner aber sie sind sehr sympatische nette Spinner.

Allzuviel trinken leigt bei mir dann aber nicht drin, ich muss morgen 2.5h Auto nach Tingo Maria überleben. So bin ich kurz vor 12 wieder im Hotel mit einem sehr eckeren Cheesburger während die Jungs wohl nich weiterziehen. So denke ich mir schon dass es Steell mirgen nicht um halb9 ins Hotel schafft. Als ich allerdings schon dreiviertelstunden auf ihn warte während ich mit meinem ganzem Pack die Rezeption verstopfe ist es mir zu blöd. Ich muss weiter. Ich rufe ihn an, aber er ist wohl noch gar nicht wach. Also sage ich dem Mototaxi einfach er soll mich dorthin bringen wo die Autos fahren und komme in 1min an, der Stand war gleich biem Hotel um die Ecke…

Innerhalb von 5min hat sich ein volles Auto nach Tingo gefunden, alles eingeladen und abgehts. Steell muss sich leider mit einem SMS abfinden. Die Fahrt nach Tingo ist von dem her sehr interessant weil wir von der Sierra voll in die Selva hineinfahren. Dieserübergang geschieht nach einem Tunnell. Vorher ist alles kahl und braun und trocken, nach dem Tunnell ist alles grün, feucht und neblig. Der Übergang ist sehr extrem. Juhuu Selva 😀 ICh sehe aus dem Fenster an das ich in jeder Kurve gequetscht werde (der ganze Weg besteht nur aus Kurven) und erfreue mich an der Natur. Als wir von den Bergen herunterfahren wird es schwüler und wir lassen die Nebel hinter uns. Tingo Maria dann ist wie Villa Rica, einfach in gross. Ich werde bei dem Hotel welches mir Steell empfohlen hat abgeladen und beziehe mein viel zu grosses Einzelzimmer.In dieser Stadt gibt es keien Backpckerhostels, allgemein gibt es hier einfach keine ausländischen Touristen sondern oft Peruaner aus Huanuco oder Lima welche für ein Wochenende in die Selva fahren wollen. Es ist schöööön warm hier! Ich ziehe einen Rock an und suche mir ein Restaurant. Als ich die Plaza, welche hier eingentlich eine etwas grössere Fussgängerzone inmitten zweier sTrassen ist ablaufe stelle ich aber fest das heute, Dienstag, fast alle Geschäfte und Restaurants zu sind. Ich finde dann doch noch was (Poulet mir Reis, oh yesss) und mir wird erklärt das heute Feriado ist, also Feiertag. Man Gedenkt dem Jahrestag der Schlacht von Angamos, ich glaube das war gegen die Chilenen. Ok, so ohne jelgiche offene Attraktion gehe ich bei einem Hotel vorbei welches Tours anbietet. Auch diese Info hat zu, aber man kann mir einen Flyer mitgeben, ich solle doch anrufen. Ich spaziere noch ein wenig durch die Stadt, kaufe mir Granadilla und Wasser.

Dann kehre ich zum Hotel zurück. Eingentlich wollte ich hier in Tingo MAria mich ja mit Lucho treffen. Aber der kommt gerade nicht aus Atalaya, wo er arbeitet weg. Das Problem ist, dass man um nach Atalya zu kommen entweder mit einem kleinen Flieger von Pucallpa aus einfleigen, oder einen Tag Bootsfahrt auf sich nehmen muss. Die Flüge waren schon alle voll und Lucho hat viel zu tun. ICh bin etwas traurig ihn nicht sehen zu können… aber zumindest kann ich seine Stadt kennenlernen. Er hat mir ein paar Tipps gegeben. Also rufe ich den Chefe der Tours an und mach mit ihm einen Plan für morgen. Den Rest des Nachmittags verbringe ich mit chillen. Es gibt wirklich nichts was ich heute sonst hier tun kann und man hat mir mehrmals nahe gelegt nicht unbedingt alleine im dunkeln hier rumzuwandern. ICh habe schon gemerkt dass ich hier auffalle. Ich glaube ich bin die einzige Europäerin in der ganzen Stadt. Und manchmal ist es auch ganz gut mal niemandem etwas erzählen zu müssen. Das Hotel sit ziemlich schön, das Internet funktioniert und ich kriege TV Signal. Ich mache also einen Ego-Filmabend mit Oreos und Granadilla anstatt Chips.

Huanuco – Kotosh, Ambo & Huacar

Heute steht wohl keiner der feiernden vom gestern früh auf. Ich hatte mit Steell um 9Uhr abgemacht, den Wecker aber gleich auf halb1 gestellt, der kommt eeh nicht rechtzeitig. Ich stehe auf, dusche, ziehe mich und mache den Rucksack bereit, dann rufe ich Steell an. Er meint in 30min. Ich gehe mir also ein Frühstück suchen und finde gleich um die Ecke frische Tamales (Polenta mit einem Stück Schwarte, eingewickelt in ein Bananenblatt). Dann, um 10Uhr, trifft auch Steell ein. Wir wollen ein Mototaxi zur Ruine Kotosh nehmen und Steell regt sich auf dass die ersten 3 bei meinem Anblick bis zum 3fachen vom normalen Fahrbreis verlangen. Wir finden aber aber einen Motocarro welcher uns dann für die angemessenen 5Soles die 10min zur archäologischen Stätte rausfährt. Es ist Sonntag vormittag, die Sonne scheint und die Ruine ist vollgestopft mit Reisegruppen. Da wir am plaudern sind latschen wir einfach einer Gruppe hinterher und merken erst nachdem wir die Brücke auf die andere Seite des Flusses passiert haben dass wir am Ticketschalter vorbeigelaufen sind ohne das jemand reklamiert hätte. Naja, einmal 20 soles gespart.

Erst sehen wir uns die Miniausstellung zur Ausgrabung an. Die Japaner haben hier vorallem Geld reingesteckt als klar wurde dass es hier Präinkaruinen gibt. Mehrere Tempel wurden hier mit der Zeit errichtet, niedergerissen und wieder neu erbaut. Der HAuptfund sind zwei Steine mit Reliefs von gekreuzten Händen. Die grösseren Hände werden einem Mann, die kleineren einer Frau zugeschrieben. Der Tempel (erbaut ca. 1800 vChr) in dem sie gefunden wurde hat 3 ebenen, in der Mitte eine Feuerstelle und Drainagekanäle. Weiter sieht man die Grundrisse von zwei weitern neuen Tmeple in denen auch Keramik gefunden wurde, währenddessen der Tempeld er gekreuzten Hände zu alt ist um Keramiken aufzuweisen.

Die Anlage ist eher klein und es hat gerade sehr viele Touristen. Wir müssen fast eine halbe Stunde warten um kurz 5min den Händetempel reinzukommen. Dafür haben wir Zeit den Erklärungen der Guides zuzuhören. Die Hände sollen demnach vielleicht Freundschaft, Zusammenhalt oder Familie bedeutn. Andere Theorien sagen sie seien emblematisch für das Kreuz des Südens am Nachthimmel…. Naja wir werdens wohl nie wissen, denn die Kotosh-Mito Kultur kannte keine Schrift und somit keine Überlieferungen.

Steell und ich fahren zurück in die Stadt und essen Ceviche in einem sehr typischen Restaurant. Dann werde ich in ein Sammeltaxi verfrachtet um am Nachmitag die Nahen Dörfer Ambo und Huacar kennenzulernen. Ambo hat eine hübsche Plaza und sei einfach sehr typisch für die Dörfer in dieser Gegend.

Huacar ist etwas spezieller, da man sagt dass es hier viele HExer gibt. Man könne sichhier von jeder Krankheit heilen lassen. Allerdings ist heute Sonntag und die Heiler haben Pause. Steell und ich begnügen uns damit ein Recreo mit einem kleinen und sehr traurigen Zoo anzuschauen, ein ewnig durch die Gassen zu schlendern und uns dann zurück nach Ambo bringen zu lassen wo wir Candys Pastelle finden wollen. Hier soll es die besten Kuchen in der Gegend geben. Nach 3mal Fragen kommen wir zum Ziel und wirklich die Süssigkeiten sind grandios!

Um halb6 sind wir zurück in Huanuco und machen dasselbe wie gestern: duschen, Siesta, umziehen und dann raus fürs Abendessen. Nur das Steell es gar nicht mehr aus dem Bett schafft.Also gehe ich mich selbst versorgen und um die Ecke in die Pizzeria die sich wirklich alle Mühe gibt italienisch zu wirken. Die Pizza ist gut, aber halt nicht wirklich italienisch, hier fehlt einfach der richtige Käse… Dann setzte ich mich im Hotel aufs Bett und quatsche 3Stunden mit meinem Brüderherzchen der aus den USA anruft. Es tut gut wiedereinmal schweizerdeutsch zu sprechen! Und ja ich vermisse ihn ja schon etwas… Um knapp 11Uhr muss ich auflegen, da das Hotel eher hellhörig ist (musste mir ehute morgen die NAchrichten mitanhören als mein Nachbar um 7Uhr den Fernseher eingeschaltet hat…) und mache mich also Bettfertig. Steell will morgen um 7Uhr da sein, Wecker also auf halb8 und gute Nacht.

Huanuco – La Perricholi & Cachigaga

Um viertelvor11 treffe ich Steell in der Rezeption. Eigentlich kennen wir uns gar nicht so gut, wir hatten in Cuenca einen Tag zusammen im Parque Cajas verbracht und danach die ganze Nacht durchgefeiert. Am nächsten morgen mussten Dominique und ich ziemlich schnell abreisen, deshalb hatten wir uns nichtmal mehr verabschieden können. Und trotzdem fühle ich mich als würde ich einen alten Bekannten treffen. Steell ist Musiker aus PAsion, arbeitet aber bei seinem Vater im Geschäft wo er sozusagen die Bauüberwachung macht das heisst er organisiert die Handwerker, schaut das nichts kaputtgeht, bespricht mit den Auftraggebern das Design und die Ausführung. Just im Moment hat er aber ein paar Tage frei wegen eines Wassrschadens im eigenen Office. Er kann mich also ohne weiteres ein bisschen herumführen meint er.

Mein Hotel ist ein Häuserblock von der Plaza de Armas entfernt. Da steht auch Huanucos neue, moderne und ultrahässliche Kathedrale. Wir machen aber gar nicht erst halt hier sondern nehem gleich ein Auto nach Tomayquichua, ein Dorf etwa 20min ausserhalb der Stadt. Huanuco selbst ist etwa gleich gross wie Schaffhausen von den Einwohnern her, kommt mir aber grösser vor. Die Häuser sind mehrheitlich aus roten Ziegeln und es errinnert mich sehr an Huancayo, welches ebenfalls in den Bergen liegt. Allerdings ist es hier, im Gegensatz zu Huancayo angenehm warm. Die Hügel rund um die Stadt, welche langestreckt in einem Tal liegt sind karg und trocken. Es wachsen Agaven, Kaktusse und der obligate Eukalyptus, nicht sehr viel mehr. Angepflanzt wird Mais, Kartoffel und Zuckerrohr, wie ich später noch lernen werde.

In Tomayquichua lebte im 18.Jh eine Schauspielerin mit dem Namen Maria Micaela Villegas. Sie wurde bekannt als Mätresse des Königs, weshlab man sie Perra Chola nannte, was eingeltich sehr rüde ist da es Hündin bedeutet. Die Leute mochten Maria aber sehr, deshlab wurde ihr Übernahme zu La Perricholi verbessert, was ein wenig netter tönt. Steell und ich essen erst ein Picante de Cuy (MEerschweinchen, sehr typisch für die Gegend) in einem Recreo (einem grossen Freizeitcenter für Familien am Wochenende mit Spielplatz, Hotel und Pool), dann gehen wir uns das Minimuseum in dem Haus der perricholi ansehen. Dort kann man ihr Bett, ihre Kleider, ein paar Gemälde, Bilder und Fotos, sowie die Küche und den Garten mit Brunnen ansehen.

Das ganze ist hübsch gemacht und Steell kann mit auch die ganze Geschichte der Perricholi erzählen. Dann spazieren wir durchs Dorf an einer grossen Hochzeitsfeier vorbei, weiter zur Kirche wo ca. 20Leute gerade den Namenstag der Dorfheiligen feiern mit Blasmusik und Tanz und von da über Land zum nächsten Dorf. Unterwegs daten wir uns über unser Leben ab. Steell möchte unbedingt wieder reisen gehen, nach Europa und Afrika wenn möglich. Er plant nächstes Jahr nach Prag zu fliegen.

Wir spazieren dem Fluss Hullaga nach. Auf halbem weg zum nächsten Dorf kommen wir an der Hacienda Cachigaga vorbei. Hier liess sich vor ca. 3 Generationen eine italienische Familie nieder und kauften extrem viel Land. Dies verpachteten sie an Bauern welche es bewirtschafteten und Zuckerrohr anpflanzten. Dieses wurde in der Hacienda zu Agua Ardiente (Feuerwasser, also Schnaps) verarbeitet. Nach der Agrarreform 1969 wurden die Felder den Bauern zurückgegeben und die HAcienda musste den Zuckerrohr von ihnen abkaufen. Sie blieb aber bis heute bekannt als die Herstellerin des besten Zuckerrohrschnaps der Welt. Steell erklärt mir das alles während wir die HAcienda erkunden. MAn sieht die Zuckerrohrpresse welche mit einem Wasserrad betrieben wird, sowie die Gärtanks und die alte, sowie die neue Destillationsanlage. Dann können wir im Hausshop ein paar der Produkte degustieren. Beim Agua Ardiente schüttelt es mich richtig, der ist richtig stark. Mit Anis wird das ganze nicht besser, bääh… gut finde ich allerdings den Honig welchen sie ebenfalls gewinnen und den sogenannten Nectar de Caña (Zuckerrohrnektar, einfach gepresstes Zuckerrohr), die sind schön süss 🙂

Wir wandern weiter der staubigen Strasse nach bis nach Pampas. Wie gesagt ist die Natur hier eher trocken, die Bäume etwas stachlig und knorrig, alles ist eher braun als grün. Immer geht ein Wind und trägt einem Staub und Sand in die Augen. In Pampas nehmen wir ein Taxi bis an den Stadtrand von Huanuco.

Von dort laufen wir, an der Universität vorbei zur Plaza San Sebastian mit seiner hübschen blauen Kirche. Auch ein Löwe ziert den Park, die Huanuceños nennen sich selbst nämlich Caballeros de Leon, die Löwenkavalliere. Das hat irgendwas mit dem König zu tun der anscheinend einmal meinte es gäbe nirgends in Peru so viele studierte Leute wie in Huanuco.

Als wir wieder auf der Plaza de Armas stehen ist es schon 5Uhr nachmittags und ich muss dringend unter die Dusche. Steell und ich verabschieden uns, machen uns frisch, eine Stunde Siesta und dann treffen wir uns um 7 wieder bei mir im Hotel. Bzw um halb8 da Steell die pünkltichkeit eines waschechten Peruaners hat. Er hat Josué, einen Freund welcher bei ihm in der Rockband spielt, und eine Gitarre dabei. Wir kaufen uns eine Flasche Rum und Cola und setzten uns auf die Puente Calicanto. Das interressante an dieser Brücke ist dass man zu ihrer Konstruktion unter anderem Eiweiss gebraucht hat um die Steine zusammenzukleben. Ausserdem war hier noch irgendwie eine Schlacht gegen die Spanier oder so, Steell hat das ganze mit sehr viel Motivation vorgetragen aber ist immer wieder abteschweift, deshlab hab ich sam Schluss nicht mehr ganz gecheckt. Als die Flasche leer ist gehts weiter zum Kiosk und mit der zweiten Flasche in einen nahen Park. Weitere Freunde treffen ein, alles Musiker. Die Gitarre wird ausgepackt und die Jungs singen und musizieren und schaukeln mit jedem Becher besser. Irgendwann um 12Uhr wird es kalt und wir vergelgen die Outdoorparty in die Disco bis ich um 2Uhr fast stehend einschlafe. Die Jungs bringen mich zum Hotel und Steell nötigt den Nachtwächter mich bis in den 6. Stock zu begleiten was ich jetzt doch ein wenig übertireben finde weshalb ich den armen Jungen nach 2 Stöcken wieder nach unten schicke. Ich finde auf meinem Nachttisch noch eine Mango zum Znacht und dann schlafe ich wie ein Stein.

Von Villa Rica nach Huanuco

Am Donnerstag habe ich nochmals Zeit in Villa Rica um mich mit Freunden zu treffen. Erstmal habe ich zum Zmittag mit Naara abgemacht. Vorher wollte ich noch an den Oconal (die Lagune) aber das Wetter speilt nicht mit. Trotzdem muss ich um 11Uhr au sdem Haus, das Zimmer engt mich ein. Ich will eigentlich einfach ein wenig zu Sylvia ins Cafe sitzen, auf dem Weg ruft aber jemand meinen Namen. Auf der anderen STrassenseite winkt mir Claver zu. Er war neben Roberto der zweite Tecnico von Desco und war 3Monate mit uns im Feld bevor sie ihn leider wegen Geldproblemen vorläufig berulauben mussten. Er arbeitet nun bei einer Bank. Ich bin etwas erstaunt dass er mich wiedererkannt, wird aber wohl über andere Leute mitbekommen haben dass ich in der STadt bin. Wir stehen also sicher eine halbe Stunde im Eingangbereich der Bank und plaudern. Bis kurz vor 12, dann muss ich weiter zu Naara und Edmundo. Diese beiden wieder zu sehen ist eine Freude, Naara ist eine sehr aufgestellte lustige Person und war damals sowas wie die beste Freundin von Gianna. Ihre Mutter kommt aus den USA wo sie auch einige JAhre gelebt hat, deshab spricht sie muttersprachlich sowohl spanisch als auch englisch. In Villa Rica ist sie die Adresse um englisch zu lernen. Edmundo ist ihr Freund, sein Geschäft ist es Bier herzustellen. Naara war auch erst gerade in Bolivien bei ihrer Mutter in Cochabamba und wir erzählen uns gegenseitig vom Reisen. Dann werden alle bekannten Leute in Villa Rica durchgegeangen, wer macht was und hat was mit wem. Der Zmittag ist sehr unterhaltsam und es ist schade haben wir beide nicht mehr Zeit füreinander. Ich werde morgen abfahren, deshalb reicht es nicht mehr für ein grosses Gefeste oder so.

Nach dem Essen gehe ich ins Büro von Desco um die Leute vom arbeiten abzuhalten hehe. Nilton ist da und wir fahren zusammen ein paar Meter durch Villa Rica um den Wagen unterzustellen. Der grüne Pickup macht mich richtig glücklich, soooo viele Stunden habe ich da dringesessen, da einzusteigen ist fast wie nach Hause kommen 🙂 Nilton erzählt mir von seinen Kindern, ich sehe immer seine Fotos in Facebook wenn er mit ihnen etwas unternimmt. Dann laufen wir gemütlich zurück und ich gesprächle noch ein wenig mit Kike und versuche mir telefonisch für morgen den Bus von La Merced nach Huanuco zu reservieren. Das ist nicht ganz so einfach denn es regnet ein bisschen und die Verbindung ist extrem schlecht, ausserdem muss ich wie immer meinen NAmen dreimal buchstabieren. Es scheint aber geklappt zu haben…?

Um 3Uhr mache ich mich auf um noch ein wenig mit Carlos zu plaudern, der hat seinen eigenen Modeladen und ist immer froh wenn mal Unterhaltung daherkommt. Von dort gehe ich dann weiter zu Clavers Bank um unser Gespräch noch fortzusetzen. Um 5Uhr mache ich noch kurz ein paar Einkäufe (Yogurt, ich will mal wieder Yogurt!) und dann treffe ich mich noch ein letztes Mal vor der Weiterreise mit Roberto. Ich bin traurig, in sozusagen zurücklassen zu müssen, ich würde gerne nochmals mit ihm weiterreisen. Aber das geht einfach nicht, er muss zurück in den Dienst. Er weiss auch noch nicht ob er mich vor dem Abflug aus Lima nochmals sehen kann und so kann es sein dass ich ihn für lange lange Zeit zum letzten Mal sehe. Das ist nicht ganz einfach, aber schlussendlich müssen wir uns an der schönen Zeit die wir zusammen hatten erfreuen. Natürlich werde ich ihn vermissen, so wie all meine Freunde hier in Villa Rica auch. Aber ich bin mit sicher, irgendwann sehen wir uns wieder. Ich bin hier gefühlsmässig schon ein wenig zuhause und irgendwann werde ich wohl zurückkommen wollen.

Am nächsten Tag packe ich meinen Koffer und gehe nochmals zu Desco um Tschüss zu sagen. Auch hier, diese Leute werde ich alle sehr sehr vermissen und ich muss allen versprechen mich mal zu melden und irgendwann als Doctora wiederzukommen. Zum Zmittag bin ich mit Jennifer verabredet, wir klatschen über die halbe Welt, sie ist so eine Person die einem einfach glücklich macht, ein richtiger Sonnenschein. Genau was ich jetzt brauche, wo ich ein wenig bedrückt mich von Villa Rica wieder trennen muss. Nach einer Dosis Jenni geht es mir besser und ich kann mich aus Weiterreisen freuen!

Und es geht auch gleich los. Um ca 2Uhr belade ich ein Motocarro mit meinem Gepäck und fahre an den Terminal. Ziemlich schnell füllt sich das Auto nach La Merced. Um halb4 sind wir dort. Diese Strasse bin ich schon so oft gefahren, und ich hoffe ich werde irgendwann wieder durch diesen Wald fahren, an den Holzhäusern vorbei wo die Wäsche in den Fenstern flattert, vorbei an den Kaffeeplantagen, dem Fluss über die Brücke wo die Frauen Papa Rellena verkaufen.

In La Merced gehe ich schnurstracks zum Büro von Leon de Huanuco, der Busgesellschaft bei der ich reserviert habe. Natürlich hat niemand jemals von einer Reservation gehört, es hat aber noch freie Plätze im Nachtbus zum Glück. Der Fährt aber erst um 9, jetzt ist 4 Uhr. Ich lasse also meinen Koffer im Büro und spaziere einmal zur Plaza de Armas. Ich war schon früher hier, aber nur um kurz Geld abzuheben oder einen Brief aufzugeben. Nun sehe ich mir ein wenig die Läden an und setzte mich kurz auf eine Bank auf der Plaza.

Nach der Trinkpause nehme ich ein Moto und lasse mich zum Mirador hinauffahren. Auf dem HAusberg sthet (natürlich) ein grosses Kreuz und man hat aussicht über das ganze langgezogene La Merced, das doch grösser ist als ich gemeint habe.

Den Rückweg den Berg hinunter mache ich zu Fuss, ganz langsam um ein wenig Zeit zu vertrödeln, ich muss mich ja noch bis 9Uhr beschäftigen. Ich schlendere ien paar Strassen mehr hinunter und setzte mich dann in ein Cafe für einen Guanabanashake. Um 6Uhr wird es dann doch langsam dunkel und ich gehe zurück ins Office der Busgesellschaft. Im dunkeln will ich hier nicht alleine sein, La Merced ist bekannt für Diebstähle. Also setzte ich mich zu der Steckdose und ziehe mir ein paar Serien rein.

Ziemlich pünktlich um 9Uhr fährt der Bus vor. Nachdem ich das Office gesehen habe (ein paar Plastikstühle, 5min bis einem jemand bedient, kein Internet und totale Überforderung mit einem Ausländischen Pass bzw. einer Person die nicht 2 Nachnamen hat, hatte ich so meine Zweifel ob ich mich für die richtige Company entschieden habe… Aber der Bus ist modern, hat Klimaanlage und die Sitze sind konfortabel. Wir bekommen noch etwas kleines zu essen, dann schlafe ich ziemlich schnell ein und wache erst morgens um 3Uhr wieder auf. Draussen ist es stockdunkel und ich weiss es geht noch 2h bis Huanuco. Ich muss aufs Klo aber meine Sitznachbarin schläft und ich will sie nicht wecken. Also spiele ich was auf meinem Handy um mich abzulenken.

Ziemlich genau um 5Uhr fahren wir in die STadt ein. Vom Busoffice sind es nur 2 min mit dem Motocarro vor mein Hotel. Die Strassen sind eng und leer und ich mag es gar nicht dass mir niemand öffnet beim klingeln. ICh will hier nicht morgens um 5Uhr alleine mit Koffer und Rucksack ausgestellt herumstehen. Also rufe ich das Hotel an. Es ist die Nummer des Chefs der zwar abnimmt aber Zuhause ist. Einfach an die Tür hauen ist sein Kommentar. Und wirklich, das wird nun erhört und ich endlich eingelassen. Der Arme Nachtwächter muss dann meinen Koffer in den 6. Stock hochtragen wo ich mein Zimmer bekomme. Beettt ❤ Es gibt keine bequemeren Betten als jene nach einer Fahrt im Nachtbus. Ich schlafe wunderbar weiter bis 10Uhr. Dann ist es Zeit aufzustehen denn um 11 kommt mich Steel (ja der heisst so…) abholen. Ihn hatte ich auf meiner letzten Reise in Cuenca, Ecuador kennengelernt. Er ist gebürtiger Huanuceño und nimmt sich etwas Zeit mir die STadt und umgebung zu zeigen. Ich bin schon ganz gespannt was er alles für mich eingeplant hat.

Pozuzo – Parque Yanachaga Chemillen und Cuevas de Lluvia Eterna

Auch zweiten Tag meines kleinen Ausflugs nach Pozuzo muss ich um 5Uhr für die Tur bereitstehen. Mein Guide, heute Ivan, begleitet mich in den Park Yanachaga Chemillen um den Nationalvogel Perus, Gallito de Roca (Andenklippenvogel), zu suchen. Diese scheue Art kommt nur am morgen für ein paar Stunden aus ihren Sandhölen.

Mit auf der Tour ist heute eine 6köpifge Familie aus dem Tirol. Die Kinder sind so zwischen 14-8 Jahre alt, sowohl Jungs wie auch Mädchen mit hübschen langen Blonden HAaren. Sie sehen aus wie die Einwanderer persönlich, vor allem die beiden Mädchen mit ihren Dirndelröcken. David, der Vater, meint sie hätten sich gestern soa uf die Plaza gestellt und fast 50 Soles mit Fotos der Touristen verdient. Die Familie lebt aber nicht hier, sie sind schon seit 4JAhren nonstopp unterewegs in Südamerika. Sie mieten sich ein Haus (Zimmer reicht ja für 6 nicht) fpr 1 Monat und danach gehts weiter. David verdient sein Geld mit Übersetztungen und kann gut vom Homeoffice aus arbeiten. Sie sehen ein wenig wie eine Zigeunerfamilie aus (nicht abwertend gemeint), ein paar Aussteiger die nicht die Absicht haben jemals wieder Sesshaft zu werden.

Im Park angekommen breitet sich die Familie am Eingangsposten aus, sie machen erstmal ein kleines Festessen für eines der Mädchen, sie hat ihren 11. Geburtstag. Also ziehe ich mit Ivan alleine los um die Vögel zu beobachten. Der NAme des Parkes Yanahaga ist quetchua und bedeutet schwarzer Wald. Und wirklich ist der Wald sehr dicht und dunkel. Nun, es ist auch erst halb6 Uhr morgens, aber trotzdem. Wir steigen zum FLuss hinunter. Dort wurde ein teil des ursprünglichen Pfades erhalten welchen die Kolonisten gingen um von Oxapampa nach Pozuzo zu kommen. Das war eine reise von 4 Tagen. Der Pfad führt dem Fluss entlang durch einen kleinen Canyon. An gewissen Stellen musste der Weg sogar aus dem Berg geschlagen werden.

Es ist mir immernoch ein rätsel wie die Einwanderer sich an einem solch Abgelegenen Ort niederlassen konnten. Vor allem da Oxapampa erst später von der Familie Heidinger gegründet wurde (noch später dann Villa Rica von einer weiteren Familie), die ncähste Siedlung war fast eine Woche Marsch weit weg. Vor allem in der Regensaison war Pozuzo wohl fast nicht zugänglich.

Ivan erklärt mir auch gewisse Bäume, wir sehen zB ZEder oder auch die Palme welche die Gallos immer aufsuchen um die Früchte zu essen. Ja, wo sind sie den nun, die Gallitos? Ivan weiss genau wo sie zu finden sind. Ein wenig den Weg hinauf beim offiziellen Campingplatz des PArks, da sitzen sie in den Bäumen. Sie sind klar erschtlich, da die Männchen eine knallrote Farbe haben. Sie tanzen in den Ästen für die Weibchen am Boden und streiten sich um die besten Plätze. Wir zählen sicher 10-15 Vögel. Sie isnd etwa 30cm gross und haben eine charakteristischen Wölbung oberhalb des Schnabels. Die Gallitos sind berühmt in Peru, sie sind der offizielle NAtionalvogel und leider vom aussterben bedroht. Darum ist es umso schöner sie hier in freier Wildbahn zu sehen.

(Meine Kamera kann leider keine besseren herangezoomten Bilder machen, sorry. Müsst Gallito de Rocas googlen).

Nach fast einer halben Stunde in der ich begeistert den Vögeln zu geschaut habe nimmt mich Ivan noch zu einem Mirador mit, zeigt mir die vielen Orchideen welche auf den Bäumen wachsen und erklärt mir auf dem Weg hinunter die neusten politischen News Perus… Präsident Vizcarra hat nämlich den Kongress geschlossen (ein Vorhaben bei welchem ihn fast die gesamte Bevölkerung unterstützt) worauf der Kongress (welcher eigentlich ja aufgelöst ist) Vizcarra absetzten und die Vizepräsidentin als neue Präsidentin einschwuren. Das ganze ist ziemlich chaotisch und niemand weiss wer jetzt eignelich recht oder das Recht hat zu tun was gerade geschieht. Naja, Fakt ist, die Bevölkerung ist hässig auf den Kongress weil die Leute anscheinend zu korrupt sind (siehe ODebrecht….) und nicht arbeiten.

Dann sind wir zurück beim Kontrollposten und sammen die Familie auf. 20min Fussmarsch führen uns zu einem kleinen Wasserfall am Strassenrand. Von da ist es nur noch ein Katzensprung zu der Cueva de Lluvias Eternas (die Höhle des ewigen Regens). Bevor wir aber zu der Höhle den Bach hinaufsteigen gibts Frühstück. JEssica hat Ivan Reis mit Chicharrones (Schweineschwarte oder so ähnlich) mitgegeben. Es ist jetzt ca. 8Uhr.

Dann gehts los über Stock und Stein, bzw durch Matsch und Fluss. Man gibt mir am eingang Gummistiefel die zwar ein bisschen zu gross, aber nötig sind. Wir steigen nämlich zT wirklich voll durch den Bach hinauf, ca. 30min, bis zu den Höhlen. Die Wanderung gefällt mir super, der Bach ist wunderbar klar, am Ufer fallen die Luftwurzeln der grossen Bäume hinunter, alles ist grün und dampft. Den 4 Kinder gefällt es offensichtlich auch. Ivan hatte schon Sorgen sie hätten Angst, zb die Steile leiter runterzusteigen, auch er meint, mit den Leuten aus Lima geht das 3mal länger. Aber so hüpfen wir alle von Stein zu Stein bis wir die ewigen Regen erreichen. Vom Berg tropft ununterbrochen Wasser über das Vordach der Höhle hinunter. Hier ist es noch grüner, Algen und Moose lieben diesen Ort. Es ist sehr idylisch, wir hören die Vögel pfeiffen (es ist immernoch morgen), schwarz-gelbe Chihuacos, Schmetterlinge und Kolibirs fliegen herum. Es gefällt mir seeehr. Während die Familie schiwmmen geht setzte ich mich auf einen grossen Stein und bestaune die Natur.

Der Rückweg ist ebenfalls etwas rutschig, ich muss vorallem aufpassen das mein HAndy nicht in den Bach fällt. Dann sind wir um 10Uhr zurück an der Strasse und müssen auf ein Auto warten. Jessica wir duns zwar eines schicken, allerdings erst um 11. Wir waren schneller als der durschscnittstourist und leider gibt es hier kein HAndynetz um den Chauffer früher zu rufen. Also warten wir. Es wrden noch ein paar Orangen und Bananen verteilt, die Kinder unterhalten sich präctig mit ein paar Steinen und dem Hund. Ich rede mit Ivan über Gott und die Welt.

Kurz nach 11 kommt dann unser Wagen an. Wir kommen um 12Uhr in Pozuzo an wo ich noch eine Sache besuchen will, nämlich das Museum Schafferer. Dort ist die Geschichte Pozuzos erklärt und alte Möbel, Werkzeuge, Alltagsgegenstände, Schriftstücke und Fotos der Kolonisten ausgestellt. Alles ist schön auf spanisch und deutsch angeschrieben. Ich lerne auch dass es einen „Freundeskreis für Pozuzo“ gibt in den zwei Partnerstädten Haiming und Silz in Österreich, welcher das Geld für den Deutschunterricht in der obligatorischen Schule in Pozuzo stellt. Sie schicken nicht nur Geld sondern auch LEhrer nach Peru damit die Tradition der deutschen Sprache hier nicht ganz ausstirbt. Das Museum ist zwar klein aber fein, leider darf ich keine Fotos schiessen. Nur von einem Tableau der Gründungsgeschichte erlaube ich mir schnell ein Bild zu machen (ich hoffe ihr könnt es lesen, unten ist es in deutsch):

Dann ist es an der Zeit meine Sachen zu packen. JEssica und Tomas wollen mich schon fast gar nicht mehr gehen lassen, sie waren wirklich sehr herzig zu mir. Jessica ruft an sogar noch bei der zentrale an damit mich das Auto um 2Uhr beim Hotel abholt. Dann kurven wir noch etwas im Dorf herum um die anderen 3 Leute einzusammeln und ab gehts richtung Oxapampa. Die Fahrt sit zwar mässig angenehm weil die Mitfahrerin in der Mitte die Aussmasse eines Buckelwals hat, dafür hat der Kollege des Fahrers (der vorne sitzen darf, wett au!) ein 2monate altes Hündchen dabei der einfach wahnsinnig süss aus der Wäsche bzw. aus dem Fenster kuckt. Transport in Peru….

Von Oxapampa aus suche ich mir am Terminal ein Auto nach Villa Rica zurück und wir pretschen durch den Wald pber die Sandpiste so dass wir alle einmal geschüttelt nicht gerührt ankommen. Ich nehme ien Mototaxi zum Büro von Desco und treffe dort um 6Uhr noch Isha an die die letzten Abrechnungen fertigstellt. Sie ist so hochschwanger dass sie fastnicht mehr hinters Pult passt. ICh helfe ihr einräumen, dann packe ich den Koffer und wir fahren zu meinem Hotel. Diesemal eines mit warmen Wasser 😛 Dann mag Isha noch auf einen Saft mitkommen bevor wir beide müde unsere Betten suchen.

Pozuzo – Trama und Aguas Turquesas

Nachdem ich ausgiebig das Treffen mit alten und neuen Freunden genossen habe sitze ich nun im Auto nach Oxapampa. Von dort sind es noch 2.5h mehr bis nach Pozuzo, dem ursprünglichen Ort wo die deutsch-österreichischen Auswanderer sich vor ca. 150 Jahren niedergelassen hatten. Die sehr kurvige und enge Strasse ist in steile Hügel gehauen welche von grün bedeckt sind. Unten im Tal rauscht der Fluss. Es ist ein wenig wärmer als in Villa Rica, ansosnten ist es sehr ähnlich, nur die Strasse noch ein wenig krimineller, vor allem um Lastwagen zu kreuzen. In Villa Rica bin ich um halb2 losgefahren, um knapp 5Uhr steige ich bei iner kleinen Touragency in Pozuzo aus. Man empfängt mich gleich mit offenen Armen. JEssica erklärt mir was ich in den folgenden 2 Tagen alles an Sehenswürdigkeiten unterbringen kann und quartiert mich auch gleich in ihrem „Hostel“ ein. Eigentlich wohne ich nun einfach im obersten Stock ihres HAuses. Ich fühle mich auch gleich wie ein Familienmitgleid, ich soll doch einfach nehmen was in der Küche ist und man kann mich auch auf einen Spaziergang durch die Stadt begleiten damit ich nicht alleine gehen muss usw. Ich werfe aber erstmal meine Sachen aufs Bett und gehe nach der langen schweisstreibenden Autofahrt Duschen. Die Dusche ist einfach ein offenes Rohr, warmes Wasser kann ich mir träumen. Macht aber nichts, draussen ist es noch immer ziemlich warm.

Dann mache ich einen kurzen Spaziergang (alleine, muss mich ja wieder dran gewöhnen) durch das Dorf. Pozuzo ist wierklich sehr klein, in 15min hat man alle Strassen mal abgelaufen. Und ja, es wirkt irgendwie deutsch. Vielleicht sin des die vielen deutsch-spanischen Schlider oder die vereinzelten Riegelhäuser oder auch die vielen Biertanks und bilder von Leuten in Lederhosen und Dirndel die zu sehen sind. Diese mischen das normale peruanische Dorf auf.

Auf der Plaza steht ein kleines Wasserrad, eine Technologie die die Auswanderer wohlmitgebracht haben aus Europa. Auch steht auf einem Schild mit österreichischem und Deutschem Adler dass am 26.März 1857 ungefähr 200 Tiroler und 100 Preussen mit dem Schiff Norton von Belgien aus startetn um 2 Jahre Später 1859 hier in Pozuzo nach einer langen und beschwerlichen Rise ankamen mit dem klaren Ziel die Selva Peruana zu kolonisieren. Das Schiff ist ebenfalls (als Kinderspielplatz) nachgebaut auf der Plaza zu sehen.

Dann dunkelt es langsam ein und ich frage mich zum nächsten typidchen Restaurant durch. Dort gibts eine köstliche Portion Käsespätzle (auch wenn sie auch hier noch nicht viel von echtem Käse gehört haben….).

Am nächsten Tag geht schon um 5Uhr morgens los mit der Tour. Dies, weil wir (ich und Thomas, mein Guide, habe Privatführung heute) mit dem Schulbus mitfahren bis ins nächste Dorf, ca 45min weiter oben am Fluss. Dort gibt es erstmal ein saftiges Frühstück: Reis, Rind, Banane und Yuca. Dann werden Wanderschuhe angeschnallt und los gehts über die Brücke und den Berg hoch. Tomas ist Jessicas MAnn und der Besitzer der Ecotours Pozuzo. Er fotografiert auch und hat seine Profikamera dabei. Wir wandern etwa 30min durch den Wald, es ist nicht sehr hell obwohl die Sonne schon aufgegangen ist. Graue Wolken bedecken den Himmel und manchmal Nieselt es etwas.

Oben kommen wir auf dem Hof Trama an. Hier lebt die Familie Müller mit ihren Pferden, Kühen, Schweinen, Hühner und Hunden. Sie haben auch einen Fischteich auf ihrer kleinen „Alp“.

Nicht weit entfernt kommen wir dann a Balkon von Trama vorbei. Der Felsvorsprung lässt einem eine tolle Aussicht aufs Tal geniessen, auch wennes nach wie vor etwas grau ist. Der Fluss, welcher erst vor 1h noch fast klar war hat sich hellbraun gefärbt, weiter oben in den Hügeln regnet es stärker. Tomas macht gefühlte tausend Fotos von mir.

Der Spaziergang geht weiter und Tomas freut sich über meine Wanderlust. Er meint, die Leute aus Lima seien immer so träge, mit ihnen mache er den gleichen Weg in doppelter Zeit. Wir kommen immer wieder an Bananenplantagen, ORangenbäumen und kleinen „Bauernhäuser“ vorbei. Die Umgebung ist wie in Villa Rica, man nennt es auch Ceja de Selva (Augenbraue der Selva), also der Anfang des Regenwaldes. Alles ist sehr nass und etwas schliefrig. Nach ca. 1h kommen wir zu den Aguas Turquesas oder Aguas Saladas, ein Quellfluss mit sehr mineralienreichem Wasser. Schon von weitem riecht man den Schwefel. Die Leute hier sagen das Wasser hätte heilkräfte und manche Tours gehen extra hierhin um sich bei der Quelle mit dem Nassen Schlamm einzucremen, das sei gut gegen Falten, Hautausschläge, Pickel und grundsätzlich einfahc mal alles… Obwohl die SOnne heute nicht so scheint ist der FLuss tiefblau. Die Quelle ist ein kleiner Wasserfall der direkt aus dem Berg strömt. Da es doch warm ist draussen stürze ich mich also ins Bikini um schwimmen zu gehen. Das geht dann aber doch ein wenig länger, denn das Wasser ist ziemlich kalt. Aber es sieht so einladend aus dass ich mich zu ein paar Schwimmzügen überwinden kann.

Danach fühle ich mich zwar nicht 3 Jahre jünger aber doch gut erfrischt. Die Wanderung geht weiter zum kleinen MAchu Picchu, ein Berg welcher dem original etwas gleicht:

Und führt uns zum letzten Stopp, einem Wasserfall. Da es heute REgnet hat es eher viel Wasser. Die Selva hier ist etwas dunkel und Tomas erzählt mir dass dieLeute manchmal eine blonde Frau sehen welche auf einem Stein weiter oben am Fall steht. So kommen wir auf Geistergeschichten und er erzählt mir eine wirklich grauenvolles erlebnis aus seiner Jugend als er alleine im grossen HAus seiner Grosseltern auf dem Land war. Anscheinend spukt es dort und er ist felsenfest davon überzeugt eine weisse Frau gesehen zu haben. Gut glaube ich nicht an solche Dinge weil der Ort ist schon ein wenig spooky.

Dann fleigt ein kleiner Kolibri vorbei und nimmt den Horror mit sich. Wir wandern weiter und sehen auf dem Weg noch 4 Tucane in einem Hohen baum sitzen. Wunderschön sind sie mit ihren bunten Schnäbel! An der STrasse angekommen sind wir viel zu früh dran für den Schulbus. Also laufen wir 30min weiter zu der Vivienda der Familie Schmidt.Es ist 12Uhr und wir kriegen Fleischsuppe zum Zmittag. Nun drückt langsam die Sonne heraus. Auf der Vivienda sind alle Familienmitglieder damit beschäftigt sich auf das Wochenende vorzubereiten, sie werden dann auf ihrem Land ein Fest der Milch veranstalten. Sie haben an der Hauswand auch eine kleine Familienausstellung mit Bildern ihrer Urgrosseltern welche aus Deutschland hierher eingewandert sind. Alte Schuhe, ein RAdio, eine Nähmschiene und Gletteisen aus Europa stehen da noch rum.

Um wieder nach Pozuzo zurückzukommen setzten Tomas und ich uns also an die STrasse und warten auf ein Auto dass uns mitnimmt. Bald kommt der Sohn der Schmidts mit dem Töff vorbei und nimmt mich mit. Juhuu Töff fahren. Die Strasse ist nicht befestigt und ist seeehr wie diejenige in die Communitites. Ich fahre mit einem happy Smile hinten auf dem Motorad mit, der Wind in den Haaren gibt mir ein gefühl von Freiheit.

In Pozuzo angekommen mache ich kurz Siesta, ich bin um 4;30 aufgestanden und nun um 2Uhr shcon etwas müde. Dann reicht es noch um den Mirador zu suchen, allerdings ist er nicht allzu spektakulär. Ich wandere ein wenig durch das Dörfchen, besuche den Cementerio de Colonos (Den Kolonistenfriedhof) und kaufe mir zum Znacht feine MAngos. Die Küche Jessicas ist zwar ein Riesenchaos, aber ich finde noch knapp ein genügend gewaschenes Messer und Teller. Damit setzte ich mich nach dem Eindunkeln aufs Bett und schaue mir endlich mal wieder schweizer Nachrichten an nachdem das Wifi in Villa Rica einfach garnicht funktioniert hatte.