Heute geht es endlich los! In den letzten Tagen habe ich mein ganzes Zimmer ausgeräumt, geputzt, Sachen verpackt oder weggeschmissen. Da ich nach Südamerika gar nicht mehr wirklich nach Hause komme, sondern gleich innerhalb einer Woche nach Glasgow ziehen werde fühlt sich das packen dieses Mal sehr nach Aufbruch in ein neues Leben an. Ich habe keine Ahnung wie bereit ich dafür bin, aber das finden wir noch raus auf dem Weg. Darum, los gehts!

Am Flughafen fällt es mir diesesmal leichter meinen Eltern Tschüss zu sagen als letztes Mal. Vielleicht weil ich nun weiss wo die Reise hingeht. Lima ist nicht mehr die grosse, unbekannte Stadt. Ich freue mich einfach nur wahnsinnig auf die Reise jetzt.
Das hält aber leider nicht so lange an, der Flug ist verspätet und mir ist schon das erste Mal langweilig. Allerdings habe ich in Madrid sowieso 3h Aufenthalt, also muss ich mich zumindest nicht gestresst fühlen.
Endlich im Flieger fühle ich mich erst sehr Findus, es ist nämlich arschkalt. Ich beglückwünsche mich dafür nicht nur in langen Hosen und mit Jäckchen zu reisen, sondern auch meinen Riesenschaal ins Handgepäck gepackt zu haben. Keine Ahnung wie die Chica hinter mir das aushält, dem anschien nach fliegt sie mit ihrem Badeanzug oder was genau soll das sein? Gut eingemummelt lehne ich mich dann ans Fenster und geniesse die Aussicht.

Beim Abheben befällt mich ein kleineres Gefühlschaos, da ich mir etwas bewusst werde, dass ich der Schweiz doch etwas länger Adieu sagen muss. Das Patchwork der Felder, Zürich, die Seen und ganz hinten die Berge, das alles sieht so sehr nach Heimat aus, dass zumindest ein wenig Nostalgie in mir aufkommt. Aber wie gesagt, ich freue mich so krass auf Peru jetzt dass ich mich bald Netflix widme. Der Film packt mich so sehr, dass die zwei Stunden sehr schnell vorbeigehen.
Spanien sieht dann von oben vor allem trocken aus. Die Stewardess murmelt eine Durchsage die tönt als spreche sie mit einem halben Brötchen im Mund. Wir landen und fahren gefühlt zweimal noch nach Barcelona und zurück bis wir endlich am Parkplatz sind und alle nach draussen drängen. Die Busse warten schon und frieren uns mit einer arktisch eignestelleten AC wieder ein bis wir endlich aussteigen und ich mir den Weg zum nächsten Terminal suchen kann. Hier muss erstmal Wasser her, ich spüre das Kopfweh jetzt schon kommen. Alle sprechen Spanisch und das macht micht glücklich! Vom Terminal aus gehen verschiedenste Flüge zu allen Destinationen in Südamerika und ich fühle mich mit all den Leuten hier, als wäre ich schon fast dort. Nur noch 11.5h aushalten, dann bin ich da!