Erstaunlicherweise wache ich heute morgen vor dem Wecker auf. Und es ist nochnocht einmal 3Uhr morgens… Um 10nach3 läutet mein Handy dann doch und ich muss aufstehen. Nach sehr schnellem anziehen, da sehr kalt im Zimmer reicht es noch für einen Zmorgentee in der Lobby bis ich von meinem Guide heute abgeholt werde. John bringt mich zum Wagen der gleich neben der Tür steht und setzt mich neben den einzigen Typen der schon darinsitzt. Er ist auch Schweizer, meint er und so lerne ich Fabio kennen. Er kommt aus St. Gallen und reist einen Monat in Peru herum bevor er dann eine neue Stelle im Aussendienst einer Werbefirma antreten wird im Oktober. Wir unterhalten uns also bis alle Tourmitglieder eingesammelt sind, einer sieht müder aus als der andere. Dann meinen John und Karolina, unsere Guides, wir sollen doch noch ein bisschen schlafen (wie Baby-Aplakas) um dann in den Bergen mit viel Energie bereit zu sein. Und das versuche ich dann auch. Nach 1.5h gibt es einen Halt fürs Buffet-Frühstück (hmm Omelet, feinn) dann gehts nochmals so lange immer schön hinauf durch kleine Dörfer und Kommunities. Andere Minivans mit Touristen sind auch schon unterwegs wie wir an den Peagen sehen. Diese Bezahlstellen sind für die Kommunities durch welche dir STrasse führt, sie verlangen einen Preis dafür dass wir da durchfahren können.
Nach guten 1.5h mehr und ein paar sehr interessante Diskussionen über Politik und Musik mit Fabio haben wir den PArkplatz erreicht. John erklärt schon allen in spanisch und englisch wie sie sich zu verhalten haben wenn ihnen schlecht wird, man nicht mehr atmen kann, einem schwindlig wird. Alle Tourmitglieder müssen sich nun auch vorstellen, schliesslich sind wir heute alle eine Happy Family, so der Gruppenname. Es hat einige Leute aus Italien, 4 Schweizer inklusive mir und Fabio, Chilenen, Amerikaner und ein Pärchen aus Polen. Alle bekommen einen rot-gelben Wanderstock und ein wenig Kräuteröl um daran zu riechen (das soll glaube ich wach machen), dann wandern wir los. Momentan ligt noch etwas Nebel über den Hügeln des Tals, wir hoffen alle dass der sich dann aber bald verzieht.

Es geht gleich bergauf, zwar nicht streng aber graduell. Wir starten heute auf 4600m.ü.M und werden auf über 5000 aufsteigen. Also nur nicht zu schnell machen. Wer gar nicht mehr kann, kann sich bei den Einheimischen ein Pferd oder MAulesel leihen, mir tun die Tiere allerdings eher leid und mir geht es soweit sehr gut, mir wird nur bald mal so heiss dass Schaal und PUllover weg müssen. Da nun auch die Sonne rauskommt und der Nebel verdunstet muss noch eine kurze Sonnencreme-Pause eingelegt werden, man kann nämlich seinen Nacken richtig kochen spüren… So gefällt es mir und zusammen mit Fabio und sehr sehr vielen anderen Leuten wandern wir langsam das Tal hinauf. Auf unserer linken Seite erheben sich Schneebedeckte Berge, auf der anderen sandige, dünenartige Hügel die wirklich so langsam verschiedene Farben aufzuzeigen scheinen. AUf alle Fälle sind sie sehr rot.



Weiter geht es und so langsam verstummt mein Gespräch mit Fabio, nicht weil uns die Themen ausgiengen, aber wir sind beide aus der Puste. JEder muss nun seinen Pace gehen und ich lasse Fabio davon ziehen. Auf den Seiten steigen immer wieder Leute auf ein Ross oder müssen anhalten weil ihnen sturm wird oder sie Kopfweh kriegen. Die anderen laufen alle stoischen Schrittes weiter. SO auch ich, bis zum letzten Aufstieg der nun wirklich steil ausfällt. Da muss ich öfters PAusen einschalten, aber zuletzt erreiche ich den Grat und sehe links neben mir wirklich die 7 Farben des Regenbogenberges!



NAja ich sehe auch viele andere Touristen. Und noch viel mehr die noch von unten heruafkommen in einem unablässigen Strom. Ich bin froh ist unsere Tour eher früh gestartet, das wird noch saueng hier oben! Ich steige noch ein bisschen höher, mache ien paar Fotos, dann muss ich mich hinsetzten und erstaml eine BAnane essen. Die Höhe macht mich echt extrem Hungrig. Ein paar einheimische Ladies kochen Chicharrones (Was Fleischiges) und Kartoffeln auf einem Gasherd und ich würde am liebsten zuschlagen. Aber Früchte ist auch nicht schlecht, es gibt dann ja noch Zmittag. Ich setzte mich mit Fabio auf einen Stein und wir geniessen mampfend die wahnsinns Aussicht.


Um etwa 10Uhr, als wir schon 45minuten auf dem Berg sind trommelt John die 6 Leute zusammen die neben dem Montana de 7 Colores auch noch das Valle Rojo (Rotes Tal) auf dem Programm haben. Um dahin zu gelangen müssen wir über den Kamm des Regenbogenberges steigen. NAch einem kurzen Aufstieg biegen wir von den Menschenmassen ab in einen Weg der an der Flanke des Berges langsam bis nach oben führt.


Unsere Schuhe werden nun abweschlungsweise mit rotem, weissem, gelblichem und violetem Staub bedeckt. Da es nicht speziell steil ist macht mir dieser Aufstieg viel weniger aus als der letze, auch wenn wir am Schluss sogar noch ein paar MEter höher sind (Mirador Valle Rojo, 5069m.ü.M.). Und mal wieder lohnt die Aussicht jede vergossene Schweissperle! Das rote Tal ist wirklich rot, wie auf dem MArs sieht es aus. Man wäre nicht erstaunt würde Curiosity gleich um die Ecke brettern. Es ist einfach nur wundervoll!



Nach einer langen Verschanauf- und Fotopause wagen wir uns unter Johns Führung an den Abstieg. Der Berg ist sehr sandig und wir schliefern mehr hinunter als wir laufen. Auf dem Weg zum Carparkplatz ändert sich die LAndschaft wieder in eher Steinig mit etwas Gras, Alpakas müsste es hier viele haben.



ICh gesprächle ein wenig mit dem amerikanischen Pärchen sowie mit John der mir erklärt, dass die Zugangsstrasse zu den REgenbogenbergen erst seit 2015 offen ist und es deshalb immernoch eine eher neue und gut besuchte Attraktion Cuscos ist. Auch für die Ansässigen seien die Menschenmassen sowohl ein Fluch wie auch ein Segen. Sie bringen Einkünfte, durch Verkaufen von Wasser, Essen, Souvenir oder den Pferdediensten. Allerdings halt auch Lärm, Abfall, Abnutzung usw. Die LEute hätten halt auch noch nicht so lange Erfahrung. Einige wollten sich anstatt Maulesel schöne grosse Pferde aus Ställen in Arequipa oder der Küste zutun. Diesen Tieren bekam die Höhe aber gleich schlecht wie nicht akklimatisierten MEnschen, mit dem Unterschied dass ein Pferd nicht kotzen kann und die Gefahr eines Herzversagens extrem hoch ist. NAch dieser Ausführung habe ich den Pferdedeinsten ein für alle MAl abgeschworen, wobei ich eigentlich schon immer der Meinung war dass wer nicht selbst hinauflaufen kann doch besser einfach daheim bleiben soll. Das sage ich John und er grinst nur und meint dann, es haben alle das Recht oben anzukommen. Sehr diplomatisch…
So geht der Abstieg ganz schnell voran und nach ca. 1.5h sind wir einmal um den Hügel herum und wieder zu unserem Bus gelangt. Dort wird erstmal aller STaub von Hosen und Schuhen geklopft. Dank Sonnencreme klebt er aber am ganzen Körper sowie auch in den Haaren und ich hoffe inständig dass heute das warme Wasser im Hostel funktioniert, nicht wie gestern. Kaum ist der Bus abgefahren schlafe ich ein und wache erst kurz vor dem Mitagessen wieder auf. und wiiieee ich Huuunngäär habe! Es ist erst 2Uhr Nachmittags, ich bin ca. 3,5h gewandert aber es fühlt sich an wie nach einem MArathon. Die ganze Gruppe stürzt sich aufs Buffet und es ist ein paar Minuten lang einfach mal ruhig. Nach dem essen wird uns von John noch die Entsteheung der verschiedenen Farben des Berges geschildert. Ablagerungen im MEer wurden durch Plattentektonik in die Höhe geschoben und verwittern nun so, dass die verschiedenen Mineralien die zu verschiedenen Zeiten in das Gestein eingetragen wurden wie in Streifen auf dem Kamm hervortreten. Eisenoxid ist für die Farbe rot verantwortlich, Kupfer für grün, Schwefel für Gelb. Calcit (glaub) macht die weisse Farbe und Mangan (auch glaub) etwas violet, mit mehr lehm hellrosa. So kommt es dass der Motana de 7 Colores eigneltich nur 6 Farben hat. ICh war aber heute wirklich ehrlich erstaunt wie gut man diese dann wirklich sieht! Ist also nicht alles Instagramfilter… 😉
Im Bus schlafen die meisten gleich wieder ein. Ich habe mich schon ein wenig erholt und unterhalte mich mit Erika. Sie ist MExikanerin, lebt aber in der Schweiz wo sie seit 5Jahren für Coca-Cola arbeitet. Ihr Freund, ebenfalls Schweizer, liegt halbtot in der Ecke und schläft nach einem Panadol gegen seine Migräne die ihn auf dem Berg befallen hat. Wir erörtern bis nach Cusco noch die verschiedenen schwierigkeiten von Deutsch und Spanisch sowie der Kulturschock wenn man von Latinamerika in die Schweiz auswandert. Ich muss lachen als sie mir schildert wie geschockt ihr Freund war als sie das erste Mal mit ihm AUto fuhr und meinte Stopp-Schilder seien doch eher eine EMpfehlung als ein Muss.
Knapp nach 17Uhr werden wir nahe der Plaza de Armas ausgeladen und ich gehe schnurstraks ins Hostel und duuuschen, ach wie angenehm (wenn auch nur lauwarm). Dann hauts mich eine volle Stunde weg bis um 18:30 mein Wekcer klingelt. Ich bin noch mit Karolina, der Brasilianerin die ich in Huaraz kennengelernt habe, zum Znacht verabredet. Wir treffen uns pünktlich um 19Uhr beim Brunnen auf der Plaza. Von dort suchen wir ein Restaurant mit genialen Sandwiches welches ich vom letzten Aufenthalt noch im Kopf hatte. Nach einem kurzen Vergucker auf der KArte finden wir dass dan auch und ich geniesse mein Hummus-Avocado Sandwich so sehr. Ich habe immernoch grossen Hunger, war wirklich anstrengend heute. Auch Karolina war auf dem REgenbogenberg heute, angetroffen haben wir uns aber bei all den LEuten nicht. Wir bereden Gott und die Welt und warum eines der Besten Dinge Europas ist, dass man nur sehr geringe Gefahr läuft auf offener Strasse oder im Bus beklaut zu werden. Karolina kommt aus Sao Paolo und meint für sie sei Cusco hier ja schon eher ein friedliches STädtchen.
Dann, kurz bevor wir beide vor Müdigkeit vom Stuhl fallen verabschieden wir uns und ich laufe die 15min zum Hostel zurück. ICh friere weil ich so müde bin und falle in ein Koma aus dem mich erst Roberto weckt als er um halb11 nachts von seiner Machu Picchu Tour zurückkommt. Auf die genuschelte Frage ob es gut war kommt ein strahlendes Jaa, sehr! zurück, dann ergeben wir uns beide wieder dem Schlaf.