Mein zweiter Tag in Lima werde ich heute mit einer Freundin verbringen. Katy hatte ich auf der letzten Reise in Puno kennengelernt wo wir im selben Hostel untergekommen sind. Heute wollen wir uns um 10Uhr auf der Plaza San Martin treffen. Dort komme ich auch pünktlich an. Beim warten werde ich von einem der herumstehenden Polizisten angesprochen. Er gehört zur Touri-Polizei die extra nur für die Anliegen der Reisenden zuständig ist. Erf ragt mich ob ich schon wisse wie man sich hier im Zentrum von Lima bewegt, ob ich mich sicher fühle und ob es mir gefalle. Ich kann alles bejahen und fühle michnoch ein wenig sicherer 🙂 Allerdings auch ein bisschen einsam… Katy hat verspätung, sie schreibt mir sie habe den Verkehr um diese Zeit unterschätzt und komme 1-1.5h später. Ich muss lachen, wäre ja zu gut gewesen.
Also mach ich mich auf zur Plaza de Armas. Auf dem Weg sehe ich in der Iglesia de la MErced vorbei. Es ist noch Messe, die Kirche allerdings längst nicht so voll wie an einem Sonntag. Der Pfarrer betet seine Litanei in einem einschläfernden Singsam herunter. Ich begutachte all die aufgestellten heiligen. In jeder Nische kann man für irgendetwas anderes Beten. Dabei fällt mir ein, dass ich ja die grosse Kathedrale Limas an der Plaza de Armas letztes Mal gar nicht besucht habe (weil es mir den Eintritt nicht wert war…). Jetzt wo ichnoch eine Stunde Zeit habe will ich das nun nachholen.

Bei der Kathedrale angekommen bezahle ich also die 10 Soles (ca. 3.-) um in die Kirche und ihr Museum eingelassen zu werden. Man händigt mir einen Prospekt mit den Beschreibungen der verschiedenen Nischen aus, in denen man jeweils Statuen, Reliquien oder ähnliches in verschiedenen Stilen begutachten kann. Diese Heiligtümer haben sich über die vielen Jahre die die Kirche schon existiert angehäuft. Jede Nische hat auch ihren Sponsor, zB ein reicher Einwohner von Lima, eine Firma oder sogar die Universität San Marcos in einem Fall. Da nicht alle Nischen aus der gleichen Zeit stammen kann man beim vorübergehen regelrecht eine Zeitreise machen was Stil, Farbe und Präsentation kirchlichen Heiligtümer betrifft. Meine Lieblingsnische ist die Nummer 12, die Zeigt den Heiligen der Zahnärzte und hat deshalb eine für einen Zahnarzt sehr schrecklich wirkende Zange in der Hand. Schade nur hatte mein Zahnarzt keinen Heiligenschein….


Ebenfalls besichtigen kann man ein paar Katakomben wo frühere Bischöfe oder Stadtpräsidenten beerdigt wurden. Das sind allerdings wirklich nur ein paar Löcher im Boden mit sehr tiefer Eingangstür. Neben dem Hauptschiff gelangt man auch noch in die Räume des kleinen Museums wo die mit Gold bestickten Kleider der Bischöfe und die Gefässe zum Herumtragen der Hostien an Ostern und Corpus Christi ausgestellt sind. Wie schon letztes Mal in Arequipa ist auch dieses Museum zwar klein, aber voll mit wirklich Wertvollen Schätzen. Edelsteine ud Diamanten glänzen aus jedem Winkel. Sehr interessant fand ich auch den Raum mit den alten Gesangsbüchern. Deren Ausmasse sind so 1mx2m was mich doch etwas erstaunt. Ich lese dann, dass nicht wie heute jeder so ein Buch auf dem Schoss hatte sondern dass man diese vorne aufgestellt hat damit jeder mitlesen kann. Deshalb auch die Übergrösse, schliesslich musste auch der Hinterletzte den Text noch entziffern können.


Dann kommt Katy an. Wir treffen uns vor der Kirche und machen erst einen kleinen Spaziergang ums Regierungsgebäude. Wir haben uns gleich viel zu erzählen. Sie ist nun fertig mit ihrem Agrar-Studium und deshalb gerade frei zu tun was ihr gefällt. Im Oktober wird sie ihre Stelle in einem Städtchen etwassüdlich von Lima antreten. Sie erzählt mir von ihren Reisen die sie in Peru unternnommen hat und den vielen Prüfungen. Dann wollen wir etwas essen gehen, aber das WEtter ist heute so grau und neblig dass niemand so worklich Lust hat zu arbeiten, so scheint es. Alle Nicht-Touri-Restaurants haben zu. So entscheiden wir zuerst zu unserem ersten Stop der Tour de Lima by Katy zu fahren, nach Callao. Nun, jeder Europäer der nach Lima fährt hört mindestens einmal er solle jaaa nicht nach Callao gehen, dort sei es gefährlich! Ich bin nun aber in Begleitung einer Limeña, also sollte das kein Problem sein. Wir steigen in einen Bus der an eine Strasse fährt wo wir einen zweiten Bus nehem der uns an einer anderen Strasse an ein Micro (ein VW-Bus der als Bus funktioniert) übergibt.


Ich folge Katy brav und passe in den vollen Fahrzeugen auf meine sieben Sachen auf. Wir fahren durch die Strassen von Lima, einige gross und befahren, andere gesäumt von Märkten und Leuten, andere eher verlassen und dreckig. Nach fast 1h sind wir da, in La Punta, Callao. Dies ist die Spitze von Callao die ins Meer hineinragt und schon seit die Spanier hier ankamen als Hafen von Lima dient (als Callao noch ein Dörfchen war undnochnicht mit Lima zusammengewachsen). Neueste Bemühungen haben hier offensichtlich ein schönes Viertel entstehen lassen in welches es die Bewohner von Lima im Sommer zieht um zu Baden und am Strand entlangzuflanieren. Man sieht den Hafen mit seinen Kränen und Containern und viele vertäute Segelschiffe und Yachten der Reichen. Alles sieht gar nicht nach dem gfürchigen Callao aus das mir immer alle beschrieben haben. Wir setzten uns in ein tolles Restaurant in einer ganz Farbigen Gasse und ich geniesse eine Papa rellena (Gefüllte Kartoffel) und ein wunderbares Fischfilet.



Dann spazieren wir am Malecon dem Strand entlang. Die Häuser hier sind echt hübsch und ich kann mir vorstellen dass es im Sommer eine tolle Athmosphäre hier hat. Heute ist allerdings ein Regentag, oder das was in in Lima einem Regentag am nächsten kommt. Eine graue Wolke hängt nicht über sondern in der Stadt, alles ist feucht und meine Brille beschlägt etwas. Hier ist es halt noch Winter.

Nach ein paar Metern werden wir auf ein Schiff aufmerksam das gerade auf dem Strand anlandet. Leute mit Schwimmwesten steigen aus und der Kapitän ruft uns zu ob wir nicht eine Vuelta (ein Rundgang) durch den Hafen machen wollten. Solo para 10 Soles! (Für nur 10Soles). Wir schauen uns an, ja wieso nicht! So sitzen wir zusammen mit einer dreiköpfigen Familie deren etwa 7jährige Tochter den Ausflug lautstark geniesst im Kutter. Der Steuermann fährt zuerst am Wellenbrecher vorbei und kommentiert jedes Gebäude dass wir dahinter sehen. Viele gehören zur peruanischen MArine die hier das Ausbildungszentrum hat. Auch das Segelschiff des Präsidenten Ankert hier. Auf den Steinen des Wellenbrechers können wir rote Krebse, Möven, Seesterne und Pelikane sehen. Danach wird uns ziemlich detailliert erklärt was auf den 4 kleinen Inseln vor dem Hafen alles passiert ist. Die eine war (oder ist, nicht mehr sicher) ein Hochsicherheitsgefängnis mit Militärbasis für die Taucher. Auf einer anderen wurden (hier sicher Vergangenheit) die zum tode Verurteilten hingerichtet. Weiter geht die fahrt durch die Privatyachten hindurch und uns wird der unterschied zwschen Selgelboot und KAtamaran erklärt. Nach ca. 20min sind wir zurück am Hafen und ich bin um mehr Facts reicher geworden als ich erwartet hätte.


Katy und ichs chlendern noch ein bisschen durch La Punta. In einer anderen Strasse haben sie erst neulich alle Häuser bunt gestrichen um dem etwas ärmlichen Teil des Quartieres ebenfalls etwas Charme zu verleihen was gar nicht so schlecht geklappt hat. Fehlt noch dass sie die STrassenhunde vertreiben…

Dann geht es mit einem Micro direkt zurück ins Stadtzentrum. Es ist schon fast 6Uhr als wir dort ankommen und Katy führt mich in den Parque de los Aguas. Dies ist ein ziemlich grosser STadtpark Limas mit 13 verschiedenen Springbrunnen. Da es schon eindunkelt sind diese mit verschiedenen Farben bleuchtet und ich bin wirklich begeistert, es sieht bezaubernd aus. Zusammen mit sehr vielen anderen Leuten schlendern wir durch den Park, schön der Reihenfolge nach alle Brunnen abklappernd. Dann, um 7:15 kaufen wir uns Churros und begeben uns zum grössten Brunnen in der Mitte des PArks um die Abendshow zu sehen. Jeden Tag wird hier 3mal eine Musik/Farbe/Wasser-Show aufgeführt. Es hat viele LEute, wahrscheinlcih auch weil es Freitag Abend ist, trotzdem finden wir einen guten Platz wo alles zu sehen ist. Es beginnt in dem das Wappen von Lima auf den Brunnen projeziert wird, was mich irgnendwie an die HungerGames errinnert. Dann gehen die Lichter aus und in etwas 15min sehen wir eine Hommage an Peru. Projektionen wechseln sich mit Laserstrahlen ab, Die Brunnendüsen sprayen, tanzen und straheln in allen Farben, ich bin begeistert!!




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NAch dem Spektakel, welches natürlich in den Farben Perus endet haben KAty und ich Hunger und suchen uns ein Restuarant für den Znacht. Wie schon den ganzen Tag unterhalten wir uns sehr gut und ich fühle michmit ihr in Lima pudelwohl, auch wenn es schon längst dunkel ist. Es hat aber auch immernoch viele LEute auf den Strassen und als wir uns bei der Plaza San MArtin verabschieden habe ich null bedenken die 3 Häuserreihen noch alleine zum Hostal zurückzugehen. Ich fange an mich in Lima wirklich wohl zu fühlen.