Salar de Uyuni Tag 1 – In der Salzwüste

Das fenster des Buses dass uns nach Uyuni bringt quietscht ununtrbrochen und raubt allen Passagieren den letzten Nerv. Schlafen ist erst möglich als Roberto, nach unfruchtbaren Versuchen das Scharnier mit Papierfetzen zum schweigen zu bringen, mit dem Sonnenschutzspray die Schrauben ölt. Endlich Ruhe. Trotzdem kommen wir eher unausgeruht im Nirgendwo dass sich Uyuni nennt an. Es ist 6Uhr morgens und unter 0Grad kalt. Schnell suchen wir unser Hostel wo wir uns in die KAfeteria setzten können. Um 8Uhr suchen wir uns irgendwo etwas zu essen und konsultieren Tripadvisor nach den besten Touranbieter. Diese sind alle an der ganz kleinen Plaza de Armas. Wir schauen also nach dem Zmorge dort vorbei und finden auch gleich ein gutes Angebot für eine 3Tagestour um Uyuni. Zurück zum Hostel, einmal duschen und dann ein kurzer Spaziergang. Uyuni ist sehr klein und staubig. Mit der Sonne wird es erträglich warm. Es gibt hier nichts, alles ist Flach und von einer weissen STaubschicht bedeckt. Heute Sonntag ist Autofreier Tag in allen Stätdten Boliviens, die Kinder spielen auf der STrasse und es ist extrem ruhig. Nach dem Zmittag halten wir es nicht mehr allzulang aus und spätestens um 5Uhr schlafen wir beide friedlich im Hostel.

Das ist ganz gut so, denn in Uyuni verpassen wir nichts und am nächsten Tag geht eine lange und ereignisreiche Tour los. Püntktlich um 10Uhr stehen wir vor dem Offic und werden zusammen mit 5 anderen Touris in einen Jeep verfrachtet. Juanjo aus Costarica, Haydee aus New York und ein Pärchen aus Sao Paolo sind dabei. Unser Fahrer Franz begrüsst uns zu unserem Ausflug zum Salar de Uyuni, dem grössten Salzsee der Welt.

Los gehts aber erstmal noch in Uyuni. 5min ausserhalb des Städtchens liegt der Zugfriedhof. Hier wurden früher die ausrangierten Loks und kaputten Wagen der Eisenbahn abgestellt die nicht mehr zu flicken waren. Die Schienen die geradeaus ins Endlose zu führen scheinen waren für die Waren aus den Minen in denen das Salz abgebaut wurde. Sie werden auch heute noch gebraucht. Wir haben ein wenig Zeit um uns die rostigen alten Fahrzeuge anzuschauen und Bilder zu schiessen. Einige Teile der Züge fehlen da die Anwohner sie im eigenen HAus oder AUto verbaut haben. Zusammen mit der Weite des Nichts welcher hinter den Zugskeleten liegt entsteht eine ganz interressante Atmosphäre.

Dann gehts weiter und nun wirklich auf den Salar de UYuni. Wir stoppen noch kurz einen Kilometer vorher in einem Dorf wo man sich Souvenir kaufen kann, dann wird der Boden unter den Rädern immer weisser. Und bald sehen wir auf allen seiten nur noch weisse FLäche. Nach etwa 10min taucht am Horizont ein Salzhotel auf. Es ist zwar nicht mehr in Gebrauch, da Hotelerie auf dem Salar verboten wurde, aber es dient noch als Unterstand für die Touren um ein Mitagessen vorzubereiten. Gleich daneben steht das Dakar Monument, welches dem Autorennen gewidmet ist welches öfters schon in Bolivien vorbeikam. Auch gibt es hier eine Fahneninsel wo man jegliche BAnner veschiedenster NAtionen findet. Die Farben kontrastieren ganz toll mit dem ewigen weiss das uns umgibt.

Wir ihr an den Fahnen schon seht geht ziemlich wind und die ganze Gruppe ist froh dass es Zmittag im geschützten Hotel gibt. Sowohl Tische als auch Stühle sind aus Salz gehauen, genauso wie die Wände. Alles ist weiss. Beim Essen – Rindssteak mit Gemüse und Quinoa – fragt auch irgendwer wo der Salzstreuer steht. „Kratz doch am Stuhl“ ist die Antwort, welche ein wenig das Eis bricht. Unsere Gruppe ist zeimlich lustig, vor allem Juanjo redet einfach ununterbrochen. Er ist Arzt und arbeitet als PRofessor bei verschiedenen Unis. Er ist Spezialist für seltene Krankheiten was ihm den Posten auch ohne Doktorat und mit knapp über 30 verschafft hat. Er ist wunderbar unterhaltend. Haydee kommt ursprünglich aus Texas, ihre Familie aus MExico. Sie spricht Spanisch und Englisch, lebt nun aber in New York und arbeitet dort als Kostümbildnerin. Gabriela arbeitet etwasmit Social Sciences und ihr Freund (keine Ahnung wie der heisst….) ist in der Filmbranche für Animationen zuständig.

Nach dem Essen bringt uns Franz zu einem etwas einsameren Ort auf dem Salar damit wir die berühmten Perspektivenfotos schiessen können. Er hat auch extra Ausrüstung dabei und gibt erstmal klare Anweisungen. Wir sollen vor dem Dino davonrennen. Gabriela darf uns in einer Pfanne kochen. Ich trage die gruppe im Rucksack auf dem Rücken, Haydee fängt uns mit der Mütze ein, ROberto pustet uns von seiner Hand und Junajo will uns zertrampen. Ganz toll ist auch das Foto mit GAbrielas Freund im Vorerdgrund wo wir uns an seinen Bart hängen. Dann dürfen wir noch wünschen und es werden auch noch FIlme gemacht. Wir sind sicher 2h am herumpröbeln und es macht extrem Spass. Ausserdem ist es einfach ungluablich dass ganze Weiss zu sehen. Andere Gruppen sehen aus wie Ameisen am Horizont. Immer wenn ich mich setzte erwarte ich dass es kalt ist (wie Schnee) und bin dann erstaunt dass es sich eher wie normaler harter Stein anfühlt. Das ganze gibt mir das Gefühl auf einem anderen Planeten gelandet zu sein.

Um die extraterrestrischen EMotionen dann noch zu stärken fahren wir nach den Fotos zur Insel Incahuasi. Dort ragen Steine zur Salzwüste hinaus die früher einmal Korallen waren. Darauf wachsen heute tausende Kakteen. Das sieht nun wirklich surreal aus! Die NAchmittagsonne lässt die Pflanzen golden strahlen während rundherum das Salz wie ein weisses Meer scheint. ICh bin begeistert! Und die Kakteen sind auch noch ziemlich beeindruckend. Einige sind mehr als 10 MEter hoch. PRo JAhr wachsen sie ca. 1cm, ihr könnt euch also ausrechenen wie viele tausend Jahre der Kaktus schon dort steht. Sie sind auch ziemlich dick, wie ein Baum und müssen wohl sehr effizient mit dem hier nicht vorhandenen Wasser auskommen. ICh würde gerne sehen wie sie blühen! Franz meint das sei im Dezember-Januar so weit und die Farbe sei Rosa. Wir wandern in einer Stunde über die Insel mit hundert anderen Touris, auf den Aussichtspunkt und vorn dort wieder durch die Kakteen runter zum Parkplatz.

Danach frage ich mich gerade warum ich schonwieder hunger hab, ist aber nicht verwunderlich, es ist schon fast 6Uhr nachmittags. Auf dem Weg zum Hotel halten wir nochmals am Rande des Salar um den Sonnenuntergang zu sehen.

Dann wird es richtig eisig und alle hüpfen schnell wieder in den Jeep der uns im dunkeln zum ersten Hotel bringt. Auch hier ist alles aus Salz. Es gibt heissen Tee den wir alle gerne entgegenehmen und bald auch feine SUppe, Kartoffeln, Beef und Gemüse zum Znacht. Wir unterhlaten uns super, bzw. Juanjo unterhält uns mit seinen Reisegeschichten. Er war schon in über 70 Länder. Dann sind wir bald mal müde und verkriechen uns nach einer halbwarmen Dusche unter die vielen Decken.

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