Tarapoto – Laguna Azul

Der Weg von Tingo Maria nach Tarapoto ist lang. Am Samstag morgen steige ich nach dem Frühstück ca. Um 10Uhr in ein Auto und erst um 8Uhr Abends in Tarapoto wieder aus. Dazwischen liegt eine kurvige und vom Regen aufgeweichte Strasse durch die Selva mit vielen Lastwägen und Baustellen. An einem Punkt ist deswegen nur Einbahnverkehr möglich und wir müssen geschalgene 1.5h im nirgendwo warten bis der Weg freigegeben wird. In einer kleinen Stadt wird um Mittagszeit angehalten fürs Mitagessen und ich wechsle ein paar Worte mit meinem Mitfahrer über den Teller mit Reis und Poulet hinweg. Er fährt nach Hause zu seinen 3 Kindern nachdem er 5Monate in Tingo Maria gearbeitet hat. Er versucht nun einen Job in Tarapoto zu bekommen um mehr für seine Familie da zu sein. Während der Autofahrt sind alle 4 PAssiegere plus Fahrer eher ruhig, ich versuche zu schlafen oder mir meine Netflixserie anzuschauen wenn wir auf einem geraden, nicht zu sehr verlöchertem Abschnitt fahren, was nicht allzu oft vorkommt. Zumindest ist die Selva schön anzuschauen, aber nach 3Stunden ist das auch nicht mehr soo spannend. Der Sonnenuntergang um 6Uhr ist wundervoll, danach ist es stockdunkel.

Als wir eeeendlich in Tarapoto ankommen werde ich bis vor die Tür chauffiert, der Fahrer wartet sogar bis mir beim Hostel aufgemacht wird damit cih mich sicher fühle. Der Gringabonus mal wieder 😉 Das Hostel ist zeimlich schön udn hat eine tolle Terasse mit Hängematten welche ich am nächsten Tag in vollen Zügen ausnutze. Einen kleinen SPaziergang durch Tarapoto mache ich am Vormittag um meine Touren zu buchen und etwas essbares zu finden.

Mehr liegt nicht drin da am Sonntag alles geschlossen ist. Als es am Nachmittag zu regnen beginnt ist die Hängematte einfach zu verlockend. Ich lerne meinen Bettnachbarn aus Italien kennen der Psychologie studiert hat und in Südamerika auf der Suche nach alternativen Therapien ist. Hier in der Selva wird oft von Ayahuasca-Therapie gesprochen. Dabei wird man während ca. einer Woche von einem Schamanen begleitet während man eine spezielle Diät einnimmt und Ayahuasca SEssionen durchführt. Ayahuasca ist eine Pflanze mit psychoaktiven Stoffen, Leute kriegen HAlluzinationen und Kotzen offensichtlich viel… Man sagt man könne so seine Zukunft sehen oder andere LEben welche man früher hatte. Soll anscheinend erhellend sein. Oder man wird verrückt oder stirbt, eines von beidem, ich selbst finde das ganze weniger erstrebenswert, aber mein Bettnachbar ist ganz begeistert davon.

Am Montag habe ich dann endlich Zeit um die Umgebung Tarapotos kennenzulernen. Heute gehts zur LAguna Azul, der meistbesuchten Attraktion der Umgebung. Der Van holt mich wie abgemacht um 9Uhr (Plus minus 30min) ab. Dann heisst es ab zum Wasserfall… Hä, Wasserfall? Ich erkläre dem Guide gerade dass ich heute Laguna gebucht habe als mich die Agency anruft um mir zu sagen ich sitze im falschen Wagen sie hätten was durcheinander gebracht. Weder ich noch der Guide verstehen irgendwas, also fahren wir zuerst wieder in die STadt wo uns im Büro gesagt wird der richtige Wagen warte ausserhalb bei einer Tankstelle auf mich. Nach einer weiteren halben Stunde begrüsse ich meine richtige Reisegruppe die brav auf mich gewartet hat.

Nun gehts richtung Sauce, so heisst der Distrikt der LAguna Azul und unser Guide, Iris, plappert ununterbrochen vor sich hin. Unte randerem erklärt sie uns, dass der Name Tarapoto von eienr Palme kommt die sich Tarapote nennt (glaub…) und darum heisst die Stadt auch Stadt der Palmen (Ciudad de Palmeras). Allerdings, so meint sie, sollte es Taramoto heissen denn ees hat hier mehr Mototaxis und Motorräder als Einwohner.

Nach ca. 45min erreichen wir die Ausfahrt nach Saucce und es geht weiter auf Sandpiste. Iris meint wir bekämen so eine gratis MAssage mit in der Tour inbegriffen. Kurz darauf müssen wir den Huallaga Fluss überqueren. Dies geschieht mit einer Autofähre. Da wir etwas spät dran sind wegen der Tourkonfusion müssen wir dasfür hier nicht mehr lange warten. Die Vans wrden verladen und die Touristen dürfen auf Deck die Aussicht geniessen.

Danach holpern wir noch 40min länger den Berg hinauf. Man sieht wunderbar auf das Flussbecken des Huallaga und die Selva. Hier in der Gegend war früher die Hochburg des Drogenhandels da die Narcos den Zugang zu Sauce, die Fähre, sehr gut kontrollieren konnten und so auch immer wussten wer hinein oder hinausgegangen ist. Heute wird hier vor allem Kaffee und Kakao angebaut. Auch Aguaje, eine Palmenfrucht, ist gross im Geschäft.

In Sauce angekommen geht es zuerst zu einem Spa. Dort kann man sich in einem Wechselbad baden und sich eine „Schönheitstherapie“ mit medizinalem Schlamm (was auch immer das bedeuten soll) gönnen. Dabei reibt man sich den schwarzen Schlamm über den ganzen Körper. Die Leute sehen aus wie kleine NEgerlein aus dem Chasperlitheater. Dann setzt amn sich ins Becken mit asiatischen Fischen welche wir aus der Fussmassage vielleciht kennen. Wir sind ca. 1h hier und ich weigere mich das ganze Theater mitzumachen. Man will mir hier 40 Soles abknöpfen. Da wandere ich lieber mit den anderen zwei Chicas die sich nicht abzocken lassen wollten umher, begutachte die Reisfelder um den Komplex und trinke einen Guanabanasaft. Dann gehts endlich weiter zur Laguna. Iris erklärt uns dass Sauce auch für die Herstellung von Schnaps berühmt ist und führt uns an einen Stand um zu probieren. Sie haben Cremewhysikies mit Agauje, Physalis oder Carambolageschmack, die richtig gut sind. Die anderen, härteren sachen welche oft aus Wurzeln gewonnen werden sind mit zu stark.

Etwas beschwipst, da wir alle nichts im MAgen haben, setzten wir uns ins Boot um über die Laguna zu fahren. Wenn die Sonne scheint spiegelt isch der Himmel im Wasser und die LAgune ist wirklich strahlend blau.

Es sit wunderbar warm und ich geniesse die Bootsfahrt im gegensatz zu einigen anderen Mitglieder der Gruppe die konstant das Gefühl haben wir könnten Kentern. Die Limenos scheinen nicht sehr an Wasser gewöhnt zu sein. Wir haben eine Familie mit aber Erwachsenem Sohn plus Freundin aus Venezuela dabei sowie die beiden Jungen Chicas, Andrea und Victoria, die bei Entel (einer Telefonfimra) arbeiten und mich dabei. Da viele Peruaner, vor allem die aus Lima, nicht schwimmen können tragen sie alle iene Schwimmweste, ich habe mich geweigert eine anzuziehen. Der Sohn sitzt seit wir in Tarapoto abgefahren sind ununterbrochen am Handy und versucht irgendeinen Verkauf zu organisieren. Er war nur still wenn wir durch ein Funkloch fuhren, nun ist er wieder voll am herumschimpfen dass niemand in dieser Firma ein Hirn hat ausser er. Keine Ahnung warum er überhaupt hier ist wenn er es ja doch nicht geniessen kann. Andrea und Victoria sind etwa in meinem alter und wirklich ganz nett. Sie genissen das grün und das saubere Wasser, beides Sachen an welchen es in Lima zu sehr mangelt.

Um 12Uhr gibts Mitagessen und ich kriege Tilapia en Hoja, also Fisch (Tilapia) im Blatt. Der Fisch wird in ein Bananenbaltt gewickelt und so auf den Grill gelegt. Zusammen mit Patacones (Bananenplätzchen…?), Reis (what else…) und etwas Salat ist das ein speziell typsiches Gericht aus der Gegend.

Nach dem Essen fahren wir mit dem Boot in ein Recreo, wir würden sagen in eine Badi. Dort springe ich erstmal ins Wasser und ignoriere auch geflissentlich die Bojen da ich gerne schwimmen und nicht nur im hüfthohen Wasser herumwaten will. Es ist herrrlich! Die LAgune hat ein paar Zuflüsse aber das meiste wasser kommt aus dem Boden. Vulkanaktivität macht dass es ein ganz wenig Schwefel beinhaltet und eben lauwarm austritt. Danach wollte ich mich eigentlich in die Sonne legen aber Andrea und Victoria bequatschen mich mich ihnen anzuschliessen um eine etwas vergünstigten Ausfahrt mit dem Wassertöff (Wie sagt man dem auf Deutsch?) zu kriegen. Schlussendlich handlen wir den Preis von 50 auf 25 Soles für 5min runter. Jorge nimmt mich also mit auf eine Spritzfahrt. Uuuuh, das wollte ich schon länger mal machen 😀 Da es keine Schwimmer und fast keine Boote hat haben wir freie Bahn um Kurven zu schneiden und übers Wasser zu düsen. Dank Gringabonus kriege icha uch fast 10 anstatt 5min, dafür muss ich mir Jorges gelaber anhören vonwegem ich solle ihm doch schreiben und überhaupt warum ich ihn nicht gleich heiraten will… Gringabonus hat zwei Seiten… Aber der Wassertöff war toll 😀

Dann lege ich mich an den Strand zum sünnele, geniesse die schöne Anlage voller Palmen und rate unserem Salesman endlich mal sein HAndy auszuschalten, was er zu meiner Verwunderung sogar tut. Der rest der Leute (es hat mehrere Reisengruppen hier) lässt sich vom Wassertöff auf einem aufblasbaren Sessel herumziehen, probieren den Jetski aus, oder wechseln ins nächste Resort um Ziplining auszuprobieren. Ich begnüge mich mit Baden und Sonnen, es ist wunderbar.

Am nachmittag um halb5 gehts mit dem Boot zurück nach Sauce. Iris ezählt uns nich die obligatorische Geschichte der Sirene der Lagune welche jedes Jahr einen Mann holt. Wir fahren an ihrem Sessel vorbei, einem Stein mit L-From wo die Bewohner die Sirene manchmal bei Vollmond sitzen und ihre HAare kämmen sehen. Iris meint, sie wolle nur Touristen, keine Anwohner, und nur Männer im alter zwischen 18-35. Irgendwie sehr speziefisch haha. Allerdings ist es wahrscheinlicher dass die Sirene welche die LEute gesehen haben wollen einfach eine Paitche war, der grosse Fisch (kann bis zu 4m lang werden) welcher alle 20min auftauchen muss um Luft zu schnappen. Da kann man manchmal seine Schwanazflosse sehen, fast wie bei einem Wal. Und tadaa haben wir unsere Sirenenlegende.

Die Rückfahrt verläuft ruhig,a lle sind ein wenig schläfrig von der vielen Sonne. Wir halten noch kurz bei einem Mirador an wo wir die wunderbare Abendstimmung über dem Fluss Huallaga bestaunen können.

Mit der Fähre gehts zurück über den Fluss und nach Hause nach Tarapoto. Dort angekommen lasse ich mich bei der Plaza ausladen und kaufe noch kurz Yogurt und ein paar Granadillas ein. Dann gehts mit einem Mototaxi zum Hostel.

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