La Guajira Tag1: Cabo de la Vela

Der viel zu stark gekühlte Bus wirft uns in Riohacha irgendwo auf die Strasse. Das hier ein Terminal sein soll merkt niemand, es hat nur gerade 1 Taxi. Dieses kapern wir und handeln erstmal den völlig überrissenen Preis auf die Hälfte runter. So weit ist unser Hostel dann dochnicht weg. Ein bisschen schwierig zu finden ist es aber, da es auf Google Mpas in der falschen STrasse eingezeichnet ist. Zwei Ecken weiter werden wir fündig und gleich herzlich empfangen. Die Besitzerin ist eine kleine, runde, immer lachende Kolumbianerin die uns gleich mit Tipps und Trikcs für Riohacha eindeckt und uns auf die Frage wie wir denn in den Norden von La Guajira, der nörldichen Halbinsel des Departements, kommen sofort die richtige Adresse weiss. Eigentlich wollten wir nochmals mit Expotur buchen, die bieten aber zurzeit keine Ausflüge an wegen der Regenzeit. Es wird also etwas abenteuerlicher. Mochileros People wird uns morgen in Hostel abholen.

Wir werfen unsere Rucksäcke in den Dorm wo zurzeit ca. 50grad herrschen. Dann sehen wir dem kleinen verspielten Busi zu welches zu unserer Überraschung „Licht“ heisst, was auf spanisch ausgesprochen (Litscht) richtig dämlich tönt. Die IDee für den Namen kommt vom einen Angestellten welcher eine deutsche sendung schaut in welcher ein Elf mit dem Namen Licht vorkommt welcher anscheinend der kleinen Katze sehr ähnlich sieht. Whatever… Helen hat Hunger und so suchen wir uns eine arabisches Restaurant die Strasse hinunter heraus. Die Besitzerin warnt uns wir sollen unsre HAndys nicht zu sehr zeigen, Riohacha hat nicht so viele Touristen… Unwohl fühlen wir uns aber nicht. Obwohl in den Strassen schon jetzt am Mittag für HAlloween verkleidete Typen herumlaufen. Das SChwarama ist grossartig und frisch gestärkt machen wir eine Runde durch die Stadt. Riohacha ist nicht speziell schön, aber der MAlecon am Strand entlang ist mit Palmen und Strassenverkäufer gesäumt und gefällt uns sehr gut. Es geht auch immer ein angenehmer Wind welcher etwas von der Hitze befreit. Pelikane fleigen in einem schönen V über die Brandung. Wir schauen vom langen Fischerpier den Kitesurfern beim herumspringen zu, Helen juckt es schon sehr in den Fingerspitzen das auch mal auszuprobieren.

Weiter gehts bis ans Ende der Promenade wo der obligate Schriftzug der STadt ausgestellt ist. Dann duch ein ganz hübsch aussehendes, farbig bemahltes (Künstler?-)Gässchen zum nächsten Supermarkt um Wasser und Knabberzeug für die lange Fahrt nach Alto Guajira morgen zu kaufen.

Hier ist wieder so ein Ort wo weisse Frauen etwas zu lange angestarrt werden, man ist definitiv nicht an Touris gewöhnt. Aber es hat viele Leute in den Strassen und auf dem grossen Platz vor der Kirche. So fühlen wir uns nicht ganz so Center of Attention. Drachenfrucht und Granadilla zum Znacht nehmen wir auch noch mit, dann gehts mit Zwischenstopp beim Bankomat zurück ins Hostel. Es ist auch schon später Nachmittag. Blog schreiben sollte ich schon längst einmal, komme aber abgelenkt durch das Kätzchen und die neugiereigen Mitbewohner nirgends hin. Dann gibts Fruchtsalat zum Abendessen und wir versuchen im zwar mit Ventilatoren gut durchlüfteten aber sehhr heissen Dorm zu schlafen. Wenn nichtmal ich eine decke brauche, dann schmelzen die anderen oft schon in die MAtratze.

Am nächsten morgen holt uns um halb8 ein Taxi ab um erstmal nach Uribia zu fahren. Das Städtchen ist vor allem von Wayuu bevölkert und sehr arm. Es wir d als „die indigiene Hauptstadt Kolumbines“ bezeichnet da die Wayuu einer der grössten indigenen Gruppen des LAndes darstellen. Leider auch eine der vergessensten und ärmsten. Die momentane Situation von Venezuela hilft der Gegend gar nicht da viele Flüchtlinge hier de Grenze überqueren (wir sind in Uribia ca. 1h vom Grenzübergang entfernt) und es gibt einen hohen Influx an weiteren armen und bedürftigen Leuten welche sich gegensweitig die wenigen Jobs wegnehmen. Uribia selbst ist demenstprechend hässlich, staubig, überall (!!) liegt Plastikabfall, die Leute hängen herum, man wird von allen Seiten angequatscht von Verkäufern oder von Kindern welche etwas zu essen erbitten. Es ist traurig und nicht sehr angenehm. Wir verbringen aber nur kurze Zeit dort, wir warten auf unser gebuchtes Auto nach Cabo de la Vela, ein kleines Fischerdörfchen auf der Guajira HAlbinsel. Als der Jeep vorfährt sind wir 4 Leute die Einsteigen, neben helen und mir kommen ein älteres Ehepaar, Angela und Juancho aus Ibagué (Nähe Bogota), mit. Der Jeep sieht nicht wirklich fahrtüchtig aus, die Frontscheibe ist mehrmals gesprungen, die Fenster können nicht mehr bedient werden, Sicherheitsgurte gibts keine und allgemein ist an der Elektronik alles kaputt ausser der AC. Aber es fährt. Mit was man wohl Gottvertrauen nennt setzten wir uns in das Gefährt.

Die Strasse ist erst einfach gerade und führt einer Zuglinie entlang. Diese wird gebraucht um die Kohle der nahen Mine zu transportieren. Auch Salzgewinnungsanlagen gibt es in der Nähe. Wer nicht von diesen Bodenschätzen profitiert sind, natülich, die Eingebohrenen… Die Landschaft ist karg, staubig, mit vielen Kakteen und tiefen Bäumen. Wir sehen wenige Kühe und einige Gruppen von Geissen. Irgendwann kommt dann ein Abzweiger nach links und von da an holpern wir über etwas das sich nicht STrasse nennen kann zwischen den stachligen Sträuchern umher. Alles ist flach, zwischendurch hats matschige Stellen wo wohl manchmal Regenwasser liegen bleibt. Ich sitze in der Mitte und habe bei jeder Unebenehit das Gefühl der Wagen bricht gleich in 2 Hälften. Ich finds grossartig haha. Aber wir kommen an. Die letzte halbe Stunde fahren wir am Meer antlang welches eine super kitschige hellblau-türkise Farbe hat. Manchmal passieren wir eine Unterkunft der Eingebohrenen, vier Stecken mit einem Dach aus mehr dünnen Hölzern, einfach um Schatten zu haben und die Hängematte darunter aufzuhängen. Sie Stellen Taschen her welche sie dem Fahrzeug entgegen halten. Oder die Kinder spannen ein Seil dmait das Auto anhalten muss um dann nach Essen oder Wasser zu betteln. Das geht schon etwas unter die Haut. Unser Fahrer hält aber nicht, er ist ziemlich sicher selbst aus dieser Gegend, ich kann mir nicht vorstellen wie er sonst den Weg nach Cabo de la Vela findet ohne sich hundert mal zu verfahren.

Als wir im Dorf ankommen ist es Mittag. Bei unserem Hostel werden uns die Hängematten zugewiesen, diese sind auch schön trocken, hier regnet es nie. ICh werde wohl die heutige Nacht überleben. Dann gibts Fisch mit Reis zum Mitagessen. Hier in der wüste wächst gar nichts, es gibt also entweder Fisch oder Ziege. Und natürlich Reis und vielleicht ein paar Linsen. Das Dorf (2 Strassen gross) ist weit und breit die einzige Siedlung. Die Häuser sind aus Beton oder Zeigelsteine, viele davon bemahlt. Am Ufer stehen die Fischerboote,a lles ist heiss, sandig und vom Winde verweht. Beim Zmitagessen reden wir mit 2 weiteren Gästen, Julio mit seinem Sohn Julio aus MEdellin. Sie sind die über 1000km hier hochgefahren mit dem eigenen Auto. Die beiden führen zusammen eine eigenen Glasbläserei in Medellin, in welche wir auch promt eingeladen werden. Mal sehen, vielleicht trifft man sich später wieder…

Am Nachmittag holt uns unser Fahrer wieder ab für eine Rundfahrt in Cabo de la Vela. Es hat verschiedene Strände in der Nähe, der erste heisst Playa de Arcoiris (Regenbogenstrand). Hier klatscht die Brandung der KAribk so hart an die Felsen das eine grosse Gischtwolke entsteht in welcher man einen Regenbogen sehen kann. Der Untergrnd ist ausgehölt von Wasser und Wind, das Meer rau und die Farbe des Landes gelblich-orangebraun. Das Farben- und Naturschauspiel ist faszinierend.

Die nächste STation ist der Pilon de Azucar (Zuckerhaufen) ein kleiner Berg um hinaufzusteien. Allerdings bläst es uns von dort fast wieder runter, man versteht das eigene Wort nicht. Die Aussicht ist allerdings sehr schön, vor allem auf die Küste und das toll toll blaue Meer. Wieder unten können wir gleich in der nächsten Bucht unser Bikini montieren und haben 2h um schwimmen zu gehen. Die Wellen hier sind nicht so hoch und das Wasser super angenehm nach dem ganzen Schwitzen den ganzen Tag. Am späten Nachmittag, als die Sonne die Küste etwas weicher beleuchtet kommen auch die wudnerschönen farben besser zur Geltung. Es ist eien raue Schönheit und so ganz anders als wir es gerade im Parque Tayrona erlebt haben. Es hat sich schon sehr gelohnt hier hochzufahren.

Der Sonnenuntergang sehen wir uns vom Leuchtturm aus an, aber leider ziehen ein paar Wolken auf. Trotzdem ist es ein Schauspiel welches wir nicht missen wollten.

Zurück im Hostel bringt uns Willy, der Besitzer einen Kessel Frischwasser mit einem Schöpfer um zu duschen. Ok, Duschen aus einem Kübel, haben wir nuna lso auch einmal gemacht. Ich bin erstaunt dass ich nur die Hälfte des Wasser brauche, die MEthode scheintmir sehr wassersparend zu sein! Und ich fühle mich danach sauber und frisch. Helen und ich sitzen uns ans MEer, welches gleich an den Platz hinter dem HAus heranschwappt, essen Arepa mit Ei zum Znacht und reden noch lange. So müssen wir nur eine kurze Nacht in der Hängematte erdauern. Kalt habe ich nicht da Helen mir ihren Seidenschlafsack auslehnt da sie selbst eher Hitzeschübe hat. Aber bequem ist einfach anders. Ich finde es gar nicht so blöd dass wir am nächsten Tag schon um 5Uhr wieder aus den Federn müssen.

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