La Guajira Tag2: Punta Gallinas – Am nördlichsten Punkt Südamerikas

So begrüsst uns die Sonne in Cabo de la Vela um halb6 nachdem wir im Stockdunkel aufgestanden sind und unsere Sachen zusammengesucht haben. Heute bringt uns ein anderer Fahrer noch weiter nach Norden, nach Punta Gallinas. Sein Auto sieht zwar auchnicht frisch, aber zumindest besser aus als das von Gestern. Seine musikanlage funktioniert und wir dürfen uns alles was Kolumbien an Salsa, VAllenato und anderen lokaleren Rythmen zu bieten hat anhören. Wir sind zu 7. heute, heisst der Jeep wird voll. Und was uns heute als „Strasse“ erwartet ist etwas bisher noch nicht erlebtes. Um ehrlich zu sein, es gibt ekine Strasse, nur alte Reifenspuren. Der Sand ist oft ausgewaschen und wir müssen durch tiefe Löcher fahren, so dass wir alle nicht nur einmal Kniee, Köpfe und Ellenbogen anschlagen. Die LAndschaft ist topfeben, aber es geht nie geradeaus. Wenn es mal 20m kein Hindernis im Weg hat wird der wagen auf 240km/h beschleunigt nur um nacher wieder voll abzubremsen um nicht in einen Kaktus zu rasen. Und das fast 4h lang. Es sit grauenhaft, aber es ist grossartig. Die Musik dudelt, sie springt nur macnhmal wenn die Musikbox einen zu hetigen Schlag abbekommt, und die Lanschaften die wir queren sind sooo schön. Erstmal gehts weiter durch die Kakteenwüste mit vielen Kindern welche an den Schnüren betteln. Zumindest einigen können wir ein paar Guetsli verschenken (unsere Gastgeberin in Riohacha hatte uns empfohlen extra dafür welche mitzunehmen). Dann wird es flächer und feuchter, wir sehen türkise Lagunen, weite Schlammebenen mit dem typischen HExagonmuster, Hügel von rosaroten Steinen. Immer wieder tauchen die Häuser der Wayuu auf, nicht viel mehr als ein paar lose zusammengebundene Stecken. Geissen sehen wir zuhauf. Immer weiter kommen wir in den Norden. Leider ist es unmöglich ein gutes Foto zu machen da es konstant schüttelt und der Fahrer nicht sehr freundlich ist und shcon gar nicht anhalten möchte für einen Fotostopp. Auch er möchte einfach nur ankommen. Um 9Uhr sind wir eeendlich da. Das war die längste Autofahrt meines Lebens… Ein paar Boote liegen vertäut in einem MAngrovenbusch und sollen uns noch 5min weiter nach Punta Gallinas bringen.

Wir sind im Nichts. Hier hat es nichts. AUsser Wind und Wetter und Meer. Punta Gallinas ist der einzige Ort um zu übernachten. Es gibt hier ein Touristenhostel wo wir sogar ein Zimmer bekommen können. Es hat fliessend Wasser (wenn auch abgestanden) und Strom. Erstmal ist Fütterung der Raubtiere, wir hatten alle kein früstück und sind hungrig. Arepa mit Ei hilft dem ab. Nach uns trifft eine grosse Reisegruppe Venezolaner ein welche einen Höllenlärm veranstaltet, jeder ruft irgendetwas herum. Erst als auch sie essen haben ist Ruhe.

Ca. Um 13Uhr geht dann die Tour los. Alle Touris werden in 4 Jeeps verladen (die haben nichtmal einen Sprung in der Frontscheibe, das geht schon fast unter High-Tech) und wir rumpeln zum Faro (Leuchtturm) hinaus. Der Turm ist nur ein Gestänge mit einer Glühbirne oben und er steht irgendwo in der Wüste. Das Meer wellt an den steinigen, hellbraunen Strand. Dieser Ort ist nur berühmt weil er der nördlichste Punkt ganz Südamerikas ist. Würden wir von hier nach Norden schwimmen kämen wir wohl bei der Dominikanischen Republik an. Das Meer ist blau, der Himmel ist blauer. Die raue Landschaft hat es mir ziemlich angetan, es gefällt mir super gut.

10min Weiter steigen wir kurz an einem Aussichtspunkt aus von wo man auf eine Bahia (Bay) hinabsieht. Auf den Fotos kommt das hellblau des Wassers nicht so schön zur Geltung, also müsst ihr mir einfach glauben dass man da am leibsten hinuntergerannt und hineingehüpft wäre. Ansonsten sieht man ins weite Nichts von La Guajira.

Der letzte Stopp bringt uns dann definitv noch in die Wüste, nämlich zu den Dünen Taroas. Hier erheben sich einige grosse Sanddünen, fast wie in der Sahara, welche dann gleich ans Meer grenzen. Wir dürften Baden hier, aber die Wellen sind so stark dass sie einem gleich zweimal umwerfen, einmal beim Hineinspülen und einmal beim Zurückziehen des Wassers. Baden ist sehr anstrengend und eine sandige Angelegenheit. Ausserdem ist man 2min später gleich wieder verschwitzt in der NAchmittagssonne. So sitzen Helen und ich in die Brandung und geniessen die Landschaft. Nach ca. 1h erklimmen wir die Düne wieder und holen uns bei der Tienda noch ein kaltes Cocacola, das tut soooo gut.

Die Jeeps holpern uns wieder zum Camp und wir sind müde. Das autofahren strengt sehr an wenn man sich konstant festhalten muss wie ein Affe um nicht überll von blauen Flecken übersäht zu sein. Nach dem späten Mitagessen brauche ich eine Siesta. So schlafe ich von 4-5, dann machen Helen und ich uns nochmal auf einen kleinen Spziergang um den Sonnenuntergang am Strand zu sehen. Erstmal laufen wir durch Punta Gallinas, ca. 5 etwas grössere Häuser der Wayuu, kein Mensch ist zu sehen. Wir haben rechts aussicht auf die Mangrovenbay. Zum Strand sind es ca. 20min. Wir sind alleine dort und geniessen die Ruhe und den Frieden an diesem Ort.

Als die sonne unten ist laufen wir mit dem Licht der Taschenlampen zurück zum Camp und setzten uns einw enig ins Restaurant um Blog zu schreiben. Aber auch hier komme ich nicht weit da die Kinder sowohl Iphone als auch Tablet und meine Taschenlampe sehr interressant finden. Bilder schauen, Musik hören, alle Apps einmal durchprobieren. Es hat immerhin kein Internet hier und ich muss nur aufpassen das nichts gelöscht wird und ich meine Siebensachen am Schluss wieder habe. Wir verteieln ein paar Guetslis welche radibutz weg sind. Die Leute hier erstaunen mich. Wie kann man hier leben? Hier hat es NICHTS! Kein Wasser, kein Schatten, es wächst nichts. Fischen kann man vielleicht und die Geissen sind hart genug im nehmen um auch Stachelzeugs zu essen. Aber es wundert micht nicht dass die Leute hier auf keinen grünen Zweig kommen. Die inder sagen zwar sie gehen in die Schule, können aber ihre Namen nicht schreiben und wie viele haben wir den ganzen Tag betteln gesehen?! Man müsste ihnen von der Regierung her Entwicklungshilfe leisten, Infrastruktur bauen… Das bespreche ich beim Abendessen noch mit Angela und Juancho, welcher im Public Health Sektor arbeitet und vor allem für Umweltthemen wie Abfallentsorgung zuständig ist. Ich hatte ihm schon am Strand zugesehen wie er Plastikflaschen zusammensammelte.

Das Abendessen heute ist für mich vegetarisch, ein wriklich gutes Ratatuille! Vor allem wenn man bedenkt wie lange der Weg dieses Gemüses bis nach Punta Gallinas wohl war… Angela isst einen ganzen Hummer und meint er sei köstlich. Dann gehen wir alle von der Hitze erschlagen ins Bett wo ich schlafe wie ein Stein bis zum nächsten morgen um halb6. Dann packen wir zusammen und werden erstmal wieder aufs Boot geladen und zu den Autos gefahren. Dann geht es den ganzen mühsamen Weg wieder zurück. Ruckeldiezuckel…. Allerdings nimmt unser Fahrer heute eine etwas andere, ganz wenig bessere Route, so scheint es uns zumindest und nach „nur“ 3h sind wir schon fast in Cabo de la Vela. Dort gibt es Frühstück (Juhuu Arepas) dann gehts mit einem neuen Auto und Fahrer zurück nach Uribia. Dort gönnen sich HElen und ich eine Süssigkeit aus der tollen Panaderia (Bäckerei) und kaufen den wartenden Kindern auch ein paar Gipfel. Das hat zur Folge das wir auch noch um Cola angebettelt werden, man kann einfach die Welt nicht retten… Weiter gehts mit dem Taxi nach Riohacha. Dort nehmen wir unsere Koffer in Empfang und fahren gleich vom Terminal aus weiter bis nach Santa Marta. Wir waren heute den ganzen tag unterwegs, aber nach den ersten 3h ist die Busfahrt schon fast wie ein Besuch im Spa. Nachmittags um 5kommen wir in Santa MArta an. Wir haben ein tolles Hostel reserviert mit Pool von welchem wir dann nach der langen Reise gerne gebrauch machen. Dann gibt es etwas feines zu essen und dann bald NAchtruhe.

La Guajira Tag1: Cabo de la Vela

Der viel zu stark gekühlte Bus wirft uns in Riohacha irgendwo auf die Strasse. Das hier ein Terminal sein soll merkt niemand, es hat nur gerade 1 Taxi. Dieses kapern wir und handeln erstmal den völlig überrissenen Preis auf die Hälfte runter. So weit ist unser Hostel dann dochnicht weg. Ein bisschen schwierig zu finden ist es aber, da es auf Google Mpas in der falschen STrasse eingezeichnet ist. Zwei Ecken weiter werden wir fündig und gleich herzlich empfangen. Die Besitzerin ist eine kleine, runde, immer lachende Kolumbianerin die uns gleich mit Tipps und Trikcs für Riohacha eindeckt und uns auf die Frage wie wir denn in den Norden von La Guajira, der nörldichen Halbinsel des Departements, kommen sofort die richtige Adresse weiss. Eigentlich wollten wir nochmals mit Expotur buchen, die bieten aber zurzeit keine Ausflüge an wegen der Regenzeit. Es wird also etwas abenteuerlicher. Mochileros People wird uns morgen in Hostel abholen.

Wir werfen unsere Rucksäcke in den Dorm wo zurzeit ca. 50grad herrschen. Dann sehen wir dem kleinen verspielten Busi zu welches zu unserer Überraschung „Licht“ heisst, was auf spanisch ausgesprochen (Litscht) richtig dämlich tönt. Die IDee für den Namen kommt vom einen Angestellten welcher eine deutsche sendung schaut in welcher ein Elf mit dem Namen Licht vorkommt welcher anscheinend der kleinen Katze sehr ähnlich sieht. Whatever… Helen hat Hunger und so suchen wir uns eine arabisches Restaurant die Strasse hinunter heraus. Die Besitzerin warnt uns wir sollen unsre HAndys nicht zu sehr zeigen, Riohacha hat nicht so viele Touristen… Unwohl fühlen wir uns aber nicht. Obwohl in den Strassen schon jetzt am Mittag für HAlloween verkleidete Typen herumlaufen. Das SChwarama ist grossartig und frisch gestärkt machen wir eine Runde durch die Stadt. Riohacha ist nicht speziell schön, aber der MAlecon am Strand entlang ist mit Palmen und Strassenverkäufer gesäumt und gefällt uns sehr gut. Es geht auch immer ein angenehmer Wind welcher etwas von der Hitze befreit. Pelikane fleigen in einem schönen V über die Brandung. Wir schauen vom langen Fischerpier den Kitesurfern beim herumspringen zu, Helen juckt es schon sehr in den Fingerspitzen das auch mal auszuprobieren.

Weiter gehts bis ans Ende der Promenade wo der obligate Schriftzug der STadt ausgestellt ist. Dann duch ein ganz hübsch aussehendes, farbig bemahltes (Künstler?-)Gässchen zum nächsten Supermarkt um Wasser und Knabberzeug für die lange Fahrt nach Alto Guajira morgen zu kaufen.

Hier ist wieder so ein Ort wo weisse Frauen etwas zu lange angestarrt werden, man ist definitiv nicht an Touris gewöhnt. Aber es hat viele Leute in den Strassen und auf dem grossen Platz vor der Kirche. So fühlen wir uns nicht ganz so Center of Attention. Drachenfrucht und Granadilla zum Znacht nehmen wir auch noch mit, dann gehts mit Zwischenstopp beim Bankomat zurück ins Hostel. Es ist auch schon später Nachmittag. Blog schreiben sollte ich schon längst einmal, komme aber abgelenkt durch das Kätzchen und die neugiereigen Mitbewohner nirgends hin. Dann gibts Fruchtsalat zum Abendessen und wir versuchen im zwar mit Ventilatoren gut durchlüfteten aber sehhr heissen Dorm zu schlafen. Wenn nichtmal ich eine decke brauche, dann schmelzen die anderen oft schon in die MAtratze.

Am nächsten morgen holt uns um halb8 ein Taxi ab um erstmal nach Uribia zu fahren. Das Städtchen ist vor allem von Wayuu bevölkert und sehr arm. Es wir d als „die indigiene Hauptstadt Kolumbines“ bezeichnet da die Wayuu einer der grössten indigenen Gruppen des LAndes darstellen. Leider auch eine der vergessensten und ärmsten. Die momentane Situation von Venezuela hilft der Gegend gar nicht da viele Flüchtlinge hier de Grenze überqueren (wir sind in Uribia ca. 1h vom Grenzübergang entfernt) und es gibt einen hohen Influx an weiteren armen und bedürftigen Leuten welche sich gegensweitig die wenigen Jobs wegnehmen. Uribia selbst ist demenstprechend hässlich, staubig, überall (!!) liegt Plastikabfall, die Leute hängen herum, man wird von allen Seiten angequatscht von Verkäufern oder von Kindern welche etwas zu essen erbitten. Es ist traurig und nicht sehr angenehm. Wir verbringen aber nur kurze Zeit dort, wir warten auf unser gebuchtes Auto nach Cabo de la Vela, ein kleines Fischerdörfchen auf der Guajira HAlbinsel. Als der Jeep vorfährt sind wir 4 Leute die Einsteigen, neben helen und mir kommen ein älteres Ehepaar, Angela und Juancho aus Ibagué (Nähe Bogota), mit. Der Jeep sieht nicht wirklich fahrtüchtig aus, die Frontscheibe ist mehrmals gesprungen, die Fenster können nicht mehr bedient werden, Sicherheitsgurte gibts keine und allgemein ist an der Elektronik alles kaputt ausser der AC. Aber es fährt. Mit was man wohl Gottvertrauen nennt setzten wir uns in das Gefährt.

Die Strasse ist erst einfach gerade und führt einer Zuglinie entlang. Diese wird gebraucht um die Kohle der nahen Mine zu transportieren. Auch Salzgewinnungsanlagen gibt es in der Nähe. Wer nicht von diesen Bodenschätzen profitiert sind, natülich, die Eingebohrenen… Die Landschaft ist karg, staubig, mit vielen Kakteen und tiefen Bäumen. Wir sehen wenige Kühe und einige Gruppen von Geissen. Irgendwann kommt dann ein Abzweiger nach links und von da an holpern wir über etwas das sich nicht STrasse nennen kann zwischen den stachligen Sträuchern umher. Alles ist flach, zwischendurch hats matschige Stellen wo wohl manchmal Regenwasser liegen bleibt. Ich sitze in der Mitte und habe bei jeder Unebenehit das Gefühl der Wagen bricht gleich in 2 Hälften. Ich finds grossartig haha. Aber wir kommen an. Die letzte halbe Stunde fahren wir am Meer antlang welches eine super kitschige hellblau-türkise Farbe hat. Manchmal passieren wir eine Unterkunft der Eingebohrenen, vier Stecken mit einem Dach aus mehr dünnen Hölzern, einfach um Schatten zu haben und die Hängematte darunter aufzuhängen. Sie Stellen Taschen her welche sie dem Fahrzeug entgegen halten. Oder die Kinder spannen ein Seil dmait das Auto anhalten muss um dann nach Essen oder Wasser zu betteln. Das geht schon etwas unter die Haut. Unser Fahrer hält aber nicht, er ist ziemlich sicher selbst aus dieser Gegend, ich kann mir nicht vorstellen wie er sonst den Weg nach Cabo de la Vela findet ohne sich hundert mal zu verfahren.

Als wir im Dorf ankommen ist es Mittag. Bei unserem Hostel werden uns die Hängematten zugewiesen, diese sind auch schön trocken, hier regnet es nie. ICh werde wohl die heutige Nacht überleben. Dann gibts Fisch mit Reis zum Mitagessen. Hier in der wüste wächst gar nichts, es gibt also entweder Fisch oder Ziege. Und natürlich Reis und vielleicht ein paar Linsen. Das Dorf (2 Strassen gross) ist weit und breit die einzige Siedlung. Die Häuser sind aus Beton oder Zeigelsteine, viele davon bemahlt. Am Ufer stehen die Fischerboote,a lles ist heiss, sandig und vom Winde verweht. Beim Zmitagessen reden wir mit 2 weiteren Gästen, Julio mit seinem Sohn Julio aus MEdellin. Sie sind die über 1000km hier hochgefahren mit dem eigenen Auto. Die beiden führen zusammen eine eigenen Glasbläserei in Medellin, in welche wir auch promt eingeladen werden. Mal sehen, vielleicht trifft man sich später wieder…

Am Nachmittag holt uns unser Fahrer wieder ab für eine Rundfahrt in Cabo de la Vela. Es hat verschiedene Strände in der Nähe, der erste heisst Playa de Arcoiris (Regenbogenstrand). Hier klatscht die Brandung der KAribk so hart an die Felsen das eine grosse Gischtwolke entsteht in welcher man einen Regenbogen sehen kann. Der Untergrnd ist ausgehölt von Wasser und Wind, das Meer rau und die Farbe des Landes gelblich-orangebraun. Das Farben- und Naturschauspiel ist faszinierend.

Die nächste STation ist der Pilon de Azucar (Zuckerhaufen) ein kleiner Berg um hinaufzusteien. Allerdings bläst es uns von dort fast wieder runter, man versteht das eigene Wort nicht. Die Aussicht ist allerdings sehr schön, vor allem auf die Küste und das toll toll blaue Meer. Wieder unten können wir gleich in der nächsten Bucht unser Bikini montieren und haben 2h um schwimmen zu gehen. Die Wellen hier sind nicht so hoch und das Wasser super angenehm nach dem ganzen Schwitzen den ganzen Tag. Am späten Nachmittag, als die Sonne die Küste etwas weicher beleuchtet kommen auch die wudnerschönen farben besser zur Geltung. Es ist eien raue Schönheit und so ganz anders als wir es gerade im Parque Tayrona erlebt haben. Es hat sich schon sehr gelohnt hier hochzufahren.

Der Sonnenuntergang sehen wir uns vom Leuchtturm aus an, aber leider ziehen ein paar Wolken auf. Trotzdem ist es ein Schauspiel welches wir nicht missen wollten.

Zurück im Hostel bringt uns Willy, der Besitzer einen Kessel Frischwasser mit einem Schöpfer um zu duschen. Ok, Duschen aus einem Kübel, haben wir nuna lso auch einmal gemacht. Ich bin erstaunt dass ich nur die Hälfte des Wasser brauche, die MEthode scheintmir sehr wassersparend zu sein! Und ich fühle mich danach sauber und frisch. Helen und ich sitzen uns ans MEer, welches gleich an den Platz hinter dem HAus heranschwappt, essen Arepa mit Ei zum Znacht und reden noch lange. So müssen wir nur eine kurze Nacht in der Hängematte erdauern. Kalt habe ich nicht da Helen mir ihren Seidenschlafsack auslehnt da sie selbst eher Hitzeschübe hat. Aber bequem ist einfach anders. Ich finde es gar nicht so blöd dass wir am nächsten Tag schon um 5Uhr wieder aus den Federn müssen.

Parque Tayrona

Nach 4 Tagen Schlammtrekking sind wir am nächsten Morgen alle 3 nicht in der Laune lange Strecken zu laufen. Wir packen unsere TAgesrucksäcke mit den restlichen noch sauberen Kleider und machen uns nach Pancakes mit Honig und Rührei zum Zmorge zum Eingang des Tayronaparks auf. Dieser ist nur einen Steinwurf vom Hotel entfernt. Dort kriegen wir Infos zu den Zeltplätzen, Stränden und Wanderwegen, dürfen die obligatorische Krankenversicherung bezahlen und das Eintrittsbändeli umbinden. Dann bringt uns ein Bus die 10min zum ersten Camping Castilletes. Hier steigen wir aus udn erfreuen uns erstmal an den wunderbaren Palmen welche dem Zeltplatz Schatten spenden. Vorne rauscht das MEer an den Strand. Wir bekommen 3 Hängematten mit Meerbrise inklusive.

Alle Sachen mal reinschmeissen, Bikini anziehen und ab ins Meer. Leider dürfen wir an unserem Strand nicht baden, die Wellen sind auch wikrlich zu hoch. Aber ganz in der nähe sollte es eine Bucht geben wo das Meer sanfter sei. Wir machen uns auf die Socken, erstmal weiter der Strasse entlang ca. 10min bis zu einem Hotel mit kleinen Eco-Hütten. Von dort gehts weiter in die Töfflipiste zu einem edel aussehenden Restaurant. NAch diesen 30min Spaziergang sind wir schon das erste Mal etwas müde und vor allem hungrig. Also beschliessen wir uns eine gute Mahlzeit zu gönnen. Das Ceviche ist grooossartig, genau so wie der Mangosaft dazu. Die aussicht von der Terasse auf die MAngroven und das Meer ist super schön. Wir sind eine zufriedene Truppe.

Der STrand mit dem NAmen Piscinita (Kleiner Pool) ist gleich um die Ecke. Leider windet es ziemlich heftig und die Wellen sind auch hier heute zu gefährlich um baden zu gehen. Aber ein bisschen in den Sand sitzen und sich umspülen lassen ist super angenehm, denn obwohl langsam Regenwolken aufziehen ist es noch immer angenehm heiss. Der Strand ist klein, im weissen Sand liegt Schwemmholz. Man kann sich auf die Liegestühle fläzen und mal eine Stunde ein bisschen die Augen zumachen. Auf der Seite klatschen die Wellen an die grossen Steine und es spritzt so wunderschön. Helen, Corinne udn ich chillen einfach mal eine Runde und geniessen den Strandtag. Erst um ca. 3Uhr beginnt es zu tröpfeln und wir flüchten uns wieder ins Restaurant. Dort gibts einen Dessert (Milchreis mit Beerengelee, Caramelchöpfli und Kokosnusspanacotta) zusammen mit einem super erfrischenden Wassermelonensaft. Das zeiht sich schön in die Länge, wir habens super lustig zusammen. Irgendwann kommen Corinne und ich auf die Idee einen Wein zu kaufen um den dann gemütlich am Strand zu trinken. Gesagt, getan, und so wandern wir die halbe Stunde mit einer Flasche mehr im Gepäck zurück. Es ist etwas eingedunkelt schon um 5Uhr da es immernoch eher bedeckt ist obwohl der Regen aufgehört hat.

Zurück in Castilletes gehts zuerst unter die Dusche. Aber oh Schreck, als Helen ihr Tuch aus der Hängematte fischen will schreit sie vor Schmerz auf. Irgendetwas hat sie im Halbdunkel gestochen. Die Paranoia bekämpfend versuche ich den Übeltäter zu finden. Und da sitzt er, eine riesige Wespe kommt aus Helens Sachen hervorgeflogen. Wir nehmen Reisaus. Wir finden danach allerdings keien weiteren Tiere und wissen dass diese in der Nacht in ihrem Bau bleiben sollten, wir können also ohne Angst in den Hängematten schlafen. Allerdings müssen wir nun immer erst eine 5minütige Inspektion durchführen… Mit Helens Hand gehen wir an der Rezeption fragen ob das Vieh denn giftig war. Nein, tut nur weh, macht sonst nichts was ein normaler Wespenstich nicht auch tun würde. Sie wird es also überleben.

Als wir endlich alle frisch sind kuscheln wir uns zu dritt auf ein Strandtuch mit einem Banenenshake für Helen während Corinne die Weinflasche für uns zwei öffnet. Es ist 6Uhr und die Sonne ist unbemerkt untergegeangen. Es ist so schön warm dass sogar ich ohne Probleme im Kleid herumsitzen und die ersten Sterne am Himmel bewunder kann. Das Meer rauscht, die Palmen wiegen im Wind, wir sind im Paradies.

Allerdings gibt es nur 1 Flasche Wein im Paradies. Als Corinne und ich nach deren LEerung zur Bar laufen um Cocktails zu bestellen werden wir zu unserer Enttäschung darüber informiert dass diese alle sind. Wir sehen wohl so traurig aus dass uns der Barkeeper anbietet nach El Zaino zu fahren um Rum und Cola zu kaufen. Ok, gesagt getan. Ein wenig später sitzen wir mit Barkeeper und Receptionist am Strand und feieren eine feucht-fröhliche Party. Gefühlsmässig geht sie bis in die Morgenstunden, faktisch sind wir alle um 12Uhr schon betrunken und totmüde. Es geht also ins Bett, bzw. In die Hängematte, Eh verscuht mal betrunken in eine Hängematte zu steigen… Dort ist es aber nicht sehr gemütlich da der Stoff vom Nachmittagsregen noch leicht feucht ist und ich friere. Als ich mich mit meinem Mikrofasertuch bedecke gehts besser und ich kann einige Stunden schlafen. Allerdings sind wir alle kurz nach Sonnenaufgang wach. Corinne packt schon früh ihre Sachen, für sie geht es heute schon nach Cartagena weiter von wo sie dann in ein paar Tagen ihren Heimflug in die Schweiz antreten wird. Helen und ich beschliesse noch eine Nacht zu bleiben, allerdings ziehen wir in ein Zelt um. Helens Hand ist geschwollen vom Wespenstich, ich habe einen Kater, deswegen geht alles ein wenig langsamer. NAch Frühstück, Zügeln ins Zelt und ein wenig herumtrödeln schaffen wir es aber um ca. 11Uhr uns doch noch aufzuraffen um einen Spaziergang den Stränden Tayronas nach zu machen.

Erstmal geht es den gleichen weg wie gestern zu La Piscinita entlang. Wir hören Brüllaffen und entdecken sie auch bald in den Baumkronen. Der Wald hier ist sehr dicht mit vielen Lianen und hohen Bäumen mit schönen weiten Ästen. Etwas weiter turnen auch kleinere Affen im Grün, wahrscheinlich Kapuziner.

Bei den Ecohubs gehts nun heute geradeaus auf den offiziellen wanderweg zur Playa Arecifes. Es geht über Holzstege durch den Mangrovenwald, dann wieder hinauf durch grosse weisse Felsen, hinab an den Strand, durch den Sand oder Palmenhaine. Es ist nicht so anstrengend, dafür umso heisser und wir schwitzen wie dumm. Immer wieder hat es Aussichtspunkte wo wir auf die paraidesische LAndschaft tayronas hinabsehen können. Das Meet ist azurblau, die Steine weiss, der Wald grün. Es ist wirklich wunderschön!

Nach ca. 2h kommen wir im Restaurant des Arecifes-Camping an. Er leigt etwas nachhinten versetzt im Wald. Hier machen wir einen Stopp und trinken beide sowohl einen Wassermelonenshake als auch eine Cocacola. Dann fühlen wir uns bereit noch die letzte Stunde bis zum Badestrand zu wandern. Der Weg hier ist manchmal etwas sumpfig da viele Maultiere hier durchkommen, entweder um Touristen zu tragen die zu faul zum selber laufen sind, oder um Nahrungsmittel oder Wasser zu transportieren.

Als wir eine Stunde später bei La Piscina ankommen wollen wir einfach nur ins Meer springen. Hier hat es keine grossen Wellen, das Wasser ist warm und klar, alles macht einem an baden zu gehen. Wir plantschen fast eine Stunde herum, sehen Fische, geniessen die Sonne, den Strand, das Leben.

Danach hiken wir zurück zum Arecifes Restaurant wo wir uns einen italienischen Znacht gönnen (die kriegen sogar unverkochte PAsta hin!). Danach rollen wir mit sehr gefülltem Magen wieder bis nach Castilletes nach HAuse. Auf dem Weg machen wir noch einen Stopp beim Medi-Zelt. Schliesslich haben wir eine obligatorische Krankenversicherung bezahlt, die können wir also auch nutzen. Hier kriegt Helen ein paar Antihistaminika gegen den Wespenstich der zwar nicht mehr schmerzt, aber immernoch geschwollen ist und juckt.

Der Abend fällt dann heute eher kurz aus. Duschen, noch kurz fürogen planen, dann ab ins Bett. Dort tratschen wir noch ein wenig, wir sind aber beide müde und schlafen bald ziemlich viel gemütlicher als in der Hängematte ein.

Am nächsten morgen erwache ich erst als die Sonne das Zelt in einen Backofen verwandelt. Ich blintzle aus dem Eingang, welch schöne Aussicht!:

Helen ist schon länger wach und ich geselle mich zu ihr zum Frühstück. Danach packen wir alle sachen zusammen, lassen uns vom Bus an den Eingang des Tarona zurückfahren und holen in El Zaino unsere Koffer ab. Der Hostelbesitzer hilft uns noch einen Bus nach Riohacha zu finden. Dieser kommt auch ganz pünktlich, lädt uns auf und wir sind unterwegs zu unserem nächsten Abentuere, Alto Guajira.

Ciudad Perdida Trekking Tag 3&4 – Der Rückweg

Irgendwo im Dschungel an der Karibikküste Kolumbiens versteckt sich eine heilige Stadt der Tayronas, die Ciudad Perdida. Erst 1973 wurde sie von zwei Grabräuber entdeckt was auch der grund ist warum viele ihrer Schätze im Schwarzmarkt untergegangen sind. Geblieben sind die Ruinen und Überbleibsel einer vergangenen Kultur welche nur noch von den Kogi wirklich verstanden und im Geheimen weiter unterhalten wird. Um zu dieser STadt zu kommen müssen wir aber erst den Fluss und dann 1200 Treppenstufen überwinden. Eine Brücke ist in Planung, wer weiss schon wie lange das noch dauert. Also muss man Schuhe abziehen, Hosen so hoch wie möglich hochkrempeln und hoffen dass man die richtigen Steine erwischt um nicht bis zum Bauchnabel im Wasser zu landen.

Der Fluss ist super kalt und ich beeile mich mich an den zwei Seilen so schnell wie möglich hinüberzuhanglen bevor meine Füsse und Beine abfrieren. Als alle wieder angezogen und mit Mückenspray bedeckt sind („die Ciudad PErdida ist die HAuptstadt der Moskitos“)sind führt uns Jhon zur Treppe. Ich bin froh ist es eine alte tayrona und keine Inkatreppe. In Peru waren die Stufen letzterer immer fast 1m hoch. Diese Treppe hier besteht aus eher kleinen, sehr dicht geschichteten Steinen. 70% ist original, 30% rekonstruiert, da der Regen seine Spuren hinterlassen hatte. Die Stufen sind zwar nicht hoch, dafür gibt es viieele davon. Mir hatte schon gegraut vor der Treppe aber es geht ganz ordendlich voran auch wenn die Steine glitschig und zT nur gross genug für die Fusspitze sind. Nach ca. 20min sind wir schon oben. Helen meint, da fehlen ja über 100 Stufen…! Habe sie nicht vermisst 😉

Am Eingangsposten stehen Militärs bereit und stellen uns alle einen „Pass“ für die Ciudad Perdida aus. Dann dürfen wir die verlorene Stadt betreten. Steinkreise zeigen die Orte wo früher die runden Häuser gestanden hatten, im selben Stil wie wir sie im Eingebohrenendorf gesehen hatten. Jhon erklärt uns, dass es in der Mitte jedes Kreises ein oder mehrere Gräber gibt. Die Tayronas begruben ihre Toten mit all ihren Habseligkeiten erstmal für 3 Jahre ausserhalb der Stadt. Dann wurden die Gebeine gehoben und unter dem Haus der Familie zusammen mit Gold und Edelsteinen beigesetzt. Daraufhin mussten alle Bewohner das Haus verlassen, bis es in sich selbst zusammengefallen war. Ersta dann durfte eine Schicht erde und ein Steinkreis mehr auf die Fläche gelegt und ein neues Zuhause gebaut werden. Als die Stadt von zwei grabräubern entdeckt wurde 1973 wussten diese also wo sie nach Gold suchen mussten. Als anderen Schatzsuchern auffiel dass die zwei (sie waren Vater und Sohn) plötzlich über sehr viel mehr Geld verfügten folgten sie ihnen zur Ciudad Perdida. Bald wimmelte es auf dem Berg von grabenden Männern. Da es genug zu finden hatte lief das so lang gut bis einer der Ursprünglichen Entdecker eine sehr grosse Goldstatue fand. Diese wurde ihm geraubt und er dabei umgebracht. Da brach richtiggehend ein Krieg um die besten Stücke los. Einige der Grabräuber bekamen es mit der Angst zu tun und einer meldete die archäologische Stätte daraufhin der Regierung welche das Gebiet sofort absperren lies um Forscher die Ausgrabugnen machen zu lassen. Leider konnten diese nicht mehr viel finden, das meiste war schon ausgegraben und verhöckert worden. Die Stücke welche heute im Museum de Oro in Santa Marta liegen kommen fast alle von einer weiteren kleineren Stätte welche später weiiter oben am Berg entdeckt wurde. Mit diesen wurde auch das Alter der Kultur bestimmt. Es gibt zwei verschiedene arten von Goldstatuen der Tayronas: die älteren sind aus purem Gold, aus einem Block geschnitzt. Die neueren sind legierungen mit Kupfer zB und gegossen in Tonvorlagen. So konnten die Künstler Gold sparen und durch die Giesstechnik detailliertere Sujets erschaffen. MEist zeigen sie ein Mischwesen aus MEnsch und einem Tier. Das Tier verkörpert immer eine Fähigkeit welche der MEnsch gern Besitzen möchte (Das beispiel von Jhon war die Fledermaus die, da sie auf dem Kopf schläft, die Welt aus einer anderen PErspektive sieht).

Da es nicht viele Leute heute morgen hier oben hat haben wir die Stadt ganz für uns. Wir besichtigen alle 4 Teile davon. Überall können wir die Häuserkreise erkennen, Wasserkanäle die den Berg hinunter das Wasser sammeln, feine steile Treppen und über allem die Natur welche die STadt über die 400 JAhre in welcher sie in Vergessenehit geraten war wiedererobert hat. Die Ureinwohner mieden ihre heilige Stadt nach der Ankunft der Spanier. Dies weil mit den Invasoren neue Krankheiten in die Gegend eingetragen worden waren welche die indigienen nur so dahinrafften. Als imer mehr Leute, sogar in ihrer heiligsten Stätte starben dachten sie die Stadt hätte einen Fluch auf sich und getrauten sich nicht mehr sie zu betreten. Erst in jüngster Zeit kommen die Wiwas und Kogis zurück um auch hier wieder Opfergaben an die Mutter Erde zu machen, meist in Form von farbigen (Edel-)Steinen. Sie verstehen heute was wirklich geschah damals und wissen dass die Ciudad Perdida nicht verflucht ist. Wie ihre traditionen aber genau aussehen darf niemand ausserhalb vom Clan wissen. JEden September wird die Ciudad PErdida für einen ganzen Monat geschlossen um den Familien ihre Privatsphäre zu geben ihren alten Bräuchen nachzugehen. AUch heute lebt noch ein Kogi-Schamane welchen wir ebenfalls noch besuchen. Seine zwei Häuser (für ihn und seine Frau) rauchen aus dem aus Blätter gewobenen dach. Innen brennt das HErdfeuer um die Moskitos fernzuhalten und die Blätter des Dachstockes zu trocknen um sie länger Haltbar zu machen. Luis hatte uns erklärt dass für die Errichtung eines solchen HAuses immer der ganze Clan anwesend ist (also die Männer) und diese in 3h die Hütte fertiggestellt haben können. Das Dach wird am Oben zusammengesetzt und dann auf die runden MAuern gesetzt. Der Schamane praktiziert für all seine Clanmitglieder welche zu ihm kommen mit Krankheiten oder Problemen. Er trägt die typische Tracht der Kogi in weiss mit spitzer Kappe welche die Schneeberge symbolisiert. Auch Frauen und Kinder Tragen eine weisse Toga. Sie alle haben schwarze lange Haare was es fast unmöglich m acht Jungen von Mädchen zu unterschieden. Dies erkennt man nur daran dass die Jungs eine Tragetasche mittragen, die Mädchen aber farbige Ketten.

Auf dem höchsten Punkt der Ciudad PErdida angelangt haben wir die typische Postkartenansicht der zwei etwas erhöhten HAuskreise wo früher das HAus des obersten Häuptlings und seiner Frau gestanden hat. Der Ort fühlt sich an wie sich ein heiliger ORt anfühlen soll. Irgendwie magisch, verwunschen, bedeutungsvoll… Ich kann mich nicht satt sehen an den Terrassen und den und den Hügel voller Bäume rundherum. Die Sonne scheint, wir haben perfektes Fotowetter. Wir sind einfach mitten im Norgendwo im Dschungel und hier steht eine STadt, wie cool ist das denn!

Jhon und Luis beglücken uns mit zwei Tabletts voller Früchte und Knabberfood, schliesslich wir sind schon fast 2.5h unterwegs… wir essen zu viel auf diesem Trek 😛 Charile erzählt mir von seinem Job bei BP welcher er in London innehatte. Arnout sinniert über seine die Zukunft als Berater in der Politik. Dann verlassen wir die Ciudad Perdida. Der letzte Punkt welcher wir anschauen ist ein Stein welcher eine KArte der Wege und STädte im Gebiet der Tayronas darstellen soll. Allerdings wissen die Forscher nicht wie die ursprüngliche Position der KArte war da die Grabräuber den Brocken auf den Boden gelegt haben. Je nach Stellung zeigt die KArte eine weitere STadt weiter oben am Berg welche allenfalls noch auf ihre Entdeckeung wartet.

Die Treppe wieder runterzusteigen braucht ziemlich viel Konzentration um nicht auszuschlipfen. Als alle heil unten angekommen und den Fluss wieder heil und mehr oder weniger nass überquert haben steht schon Spaghetti mit Hühnchen im Camp bereit, dann machen wir uns auf den Rückweg. Das heisst, den selben Weg wieder zurück. Heute allerdings nur noch 3.5h zum Camp2. Meine Beine sind etwas in Mitleid gezogen vom Treppensteigen und das Affentempo der Gruppe ist heute etwas hart mitzuhalten. Nach dem Abendessen fängt Helen an mit allen ein Rätselspiel zu spielen welches ich sogar kenne, aber mein Hirn ist definitiv zu müde um heute noch Geistesblitze zu haben. Um 8Uhr bin ich im Bett und schlafe innerhalb von Sekunden tief und fest.

Am nächsten Morgen wieder in die feuchten verschwitzten Kleider des Vortages zu steigen ist grauslig. Sogar das neue Tshirt ist schon etwas klamm und stinken nach dem innern des Rucksacks. Naja, nur noch heute morgen… Aber dieser ist happig. Eine Stunde aufstieg in 6h Wanderung, niemals geradeaus und 6 vieel zu fitte Kumpels 😛 Erstmal marschiere ich mit Helen mit um ihre Rätselspiele mitzumachen, heute klappt es auch ganz gut. Luuk, Iris, Arnout und Luis sind fleissig am mitraten. Als wir im Camp1 um 9Uhr snacken checke ich auch endlich das Rätsel mit dem offenen und geschlossenen Deckel vom vorabend. Luis bringt uns noch den HAuspapagei vorbei mit seinen leuchtend rot-blauen Federn. Alle rennen aufs Klo, dann gehts weiter. Helen hat ein weiteres Spiel gefunden (Who has the hat?) aber bald verliere ich den Anschluss an die Gruppe als sie meinen den bErg hinaufrennen zu müssen. Das ist mir zu anstrengend und ich mache den Ausfstieg in meinem Tempo. Oben wartet Luis dann irgendwann auf mich und wir holen die Gruppe beim Wiwa-Dorf wieder ein.

Als wir endlich oben sind gibts Wassermelooooneee 😀 Und eine ganz tolle Aussicht!

Dann wieder frischer Bergab richtung Mamey. Ich schwatze mit Corinne damit die schmwezenden Füsse von alleine laufen. Nun sind wir wieder auf offenem Gebiet und die Sonne brennt. AUch heute schwitzen wir alle ohne Pause. Ein paar Halte um ein kühles Cola bei einem Händler am Strassenrand zu kaufen. Um ca. 1Uhr kommen wir in Mamey an. Es gibt essen (wir sind alle soo voll), wir legen die Beine hoch, befreien die Schuhe von einem MEter Schlamm und versuchen ein etwas trockeneres nicht allzustinkendes Shirt zu finden. Dann werden wir in Wagen verladen und es geht 2h zurück nach Santa Marta.

Bzw. für Helen, Corinne und mich nur bis nach El Zaino, ein Kaff auf dem Weg am Eingang des Tayrona PArkes wo wir heute kurz übernachten werden um morgen den Nationalpark zu erkunden. Sobald wir im Hostal angekommen sind und unsere dreckige Wäsche abgegeben und geduscht haben schmeissen wir uns in eine Hängematte und findens einfach gerade seeehr bequem nicht mehr auf unseren zwei Füssen stehen zu müssen. Diese Nacht schlafe ich trotz hitze und einer million Moskitos wie ein Baby.

Ciudad Perdida Trekking Tag 1&2 – Der Hinweg

Das Auto von Expotur holt uns so ultrapünktlich um 8Uhr im Hostel ab dass Corinne, Helen und ich doch fast noch am Früstück sitzen als der 4×4 vorfährt. Noch auf dem Arepa (so was wie ein Pancake der hier typisch ist) herumkauend laden wir Koffer, wanderschuhe und Wanderrucksäcke ins Auto und ab gehts nach Santa Marta. Dort im Office des Veranstalters treffen wir unsere Gruppe. Iris und Luuk aus Holland, Arnout aus Belgien, Charlie aus Frankreich, unser Guide Jhon und der übersetzter Luis. Die Koffer werden ausgeladen, angeschrieben, alles vorbereitet, bezahlt und eingepackt. In der folgenden 2.5stündigen Fahrt folgt das normale kennenlernen, wo kommst du her wo gehst du hin. Iris ist sehr motiviert laufen zu gehen, sie hat einen Abschluss in Sportphysiologie und scheint sehr fit zu sein. Luis erzählt uns dass er eigentlich Zahnarzt studiert hat, allerdings gibt es in Kolumbien offensichtlich zu viele Zahnärzte, deshlab jobbt er momentan als Übersetzer. Sein englisch ist praktisch perfekt und er verbringt offensichtlich auch viel Zeit im Fitnesstudio. Helen und ich sind uns einig dass er verboten gut aussieht 😛

Mamey ist der Startpunkt unserer 4tägigen Wanderung. Es gibt erstmal Zmittag (ohoo Reis mit Poulet, fein). Jhon ist hier aufgewachsen und erklärt uns dass der Übername des Dorfes, Machete, davon kommt dass es hier früher eher etwas rauer zu und herging und dass die Leute in Ermangelung eines Polizeipostens ihre Probleme oft mit der Machete ausgefochten haben. Heute sei das aber nicht mehr so. In der Gruppe sprechen nicht viele Spanische, nur ich, Corinne und Charlie ein wenig. Ich bin sicher die einzige die Jhon wirklich gut versteht, für mich gibt es danach von Luis alles nochmals nachgedoppelt auf englisch. Auf der ganzen Tour spricht Jhon dann eingeltich nur noch mit mir wenn er spanische Erläuterungen abgibt.

Nun endlich werden die Wanderschuhe angeschnallt. Es geht los. Erstmal laufen wir eher auf einer STrasse, immer wieder überholt uns ein Töff oder Maultiere. Der Ciudad PErdida Trek ist sehr bekannt und es kommen viele Touristen hierher. ZT über 200 Leute am Tag. Heute sind wir aber ca. 3 Gruppen die hintereinander starten. Und es ist bald klar wer als erstes ankommen wird. Fast alle Mitglieder sind extrem sportlich, vor allem Iris, Luuk, Helen und Corinne. NAch einer halben Stunde geht es den ersten Berg hinauf. Immer wieder wird Pause gemacht, unter anderem bei einem kleinen Stand von Jhons Vater um uns eine kalte Cola zu kaufen. Alle ohne Ausnahme sind schon nach 1h klatschnassgeschwitzt. 1h kraxxeln wir eine sandige Piste den Berg hoch. Die Sonne brennt, es ist sehr heiss und feucht, der Schweiss tropft von Strin beim laufen. Oben sehen alle aus als wären sie geschwommen. Auf dem Gipfel erwartet uns ein Unterstand wo Jhon eine Wassermelone aufschneidet. Eine WASSERMELONE! Ihr könnt euch nicht vorstellen wie göttlich die ist!

Weiter gehts im sogenannten Colombian-Flat, was einfach gar nie flach sondern immer entweder aufwärts oder abwärts ist. Der Weg führt zuerst durch Gebiet der Bauern. Hier sind grosse Flächen des Waldes gerodet um man kann Kühe weiden sehen. Früher gab es hier riesige Plantagen von Koka und militarisierte Gruppen die im Drogenahndel involviert waren. Die Regierung hat damit Schluss gemacht in dem sie mit Fliegern Umweltgifte über die Plantagen ausgetragen hatten. Um den Bauer eine Alternative zu geben händigten sie Kaffee- und Kakaopflanzen aus um damit einen neuen Handela ufzubauen. Das funktierte aber mässig da das Klima nicht geeignet war. Abhilfe schuf dann dank der neuen Sicherheit nach Vertreibung der Paramilitares der Tourismus welcher immernoch wächst da Kolumbien noch nicht lange eine sichere Reisedestination ist und die Leute die Ciudad PErdida erst jetzt für sich entdecken.

Nach ein paar Stunden passieren wir die Grenze zum Gebiet der Eingeborenen. Es gibt noch 4 verschiedene Clans der ursprünglich grössere Zusammengefassten Gruppe der Tayronas. Der Trek führt durch das Gebiet der Kogis. Die Familien bekamen dank der Regierung ihr Territorium als Reservat zugesprochen und verdienen ebenfalls am Tourismus mit. Uns wir dgesagt dass sie aber sehr zurückgezogen und immernoch eher ursprünglich leben. Kindern ist es verboten den Clan zu verlassen, ausser einigen wenigen welchen sie erlauben zu studieren damit sie mit ihren Fähigkeiten als Ärzte oder Juristen ihren Leuten dienen können. Sie isnd verpflichtet nach dem Studium ins Dorf zurückzukehren. Hier in der Kogi-Area stehen die schönen grossen Bäume. Luis erspäht einen Tukan. Der Weg wird dafür etwas schwieriger, vor allem schlammig. Ein Part nennt sich der Culo Rojo, der Roter Hintern, da gehts es ziemlich steil einen Abhang hinunter welcher mit rotem Matsch bedeckt ist. Mit geduld und viel Vorsicht kommen wir alle mit unbeflecktem Po hinunter. Dann geht es über den Fluss auf einer Hängebrücke aus Stahlseil und 20min weiter dem Flussufer entlang zu unserem ersten Nachtcamp. Es ist einiges Konfortabler als ich mir vorgestellt habe mit Dusche, Wasserklo und Stockbetten für alle mit sogar bequemer MAtratze und unverrissenem Moskitonetz. Ich will einfach nur noch unter die Dusche. Alle sind verschwitzt von oben bis unten und das kühle Wasser tut soo gut. In trockenen frischen Kleidern wie eugebohren setzten wir uns an den Tisch und bald bringt uns Ismael, unser Koch, das Abendessen. Es gibt Fisch mit Reis und auf jeden Teller ist wohl eine Portion für 5 Leute gepackt, ich bin nach eienm drittel schon satt obwohl mich das wandern ziemlich hungrig gemacht hat. Schlussendlich waren wir um die 4 Stunden unterwegs heute. Nach dem Essen sitzen wir also alle noch gemütlich bei Kaffee und heisser Schokolade zusammen. Wir (ok ich) reissen eine riesige Diskussion über Umwelt/Klima/Politik an welche super interessant ist, vor allem Arnout welcher Politik und Ökonomie studiert hat ist nicht mehr zu stoppen. Erst um 10Uhr beschliessen wir kollektiv ins Bett zu gehen denn morgen ist ein langer Tag.

Das Frühstück steht 5:30 auf dem Tisch. Mit kleinen Augen und grossem Hunger verdrücken wir unsere Arepa mit Rührei, Ananas, Papaya und Melone.

Dann werden die alten immernoch nassen Kleider angezogen (bääh), Schuhe angeschnallt, Rucksack geschultert und auf gehts. Um 6Uhr sind wir schon unterwegs. Erstmal gehts dem Fluss entlang, Colombian-Flat. Jhon schlägt ein zügiges Tempo an. Bald kommen wir auch schon zum ersten Aufstieg. Innerhalb von 10min schwitze ich wieder. Die Brille kann ic hier fast nicht tragen, sie rutscht von der Nase oder beschlägt ganz einfach von der Hitze die ich ausstrahle. In ca. 40min gehts auf den nächsten Hügel. Hier wartet Wassermelone, yesss!! Ich bin schon das erste Mal wieder kaputt und es ist erst 7Uhr morgens.

Die nächste Etappe führt uns an einem Eingebohrenendorf vorbei. Hier leben ein paar Familien des Wiwa-Clans (zwar immernoch auf Kogi-Gebiet, aber das geht offensichtlich). Wir machen eine Viertelstunde Pause und ein Ältester erklärt uns ein wenig seine Kultur. Alle Männer müssen um erwachsen zu werden mit ca. 18Jahren eine Initiation durchlaufen in der sie 3 Tage meditieren, sich nicht aus dem Haus entferenen und nicht schlafen dürfen. Schaffen sie das kriegen sie einen ausgehölten, etwa handgrossen Kürbis (Name vergessen). Sie füllen ihn mit einem Kalziumpulver welches sie aus Muscheln gewinnen welche sie erst verbrennen und dann zerstampfen. Dieses Pulver vermischen sie mit den Kokablättern welche sie kauen und diese Mischung soll ihnen Energie und Ausdauer für die langen Märsche geben. Auch typisch ist die Herstellung ihrer Umhängetaschen aus Blattfasern. Darin werden die getrockneten Kokablätter aufbewahrt. Der Kürbis ist ein Heiligtum und muss beschützt werden wie eine Ehefrau, er ist die Legitimisierung und Zeichen der Zugehörigkeit zum Clan. Er ermöglicht dem MAnn auch die Teilname an Entscheidungen und Zusammenkünfte.

Etwas weiter den Berg wieder hinunter kommen wir dann an einem Kogi-Dorf vorbei. Alle Häuser sind aus Holz und Palmen geflochten, die Dächer haben zwei Spitzen welche die zwei wichtigsten Berge der Sierra Nevada darstellen welche für die Kogi das Herz der Welt ist. Das Dorf hier ist nicht um darin zu wohnen sondern hierher kommen die LEute nur um Zusammenkünfte abzuhalten. JEde Kogi-Familie hat ihr eigenes Haus hier und uns ist es verboten ins Dorf hineinzugehen. Jhon erklärt uns also vom Weg aus ein paar Eingenarten der Kogi-Kultur. So leben Kogi-Familien immer getrennt, die Männer in einem, die Frauen in einem anderen Haus. Sie haben wenig Kontakt zueiannder. Jungen Männer, nachdem sie den Kürbis erhalten haben, mit einer älteren Frau verheiratet welche sie in alle Sachen welche ihr Vater ihnen nicht mitgeben konnt einführt, also Liebe, Sex, Kinder usw. Kommt die Frau in die Menopause hat der MAnn anrecht auf eine zweite, junge Ehefrau mit welcher er weiter Kinder zeugen soll. Die erste Ehefrau bleibt im Haus und ist sozusagen der Chef der Familie. Stirbt der Mann ist die zweite Ehefrau, nun erfahren, frei für einen zweiten, jungen Ehemann und so schliesst sich der Kreis.

Während Jhon spricht stechen uns die Moskitos als wären wir ihr lang ersehntes Mitagessen. So laufen wir noch so gerne wieder los, dem FLuss entlang, und kommen bald ins Camp2. Hier werden wir heute Mitagessen. Ismael ist schon vorausgerannt und kocht schon fleissig vor sich hin. Bald serviert er uns wieder Berge von Suppe und Reis mit Poulet. Es ist ein frühes Mitagessen, um knapp 11Uhr. Dann ahben wir Zeit um uns im Bach abkühlen, mir ist das Wasser aber definitiv zu kalt, auch wenn ich noch so gerne baden gehen möchte bleibe ich lieber beim Füsse reinhalten.

Nach dem Essen wieder in die Wanderschuhe zu steigen ist etwas hart, immerhin ist das Tshirt in der Sonne etwas getrocknet. Über den Fluss etwas weiter oben und up the Hill. Dieser Aufstieg hat es in sich, vor allem da alle Bäuche noch (zu) voll sind vom Zmittag. Eine Stunde stampfen wir über Stock und Stein bergauf. Unsere Gruppe ist einfach sau fit und ich kann mit Jhons Tempo definitv nicht mithalten. Macht aber nix, ich mache den Anstieg in meinem Tempo. Fast oben fängt es an zu regnen. Da ich abe rnicht mehr nass werden kann als ich eh schon bin stört mich das nicht unbedingt, es ist sogar ein wenig angenehm. Auf dem Berg gibts heute Ananas und ich muss mich einfach erstmal ein paar Minuten hinsetzten, das war anstrengend. Iris ist schon wieder topfit und motiviert so wie immer und lässt sich nur von einer handflächengrossen Spinne verunsichern. Wir montieren alle den Regenschutz auf die Rucksäcke, dann gehts weite. Nun wird es richtig sumpfig, allerdings haben wir Glück und der Regen ist weder sehr stark noch sehr lang. Die Sonne lässt sich aber nicht mehr wirklich blicken bis zu unserem letzten Stopp im Camp3. Nach den 4 am Morgen folgen 3h wandern am Nachmittag. Es geht hier einfach gar nie geradeaus. Imer wieder balanieren wir auf Steinen über Bäche oder weichen Sumpflöchern aus. Der Weg führt durch den Wald, es ist warm und die Luftfeuchtigkeit ist gefühlte 300%. Ich war auf diesem Trek noch nicht einmal trocken.

Um ca. 4Uhr kommen wir ins Camp3 welches ebenfalls ähnlich aufgebaut ist wie die anderen zwei. Doppelstockbetter für alle, Jhon und Luis schlafen in Hängematten. Wir sind gleich am Fluss und während ich die zumindest lauwarme Dusche in Kompanie einer riesen SPinne bevorzuge gehen Helen, Iris und Corinne nochmals schwimmen. hier zeiht man besser lange Hosen an um nicht vollkommen verstochen zu werden. Ich setzte mich auf eine Bank und mache ien paar Dehnübungen, meine Muskeln spüren das lange auf und ab und vor allem auch das eher hohe Tempo der gruppe. Die anderen 3 Gruppen auf dem Trek kommen immer mindestens eine halbe Stunde später an. Das Camp ist ausgelegt für einiges mehr Personen als diese 4 Gruppen zusammen zählen. Luis erzählt uns dass in der HAuptsaison bis zu über 200 Leute am selben Tag den Trekk starten. Wir sind höchstens 50 und ganz ehrlich das reicht auch. Ich will mir nicht vorstellen was fürein Gewusel und WC Anstehen und nasse stinkende Kleiderschlacht an solchen Daten hier stattfindet.

Ismael zaubert wieder in der Küche, wir kriegen erstmal eine Wanne Popkorn um den ersten schon gar nicht vorhandenen Hunger zu verdrängen, um 6Uhr stehen 8 dampfende Teller auf dem Tisch, Reis mit Steak. Heute muss ich ein wenig früher ins Bett anstatt noch tiefgreifende Diskussionen zu führen Der Tag war lang und morgen früh muss ich bereit sein die verlorene Stadt zu finden. Also sind Corinne, Helen und ich um 9Uhr in den Federn. Die Better sind wirklich bequem und da nicht alle besetzt sind kann ich mir noch eine zweite Kuscheldecke ergattern mit der ich gaanz angenehm warm habe in der Nacht.

Taganga – An die Südküste Kolumbiens

DEr Flug von Leticia nach Snata MArta an der Nordküste ist mühsam. Erstmal gehts nach Bogota wo mein Anschlussflug gecancelt wird. So muss ich anstatt 40min 2h warten und es ist endlos langweilig. Ich sehe meine Serie zu ende, versuche etwas Blog zu schreiben was nicht wirklich klappen will und muss auch noch meinen revoltierenden MAgen beruhigen, ich vermute mein Jogurt von heute morgen war nicht mehr so frisch… Achjee, ich bin ja so froh als ich dann in Santa Marta bei wunderbar tropischen Temperaturen um 4Uhr nachmittags ankomme. Ab ins Taxi und ins 40min entfernte Dorf Taganga wo Helen und ihre Freundin (und Mitbewohnerin) Corinne gerade von ihrem Tauchauslfug zurück ins Hostel gekommen sind. Da ist alles wieder gut, es ist soo schön Freunde zu sehen und schweizerdeutsch zu sprechen und einfach angekommen zu sein. NAch einer kurzen Dusche gehen wir in ein charmantes Restaurant essen welches ich so halbwegs runterkriege dank meinem etwas besseren Magen und ich glaube ich texte die beiden einfach erstmal zu. Wie gesagt, nach 3Monaten nun wieder schweizerdeutsch ist so angenehm 🙂

Helen und Corinne sind schon ein paar TAge in Kolumbien. Corinne hat am nächsten Tag die Tauchprüfung, Helen und ich machen uns um 9:30Uhr nach einem ausgedehnten Frühstück auf den Weg zum Hafen um ein Boot an die Playa Cristal zu erwischen. Gleich neben Santa MArta beginnt der Parque Tayrona, ein Nationalpark bekannt für seine schönen Strände und den grünen tropischen Dschungel. Mit dem Boot werden wir heute die Playa Cristal und Cinto, ein naturbelassener Strand mit Mangroven und einem Schnorchelspot ansteuern.

Das Schnellboot ist nicht so schnell und verspätet sich um ca 30min. Wir sitzen also am Strand von Taganga, trinken Orangensaft, ich kaufe mir ein STrandtuch und Helen erzählt mir von PEreira und Salento, den Kaffeehochburgen Kolumbiens welche sie letzte Woche besucht hat.

Dann um halb11 gehts endlich los. Wir brettern aus der Bucht ins offene MEer. Es hat ziemlcih viel Wind und Wellen und wir werden im offenen Motorboot schon ein wenig durchgeschüttelt. Das Wetter ist etwas durchzogen. Die Küste ist von Buchten übersäht in denen weisse Strände glitzern, dahinter zieht sich das grün der Bäume bald die Berge hinauf. Diese Bergkette ist bis zu 5800m hoch. Vom hächsten Spitz bis hinunter ans Meer sind es aber nur 42km. Das Wasser verdunstet in der heissen Sonne über dem Wasser und sammelt sich als dunkle Wolke über den Bergspitzen am Festland.

Zuerst bringt uns der Kapitän nach Cinto. Hier hats nichts ausser Natur und 2-3 private kleine Lodges welche sehr unbewohnt aussehen. Der STrand ist wunderschön, das Wasser glasklar und schöön warm. Wir schnallen Taucherbrille und Schnorchel um und paddeln zum kleinen Riff am ende des Strandes um ein paar Fische zu beobachten. Die hat es auch reichlich, einige ganz schöne in blau mit gleben Streifen. Dann plantschen wir am Sandstrand rum und geniessen das Meer.

Nach 2h holt uns das Boot ab um zur Playa Cirstal zu fahren wo wir erstmal ein spätes Mitagessen bestellen. Dann fängt es eicht zu regnen an, was schade ist denn das Meer hier wäre soo schön blau mit ein wenig Sonne. Da wir sowieso nass werden bevorzugen wir das im Meer zu tun, im Wasser ist es wärmer als draussen. Wir quatschen etwas mit einem Scubadive-Lehrer aus London welcher uns von seinem Trekking zur Ciudad PErdida (die verlorene Stadt) erzählt welches für uns morgen starten wird. Sünnele ist heute zwar nicht, aber wir machen uns einfach einen gemütlichen Tag. Um 5Uhr sind wir zurück in Taganga, es wird geduscht und frisch gehts noch auf einen Drink an die STrandbar. Corinne gefällt es dass sie mit mir einen Trinkcumpanen gefunden hat, Helen ist da nichtso geignet 😉 Und drinks mit Maracuya und anderen tropischen Früchten sind einfach wunderbar. So lassen wir den Abend ausklingen, es wird der letzte gemütliche sein, denn die nächsten vier Tage erwartet uns das Trekking zur verlorenen STadt in der kolumbianischen Selva.

Leticia – Ankunft in Kolumbien

Nach meinem Urwaldabenteuer möchte ich morgen die Grenze nach Kolumbien überqueren. Dies tut man von Iquitos aus mit dem Boot. In 10 Stunden fährt das Schnellboot zum Dreiländer-Dreieck Peru/Kolumbien/Brasilien. Um da anzukommen brauche ich aber ein Boot welches morgen auch fährt. HEute Abend ist Sonntag und das Office der grossen Amazonasfähre ist zu, ich kann mich nicht versichern wann das Schiff ablegt und ob es nun Montag- oder Dienstagabend ablegt. Ich checke erstmal in meinem neuen Hostel ein, diesesmal ein ganz angenehmer Ort! Der Besitzer hilft mir Licht iin die Bootsituation zu bringen. Er meint die beste Option sei, ganz früh am Morgen an den Hafen zu fahren und direkt dort bei den Schnellbooten Eduardo noch einen Platz zu ergattern. „Normaerweise hat es noch welche, alle Touristen welche ich schon geschickt haben sind nicht mehr zurückgekommen.“ Ok, ähm, tönt ja erfreulich 😛 Ich kaufe mir bei einem der wenigen offenen Läden einen Jogurtdrink und bin um halb7 im Bett um genug Schlaf zu kriegen.

Um 3Uhr morgens tappse ich aus dem Dorm. Der Nachbar mit dem Mototaxi wartet wie abgemacht draussen auf mich. Die Stadt ist leer und still als wir mit einem höllentempo zum Hafen brausen. Dort steht schon eine kleine Schlange Menschen an um zu boarden. Mein Fahrer wartet bis ich sicher weiss dass mich das Boot mitnimmt und fräst dann wieder zurück ins Bett. Ich kriege mein Ticket und um 4Uhr sitze ich im Schnellboot welches kurz darauf den Amazonas runter tuckert. Um 6Uhr geht die Sonne auf. Der Fluss ist braun und weit, die Ränder von Palmen und Bäumen gesäumt. Ich versuche etwas zu schlafen. Es gibt ein Sandwich zum Frühstück, ich sehe mir ein paar Serien an, ich schlafe, es gibt Mittagessen (Reis mit Poulet oléolé), Film, Buch. Ein paar Zwischenstopps in sonst von der Zivilisation abgeschnittenen Communitites. Der Sessel ist gottseidank ziemlich bequem. Kolumbianische Soldaten wollen den Pass sehen, dann Peruanische. Rechte Seite ist Peru, links nun Kolumbien.

Nach 10 langen Stunden erreichen wir ziemlich genau um 2Uhr Santa Rosa auf der Peruanischen Seite. ICh steige aus, packe mein Gepäck und steige ins Boot welches mich zum Grenzposten fahre soll. Beim warten auf den peruanischen Aus- und den kolumbianischen Einreisestempel lerne ich Yolanda aus MEdellin und Benedict aus Frankreich kennen. Yolanda ist Benedikts Guide, er reist immer wieder nach Kolumbien. Sonst arbeitet er in Montpellier im Krankenhaus als Arzt in der Hämatologie. Zwei Stempel können sehr lange dauern und wir kennen danach alle unsere LEbensgeschichten. Dann, ca 45min später springen wir endlich auf die Fähre nach Leticia. Der Hafen liegt hinter einer vorgelagerten Insel ein wenig versteckt.

Dort angekommen gehts erstmal ins Mototaxi und zur ersten Wechselstube um Soles in Pesos zu tauschen. Dann weiter ins Hostal. Dort organisiere ich meinen nächsten Tag, eine Tour nach Puerto Nariño, gehe mir früchte einkaufen, suche einen Bankautomaten. Leticia ist sehr touristisch und farbig. ICh esse ein paar Empanadas zum Znacht und breite mich dann in meinem Dorm aus den ich heute für mich alleine habe.

Am Dienstag morgen wache ich früh auf, packe meinen Rucksack, frühstücke und warte pünktlich um halb8 auf meine Tour. Die kommt und kommt nicht… Da sehe ich auf der aufgehängten Uhr die Zeit, eine Stunde später als auf meinem Handy… Als ich nachsehe wird mir bewusst dass die autmoatische Zeiteinstellung auf Brasielien, welches ein paar hundert Meter weiter beginnt eingestellt ist. Und die haben eine Stunde früher als Peru und Kolumbien… Naja, eine Stunde später kommt der Guide dann püntklich und führt mich wieder an den Hafen. Dort treffen wir den Rest der Gruppe und er erklärt uns dass die vorgelagerte Insel Fantasie heisst und erst seit ein paar JAhren besteht. Im Winter während der Regensaison wird sie komplett überschwemmen, deshalb ist es schwierig ein Stromnetz für die Leute welche dort leben aufzubauen. Wir kreuzen die Insel, auf welcher viel Reis wächst, und stiegen auf der Amazonasseite ins Touriboot. Ich lerne Tino und Thorsten aus Deutschland kennen, da ich ihnen immer etwa die hälfte der Erklärugnen übersetzten muss.

Unser erster Halt Flussaufwärts ist die Isla de los Micos, eine Insel wo 4 Affenhorden des Mono ardillas leben. Sie sind halbwild, also sie ziehen frei herum, mögen aber die tägliche Bananenration der Guides und sehen die Touristen als Bäume an um an diese zu kommen. Fast 100 Äffchen turnen auf den Köpfen, Schultern und Rucksäcken herum als wären wir gar nicht da. Sie sind schon ziemlich süss, auch wenn ich ein wenig gespalten bin ob man so mit Wildtieren umgehen sollte… Unser Guide erklärt uns die LEbensweise, Ernährung und Verhalten der Tiere. Das Alphamnnchen schart bis zu 200 Weibchen und junge Männchen um sich. Will ihm eines Konkurrenz machen wird es verstossen. Der Ausgeschlossene raubt im Gegenzug ein paar Weibchen und startet seine eigene rasselbande. Die Affen ernähren sich vor allem von Insekten, fressen aber auch Früchte und Lehm, wegen den Vitaminen und Mineralien.

Nach dem wir alle unsere Frisuren wieder gerichtet haben gehts weiter zu einem kleinen Recreo, Natura Park, welches bekannt ist für seine grossen Seerosen, der Victoria Regia. Sie gehört zu den Lotusblumen. Die Blätter können bis zu 2m durchmesser heranwachsen. Auf der Unterseite haben sie viele Stacheln um sich gegen gefrässige Fische zu schützen. Einen Mnschen kann das Blatt nicht tragen, aber eine Schlange kann sich darauf sonnen wenn sie ihr Gewicht gut verteilt, auch Wasservögel können auf den schwimmenden Tellern ausruhen.

Der Garten des Recreos ist sehr schön, das Buffet zum Zmittag (mit Salat :D) sehr lecker. Wir sehen ein paar Chihuacos (Oropendulas, die Vögel welche die hängenden Nester Bauen) herumschwirren und Kröten quaken im Teich.

Auf der Weiterfahrt machen wir halt vor einer kleinen Insel. Hier ruhen sich die Flussdelfine nach der morgentlichen JAgd aus. Bald sehen wir ihre rosafarbenen Buckel aus dem Wasser auftauchen. Unser Guide erzählt uns, dass der LEgende nach die Delfine sich in Menschen verwandeln können. Deshalb schicken die indigenen Anwohner ihre jungen Töchter niemals zum Wasser wenn sie die Regel haben, denn sie denken dass der Delfin das riechen kann, sich in Menschengestalt ihr nähert, sie verliebt und für immer mit in den Fluss nimmt… Das können aber nur die rosaroten, die grauen Delfine sind nicht ganz so gespenstische Tiere 🙂 Wir sehen beide hier vor der Insel, für einige ist es das erste Mal und wir gondeln eine weile vor dem strand hin und her um auch ja kein Delfinbuckel zu verpassen. Es stimmt, diese Tiere haben etwas magisches.

Weiter gehts bis Mazedonia. So heisst die Eingeborenencommunity ein paar Kilometer unterhalb von Puerto Nariño. Hier werden vor allem Armbänder und andere Artesanias (Kunst, Souvenir etc.). Ausserdem führens ie uns ihren traditionellen Willkommenstanz in ihren Trachten aus Muscheln und Federn vor. So ganz original sind diese wohl nicht mehr, aber sie sehen hübsch aus! Da ich noch keine Souvenirs kaufen will lasse ich mir dann ein Tattoo malen (keine Angst, geht in 15Tagen wieder ab). Die Farbe kommt direkt aus einer nussartigen Frucht welche sie früher für ihre Hautbemahlungen gebraucht haben. Der Name der Stammes ehisst auch „schwarz gezeichnete MEnschen“. Während er mir eine Eule auf das Schulterblatt pinselt erklärt mir der Künstler er gehöre zum Familienclan der rosaroten Delfine. Auch er erzählt mir die Geschichte von den Delfinen welche sich in MEnschen verwandeln können.

Nachmittags um halb3 kommen wir an unserem Ziel an, Puerto Nariño. In diesem kleinen Dorf gibt es keine Autos oder Motorräder, nur Velos. Es ist sehr ruhig und idyllisch. Es hat Strom aus einem grossen Generator und eine wasseraufbereitungsanlage. An eienr grossen Station können alle Anwohner gratis Trinkwasser abholen. Wir steigen auf den Aussichtsturm, essen Fruchtglace und sehen uns verschiedenste Bäume an. Unter anderem sehen wir den Cashew-Baum. An den Hauswänden sind oft Tiere oder Bäume gemalt. Dies, weil alle Familien einen Clan bilden. Es gibt die Himmel-Clans (Alle Vögel wie Tukane, Papageien, Loros….) und die Erde-Clans (Jaguar, Bäume, Delfine…). Heiraten darf man nur zwischen den Clans, nie untereinander (Tukan-Jaguar ok, Tukan-Papagei nicht ok). Das war früher die Art wie die indigenen hier Inzucht vermieden.

Um 4Uhr ist es an der Zeit nach Leticia zurückzukehren. Dort kommen wir um 5Uhr an, die perfekte Zeit um noch im Parque Santander das allabentliche Spektakel welches die Loros (kleine grüne Papageien, so ähnlich wie Wellensittiche) veranstalten zu sehen. Tino und Throsten haben mich darauf hingewiesen. Also spaziere ich zum Park und steige dort auf den Kirchturm. Oben warten schon ein Fotograf und andere Touristen auf die Ankunft der Vögel. Ein paar sind schon hier und fleigen schnatternd von Baum zu Baum. Pünktlich um viertelnach5, wie es Tino mir angekündigt hat schwebt eine schreiende schwarze Wolke über die STadt und stürzt sich in den STadtpark. Ein paar hundert Loros streiten sich nun um den besten Schlafplatz in den Palmen des PAruqe Santander. Sie fliegen auf um kopfvoran wieder hinunterzustechen, es sieht aus als würde es Papageien regnen. Der Lärm ist beachtlich. Und ich bin begeistert. Ausserdem gibt es eine tolle Aussicht auf Leticia und kurz vor 6 einen wunderschönen Sonnenuntergang gratis dazu.

Der Kirchturm ist klein und es ist etwas ein gedränge. ICh mache ien Foto für David und seine Mutter, so kommen wir ins Gespräch. David erzählt mir er sei Anästesist und arbeite in Dublin wo er auch studiert hat. Seine Mutter kommt aus Popayan, dem süden von Kolumbien. Er zieht nun auf Januar wahrscheinlcih nach Edinburgh. Das wäre ja dann wohl ganz in der nähe wo ich auch hinziehe stellen wir fest und tauschen mal Nummern. Vielleicht sind wir später beide froh schon jemanden zu kennen in der neuen Heimat.

Als die Vögel sich endlich etwas beruhigen mache ich mich auf den Rückweg zum Hostel um dann um 8Uhr mich nochmals mit Yolanda und Benedict zum Znacht zu treffen. Im selben REStaurant sitzen auch Tino und Thorsten, wir machen also ein internationales Dinner. Ich kriege hier sogar eine richtig gute Gemüselasagne, während Benedict meint seine Spaghetti Bolognese sei zwar ganz in ordnung aber werder Spaghetti noch Bolognese 😛

Um 10Uhr sind wir alle satt und ein wenig müde. Für Cocktails reicht es heute nicht, ich muss morgen fliegen. Also zurück zum Hostel wo eine Gruppe Neuseeländer im Dorm eingezogen ist und die Klimaanlage auf 21 grad runtergeschraubt hat. Eine Eiswelle trifft mich an der Tür so dass ich rechtsumkehrt mache und beim Besizter um eine Decke bitte. So können wir dann alle wunderbar im Eiskasten schlafen.