
So begrüsst uns die Sonne in Cabo de la Vela um halb6 nachdem wir im Stockdunkel aufgestanden sind und unsere Sachen zusammengesucht haben. Heute bringt uns ein anderer Fahrer noch weiter nach Norden, nach Punta Gallinas. Sein Auto sieht zwar auchnicht frisch, aber zumindest besser aus als das von Gestern. Seine musikanlage funktioniert und wir dürfen uns alles was Kolumbien an Salsa, VAllenato und anderen lokaleren Rythmen zu bieten hat anhören. Wir sind zu 7. heute, heisst der Jeep wird voll. Und was uns heute als „Strasse“ erwartet ist etwas bisher noch nicht erlebtes. Um ehrlich zu sein, es gibt ekine Strasse, nur alte Reifenspuren. Der Sand ist oft ausgewaschen und wir müssen durch tiefe Löcher fahren, so dass wir alle nicht nur einmal Kniee, Köpfe und Ellenbogen anschlagen. Die LAndschaft ist topfeben, aber es geht nie geradeaus. Wenn es mal 20m kein Hindernis im Weg hat wird der wagen auf 240km/h beschleunigt nur um nacher wieder voll abzubremsen um nicht in einen Kaktus zu rasen. Und das fast 4h lang. Es sit grauenhaft, aber es ist grossartig. Die Musik dudelt, sie springt nur macnhmal wenn die Musikbox einen zu hetigen Schlag abbekommt, und die Lanschaften die wir queren sind sooo schön. Erstmal gehts weiter durch die Kakteenwüste mit vielen Kindern welche an den Schnüren betteln. Zumindest einigen können wir ein paar Guetsli verschenken (unsere Gastgeberin in Riohacha hatte uns empfohlen extra dafür welche mitzunehmen). Dann wird es flächer und feuchter, wir sehen türkise Lagunen, weite Schlammebenen mit dem typischen HExagonmuster, Hügel von rosaroten Steinen. Immer wieder tauchen die Häuser der Wayuu auf, nicht viel mehr als ein paar lose zusammengebundene Stecken. Geissen sehen wir zuhauf. Immer weiter kommen wir in den Norden. Leider ist es unmöglich ein gutes Foto zu machen da es konstant schüttelt und der Fahrer nicht sehr freundlich ist und shcon gar nicht anhalten möchte für einen Fotostopp. Auch er möchte einfach nur ankommen. Um 9Uhr sind wir eeendlich da. Das war die längste Autofahrt meines Lebens… Ein paar Boote liegen vertäut in einem MAngrovenbusch und sollen uns noch 5min weiter nach Punta Gallinas bringen.

Wir sind im Nichts. Hier hat es nichts. AUsser Wind und Wetter und Meer. Punta Gallinas ist der einzige Ort um zu übernachten. Es gibt hier ein Touristenhostel wo wir sogar ein Zimmer bekommen können. Es hat fliessend Wasser (wenn auch abgestanden) und Strom. Erstmal ist Fütterung der Raubtiere, wir hatten alle kein früstück und sind hungrig. Arepa mit Ei hilft dem ab. Nach uns trifft eine grosse Reisegruppe Venezolaner ein welche einen Höllenlärm veranstaltet, jeder ruft irgendetwas herum. Erst als auch sie essen haben ist Ruhe.
Ca. Um 13Uhr geht dann die Tour los. Alle Touris werden in 4 Jeeps verladen (die haben nichtmal einen Sprung in der Frontscheibe, das geht schon fast unter High-Tech) und wir rumpeln zum Faro (Leuchtturm) hinaus. Der Turm ist nur ein Gestänge mit einer Glühbirne oben und er steht irgendwo in der Wüste. Das Meer wellt an den steinigen, hellbraunen Strand. Dieser Ort ist nur berühmt weil er der nördlichste Punkt ganz Südamerikas ist. Würden wir von hier nach Norden schwimmen kämen wir wohl bei der Dominikanischen Republik an. Das Meer ist blau, der Himmel ist blauer. Die raue Landschaft hat es mir ziemlich angetan, es gefällt mir super gut.




10min Weiter steigen wir kurz an einem Aussichtspunkt aus von wo man auf eine Bahia (Bay) hinabsieht. Auf den Fotos kommt das hellblau des Wassers nicht so schön zur Geltung, also müsst ihr mir einfach glauben dass man da am leibsten hinuntergerannt und hineingehüpft wäre. Ansonsten sieht man ins weite Nichts von La Guajira.

Der letzte Stopp bringt uns dann definitv noch in die Wüste, nämlich zu den Dünen Taroas. Hier erheben sich einige grosse Sanddünen, fast wie in der Sahara, welche dann gleich ans Meer grenzen. Wir dürften Baden hier, aber die Wellen sind so stark dass sie einem gleich zweimal umwerfen, einmal beim Hineinspülen und einmal beim Zurückziehen des Wassers. Baden ist sehr anstrengend und eine sandige Angelegenheit. Ausserdem ist man 2min später gleich wieder verschwitzt in der NAchmittagssonne. So sitzen Helen und ich in die Brandung und geniessen die Landschaft. Nach ca. 1h erklimmen wir die Düne wieder und holen uns bei der Tienda noch ein kaltes Cocacola, das tut soooo gut.



Die Jeeps holpern uns wieder zum Camp und wir sind müde. Das autofahren strengt sehr an wenn man sich konstant festhalten muss wie ein Affe um nicht überll von blauen Flecken übersäht zu sein. Nach dem späten Mitagessen brauche ich eine Siesta. So schlafe ich von 4-5, dann machen Helen und ich uns nochmal auf einen kleinen Spziergang um den Sonnenuntergang am Strand zu sehen. Erstmal laufen wir durch Punta Gallinas, ca. 5 etwas grössere Häuser der Wayuu, kein Mensch ist zu sehen. Wir haben rechts aussicht auf die Mangrovenbay. Zum Strand sind es ca. 20min. Wir sind alleine dort und geniessen die Ruhe und den Frieden an diesem Ort.


Als die sonne unten ist laufen wir mit dem Licht der Taschenlampen zurück zum Camp und setzten uns einw enig ins Restaurant um Blog zu schreiben. Aber auch hier komme ich nicht weit da die Kinder sowohl Iphone als auch Tablet und meine Taschenlampe sehr interressant finden. Bilder schauen, Musik hören, alle Apps einmal durchprobieren. Es hat immerhin kein Internet hier und ich muss nur aufpassen das nichts gelöscht wird und ich meine Siebensachen am Schluss wieder habe. Wir verteieln ein paar Guetslis welche radibutz weg sind. Die Leute hier erstaunen mich. Wie kann man hier leben? Hier hat es NICHTS! Kein Wasser, kein Schatten, es wächst nichts. Fischen kann man vielleicht und die Geissen sind hart genug im nehmen um auch Stachelzeugs zu essen. Aber es wundert micht nicht dass die Leute hier auf keinen grünen Zweig kommen. Die inder sagen zwar sie gehen in die Schule, können aber ihre Namen nicht schreiben und wie viele haben wir den ganzen Tag betteln gesehen?! Man müsste ihnen von der Regierung her Entwicklungshilfe leisten, Infrastruktur bauen… Das bespreche ich beim Abendessen noch mit Angela und Juancho, welcher im Public Health Sektor arbeitet und vor allem für Umweltthemen wie Abfallentsorgung zuständig ist. Ich hatte ihm schon am Strand zugesehen wie er Plastikflaschen zusammensammelte.
Das Abendessen heute ist für mich vegetarisch, ein wriklich gutes Ratatuille! Vor allem wenn man bedenkt wie lange der Weg dieses Gemüses bis nach Punta Gallinas wohl war… Angela isst einen ganzen Hummer und meint er sei köstlich. Dann gehen wir alle von der Hitze erschlagen ins Bett wo ich schlafe wie ein Stein bis zum nächsten morgen um halb6. Dann packen wir zusammen und werden erstmal wieder aufs Boot geladen und zu den Autos gefahren. Dann geht es den ganzen mühsamen Weg wieder zurück. Ruckeldiezuckel…. Allerdings nimmt unser Fahrer heute eine etwas andere, ganz wenig bessere Route, so scheint es uns zumindest und nach „nur“ 3h sind wir schon fast in Cabo de la Vela. Dort gibt es Frühstück (Juhuu Arepas) dann gehts mit einem neuen Auto und Fahrer zurück nach Uribia. Dort gönnen sich HElen und ich eine Süssigkeit aus der tollen Panaderia (Bäckerei) und kaufen den wartenden Kindern auch ein paar Gipfel. Das hat zur Folge das wir auch noch um Cola angebettelt werden, man kann einfach die Welt nicht retten… Weiter gehts mit dem Taxi nach Riohacha. Dort nehmen wir unsere Koffer in Empfang und fahren gleich vom Terminal aus weiter bis nach Santa Marta. Wir waren heute den ganzen tag unterwegs, aber nach den ersten 3h ist die Busfahrt schon fast wie ein Besuch im Spa. Nachmittags um 5kommen wir in Santa MArta an. Wir haben ein tolles Hostel reserviert mit Pool von welchem wir dann nach der langen Reise gerne gebrauch machen. Dann gibt es etwas feines zu essen und dann bald NAchtruhe.














































