San Agustin

Mein Hostal in San Agustin ist ein wenig ausserhalb des Städtchens. Das grosse HAus ist wunderschön mit tollem Gemeinschaftsraum und einem riesigen frabigem Garten. Ales blüht jetzt während der Regenzeit. Harry, der Besitzer sit ziemlich lustig und empfängt mich sehr freundlich. Ich werfe meine Sachen in den Dorm und suche Ramona. Bald sind wir auf dem Weg ins Dorf um Znacht zu suchen. Wir machen ien Runde um die Plaza wo gerade ein Weihnachtsmarkt installiert wird, durch ein paar Strassen und entschieden uns dann doch am HAuptplatz in ein REstaurant/Cafe zu gehen wo ich eine Wokpfanne bekomme. Wow, die ist richtig gut, sogar mit Sojasauce. Und Ramona ist eine super Begleitung. Sie arbeitet als Lehrerin in einem Heim für psychisch behinderte oder etwas zurückgebliebene Kinder. Sie kann mir hundert Anekdoten erzählen. Sie ist seit 2Monaten unterwegs und freut sich nun, dass bald ihr Bruder mit Frau und ihrem zweijährigen Gottenkind sie in Costa Rica besuchen kommen. Deshalb muss sie bald weiter richtung Norden um es rechtzeitig auf Januar dahin zu schaffen.

Nach dem Essen akufen wir ein paar Snacks für morgen ein und kehren ins Hostal zurück wo ich sehr müde schlafen gehe. Die Busfahrt durch den Park war soo anstrengend…

Am nächsten Morgen treffe ich Ramona um 7:30 zum Frühstück. Danach machen wir uns auf in den archäologischen Park San Agustins. Die Ausgrabungen welche hier gemacht wurden sind nach meinem Reiseführer eine der wichtigsten Südamerikas. Ich bin sehr gespannt. NAch einerm kurzen Spaziergnag von ca. 30min kommen wir beim Eingang an. Hier fragen wir nach einem Guide. Nun zu dritt betreten wir den sehr schön aufgemachten Paruqe Arqueologico. Auf drei Lichtungen im Wald wurden hier Gräber der Agustin-Kultur gefunden. Diese wurden in 3 Zeiten eingeteilt welche von tausend Jarhe vor Christus bis 900 nach Christus dauern. Die ersten Gräber waren einfach tiefe Schächte von bis zu 5m welche zuunterst in einem Seitenschacht enden wo der Tote und die Grabbeigaben bestattet wurden. Der Schacht wurde wieder verschlossen und die Erde in der richtigen Schichtung wieder hineingeschaufelt.

Später wurden Steinkammern in den Boden gelassen und Statuen, etwas ähnlich wie die au fden Osterinseln, als Hüter aufgestellt. Die Steinskulpturen sind zT bis 3m hoch, andere sind 30cm gross. In den Gräbern wurde viel Gold und Schmuck gefunden, allerdings wurde das meiste davon schon vor der Entdeckung durch Archäologen von Grabräubern entwendet. Auch wurden die Gräber zT zerstört oder STatuen gestohlen, so ist es nicht ganz einfach die Geheimnisse der Agustinkultur zu entziffern und viel beruht auf ähnlichkeiten mit den Inkas oder auf purer Spekulation.

Unser Guide redet ununterbrochen und es ist zu viel Info um hier alles wiederzugeben. Hier einfach ein paar Punkte:

-Die Gräber welche auf allen Seiten mit Steinen ausgekleidet waren enthielten immer nur 1 Toten. So gab es wohl das Grab der Schamanen. STarb ein weiterer Schamane wurde ersterer aus dem Grab gehoben und in einer Urne in der Nähe zum zweiten MAl begraben während der neue Tote ins HAuptgrab gelegt wurde.

-An den STauen welche beim grabeingang stehen soll man wohl erkennen können wer hier begraben liegt. Dies beruht allerdings auf viel Spekulation. Fast alle Figuren sind MEnschlich aber meist mit einer Tiermaske und es ist schwierig zu wissen welches Tier was bedeutet.

-Wie bei den Inkas findt man hier Schlangen, Jaguar und Adler (anstatt Kondor) welceh wohl ähnliche bedeutungen der Untwerelt, erde und Himmel hatten. Es gibt aber auch Frosch und Affe. Man rekonstruirt, dass es 7 Stufen einer „geistigen Evolution“ gab welche beim Frosch begann und über den Affen zu Jaguar und zum Adler führte. Die höchste Stufe war wohl das niveau des Schamanen. Es gibt viele STatuen von Mischwesen zwischen den Stufen (Mensch/Frosch/Affen-Mix zB).

-Alle STatuen und Gräber waren früher bemahlt, die Farbe hat sich allerdings nur an ganz wenigen STellen erhalten. Figuren hat man nur 2 gefunden welche ihre volle Kolorierung behlaten haben bis heute.

-Im Tal nach den Gräbern findet sich eine Quelle mit von MEschen in den Stein gehauenen Kanälen und Becken. Wahrscheinlich wurde sich hier gewaschen oder sogar zur Welt gebracht. Heute ist das Wasser welches hier fliesst heruafgepumpt, früher war es wohl eine warme Quelle welche es hier, in einer vulkanischen Gegend, viel gibt.

-Man weiss nicht genau was um ca. 900n.Chr. mit der Agustin Kultur passiert ist. Andere Stämme sind in die Gegend eingewandert und haben die Ureinwohner wohl verdrängt oder sich mit ihnen vermischt. Da es keien schriftlichen Hinterlasenschaften gibt weiss heute niemand mehr genau was es mit den Figuren auf sich hat. Trotzdem ist es hilfreich Schamanen der Umgebung heute nach ihrer Interpretation zu fragen. ZB gibt es Statuen die eine Art Keule in der Hand haben, welche als Waffe gedeutet wurde. Die Schamanen der REgion meinten aber das sehe eher nach einem Zeremonienstock aus.

Die letzte Station unserer Führung nach ca. 3h ist auf einem Hügel mit toller Aussicht ins Tal. Hier setzen wir uns kurz ins Grass, geniessen die Sonne, essen ein paar Nüsse und Mandarinen. Dann machen wir uns auf den Rückweg und just als wir beim museum am Eingang ankommen fängt es an zu regnen. Wir besichtigen noch kurz das Museum, allerdings sind sowohl Ramona als auch ich so vollgestopft mit Info dass wir einfach die Ausstellungsstücke, STatuen und Keramik, begutachten.

Dann bringt uns unser Führer mit dem Auto noch ins Dorf zurück zu einem REstaurant wo wir einen feinen Zmittag geniessen. Da es nicht aufhört zu regnen gehen wir nur noch kurz Geld abheben und fürs Abendessen einkaufen, dann nehemn wir uns ein Taxi um ins Hostel zurückzukehren.

Dort machen wir uns einen gemütlichen Nachmittag mit den Katzen in der Stube. Wir schwatzen mit zwei Iatlienerinnen und HArry, kochen dann irgendwann feine Spaghetti mit Tomatensauce und sitzen noch bis fast um Mitternacht zusammen. Das Hostel hier ist wirklich ausnehmend schön und gemütlich!

Am zweiten Tag in San Agustin mache ich es mir einfach und buche eine Tour. Um 9Uhr gehts los und wir werden den ganzen Tag von Grabstätte zu Grabstätte und von Wasserfall zu Wasserfall gefahren. Erhlich gesagt beeindruckt mich das heute nichtso. Die gräber im Parque Arqueologico waren eingies beeindruckender und Wasserfälle habe ich schon sooo viele gesehen. Trotzdem ist es ganz lustig. Einer der Wasserfälle sollder 3.höchste von ganz Südamerika sein. Bei einem anderen kann man bis oben an die Kante stehen oder sogar mit einer riesenschaukeld arüber hinausschwingen. Allerdings verbringen wir nach meinem Geschmack zu viel Zeit im Auto da die Sehenswürdigkeiten doch sehr weit auseinanderliegen. Ganz toll finde ich vor allem noch ein zweiter Grabhügel wo man nochmals weitere STatuen sehen und ein paar Infotafeln lesen kann.

Am späten Nachmittag bin ich zurück im Hostel und wärme mir die Resten der Spaghetti zum Znacht. Ramona ist schon nach Cali abgefahren und ich setzte mich also zu einem holländischen Päärchen und einem Amerikaner welche ien spannendes Kartenspiel spielen. Nach dem Essen habe ich soweit kapiert um was es geht und mache noch so gerne ein paar Runden mit. Dann kommt MArtin aus Österreich dazu. Mit ihm fangen wir an Kent zu spielen, welches ich als Geimsch aus dem Korbballlager kenne. ICh habe kurz einen Backflash zu meiner Kindheit. Bei diesem Spiel geht es unter anderem um Schnelligkeit und ich war früher schon immer super nervös und aufgekrazt danach. Ausserdem habe ich von Tiziana aus Glasgow eine Email gekrieg und mich daran errinnert dass ich ja in 4 Wochen schon dort sein werde… So muss ich heute erst eine Stunde ein Hörbuch hören bevor ich wirklich schlafen kann.

Dafür kann ich es am nächsten Tag nochmal gemütlich nehmen. Die letzte lange Busfahrt steht an, nach Neiva. Harry meint als ich Auschecke dass es auch ein Privatauto gibt welches um 11Uhr fahren würde. Nicht viel teurer als der Bus. Ok, super viel besser! So komme ich mit einem weiteren holländischen Pärchen ganz bequem in 5h nach Neiva. Da wir nur 3 Passagiere sind können wir unterwegs zusammen Mitagessen, Kaffeepause machen und einmal sogar einen Fotostopp einlegen.

In Neiva bleibe ich nur 1 Nacht, es ist der Ausgangspunkt für einen ausflug in die Tatacoawüste. Davon im nächsten Beitrag mehr.

Popayan & Parque Purace

Am Dienstag morgen checke ich um 10Uhr nach einem feinem Müesli zum Zmorge aus dem Hostel aus und begebe mich an den Terminal von Cali. Dort buche ich den nächsten Bus nach Popayan. Allerdings hätte ich etwas mehr überlegenund früher aufstehen sollen… Am Mittag ist immer Rush Hour in den Stätden und Cali ist da keine Ausnahme. So dauert es fast 1h nur aus der STadt rauszufahren. Ich stecke die Kopfhörer in die Ohren und ergebe mich dem Schicksal dass die Fahrt halt einfach so lange dauern wird wie sie dauert.

In Popayan komme ich erst um 4Uhr an und es regnet in Strömen. Ich winke einem Taxi und lasse mich zum Hostel fahren, dort richte ich mich ein und schreibe ein wenig an meinem Blog. Erst um 6Uhr schaffe ich es aus dem Haus um etwas essbares zu finden. Es regnet zum Glück nicht mehr.

Gleich um die Ecke finde ich ienen Libanesen und bestelle eine gut beladene Pita. Am Nachbarstisch sitzt offensichtlich auch ein Solo-Reisender und anstatt dass wir beide in unser Handy starren lade ich ihn ein mit mir Abendzuessen. ISt doch viel schöner zu zweit. Victor kommt aus Schweden und hat bisher sein ganzes Leben aufs Reisen ausgelegt. Er arbeitet Saisonal als Baarkeeper damit er danach dem schwedischen Winter entfliehen und ein paar onate Reisen gehen kann. Er ist gerade erst in Kolumbien angekommen. Wir sprechen über Fussball, die allgemeine Verwechslung SChweden/Schweiz, das Leben im allgemeinen und geniessen das gute Essen.

Danach verabschiedet sich Victor, er wird morgen schon wieder abfahren. Ich mache noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zur Plaza, 4 Blocks weiter. Schon von weitem hört man Musik, riecht die Essenstände und sieht die MEnschenmenge. Es ist Ferienzeit in Kolumbien, alle Schulen und Universitäten sind zu, die Leute gehen nach draussen und geniessen die freie Zeit. Die Plaza ist wunderhübsch beleuchtet, das Thema sind offensichtlich Blumen. In den Bäumen hägen grosse Wassertropfen, Bogengänge laden zu Selfies ein und der Weihnachtsbaum blinkt munter in allen Farben vor sich hin. ICh höre ein wenig der Band zu, mache ein paar Runden um den Platz und kehre dann ins Hotel zurück.

Am nächsten Tag stehe ich um 10Uhr wieder an der selben Stelle vor der KAthedrale an der Plaza. Es ist Free Walking Tour Time. Die spanische Gruppe besteht aus lauter Europäer aus Spanien, Frankreich und der Schweiz. So lerne ich Ramona aus Luzern kennen welche ein ganzes Jahr unterwegs ist um Südamerika und Asien zu erkunden.

Unsere Führerin beginnt die Tour gleich auf der Plaza. Sie meint, Popayan sei in der Geschichte Kolumbiens ein sehr wichtiger ORt gewesen da hier in der Nähe immer wieder Schlachten für die Unabhängigkeit von spanien ausgefochten wurden. Gleich 14 Expräsdienten Kolumbiens kommen aus Popayan. Die STadt selbst wurde sehr früh nach der Ankunft der Spanier gegründet und hat sich bis heute den Kolonialstil erhalten. Viele Häuser sind sehr alt und gehören zum Unesco Weltkulturerbe. Alle GEbäude hier sind weiss bemahlt. Das kommt ursprünglich davon, dass die Wände früher aus Erde waren und sich darin ein Insekt sehr ähnlich der Flöhe oder Wanzen verbreiteten. Diese brachten eine Krankheit in die Stadt welche sich mit Geschwüren an den Füssen äussert. Diese Epidemie konnte erst eingedämmt werden als man anfing die Hauswänd emit Kalk zu verputzen. So wurde aus Popayan „La Ciudad Blanca“ (Die weisse Stadt). Auch heute noch werden die Häuser jedes Jahr vor der Semana Santa (Also vor Ostern) neu gestrichen damit alles weiss glänzt während den wichtigsten Fesivitäten des Jahres. Popayans Semana Santa ist sehr berühmt. Es werden unzählige Heiligenstatuen, Jesuse, Jungfrauen und ähnliche Jehudis durch die Strassen getragen. JEden Tag gibt es Prozessionen. Die männlichen NAchkommen der reichen Familien geben die Tradition des Trägers einer der Heiligenstatuen in der Familie weiter. Zu 6. oder zu 8. müssen diese Schweren lasten auf der Schulter durch die STrassen befördert werden. Nach der Semana Santa gibt es dann auch noch eine Prozession der Kleinen wo sogar schon Kinder Miniaturen der Heiligenbilder herumzeigen dürfen. Dies, damit sie schon früh die Tradition erlernen und ebenfalls Freude daran finden und später die Ehre eines Trägers gene akzeptieren. Auch die Frauen haben ihre Rolle in den Prozessionen, die Trägerinnen kleiden sich in traditionelle Kleidung und bringen Blumen mit sich. Dies ist allerdings nur einmal im LEben möglich und nur für eine schöne junge Frau zwischen 17-25 Jahren.

Wir machen halt in der Kathedrale und uns wird die Geschichte des Erdbebens erzählt welche die Kuppel der Kirche einstürzen liess und 40Menschen darunter begrub, da es gerade Sonntag und Zeit der MEsse war. Die KAthedrale wurde wieder erbaut und erhielt danach sogar Besuch des damaligen PApstes. Bekannt ist auch die Jungfrau welche in einer Nische ihren Platz hat. Ihr wurde früher von den Reichen Familien eine Krone gespendet. Diese wurde von Haus zu Haus der Geldgeber weitergegeben, bis jemand die super Idee hatte man könne diese doch verkaufen. Dafür brauchte die Familie aber die Erlaubnis der Kirche. Sie versprachen mit dem Geld Schulen und Waisenhäuser zu errichten, also erlaubte die Kirche die Krone wegzugeben. Natürlich wurde das Geld nie für das eingesetzt wofür es versprochen wurde, die Krone verlor sich und steht heute in New York in einem Museum. Sie soll eine der wertvollsten Kronen der Welt sein da sie aus purem Gold gemacht und mit vielen Edelsteinen besetzt sit. Der grösste soll früher einemal dem Inkakönig Atahualpa gehört haben.

Wieder auf der Plaza zeigt unsere Führerin auf beide Seiten der Strasse und meint dies sie die Strasse der Kirchen. Neben der Kathedrale stehen hier noch 4 weitere Gotteshäuser. Weiter geht es in ein typisches Haus einer ehemal reichen Familie. Hier sind die Heiligenstatuen der Semana Santa ausgestellt. Die Villa hat einen superschönen Innenhof mit Brunnen. Vor den Fenstern konnte sich die Dame des Hauses hinsetzten um mit ihrem Angebetetn zu sprechen falls dieser auf dem Pferd vor dem Fenster anhielt. Dies war aber nur in Begleitung eienr Anstandsdame erlaubt.

Ein weiteres schönes Familienhaus ist heute nun die Universidad de Cauca, eine der wichtigsten Universitäten Kolumbiens. Wir sehen von oben in den Haupthörsaal. Interssant hier ist vor allem das riesige Bild welches an der Kopfseite hängt. Es wurde von einem sehr bekannten Maler (Name vergessen) aus Popayan als Ode an seine STadt gemalt und man sagt er sei nach der Vollendung gleich gestorben.

Der Mann ganz rechts ist der gründer Popayans und die vielen Köpfe dahinter gehören den Expräsidenten welche aus der STadt stammen. Das Indio-Mädchen stellt eine bekannte wilde Eingebohrene dar welche zur sTAdtlegende gehört. Die zwei Schwarzen dahinter mit der Französischen Revolutionskappe zeigen die Abschaffung der Sklaverei welcher der Präsident vor ihnen in Kolumbien vorgenommen hatte. So hat jede Figur auf der MAlerei seine Bedeutung. Am coolsten fand ich die frau im Himmel welche das unvorhersehbare und manchmal ungestüme Wetter der Region darstellen soll. AUsserdem sieht man im Hintergrund die Strasse der Kirchen mit ihren 5 Türmen.

Wir laufen durch ein paar STrassen der STadt und kommen dan an der Puente de Humilacion an.Humilacion bedeutet Erniedrigung und die Brücke heisst so weil es den Marktleuten welche in Popayan akamen früher nicht erlaubt war mit ihren Wagen und Pferden über die Brücke zu reiten. Sie mussten all ihre Waren selbst hinübertragen. Da die Brücke ganz leicht anch oben führt war das so anstrengend dass sie manchmal fast in die Knie gezwungen wurden von der LAst und so „Erniedrigt“ auf der Stadtseite ankamen. Auch die brücke ist mit Blumenbögen geschmückt für Weihnachten.

Wir laufen noch über weitere Plätze mit Expräsidentenstatuen, am Theater vorbei und bekommen Museen vorgeschlagen. Nach der Tour mache ich mit Ramnoa zum Znacht ab und gehe selbst richtung Tulcan del Morro, einem Hügel neben der Altstadt. Dies soll früher eine Pyramide gewesen sein und Archäologen etdeckten hier einige präkolumbianische Gräber. Ausserdem ist es ein toller Aussichtspunkt mit Blick über die ganze STadt. Streitpunkt hier war die und ist die Statue eines Spanier auf Pferd welche hier platziert wurde, an einem Ort der Ureinwohner… Eigentlich wollte man hier die STatue eines Indios errichten, diese wurde aber geklaut und inemand weiss wo sie heute gelandet ist. Das Bildnis des Spaniers war für eine andere Plaza gedacht gewesen und ersetzte den Indiokönig. Steht man auf dem Hügel sieht man dass die Bronze verkratzt und Sprüche hineingeritzt sind, sozusagen als Protest gegen das Bildnis.

Beim hinuntergehen besuche ich noch schnell den Ort wo man die wichtigsten Häuser Popayans in kleinformat aufgestellt hat, ist aber nur die Hälfte offen und weniger beeindruckend. So setzte ich mich in ein Restaurant, trinke einen Saft und probiere die typischen Empanadas mit einer Füllung aus Erdnuss, sehr lecker!

Danach spazire ich nochmal über die Plaza und renne dann ins Hostel um nicht total nass zu werden. Die Wolken sahen schon lange dunkel aus und nun regnet es wieder heftig. Ich warte also im Hostel bis es bessert. Um 4Uhr gehe ich kurz beim Terminal vorbei um meinen Bus für morgen früh zu reservieren, dann gehe ich mit Ramona und ihrem Kollegen vom selben Hostel, Liam aus Liverpool, essen. Wir probieren ein Restaurant mit lauter typischen Snacks aus und bestellen uns neben den EMpanadas auch Tamales, Patacones und weiteres mit typischer Toamtensauce und allem was man in Popayan so an spezialitäten bekommt. Fein ist mein Naranjilla-Ananas Saft! Auch ein Dessert mit Dulce de LEche und getrockneten Feigen liegt drin, danach sind wir alle satt und haben uns einmal durch die Geschichte der STadt gegessen.

Um 8Uhr bin ich im Bett. Dies hat den Grund, dass ich morgen um 3Uhr aufstehen muss um den Bus um 4Uhr in den Parque Purace zu kriegen. Als der Wecker läutet bin ich sogar mehr oder weniger ausgeschlafen. Das ist auch gut so denn aus dem Plan im Bus noch ein wenig zu dösen wird gar nichts. Die Strasse im Park ist sooo schlecht dass ich mehr damit beschäftigt bin nicht meinen Kopf anzuschlagen. Die Löcher sind so tief dass man teilweise wirklich aus dem STuhl gehoben wird, so sehr schaukelt und hüpft der Bus.

Um 7:30Uhr kommen wir am Ende des Parkes bei der Rangerhütte an. ICh steige als einzige aus. Hier sollte ich den obligatorischen Guide finden und den Parkeintritt bezahlen. Das stellt sihc aber als schwierig heraus, da gar niemand da ist… Naja, der Weg führt einfach der STasse nach zurück, verlaufen kann ich mich nicht. Und es kann sich niemand beschweren ich hätte nicht bezahlen wollen. So mache ich mich auf den Weg. Der Park ist bekannt für schlechtes, kaltes Wetter,w ir sind hier fast auf 4000m.ü.M. Es NEbelt ein wenig, trotzdem kann ich die tolle Natur hier sehen. Immer wieder hört man den Bach rauschen. Wilde Blumen und Büsche ranken sich ineinander, Bäume gibt es hier schon keine mehr. ICh spaziere der Strasse entlang zurück. Autos kommen hier nur alle 30min mal eines vorbei. Es hat ein paar Abzweiger zu einem Wasserfall und einer Lagune. Mehr aber auch nicht. Als ich nach 3h beim Eingang des Parkes ankomme finde ich auch dort niemanden vor. So sehe ich mir den Mirador de Kondor leider nur von ewitem an. Auf dem grossen Felsen werden manchmal Fleischstücke für die grossen Vögel hingelegt. Und ich sehe tatsächlich von ganz weitem einen riesigen Raubvogel dort sitzen. Durch den Nieselregen ist es schwierig etwas zu erkennen aber ich denke das wird wohl der Kondor sein.

Anstatt auf den Bus zu warten (ich glaube der Fährt erst am Nachmittag) entscheide ich bis zum Dörchen Purace weiterzulaufen. ICh bin mal wieder der einzige Depp der zu Fuss unterwegs ist und die wenigen Autos die mir entgegenkommen oder mich überholen halten um zu fragen ob ich nicht mitfahren will oder die Fahrer starren mich einfach nur an als käme ich vom MArs. Allerdings habe ich hier sehr meine Ruhe. Die Wildnis ist Kuhweiden gewichen. Irgendwann kommt sogar für eine halbe Stunde kurz die Sonne heraus bevor es um 12Uhr wieder anfängt zu regnen. VOn da an zieht sich der Weg bis Purace. Ich brauche weitere 2.5h. Im Dörchen angekommen suche ich das einzige Restaurant welches pumsvoll mit Leuten ist. Ich kriege aber noch einen Stuhl und setzte mich in die Küche wo schon zwei weitere Tousiten aus Popayan unterschlupf gefunden haben. ICh habe richtig hunger, meine letzte MAhlzeit war um 3:30Uhr ein Yogurt, und so geniesse ich den Reis mit Kartoffel und super zähem Fleisch richtig. Um 13Uhr bin ich satt und schon das erste Mal etwas müde. Ich setzte mich an die Strasse um auf einen Bus zu warten. Um halb2 kommt aber ein Auto vorbei, das kostet etwas mehr ist aber sicher schneller als der Bus. Zum Glück muss ich ja den schlimmen Teil der Strasse nicht mehr zurücklegen. So quetsche ich mich zum Rest auf den Rücksitz und in 2h sind wir zurück in Popayan. Hier ist das Wetter wieder schlecht, stört mich aber gerade gar nicht denn ich bin fertig mit meinem Programm für heute. Die Höhe war anstrengend, ich bin müde. Es gibt einen Film und um 7Uhr schlafe ich ein.

Dafür bin ich am Donnerstag beizeiten wach. Es gibt Frühstück um 8Uhr. AM Tisch sitzen gleich 3 Schweizer inklusive mir, ein Österreicher und eine Holländerin. Daneben noch eine Asiatin und ein Typ aus Cali der sich fragt warum hier soviel deutsch gesprochen wird. Dann mache ich mich auf den Weg zum Terminal um mit dem Bus nach San Agustin zu fahren. Mir graut ein wenig davor denn wir müssen zwar über eine andere STrasse duchr den Parque Purace aber da ich gehört habe man brauche 5h für die eher kurze Strecke nach San Agustin nehme ich an die Piste is im selben schrecklichen Zustand wie die von gestern.

Und so ist es dann auch. Ganze 4h hüpfen wir durch den Park. Als es danach auf einen geteerten Abschnitt geht ist das für meinen Hintern wie Spa. Die Fahrt fühlt sich ziemlich ewig an, ausserdem habe ich hunger. Ich komme erst um 4Uhr in meinem neuen Hostel an. Immerhin treffe ich dort wieder auf Ramona und habe so jemanden um bald Abendessen zu gehen.

San Cipriano

In Buenaventura finden Jessi und ich nach einigem Warten am Terminal das Colectivo welches uns nach Cordoba fährt. Dort bei dieser kleinen Häuseransammlung findet sich sowas wie ein Bahnhof. Gleise führen in den Wald. Es sthet aber kein Zug auf diesen Gleisen sondern Holztresinen mit einem Motorrad auf der Seite.

Dieses Transportmittel nennen die Leute hier Brujita (Hexlein) und es sit die einzige Art wie wir von Cordoba nach San Cipriano kommen. Wir verfrachten unsere Rucksäcke hinter den Sitzbank und quetschen uns zwischen Mutter mit Kleinkind und zwei Männer irgendwie auf die Tresine. Das Motorrad steht mit dem Hinterrad auf deinem der Gleisstränge und als unser „Zugführer“ gas gibt schnellt das Holzbrett auf Rädern mit einigem Garacho vorwärts. Ich klammere mich an die Bank, die ganze Brujita rüttelt, schüttelt, quietscht und rattert. Ich habe ehrlich gesagt nicht sehr viel Vertrauen in das Gefährt, aber irgendwie ist die rasante fahrt, erst durch ein paar ärmlich aussehende Häuser, dann durch den Dschungel, ganz lustig und auf alle Fälle ein Adrenalinkick.

Fast 15min brettern wir durch das dichte Grün, über ein paar Brücken und um Kurven bis vor uns Häuser auftauchen. Wir sind in San Cipriano angekommen. Am „Bahnhof“ stehen ein paar Männer, einer von ihnen nimmt uns gleich in Beschlag und meint er habe Zimmer für Touristen. Ok, wir gehenalso mal mit ihm. Das Zimmer ist zwar nich nicht ganz fertig, Wände sindnicht verputzt, der Lichtschalter bambelt noch unbefestigt an den KAbeln von der Decke, aber für eine Nacht tuts das, vor allem da das Zimmer recht günstig ist. Sobald wir unsere Sachen auf das Bett gestellt haben werden wir weiter beschwatzt von wegen Tour zum Wasserfall und überhaupt. Wir bremsen unseren übereifrigen Freund und meinen wir wollen erstmal etwas essen gehen, es ist nämlich schon 12Uhr. Wir werden also zum nächsten Restaurant geführt wo wir einen Mangosaft und EMpanadas bestellen. Unser Guide erkklärt uns beim Essen die Attraktionen San Ciprianos. Wasserfall, Naturpark, Schwimmen im Fluss. Ok, für heute wollen wir also zum Wasserfall. Nach dem Zmittag gehts also los. Unser Führer kommt uns zwar etwas eigenartig vor, er scheint zu schielen und irgendwie ein entzündetes rotes Auge zu haben. Sein Afrohaar ist gestutzt bis auf ein kleines Schwänzchen hinten und vorne steckt ein Kamm mitten in der Frisur. Lustigerweise scheint letzteres hier der letzte schrei zu sein, wir sehen weitere Männer mit demselben Kamm mitten im Kopf. Whatever… Die Anwohner hier sind ausserdem ausnahmslos Afrokolumbianer.

Unser Weg führt uns erst in den Naturpark gleich am Ende ds Dorfes. Die Wege hier sind breit und schön, man merkt dass doch einige Touristen hierherkommen, allerdings oft nur für 1 Tag von Cali aus. Einige kommen usn in Badehosen entgegen und tragen grosse Gummireifen auf welchen sie den Fluss hinuntergetrieben sind. Das machen wir definitiv morgen, der Fluss an welchem wir entlanglaufen ist nämlich wunderschön klar und ladet zum baden ein.

Bei einer grossen Brücke angekommen müssen wir den Fluss kreuzen (die Brücke sieht zwar super aus, es fehlt aber der Boden um darüber gehen zu können). Ab da merken wir dass wir tatsächlich einen Guide brauchen um zum Wasserfall zu gelangen. Es geht rauf, wieder runter, einen Teil durch den seichten Bach, dann wieder nach oben durch den Wald. Ich bin froh habe ich meine Wanderschuhe angezogen, alles ist sehr schlammig und rutschig. Nur durch den Bach muss ich die Schuhe ausziehen. Wir wandern gut 45min durch den dichten Wald bis wir beim Wasserfall ankommen. Es ist nicht heiss aber schwülwarm und uns läuft der Schweiss nur so runter. So will sogar ich mich im Pool unter dem Fall abkühlen gehen.

Jessi und ich schwimmen zwei kurze runden, dann habe ich zumindest schon wieder kalt, das Wasser ist ziemlich eisig. Refrischt setzten wir uns auf den Baumstamm und essen ein paar Erdnüsschen. Mit unserem Führer ist nichtso zu reden, aber JEssi und ich haben uns immernoch genug zu erzählen. Nach einer halben Stunde in der wir das Rauschen des Wassers und das grün der Pflanzen genossen haben, machen wir uns auf den heimweg.

Am Abend ist in San Cipriano rein garnichts mehr los. Wir kommen um 4Uhr zurück ins Dorf, duschen, entspannen kurz und machen uns dann auf die Suche nach einem Abendessen. Nun hat es keine Touristen mehr hier und nur noch 1 offenes Restaurant, dasselbe in dem wir am Mittag schon waren. Es gibt Reis, PAtacones und etwas Salat mit Fisch. Es errinnert mich stark an das Restaurant in welchem wir in Raya immer gegessen haben. Katzen streicheln mir beim Fischessen um die Beine, JEssi als Vegetarierien hat nur Linsen, das ist weniger spannend.

Dann wollen wir es uns in unseren Betten bequem machen. Aber oh Schreck, eine riesenkackerlake hat sich hinter der Tür versteckt. Wir holen den Besitzer welcher das Vieh mit einem Besen nach draussen wischt. Kaum sitze ich im Bett kriecht aber die nächste Kackerlake aus dem Bad. Mich graust es von oben bis unten, jessi ist besser als ich, schnappt sich den Besen und befördert den Ungebetenen Gast zu seinem Kollegen in den Garten. Dann ist ruhe, keine Rieseninsekten mehr. Und was ich nicht sehen will muss ich ja nicht suchen. Ich versuche meine Paranoia dass sich währen dich schlafe eine Kackerlake in mein Bett schleicht herunterzuschlucken und zu schlafen.

DAs einzige was sich in mein Bett schleicht in dieser Nacht sind ungefähr 200 Moskitos. Mein ganzer Körper beisst und juckt am nächsten morgen, JEssi geht es nicht besser. Dann ist ein kühles Bad heute ja vielleicht eine ganz gute Idee. Nach einem grossen Frühstück in unserem Stammrestaurant (Reis, fritierte Bananen, Rührei) wird umgezogen und der Besitzer gibt uns je einen Ring und eine Schwimmweste um baden zu gehen. Der Schwimmring ist gross genug um sich reinzusetzten und bequem den Fluss hinunterzufloaten. Aber erstmal müssen wir ein paar Schritte den Fluss hinauf machen. Wieder in den Park, dem grossen Kiesweg entlang bis zum obersten Charco (Ort wo der Fluss einen kleinen See macht). Nach etwa 40min Fussmarsch lassen wir unsere Ringe zu Wasser und legen uns bequem hinein. Die Sonne scheint uns ins Gesicht, der Fluss ist schön kühl und fliesst gemächlich zwischen hohen Bäumen hindurch. Immer wieder passieren wir kleine Stromschnellen, dann sitzen wir wieder eine Viertelstunde fast ohne uns weiterzubewegen in einem der Charcos. Es sit wunderbaaar entspannend. Unsere Flipflops sind nun 2 Paddel mit denen wir unsere Ringe etwas Steuern können. Der FLuss ist meist nicht tiefer als 1m, manchmal bleiben wir in den Stromschnellen an einem grossen Stein hängen. Dann sammelt sich das Wasser wieder in einem tiefen Becken in welchem wir durch das klare Wasser die 5m bis auf den Boden sehen können.

Fast 3h verbringen JEssi und ich auf dem Wasser. Wir geniessen, quatschen und lachen viel. Die Umgebung welche an uns vorbeizieht ist wunderschön. Erst ganz kurz vor dem Dorf steigen wir aus den Ringen und tragen sie zurück zu unserem Hostel. Dann packen wir unsere Sachen und machen uns auf den Weg zum Brujita-Bahnhof und nach einer kurzen Wartezeit von 20min dürfen wir uns wieder auf die Holztresine setzten und werden zurückgefahren. Unterwegs müssen wir aber noch kurz anhalten und ein Brot suchen welches von der letzten Tresine gefallen ist… Only in Südamerika haha…

Zurück in Cordoba essen wir bei einer Bäckerei einen kleinen süssen Snack, dann begleitet uns ein junge von vielleicht 10JAhren nach oben an die STrasse und hält uns den richtigen Bus an um wieder nach Cali zurückzukommen.

Bevor ich abschied nehemn muss von JEssi, sie geht nämlich mit dem Nachtbus nach Neiva, gönnen wir uns noch ein feines Abendessen ine inem Crepes & Waffles. Dann ist es Zeit tschüss zu sagen. Die Tage mit JEssi waren sehr schön, wir hatten es immer super lustig und uns imme etwas zu erzählen!

ICh hoffe ich sehe sie irgendwann einmal wieder in der Schweiz, in Glasgow oder in Tanzania 😉

Ich selbst lasse mich vom Uber ins Hostel zurückchauffieren. Dort treffe ich erstmal auf JEsse, den Amerikaner vom Pacifico Hostel. Er meint in 15min gehe er mit einer Gruppe erst Abendessen, dann Salsa tanzen. Da kann ich ja wohl nicht fehlen! Kurz unter die Dusche gehüpft bin ich startbereit für einen Tanzabend. Eine Deutsche, eine Amerikanerin, zwei Amerikaner, ein Belgier, ein Franzose, ein Argentinier und eine Schweizerin gehen aus. Beim Abendessen gits für mich nur einen Saft, aber danach im Salsaclub bin ich 100% dabei. Alle anderen tanzen noch nicht lange, was heisst die meisten hatten bis jetzt nicht mehr als 5 Salsalektionen. Der Club ist (an einem Montagabend) zum bersten voll und die meisten hier tanzen fast schon auf professionellem Niveau. Wir beobachten erstmal, dann tanze ich ein wenig mit Patrick (dem Belgier welchen ich schon letztesmal in Cali kennengelernt hatte). Bald getrauen sich alle ein wenig die paar gelernten Schritte auszuprobieren. Irgendwann werde ich einem der „Profis“ zum tanzen aufgefordert und nun kann ich wirklich drehen und laufen und tanzen was das Zeug hält. Einige der Männer sind wirklich zu gut für mich, ich habe die Hälfte der Zeit keine Ahnung was ich eigentlich mache, aber ich gebe mein Bestes. Und mit einem lächeln sieht auch ein falscher Schritt gut aus;)

Um 1Uhr morgens bin ich überglücklich und müde. Mit PAtrick und Julien (dem Franzosen) mache ich mich auf den Heimweg 5Blocks zum Hostel. Dort falle ich ins Bett und schlafe fast sofort ein. Tanzen ist schon einfach das Beste was es jerh hets gits! 😀

An der Pazifikküste

Der Donnerstag fängt früüh an. Um 3:30 verlassen JEssi und ich das Hostel in Cali. Da auch heute vieleicht wieder demonstriert wird ist unsere beste Chance aus der Stadt zu kommen der erste Bus am morgen. Dieser fährt um 4Uhr. Den erwischen wir dann auch, sind aber offensichtlich nicht die einzigen mit dieser Idee, es ist ziemlich voll und leider ist die Strasse sehr holprig bis anch Buenaventura und wir schlafen nicht wahnsinnig gut die 2.5h fahrt bis dorthin. Buenaventura ist einer der grössten Pazifikhäfen Südamerikas. Die STadt selbst ist aber nicht sehr sicher und auch nicht wahnsinnig schön. Jessi und ich spazieren nur schnell vom Terminal 7min an den Muelle Turistico (Touristenhafen) wo wir bis 7Uhr warten müssen bis das Schiffsunternehmen aufmachtmit dem wir zu unserem Hostel fahren wollen. Die Morgenstimmung über dem MEer ist sehr schön. Es richt nach Salzwasser und Fisch, die Pelikane putzen ihr gefieder auf den Stegen und überall rennen schon Strassenverkäufer herum mit Thermoskannen voller KAffee.

Um 8Uhr nachdem wir ein Ticket ergattert und das Schiff gefunden haben stechen wir in See. Nach Beunaventura ist fast die ganze Küste Teil eines NAturparks und somit auch entsprechend wild, grün und wunderschön.

Nach ca. 1.5h werden wir in einer Bucht an einer Treppe ausgeladen. Hier sind wir, inmitten des Nirgendwo in unserem Hostel PAcifico. Und das erste was wir machen ist eine kleine PAddelausfahrt mit dem Kajak. In die Bucht mündet ein Fluss welchen wir zusammen mit Juan, dem Volunteer des Hostels, und Julien, einem Canadier, im zweiten Doppelkanu hinauffahren. Das Salzwasser wird trüb und brackig, dann wieder vollkommen kristallklar und süss. Der Wald um uns herum ist grossartig. Viele Lianen und Bromelien zieren die Bäume die hier richtig dicht an dicht stehen. Man merkt der Gegend an dass es das ganze Jahr hindurch viel regnet, alles ist feucht und halt so richtig wie im Regenwald. Wir sehen ein paar süsse gelb-schwarz gestreifte Fische. Am Schluss wird der Bach zu seicht um mit dem Kanu noch weiterzukommen, also laufen wir noch ein paar MEter hinauf. Während Juan ein paar Yogaübungen durchführt und zu einem Baum sing (jedem das seine oder) stehen Jessi, Julien und ich staunend in der Natur. Vor allem JEssi welche den Amazonas noch nicht kennt ist dies ein Abenteuer pur. Wir atmen die frische Luft welche nach der Grossstadt Cali richtig gut tut.

Der Ausflug mit dem KAnu ging etwa 1.5h und wir kommen perfekt aufs Zmittag zurück ins Hostel. Hier arbeiten mind. 3 weitere Volunteers, ein Franzose, Katalina aus Serbien und eine Argentinierin. Ausserdem lernen wir die anderen Gäste kennen. NEben Julien aus VAncouver ist hier noch Manuela aus Cali und Atesh aus der Türkei. Letzterer ist mit uns im Dorm und passt mir mit seinem Machogehabe so gar nicht. Ich ihm wohl auch nicht nachdem ich ihn bitte im Schlafsaal nicht zu rauchen… Die anderen, speziell Manuela sind aber super nett! Und vor allem ist dieses Hostel das Paradies auf Erden, perfekt um ein wenig Auszuspannen, dem Meeresrauschen zuzuhören und die Aussichten zu geniessen.

Das Hostel steht gleich am Meer und so um 4Uhr sollte man über die Bucht unten an die Küste laufen können da dann Ebbe ist und sich ein Strand unterhalb des Hostels ausbreitet. Nun ist aber erst 2Uhr und Jessi und ich schon etwas müde wegen des frühen Aufstehens. Wir fläzen uns also in eine Hängematte und sind in ein paar Minuten eingeschlafen. ICh wache erst um halb6 wieder auf als der Strand schon weg ist. Haha, naja wenigstens haben wir noch 2 Tage länger um den noch zu finden. Um 6Uhr gibts Abendessen. Die Gerichte hier sind immer entwder mit Seafood (vor allem Shrimps) oder frischem Fisch oder auch vegetarisch. Es gibt Reis dazu und eine portion Gemüse. Habe schon lange nicht mehr so gut gegessen!

Am Abend machen Julien und Jessi ein Feuer und die ganze Crew plus Gäste sitzt darum herum. Der Ort hier ist wunderschön und sehr entspannend. Irgendwann verdoppeln sich die LEute am LAgerfeuer da eine Gruppe von der Insel gegenüber dazukommt. Alles sind junge Leute, einer ist Kolumbianer der aber schon 3Jahre in Deutschland studiert, die anderen sind seine Freunde und sein Vater.

So lange es nicht regnet ist es auch wunderbar warm. Allerdings mögen JEssi und ich nicht soo lange durchhalten, die Siesta am Tag war noch nicht genug schlaf.

Am nächsten Tag nach einer durchregneten Nacht im halboffenen Dorm in der ich so richtig toll geschlafen habe essen wir um 9Uhr Früstück (yess Pancakes, sozusagen Arepa in toll, sogar mit Ahornsirup) und um 9:40 holt uns das Boot ab um mit den Typen von nebenan in einer grossen Gruppe zu den Wasserfällen El Sierpe zu fahren. Manuela, die heute Geburtstag hat, Julien, Jessi und ich ergattern die Poleosition. Die Schiffahrt dauert etwa 1h, wir sehen die Pelikane der grünen Küste entlangsegeln, die Sonne scheint, alle sind glücklich und zufrieden.

Die Wasserfälle hört man bevor man sie sieht. Sie leigen etwas versteckt hinter der dichten Vegetation gleich an der Steilküste wo sie in die Tiefe rauschen. Beide haben sich einen Pool gegraben in dem man schwimmen kann (wenn man nicht so ein gfröhrli ist wie ich). Von dort fliesst das Wasser gleich ins Meer, so sind die Wasserfälle nur mit dem Schiff erreichbar. Alle plantschen eine Stunde herum während ich Fotos von allen schiesse und die Natur begutachte. Wirklich wunderschön. Der Name El Sierpe kommt ausserdem davon dass es hier früher viele Schlangen (=serpiente) gab, heute ist der Ort aber ungefährlich.

Als wieder alle ins Boot verladen sind machen wir einen kleinen Zwischenstopp in einem Eingebrenendorf wo under Kapitän eigentlich Muscheln einkaufen will. Für uns ist es mehr wie eine Führung durch ein typisches Fischerdörfchen der Küste. Es errinnert mich an die Communitites in Villa Rica, viele Kinder die herumtollen und Spielen (es sind gerade 2Monate nationale Ferien), Holzhütten, die Wäsche überall aufgehängt wo die Sonne noch hinkommt. Ich kann mir denken dass die Leute hier eher arm sind.

Unsere Tour bietet noch einen letzten Halt bei einem FLuss welchen man in Badehosen und barfuss hinauflaufen kann. Auch hier sind wir mitten im Dschungel. Die Sonne scheint noch immer, alles ist in warmes grünes Lciht getaucht. Der Bach springt von Stein zu Stein und hinterliess über die JAhre ziemlich tiefe Löcher in welche man sogar hineinspringen kann. Hat allerdings ur Platz für 1 Person in den bis zu 3m tiefen Pools. Wir sehen die grossen blauen Schmetterlinge, wie in Villa Rica, Vögel und eine Tonne Moskitos.

Auch hier bleiben und platnschen wir etwa 1h. Auf der Heimfahrt sehen wir noch den Pelikanen, Möwen und Fregattvögeln beim Fischen zu. Gleich neben dem Boot stürzen sie sich ins Wasser wo gerade ein Schwarm Sardienen vorbeischwimmt.

Dann gehts mit knurrendem MAgen zurück ins hostel wo wir um 2 einen späten Zmittag kriegen. Dann ist entspannen angesagt. Wir reden mit dem Neuzugang Jana aus Deutschland. Sie reist vor dem Antreten ihres ersten Jobs als Englisch- und Spanischlehrerin. Sie wird dafür von Köln nach HAmburg ziehen. Ausserdem ist da nun JEsse aus den USA welcher den Job gekündigt hat um auf Weltreise zu gehen und vielleciht ein neues ZUhause zu finden. Ein paar Kolumbianer sind auch noch angekommen. Dann dösen wir ein wenig in der Hängematte bis um halb5. Da schaffen es Jessi und ich wriklich noch an den Strand hinunter bevor er wieder von den FLuten überspült wird. Das Abendlicht taucht die Küste in Gold, es ist ein wunderschöner Flecken Erde hier!

Am Abend wollen wir eigentlich Manuelas 23. Geburtstag feiern, der Regen macht dem Lagerfeuer aber einen Strich durch die Rechnung. So verbringen wir den Abend erst beim Kartenspielen nach de Znacht, dann mit Bier und Musik für die Tanzfreudigen, schön alles unter Dach denn es giesst in Strömen. Auf dem kurzen Weg um 1Uhr morgens in den Dorm wird alles was nicht unter den Schirm oder die Jacke passt pflatschnass.

Der dritte Tag starten JEssi und ich gemütlich. Heute ist wieder Arepa angesagt zum Frühstück. Dann machen wir uns auf den kurzen Spaziergang zum nächsten Dorf, Juanchaco. Eigenltich ist das ein 15minütiger Fussmarsch. Wir brauchen aber dank der völlig aufgeweichten Erde und einer ausgewachsenen Schlammschlacht auf dem Trail etwas länger. Vor Juanchaco steigen wir eine Treppe bis zum Meer hinab. Die Stufen versinken in der Flut und wir müssen uns 10min gedulden bis uns ein Fischer beim vorbeifahren an den Strand Juanchacos übersetzt. Das Dorf selbst ärmlich, etwas dreckig, etwas hinuntergekommen. Wir spazieren hindurch um auf der STrasse nach LAdrilleros, dem nächsten Kaff weiterzugehen. Wir kommen an einer grossen Militärzone vorbei und nach eienr halben Stunde erreichen wir das etwas schönere Dorf LAdrilleros. Dort suchen wir den Abgang zum Strand. Es ist 11:30 und die Sonne brennt richtig vom Himmel. Am Strand mieten wir jeh einen Plastikstuhl um unsere Sachen irgendwo platzieren zu können denn es ist immernoch Flut und der Strand wir konstant von Wellen überspült.

Wir sonnen uns, baden ein wenig. NAch 1h suchen wir ein Restaurant mit Seeblick und trinken einen Saft und essen eines von JEssies Erdnusspäckchen. Dann gehts gemütlich den ganzen Weg wieder zurück. Unser kleiner Ausflug endet mit verschlammten Füssen welche wir im Hostel im Meer abwaschen. Dann hängen wir etwas herum, trinken einen Schokomlikshake um den Hunger bis 6Uhr zu überbrücken und entspannen.

Nach Eindunkeln wird wieder ein Feuer angefacht und dann werden ganz viele bunte Kerzen verteilt. Heute am 7. Dezember ist La Noche de las Velas (die NAcht der Kerzen) in Kolumbien. Familien treffen sich um Kerzen anzuzünden. Der geschmolzene Wachs wird dann gesammelt und zu einem riesigen Wachsberg zusammengepappt. Auf diesem Berg soll man das nächste Jahr die KErzen anzünden um ihnnoch grösser zu machen. Verstehe einer die Katholiken hier, aber die Kerzen sind süss! Vor allem Manuela ist mit Herzblut dabei. Bald hat man die Musikboxen ans Feuer gestellt, Bier ist auch mehr als genug da und die angewachsene Zahl Gäste sind alle happy am Party machen. Ich spreche iene Zeitlang mit Juliana, einer Kolumbianerinaus Medellin. Sie erzählt mir von ihren Studien in medizinischer Onkologie und dass sie bald nach Italien kommen wir um ein Semester zu studieren.

Da Jessi und ich morgen früh auf das 7:30 Boot zurück nach Buenaventura wollen wird es heute aber nur 12Uhr bis wir ins Schlafzimmer abschleichen.

Am nächsten Tag reicht es nicht für Zmorge, einfach anziehen, fertig packen und ab an den Steg. Dort holt uns das Boot mit 30min verspätung ab und wir kehren einmal über Juanchaco um nach Buenaventura wieder in den Heimathafen zu fahren. Die Pazifikküste hat mir super gut gefallen, ich bin froh hat JEssi mich ein wenig überredet mitzukommen. Nun sitzen wir beim Frühstück (heute Patacones (gestampfte Bananen) anstatt Arepa) und planen gleich auf den Bus nach San cipriano zu gehen. Dieses Dorf ist etwas speziell da sehr abgelegen und nur mit einem speziellen Transportmittel erreichbar. Mehr werde ich euch im nächsten Post erzählen.

Cali – La capital de la Salsa

Der Bus fährt um 10Uhr in Salento ab und kommt in Cali um 3Uhr an. Die Strasse war ohne Löcher und richtig angenehm, trotzdem bin ich irgendwie zu faul um heute noch gross was zu machen. Ich freue mich aber als ich in meinem Hostel wie abgemacht wieder auf JEssi und Holly aus MEdellin treffe. Wir quatschen ein wenig, dann muss ich unbedingt duschen und mich einrichten. So ist es schnell 6Uhr und es tönen bekannte Rythmen aus dem Tanzsaal des Hostels. Ich war begeistert als JEssi mir sagte ihr Hostel habe eine Salsaschule im selben Gebäude. Jeden Abend gibt es gratis Stunden. Juhuii da bin ich natürlich sofort dabei! Es sind zwar Anfängerklassen aber besser als nichts. Und es sind sogar mehr Männer da als Frauen, only in Südamerika…

Nach dem Tanzen warte ich auf die anderen zwei Chicas welche noch im NAgelstudio stecken, dann gehts um 8Uhr etwas ausgehungert mit Jessi, Holly, Dominik aus England und Michael aus der Schweiz Abendessen. Wir suchen uns einen sehr teuer aussehenden italiener an der Ecke aus, denn JEssi hat etwas zu feiern, Sie hat nämlich einen Job gekriegt für Januar wenn sie zurück in der Schweiz ist. Sie spendiert uns deshalb eine Flasche Weisswein. Ich esse Spaghetti und die Nudeln hier sind erstens wirklich Spaghetti und zweitens sogar al dente. Danach bin ich sehr müde und habe etwas Kopfweh. Ich gehe deshalb besser ins Bett als mit den anderen noch in den Ausgang.

Am nächsten Tag essen wir alle zusammen Zmorge, dann fahren Holly und Dominik bald zurück nach Medellin. Ich melde mich bei der Free Walking Tour des Hostels an. Michael kommt mit mir mit und so spazieren wir mit einer ca. 15köpfigen Gruppe um 10Uhr aus dem Hostel. Unser Guide ist aber leider etwas ein Schnurri, er labert sehr viel und erzählt nicht ganzo wahnsinnig viel. Trotzdem ist die Tour ganz ok.

Wir starten an der Plazoleta Jairo Varela. Dieser Platz ist nach einem sehr bekannten Salsamusiker benannt welcher mit seiner Band Grupo Niche einer der Erfolgreichsten Salsakünstler Calis war. Salsa ist heute vor allem in Südamerika super populär, allerdings wurde die neue Musik in New York das erste Mal gespielt, sozusagen als peppiger JAzz. Der Name kommt der LEgende nach von einem Musiker welcher auf die fRage wie denn der rythmus welcher gespielt wird heisst mit Salsa geantwortet hat da er meinte es sei wie Gewürzter Jazz, Jazz mit Salsa (=Sauce) also.

Auf der Plaza steht auch ein Monument welches aussieht wie verbogene Trompeten, Sie sollen das Wort Niche bilden, allerdings braucht man dafür etwas viel Vorstellungskraft.

Der nächste Halt machen wir hinter dem STadtregierungsgebäude. Hier wurde erst vor kurzem noch Deomstriert und es sind einige Grafitis und Schriftzüge am Boden übrig. Im Park verkauft eine Señora Früchte und uns wir ddie Chontadura, eine der typischsten Früchte in Cali vorgestellt. Sie ist rot und sieht aus wie eine spitze Tomate, ist allerdings wie der NAme sagt sehr hart (dura) und muss erst 4h gekocht werden um geniessbar zu sein. MAn isst sie mit etwas Salz und Honig und das schmeckt dann ein wenig wie Gschwellti.

Einen Platz weiter kommen wir an der unumgänglichen statue von Simon Bolivar vorbei. Der Caycedo Park ist überfüllt mit Leuten nun um Mittagszeit. Unser Führer verbringt eine halbe Stunde damit uns eine Geschichte über die Uhr der hier ansässigen Kirche zu erzählen welche irgendwie recht langweilig ist. Der Punkt: die Uhr hat einen Fehler, die Römische 4 wurde als IIII geschrieben.

Dann gehts noch zum letzten Stopp, ebenfalls eine Kirche und Museum La Merced. So langsam mag ich dem ewigen geplapper nicht mehr zuhören. Cali selbst errinner tmich irgendwie an Lima. Es hat schöne Ecken, aber insgesamt ist die Stadt nicht sehr touristisch und eigentlich vor allem als Capital de la Salsa (HAuptstadt des Salsa) bekannt.

Ich schreibe JEssi und um ca, 13Uhr trifft sie pünktlich auf das Ende der City Tour ein um uns etwas Essbares zu suchen. Beim Essen sprechen wir über unsere weiteren Reisepläne und ich schliesse mich ihr spontan an um morgen nach San Cipriano und dann einen Tag später nach Buenaventura an die Pazifikküste zu fahren. Nachdem wir unsere Salate verspiesen haben suchen wir einen Busstopp des Mio, der Schnellbuslinie Calis. Ich muss nämlich wenn ich an die verregnete Küste gehen will dringend einen neuen Regenschutz für meinen Rucksack. Wir fahren also 20min bis in die nähe eines Decatlon. Dort verbringen wir sicher eine halbe Stunde, dieser Laden hat einfach alles was man zum Reisen brauchen könnte, schlussendlich gehen wir aber beide einfachmit einem Rucksack-Regencover wieder hinaus.

Vor dem Decatlon rufen wir ein Uber und fahren auf den Cerro de los tres Cruzes um noch vor dem Eindunkeln die Aussicht auf Cali zu geniessen. Die Fahrt dauert wegen dem Verkehr sicher 45min, aber JEssi und ich unterhalten uns grossartig. Endlich oben ist die Aussicht zwar gut aber der Mirador etwas enttäuschend, man kann nicht einmal einmal um die 3 Kreuze herumgehen um auf die ganze STadt zu sehen.

Naja, was solls, 30min wieder zurück hinunter uns zum nächsten Crepes&Waffles. Diese Restaurantkette tönt zwar Amerikansich, ist aber eine Kolumbianische Erfindung von zwei Studenten. Obwohl es sehr schöne Lokations isnd ist das Essen nicht überteuert und die REstaurants (allein in Cali gibt es über 10 davon) stellen nur alleinerziehende Frauen ein. Wir geniessen von hinten bis vorne die feinen Crepes, dann laufen wir dem Boulevard entlang zurück ins San Antonio Quartier wo unser Hostel steht.

Am nächsten Tag wollen wir eigentlich beizeiten nach San Cipriano fahren, allerdings ist heute wieder Streik. Und der Busterminal nur halb funktionierend. Zusammen mit Michael versuchen wir unser Glück. Am Terminal sagt man uns aber alle Strassen in den Norden und Osten sind blockiert. Man kommt nur in den Süden nach Popayan und Pasto. Wir erkundigen uns also nach dem ersten Bus von morgen nach Buenavantura und machen uns dann ein gemütlicher Tag im hostel. Draussen laufen Demos und wir wollend en Leuten nicht dazwischenkommen. Unser upgedateter Plan ist nun erstmal an die Küste fahren und auf dem Rückweg dann noch San Cipriano anzuhängen. Das Hostel 1h von Buenaventura mit dem Boot ist gebucht und das einzige was fehlt ist der Bus.

Salento – Valle de Cocora

Am Sonntag ist früh Tagwach. Schon um 6:20 schäle ich mich aus den 3 Decken die ich hier brauche um ein warmes Bett zu haben. Eini kurze Dusche später setzte ich mich an den Tisch um mein Yogurt zu essen. Die Besitzerin ist schon wach und macht mir sogar so früh schon ein Frühstück (Arepa mit Ei und Käse ahoi). Um 7:10Uhr mache ich mich auf den Weg zur Plaza wo die Jeeps ins Valle Cocora fahren. Ich warte dort auf Rachel welche um 7:30 wie abgemacht da ist. Mit ihr kommt ein deutsch-spanisches Pärchen, David und Hetal. Im Auto sitzen schon 2 weitere PErsonen und 3 weitere dürfen sich hinten auf eine Stufe stellen und sich an der Vorrichtung am Dach festhalten. Das ist mal ein effektiver Transport.

Die Fahrt ist nur kurz, ca. 20min, und da sind wir schon am Anfang des Treks. Nach ein wenig herumfragen finden wir auch heraus wo wir abbiegen müssen um erst unten dem Tal entlangzuwandern und erst beim zurückkehren durch das berühmte Valle Cocora kommen wo die bekannten Wachspalmen in den Himmel ragen. Diese Bäume gibt es nur hier und können bis zu 60m hoch werden. Aber erstmal sehen wir sie nur von weitem während wir dem Wanderweg folgen. Bald stoppen wir das erste Mal um den Beitrag für das überqueren privaten Grundes zu bezahlen.

Der Weg ist in ganz gutem Zustand, die Wanderung hier ist auch sehr bekannt und beliebt. Momentan ist Low Season und es kommen nur um die 100 Leute pro Tag, während in der High season bis zu 900 Personen gleichzeitig unterwegs sein können. Etwa 1h laufen wir über Kuhweiden einem Fluss entlang. Dann geht es in den Wald. Es ist sehr feucht, wir steigen über Steine, überqueren den Fluss auf 5 Hängebrücken immer wieder. Bei jedem Farnbaum muss ich an Mueti denken 🙂 Auch einen kleinen Wasserfall begegnet uns auf unserem Weg.

Es geht stetig ein wenig bergauf bis zur Abzweigung zu der Casa de Colibri, einer Finca mit einem kleinen Kolibri-Garten. Um da hinzukommen gehts Treppen hinauf, 15min weiter durch den Wald, dann ein letzter Aufstieg und plötzlich hat es viele Leute. Die Finca kostet 5000PEsos (1.80SFr) Eintritt, dafür bekommen wir eine Schale Agua Panela serviert. Anscheinend trinkt man das normalerweise zu einem Stuck Käse… Ok, süss und salzig zusammen. Ich habe auch schon gehört das man hier heisse Schokolade mit Käse zusammen isst, irgendwie haben die Kolumbianer hier eine Geschmacksverstauchung… Der Zuckerrohrtee ist grossartig und wir setzten uns zu den anderen LEuten welche alle begeistert die Feeders der Kolibris beobachten. Die kleinen Vögel sind wunderschön grün, türkis, blau schimmernd. Sie schwirren unglaublich schnell um die Spender mit Zuckerwasser. Sie wirken manchmal fast mechanisch, so schnell sind ihre Bewegungen. Um ein gutes Bild hinzukriegen muss man schon eine professionelle Kamera dabeihaben. David hat eine und ist so nett die Fotos mit allen zu Teilen. Hier der schönste aller Kolibirs mit wunderbaren Schwanzfedern:

Nach einer kleinen Pause, ein paar Nüsschen un einer MAndarine sind wir gestärkt und wandern zurück zur Kreuzung. Von dort beginnt der einzige etwas happige Aufstief bis zu einer weiteren Finca. David und ich laufen zusammen im etwas schnelleren Tempo hoch und warten dann oben auf die anderen zwei Chicas. Er erzählt mir dass er mit seiner Verlobten Hetal mehrere Monate unterwegs sein wird, sie haben ihre Reise erst begonnen. Er ist Elektroingenieur und weiss schon dass wenn wie zurückkommen er einen Job in der Firma von HEtals Vater auf sicher hat. Hetal selbst ist Kleinkindererzieherin und sollte nicht allzulange auf einen Job warten müssen. Als dann alle 4 oben angekommen sind gibt es ein Gipfelfoto, dann laufen wir schnell weiter denn so langsam verdüstert sich der Himmel und es ist auch empfindlich kühl geworden.

Nun geht es Bergab richtung Valle de Cocora. Nach einer halben Stunde tauchen dann auch schon die Palmen auf. Wir passieren einen weiteren Checkpoint um den Eintritt ins Tal zu bezahlen. Wir sind schon fast 5h unterwegs als wir beim ersten Mirador ankommen. Hier können wir mitten in die Palmen hineinstehen. Die sind aber so hoch dass man sie fast nicht aufs Foto kriegt. Mit Hetals Huawei welches eine Weitwinkelkamera besitzt klappt es dann. Die Plamen heissen Wachspalmen weil ihre laaangen Stämme komplett mit Wachs überzogen sind. Es ist fast unmöglich hinaufzuklettern.

Just als wir unsere Fotoaparate bzw. Handys wieder einpacken spüren wir die ersten Tropfen. Aha, nun kommt der Regen also doch noch. Leider ging auf dem Ciudad PErdida Trekking meine REgenhülle des Rucksacks kaputt, so muss ich mich nun behelfsmässig mit einem aufgeschnittenen Plastiksack begnügen, der hält aber nicht besonders gut und deckt auch nur einen Teil ab. Ich habe deshalb vorsichtshalber meinen Pullover und das Essen im Rucksack in einen Plastiksack gepackt. Bin nun sehr froh soweit überlegt zu haben. Wir brauchen noch gut eine Dreiviertelstunde durch das Tal hinunter zum Punkt woer wir gestartet haben. Der REgen bleibt gottseidank leicht und vermiest uns die Aussicht auf die Palmen nicht. Rachel und ich sind beide vollends begeistert von der einzigartigen LAndschaft. Hier wurde der Wald in dem die Palemn sonst wachsen gerodet, offensichtlich für Kuhweiden, die Palmen wurden aber stehengelassen. Dies zeigt eigentlich erst wie hoch diese Bäume wachsen.

Nach guten 5.5h sind wir zurück am Ausgangspunkt. Es ist kurz vor 2Uhr als wir mit dem Jeep zurück nach Salento fahren. Insgesamt stecken nun 13 Leute im und auf dem Auto plus Fahrer. Es ist kuschlig warm 😛

Zurück in Salento suchen wir uns ein Restaurant und um 3Uhr gibt es etwas zu essen. Lasagna für mich, ich bin super hungrig. Wir sitzen bis fast 5Uhr im Rstaurant und reden über Gott und die Welt die wir bereisen. Dann sind wir alle wie angeworfen müde. Ein bisschen Foodkoma gepaart mit einer 6h Wanderung macht uns alle schläfrig. Der Himmel ist nun auch hier sehr dunkel geworden und als ich nach einem 5min Weg zurück im Hostel über die Türschwelle trete öffnet sich nur einen Moment danach die HImmelstore und es schüttet und donnert und blitzt von überall her. Gutes Timing war das, ich stelle mich unter die heisse Dusche und kuschle mich danach wieder in meine drei Decken für ein wenig Netflix. Nach draussen gehe ich heute ganz sicher nicht mehr.

Ich schlafe tief und fest und ziemlich lange. Am nächsten Morgen stehe ich um 9Uhr auf, esse meine Arepa zum Früstück und verabschiede mich dann von Salento. Nun geht es weiter per 5h Bus zur nächsten grossen Stadt, nach Cali.

Salento – Catarata Santa Rita

Am Freitag morgen habe ich Glück. Es steht nämlich ein Bus und kein offener Chiva auf der STrasse. Chivas sind diese ganz farbigen, alten Busse welche nur Holzbänke und keine Fenster besitzen. Man sieht so zwar die Aussicht auf der STrasse nach Riosucio wunderbar, aber auf der Kiespiste hüpft es schon im Bus ziemlich hin und her. Will gar nicht wissen wie sehr mit der Hintern nach einer Chivafahrt wehtun würde… Von Jardin nach Riosucio sind es eigentlich nur wenig mehr als 50km, dafür brauchen wir aber 3h… Dementsprechend könnt ihr euch den Zustand der STrasse vorstellen. Ausserdem haben wir nach der ersten halben Stunde noch kurz einen platten Reifen zu reparieren. In Riosucio angekommen suche ich erst den Schalter um nach Salento weiterzufahren. Hinter mir steht Rachel an und wir kommen ins Gespräch. Nach dem Ticketkauf haben wir noch eine gute halbe Stunde um was Essbares aufzutreiben. Ich kaufe iene Empanada bei einem Strassenhändler und setzte mich mit Rachel an den STrassenrand. Sie kommt aus Irland und ist auf Reisen nach dem Abschluss ihres PhDs in medizinischer Psychologie. Diesen hat sie in Glasgow gemacht. Das passt mir gerade sehr gut, jemanden kennenzulernen welcher in Glasgow studiert hat. Sie meint es sei eine tolle STadt um zu leben, tolle Leute und ein Sommer voller Openairs. Auch meint sie es fühle sich wohl jeder schlecht vorbereitet wenn er in ein neues Land zieht um einen PhD anzufangen. Denn so fühle ich mich langsam. Es fühlt sich immernoch so weit weg an, in Wirklichkeit geht es aber nur noch wenig mehr als 1Monat haha…

Um 12:15 fährt unser nun grosser und sehr bequemer Bus ab richtung Salento. 4h vertiefe ich mich in die Netflixserie Black Mirror. Als wir ankommen nehme ich ein Taxi zu mienm Hostel welches sich als falsch gekenntzeichnet in Google Maps heruasstellt. Es ist nämlich gleich um die Ecke vom Terminal, diese Fahrt hätte ich mir spraen können. Ich werde herzlich empfangen, als einziger Gast im Hostel. Das heisst ich kriege den ganzen 6er Dorm für mich. Es ist schon fast dunkel, deshalb schreibe ich nur noch etwas Blog, suche mir dann ein Restaurant da ich nach nur einer Empanada zum Zmittag kurz vor dem Verhungern bin und geniesse die warme Suppe und die Falafel mit Reis. Hier ist es nun merklich kühler am Abend, ich bin nun auf fast 1900m.ü.M. Dann gehts schon ins Bett, Busfahren den ganzen Tag macht einfach extrem müde obwohl man sich ja eigentlich gar nicht bewegt hat.

Am nächsten Tag möchte ich Salento und Umgebung kennenlernen. So mache ich mich nach dem Frühstück (mal wieder Arepa mit Ei und Käse) auf die Socken nach Boquia, einem kleinen KAff unterhalb von Salento. Der Weg dorthin ist erst recht schön, wird aber je näher ich dem FLuss komme desto schlammiger. IRgendwann wandere ich sozusagen in einem Canyon und habe keinerlei Aussicht mehr. Da werde ich auf alle Fälle das Auto zurücknehmen. Ich bin nur froh regnet es noch nicht denn sonst würde ich in einem reissenden Bach laufen.

In Boquia angekommen finde ich gleich den Abzweiger zur Finca Santa Rita. Der Weg hier ist nun breit und schön. Ich wandere etwa 30min dem Fluss entlang, dann etwas den Berg hinauf um zur Finca zu gelangen.

Hier sieht es nun wirklich wie Zuhause aus. Und wusstet ihr schon das mich der Geruch von Kühen an die Schweiz errinnert. Die Finca Santa Rita ist sehr hübsch bemahlt und für Weihnachten geschmückt. Ich bezahle den Eintritt, kriege den weiteren Wanderweg erklärt und weiter geht es. Ich bereue noch mehr nicht meine Wanderschuhe angezogen zu haben denn hier geht es nun über eine Weide welche immer mal wieder schlammig und nass ist. Naja, muss wohl heute Abend meine Turnschuhe putzen. Über hölzerne Hängebrücken und Trampelpfade in der Wiese komme ich zum Wald. Die Sonne ist nun verschwunden und hat Wolken platz gemacht. ICh versuche etwas vorwärtszulaufen ohne zu stressen, ich will hier einfach nicht verregnet werden. Nun geht es unter den Bäumen weiter bis zum Abzweiger zu dem Wasserfall. Die Catarata Santa Rita ist zwarnicht besonders gross aber eine ganz schöne Ecke.

Von da wandere ich weiter zu einem Charco, also einem kleinen Bad unterhlab einer weiteren Catarata, allerdings ist es definitv zu kühl um zu baden ohne Sonne. Der Weg führt mich weiter durch den Wald an eine Felswand in welcher eine Höhle mit tiefer Decke und ohne beleuchtung auftaucht. Hier muss ich durch um auf der anderen Seite noch den letzten kleinen wasserfall zu bewundern, dann gehts auf der anderen Seite der Kuhweide zurück zur Finca. Hier erwische ich noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages und setzte mich kurz in den wunderschönen Garten um etwas Wasser zu trinken.

Auf dem Rückweg nach Boquia kommt mir ein Hund entgegen welcher mit mir Speilen will, allerdings ist er sehr stürmisch und ich muss zusehen dass nicht mein ganzes Tshirt dreckig wird wenn er an mir hinaufspringt. Stock apportieren kennt er dann auch nicht und bald bin ich weniger interessant als die zwei Wanderer welche mir entgegenkommen. Am Ende des Weges stehe ich gleich vor der Strasse nach Salento. Stelle mich in die Ecke und warte auf einen Bus. nach 1min kommt ein Auto vom Wanderweg her und die Fahrerin fragt mich ob ich nach Salento will. Klar will ich ds und ich springe gleich auf den Rücksitz. Es sind 3 Leute im Auto, es fährt eine Frau, das scheint mir eine gute Mitfahrgelegenheit. Ich werde in den 15min bis nach Salento ausgefragt wo ich herkomme, was ich hier mache, wie viel ich schon von Kolumbien gesehen habe. Dann steige ich auch schon wieder aus und muss nichtmal etwas für den Transportservice bezahlen. Ich mache mich also auf eine kleine Tour durch Salento. Erstmal rauf auf den Mirador. Von dort sieht man wunderschön ins Tal. Die Berge sind hier noch nicht so hoch, sie sind bedeckt mit Eukalyptus oder Pinie, weiter unten beginnen die Weiden und KAffeeplantagen für welche Salento bekannt ist. Der Ort hier ist nicht viel anders als Jardin, es hat einfach 10mal so viele Touristen. Die STadt besteht aus REstaurants und Souvenirläden. Es ist nicht so voller lokalem Charme wie Jardin.

Der zweite Stopp ist der Mirador Alto de la Cruz auf welchen mann nur per überwindung von einigen hundert Treppenstufen kommt. Hier sieht man nun auf Salento hinunter. Wie bestellt ist es nochmals eine Stunde schönes Wetter.

Nun mache ich mich auf die Suche nach einem guten REstaurant. Ich schlendere durch die Calle REal, der Hauptstrasse Salentos, welche wirklich hübsch ist, aber nichts macht mich so wirklich zum essen an. Auf der Plaza angekommen mache ich eine kurze Runde und nehme Google zu hilfe.

So ende ich schlussendlich einen BLock von der Plaza entfernt im Donde LAuritas, ein kolumbianisches REstaurant wo man nach den REzensionen unbedingt Trucha (Forelle) essen soll. Das bestelle ich auch gleich und werde nicht enttäuscht. Die Trucha al Ajillo, ein super typisches Gericht, schmeckt grossartig. Und der Fisch kommt sogar ohne Geräten. Dazu gibts ein Riesen-Bananenchips welches mich erstmal zum lachen bringt weil es eigentlich einfach eine ganze Flachgedrückte Banane ist. Das wäre dann wohl das erste Mal das ich wirklich nur 1 Chips esse…

Nach dem Esse gehe ich mit vollem Bauch erstmal zurück ins Hostel denn nun hat es angefangen zu tröpfeln. 1h mache ich kurz Siesta, dann will ich an die Free Walking Tour. Diese fällt allerdings ins Wasser und ich muss entwas enttäuscht wieder zurück ins Hotel denn nun schüttet es was das Zeug hält wasser vom Himmel. Ich mache mir also einfach einen gemütlichen Abend im kuschligen Bett und Netflix. Viel mehr ist nicht zu machen draussen ist gerade Weltuntergang. Ich hoffe einfach morgen ist es nichtso schlimm denn ich möchte mit Rachel ins Valle Cocora fahren um den bekannten Cocora Trek zu absolvieren.

Jardin

Nach einem gemütlichen Früstück am Dienstag morgen packe ich meine sieben (oder eher hunder) Sachen zusammen, stelle den Koffer noch kurz in der Rezeption unter und mache mich auf den Weg mit der MEtro nach San Javier. Schon die ganze Zeit wollte ich nämlich unbedingt noch mit der Gondelbahn dort fahren! Das wird mein Abschied von MEdellin. Und ich werde nicht enttäuscht. Die Bahn erklimmt erst einen Berg, schwebt dann auf der anderen Seite wieder runter, über den Rio medellin und den nächsten Hügel hoch. Die AUssicht reicht von der Comuna 13 über das Zentrum bis fast nach El Poblado und auf der anderen Seite bis an den STadtrand. Von Hochäusern über Backsteingebäude zu verhelfsmässig zusammengenagelte Hütten kann man alles sehen.

Auf der Rückfahrt teile ich die Gondel mit einer deutschen Reisegruppe deren Führer definitv Schwezer ist, hört man auch sofort an seinem Spanisch. Ich sage also kurz hallo. Wieder in San JAvier fahre ich ins Zentrum, spaziere nochmals durch die chaotischen Einkaufsstrassen, über die Plaza Botero und genehmige mir einen Vegiburrito im Restaurant welches wir auf der Citytour empfohlen bekommen hatten. Es liegt im 3. Stock und ich kann von oben die Menschenmassen beobachten welche geschäftig hin- und herlaufen um ihre Einkäufe zu erledigen.

So, das wars liebes MEdellin. Ich kehre ins Hostel zurück, schleppe meinen Koffer an die Strasse und nehme ein Taxi zum Terminal Sur. Von da will ich weiter nach JArdin fahren, ein kleines Städtchen in der Kaffeeregion Kolumbiens. Das klappt dann auch ganz gut, um 2Uhr fahren wir los. Ich sitze neben einem Venezolaner namens Brain welcher ganz interessiert meinen Blog welchen ich gerade am schreiben bin zu lesen versucht. So kommen wir ins Gespräch. Er geht nach Jardin um bei einem Bauprojekt zu helfen. ICh erzähle ihm ein bisschen von der Schweiz und schocke ihn mit dem Fakt das ich nicht an Gott glaube. Er erzählt mir von seiner 3jährigen Tochter und seiner Familie in Venezuela und Barranquilla. Die Busfahrt ist also mit guter Gesellschaft ganz angenehm, auch wenn wir gefühlt alle 2m anhalten. So dauert die Reise 4h bis Jardin wo wir am späten Nachmittag ankommen. Auch wenn es schon fast dunkel ist (die Sonne geht hier um 17:30 unter) kann ich sehen dass die Strassen sehr hübsch sind mit farbigen und zu Weihnachten geschmückten süssen Häuschen. In einem davon ist mein Hostel untergebracht. Ich esse hier ein paar Früchte zum Znacht und rede noch ein wenig mit Charles, einem Australier welcher aber schon seit Jahren auf Reisen unterwegs ist. Dann gehts ins super grosse Doppelbett. Kurz vor dem Einschlafen lerne ich noch HAssan kennen, meinen Dormnachbar. Er kommt au sLondon und hatte gerade den schlechtesten Tag seiner 10minatigen Reise da ihn ein Hund gebissen hat. Allerdings sind hier alle Hunde gegen Tollwut geimpft, ansonsten hätte er so schnell wie möglich nach Medellin fahren müssen um die nötigen Spritzen und Medikamente zu kriegen. Der Biss ist nicht tief, eigentlich nur etwas gestreift, aber auch so war der Tag nichts schönes für den Engländer.

Am nächsten Tag gibts erstmal Arepa mit Rührei und Käse zum Frühstück, dann will ich Jardin erkunden gehen. Es gibt hier einige Spazierrouten. Erstmal stiege ich zum Mirador Cristo hinauf, ein kleiner Hügel hinter Jardin mit einer Christusstatue inmitten der Bananenstauden. Das Wetter hier ist wärmer als ich erwartet hätte und bald schwitze ich ziemlich. Nach einer halben Stunde Wanderung unter den Bananenblätter hindurch kann ich mich oben auf eine Bank auf der Terrasse des noch geschlossenen Cafés setzten und die Aussicht auf JArdin geniessen. Sie haben auch ienen tollen Garten hier mit KAffeepflanzen und ORganenbäumchen.

Nach 10min gehts weiter durch die hügelige Landschaft der Autopiste entlang um die Cataratas las Escaleras zu suchen. Ich habe keine KArte dabei aber mir wurde gesagt, einfach der STrasse entlang bis zur scharfen kurve, dort den Abzweiger nach links. Beim spazieren errinnert mich die Umgebung sehr an die Schweiz: Es hat Hügel, viel grün, einige Kühe. Bei der scharfen Kurve biege ich nach links ab und nach ca. 10min komme ich bei den Wasserfällen an.

Ich kühle meine Füsse etwas ab, geniesse die Gischt, dann gehts auch schon wieder zurück richtung Dorf. Dort komme ich um ca. 12Uhr an, welchsle auf kurze Hosen und suche einen Zmittag. Den Teile ich mit einem Israelischen Pärchen welches am Nebentisch sitzt. Sie erzählen mir von ihren früheren Reisen in Indien oder Asien. Sie sind gerade auf dem Weg weiter in den Süden und haben schon ihre grossen Rucksäcke dabei. So verabschieden wir uns nach 1h schon wieder.

Weiter geht meine Erkundungstour rund um Jardín, nun auf den Hügel auf der anderen Seite des STädtchens. Erstmal laufe ich noch kurz über die Plaza, stecke den Kopf kurz in die wirklich imposante Kirche und bewundere die süssen Kaffees und Saftstände rund um den Platz.

Dann gehts weiter den Blumengesäumten Weg entlang welcher dem NAmen der STadt (JArdin = Garten) alle ehre macht. Ich komme an einem Wasserfall vorbei, schaue mir den Charco Corazon, ein Becken wo man im Fluss schwimmen kann, an und suche dann die Höhle mit den Fledermäusen welche hier irgendwo sein muss. Zusammen mit zwei weiteren Touristinnen aus Kolumbien finden wir heraus, dass die Höhle Privatbesitz ist. Also fragen wir beim nächsten Haus nach. Für umgerechnet etwa 1.20Fr. Führt uns die Besitzerin gleich selbst mit Taschenlampe durch den Tunnel im Berg. Es sit stockfinster und ziemlich feucht. An der Decke tummeln sich 4 verschiedene Fledermausarten, unter anderem auch Vampirfledermäuse. Alle sind etwa Faustgross und kuscheln sich noch ein wenig mehr aneinander wenn der KEgel des Taschenlampenlichts auf sie trifft.

Am Ende der Höhle besuchen wir noch kurz den Wasserfall welcher hier aus dem Gestein hervorplätschert, dann gehts für mich weiter hinauf, an Fincas und deren KAffee-, Bananen- und Orangenplantagen vorbei bis zum Aussichtspunkt La Carrucha. hier fährt ein Seilbähnchen von Jardin her auf den Berg. Es sieht aber nichtso vertrauenswürdig aus. Ich setzte ich ins Café am Aussichtspunkt und geniesse einen frisch gepressten ORangensaft sowie die geniale Aussicht.

Das Bähnchen setzt sich unten in Bewegung und transportiert ein französisches Päärchen hinauf mit welchem ich noch ein paar Minuten mich austausche. Dann mache ich mich auf den Weg zurück in die Stadt. Dafür gehts 10min steil hinunter und über die Brücke. Gleich nach der Brücke finde ich nach ein wenig suchen den Eingang zum NAturpark wo man anscheinend den roten Vogel Gallita de la Roca beobachten kann. Diese erstaunlichen Vögel habe ich ja in Pozuzso schonmal besuchen können. Sie sind extrem selten, aber hier soll es also ein paar davon haben. Sie kommen immer 2x am Tag aus ihren Erdlöchern wo sie wohnen hervor um um die Weibchen zu buhlen. Einmal am frühen morgen und ein zweites mal zwischen 4-halb6 am noachmittag. Es ist nun halb5 also sollten sie nun da sein. Ich läute am Tor und die Besitzerin macht mir auf. Sie hat hier in ihrem Reich zusammen mit ihrem Mann, ein Biologe, einen Park zum Schutz der Gallitas geschaffen. Schon auf dem Weg zum Aussichtspunkt hört man die Schreie der Vögel. Unten stehen eine Gruppe vom ca. 30Leuten mit Kameras bewaffnet. Vor allem die etwa 10 Chinesen fallen auf da ihre Fotoaparate etwa die grösse des Hubbleteleskops haben. Sieht ja sehr professionell aus! Und offensichtlich lohnt sich das Auffahren von schwerem Geschütz hier denn die Vögel hüpfen einem direkt vor der Nase auf den Ästen herum. Nur ein paar MEter von den Aussichtsbalkonen entfernt kann sogar ich mit meinem Handy ein paar gute Fotos schiessen. Ich setzte mich und beobachte begeistert die Vögel. ICh glaube hier ist der beste Ort der Welt diese seltene Vögel zu beobachten.

Sie sind wunderschön und ich lasse mich fast eine Stunde von den Moskitos verstechen bevor mein Magen anfängt zu knurren und mich wieder in die STadt zurückführt. Dort treffe ich mich im Hostel mit Hassan und wir nehmen Carl welcher gerade angekommen ist zum Znacht ins Bon Appetit mit. Hier gibts ein Tikka MAssalah und danach noch einen Schokokuchen im Café. Carl kommt aus Belgien, ist so um die 50Jahre alt und hat schon die ganze Welt bereist. Er erzählt uns von Serbien, Afrika, Peru wie es vor 30JAhren war usw. Das Gespräch mit ihm ist sehr spannend! Auch HAssan ist schon weit herumgekommen in den letzten 10Monaten. Aber er ist nun ein wenig Reisemüde und überlgt sich nach Hause zu fliegen. Ich überrede die bieden mich morgen zur Cueva del Esplendor zu begleiten.

Und diest un wir dann am Donnerstag. Es gibt nur einen einzigen Tourveranstalter in der STadt für die Höhle. Zu dritt warten wir dort also auf die 3 Chicas welche ebenfalls mit uns kommen: zwei aus MEdellin welche in Jardin aufgewachsen waren und nun für ein verlängertes Wochenende hier sind sowie eine Chilenische Studentin welche ihr Austauschsemester in MEdellin macht.

Wir werden in einen alten Jeep verladen. Wir sitzen uns auf zwei Bänken hinten gegenüber, der Fahrtwind pfeifft uns um die Nasen. Die Reise dauert ca. 45min. Unterwegs haben wir eine tolle Aussicht auf Jardin und die Umgebung.

Dann steht uns ein kurzer Spaziergang bevor. In 10min erreichen wir eine Finca wo wir erstmal mit einem zweiten Frühstück, natürlich Arepa mit Ei und Käse, verpflegt werden. Ausserdem gibt es Agua Panela, sowas wie Zuckerrohrtee, sehr typisch für die Gegend. Dann machen wir uns an den Abstieg zur Cueva del Esplendor. Dieser dauert etwa 15min und führt uns neben einem kleinen Bach durch den NEbelwald. Hier nun errinnert mich alles an Villa Rica. Das Klima ist natürlich ählich da wir uns ebenfalls im KAffeegebiet befinden wenn auch es hier etwas kühler ist. Ich frage Katalina, die Chilenin, nach ihren Studien aus. Sie studiert Psychologie und konnte dieses Semester inklusive Stipendium in Medellin verbringen. Allerdings ist es bald Zeit um nach HAuse zu gehen. Sie meint Kolumbien sei schon sehr anders als Chile. Wir reden auch über die Demos in ihrem Land und allgemein in Südamerika. Momentan sieht es wirklich so aus als wollten alle Länder gleichzeitig revoltieren.

Nach ein paar Schwenkern um grosse moosbewachsen Steine stehen wir dann plötzlich vor der Höhle. Sie ist ziemlich gross und durch ein Loch in der Decke stürzt ein Wasserfall ins Innere hinab. Im kleinen See darunter dürfen wir nun schwimmen, aber mir ist es viiiieeeel zu kalt. Das Wasser ist eisig und die Sonne will heute nichtso wirklich hervorkommen, deshalb mache ich mich zum Fotografen für alle und erspare mir das schwimmen. Die Höhle selbst ist genial, an der Decke entdeckenw ir auch ein paar einzelne Fledermausansammlungen. Der Wasserfall sieht einfach super aus.

Nach ca. 1h sind alle blaugefrohren und wir machen uns auf den Rückweg. Nun geht es den Berg steil hinauf und iweder oben hätte ich nun genug warm um baden zu gehen… Stattdessen gibt es einen Snack in der Finca. Nochmal Agua Panela und eine Kugel aus fritiertem Teig, sogenannte Bunuelos. Ich gebe meinen Pullover und meine Regenjacke jeh den beiden Chicas aus MEdellin weiter die ein wenig erfrohren aussehen. Dann geht es bald wieder zurück nach Jardin.

Am Nachmittag bin ich zu faul noch etwas grosses zu unternehmen. Das Wetter ist sowieso nichtso mega toll. Ich liege in die Hängematte im Hostel und schreibe etwas an meinem Blog. Carl und HAssan gehen um halb4 die Gallitas schauen im Park. ALs sie wieder nach HAuse kommen gehen wir bald darauf Znacht essen in der Pizzeria Bella Italia. Uns bedient der junge Besitzer persönlich. Er spricht fast kein Spanisch, aber das italienisch ist ja nichtso weit weg. Er kommt aus Sizilien und „zeigt den Kolumbianern hier wie man richtige Pizza macht“. HAssan lacht und meint er sei schon vor ein paar Tagen hier gewesen und die Pizza sei so gut, er habe noch gedacht das könne kein Kolumbianer gekocht haben. So bestelle ich eine Vegipizza mit Mozarella und werde nicht enttäuscht. Es wird mir eine wunderbare, dünne (!), italienische Pizza serviert mit richtigem Mozzarella, guten Gewürzen und viel Gemüse. Danach reichts nicht mehr für HAssans Café für einen Schokokuchen, ich bin einfach voll. Und morgen muss ich etwas früher aufstehen um um 8Uhr den Bus nach Salento zu kriegen. Also zurück ins Hostal und ab ins Bett.