Ibagué – Cañon de Cobeima

Freitag ist Wandertag und so muss ich etwas früher aus den Federn. Erstmal mit dem Bus ins Stadtzentrum, dort setzte ich mich kurz 20min ins erstbeste Kaffee und esse mein Spiegelei und Brötchen zum Frühstück. Dann versuche ich herauszufinden wo mein nächster Bus fährt. Ich denke ich stehe an der richtigen Strasse, es fahren auch hundert Busse vorbei, aber keiner mit meiner Nummer. Ich frage also den Mann der neben mir steht und auch so aussihet als würde er auf den Bus warten. Und ja, er wartet ebenfalls auf die Nummer 48. Nach 20min taucht dieser dann auch endlich auf, bis dann kenne ich schon die gesamte LEbensgeschichte des guten Mannes, inklusive der seiner ganzen Familie.
Die Fahrt dauert eine gute Stunde, bald sind wir aber schon ausserhalb Ibagués und fahren einem Fluss entlang. Ich will ja in ein Tal, scheint also der richtige Weg zu sein. Es wird etwas holpriger nachdem wir das letzte grössere Kaff hinter uns gelassen haben. Trotzdem hat es immer weider grössere Restaurants, Fincas mit Pferden und Kühen und dann wieder ein paar einfache kleine Wohnhäuser am Strassenrand. Ich steige als allerletzte im hintersten Dörfchen des Tales mit dem NAmen Juntas aus.

Der Name kommt davon dass sich hier zwei Flüsse treffe (juntar = verbinden, zusammenfügen). Hier sollte es eine Touriinfo geben, aber die haben wohl auch Weihnachtsferien. So frage ich kurz die paar Jungs welche beim HAus herumstehen wo es zum Aussichtspunkt geht. Ganz einfach, immer der STrasse nach. So wandere ich los. Der STrasse nach über die Brücken und weiter nach oben. etwa eine halbe Stunde, dann kommt der Abzweiger zum Aussichtspunkt. Den Fussweg hinauf auf den Bergvorsprung und hier sieht man über die beiden Flüsse, Juntas und die STrasse nach Ibagué.

Hier oben treffe ich zwei weitere Spaziergänger. Einer hat die Kopfhörer ziemlich festgeschraubt und ist seiner Kleidung nach (alles aus Leder) wohl mit dem grossen Motorrad da welches ich unten an der Strasse stehen sah. Der andere ist Lionel. Mit ihm fange ich ein Gespräch an und wir entschieden bald zusammen weiterzugehen. Wenn wir der Strasse weiter in das Tal hinauf folgen sollten wir nach meinem Plan zu einem Teleferico kommen.
Wie das so ist in Südamerika ist man nie alleine und mein heutiger Kumpane ist also Lionel. Er erzählt mir wie sehr er die Natur liebt. Ich sehe schon an seinem Schuhwerk dass er gerne läuft, nicht so wie die meisten anderen Südamerikaner. Er sei auch Künstler, mahlt Bilder mit viel Grün und lässt sich sehr gerne draussen inspirieren. Arbeitet tut er in Bogota, deshalb muss er übers Wochenende manchmal einfach der Grossstadt entfliehen. Auch er ist das erste Mal in Ibagué. Seine Gemälde zeigt er mir ebenfalls und sie sind wirklich beeindruckend!

So spazieren wir sicher 1.5h immer weiter die Strasse rauf, an Kühen vorbei durch das warm-feuchte Klima des Waldes. Dann kommen wir wirklich beim Teleferico an. Die Seilbahn führt über die Schlucht (die Abhänge sind nun sehr steil geworden) auf die andere Seite zu einer Finca. Wir bestiegen also die Kabine und gondeln hinaus über den Abgrund. Hier sieht man wie im Valle Cocora immer wieder die wachspalmen aus der Blätterdecke der anderen Bäume hinausragen.
Auf der anderen Seite angekommen kriegen wir einen Begrüssungstee und sehen uns kurz auf der Finca um. Sie ist sehr schön mit weiten Tischen für Touristengruppen oder Anlässe eingerichtet. Solche Fincas oder Resorts git es oft, die Südamerikaner leiben es am Wochenende aus der Stadt hinaus mit allen Kindern an so einen Ort zu fahren um „etwas zu erleben“. So ist auch gerade ein paar mit ihrer 3jährigen Tochter angekommen. Und wohl auch deshlab haben sie hier nicht nur Kühe und Pferde sondern auch 3 Sträusse, ein Hängebauchscwein, Gänse und Hasen. Eigentlich ein kompletter Streichelzoo (wobei die Sträusse definitv nicht gestreichelt werden wollen….)

Eine Führerin wird uns zugeteilt welche uns übers Terrain der Finca führen soll (einen sogenannten Eco-Weg). Dieser führt an einem Hügel vorbei woh anscheinend die Eingebohrenen noch immer ihre toten bestatten und Rituale ausführen. Oben hat es eine kleine Hütte welche ein Museum zur Geschichte von Kolumbien un ddes departements Tolima sein soll. Es ist eher düster hier drin, die Wände sind beschrieben, Zeitungsartikel angeklebt und Abbilder von Präsidenten und REvolutionsführer darübergesprayt. Unsere Füherin erzählt uns etwas unzusammenhängende Anekdoten der sehr blutrünstigen Geschichte die ich aber nicht so genau wiedergeben kann. Dann meint sie noch in einem Nebensatz dass es in diesem HAus auch spukt was die Familie mit Kind, welche benfalls mitgekommen ist, sofort veranlasst das Gehütte zu verlassen.
Weiter geht der Ausflug über einen Aussichtspunkt wo man wirklich schön ins Tal sieht in einem Rundgang wieder zurück zur Finca. Die Kleine läuft in ihren Minigummistiefel wunderbar mit (12mal besser als die Mutter) und erzählt wie ein Buch von ihrer neuen Uhr die sie bekommen hat, die aussieht wie Mickey Mouse und Micckey sei doch schon viel cooler als Minnie… Sie ist sehr süss. Allerdings bleibt sie dann mit Eltern auf dem Spielplatz hängen während Lionel und ich uns in der Finca noch einen Saft und eine Glace gönnen.

Dann ist es Zeit wieder zurückzugehen. Teleferico und 2h Fussweg zurück nach Juntas, dort haben wir beide Kohldampf und ich verdrücke eine ganze mit Mozarella überbachene Forelle. Um etwa halb5 fährt der Bus zurück nach Ibagué wo wir im strömenden Regen im stockdunkeln ankommen. Eigentlich wollte ich noch in den PArque Centenario die Weihnachtsbeleuchtung ansehen, die Plaza Bolivar muss aber genügen denn nun schüttet es wirklcih wie aus Kübeln. Trozdem sind die Lichter wirklcihw udnerhübsch!

Lionel und ich machen schnell ein paar Fotos dann versuchen wir ein Taxi zu kriegen. Das stellt sich als gar nicht so einfach heraus weil momentan alle gerade nach einer Mitfahrgelegenheit suchen. Wir schaffen es dann aber doch noch mehr oder weniger trocken in ein Auto. Auf halbem Weg verabschiede ich mich von Lionel und fahre noch bis ganz nach draussen zu meinem Hotel. Dort packe ich meine Sachen und schlafe bald, bin doch ein paar Stunden gelaufen heute und müde.

Am nächsten Tag ist das letzte Mal Busfahren auf dem Programm. Ich schleppe meinen schweren Koffer ins Terminal und setzte mich in den topmodernen Car nach Bogota.

Ibagué – Stadt & Orquidario

Am Donnerstag morgen suche ich mir neben dem Hotel gemütlich ein Frühstück (mal wieder Nationalfood Arepa mit Rührei) und winke dann den Bus heran welcher mich ins Stadtzentrum bringen soll. Das geht gut um die 40min da die Strassen sehr verstopft sind. Dafür habe ich wunderbar Zeit um aus dem Fenster zu sehen. Ibagué ist die Hauptstadt von Tolima und sieht meist aus wie grosse Städte in Südamerika halt aussehen. Schmutzig, etwas unfertig und doch schon heruntergekommen, Strassen oft verstopft und mit vielen Löchern, überall geschäftiges Hinunhergerenne. Im STadtzentrum ist es dann aber anders. Ich steige nahe des HAuptplatzes aus dem Bus und starte meinen Rundgang in der Einkaufsmeile welche zur Plaza Bolivar führt. Dafür das ein normaler Werktag ist sind esxtrem viele LEute auf der Strasse. Ich errinnere mich dass die Universitäten und Schulen nun zu sind in ganz Kolumbien und es müssen wohl alle noch Geschenke einkaufen gehen…

Auf der Plaza mache ich einen abstecher zum Touristeninfowagen, dann laufe ich einmal um den Platz um die Springbrunnen und Weihanchtsdeko zu bewundern. Auch an der KAthedrahle kommt man hier vorbei. Der Platz ist sehr grün und gefällt mir sehr gut!

Danach schlendere ich weiter durchs Zentrum, zur Plaza de la Musica, gleich neben der national sehr bekannten Musikschule, weiter zum PArque Centenario. Auch hier ist alles (aber wirklich ALLES) mit Weihnachtslichter verhängt. In der Nacht muss das wunderbar aussehen!

Ich kam etwa um 10Uhr im Stadtzentrm an, kurz vor 12 nehme ich mir bei der Plaza Bolivar ein Taxi und lasse mich in den südlichen Teil der STAdt bringen wo sich das Orquidario de Tolima befindet. Als wir bei der Adresse ankommen denke ich erst es ist geschlossen. das Tor ist zu, es hat keine Klingel. Allerdings kann ich einen Flügel aufstossen.
Mir kommt schwanzwedelnd ein deutscher Schäfer entgegen. Und ich finde auch die Besitzerin. Sie putzt gerade den Swimmingpool. Ich erkundige mich ob ich störe oder ob sie geöffnet haben. Klar haben sie offen, ob ich mit ihnen Mittagessen will. Ja, Essen tönt für meinen Magen ganz positiv. Ich finde mich also bei Tisch wieder, mit der Besitzerin, der Sekretärin welche auch als Führerin arbeitet und dem Koch. Wir unterhalten uns ganz wunderbar und ich erfahre dass die Orchideen hier zu einer privaten sammlung gehören, der Mann der Besitzerin ist Biolog. Diba, die Führerin, nimmt mich danach auf einen kleinen Rundgang durch den Garten mit. Dieser liegt am Berg und in jeder Ecke verstecken sich Orchideen. Sie selbst hilft mit diese zu züchten und zu pflegen. Sie weiss alle Namen und Sorten, und davon gibt es einige! So steigen wir den Berg hinauf, sehen neben den Blumen auch Bananenstauden, Helikonien welche meterweise von den Stauden hängen, Mangobäume und vieles mehr. Oben angekommen haben wir durch das grün auch noch etwas Aussicht auf die Stadt.

Kolibris flitzen durch den Wald, ihr schimmerndes Gefieder entweder türkisblau oder smaragdgrün. Sie bestäuben vor allem die Helikonien. Ich bin super begeistert von diesem wunderbaren botanischen Garten. Zurück am Start lerne ich auch noch den Herr Professor persönlich kennen. Er hat alles hier aufgebaut, inklusive einem kleinen Hostel, man kann hier also auch übernachten.
Ich mache mich allerdings dann wieder auf den Weg. Es wird schon langsam dunkel und da ich nun mit dem Bus zurückfahre dauert das gut 1h noch bis ans andere Ende der STadt. Ich möchte heute früh schlafen gehen, denn morgen mache ich einen etwas weiteren Ausflug.

Desierto Tatacoa

Ich wache morgens beizeiten auf und lasse mir ein Taxi zum Busbahnhof rufen. Der Koffer wollte ich eigentlich in Neiva lassen,eintschiede mich aber alles mitzunehmen damit ich auf der Rückreise nicht noch einmal bei dem etwas ungünstig gelegenen Hostel vorbeimuss. Im alltäglichen Gewusel am Busbahnhof muss ich mich ein- zweimal erkundigen wo jetzt die Kombis nach Villavieja fahren. Als ich dann amr ichtigen posten stehe kriege ich gleich ein Ticket und 10min später sind wir unterwegs. Etwa 1h brauchen wir bis ins Städtchen Villavieja. Dort quetsche ich mich mitsamt Koffer in ein Mototaxi welches mich zur Unterkunft Noches de Saturno in der Wüste bringen soll. Obwohl es hier schon sehr trocken ist sieht man der Umgebung die Wüste noch nicht wirklich an. Das ändert sich aber in den 20min fahrt ziemlich drastisch. Die kleinen Bäume und Sträucher weichen Kakteen, die Landschaft wird saniger und der Boden rot. Man sieht die ersten Gesteinsformationen welche vin dem wenigen Wasser und vom Wind ganz eigenartig geformt wurden aus dem Boden ragen.

Um 11Uhr mittags komme ich beim Hostel an. Und mache erstmal Pause. Es ist sicher 35Grad und einfach zu heiss um in der prallen Sonne spazieren zu gehen. Ausserdem ist der Tourenguide nicht hier um mich in eine etwas entlegenere Gegend der Tatacoa zu fahren. So geniesse ich die Hitze bei einem kühlen Cola und richte mein Schlafplatz, eine Hängematte, ein. Erst um halb4Uhr gehe ich los um den roten Teil der Tatacoa mit dem Namen Cusco zu besichtigen. Dieser liegt gleich auf der anderen Seite der einzigen Strasse, 2 Fussminuten vom Hostel entfernt. Der Eingang zu Rundweg führt bei einem kleinen Restaurant vorbei und ich frage den Besitzer ob der WEg auch gut ausgeschildert sei. Jaja, kein Problem. Ich laufe also den Pfosten mit den gelben Markierungen nach. Nach den ersten 3 finde ich schon keinen mehr… Also suche ich mir meinen Weg selbständig, etwas den Fussspuren der vorigen Besucher nach. Das rote Areal ist nicht so gross und und man kann sich kaum verlaufen. Trotzdem fühlt man sich hier plötzlich in eine andere Welt versetzt. Es sieht aus wie im wilden Westen. Roter Sandstein hat Blöcke geschafft die einwenig ans Monument Valley in den USA erinnern. Hohe Kakteen säumen die Wege, kleine runde mit violetten Blüten sieht man zwischendurch. Die Nachmittagsonne mit ihrem warmen Licht taucht alles in einen organen Schimmer. Es ist wunderschön und die Felsen sehr beeindruckend.

Allerdings weiss ich irgendwann wirklic nicht mehr genau wie ich zwischen den Felsen zum zweiten Ausgang gelangen soll. Immer wieder begene ich einer Herde Ziegen und ein kleiner Hund leistet mir seit den ersten paar Kurven Gesellschaft. Zurück kann ich immer, das ist kein Problem, ich laufe also einmal auf ein Plateau um alles von oben zu sehen. Da Treffe ich eine weitere Gruppe Touris, ein französisches Päärchen und eine Engländerin. Auch sie finden den offiziellen weg nicht mehr. Hier oben kann man auch ekennen dass das ein icht ganz so einfaches Unterfangen ist da die roten Sandsteinspitzen wie ein Labyrinth bilden.

Wir machen uns zu viert also auf den Rückweg wo ich hergekommen bin. Dort erholenw ir uns kurz in dem kleinen Restaurant. Es ist immer noch sehr heiss und die halbe Stunde spazieren hat uns alle schwitzen lassen. Um halb6 geht die Sonne unter. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen und stellen uns an die Plateaukante von wo man eine wunderbare Aussicht über den roten Teil der Tatacoa hat.

Danach nehme ich die 3 in mein Hostel mit wo es eine riesige Portion Reis mit Poulet zum Abendessen gibt. Pünktlich um 10vor7 sind die Teller leer und wir machen uns auf zur Sternwarte. Auch dieses liegt nicht mehr als 5 Fussminuten entfernt. Die Tatacoa soll der beste Ort in Kolumbien sein um Sterne zu kucken. Hier gibt es keine Strassenlaternen, so leuchten wir uns den Weg mit Taschenlampe und Handys. Nur die Sternwarte leuchtet im Dunkeln. Vor dem Gebäude stehen schon 2 Busse, dies hier ist die Hauptattraktion der Gegend.
Wir werden auf das Dach geführt wo schon zwei Teleskope bereit stehen. Durch das eine kann man Uranus erblicken, ein blauer schwummriger Ball, durch das andere die Pleiaden. Dann dürfen wir uns auf die herumstehenden Plastikstühle setzten und den Kopf in den Nacken legen. Die beiden Wissenschaftler die uns hier heute etwas über die Sterne erzählen machen hier schon mehrere Jahre Forschung. Es wurden auch schon neue Sterne in dieser Sternwarte entdeckt. Nur können beide doch nicht sehr gut englisch, allerdings geben sie sich jede Mühe, da meine drei Kollegen nicht wahnsinnig gut Spanisch sprechen. So viel ich ausmachen kanns ind wir aber die einzigen Europäer hier.

Als erstes wird uns der Polarstern und die Formation Orion gezeigt. Der Polarstern ist hier ganz unten am Firmament und nicht sehr gut zu erkennen. Der Orion steht das ganze Jahr über am Himmel. Ausserdem können von Kolumbien aus auch der Wagen und das Kreuz des Südens zu sehen sein, allerdings erst ein ein paar Monaten wieder. Alle bekannten Sternezeichen ziehen hier im verlauf des JAhres über den Himmel da wir uns extrem nahe am Äquator befinden, dies ist ein weiterer Grund warum die Tatacoa für Wissenschaftler in diesem Bereich sehr interessant ist.
Mit einem LAserstrahl wird dann unsere Aufmerksamkeit auf einen der Orionsterne gerichtet. Dieser heisst Betelgeuse und ist der grösste Stern welchen wir von Auge erblicken können am Himmel. Er ist über 100 Lichtjahre entfernt. Und, Betelgeuse ist am sterben. Oder vielleicht schon lange gestorben, allerdings müssen wir hier auf der Erde warten bis uns das Licht der supernova erreicht welcher mit dem definitiven Kollaps des Sterns einhergeht um es genau zu wissen. Wenn dies passiert werden wir hier auf der Erde über ca. 1-2 Monate ein grosses Licht am Himmel erblicken, heller als der Mond. Dies könnte in den nächsten Jahren passieren, oder morgen, oder doch erst in hunderttausend Jahren. Ich bin begeistert und wünsche mir das erleben zu können, das ist doch saucool!

Die beiden Guides erklären uns noch einige Sterne und weitere Himmelskörper mehr. Wir sehen einige Kometen vorbeifliegen da wir gerade mitten in einem Schauer sind, uns wird die Formation des Pegasus hervorgehoben und die Position der Orionnebula welche wir dann auch noch durchs Teleskop betrachten können. Lustig fand ich als wir nach dem Kassopeia-M suchen. Ich wollte es vorher schon finden, allerdings habe ich nach einem W gesucht. Dieses steht hier für meine Verhältnisse verkehrt am Himmel weshalb ich es auch von selbst nicht fand. Insgesamt ist die Führung sehr gut, auch wenn nicht grauenhaft viel neues für mich herausspringt, abgesehen von Betelgeuse, was mich wirklich begeistert.
Nach der Tour, welche etwa 1h dauerte, machen sich meine drei Freunde auf den Weg zurück nach Villavieja wo sie ihr Hostel haben. Ich laufe den kurzen Weg zurück zum Hostel. Dort steige ich in meine Hängematte, aber nicht bevor ich mich nicht von Kopf bis Fuss mit Mückenspray eingenebelt habe. Diese Mistviecher leben gleich im Sand unter meinen Füssen und ich habe konstant etwa 10 davon um den Kopf. Na halleluja wenn ich da nur schlafen kann. Mein Geschimpfe weckt jemandem in der Hängematte nebenmir vonw elcher ich dachte sie sei leer. ICh entschuldige mich, aber Nadien hat noch gar nicht geschlafen. Nachdem wir 5Minuten auf Englisch gesprächeln finden wir heraus dass wir ja beide aus der Schweiz sind.
Nadine ist schon ein paar Monate unterwegs und nimmt sich sehr viel Zeit. Sie ist Grundschuhllehrerin, will aber 2 Jahre jetzt Reisen. Davor war sie iene kurze Zeit arbeiten auf einem Kreuzfahrtschiff, ein Erlbenis vom welchem sie mir sehr viel erzählt, allerdings nicht sehr viel positives. Anstrengend, viele doffe Regeln, 14h Tage, keine Privatsphäre, Person 4. Klasse. Tönt nach Spass…. Wir reden noch bis weit in die Nacht hinein, unter anderem weil wir beide von den Mücken nicht in Ruhe gelassen werden und schlafen eher schwierig wird. Schlussendlich nicke ich doch noch weg, aber nur für ca. 4h.

Dafür bin ich beizeiten wach am nächsten Tag und um 8Uhr nach einem riesigen Frühstück (juhuu Reis) bereit damit mich der Tourguide des Hostels für den total überrissenen Preis von 50Pesos zum grauen Teil der Wüste fährt. Wir steigen auf sein Motorrad und ab geht die post (ja ich liebe Motorrad fahren!). Da es eher teuer ist lasse ich mir aber auch alle Zeit der Welt um zwischendurch abzusteigen, die Landschaft zu betrachten und Fotos zu machen. Auf beiden Seiten der Wüste kann man die Ausläufer der Anden erkennen welche das dazwischenliegende Land so austrocknen, da jegliche Wolken beim überqueren der Gipfel schon ausregnen.

Nach ca. 15 Fahrminuten, in welchen wir an weiteren Sternwarten (einige davon Privat) und an Luxushotels vorbeikommen, halten wir beim grauen Teil der Tatacoa. Auch hier hat das wenige aber heftige Wasser und der Wind ganz einzigartige Figuren geformt. Einige sehen aus wie Gespenster, andere wie Tische wenn der Sandstein unter einer festeren Steinplatte abgetragen wurde. Es ist früh am morgen, wir sind die ersten zwei MEnschen hier. Es ist gut habe ich einen Führer denn die Hügel sind auch hier labyrinthartig. Am Ende des Weges kommen wir am Schwimmbad vorbei von welchem man einen tollen Ausblick über die Wüste hat (allerdigns leider inklusive dem hässlichen Swimmingpool).

Von da werde ich wieder zurückkutschiert und ich mache noch ein paar Fotos der riesigen Kakteen welche hier überall wachsen.

Zwischen dem roten und dem grauen Teil ist die tatacoa gar nicht so wüstenhaft, sie hat immer wieder etwas grün.
So das wars also, mit dem Mototaxi des Hostels gehts zurück nach Villavieja wo ich mich in den Kombi setzte und warte bis er voll besetzt ist um abzufahren, Dabei lerne ich zwei Deutsche kennen welche sich in de Wüste ein Luxusresort gegönnt haben und deshalb gerade sehr entspannt nach Bogota fahren um von dort vor Weihnachten noch nach Hause zu fliegen.
Ich selbst steige in Neiva in den Bus nach Ibagué um. Die Fahrt dauert etwa 4h, dazwischen muss immer mal wieder angehalten werden, vor allem da um 12Uhr alle etwas essbares finden müssen. Am Nachmittag kommen wir in der STadt an.
Ibagué ist nocht sehr gross und nahe bei Bogota. Allerdings immer noch auf einer Höhe wo es schön warm bleibt. Mein Hotel (es gibt hier keine Hostels, ist definitv kein bekanntes Touristenziel) leigt am Ende der Stadt. Es gibt Busse aber mit dem Koffer nehme ich lieber ein Taxi. Es sit schön für zwischendurch mal wieder ein eigenes Zimmer und Bad zu haben. Das ausgiebig duschen lasse ich allerdings doch sein, denn es gibt kein warmes Wasser… Da es doch schon 4Uhr ist bis ich ankomme und mich eingerichtet habe kann ich micht mehr wirklich zum hinausgehen motivieren, es gibt einen gemütlichen Filmabend.