Neben dem Goldmuseum gibt es noch ein Touristenziel welches man einfach gesehen haben muss in bogota. Und das ist der Montserrate. Der Hausberg thront über La Candelaria und die Seilbahn ist von mir aus in 15min zu Fuss zu erreichen. Ich komme um 10:30 dort an, da geht das warten los. Es ist kurz vor Weihnachten, Leute haben frei, Bogota hat viele Touristen… keine Ahnung ob das Ausreden sind oder ob es einfach jeden Tag so ist, auf alle Fälle darf eine komplette Stunde anstehen für Tickets und danach für die Gondel auf den Berg. Naja, man ist ja geduldig….
Zumindest lohnt sich das warten dann hundert mal! In der Zeit bis ich auf dem Berg ankomme kuckt sogar die Sonne etwas aus den Wolken und die Sicht auf die Metropole Bogota ist grandios!
Natürlich kann man hier oben auch Touristenramsch einkaufen, es hat Cafes und Restaurants, eine Kirche, ganz viel Weihnachtsdeko und einen kleinen botanischen Garten. Ich inspiziere alles, sehe mir die Erklärungen zu den Vogelspezies hier oben an, schaue in alle Richtungen auf die Stadt. Hunger hätte ich zwar, aber die Restis isnd nun um 13Uhr zu voll. Also lasse ich mich nach ca. 2h wieder von der Seilbahn hinunterbringen.

Um essen zu finden spaziere ich noch einmal durch das Zentrum, gönne mir ein feines Mittagessen und sehe den Menschenmassen auf der Plaza zu.
Am Abend dann nehme ich mir beizeiten ein Taxi um zur Plaza 93 zu fahren. Meine Freundin Andrea arbeitet dort ganz in der Nähe. Ich kenne sie von meiner letzten Reise wo wir uns in Arequipa, Peru auf einer Stadtführung getroffen haben. Natürlich musste ich ihr schreiben dass ich zu ihr nach Hause nach Bogota kommen werde.
Die Plaza ist schön beleuchtet, alles ist sehr weihnachtlich. Vor allem Andrea. Sie hat eine rot-grüne Mütze mit leuchtenden Sternen auf als sie lachend auf mich zukommt. Sie ist eine eher kleine Frau, hat dafür Energie für vier. Eine Latina halt… 🙂 Ich bin super happy sie heute nach so langer Zeit wieder zu treffen, ich erinnere mich dass wir damals in Arequipa wunderbar auf einer Wellenlänge waren. Und so ist es auch heute. Beim zwei Tacos lachen und erzählen wir uns unser Leben in den vergangenen 2 Jahren. Sie arbeitet im Retailshop Falabella und träumt jedes Jahr wieder vom Reisen. Bald möchte sie in die USA, ihre Schwester wohnt in Miami und bekommt bald ihr zweites Kind. Sie selbst hat hier in Bogota ein Apartment, wohnt da seit Jahren alleine und meint sie lasse sich von Männern nicht ihre Freiheit zum reisen nehmen.
Um 8Uhr machen wir uns dann zusammen auf den Weg zum botanischen Garten. Das heisst wir fahren eine halbe Stunde Auto. Auf dem Weg erklärt mir Andrea dass es dort momentan eine Lichtausstellung gäbe, das müsse man gesehen haben.
Angekommen sind auch schon einige Leute zu sehen. Die Ausstellung heisst Brilla Colombia (Glänzendes Kolumbien) und beinhaltet überlebensgrosse beleuchtete Tierskulpturen aus allen Regionen des Landes. Erst spaziert man durch das Meer, Schildkröten beäugen einem, Haifische und Krebse sind zu sehen und man läuft durch einen Wal-Tunnel. Dann kommen wir in die Wetlands wo Gänse und Wiesel zuhause sind. Weiter geht es mit den Schmetterlingen und Vögel bis wir in den Nebelwald kommen. Von dort steigen wir zu der Schlange in die Wüste, auf die Anden zum Kondor und dann wieder runter zu Jaguar, Faultier und Flussdelfinen in die Selva.
Die Tiere sind wunderschön gemacht, stimmige Musik untermalt das ganze. Es hat viele Besucher aber gerade noch aushaltbar viel Platz. Sowohl Andrea als auch ich sind begeistert und schiessen gefühlte tausend Fotos. Ganz toll ist auch die allerletzte Skulptur eines Chinesischen Neujahrsdrachen welcher mitten in der Lagune thront und sich wunderbar auf dem Wasser spiegelt.





Erst um 11Uhr Abends, nach vollen 3h, sind wir einmal um den Circuit herumgekommen. Andrea ist ziemlich müde und so bestellen wir uns je unser Uber. Wir verabreden uns für morgen, Heiligabend. Da sowohl ich als auch Andrea nicht mit unseren Familien feiern können hat ein Freund von Andrea uns eingeladen mit zu der Familie eines weiteren Kollegen zu kommen fürs traditionelle Weihnachtsessen. Dadrauf freue ich mich schon sehr!














