Der Donnerstag fängt früüh an. Um 3:30 verlassen JEssi und ich das Hostel in Cali. Da auch heute vieleicht wieder demonstriert wird ist unsere beste Chance aus der Stadt zu kommen der erste Bus am morgen. Dieser fährt um 4Uhr. Den erwischen wir dann auch, sind aber offensichtlich nicht die einzigen mit dieser Idee, es ist ziemlich voll und leider ist die Strasse sehr holprig bis anch Buenaventura und wir schlafen nicht wahnsinnig gut die 2.5h fahrt bis dorthin. Buenaventura ist einer der grössten Pazifikhäfen Südamerikas. Die STadt selbst ist aber nicht sehr sicher und auch nicht wahnsinnig schön. Jessi und ich spazieren nur schnell vom Terminal 7min an den Muelle Turistico (Touristenhafen) wo wir bis 7Uhr warten müssen bis das Schiffsunternehmen aufmachtmit dem wir zu unserem Hostel fahren wollen. Die Morgenstimmung über dem MEer ist sehr schön. Es richt nach Salzwasser und Fisch, die Pelikane putzen ihr gefieder auf den Stegen und überall rennen schon Strassenverkäufer herum mit Thermoskannen voller KAffee.

Um 8Uhr nachdem wir ein Ticket ergattert und das Schiff gefunden haben stechen wir in See. Nach Beunaventura ist fast die ganze Küste Teil eines NAturparks und somit auch entsprechend wild, grün und wunderschön.

Nach ca. 1.5h werden wir in einer Bucht an einer Treppe ausgeladen. Hier sind wir, inmitten des Nirgendwo in unserem Hostel PAcifico. Und das erste was wir machen ist eine kleine PAddelausfahrt mit dem Kajak. In die Bucht mündet ein Fluss welchen wir zusammen mit Juan, dem Volunteer des Hostels, und Julien, einem Canadier, im zweiten Doppelkanu hinauffahren. Das Salzwasser wird trüb und brackig, dann wieder vollkommen kristallklar und süss. Der Wald um uns herum ist grossartig. Viele Lianen und Bromelien zieren die Bäume die hier richtig dicht an dicht stehen. Man merkt der Gegend an dass es das ganze Jahr hindurch viel regnet, alles ist feucht und halt so richtig wie im Regenwald. Wir sehen ein paar süsse gelb-schwarz gestreifte Fische. Am Schluss wird der Bach zu seicht um mit dem Kanu noch weiterzukommen, also laufen wir noch ein paar MEter hinauf. Während Juan ein paar Yogaübungen durchführt und zu einem Baum sing (jedem das seine oder) stehen Jessi, Julien und ich staunend in der Natur. Vor allem JEssi welche den Amazonas noch nicht kennt ist dies ein Abenteuer pur. Wir atmen die frische Luft welche nach der Grossstadt Cali richtig gut tut.

Der Ausflug mit dem KAnu ging etwa 1.5h und wir kommen perfekt aufs Zmittag zurück ins Hostel. Hier arbeiten mind. 3 weitere Volunteers, ein Franzose, Katalina aus Serbien und eine Argentinierin. Ausserdem lernen wir die anderen Gäste kennen. NEben Julien aus VAncouver ist hier noch Manuela aus Cali und Atesh aus der Türkei. Letzterer ist mit uns im Dorm und passt mir mit seinem Machogehabe so gar nicht. Ich ihm wohl auch nicht nachdem ich ihn bitte im Schlafsaal nicht zu rauchen… Die anderen, speziell Manuela sind aber super nett! Und vor allem ist dieses Hostel das Paradies auf Erden, perfekt um ein wenig Auszuspannen, dem Meeresrauschen zuzuhören und die Aussichten zu geniessen.



Das Hostel steht gleich am Meer und so um 4Uhr sollte man über die Bucht unten an die Küste laufen können da dann Ebbe ist und sich ein Strand unterhalb des Hostels ausbreitet. Nun ist aber erst 2Uhr und Jessi und ich schon etwas müde wegen des frühen Aufstehens. Wir fläzen uns also in eine Hängematte und sind in ein paar Minuten eingeschlafen. ICh wache erst um halb6 wieder auf als der Strand schon weg ist. Haha, naja wenigstens haben wir noch 2 Tage länger um den noch zu finden. Um 6Uhr gibts Abendessen. Die Gerichte hier sind immer entwder mit Seafood (vor allem Shrimps) oder frischem Fisch oder auch vegetarisch. Es gibt Reis dazu und eine portion Gemüse. Habe schon lange nicht mehr so gut gegessen!

Am Abend machen Julien und Jessi ein Feuer und die ganze Crew plus Gäste sitzt darum herum. Der Ort hier ist wunderschön und sehr entspannend. Irgendwann verdoppeln sich die LEute am LAgerfeuer da eine Gruppe von der Insel gegenüber dazukommt. Alles sind junge Leute, einer ist Kolumbianer der aber schon 3Jahre in Deutschland studiert, die anderen sind seine Freunde und sein Vater.
So lange es nicht regnet ist es auch wunderbar warm. Allerdings mögen JEssi und ich nicht soo lange durchhalten, die Siesta am Tag war noch nicht genug schlaf.
Am nächsten Tag nach einer durchregneten Nacht im halboffenen Dorm in der ich so richtig toll geschlafen habe essen wir um 9Uhr Früstück (yess Pancakes, sozusagen Arepa in toll, sogar mit Ahornsirup) und um 9:40 holt uns das Boot ab um mit den Typen von nebenan in einer grossen Gruppe zu den Wasserfällen El Sierpe zu fahren. Manuela, die heute Geburtstag hat, Julien, Jessi und ich ergattern die Poleosition. Die Schiffahrt dauert etwa 1h, wir sehen die Pelikane der grünen Küste entlangsegeln, die Sonne scheint, alle sind glücklich und zufrieden.

Die Wasserfälle hört man bevor man sie sieht. Sie leigen etwas versteckt hinter der dichten Vegetation gleich an der Steilküste wo sie in die Tiefe rauschen. Beide haben sich einen Pool gegraben in dem man schwimmen kann (wenn man nicht so ein gfröhrli ist wie ich). Von dort fliesst das Wasser gleich ins Meer, so sind die Wasserfälle nur mit dem Schiff erreichbar. Alle plantschen eine Stunde herum während ich Fotos von allen schiesse und die Natur begutachte. Wirklich wunderschön. Der Name El Sierpe kommt ausserdem davon dass es hier früher viele Schlangen (=serpiente) gab, heute ist der Ort aber ungefährlich.


Als wieder alle ins Boot verladen sind machen wir einen kleinen Zwischenstopp in einem Eingebrenendorf wo under Kapitän eigentlich Muscheln einkaufen will. Für uns ist es mehr wie eine Führung durch ein typisches Fischerdörfchen der Küste. Es errinnert mich an die Communitites in Villa Rica, viele Kinder die herumtollen und Spielen (es sind gerade 2Monate nationale Ferien), Holzhütten, die Wäsche überall aufgehängt wo die Sonne noch hinkommt. Ich kann mir denken dass die Leute hier eher arm sind.

Unsere Tour bietet noch einen letzten Halt bei einem FLuss welchen man in Badehosen und barfuss hinauflaufen kann. Auch hier sind wir mitten im Dschungel. Die Sonne scheint noch immer, alles ist in warmes grünes Lciht getaucht. Der Bach springt von Stein zu Stein und hinterliess über die JAhre ziemlich tiefe Löcher in welche man sogar hineinspringen kann. Hat allerdings ur Platz für 1 Person in den bis zu 3m tiefen Pools. Wir sehen die grossen blauen Schmetterlinge, wie in Villa Rica, Vögel und eine Tonne Moskitos.

Auch hier bleiben und platnschen wir etwa 1h. Auf der Heimfahrt sehen wir noch den Pelikanen, Möwen und Fregattvögeln beim Fischen zu. Gleich neben dem Boot stürzen sie sich ins Wasser wo gerade ein Schwarm Sardienen vorbeischwimmt.

Dann gehts mit knurrendem MAgen zurück ins hostel wo wir um 2 einen späten Zmittag kriegen. Dann ist entspannen angesagt. Wir reden mit dem Neuzugang Jana aus Deutschland. Sie reist vor dem Antreten ihres ersten Jobs als Englisch- und Spanischlehrerin. Sie wird dafür von Köln nach HAmburg ziehen. Ausserdem ist da nun JEsse aus den USA welcher den Job gekündigt hat um auf Weltreise zu gehen und vielleciht ein neues ZUhause zu finden. Ein paar Kolumbianer sind auch noch angekommen. Dann dösen wir ein wenig in der Hängematte bis um halb5. Da schaffen es Jessi und ich wriklich noch an den Strand hinunter bevor er wieder von den FLuten überspült wird. Das Abendlicht taucht die Küste in Gold, es ist ein wunderschöner Flecken Erde hier!



Am Abend wollen wir eigentlich Manuelas 23. Geburtstag feiern, der Regen macht dem Lagerfeuer aber einen Strich durch die Rechnung. So verbringen wir den Abend erst beim Kartenspielen nach de Znacht, dann mit Bier und Musik für die Tanzfreudigen, schön alles unter Dach denn es giesst in Strömen. Auf dem kurzen Weg um 1Uhr morgens in den Dorm wird alles was nicht unter den Schirm oder die Jacke passt pflatschnass.
Der dritte Tag starten JEssi und ich gemütlich. Heute ist wieder Arepa angesagt zum Frühstück. Dann machen wir uns auf den kurzen Spaziergang zum nächsten Dorf, Juanchaco. Eigenltich ist das ein 15minütiger Fussmarsch. Wir brauchen aber dank der völlig aufgeweichten Erde und einer ausgewachsenen Schlammschlacht auf dem Trail etwas länger. Vor Juanchaco steigen wir eine Treppe bis zum Meer hinab. Die Stufen versinken in der Flut und wir müssen uns 10min gedulden bis uns ein Fischer beim vorbeifahren an den Strand Juanchacos übersetzt. Das Dorf selbst ärmlich, etwas dreckig, etwas hinuntergekommen. Wir spazieren hindurch um auf der STrasse nach LAdrilleros, dem nächsten Kaff weiterzugehen. Wir kommen an einer grossen Militärzone vorbei und nach eienr halben Stunde erreichen wir das etwas schönere Dorf LAdrilleros. Dort suchen wir den Abgang zum Strand. Es ist 11:30 und die Sonne brennt richtig vom Himmel. Am Strand mieten wir jeh einen Plastikstuhl um unsere Sachen irgendwo platzieren zu können denn es ist immernoch Flut und der Strand wir konstant von Wellen überspült.



Wir sonnen uns, baden ein wenig. NAch 1h suchen wir ein Restaurant mit Seeblick und trinken einen Saft und essen eines von JEssies Erdnusspäckchen. Dann gehts gemütlich den ganzen Weg wieder zurück. Unser kleiner Ausflug endet mit verschlammten Füssen welche wir im Hostel im Meer abwaschen. Dann hängen wir etwas herum, trinken einen Schokomlikshake um den Hunger bis 6Uhr zu überbrücken und entspannen.
Nach Eindunkeln wird wieder ein Feuer angefacht und dann werden ganz viele bunte Kerzen verteilt. Heute am 7. Dezember ist La Noche de las Velas (die NAcht der Kerzen) in Kolumbien. Familien treffen sich um Kerzen anzuzünden. Der geschmolzene Wachs wird dann gesammelt und zu einem riesigen Wachsberg zusammengepappt. Auf diesem Berg soll man das nächste Jahr die KErzen anzünden um ihnnoch grösser zu machen. Verstehe einer die Katholiken hier, aber die Kerzen sind süss! Vor allem Manuela ist mit Herzblut dabei. Bald hat man die Musikboxen ans Feuer gestellt, Bier ist auch mehr als genug da und die angewachsene Zahl Gäste sind alle happy am Party machen. Ich spreche iene Zeitlang mit Juliana, einer Kolumbianerinaus Medellin. Sie erzählt mir von ihren Studien in medizinischer Onkologie und dass sie bald nach Italien kommen wir um ein Semester zu studieren.
Da Jessi und ich morgen früh auf das 7:30 Boot zurück nach Buenaventura wollen wird es heute aber nur 12Uhr bis wir ins Schlafzimmer abschleichen.
Am nächsten Tag reicht es nicht für Zmorge, einfach anziehen, fertig packen und ab an den Steg. Dort holt uns das Boot mit 30min verspätung ab und wir kehren einmal über Juanchaco um nach Buenaventura wieder in den Heimathafen zu fahren. Die Pazifikküste hat mir super gut gefallen, ich bin froh hat JEssi mich ein wenig überredet mitzukommen. Nun sitzen wir beim Frühstück (heute Patacones (gestampfte Bananen) anstatt Arepa) und planen gleich auf den Bus nach San cipriano zu gehen. Dieses Dorf ist etwas speziell da sehr abgelegen und nur mit einem speziellen Transportmittel erreichbar. Mehr werde ich euch im nächsten Post erzählen.


























































































