An der Pazifikküste

Der Donnerstag fängt früüh an. Um 3:30 verlassen JEssi und ich das Hostel in Cali. Da auch heute vieleicht wieder demonstriert wird ist unsere beste Chance aus der Stadt zu kommen der erste Bus am morgen. Dieser fährt um 4Uhr. Den erwischen wir dann auch, sind aber offensichtlich nicht die einzigen mit dieser Idee, es ist ziemlich voll und leider ist die Strasse sehr holprig bis anch Buenaventura und wir schlafen nicht wahnsinnig gut die 2.5h fahrt bis dorthin. Buenaventura ist einer der grössten Pazifikhäfen Südamerikas. Die STadt selbst ist aber nicht sehr sicher und auch nicht wahnsinnig schön. Jessi und ich spazieren nur schnell vom Terminal 7min an den Muelle Turistico (Touristenhafen) wo wir bis 7Uhr warten müssen bis das Schiffsunternehmen aufmachtmit dem wir zu unserem Hostel fahren wollen. Die Morgenstimmung über dem MEer ist sehr schön. Es richt nach Salzwasser und Fisch, die Pelikane putzen ihr gefieder auf den Stegen und überall rennen schon Strassenverkäufer herum mit Thermoskannen voller KAffee.

Um 8Uhr nachdem wir ein Ticket ergattert und das Schiff gefunden haben stechen wir in See. Nach Beunaventura ist fast die ganze Küste Teil eines NAturparks und somit auch entsprechend wild, grün und wunderschön.

Nach ca. 1.5h werden wir in einer Bucht an einer Treppe ausgeladen. Hier sind wir, inmitten des Nirgendwo in unserem Hostel PAcifico. Und das erste was wir machen ist eine kleine PAddelausfahrt mit dem Kajak. In die Bucht mündet ein Fluss welchen wir zusammen mit Juan, dem Volunteer des Hostels, und Julien, einem Canadier, im zweiten Doppelkanu hinauffahren. Das Salzwasser wird trüb und brackig, dann wieder vollkommen kristallklar und süss. Der Wald um uns herum ist grossartig. Viele Lianen und Bromelien zieren die Bäume die hier richtig dicht an dicht stehen. Man merkt der Gegend an dass es das ganze Jahr hindurch viel regnet, alles ist feucht und halt so richtig wie im Regenwald. Wir sehen ein paar süsse gelb-schwarz gestreifte Fische. Am Schluss wird der Bach zu seicht um mit dem Kanu noch weiterzukommen, also laufen wir noch ein paar MEter hinauf. Während Juan ein paar Yogaübungen durchführt und zu einem Baum sing (jedem das seine oder) stehen Jessi, Julien und ich staunend in der Natur. Vor allem JEssi welche den Amazonas noch nicht kennt ist dies ein Abenteuer pur. Wir atmen die frische Luft welche nach der Grossstadt Cali richtig gut tut.

Der Ausflug mit dem KAnu ging etwa 1.5h und wir kommen perfekt aufs Zmittag zurück ins Hostel. Hier arbeiten mind. 3 weitere Volunteers, ein Franzose, Katalina aus Serbien und eine Argentinierin. Ausserdem lernen wir die anderen Gäste kennen. NEben Julien aus VAncouver ist hier noch Manuela aus Cali und Atesh aus der Türkei. Letzterer ist mit uns im Dorm und passt mir mit seinem Machogehabe so gar nicht. Ich ihm wohl auch nicht nachdem ich ihn bitte im Schlafsaal nicht zu rauchen… Die anderen, speziell Manuela sind aber super nett! Und vor allem ist dieses Hostel das Paradies auf Erden, perfekt um ein wenig Auszuspannen, dem Meeresrauschen zuzuhören und die Aussichten zu geniessen.

Das Hostel steht gleich am Meer und so um 4Uhr sollte man über die Bucht unten an die Küste laufen können da dann Ebbe ist und sich ein Strand unterhalb des Hostels ausbreitet. Nun ist aber erst 2Uhr und Jessi und ich schon etwas müde wegen des frühen Aufstehens. Wir fläzen uns also in eine Hängematte und sind in ein paar Minuten eingeschlafen. ICh wache erst um halb6 wieder auf als der Strand schon weg ist. Haha, naja wenigstens haben wir noch 2 Tage länger um den noch zu finden. Um 6Uhr gibts Abendessen. Die Gerichte hier sind immer entwder mit Seafood (vor allem Shrimps) oder frischem Fisch oder auch vegetarisch. Es gibt Reis dazu und eine portion Gemüse. Habe schon lange nicht mehr so gut gegessen!

Am Abend machen Julien und Jessi ein Feuer und die ganze Crew plus Gäste sitzt darum herum. Der Ort hier ist wunderschön und sehr entspannend. Irgendwann verdoppeln sich die LEute am LAgerfeuer da eine Gruppe von der Insel gegenüber dazukommt. Alles sind junge Leute, einer ist Kolumbianer der aber schon 3Jahre in Deutschland studiert, die anderen sind seine Freunde und sein Vater.

So lange es nicht regnet ist es auch wunderbar warm. Allerdings mögen JEssi und ich nicht soo lange durchhalten, die Siesta am Tag war noch nicht genug schlaf.

Am nächsten Tag nach einer durchregneten Nacht im halboffenen Dorm in der ich so richtig toll geschlafen habe essen wir um 9Uhr Früstück (yess Pancakes, sozusagen Arepa in toll, sogar mit Ahornsirup) und um 9:40 holt uns das Boot ab um mit den Typen von nebenan in einer grossen Gruppe zu den Wasserfällen El Sierpe zu fahren. Manuela, die heute Geburtstag hat, Julien, Jessi und ich ergattern die Poleosition. Die Schiffahrt dauert etwa 1h, wir sehen die Pelikane der grünen Küste entlangsegeln, die Sonne scheint, alle sind glücklich und zufrieden.

Die Wasserfälle hört man bevor man sie sieht. Sie leigen etwas versteckt hinter der dichten Vegetation gleich an der Steilküste wo sie in die Tiefe rauschen. Beide haben sich einen Pool gegraben in dem man schwimmen kann (wenn man nicht so ein gfröhrli ist wie ich). Von dort fliesst das Wasser gleich ins Meer, so sind die Wasserfälle nur mit dem Schiff erreichbar. Alle plantschen eine Stunde herum während ich Fotos von allen schiesse und die Natur begutachte. Wirklich wunderschön. Der Name El Sierpe kommt ausserdem davon dass es hier früher viele Schlangen (=serpiente) gab, heute ist der Ort aber ungefährlich.

Als wieder alle ins Boot verladen sind machen wir einen kleinen Zwischenstopp in einem Eingebrenendorf wo under Kapitän eigentlich Muscheln einkaufen will. Für uns ist es mehr wie eine Führung durch ein typisches Fischerdörfchen der Küste. Es errinnert mich an die Communitites in Villa Rica, viele Kinder die herumtollen und Spielen (es sind gerade 2Monate nationale Ferien), Holzhütten, die Wäsche überall aufgehängt wo die Sonne noch hinkommt. Ich kann mir denken dass die Leute hier eher arm sind.

Unsere Tour bietet noch einen letzten Halt bei einem FLuss welchen man in Badehosen und barfuss hinauflaufen kann. Auch hier sind wir mitten im Dschungel. Die Sonne scheint noch immer, alles ist in warmes grünes Lciht getaucht. Der Bach springt von Stein zu Stein und hinterliess über die JAhre ziemlich tiefe Löcher in welche man sogar hineinspringen kann. Hat allerdings ur Platz für 1 Person in den bis zu 3m tiefen Pools. Wir sehen die grossen blauen Schmetterlinge, wie in Villa Rica, Vögel und eine Tonne Moskitos.

Auch hier bleiben und platnschen wir etwa 1h. Auf der Heimfahrt sehen wir noch den Pelikanen, Möwen und Fregattvögeln beim Fischen zu. Gleich neben dem Boot stürzen sie sich ins Wasser wo gerade ein Schwarm Sardienen vorbeischwimmt.

Dann gehts mit knurrendem MAgen zurück ins hostel wo wir um 2 einen späten Zmittag kriegen. Dann ist entspannen angesagt. Wir reden mit dem Neuzugang Jana aus Deutschland. Sie reist vor dem Antreten ihres ersten Jobs als Englisch- und Spanischlehrerin. Sie wird dafür von Köln nach HAmburg ziehen. Ausserdem ist da nun JEsse aus den USA welcher den Job gekündigt hat um auf Weltreise zu gehen und vielleciht ein neues ZUhause zu finden. Ein paar Kolumbianer sind auch noch angekommen. Dann dösen wir ein wenig in der Hängematte bis um halb5. Da schaffen es Jessi und ich wriklich noch an den Strand hinunter bevor er wieder von den FLuten überspült wird. Das Abendlicht taucht die Küste in Gold, es ist ein wunderschöner Flecken Erde hier!

Am Abend wollen wir eigentlich Manuelas 23. Geburtstag feiern, der Regen macht dem Lagerfeuer aber einen Strich durch die Rechnung. So verbringen wir den Abend erst beim Kartenspielen nach de Znacht, dann mit Bier und Musik für die Tanzfreudigen, schön alles unter Dach denn es giesst in Strömen. Auf dem kurzen Weg um 1Uhr morgens in den Dorm wird alles was nicht unter den Schirm oder die Jacke passt pflatschnass.

Der dritte Tag starten JEssi und ich gemütlich. Heute ist wieder Arepa angesagt zum Frühstück. Dann machen wir uns auf den kurzen Spaziergang zum nächsten Dorf, Juanchaco. Eigenltich ist das ein 15minütiger Fussmarsch. Wir brauchen aber dank der völlig aufgeweichten Erde und einer ausgewachsenen Schlammschlacht auf dem Trail etwas länger. Vor Juanchaco steigen wir eine Treppe bis zum Meer hinab. Die Stufen versinken in der Flut und wir müssen uns 10min gedulden bis uns ein Fischer beim vorbeifahren an den Strand Juanchacos übersetzt. Das Dorf selbst ärmlich, etwas dreckig, etwas hinuntergekommen. Wir spazieren hindurch um auf der STrasse nach LAdrilleros, dem nächsten Kaff weiterzugehen. Wir kommen an einer grossen Militärzone vorbei und nach eienr halben Stunde erreichen wir das etwas schönere Dorf LAdrilleros. Dort suchen wir den Abgang zum Strand. Es ist 11:30 und die Sonne brennt richtig vom Himmel. Am Strand mieten wir jeh einen Plastikstuhl um unsere Sachen irgendwo platzieren zu können denn es ist immernoch Flut und der Strand wir konstant von Wellen überspült.

Wir sonnen uns, baden ein wenig. NAch 1h suchen wir ein Restaurant mit Seeblick und trinken einen Saft und essen eines von JEssies Erdnusspäckchen. Dann gehts gemütlich den ganzen Weg wieder zurück. Unser kleiner Ausflug endet mit verschlammten Füssen welche wir im Hostel im Meer abwaschen. Dann hängen wir etwas herum, trinken einen Schokomlikshake um den Hunger bis 6Uhr zu überbrücken und entspannen.

Nach Eindunkeln wird wieder ein Feuer angefacht und dann werden ganz viele bunte Kerzen verteilt. Heute am 7. Dezember ist La Noche de las Velas (die NAcht der Kerzen) in Kolumbien. Familien treffen sich um Kerzen anzuzünden. Der geschmolzene Wachs wird dann gesammelt und zu einem riesigen Wachsberg zusammengepappt. Auf diesem Berg soll man das nächste Jahr die KErzen anzünden um ihnnoch grösser zu machen. Verstehe einer die Katholiken hier, aber die Kerzen sind süss! Vor allem Manuela ist mit Herzblut dabei. Bald hat man die Musikboxen ans Feuer gestellt, Bier ist auch mehr als genug da und die angewachsene Zahl Gäste sind alle happy am Party machen. Ich spreche iene Zeitlang mit Juliana, einer Kolumbianerinaus Medellin. Sie erzählt mir von ihren Studien in medizinischer Onkologie und dass sie bald nach Italien kommen wir um ein Semester zu studieren.

Da Jessi und ich morgen früh auf das 7:30 Boot zurück nach Buenaventura wollen wird es heute aber nur 12Uhr bis wir ins Schlafzimmer abschleichen.

Am nächsten Tag reicht es nicht für Zmorge, einfach anziehen, fertig packen und ab an den Steg. Dort holt uns das Boot mit 30min verspätung ab und wir kehren einmal über Juanchaco um nach Buenaventura wieder in den Heimathafen zu fahren. Die Pazifikküste hat mir super gut gefallen, ich bin froh hat JEssi mich ein wenig überredet mitzukommen. Nun sitzen wir beim Frühstück (heute Patacones (gestampfte Bananen) anstatt Arepa) und planen gleich auf den Bus nach San cipriano zu gehen. Dieses Dorf ist etwas speziell da sehr abgelegen und nur mit einem speziellen Transportmittel erreichbar. Mehr werde ich euch im nächsten Post erzählen.

Cali – La capital de la Salsa

Der Bus fährt um 10Uhr in Salento ab und kommt in Cali um 3Uhr an. Die Strasse war ohne Löcher und richtig angenehm, trotzdem bin ich irgendwie zu faul um heute noch gross was zu machen. Ich freue mich aber als ich in meinem Hostel wie abgemacht wieder auf JEssi und Holly aus MEdellin treffe. Wir quatschen ein wenig, dann muss ich unbedingt duschen und mich einrichten. So ist es schnell 6Uhr und es tönen bekannte Rythmen aus dem Tanzsaal des Hostels. Ich war begeistert als JEssi mir sagte ihr Hostel habe eine Salsaschule im selben Gebäude. Jeden Abend gibt es gratis Stunden. Juhuii da bin ich natürlich sofort dabei! Es sind zwar Anfängerklassen aber besser als nichts. Und es sind sogar mehr Männer da als Frauen, only in Südamerika…

Nach dem Tanzen warte ich auf die anderen zwei Chicas welche noch im NAgelstudio stecken, dann gehts um 8Uhr etwas ausgehungert mit Jessi, Holly, Dominik aus England und Michael aus der Schweiz Abendessen. Wir suchen uns einen sehr teuer aussehenden italiener an der Ecke aus, denn JEssi hat etwas zu feiern, Sie hat nämlich einen Job gekriegt für Januar wenn sie zurück in der Schweiz ist. Sie spendiert uns deshalb eine Flasche Weisswein. Ich esse Spaghetti und die Nudeln hier sind erstens wirklich Spaghetti und zweitens sogar al dente. Danach bin ich sehr müde und habe etwas Kopfweh. Ich gehe deshalb besser ins Bett als mit den anderen noch in den Ausgang.

Am nächsten Tag essen wir alle zusammen Zmorge, dann fahren Holly und Dominik bald zurück nach Medellin. Ich melde mich bei der Free Walking Tour des Hostels an. Michael kommt mit mir mit und so spazieren wir mit einer ca. 15köpfigen Gruppe um 10Uhr aus dem Hostel. Unser Guide ist aber leider etwas ein Schnurri, er labert sehr viel und erzählt nicht ganzo wahnsinnig viel. Trotzdem ist die Tour ganz ok.

Wir starten an der Plazoleta Jairo Varela. Dieser Platz ist nach einem sehr bekannten Salsamusiker benannt welcher mit seiner Band Grupo Niche einer der Erfolgreichsten Salsakünstler Calis war. Salsa ist heute vor allem in Südamerika super populär, allerdings wurde die neue Musik in New York das erste Mal gespielt, sozusagen als peppiger JAzz. Der Name kommt der LEgende nach von einem Musiker welcher auf die fRage wie denn der rythmus welcher gespielt wird heisst mit Salsa geantwortet hat da er meinte es sei wie Gewürzter Jazz, Jazz mit Salsa (=Sauce) also.

Auf der Plaza steht auch ein Monument welches aussieht wie verbogene Trompeten, Sie sollen das Wort Niche bilden, allerdings braucht man dafür etwas viel Vorstellungskraft.

Der nächste Halt machen wir hinter dem STadtregierungsgebäude. Hier wurde erst vor kurzem noch Deomstriert und es sind einige Grafitis und Schriftzüge am Boden übrig. Im Park verkauft eine Señora Früchte und uns wir ddie Chontadura, eine der typischsten Früchte in Cali vorgestellt. Sie ist rot und sieht aus wie eine spitze Tomate, ist allerdings wie der NAme sagt sehr hart (dura) und muss erst 4h gekocht werden um geniessbar zu sein. MAn isst sie mit etwas Salz und Honig und das schmeckt dann ein wenig wie Gschwellti.

Einen Platz weiter kommen wir an der unumgänglichen statue von Simon Bolivar vorbei. Der Caycedo Park ist überfüllt mit Leuten nun um Mittagszeit. Unser Führer verbringt eine halbe Stunde damit uns eine Geschichte über die Uhr der hier ansässigen Kirche zu erzählen welche irgendwie recht langweilig ist. Der Punkt: die Uhr hat einen Fehler, die Römische 4 wurde als IIII geschrieben.

Dann gehts noch zum letzten Stopp, ebenfalls eine Kirche und Museum La Merced. So langsam mag ich dem ewigen geplapper nicht mehr zuhören. Cali selbst errinner tmich irgendwie an Lima. Es hat schöne Ecken, aber insgesamt ist die Stadt nicht sehr touristisch und eigentlich vor allem als Capital de la Salsa (HAuptstadt des Salsa) bekannt.

Ich schreibe JEssi und um ca, 13Uhr trifft sie pünktlich auf das Ende der City Tour ein um uns etwas Essbares zu suchen. Beim Essen sprechen wir über unsere weiteren Reisepläne und ich schliesse mich ihr spontan an um morgen nach San Cipriano und dann einen Tag später nach Buenaventura an die Pazifikküste zu fahren. Nachdem wir unsere Salate verspiesen haben suchen wir einen Busstopp des Mio, der Schnellbuslinie Calis. Ich muss nämlich wenn ich an die verregnete Küste gehen will dringend einen neuen Regenschutz für meinen Rucksack. Wir fahren also 20min bis in die nähe eines Decatlon. Dort verbringen wir sicher eine halbe Stunde, dieser Laden hat einfach alles was man zum Reisen brauchen könnte, schlussendlich gehen wir aber beide einfachmit einem Rucksack-Regencover wieder hinaus.

Vor dem Decatlon rufen wir ein Uber und fahren auf den Cerro de los tres Cruzes um noch vor dem Eindunkeln die Aussicht auf Cali zu geniessen. Die Fahrt dauert wegen dem Verkehr sicher 45min, aber JEssi und ich unterhalten uns grossartig. Endlich oben ist die Aussicht zwar gut aber der Mirador etwas enttäuschend, man kann nicht einmal einmal um die 3 Kreuze herumgehen um auf die ganze STadt zu sehen.

Naja, was solls, 30min wieder zurück hinunter uns zum nächsten Crepes&Waffles. Diese Restaurantkette tönt zwar Amerikansich, ist aber eine Kolumbianische Erfindung von zwei Studenten. Obwohl es sehr schöne Lokations isnd ist das Essen nicht überteuert und die REstaurants (allein in Cali gibt es über 10 davon) stellen nur alleinerziehende Frauen ein. Wir geniessen von hinten bis vorne die feinen Crepes, dann laufen wir dem Boulevard entlang zurück ins San Antonio Quartier wo unser Hostel steht.

Am nächsten Tag wollen wir eigentlich beizeiten nach San Cipriano fahren, allerdings ist heute wieder Streik. Und der Busterminal nur halb funktionierend. Zusammen mit Michael versuchen wir unser Glück. Am Terminal sagt man uns aber alle Strassen in den Norden und Osten sind blockiert. Man kommt nur in den Süden nach Popayan und Pasto. Wir erkundigen uns also nach dem ersten Bus von morgen nach Buenavantura und machen uns dann ein gemütlicher Tag im hostel. Draussen laufen Demos und wir wollend en Leuten nicht dazwischenkommen. Unser upgedateter Plan ist nun erstmal an die Küste fahren und auf dem Rückweg dann noch San Cipriano anzuhängen. Das Hostel 1h von Buenaventura mit dem Boot ist gebucht und das einzige was fehlt ist der Bus.

Salento – Valle de Cocora

Am Sonntag ist früh Tagwach. Schon um 6:20 schäle ich mich aus den 3 Decken die ich hier brauche um ein warmes Bett zu haben. Eini kurze Dusche später setzte ich mich an den Tisch um mein Yogurt zu essen. Die Besitzerin ist schon wach und macht mir sogar so früh schon ein Frühstück (Arepa mit Ei und Käse ahoi). Um 7:10Uhr mache ich mich auf den Weg zur Plaza wo die Jeeps ins Valle Cocora fahren. Ich warte dort auf Rachel welche um 7:30 wie abgemacht da ist. Mit ihr kommt ein deutsch-spanisches Pärchen, David und Hetal. Im Auto sitzen schon 2 weitere PErsonen und 3 weitere dürfen sich hinten auf eine Stufe stellen und sich an der Vorrichtung am Dach festhalten. Das ist mal ein effektiver Transport.

Die Fahrt ist nur kurz, ca. 20min, und da sind wir schon am Anfang des Treks. Nach ein wenig herumfragen finden wir auch heraus wo wir abbiegen müssen um erst unten dem Tal entlangzuwandern und erst beim zurückkehren durch das berühmte Valle Cocora kommen wo die bekannten Wachspalmen in den Himmel ragen. Diese Bäume gibt es nur hier und können bis zu 60m hoch werden. Aber erstmal sehen wir sie nur von weitem während wir dem Wanderweg folgen. Bald stoppen wir das erste Mal um den Beitrag für das überqueren privaten Grundes zu bezahlen.

Der Weg ist in ganz gutem Zustand, die Wanderung hier ist auch sehr bekannt und beliebt. Momentan ist Low Season und es kommen nur um die 100 Leute pro Tag, während in der High season bis zu 900 Personen gleichzeitig unterwegs sein können. Etwa 1h laufen wir über Kuhweiden einem Fluss entlang. Dann geht es in den Wald. Es ist sehr feucht, wir steigen über Steine, überqueren den Fluss auf 5 Hängebrücken immer wieder. Bei jedem Farnbaum muss ich an Mueti denken 🙂 Auch einen kleinen Wasserfall begegnet uns auf unserem Weg.

Es geht stetig ein wenig bergauf bis zur Abzweigung zu der Casa de Colibri, einer Finca mit einem kleinen Kolibri-Garten. Um da hinzukommen gehts Treppen hinauf, 15min weiter durch den Wald, dann ein letzter Aufstieg und plötzlich hat es viele Leute. Die Finca kostet 5000PEsos (1.80SFr) Eintritt, dafür bekommen wir eine Schale Agua Panela serviert. Anscheinend trinkt man das normalerweise zu einem Stuck Käse… Ok, süss und salzig zusammen. Ich habe auch schon gehört das man hier heisse Schokolade mit Käse zusammen isst, irgendwie haben die Kolumbianer hier eine Geschmacksverstauchung… Der Zuckerrohrtee ist grossartig und wir setzten uns zu den anderen LEuten welche alle begeistert die Feeders der Kolibris beobachten. Die kleinen Vögel sind wunderschön grün, türkis, blau schimmernd. Sie schwirren unglaublich schnell um die Spender mit Zuckerwasser. Sie wirken manchmal fast mechanisch, so schnell sind ihre Bewegungen. Um ein gutes Bild hinzukriegen muss man schon eine professionelle Kamera dabeihaben. David hat eine und ist so nett die Fotos mit allen zu Teilen. Hier der schönste aller Kolibirs mit wunderbaren Schwanzfedern:

Nach einer kleinen Pause, ein paar Nüsschen un einer MAndarine sind wir gestärkt und wandern zurück zur Kreuzung. Von dort beginnt der einzige etwas happige Aufstief bis zu einer weiteren Finca. David und ich laufen zusammen im etwas schnelleren Tempo hoch und warten dann oben auf die anderen zwei Chicas. Er erzählt mir dass er mit seiner Verlobten Hetal mehrere Monate unterwegs sein wird, sie haben ihre Reise erst begonnen. Er ist Elektroingenieur und weiss schon dass wenn wie zurückkommen er einen Job in der Firma von HEtals Vater auf sicher hat. Hetal selbst ist Kleinkindererzieherin und sollte nicht allzulange auf einen Job warten müssen. Als dann alle 4 oben angekommen sind gibt es ein Gipfelfoto, dann laufen wir schnell weiter denn so langsam verdüstert sich der Himmel und es ist auch empfindlich kühl geworden.

Nun geht es Bergab richtung Valle de Cocora. Nach einer halben Stunde tauchen dann auch schon die Palmen auf. Wir passieren einen weiteren Checkpoint um den Eintritt ins Tal zu bezahlen. Wir sind schon fast 5h unterwegs als wir beim ersten Mirador ankommen. Hier können wir mitten in die Palmen hineinstehen. Die sind aber so hoch dass man sie fast nicht aufs Foto kriegt. Mit Hetals Huawei welches eine Weitwinkelkamera besitzt klappt es dann. Die Plamen heissen Wachspalmen weil ihre laaangen Stämme komplett mit Wachs überzogen sind. Es ist fast unmöglich hinaufzuklettern.

Just als wir unsere Fotoaparate bzw. Handys wieder einpacken spüren wir die ersten Tropfen. Aha, nun kommt der Regen also doch noch. Leider ging auf dem Ciudad PErdida Trekking meine REgenhülle des Rucksacks kaputt, so muss ich mich nun behelfsmässig mit einem aufgeschnittenen Plastiksack begnügen, der hält aber nicht besonders gut und deckt auch nur einen Teil ab. Ich habe deshalb vorsichtshalber meinen Pullover und das Essen im Rucksack in einen Plastiksack gepackt. Bin nun sehr froh soweit überlegt zu haben. Wir brauchen noch gut eine Dreiviertelstunde durch das Tal hinunter zum Punkt woer wir gestartet haben. Der REgen bleibt gottseidank leicht und vermiest uns die Aussicht auf die Palmen nicht. Rachel und ich sind beide vollends begeistert von der einzigartigen LAndschaft. Hier wurde der Wald in dem die Palemn sonst wachsen gerodet, offensichtlich für Kuhweiden, die Palmen wurden aber stehengelassen. Dies zeigt eigentlich erst wie hoch diese Bäume wachsen.

Nach guten 5.5h sind wir zurück am Ausgangspunkt. Es ist kurz vor 2Uhr als wir mit dem Jeep zurück nach Salento fahren. Insgesamt stecken nun 13 Leute im und auf dem Auto plus Fahrer. Es ist kuschlig warm 😛

Zurück in Salento suchen wir uns ein Restaurant und um 3Uhr gibt es etwas zu essen. Lasagna für mich, ich bin super hungrig. Wir sitzen bis fast 5Uhr im Rstaurant und reden über Gott und die Welt die wir bereisen. Dann sind wir alle wie angeworfen müde. Ein bisschen Foodkoma gepaart mit einer 6h Wanderung macht uns alle schläfrig. Der Himmel ist nun auch hier sehr dunkel geworden und als ich nach einem 5min Weg zurück im Hostel über die Türschwelle trete öffnet sich nur einen Moment danach die HImmelstore und es schüttet und donnert und blitzt von überall her. Gutes Timing war das, ich stelle mich unter die heisse Dusche und kuschle mich danach wieder in meine drei Decken für ein wenig Netflix. Nach draussen gehe ich heute ganz sicher nicht mehr.

Ich schlafe tief und fest und ziemlich lange. Am nächsten Morgen stehe ich um 9Uhr auf, esse meine Arepa zum Früstück und verabschiede mich dann von Salento. Nun geht es weiter per 5h Bus zur nächsten grossen Stadt, nach Cali.

Salento – Catarata Santa Rita

Am Freitag morgen habe ich Glück. Es steht nämlich ein Bus und kein offener Chiva auf der STrasse. Chivas sind diese ganz farbigen, alten Busse welche nur Holzbänke und keine Fenster besitzen. Man sieht so zwar die Aussicht auf der STrasse nach Riosucio wunderbar, aber auf der Kiespiste hüpft es schon im Bus ziemlich hin und her. Will gar nicht wissen wie sehr mit der Hintern nach einer Chivafahrt wehtun würde… Von Jardin nach Riosucio sind es eigentlich nur wenig mehr als 50km, dafür brauchen wir aber 3h… Dementsprechend könnt ihr euch den Zustand der STrasse vorstellen. Ausserdem haben wir nach der ersten halben Stunde noch kurz einen platten Reifen zu reparieren. In Riosucio angekommen suche ich erst den Schalter um nach Salento weiterzufahren. Hinter mir steht Rachel an und wir kommen ins Gespräch. Nach dem Ticketkauf haben wir noch eine gute halbe Stunde um was Essbares aufzutreiben. Ich kaufe iene Empanada bei einem Strassenhändler und setzte mich mit Rachel an den STrassenrand. Sie kommt aus Irland und ist auf Reisen nach dem Abschluss ihres PhDs in medizinischer Psychologie. Diesen hat sie in Glasgow gemacht. Das passt mir gerade sehr gut, jemanden kennenzulernen welcher in Glasgow studiert hat. Sie meint es sei eine tolle STadt um zu leben, tolle Leute und ein Sommer voller Openairs. Auch meint sie es fühle sich wohl jeder schlecht vorbereitet wenn er in ein neues Land zieht um einen PhD anzufangen. Denn so fühle ich mich langsam. Es fühlt sich immernoch so weit weg an, in Wirklichkeit geht es aber nur noch wenig mehr als 1Monat haha…

Um 12:15 fährt unser nun grosser und sehr bequemer Bus ab richtung Salento. 4h vertiefe ich mich in die Netflixserie Black Mirror. Als wir ankommen nehme ich ein Taxi zu mienm Hostel welches sich als falsch gekenntzeichnet in Google Maps heruasstellt. Es ist nämlich gleich um die Ecke vom Terminal, diese Fahrt hätte ich mir spraen können. Ich werde herzlich empfangen, als einziger Gast im Hostel. Das heisst ich kriege den ganzen 6er Dorm für mich. Es ist schon fast dunkel, deshalb schreibe ich nur noch etwas Blog, suche mir dann ein Restaurant da ich nach nur einer Empanada zum Zmittag kurz vor dem Verhungern bin und geniesse die warme Suppe und die Falafel mit Reis. Hier ist es nun merklich kühler am Abend, ich bin nun auf fast 1900m.ü.M. Dann gehts schon ins Bett, Busfahren den ganzen Tag macht einfach extrem müde obwohl man sich ja eigentlich gar nicht bewegt hat.

Am nächsten Tag möchte ich Salento und Umgebung kennenlernen. So mache ich mich nach dem Frühstück (mal wieder Arepa mit Ei und Käse) auf die Socken nach Boquia, einem kleinen KAff unterhalb von Salento. Der Weg dorthin ist erst recht schön, wird aber je näher ich dem FLuss komme desto schlammiger. IRgendwann wandere ich sozusagen in einem Canyon und habe keinerlei Aussicht mehr. Da werde ich auf alle Fälle das Auto zurücknehmen. Ich bin nur froh regnet es noch nicht denn sonst würde ich in einem reissenden Bach laufen.

In Boquia angekommen finde ich gleich den Abzweiger zur Finca Santa Rita. Der Weg hier ist nun breit und schön. Ich wandere etwa 30min dem Fluss entlang, dann etwas den Berg hinauf um zur Finca zu gelangen.

Hier sieht es nun wirklich wie Zuhause aus. Und wusstet ihr schon das mich der Geruch von Kühen an die Schweiz errinnert. Die Finca Santa Rita ist sehr hübsch bemahlt und für Weihnachten geschmückt. Ich bezahle den Eintritt, kriege den weiteren Wanderweg erklärt und weiter geht es. Ich bereue noch mehr nicht meine Wanderschuhe angezogen zu haben denn hier geht es nun über eine Weide welche immer mal wieder schlammig und nass ist. Naja, muss wohl heute Abend meine Turnschuhe putzen. Über hölzerne Hängebrücken und Trampelpfade in der Wiese komme ich zum Wald. Die Sonne ist nun verschwunden und hat Wolken platz gemacht. ICh versuche etwas vorwärtszulaufen ohne zu stressen, ich will hier einfach nicht verregnet werden. Nun geht es unter den Bäumen weiter bis zum Abzweiger zu dem Wasserfall. Die Catarata Santa Rita ist zwarnicht besonders gross aber eine ganz schöne Ecke.

Von da wandere ich weiter zu einem Charco, also einem kleinen Bad unterhlab einer weiteren Catarata, allerdings ist es definitv zu kühl um zu baden ohne Sonne. Der Weg führt mich weiter durch den Wald an eine Felswand in welcher eine Höhle mit tiefer Decke und ohne beleuchtung auftaucht. Hier muss ich durch um auf der anderen Seite noch den letzten kleinen wasserfall zu bewundern, dann gehts auf der anderen Seite der Kuhweide zurück zur Finca. Hier erwische ich noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages und setzte mich kurz in den wunderschönen Garten um etwas Wasser zu trinken.

Auf dem Rückweg nach Boquia kommt mir ein Hund entgegen welcher mit mir Speilen will, allerdings ist er sehr stürmisch und ich muss zusehen dass nicht mein ganzes Tshirt dreckig wird wenn er an mir hinaufspringt. Stock apportieren kennt er dann auch nicht und bald bin ich weniger interessant als die zwei Wanderer welche mir entgegenkommen. Am Ende des Weges stehe ich gleich vor der Strasse nach Salento. Stelle mich in die Ecke und warte auf einen Bus. nach 1min kommt ein Auto vom Wanderweg her und die Fahrerin fragt mich ob ich nach Salento will. Klar will ich ds und ich springe gleich auf den Rücksitz. Es sind 3 Leute im Auto, es fährt eine Frau, das scheint mir eine gute Mitfahrgelegenheit. Ich werde in den 15min bis nach Salento ausgefragt wo ich herkomme, was ich hier mache, wie viel ich schon von Kolumbien gesehen habe. Dann steige ich auch schon wieder aus und muss nichtmal etwas für den Transportservice bezahlen. Ich mache mich also auf eine kleine Tour durch Salento. Erstmal rauf auf den Mirador. Von dort sieht man wunderschön ins Tal. Die Berge sind hier noch nicht so hoch, sie sind bedeckt mit Eukalyptus oder Pinie, weiter unten beginnen die Weiden und KAffeeplantagen für welche Salento bekannt ist. Der Ort hier ist nicht viel anders als Jardin, es hat einfach 10mal so viele Touristen. Die STadt besteht aus REstaurants und Souvenirläden. Es ist nicht so voller lokalem Charme wie Jardin.

Der zweite Stopp ist der Mirador Alto de la Cruz auf welchen mann nur per überwindung von einigen hundert Treppenstufen kommt. Hier sieht man nun auf Salento hinunter. Wie bestellt ist es nochmals eine Stunde schönes Wetter.

Nun mache ich mich auf die Suche nach einem guten REstaurant. Ich schlendere durch die Calle REal, der Hauptstrasse Salentos, welche wirklich hübsch ist, aber nichts macht mich so wirklich zum essen an. Auf der Plaza angekommen mache ich eine kurze Runde und nehme Google zu hilfe.

So ende ich schlussendlich einen BLock von der Plaza entfernt im Donde LAuritas, ein kolumbianisches REstaurant wo man nach den REzensionen unbedingt Trucha (Forelle) essen soll. Das bestelle ich auch gleich und werde nicht enttäuscht. Die Trucha al Ajillo, ein super typisches Gericht, schmeckt grossartig. Und der Fisch kommt sogar ohne Geräten. Dazu gibts ein Riesen-Bananenchips welches mich erstmal zum lachen bringt weil es eigentlich einfach eine ganze Flachgedrückte Banane ist. Das wäre dann wohl das erste Mal das ich wirklich nur 1 Chips esse…

Nach dem Esse gehe ich mit vollem Bauch erstmal zurück ins Hostel denn nun hat es angefangen zu tröpfeln. 1h mache ich kurz Siesta, dann will ich an die Free Walking Tour. Diese fällt allerdings ins Wasser und ich muss entwas enttäuscht wieder zurück ins Hotel denn nun schüttet es was das Zeug hält wasser vom Himmel. Ich mache mir also einfach einen gemütlichen Abend im kuschligen Bett und Netflix. Viel mehr ist nicht zu machen draussen ist gerade Weltuntergang. Ich hoffe einfach morgen ist es nichtso schlimm denn ich möchte mit Rachel ins Valle Cocora fahren um den bekannten Cocora Trek zu absolvieren.

Jardin

Nach einem gemütlichen Früstück am Dienstag morgen packe ich meine sieben (oder eher hunder) Sachen zusammen, stelle den Koffer noch kurz in der Rezeption unter und mache mich auf den Weg mit der MEtro nach San Javier. Schon die ganze Zeit wollte ich nämlich unbedingt noch mit der Gondelbahn dort fahren! Das wird mein Abschied von MEdellin. Und ich werde nicht enttäuscht. Die Bahn erklimmt erst einen Berg, schwebt dann auf der anderen Seite wieder runter, über den Rio medellin und den nächsten Hügel hoch. Die AUssicht reicht von der Comuna 13 über das Zentrum bis fast nach El Poblado und auf der anderen Seite bis an den STadtrand. Von Hochäusern über Backsteingebäude zu verhelfsmässig zusammengenagelte Hütten kann man alles sehen.

Auf der Rückfahrt teile ich die Gondel mit einer deutschen Reisegruppe deren Führer definitv Schwezer ist, hört man auch sofort an seinem Spanisch. Ich sage also kurz hallo. Wieder in San JAvier fahre ich ins Zentrum, spaziere nochmals durch die chaotischen Einkaufsstrassen, über die Plaza Botero und genehmige mir einen Vegiburrito im Restaurant welches wir auf der Citytour empfohlen bekommen hatten. Es liegt im 3. Stock und ich kann von oben die Menschenmassen beobachten welche geschäftig hin- und herlaufen um ihre Einkäufe zu erledigen.

So, das wars liebes MEdellin. Ich kehre ins Hostel zurück, schleppe meinen Koffer an die Strasse und nehme ein Taxi zum Terminal Sur. Von da will ich weiter nach JArdin fahren, ein kleines Städtchen in der Kaffeeregion Kolumbiens. Das klappt dann auch ganz gut, um 2Uhr fahren wir los. Ich sitze neben einem Venezolaner namens Brain welcher ganz interessiert meinen Blog welchen ich gerade am schreiben bin zu lesen versucht. So kommen wir ins Gespräch. Er geht nach Jardin um bei einem Bauprojekt zu helfen. ICh erzähle ihm ein bisschen von der Schweiz und schocke ihn mit dem Fakt das ich nicht an Gott glaube. Er erzählt mir von seiner 3jährigen Tochter und seiner Familie in Venezuela und Barranquilla. Die Busfahrt ist also mit guter Gesellschaft ganz angenehm, auch wenn wir gefühlt alle 2m anhalten. So dauert die Reise 4h bis Jardin wo wir am späten Nachmittag ankommen. Auch wenn es schon fast dunkel ist (die Sonne geht hier um 17:30 unter) kann ich sehen dass die Strassen sehr hübsch sind mit farbigen und zu Weihnachten geschmückten süssen Häuschen. In einem davon ist mein Hostel untergebracht. Ich esse hier ein paar Früchte zum Znacht und rede noch ein wenig mit Charles, einem Australier welcher aber schon seit Jahren auf Reisen unterwegs ist. Dann gehts ins super grosse Doppelbett. Kurz vor dem Einschlafen lerne ich noch HAssan kennen, meinen Dormnachbar. Er kommt au sLondon und hatte gerade den schlechtesten Tag seiner 10minatigen Reise da ihn ein Hund gebissen hat. Allerdings sind hier alle Hunde gegen Tollwut geimpft, ansonsten hätte er so schnell wie möglich nach Medellin fahren müssen um die nötigen Spritzen und Medikamente zu kriegen. Der Biss ist nicht tief, eigentlich nur etwas gestreift, aber auch so war der Tag nichts schönes für den Engländer.

Am nächsten Tag gibts erstmal Arepa mit Rührei und Käse zum Frühstück, dann will ich Jardin erkunden gehen. Es gibt hier einige Spazierrouten. Erstmal stiege ich zum Mirador Cristo hinauf, ein kleiner Hügel hinter Jardin mit einer Christusstatue inmitten der Bananenstauden. Das Wetter hier ist wärmer als ich erwartet hätte und bald schwitze ich ziemlich. Nach einer halben Stunde Wanderung unter den Bananenblätter hindurch kann ich mich oben auf eine Bank auf der Terrasse des noch geschlossenen Cafés setzten und die Aussicht auf JArdin geniessen. Sie haben auch ienen tollen Garten hier mit KAffeepflanzen und ORganenbäumchen.

Nach 10min gehts weiter durch die hügelige Landschaft der Autopiste entlang um die Cataratas las Escaleras zu suchen. Ich habe keine KArte dabei aber mir wurde gesagt, einfach der STrasse entlang bis zur scharfen kurve, dort den Abzweiger nach links. Beim spazieren errinnert mich die Umgebung sehr an die Schweiz: Es hat Hügel, viel grün, einige Kühe. Bei der scharfen Kurve biege ich nach links ab und nach ca. 10min komme ich bei den Wasserfällen an.

Ich kühle meine Füsse etwas ab, geniesse die Gischt, dann gehts auch schon wieder zurück richtung Dorf. Dort komme ich um ca. 12Uhr an, welchsle auf kurze Hosen und suche einen Zmittag. Den Teile ich mit einem Israelischen Pärchen welches am Nebentisch sitzt. Sie erzählen mir von ihren früheren Reisen in Indien oder Asien. Sie sind gerade auf dem Weg weiter in den Süden und haben schon ihre grossen Rucksäcke dabei. So verabschieden wir uns nach 1h schon wieder.

Weiter geht meine Erkundungstour rund um Jardín, nun auf den Hügel auf der anderen Seite des STädtchens. Erstmal laufe ich noch kurz über die Plaza, stecke den Kopf kurz in die wirklich imposante Kirche und bewundere die süssen Kaffees und Saftstände rund um den Platz.

Dann gehts weiter den Blumengesäumten Weg entlang welcher dem NAmen der STadt (JArdin = Garten) alle ehre macht. Ich komme an einem Wasserfall vorbei, schaue mir den Charco Corazon, ein Becken wo man im Fluss schwimmen kann, an und suche dann die Höhle mit den Fledermäusen welche hier irgendwo sein muss. Zusammen mit zwei weiteren Touristinnen aus Kolumbien finden wir heraus, dass die Höhle Privatbesitz ist. Also fragen wir beim nächsten Haus nach. Für umgerechnet etwa 1.20Fr. Führt uns die Besitzerin gleich selbst mit Taschenlampe durch den Tunnel im Berg. Es sit stockfinster und ziemlich feucht. An der Decke tummeln sich 4 verschiedene Fledermausarten, unter anderem auch Vampirfledermäuse. Alle sind etwa Faustgross und kuscheln sich noch ein wenig mehr aneinander wenn der KEgel des Taschenlampenlichts auf sie trifft.

Am Ende der Höhle besuchen wir noch kurz den Wasserfall welcher hier aus dem Gestein hervorplätschert, dann gehts für mich weiter hinauf, an Fincas und deren KAffee-, Bananen- und Orangenplantagen vorbei bis zum Aussichtspunkt La Carrucha. hier fährt ein Seilbähnchen von Jardin her auf den Berg. Es sieht aber nichtso vertrauenswürdig aus. Ich setzte ich ins Café am Aussichtspunkt und geniesse einen frisch gepressten ORangensaft sowie die geniale Aussicht.

Das Bähnchen setzt sich unten in Bewegung und transportiert ein französisches Päärchen hinauf mit welchem ich noch ein paar Minuten mich austausche. Dann mache ich mich auf den Weg zurück in die Stadt. Dafür gehts 10min steil hinunter und über die Brücke. Gleich nach der Brücke finde ich nach ein wenig suchen den Eingang zum NAturpark wo man anscheinend den roten Vogel Gallita de la Roca beobachten kann. Diese erstaunlichen Vögel habe ich ja in Pozuzso schonmal besuchen können. Sie sind extrem selten, aber hier soll es also ein paar davon haben. Sie kommen immer 2x am Tag aus ihren Erdlöchern wo sie wohnen hervor um um die Weibchen zu buhlen. Einmal am frühen morgen und ein zweites mal zwischen 4-halb6 am noachmittag. Es ist nun halb5 also sollten sie nun da sein. Ich läute am Tor und die Besitzerin macht mir auf. Sie hat hier in ihrem Reich zusammen mit ihrem Mann, ein Biologe, einen Park zum Schutz der Gallitas geschaffen. Schon auf dem Weg zum Aussichtspunkt hört man die Schreie der Vögel. Unten stehen eine Gruppe vom ca. 30Leuten mit Kameras bewaffnet. Vor allem die etwa 10 Chinesen fallen auf da ihre Fotoaparate etwa die grösse des Hubbleteleskops haben. Sieht ja sehr professionell aus! Und offensichtlich lohnt sich das Auffahren von schwerem Geschütz hier denn die Vögel hüpfen einem direkt vor der Nase auf den Ästen herum. Nur ein paar MEter von den Aussichtsbalkonen entfernt kann sogar ich mit meinem Handy ein paar gute Fotos schiessen. Ich setzte mich und beobachte begeistert die Vögel. ICh glaube hier ist der beste Ort der Welt diese seltene Vögel zu beobachten.

Sie sind wunderschön und ich lasse mich fast eine Stunde von den Moskitos verstechen bevor mein Magen anfängt zu knurren und mich wieder in die STadt zurückführt. Dort treffe ich mich im Hostel mit Hassan und wir nehmen Carl welcher gerade angekommen ist zum Znacht ins Bon Appetit mit. Hier gibts ein Tikka MAssalah und danach noch einen Schokokuchen im Café. Carl kommt aus Belgien, ist so um die 50Jahre alt und hat schon die ganze Welt bereist. Er erzählt uns von Serbien, Afrika, Peru wie es vor 30JAhren war usw. Das Gespräch mit ihm ist sehr spannend! Auch HAssan ist schon weit herumgekommen in den letzten 10Monaten. Aber er ist nun ein wenig Reisemüde und überlgt sich nach Hause zu fliegen. Ich überrede die bieden mich morgen zur Cueva del Esplendor zu begleiten.

Und diest un wir dann am Donnerstag. Es gibt nur einen einzigen Tourveranstalter in der STadt für die Höhle. Zu dritt warten wir dort also auf die 3 Chicas welche ebenfalls mit uns kommen: zwei aus MEdellin welche in Jardin aufgewachsen waren und nun für ein verlängertes Wochenende hier sind sowie eine Chilenische Studentin welche ihr Austauschsemester in MEdellin macht.

Wir werden in einen alten Jeep verladen. Wir sitzen uns auf zwei Bänken hinten gegenüber, der Fahrtwind pfeifft uns um die Nasen. Die Reise dauert ca. 45min. Unterwegs haben wir eine tolle Aussicht auf Jardin und die Umgebung.

Dann steht uns ein kurzer Spaziergang bevor. In 10min erreichen wir eine Finca wo wir erstmal mit einem zweiten Frühstück, natürlich Arepa mit Ei und Käse, verpflegt werden. Ausserdem gibt es Agua Panela, sowas wie Zuckerrohrtee, sehr typisch für die Gegend. Dann machen wir uns an den Abstieg zur Cueva del Esplendor. Dieser dauert etwa 15min und führt uns neben einem kleinen Bach durch den NEbelwald. Hier nun errinnert mich alles an Villa Rica. Das Klima ist natürlich ählich da wir uns ebenfalls im KAffeegebiet befinden wenn auch es hier etwas kühler ist. Ich frage Katalina, die Chilenin, nach ihren Studien aus. Sie studiert Psychologie und konnte dieses Semester inklusive Stipendium in Medellin verbringen. Allerdings ist es bald Zeit um nach HAuse zu gehen. Sie meint Kolumbien sei schon sehr anders als Chile. Wir reden auch über die Demos in ihrem Land und allgemein in Südamerika. Momentan sieht es wirklich so aus als wollten alle Länder gleichzeitig revoltieren.

Nach ein paar Schwenkern um grosse moosbewachsen Steine stehen wir dann plötzlich vor der Höhle. Sie ist ziemlich gross und durch ein Loch in der Decke stürzt ein Wasserfall ins Innere hinab. Im kleinen See darunter dürfen wir nun schwimmen, aber mir ist es viiiieeeel zu kalt. Das Wasser ist eisig und die Sonne will heute nichtso wirklich hervorkommen, deshalb mache ich mich zum Fotografen für alle und erspare mir das schwimmen. Die Höhle selbst ist genial, an der Decke entdeckenw ir auch ein paar einzelne Fledermausansammlungen. Der Wasserfall sieht einfach super aus.

Nach ca. 1h sind alle blaugefrohren und wir machen uns auf den Rückweg. Nun geht es den Berg steil hinauf und iweder oben hätte ich nun genug warm um baden zu gehen… Stattdessen gibt es einen Snack in der Finca. Nochmal Agua Panela und eine Kugel aus fritiertem Teig, sogenannte Bunuelos. Ich gebe meinen Pullover und meine Regenjacke jeh den beiden Chicas aus MEdellin weiter die ein wenig erfrohren aussehen. Dann geht es bald wieder zurück nach Jardin.

Am Nachmittag bin ich zu faul noch etwas grosses zu unternehmen. Das Wetter ist sowieso nichtso mega toll. Ich liege in die Hängematte im Hostel und schreibe etwas an meinem Blog. Carl und HAssan gehen um halb4 die Gallitas schauen im Park. ALs sie wieder nach HAuse kommen gehen wir bald darauf Znacht essen in der Pizzeria Bella Italia. Uns bedient der junge Besitzer persönlich. Er spricht fast kein Spanisch, aber das italienisch ist ja nichtso weit weg. Er kommt aus Sizilien und „zeigt den Kolumbianern hier wie man richtige Pizza macht“. HAssan lacht und meint er sei schon vor ein paar Tagen hier gewesen und die Pizza sei so gut, er habe noch gedacht das könne kein Kolumbianer gekocht haben. So bestelle ich eine Vegipizza mit Mozarella und werde nicht enttäuscht. Es wird mir eine wunderbare, dünne (!), italienische Pizza serviert mit richtigem Mozzarella, guten Gewürzen und viel Gemüse. Danach reichts nicht mehr für HAssans Café für einen Schokokuchen, ich bin einfach voll. Und morgen muss ich etwas früher aufstehen um um 8Uhr den Bus nach Salento zu kriegen. Also zurück ins Hostal und ab ins Bett.

Santa Fe de Antioquia

Am Montag morgen begebe ich mich, nun wieder alleine, zum Terminal Norte. Ich frage mich zum Bus nach Santa Fe de Antioquia durch und 10min später gehts in einem Combi ab richtung der ehemaligen Hauptstadt Anioquias. Die Strasse ist voller Baustellen und die Fahrt verzögert sich dadurch etwas. Macht aber nichts. Ich unterhalte mich wunderbar mit zwei Spanierinnen aus Valencia und einem älteren Herren welcher uns von seiner Finca in einem Dörfchen nahe MEdellin erzählt. Kurz vor 12 Uhr kommen wir an. Erstmal muss ich kurze Hosen montieren, die Sonne strahlt vom Himmel. Dann schlendere ich erstmal über die nahe Plaza, sehe mir die Kirche und die süssen Kaffees an und entscheide mich dann für eines der Restaurants um mein Pollo a la Plancha (Gegrillets Hühnchen) mit Reis, Salat und Banane zu essen.

Hier fühlt es sich an wie in Südfrankreich (oder wohl wie in Spanien) im Hochsommer. In den Gässchen staut sich die Hitze, die weissen Fassaden der Häuser strahlen. Viele Fenster haben Blumen auf dem Sims, die Holzgitter an den Fenstern sind bunt bemahlt, das Dörfchen ist wirklich sehr hübsch. Weitere 3 Kirchen laufe ich ab, begutachte die vielen Souvenirstände und die zweite grosse Plaza.

Dann winke ich einem Mototaxi und lasse mich zur Puente Colgante (Hängebrücke) chauffieren. Es ist wirklich zu heiss um in der prallen Sonne den Spaziergang dorthin geniessen zu können. Der Weg führt sowieso der Strasse entlang. Mein Fahrer ist ganz nett und gesprächelt etwas mit mir. In Santa Fe de Antioquia regnet es fast nie, die Hügel sehen trocken aus. Hier wächst ein Baum mit dem Namen Tamarind. Er gehört zu den Fabacea, was meint er produziert eine Hülsenfrucht. Diese bohnenähnliche Frucht wird dann zu einer Süssigkeit oder auch einer Limonade verarbeitet. Was ebenfalls hier oft wächst ist Mango. Das alles erfahre ich auf der kurzen Fahrt an den Fluss. Dann halten wir an einem Aussichtspunkt wo man schön auf die Hängebrücke hinunterblicken kann. Die Puente de Occidente (Westbrücke) war früher sehr wichtig und für ihre Zeit sehr fortschrittlich. Sie ist auch heute noch zu einem grossen Teil aus Holz. Der Ingenieur welche sie erbaute hiess José Maria Villa und war unter anderem auch beim Bau der Brooklyn Bridge involviert.

Wir fahren also mit dem Moto einmal über die Puente de Occidente, ich kriege ein paar Erklärungen von meinem Fahrer/Guide und laufe dann zu Fuss die ganzen 291m zurück. Der Rio Cauca, gerade sehr breit und voll mit dem Wasser aus den Regengüssen der letzten Tagen. Ich treffe in der Mitte wieder auf die zwei Spanierinnen aus dem Bus und wir machen je für den anderen ein paar Fotos. Dann gehts zurück ans andere Ufer und mit dem Motocarro zurück nach Santa Fe de Antioquia.

Was mir nun noch fehlt um alle Sehenswürdigkeiten des Städchens abgeklappert zu haben ist das Museum Juan del Corral, benannt nach einem der Ehemaligen Präsidenten (oder dem Diktator wie man sagt) Antioquiens. In seinem ehemaligen Wohnhaus sind Kunstgegenstände und Zeitzeugen des heutigen Departements Antioquien ausgestellt. Hier lerne ich, dass Antioquien sich nach der Unabhängigkeitserklärungen von Cartagena und Mompox als eigener Staat ausgerufen hatte. Im Museum kann man die Urkunde begutachten welche von Juan del Corral 1813 unterzeichnet wurde. Ausserdem sind da vor allem christlich geprägte Kunstwerke, Kriegswaffen aus dem Unabhängigkeits- und dem Bürgerkrieg und auch ein paar ganz wenige Fundstücke aus präkolumbianischen Zeiten, also Schalen und Gefässe der Ureinwohner der Gegend über welche man aber fast nichts weiss.

Das Museum ist klein und in einer halben Stunde bin ich einmal gemütlich durch die Ausstellungsräume gewandelt. Danach setzte ich mich nochmals auf die Plaza, diesmal in ein Café und geniesse einen becher Glace zum Dessert.

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Kurz nach 4Uhr mach eich mich wieder auf zum Terminal, sage Santa Fe de Antioquia tschüss und fahre die 2h wieder zurück nach MEdellin. Und heute schaffe ich es doch wirklich einmal früh ins Bett zu gehen…!

Medellin – Parque Arvi, Fussball und Tanzen

In den folgenden 2 Tagen versuchen Yohel und ich Medellin noch ein wenig besser kennenzulernen und unsere Zeit hier gut auszunutzen.

Am Samstag steht für uns der Parque Arvi auf dem Programm. Dieser sehr grosse NAturpark erstreckt sich auf einem Hügel so nahe an der STadt dass man mit einem Metrocable (also einer Gondel) da rauffahren kann. Wieder eimal sind wir begeistert vom Teleferico und der Aussicht! Nachdem wir den ersten Berg erklommen haben scchwebt die Gondel über den Wald des Parkes, sicher 10min lang. Der offizielle Eingang ist im hinteren Teil des NAturreservates. Hier erfahren wir das man für einen Besuch im Wald einen Führer braucht. Hmm, also wandern kann ich ja wohl noch selbst… wir machen also nur den kleinen Rundgang welcher ohne Begelitung erlaubt ist. Dieser führt aber leider oft der STrasse nach. Einen kleinen Abstecher in die Natur eröffnet uns ein Weg an dessen Verlauf ein paar Ausgrabungen von den ersten Spaniersiedlungen gemacht wurden.

Bald fängt es aber leider an zu regnen und Yohel und ich laufen noch bis zur nächsten Kreuzung wo wir ein paar Restaurants finden. Es gibt das Menu mit Reis, Schwarte, Linsen und Salat plus einen Jugo (Saft) von Tomate de Arbol (Baumtomate, eine sehr interessannte Frucht welche wirklich aussieht wie eine Tomate aber ahlt an einem Baum wächst…). Wir bleiben da auch noch ein wenig sitzen bis der Regen aufhört, wandern dann ein wenig weiter, finden aber leider die Zeit nicht um wirklich wieder in den Wald zu kommen da die Wege um 4Uhr Nachmittags schon zu machen… Ich bin ein wenig enttäuscht vom PAruqe ARvi obwohl ich mir sicher bin dass die SPaziergänge mit Guide cool sind, sie waren einfach zu teuer.

Ein weiteres Erlebnis war am selben Abend dann endlich mal Tanzen zu gehen. Holly hatte mich informiert dass es in der Nähe einen Social Club gibt welcher eine gratis Bachattastunde anbietet heute Abend. Da muss ich natürlich hin. Yohel begleitet mich und wir treffen Holly mit ihrer Freundin im Tanzclub welcher sich lustigerweise unter einer Autobahnbrücke befindet… Die Stunde ist super, erst tanze ich mit Yohel, welcher ein wenig zwei linke Füsse hat. In der Hälfte wird aber der Tanzpartner gewchselt und ich darf mit einem Typen aus Cali tanzen welcher zwar nichtso viel vom Bachatta versteht aber dafür vom Salsa. Das funktioniert schon besser und Bachatta ist einfach grooossartig ❤ NAch dem Kurs gibts freies Tanzen. Offensichtlich hat es einige Pros dabei, sowohl Frauen als auch Männer. Uns drei Frauen fällt vor allem ein MAnn auf… erstens tanzt er wie ein Gott und zweitens sieht er umwerfend attraktiv aus… Mein Tanzpartner aus Cali kommt mich beim Salsa holen und wir tanzen ein Lied, Kathrin super happy. Danach versuche ich es noch mit Yohel. Holly wird von unserem Tanzgott, welcher zeimlich sicher auch hier LEhrer ist aufgefordert für Salsa. Danach ertönt Bachatta und ich schaue in so bettelnd an als er Holly zurück an den Tisch bringt dass ich auch mal darf. Haha es ist grossartig, Highlight des Abends 😛 Dann ist auch schon bald wieder halb12 und Yohel und ich lassen uns vom Taxi beim Parque Lleras rausschmeissen. Noch ein wenig Reggeaton wäre nice. Die Discothek welche wir aussuchen ist randvoll, irgendwie haben heute alle Geburtstag, viele Chicas laufen mit einer gelben Schärpe umher wo Feliz Cumpleaños (Happy Birthday) draufsteht. Die Musik ist der Hit und Yohel und ich wieder erst um 2Uhr im Bett…

Deshalb muss ich mal einen Tag ausschlafen. Am Sonntag bin ich erst um halb12 wach. Yohel, welchem ich gestern die Drinks in der Disco spendiert habe da er nicht mehr Geld eingepackt hatte, stand eine Stunde früher schon auf und hat Früstück gekauft. Oooh wie süss. So setzten wir uns in die Lounge, essen Brötchen mit Manjarfüllung (Caramel) mit ORangensaft und ziehen uns 2 Folgen Black Mirror auf NEtflix hinein. Erst am Nachmittag mögen wir ein wenig in die sTAdt fahren. Wir machen einen Spaziergang im Zentrum und fahren dann pünktlich um 4Uhr zum Stadion. Wir haben nämlich Tickets für ein Fussballspiel gekauft. Yohel meinte ihm wurde empfohlen das Heimteam Nacional irgendwas anschauen zu gehen, es gäbe da eine tolle Athmosphäre. Schon in der MEtro ist alles voller grün angezogenen Leute. Männer in jung und alt, Frauen, Kinder, Hunde, alles trägt das Nacional Tricot. Das sit toternst hier und wir wissen nicht einmal gegen wer sie wirklich spielen haha. Wir lassen uns von den MAssen ins Stadion treiben welches ziemlich voll ist. Leute singen schon eine halbe stunde vor Mathbeginn und in der Südkurve hüpft und trommelt es. Da steht eine ganze Band, Leute schwingen Fahnen und ein grosses Transparent mit der Aufschrift „ESto es Nacional, aca se deja la vida“, ungefähr „Das ist NAcional, hier dafür (oder hier) lasse ich mein Leben. Die gegnerische Manschaft von auswärts hat ein paar laute fans dabei, die sind aber in einen kleinen Sektor oben in der Nordkurve gequetscht und umgeben von Polizisten. Es ist wirklich eine sehr ernste Angelegenheit. Verkäufer tänzeln durch die Reihen, verkaufen Bier, Cola, Wasser, Chips, Popcorn, Glace. Yohel und ich teilen uns eine Ladung Popcorn und fanen so gut wir können mit als das Spiel beginnt. Wir bräuchten ein Gesangsbuch hier, wie in der Kirche… Als das 1:0 für Nacional fällt nach nur 12minuten ist die Hölle los. Alles steht jubelt, umarmt sich und singt. Ich muss lachen, die haben doch alle nicht alle Tassen im Schrank. Leider geht das Spiel dann aber 1:1 aus und die Stimmung ist etwas bedrückt da Nacional somit aus dem Cup ausscheidet. Ich bin trotzdem begeistert, war ein tolles erlebnis mein erstes richtiges Fussballspiel. Auch fand ich die Ausdauer der Südkurve beeindruckend, die sangen nämlich über 90min lang (schon vorher und durch die PAuse) ununterbrochen ihre Jubelgesänge (oder Gegröle eher). Viele LEute kamen mit ihren Kindern welche in der Pause sich ebenfalls ein Fussballbattle leisteten. Schon die 2Jährigen welche knapp laufen konnten spielten besser Fussball als ich 😛 Und ja es gab viele so kleine Kinder im Stadion! Fussball hier ist definitiv ein Familienevent.

Am Sonntag Abend sage ich Yohel dann tschüss, er fliegt morgen zurück nach ima, während ich einen weiteren Ausflug plane (welcher einen eigenen Beitrag bekommt). Wir sind uns einig das MEdellin sehr schön ist. Von der Drogenhauptstadt welche vor nicht langer Zeit als gefährlichste stadt der Welt gegolten hat merkt man heute nichts mehr. Im Gegenteil. Hier spürt man den Fortschritt, die Zukunft und auch den Stolz der Leute diese Entwicklung gemacht zu haben und auch immernoch zu machen. Die MEtro ist das beste Beispiel dafür. In den Zügen und den Stationen sieht alles noch wie neu aus obwohl diese schon seit 1995 existiert. Keine Grafitis, keine eingeritzen Namen, viel Respekt beim Ein- und Aussteigen. Die Leute sprechen wirklich von der Cultura de MEtro, sowas wie einem Verhaltenskodex. Nicht zu gergleichen mit unseren SBahnen in welchen Abfall liegen gelassen wird oder welche in der Nacht versprayt werden. Gewisse Schweizer könnten sich von MEdellin eine Scheibe abschneiden!

Auch toll hier definitv das Essen und der Ausgang. Obwohl nicht ganz billig sind die Restaurants sehr divers und wrklcih gut. Ebenfalls die Drinks und ihr wisst ja wie gerne ich eine Discoteca mit toller Musik habe. Die erfahrung MEdellin war grossartig undso gar nicht das was Mueti sich wahrscheinlich vorgestellt hat als sie mir extra noch schrieb ich solle speziell vorsichtig sein 😉 Schön war natürlich auch Yohel kennengelernt zu haben welcher in kurzer Zeit mir wirklich ein guter Freund wurde. Sehr unkompliziert, witzig und unternehmungslustig hatten wir eine tolle Zeit zusammen. Ich hoffe ihn nach Weihnachten in Lima nochmals kurz wiederzusehen. Mir bleibt nun noch 1 Tag in MEdellin welchen ich nutzen will um einen Ausflug nach Santa Fe de Antioquia zu unternehmen.

Medellin – Comuna 13

Um 10Uhr schaffe ich es mich aus meinen 3 Decken zu wickeln. Das Frühstück habe ich verpasst, aber ich kaufe mir an der Metrostation eine Empanada. Yohel und ich sind unterwegs in die STadt um ein paar Telefericos auszuprobieren. Die Gondeln sind Teil des MEtrosystems und kosten uns deshalb nicht mal 1.-. Wir fahren ins Zentrum und von dort mit dem Tram bis Oriente. Je weiter wir uns aus dem touristischen Zentrum entfernen desto weniger modern werden die Häuser und bauten. Es geht immer etwas bergauf. Bevor es ganz steil wird hält das tram und wir steigen auf die Gondeln um. Man hatte uns gesagt wir sollten einfach die Fahrt geniessen, aber nicht unbedint in einem weit entfernten Barrio aussteigen, die sind immernoch eher gefährlich. Also schweben wir einfach ca. 30min erstmal den Berg hinauf und dann gleich wieder hinab. Die Aussicht auf die STadt ist mega! Ich war ja schon in La Paz begeistert von den Gondeln, die hier sind genausogut. Unter uns können wir die Bachsteinbauten ohne Fenster, mit der Bettwäsche aus dem Fenster hängend sehen. Immer wieder unterbricht ein Fussballplatz das Häuserchaos. In den noch ärmeren Gegenden sind die Gebäude dann nur nocha us Holz und Wellblech, irgendwie an den Hang geklebt und ich kann mir vorstellen dass wenn es hier regnet irgendwann das ganze Viertel weggeschwemmt wird. Die fahrt ist schön und beeindruckend.

Wir kehren zurück ins Zentrum und gönnen uns eine Glace zur Stärkung denn bald haben wir unsere nächste Free Walking Tour. Mit dem Metrozug fahren wir auf die andere Seite nach San JAvier. Es ist schon fast 2Uhr nachmittags und an der STation warten mehrere Guides mit verschiedenfarbigen Regenschirme ihre Gruppe. Wir müssen zu den Gelben. Hier in der nähe beginnt die Comuna 13, eine der bekanntesten Stadtviertel MEdellin, einerseits wegen ihrer von Gewalt geprägten Vergangenheit, andererseits wegen seiner wunderschönen Grafitis und den Rolltreppen welche den Leuten den steilen aufstieg bis oben an den Berg erleichtert.

Yohel und ich kaufen uns zur Erfrischung einen Becher Guarapo, die typische Zuckerrohr-Limonade. Dann geht es schon bald los. Wir gehören zu spanischen Gruppe welche mit ca. 10 Leuten 3mal kleiner ist als die englische. José begrüsst uns herzlich zur Walkingtour in seinem Heimatbarrio. Er ist in der Comuna 13 aufgewachsen und hat sein ganzes LEben hier gewohnt. Er wird unsheute nicht nur von den schwiereigen früheren Zeiten sondern auch vom Wandel und dem Fortschritt welcher in den letzten Jahren stattgefunden hat erzählen.

Erstmal müssen wir aber bis zur Comuna laufen, das geht so 15min der Strasse entlang den Berg hinauf. Dabei erzählt uns José von den Gangs welche immernoch im Barrio aktiv sind. Früher war die comuna 13 Zone der Paramilitärs und der FARC welche sich bekämpften und dabei unzählige Tote hinterliessen. Man musste genau wissen wo die unsichtbare Grenze der Territorien verlief denn wenn man diese ohne Erlaubnis übertrat wurde man erschossen. So kam es das Kindernicht in die Schule konnten, da diese in einem von einer anderen Gruppe kontrollierten Teil des Viertels lag. Die Gruppen finanzierten sich durch den Drogenhandel und man musste aufpassen nicht in illegalse Geschäfte hineingezogen oder gar -gezwungen zu werden. Und dannw aren da auch noch die Interventionen der Regierung. In mehreren Säuberungsaktionen wollte man die Terrorgruppen aus der STadt jagen. Die bekannteste ist die Intervencion Orion bei welcher das Militär mit 2 Pumahelikoptern der Amerikaner die Drogenhändler sozusagena us den Häusern bomben wollte. Obwohl die Aktion relativ erfolgreich war (die FARc und die Paramilitares wurden vertrieben) starb dabei fast 1/3 der Zivilbevölkerung welche zwischen den Fronten eingeklemmt wurde. José errinnert sich dass es in seiner Jugend normal war Leichen auf der Strasse zu sehen und dass an diesem Tag sich alle einfach nur hinlegten ud beteten. Er meint aber auch er erzähle usn das nicht um Mitleid zu erregen sondern einfach um die Geschichte widerzugeben. Das ist heute Vergangenheit und obwohl es immernoch illegale Gruppen und unsichtbare Grenzen im barrio gibt hat sich die Situation um Welten verbessert. Die Comuna 13 wurde wieder aufgebaut und Künstler verzierten die Wände der Häuser mit Bildern und farbigen Grafitis der Hoffnung. Jedes Sujet hat eine Geschichte, eine Bedeutung und soll zum Frieden im Quartier beitragen.

Ein weiteres wichtiges Projekt für die Comuna 13 sind die Rolltreppen. In China hergestellt wurden sie 2011 mit Heikoptern eingeflogen um vor allem den alten Leuten den steilen Aufstieg zu ihrem Heim zu vereifachen. Heute sind swohol die Grafitis als auch die Escaleras Electricas ein Touristenhit. Dies bringt Geld und Jobs in die Comuna und viele Anwohner profitieren direkt davon. So wie José. Er führt unsere Gruppen erstmal unten an den Berg wo die Grafitis beginnen. Hier unterbricht ein megamässiges Gewitter die Tour für fast 1h. Es schüttet wie aus Kübeln und Blitz und Donner toben gleich über unseren Köpfen. Die Strasse verwandelt sich in einen reissenden Strom. Aber dann um fast 4Uhr ist alles abgeklungen und die Entdeckungstour kann weitergehen.

Wir werden zu verschiedenen Wandmalereien geführt welche an die Säuberungsaktionen erinnern (1. Foto), an die Hoffnung das Kolumbien eine rosigere Zukunft bevorsteht (2. Foto, die Vögel in den Farben Kolumbiens (Gelb wie Gold, Blau wie das Meer und rot wie das Blut welches für die Unabhängigkeit vergossen wurde) werden aus dem Käfig gelassen. Der Schlüssel welcher in den Kopf des Mädchens passt soll Bildung und Weisheit bedeuten.) oder auch an die ganze Geschichte Kolumbiens. José kann uns natürlich nicht ALLE Bilder aufschlüsseln, aber insgesamt strahlen sie wirklich eine positive Energie aus, machen das Barrio farbig und fröhlich. Hier werden auch öfters Musikvideos von bekannten Künstlern wie zB Daddy Yankee gedreht (3. Foto).

Dann gehts mit den Rolltreppen den Berg hinauf.

Oben kommt man auf einem dem Berg entlang verlaufenden Balkon an. Von diesem aus wurde früher auf Personen geschossen, die Drogenkartelle nutzten die Sichtbarkeit auch aus um Leute hinzurichten. Heute ist es ein Aussichtspunkt wo man über die ganze STadt sieht, wo die Leute flanieren und die Kunst- und Souvenirshops nur so aus dem Boden spriessen. José zeigt uns sein HAus welches gleich oben am Balkon steht. Er hat seine eigene Terrasse mit göttlichem Blick über MEdellin. Er erzählt uns von seiner Familie. Die Mutter hatte 22 Geschwister… Er selbst 12. Davon leben noch alle ausser 2, welche aber an Krankheiten und nicht an Gewalt gestorben sind. Sie hatten grosses Glück.

Unsere Gruppe, bestehend aus ein paar MExikaner, Jessi aus der Schweiz, Philipp aus Deutschland, mir und Yohel sind alle sowohl erschüttert als auch angetan von der Comuna 13. José erzählt seine Geschichte fast jeden Tag und er meint es sei vor allem am Anfang wie eine Therapie gewesen. In der Comuna gibt es viele Künstler die MAlen, HipHop machen, Tanzen oder eben grafiti sprayen. Das ist die Art wie die Leute hier mit der Vergangenheit fertig werden. Ziemlich beeindruckend!

Zurück bei der Metro in San Javier müssen alle Deutschsprechenden (JEssi, Philip, Yohel und ich) unbedingt etwas essbares haben. Wir fahren zusammen zurück nach El Poblado. Jessi ist Pflegefachfrau, Philip Polizist. Sie sind im selben Sprachkurs zusammen, aber eher noch auf Anfängerlevel. Die Tour heute war ein wenig schwierig für sie. Im Zug beäugt uns ein Local und denkt sich wohl er müsse sich den Touristen vorstellen. So meint er „Hola, soy Jesus“. Wir alle meinen so halbherzig „Hola“ und wenden uns wieder unserem Gespräch zu. Jessi meint nur, Ah ja, JEsus hatte es immer viele in der Abteilung für psychisch Kranke. Ich muss lachen, Nein, der hat sich vorgestellt, Jesus ist sein Name, der kommt in Südamerika oft vor. Haha, genial, ich erkläre Yohel dass JEssi den Jesus gleich in die Irrenanstalt stecken wollte, Wir müssen herzlich darüber lachen. Dann steigen wir an unserer STation aus und machen uns auf den Weg in ein italienisches Restaurant. Dort gibts ein wunderbares Risotto mit Shrimps und wir lernen noch JEssis und Philipps Kollegin aus dem Sprachkurs, Holly aus den USA, kennen. Wir bestellen eine grosse JArra (Krug) Sangria und lassen es uns schmecken.

Nach dem essen schreibt mir Florian ob wir mit ihm noch auf seinen letzten Abend in MEdellin anstossen wollen. Sowohl Yohel als auch ich sind zwar müde, aber das können wir schlecht absagen. Also suchen wir noch zusammen mit Philipp die Bar im Parque Lleras und haben einen Drink mit Florian, Michael (einem weiteren Deutschen welcher mit nur 25 sich verselbständigt hat und überall im Ausland vorträge über Bitcoin haltet), Jay (aus den USA, spricht kein Wort) und der Kellnerin aus Venezuela. Dann gehts kurz vor 12 ab ins Bett, Füsse schmerzen noch vom Tanzen gestern, also heute lieber etwas früher Nachtruhe.

Guatapé und El Peñol

Am Donnerstag morgen heisst es, so schnell wiem öglich aus der Stadt. Um 9Uhr stehe ich mit Yohel am Terminal de Norte. Die MEtro bis hierher war leer gewesen, viele Geschäfte bleiben heute zu. Wir irren etwas durch den Jungle des Terminals bis wir die richtige Busgesellschaft finden welche uns nach Guatapé, eines der meistbesuchten Touristenziele in der Umgebung MEdellin, bringt. Wir haben aber Glück, da heute Streik ist sind alle organisierten Touren abgesagt. Heisst, mehr Platz für ide Individualreisenden.

Der Bus bringt uns in ca. 2h in die nähe des riesigen Stausees an welchem Guatape liegt. 10min vor dem Städtchen liegt das Dorf Peñol und ein paar hundert Meter weiter sitzt ein grosser Stein mit demselben Namen. Der Monolith liegt einfach so gross wie er ist in der Gegend und wirkt irgendwie total überdiemsnioniert. Wir steigen mit ein paar anderen Touristen beim Eingang aus dem Bus und beginnen erstmal den Treppenaufstieg bis zum Stein. Der ist schon anstrengend und als wir die Reissverschlussartigen 700 Treppenstufen bis ganz nach Oben sehen wird uns fast übel. Aber hei, was die dicken Amis vor uns können können wir noch lange. Unten am Peñol reihen sich Restaurant an Restaurant, dahinter breitet sich ein grosser Parkplatz aus. Heute ist er aber zu 2/3 leer. Trotzdem sind wir längst nicht alleine. Auf halbem Weg im Aufstieg machen wir eine kurze Fotopause auf einer Aussichtsplattform inklusive Marienstatue. Die Aussicht hier verspricht eine noch bessere von ganz Oben. Als wir endlich alle 700 Trepenstufen hinaufgkeucht sind eröffnet sich uns wirklich ein grossartiges Panorama. Erstmal ein Highfive für die gelungene Bezwingung des Peñol, dann geniessen wir die kilometerweite Sicht auf die mit mit Lagunen und Kanälen übersähte Landschaft. Das Wetter ist sehr wechselhaft und nach einer Viertelstunde überrascht uns ein Regenschauer. Wir flüchten uns mit allen anderen unter eines der Zelte und bestellen uns ein wenig Fruchtsalat. Mir tut ja der Typ leid welcher Wassermelonen hier hinaufschleppen musste…

Als die Sonne wieder herauskommt nach ca. 20min machen wir nochmals eine runde auf der Aussichtsplattform, werden aber bald von einer Horde Moskitos überfallen. Mit Händen und Füssen fächelnd flüchten wir einen Stock tiefer. Dort machen wir nochmals einen Rundgang um auf alle Seiten hinunterzusehen, dann gehts an den Abstieg. 700 Treppenstufen wieder hinunter. Ich unterhalte mich mit Yohel sehr gut und habe sogar erfahren dass er deutsch spricht. Und das sogar ziemlich gut! Er hatte es in der Schule gelernt und sogar einen „Sprachaufenthalt“ von 6Monaten in Pozuzo gemacht. ER versteht eigentlich alles was ich sage und kann auch auf vieles mit einfachen Sätzen antworten. Vielleicht will er irgendwann sein Elektrotechnikstudium mit einem AUslandsemester in München ergänzen.

Unten am Peñol angekommen lassen wir uns nochnicht von den herrlichen Düften der ansässigen Tourirestaurants verführen sondern nehmen erstmal ein Sammeltaxi nach Guatapé. Im Auto fährt auch ein anderer Europäer mit welcher mir schon im Bus aufgefallen ist. Wir grinsen uns an, also sage ich hallo. Und kriege ein HAllo auf Deutsch zurück. Florian kommt aus Österreich und ist für 2 Wochen in Kolumbien unterwegs. Wir beschliessen also Guatapé zu dritt zu erkunden. Erstmal kaufen wir uns das Rückfahrtticket für den Bus um 4Uhr da diese manchmal kurz vor der Abfahrt ausgehen können. Dann sehen wir uns einen Block weiter die Plaza an. Eine hübsche Kirche, malerische farbenfrohe Häuschen, Girlanden, Blumen und Weihnachtslichter machen aus dem Hauptplatz ein malerisches Dorfzentrum. Wir setzen uns in eines der vielen Restaurants und bestellen 2mal Bandeja Paisa für 3 Leute. Das Gericht ist das typischste der Region und kommt in verschiedenen Teller. Da ist Reis (nein, doch, ohh), ein fritiertes Stück Schinken, Bohnen, Salat, Kochbanane und Avocado. Dazu gibts eine ebenfalls hier typische Limonade. Heute ist sie aus Limonen, gibt es aber auch aus Zuckerrohr.

Wir unterhlaten uns in einem verwirrenden Mix aus deutsch, englisch und spanisch und erzählen einander von unserem Leben. Dann, nachdem alle satt geworden sind, wollen wir einen kleinen Spaziergang durch Guatapé unternehmen. Die Stadt ist ursprünglich bekannt geworden wegen ihren farbigen Emailverziereungen an den Hauswänden welche man angebracht hatte damit die Hühner nicht an den Wänden picken so sagt es auf alle Fälle meinReiseführer). Heute sind nicht nur die Wände farbig sondern einfach gleich das ganze Haus. Alles ist in verschiedenen Farben bemalt, Muster, Bilder von HAndwerkern, Blumen und anderen Sujets zieren Balkone, Fensterrahmen oder Dachgibel. Es ist wunderschön, Guatapé ist extrem herzig!

Schlussendlich kommen wir am anderen Ende des Dorfes wieder unten an den Malecon welchem wir ein wenig entlangschlendern. Etwas weiter ist der NAme der Stadt in ebenfalls grossen und farbenfrohen LEttern ausgestellt und es gibt einen weiteren Fotostopp.

Dann fragen wir am Quai nach dem Preis einer Bootsfahrt auf dem See. Wir einigen uns nach ein wenig hin und her auf 20000Pesos (ca. 8.-) pro Person für eine halbe Stunde. Wir besteigen also unser Privatboot und stechen in See. Die Lagunen und Kanöle hier sind alle Teil eines riesigen STausees welcher für Medellin Strom produziert. Wir können erkennen dass der Wasserstand gerade eher tief liegt, das weil eben gerade Energie gemacht wird. Die Inselchen durch welche wir uns hindurchschlängeln beherbergen Hotels oder sind in Privatbesitz. Sogar Pablo Escobar hatte hier irgendwo eine Finca. Wir sehena uchnochmals von weitem die Silhouette des riesigen Peñol. Der Stein steht einfach so alleine irgendwo in der Landschaft, ich erkläre Yohel die Bedeutung des Wortes Drischiss. Dann geht es auch schon wieder zurück an Land.

Wieder auf festem Boden suchen wir uns ein nettes Cafe und geniessen Kaffee bzw in meinem Fall einen Chai Latte mit Kuchen.

Dann ist es schon Zeit um den Bus aufzusuchen welcher uns ohne weitere PRobleme zurück nach Medellin bringt. Dort ist alles wieder ruhig, vom Streik kreigen wir nichts mit, nur die MEtro ist sehr leer und in El Poblado sind einige Geschäfte zu.

NAch einer erfrischenden Dusche im Hostal treffen Yohel und ich Florian für den Znacht. Auch ein paar Restaurants haben heute zu, wir finden aber ein Steakrestaurant welches wirklich gutes Fleisch (nicht fritiert) hat und geniessen dazu eine Flasche Wein spendiert von Florian. Er meint, er arbeite ja schon länger als wir. Er ist 32 JAhre alt, älter als ich ihn geschätzt hätte. Er erzählt uns von seiner Arbeit für eine grosse Österreichische Firma welche verschiedene Projekte im Gesundheitsbereich durchführt. Unter anderem bauen sie Spitäler in Drittweltländern oder Managen die Einführung von neuen Policies. So war Florian auch schon ein Jahr in Gabun stationiert bevor er heute nun von Österreich aus seine eigenen Projekte managt. Ich bin begeistert, so einen Job will ich auch irgendwann. Das sage ich ihm auch, und dass er allenfalls in 4Jahren dann von mir hört sobald ich meinen PhD geschafft habe.

Nach dem Essen sind wir alle nochnicht müde und meinen ein Bier bzw ein Drink läge schon noch drin. Gleich in der Nähe hat eine Bar auf. Sie ganz in Pink gehalten und hat Tonnen von Schnickschnack herumhängen. Eine Dragqueen verkauft uns die Eintritte und bringt einen Wellcomedrink. Die Bar ist gestopft voll und gehört ganz definitv zur Gaycommunity. So kommen wir in den Genuss von mehreren Dragshows und sehr lustigen Bekanntschaften. Keine Ahnung wie diese Frauen auf so hohen Highheels laufen, geschweige denn tanzen können. Irgendwann kurz vor Mitternacht möchte ich dann aber doch noch selbst das Tanzbein schwingen und wir wechseln in den Parque Lleras in einen REggeatonclub bis morgens um 2. Dann laufe ich mit Yohel gechillt nach Hause und falle wie tot ins Hostelbett.

Medellin – City Tour

Erst um 2Uhr Nachmittags mag ich mich an meinem ersten Tag in MEdellin nach der langen Busfahrt aufraffen um noch etwas zu unternehmen. Um die Stadt in bisschen kennzulernen will ich auf den Mirador „Pueblito Paisa“ hinaufsteigen. Das stellt sich aber als schwieriger heraus als gedacht. Erstmal laufe ich vom Hostel die 10min zur Metrostation. Die Metro in Medellin besteht aus zwei Zügen, zwei Buslinien, einem Tram und mehreren Seilbahnen. Mit der neu gekauften Civica, der Fahrkarte, kann es losgehen. Ich fahre nur eine Station udn steige bei Industriales aus. Wie der Name schon sagt eine weniger schöne Gegend. Hier stehe ich aber gleich unten am Hügel und der Aufstieg sollte in der Nähe sein. Aber Pech gehabt. Der Wanderweg ist wegen Bauerarbeiten gesperrt. Ich frage den nächstbesten Arbeiter welcher meint auf der anderen Seite des Parkes gebe es einen weiteren Zugang. Na dann… Die Umrundung des kleinen Hügels stellt sich aber als gang durch Müll und Abgas heraus und ich versuche einfach sie schnell hinter mich zu bringen. Als ich dann nach einer halben Stunde endlich den Aufgang wird auch hier viel gebaut aber man kann sich zwischen den Gruben hindurchschlängeln. Nur von der Natur des Parkes kriegt man wenig mit.

Endlich oben bin ich aber positiv überrascht. Pueblito Paisa bedeutet Paisa-Dorf. Die Paisas sind die Einwohner des Departements Antioquia. Hier oben steht eine kleine Kirche vor einem gepflasterten Platz, ein paar Kolonialhäsuer auf den Seiten. Auf der anderen Seite schliesst sich die Platform des Miradors an. Stände verkaufen Souvenirs, Früchte und Glace.

Erstmal geniesse ich die Aussicht auf Medellin welches sich langezogen durchs Tal erstreckt. Es gibt viele Hochhäuser in der Senke während sich an den Hängen kleine Bachsteinbauten hinaufziehen. Dann setzte ich mich ein paar Minuten auf den Platz, schaue den Touristen zu und esse ein Glace. Dann gehts wieder an den Abstieg und zur Metro.

Ich fahre zurück nach El Poblado, das Viertel wo ich mein Hostel habe. Es ist das Barrio der Expats und Touristen. Hier stechen ebenfalls viele Hochhäuser in den Himmel. Ich laufe den Berg hinauf bis zum kleinen Paruqe Poblado, ein paar Bäume auf einer Plaza. Hier beginnt das Ausgangsviertel. Beim weitergehen sehe ich viele jetzt noch geschlossene Bars und Discoteken. Abbiegen nach rechts führt mich zum Paruqe Lleras wo sich die offenen Bars an der Fussgängerzone stapeln. Es ist schön grün, viele Lichter und Weihnachtsbeleuchtung ist aufgehängt. Es gibt hier auch viele gute Restaurants. Vonwegen Restaurant, so langsam habe ich hunger. Zurück im Hostel recherchiere ich kurz und entscheide mich dann für ein detusches lokal sehr in der nähe mit dem Namen „El aleman pues“ (Der Deutsche, denk). Ich weiss beim hineingehen schon dass ich Flammenkuchen bestellen werde, dazu gibt es ein original Apfelschorle hmmm. Zum Dessert findt sich sogar ein Apfelstrudel mit Vanilleglace.

Pappsatt und glücklich gehts also zurück zum Hotel. Dort unterhalte ich mich erstmal mit dem Bettnachbarn, Yohel aus Peru. Er ist Reporter für RPP, eine der grössten Radiostationen Limas und gerade in den Ferien. Allerdings musste er heute noch in der Universität schnell ein paar Fragen über die Metro stellen, aber jetzt ist er frei. Wir beschliessen morgen zusammen die Citytour zu machen.

So stehen wir also am nächsten Tag pünktlich um 10:20 beim Treffpunkt in der MEtrostation Alpujarra im Zentrum Medellins. Wir hatten ein köstliches Früstück im Hostel und sind nun gestärkt für 3h STadtrundgang. Hernan, unser Guide, begrüsst uns zur Tour, wir sind fast 20 Leute. Allerdings ist die Comapny super vorbereitet, Hernan trägt ein Mikrofon und weiss wo wir uns mit vielen Leuten hinsetzten können damit er in Ruhe vortragen kann.

Erstmal geht es über die Plaza de Libertad an den Regierungsgebäuden MEdellins und Antioquias vorbei. Die Bauten sind riesig und eindrucksvoll. Noch auffälliger ist allerdings das riieeesige Monument in der Mitte des Platzes welches die Erschaffung Antioquias zeigt. Von den Eingebohrenen über die Bauern zu Jesus, der Eisenbahn und schlussendlich den Paisas ist alles da abgebildet.

Hernan meint für die Paisas sei Antioquia eben wichtiger als Kolumbien und sie seien extrem stolz auf ihr Land und ihre Traditionen. Das Monumt stelle also in etwa die grösse des Egos eines Paisas dar. Wir müssen alle lachen, Hernan macht seinen Job extrem gut, erzählt sehr spannend, lustig aber auch ernst. Denn die Geschichte Medellins ist leider in grossen Teilen gar nicht witzig. Hernan versucht uns diese etwas näher zu bringen. Wichtig dabei sind 4 grosse Akteure. Die extreme Linke (zB die FARC), die extreme Rechte (PAramilitares), die Landesregierung und zuletzt die Drogenkartelle. Diese 4 Spieler sind alle tief involviert in die geschichte ganz Kolumbiens und MEdellin mit dem Hauptsitz des grössten Drogenkartells war dabei ein wichtiger Schauplatz. Während die linken und rechten Gruppen je versuchten mehr Macht zu gewinnen und die Regierung zu stürzen nahmen die Drogenhändler beide PArteien unter Vertrag um ihre Labors, Plantagen oder Lieferungen zu verteidigen. Die Regierung sah sich lange einer Übermacht gegenüber welcher nur mit Militärgewalt entgegenzutrete war. Darunter litten extrem viele Zivilisten und Unschuldige. Hernan nimmt nicht einmal den Namen Pablo Escobar in den Mund. Es wäre keine gute Idee auf englisch über ihn zu sprechen, da viele Leute sehr starke Emotionen mit dem toten rogenbaron verbinden. Einigen hatte er Häuser geschenkt oder Geld gegeben, diese vergöttern ihn. Anderen hat er das Zuhause unter den Füssen weggebombt, ihre Angehörige erschossen oder verschleppt oder in de Drogenkrieg mit hineingezogen. Die Meinungen sind sehr geteilt und niemand kann sich mit Freude an die Jahre in Angst errinnern. Es ist ein schwarzes Kapitel MEdellins. Was aber heute viel wichtiger ist, ist dass MEdellin floriert. Viel wurde nach der zerstörung wieder aufgebaut, erneuert, modernisiert. Die MEtro, auf die alle Anwohner extrem stolz sind, ist das ultimative Zeichen des Fortschritts. Auf öffentlichen Plätzen wo man sich früher nicht hingetraute wurden Bibliotheken aufgemacht, alte Häuser renoviert, die viertel pazifiziert. Man spürt dass die LEute ein miteinander wollen, das sie nach forne schauen, und das ist wunderschön. Das perfekte Beispiel dafür ist die Plaza Cisneros, wo wie HErnan sagt früher niemand sich nach Einbruch der Nacht hintrauendurfte, welcher heute voller Lichtstäbe ist und ein Menschen- und Touristenmagnet.

Weiter geth unsere Tour durch die Einkaufsmeile wo ein heilloses Chaos herrscht. Hernan warnt uns vor Taschendieben und lehrt uns die Regel „Don’t show Papaya“, wobei Papaya für Wertgegenstände steht. Dann bringt er uns zum ehemaligen Justizgebäude. Davor auf der STrasse ist fast kein Durchkommen vor lauter Strassenhändler welche Schuhe, Kleider und Gurte verkaufen. Uns wird erzählt dass diese Strasse eigentlich für den Verkehr gedacht war. Aber eines Tages kam der erste Verkäufer mit seinem Stand. Als ihn niemand wegschickte kam der nächste und der nächste bis die ganze Strasse blockiert und es zu spät war daran etwas zu ändern. Hernan meint schmunzelnd, wir Kolumbianer lieben die Grauzone. Gibt es eine Linie zwischen Erlaubt und nicht erlaubt so steht der Kolumbianer in der Mitte und tanzt Salsa. Manchmal etwas mehr auf der einen dann wieder auf der anderen Seite. Im Falle der Strasse hier gewann die verbotene Seite, und das gleich vor dem Justizgebäude. So überliess man die Strasse den Händlern und machte einen neuen Templo de Justicia neben dem Regierungsgebäude auf. Die Händler übernahmen darauf sogar den alten Templo welcher heute ein wunderschönes Einkaufzentrum ist.

Weiter die Strasse hinunter kommen wir zur Plaza Botero. Botero ist der wichtigste Künstler MEdellins, seine Kunstwerke sind millionen Wert. Auf diesem Plaz stehen um die 15 solcher Figuren welche Botero seiner STadt gespendet hat. Typisch für sein Stil sind sie alle ziemlich dick und besitzen völlig verzerrte Proportionen besitzen. Alle Figuren sind aus Bronze gegossen, allerdings innen hohl.

Gleich an der Plaza sthet auch das Kunstmuseum MEdellins und der Palacio de Cultura. Letzterer wäre eingentlich als Regierungssitz gemeint gewesen. Der Architekt war Augustin Goovaerts aus Belgien welcher einen wunderschönen Palast aus hellen und dunkeln Steinen mit schönen Rundfenstern und Bögen hinstellen wollte (neogotischer Stil, danke Wikipedia). Allerdings verwarf sich der Architekt mit den Auftraggebern. Es stand also nur einen Teil des Gebäudes (die Hinterseite welche auf allen Fotos zu sehen ist). Die Paisas dachten sich aber, was ein Belgier kann können wir schon lange und wollten den Palast nach Goovaerts Plänen fertigstellen. Man merkte aber schnell dass das wohl zu kompliziert war. Hernan meint nur, schauts euch einfach selbst an… Der zweite Teil wurde nur noch aus der hellen Steinsorte gebaut (die dunkeln kamen wohl einfach nie an, so Hernan) und es hat zwar runde Fenster, die Verzierungen fehlen aber allesamt. So konnte die Regierung wohl schlecht in diesen halbherzig erbauten Palast ziehen und so wurde er ein ein Museum, bzw. den Palacio de Cultura umfunktioniert.

Gleich hinter dem Palacio steht die MEtrostation Parque Berrio. Unter den Gleisen der Hochbahn scharen sich ältere Männer. Sie tauschen hier Sachen aus, erklärt uns Hernan. Was man nicht mehr braucht wird hier auf diesem „Flormarkt“ getauscht, vor allem eine Beschäftigung für alte Pensionierte Männer wleche nicht zuhause rumsitzen wollen (da sie sonst der Ehefrau beim Putzen helfen müssten). Es sit auch der Platz wo man geklaute Sachen loswird, Hernan erhöht den Papaya-Level auf 4 von 5, man muss hier also etwas auf mehr auf seine Sachen acht geben. Der Parque Berrio selbst ist ebenfalls voller Leute, den hier wird Musik gespielt. Unter den Bäumen improvisiert eine Band mit Sänger, alles ältere Herren, und wir kriegen einen Willkommensgruss an alle Ausländer entgegengesungen.

Die letzte Station der Citytour führt uns auf die Plaza San Antonia. Auch hier stehen 2 Boterostatuen, identische Vögel. Nur, einer ist kaputt, einer nicht. 1995 geschah hier ein Attentat mit einer Bombe während eines Konzertes. Der Rucksack mit Sprengstoff wurde unter der Boterostatue versteckt, 29 LEute starben. Botero machte dem Platz eine neue Vogelstatue, man liess die Alte aber als Mahnmal stehen. Hernan meint, der zerfetzte, löchrige, zerstörte Vogel, das ist das MEdellin von früher. Der stolze, ganze, aufrechte Vogel, das ist sein MEdellin von heute. Ein schöner Abschluss einer beeindruckenden, lehrreichen und super präsentierten Citytour.

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Nach den fast 3h sind Yohel und ich etwas eschlagen. Und erstmal hungrig. Wir essen in einem typischen Restaurant (Reiss, Fleisch, Linsen, das übliche) und entscheiden dann zum Parque Explora zu fahren. Ich will in den botanischen Garten, Yohel danach ins Planetarium. Er interessiert sich sehr für Astronmie und hätte das auch fast studiert. Nun macht er öfters recherchen über Science-Themen und studiert neben seinem Vollzeitjob als Reporter auch noch Elektrotechnik. Wir verstehen uns sehr gut und es ist interressant mit ihm zu sprechen. So spazieren wir durch den botanischen Garten, welcher schön ist, mich jetzt aber nicht gerade aus den Socken haut.

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Danach sehen wir uns das Planetarium an, inklusive einer kurzen Vorführung in der Kuppel wo es um die Entstehung der Erde geht. Bevor wir nach Hause ins Hostel gehen machen wir nochmals halt bei Ciscneros um die Lichter in Aktion zu sehen. Sie sind wunderschön und man kann sich die grausigen Sachen welche hier passiert sind gar nicht herdenken. Die Leute hier wollen vergessen und das alte mit etwas schönem neuen überdecken.

Es gibt einen Eisbecher mit Früchten, dann gehts nach Hause um für morgen zu planen. Es ist ein nationaler Streik angekündigt und man weiss nicht so genau wie sehr die Demos ausarten werden. Was klar ist, dass der Verkehr zum Erliegen kommen wird, deshalb beschliessen Yohel und ich zusammen aus der Stadt und nach Guatapé zu entfliehen.