Pozuzo – Parque Yanachaga Chemillen und Cuevas de Lluvia Eterna

Auch zweiten Tag meines kleinen Ausflugs nach Pozuzo muss ich um 5Uhr für die Tur bereitstehen. Mein Guide, heute Ivan, begleitet mich in den Park Yanachaga Chemillen um den Nationalvogel Perus, Gallito de Roca (Andenklippenvogel), zu suchen. Diese scheue Art kommt nur am morgen für ein paar Stunden aus ihren Sandhölen.

Mit auf der Tour ist heute eine 6köpifge Familie aus dem Tirol. Die Kinder sind so zwischen 14-8 Jahre alt, sowohl Jungs wie auch Mädchen mit hübschen langen Blonden HAaren. Sie sehen aus wie die Einwanderer persönlich, vor allem die beiden Mädchen mit ihren Dirndelröcken. David, der Vater, meint sie hätten sich gestern soa uf die Plaza gestellt und fast 50 Soles mit Fotos der Touristen verdient. Die Familie lebt aber nicht hier, sie sind schon seit 4JAhren nonstopp unterewegs in Südamerika. Sie mieten sich ein Haus (Zimmer reicht ja für 6 nicht) fpr 1 Monat und danach gehts weiter. David verdient sein Geld mit Übersetztungen und kann gut vom Homeoffice aus arbeiten. Sie sehen ein wenig wie eine Zigeunerfamilie aus (nicht abwertend gemeint), ein paar Aussteiger die nicht die Absicht haben jemals wieder Sesshaft zu werden.

Im Park angekommen breitet sich die Familie am Eingangsposten aus, sie machen erstmal ein kleines Festessen für eines der Mädchen, sie hat ihren 11. Geburtstag. Also ziehe ich mit Ivan alleine los um die Vögel zu beobachten. Der NAme des Parkes Yanahaga ist quetchua und bedeutet schwarzer Wald. Und wirklich ist der Wald sehr dicht und dunkel. Nun, es ist auch erst halb6 Uhr morgens, aber trotzdem. Wir steigen zum FLuss hinunter. Dort wurde ein teil des ursprünglichen Pfades erhalten welchen die Kolonisten gingen um von Oxapampa nach Pozuzo zu kommen. Das war eine reise von 4 Tagen. Der Pfad führt dem Fluss entlang durch einen kleinen Canyon. An gewissen Stellen musste der Weg sogar aus dem Berg geschlagen werden.

Es ist mir immernoch ein rätsel wie die Einwanderer sich an einem solch Abgelegenen Ort niederlassen konnten. Vor allem da Oxapampa erst später von der Familie Heidinger gegründet wurde (noch später dann Villa Rica von einer weiteren Familie), die ncähste Siedlung war fast eine Woche Marsch weit weg. Vor allem in der Regensaison war Pozuzo wohl fast nicht zugänglich.

Ivan erklärt mir auch gewisse Bäume, wir sehen zB ZEder oder auch die Palme welche die Gallos immer aufsuchen um die Früchte zu essen. Ja, wo sind sie den nun, die Gallitos? Ivan weiss genau wo sie zu finden sind. Ein wenig den Weg hinauf beim offiziellen Campingplatz des PArks, da sitzen sie in den Bäumen. Sie sind klar erschtlich, da die Männchen eine knallrote Farbe haben. Sie tanzen in den Ästen für die Weibchen am Boden und streiten sich um die besten Plätze. Wir zählen sicher 10-15 Vögel. Sie isnd etwa 30cm gross und haben eine charakteristischen Wölbung oberhalb des Schnabels. Die Gallitos sind berühmt in Peru, sie sind der offizielle NAtionalvogel und leider vom aussterben bedroht. Darum ist es umso schöner sie hier in freier Wildbahn zu sehen.

(Meine Kamera kann leider keine besseren herangezoomten Bilder machen, sorry. Müsst Gallito de Rocas googlen).

Nach fast einer halben Stunde in der ich begeistert den Vögeln zu geschaut habe nimmt mich Ivan noch zu einem Mirador mit, zeigt mir die vielen Orchideen welche auf den Bäumen wachsen und erklärt mir auf dem Weg hinunter die neusten politischen News Perus… Präsident Vizcarra hat nämlich den Kongress geschlossen (ein Vorhaben bei welchem ihn fast die gesamte Bevölkerung unterstützt) worauf der Kongress (welcher eigentlich ja aufgelöst ist) Vizcarra absetzten und die Vizepräsidentin als neue Präsidentin einschwuren. Das ganze ist ziemlich chaotisch und niemand weiss wer jetzt eignelich recht oder das Recht hat zu tun was gerade geschieht. Naja, Fakt ist, die Bevölkerung ist hässig auf den Kongress weil die Leute anscheinend zu korrupt sind (siehe ODebrecht….) und nicht arbeiten.

Dann sind wir zurück beim Kontrollposten und sammen die Familie auf. 20min Fussmarsch führen uns zu einem kleinen Wasserfall am Strassenrand. Von da ist es nur noch ein Katzensprung zu der Cueva de Lluvias Eternas (die Höhle des ewigen Regens). Bevor wir aber zu der Höhle den Bach hinaufsteigen gibts Frühstück. JEssica hat Ivan Reis mit Chicharrones (Schweineschwarte oder so ähnlich) mitgegeben. Es ist jetzt ca. 8Uhr.

Dann gehts los über Stock und Stein, bzw durch Matsch und Fluss. Man gibt mir am eingang Gummistiefel die zwar ein bisschen zu gross, aber nötig sind. Wir steigen nämlich zT wirklich voll durch den Bach hinauf, ca. 30min, bis zu den Höhlen. Die Wanderung gefällt mir super, der Bach ist wunderbar klar, am Ufer fallen die Luftwurzeln der grossen Bäume hinunter, alles ist grün und dampft. Den 4 Kinder gefällt es offensichtlich auch. Ivan hatte schon Sorgen sie hätten Angst, zb die Steile leiter runterzusteigen, auch er meint, mit den Leuten aus Lima geht das 3mal länger. Aber so hüpfen wir alle von Stein zu Stein bis wir die ewigen Regen erreichen. Vom Berg tropft ununterbrochen Wasser über das Vordach der Höhle hinunter. Hier ist es noch grüner, Algen und Moose lieben diesen Ort. Es ist sehr idylisch, wir hören die Vögel pfeiffen (es ist immernoch morgen), schwarz-gelbe Chihuacos, Schmetterlinge und Kolibirs fliegen herum. Es gefällt mir seeehr. Während die Familie schiwmmen geht setzte ich mich auf einen grossen Stein und bestaune die Natur.

Der Rückweg ist ebenfalls etwas rutschig, ich muss vorallem aufpassen das mein HAndy nicht in den Bach fällt. Dann sind wir um 10Uhr zurück an der Strasse und müssen auf ein Auto warten. Jessica wir duns zwar eines schicken, allerdings erst um 11. Wir waren schneller als der durschscnittstourist und leider gibt es hier kein HAndynetz um den Chauffer früher zu rufen. Also warten wir. Es wrden noch ein paar Orangen und Bananen verteilt, die Kinder unterhalten sich präctig mit ein paar Steinen und dem Hund. Ich rede mit Ivan über Gott und die Welt.

Kurz nach 11 kommt dann unser Wagen an. Wir kommen um 12Uhr in Pozuzo an wo ich noch eine Sache besuchen will, nämlich das Museum Schafferer. Dort ist die Geschichte Pozuzos erklärt und alte Möbel, Werkzeuge, Alltagsgegenstände, Schriftstücke und Fotos der Kolonisten ausgestellt. Alles ist schön auf spanisch und deutsch angeschrieben. Ich lerne auch dass es einen „Freundeskreis für Pozuzo“ gibt in den zwei Partnerstädten Haiming und Silz in Österreich, welcher das Geld für den Deutschunterricht in der obligatorischen Schule in Pozuzo stellt. Sie schicken nicht nur Geld sondern auch LEhrer nach Peru damit die Tradition der deutschen Sprache hier nicht ganz ausstirbt. Das Museum ist zwar klein aber fein, leider darf ich keine Fotos schiessen. Nur von einem Tableau der Gründungsgeschichte erlaube ich mir schnell ein Bild zu machen (ich hoffe ihr könnt es lesen, unten ist es in deutsch):

Dann ist es an der Zeit meine Sachen zu packen. JEssica und Tomas wollen mich schon fast gar nicht mehr gehen lassen, sie waren wirklich sehr herzig zu mir. Jessica ruft an sogar noch bei der zentrale an damit mich das Auto um 2Uhr beim Hotel abholt. Dann kurven wir noch etwas im Dorf herum um die anderen 3 Leute einzusammeln und ab gehts richtung Oxapampa. Die Fahrt sit zwar mässig angenehm weil die Mitfahrerin in der Mitte die Aussmasse eines Buckelwals hat, dafür hat der Kollege des Fahrers (der vorne sitzen darf, wett au!) ein 2monate altes Hündchen dabei der einfach wahnsinnig süss aus der Wäsche bzw. aus dem Fenster kuckt. Transport in Peru….

Von Oxapampa aus suche ich mir am Terminal ein Auto nach Villa Rica zurück und wir pretschen durch den Wald pber die Sandpiste so dass wir alle einmal geschüttelt nicht gerührt ankommen. Ich nehme ien Mototaxi zum Büro von Desco und treffe dort um 6Uhr noch Isha an die die letzten Abrechnungen fertigstellt. Sie ist so hochschwanger dass sie fastnicht mehr hinters Pult passt. ICh helfe ihr einräumen, dann packe ich den Koffer und wir fahren zu meinem Hotel. Diesemal eines mit warmen Wasser 😛 Dann mag Isha noch auf einen Saft mitkommen bevor wir beide müde unsere Betten suchen.

Pozuzo – Trama und Aguas Turquesas

Nachdem ich ausgiebig das Treffen mit alten und neuen Freunden genossen habe sitze ich nun im Auto nach Oxapampa. Von dort sind es noch 2.5h mehr bis nach Pozuzo, dem ursprünglichen Ort wo die deutsch-österreichischen Auswanderer sich vor ca. 150 Jahren niedergelassen hatten. Die sehr kurvige und enge Strasse ist in steile Hügel gehauen welche von grün bedeckt sind. Unten im Tal rauscht der Fluss. Es ist ein wenig wärmer als in Villa Rica, ansosnten ist es sehr ähnlich, nur die Strasse noch ein wenig krimineller, vor allem um Lastwagen zu kreuzen. In Villa Rica bin ich um halb2 losgefahren, um knapp 5Uhr steige ich bei iner kleinen Touragency in Pozuzo aus. Man empfängt mich gleich mit offenen Armen. JEssica erklärt mir was ich in den folgenden 2 Tagen alles an Sehenswürdigkeiten unterbringen kann und quartiert mich auch gleich in ihrem „Hostel“ ein. Eigentlich wohne ich nun einfach im obersten Stock ihres HAuses. Ich fühle mich auch gleich wie ein Familienmitgleid, ich soll doch einfach nehmen was in der Küche ist und man kann mich auch auf einen Spaziergang durch die Stadt begleiten damit ich nicht alleine gehen muss usw. Ich werfe aber erstmal meine Sachen aufs Bett und gehe nach der langen schweisstreibenden Autofahrt Duschen. Die Dusche ist einfach ein offenes Rohr, warmes Wasser kann ich mir träumen. Macht aber nichts, draussen ist es noch immer ziemlich warm.

Dann mache ich einen kurzen Spaziergang (alleine, muss mich ja wieder dran gewöhnen) durch das Dorf. Pozuzo ist wierklich sehr klein, in 15min hat man alle Strassen mal abgelaufen. Und ja, es wirkt irgendwie deutsch. Vielleicht sin des die vielen deutsch-spanischen Schlider oder die vereinzelten Riegelhäuser oder auch die vielen Biertanks und bilder von Leuten in Lederhosen und Dirndel die zu sehen sind. Diese mischen das normale peruanische Dorf auf.

Auf der Plaza steht ein kleines Wasserrad, eine Technologie die die Auswanderer wohlmitgebracht haben aus Europa. Auch steht auf einem Schild mit österreichischem und Deutschem Adler dass am 26.März 1857 ungefähr 200 Tiroler und 100 Preussen mit dem Schiff Norton von Belgien aus startetn um 2 Jahre Später 1859 hier in Pozuzo nach einer langen und beschwerlichen Rise ankamen mit dem klaren Ziel die Selva Peruana zu kolonisieren. Das Schiff ist ebenfalls (als Kinderspielplatz) nachgebaut auf der Plaza zu sehen.

Dann dunkelt es langsam ein und ich frage mich zum nächsten typidchen Restaurant durch. Dort gibts eine köstliche Portion Käsespätzle (auch wenn sie auch hier noch nicht viel von echtem Käse gehört haben….).

Am nächsten Tag geht schon um 5Uhr morgens los mit der Tour. Dies, weil wir (ich und Thomas, mein Guide, habe Privatführung heute) mit dem Schulbus mitfahren bis ins nächste Dorf, ca 45min weiter oben am Fluss. Dort gibt es erstmal ein saftiges Frühstück: Reis, Rind, Banane und Yuca. Dann werden Wanderschuhe angeschnallt und los gehts über die Brücke und den Berg hoch. Tomas ist Jessicas MAnn und der Besitzer der Ecotours Pozuzo. Er fotografiert auch und hat seine Profikamera dabei. Wir wandern etwa 30min durch den Wald, es ist nicht sehr hell obwohl die Sonne schon aufgegangen ist. Graue Wolken bedecken den Himmel und manchmal Nieselt es etwas.

Oben kommen wir auf dem Hof Trama an. Hier lebt die Familie Müller mit ihren Pferden, Kühen, Schweinen, Hühner und Hunden. Sie haben auch einen Fischteich auf ihrer kleinen „Alp“.

Nicht weit entfernt kommen wir dann a Balkon von Trama vorbei. Der Felsvorsprung lässt einem eine tolle Aussicht aufs Tal geniessen, auch wennes nach wie vor etwas grau ist. Der Fluss, welcher erst vor 1h noch fast klar war hat sich hellbraun gefärbt, weiter oben in den Hügeln regnet es stärker. Tomas macht gefühlte tausend Fotos von mir.

Der Spaziergang geht weiter und Tomas freut sich über meine Wanderlust. Er meint, die Leute aus Lima seien immer so träge, mit ihnen mache er den gleichen Weg in doppelter Zeit. Wir kommen immer wieder an Bananenplantagen, ORangenbäumen und kleinen „Bauernhäuser“ vorbei. Die Umgebung ist wie in Villa Rica, man nennt es auch Ceja de Selva (Augenbraue der Selva), also der Anfang des Regenwaldes. Alles ist sehr nass und etwas schliefrig. Nach ca. 1h kommen wir zu den Aguas Turquesas oder Aguas Saladas, ein Quellfluss mit sehr mineralienreichem Wasser. Schon von weitem riecht man den Schwefel. Die Leute hier sagen das Wasser hätte heilkräfte und manche Tours gehen extra hierhin um sich bei der Quelle mit dem Nassen Schlamm einzucremen, das sei gut gegen Falten, Hautausschläge, Pickel und grundsätzlich einfahc mal alles… Obwohl die SOnne heute nicht so scheint ist der FLuss tiefblau. Die Quelle ist ein kleiner Wasserfall der direkt aus dem Berg strömt. Da es doch warm ist draussen stürze ich mich also ins Bikini um schwimmen zu gehen. Das geht dann aber doch ein wenig länger, denn das Wasser ist ziemlich kalt. Aber es sieht so einladend aus dass ich mich zu ein paar Schwimmzügen überwinden kann.

Danach fühle ich mich zwar nicht 3 Jahre jünger aber doch gut erfrischt. Die Wanderung geht weiter zum kleinen MAchu Picchu, ein Berg welcher dem original etwas gleicht:

Und führt uns zum letzten Stopp, einem Wasserfall. Da es heute REgnet hat es eher viel Wasser. Die Selva hier ist etwas dunkel und Tomas erzählt mir dass dieLeute manchmal eine blonde Frau sehen welche auf einem Stein weiter oben am Fall steht. So kommen wir auf Geistergeschichten und er erzählt mir eine wirklich grauenvolles erlebnis aus seiner Jugend als er alleine im grossen HAus seiner Grosseltern auf dem Land war. Anscheinend spukt es dort und er ist felsenfest davon überzeugt eine weisse Frau gesehen zu haben. Gut glaube ich nicht an solche Dinge weil der Ort ist schon ein wenig spooky.

Dann fleigt ein kleiner Kolibri vorbei und nimmt den Horror mit sich. Wir wandern weiter und sehen auf dem Weg noch 4 Tucane in einem Hohen baum sitzen. Wunderschön sind sie mit ihren bunten Schnäbel! An der STrasse angekommen sind wir viel zu früh dran für den Schulbus. Also laufen wir 30min weiter zu der Vivienda der Familie Schmidt.Es ist 12Uhr und wir kriegen Fleischsuppe zum Zmittag. Nun drückt langsam die Sonne heraus. Auf der Vivienda sind alle Familienmitglieder damit beschäftigt sich auf das Wochenende vorzubereiten, sie werden dann auf ihrem Land ein Fest der Milch veranstalten. Sie haben an der Hauswand auch eine kleine Familienausstellung mit Bildern ihrer Urgrosseltern welche aus Deutschland hierher eingewandert sind. Alte Schuhe, ein RAdio, eine Nähmschiene und Gletteisen aus Europa stehen da noch rum.

Um wieder nach Pozuzo zurückzukommen setzten Tomas und ich uns also an die STrasse und warten auf ein Auto dass uns mitnimmt. Bald kommt der Sohn der Schmidts mit dem Töff vorbei und nimmt mich mit. Juhuu Töff fahren. Die Strasse ist nicht befestigt und ist seeehr wie diejenige in die Communitites. Ich fahre mit einem happy Smile hinten auf dem Motorad mit, der Wind in den Haaren gibt mir ein gefühl von Freiheit.

In Pozuzo angekommen mache ich kurz Siesta, ich bin um 4;30 aufgestanden und nun um 2Uhr shcon etwas müde. Dann reicht es noch um den Mirador zu suchen, allerdings ist er nicht allzu spektakulär. Ich wandere ein wenig durch das Dörfchen, besuche den Cementerio de Colonos (Den Kolonistenfriedhof) und kaufe mir zum Znacht feine MAngos. Die Küche Jessicas ist zwar ein Riesenchaos, aber ich finde noch knapp ein genügend gewaschenes Messer und Teller. Damit setzte ich mich nach dem Eindunkeln aufs Bett und schaue mir endlich mal wieder schweizer Nachrichten an nachdem das Wifi in Villa Rica einfach garnicht funktioniert hatte.

Zurück in Villa Rica

Nach all unseren Tours ist es richtig angenehm mal einen Tag „frei“ zu haben. Roberto und ich schlendern durch die Feria (Markt) in Rurre, geniessen köstliche Wassermelone, schauen uns Kunst und Krempel an und machen einen kleinen Bootsausflug zum anderen Ufer ins Dorf Buenavista. Dort hören wir uns die Band auf der Plaza an die mit jedem Bier welches die Sänger trinken besser wird.

Am nächsten Tag beginnt die lange Rückreise. Unser FLieger geht um 11Uhr vom FLughafen Rurre nach La Paz. Der FLughafen ist so klein dass man ihn gar nicht als solcher erkennt. Es ist einfach eine Hütte mit zwei Zimmern die als Wartesääle bei Abflug oder Ankunft dienen. Der Flieger ist ein kleines Propellerflugzeug welches riesigen Lärm macht beim abheben. Wir sehen zu wie der Dschungel unter uns durchzieht, sehen den Fluss Beni auf welchem wir hergekommen sind. Langsam wird das grün lockerer und die Bergspitzen höher.

Nach ca. 40min landen wir auf 4000müM in La Paz. Es ist erstmal einfach nur kalt. Ein Taxi bringt uns an den Terminal wo wir 3h auf den nächsten Bus nach Cusco warten. Wir essen etwas und kaufen Wasser. Ich habe etwas Kopfweh, kein Wunder nach diesem Höenwechsel. Dann gehts in den Bus. Wir sehen uns NEtflixserien an bis wir nach ca. 4h an der Grenze ankommen. Es sit schon spät, 7Uhr und im Komplex in Desaguadero hat es keine anderen Leute. Die Aus- und wieder Einreise nach Peru ist in 20min passiert, es geht zurück in den Bus. Nun ist es schon dunkel und ich versuche etwas zu schlafen.

Frühmorgen sum 5Uhr kommen wir in Cusco an. Verpennt steigen wir aus und suchen schleunigst unser Hostel wo wir weiterschlafen können. Ein Bett ist einfach tausendmal besser als ein noch so bequemer Bussessel. Den Tag durch versuchen wir einen Flug nach Lima zu kriegen, was sich als etwas schwierig herausstellt weil Latam Probleme mit VIsakarten hat. So renne ich sicher 3mal zwischen dem Office und dem Hostel hin und her bis die Bezahlung dann mit MAstercard klappt. Wir gehen zur Bank und machen ein paar Besorgungen.

Um 5Uhr ungefähr machen wir uns auf richtung Kirche San Cristobal. Eine Strasse weiter unten Hat Tamara ihr Hostal. Sie ist gerade zur gleichen Zeit hier in Peru bevor sie nach Ecuador weiterfliegt und natürlich müssen wir uns sehen!! Der Aufstieg zur Unterkunft killt uns fast, jetzt ist nichts mehr mit an die Höhe angepasst sein. Dafür empfängt uns Tamara mit offenen Armen. Wir suchen uns ein gutes Restaurant und quatschen den ganzen Abend. Danach einen kurzer Verdauungsspaziergang an die Plaza um noch eine Glace zu essen bevor wir uns verabschieden müssen.

Roberto und ich übernachten nochmal in Cusco, am nächsten Tag fliegen wir am morgen nach Lima. Dort muss ich dringendst neue Hosen kaufen, Roberto sucht einen neuen Rucksack. Am Abend steigen wir in den nächsten Nachtbus nach Villa Rica. Ich schlafe keine Sekunde, der Bus ist kalt, ich habe eine verstopfte Nase, mein MAgen rumort. Ich bin sehr froh jetzt bald irgendwo zu sein wo ich ein paar Leute kenne und wo ich ein wenig bleiben kann.

Der Bus fährt bis La Merced, im Direktbus hatte es leider keinen Platz mehr. So steigen wir nach fast 10langen Stunden dort aus um zu Frühstücken. Wir sind beide etwas still, wir wissen dass dies nun das Ende unserer gemeinsamen Ferien ist. Es ist sehr gut möglich dass ich Roberto heute das letzte mal sehe bevor ich ganz zurück in die Schweiz fliege. Das ist schwierig und tut etwas weh. Aber andererseits hatten wir eine ganz tolle Zeit zusammen und das ist was zählt.

Ein weiters Auto bringt uns in 1h nach Villa Rica. Roberto steigt am Dorfeingang beim Haus seiner Eltern aus und ich muss Abschied nehmen. Danach bin ich leicht deprimiert und will eigentlich nur noch schlafen, auch wenn es erst 9Uhr morgens ist. In Villa Rica quartiere ich mich in einem der Hostels ein und mache genau das, einfach schlafen. Erst am Nachmittag kann ich mich aufraffen um rauszugehen. Da steigt meine LAune aber deutlich und schnell an. Ich besuche als erstes unser „Stammlokal“, das Cafe Dolce Peccato wo ich Sylvia treffe. Wir unterhalten uns eine Weile, dann gehe ich weiter zum Kleiderladen von Carlos wo ich ebenfalls freudig empfangen werde. Am Abend esse ich mit Andre und seinen Kollegen Znacht. Es ist soo cool, alle diese Leute wieder zu sehen!

Angekommen am Donnerstag bleibe ich bis am Montag in Villa Rica. Am Freitag ist ein kleines Fest im Office von Desco. Kike und Isha erwarten ein Kind und wie es hier tradition ist veranstalten ihre Freunde für sie einen Baby SHower. Isha ist hochschwanger, der kleine Lucas soll in 2 Wochen schon auf die Welt kommen. Roberto hat mir in Lima geholfen ein Geschenk zusammenzustellen, Babyschmapoo, Tücher, ein SPielzeug. Die anderen haben zusammengelegt für unter anderem Kleider, Windeln und sogar einen Buggy. Ich kann so alle meine Freunde von Desco auf einmal wiedersehen. DOn Luis, der Chefe, Kike und Isha natürlich, Nilton und sogar Vanesa kommt auf einen kurzen besuch vorbei. Sie arbeitet in einem anderen Projekt von dEsco in Pangoa, 8h weiter in der Selva. Das ganze ist sehr emotional für mich, ausserdem wird wild durcheinandergeredet, viele haben ish auch sonst schon länger nicht mehr gesehen, der Abend ist für mich sehr anstrengend vom Spanisch her. Aber es ist toll. Roberto rennt in Uniform kurz 5min vorbei um zu gratulieren. Vanesa hat ein paar SPiele vorbereitet und so wird den ganzen Abend bis spät in die Nacht gelacht, gegessen und getrunken.

Das Wochenende geht dann so weiter. Vanesa muss schon am Samstag morgen früh wieder nach Hause, ich habe nur kurz Zeit um mich zu verabschieden. Ich treffe mich aber dann mit ihrem freundeskreis etwas später. Jennifer geht mit mir Abendessen, dann sehen wir uns einen Volleymath von Carlos an. Später finde ich mich mit der Gruppe beim Karaoke und in der Disco wieder. Am Sonntag abend bin ich zum essen bei LEidy eingealden und den Tag verbringe ich mit Danitza und JEnnifer bei einem Ausflug zu den Catarratas del Leon.

Alles in allem bin ich super happy wieder hier zu sein. Vieles ist wie früher, aber nicht alles. Die Plaza ist nun offen, die war bei meinem letzten Aufenthat immer gesperrt wegen Bauarbeiten. Dafür sind nun alle Trottoirs aufgerissen und werden neu gemacht. Allerdings eher langsam, deshalb ist es ein wenig mühsam immer den Baustellen auszuweichen. Die Regenzeit nimmt genau am Tag meiner Ankunt ihren Anfang und es ist immer mal wieder feucht und Sandig, so wie ich es in Errinnerung habe.

Francois, der Schweizer der hier sein Restaurant Copaxa führt gehe ich auch noch besuchen und er lädt mich auf eine Portion Zürigschnätzlets mit Spätzli ein. Himmlisch!! Wir reden mehrere Stunden und ich lerne sein neues Haustier, ein Tigrillo kennen.

Am Montag kann ich mich dann auch offiziell für die Uni in Glasgow einschreiben da ich den Computer von Nilton kurz ausleihen darf. Das langsame Internet bringt mich zwar wie früher fast auf die Palme aber nach 2h ist alles erledigt. Dann bringe ich ein paar SAchen von Roberto welche noch in meinem Koffer liegen geblieben sind zum Militärquartel. Da befällt mich wieder etwas die Traurigkeit, aber schlussenldich wussten wir beide dass wir uns wieder trennen müssen. Ich werde ihm von meinen weiteren Reisen schreiben, und vielleicht vielleicht sehen wir uns im Dezember in Lima noch ein letztes mal.

Dann fuhre ich meinen grossen Koffer zu Desco ins Office und lasse mich nach dem Zmittag zum Terminal fahren. Ich möchte nämlich einen kurzen Ausflug von 2Tagen nach Pozuzo machen, der ursprünglichen deutsch-österreichischen Kolonie Perus.

Pampas de Yacuma

Von Rurrenabaque aus macht man typischerweise 2 Touren: eine in die Selva des Paruqe MAdidi und eine zweite in die Pampas de Yacuma. Da wir ersteres schon vom Boot aus besucht haben bleiben noch die Pampas. Rund um den Rio Yacuma erstreckt sich eine Flache, in der REgenzeit überschwemmte Gegend welche viele Tiere beherbergt. Das Highlight ist die Fauna welche man besser sehen kann als in der Selva da weniger Bäume im Weg stehen. Diese Tour dauert 3 Tage. Wir werden also gleich am nächsten Tag nach unserer Ankunft in Rurrenabaque vom 4×4 abgeholt welcher uns erstmal nach Yacuma bringt. Das sind 3h Sandpiste. Wir essen und werden zum Hafen verfrachtet. Dort wartet Samir, unser Guide.

Insgesamt sind wir 6 Personen plus 2 Kinder die im Selben Boot sitzen. Essen, Gas und Rucksäcke werden eingeladen. Dann gehts los, auf den Weg zu unserer Lodge. Der Fluss führt momentan sehr wenig Wasser und die Tiere kommen so näher an das Boot heran. In den ersten 10minuten schon sehen wir tonnenweise Kaimane, die Grösse reicht von 20cm zu ca. 4m. Auch Kapybaras hat es viele, oft mit Jungtieren. Die sind soo süss 😀 Weiter zu sehen auf unserer FLusssfahrt sind Schildkröten, Fischreiher, Eisvögel, Shanshos (Hoatzine auf Deutsch) und sogar eine Horde kleiner Affen 😀

Nach ca. 2h kommen wir in einer Kurve zu einem etwas grösseren Becken des Flusses. Und bald sehen wir die Rücken der rosaroten Flussdelfine! Ca.5 Stück schwimmt im braunen Wasser umher. Hier dürfen wir schwimmen gehen meint Samir. Es ist zwar etwas ein ungemütlicher Gedanke in dasselbe Wasser zu steigen in dem wir zuvor hunderte Kaimane gesehen haben, aber die sollen ja nicht aggressiv sein. Ausserdem vertragen sie sich nichtso gut mit den Delfinen. Die Mehrheit getraut sich also ins sehr warme NAss zu springen. Roberto bleibt im Boot, er ist Wasser gegenüber eher skeptisch und schwimmt auch nicht so gut. ICh und REa, eine weitere Schweizerin, schwimmen voraus richtung Delfin. Ahh etwas berührt mein Bein! Der Delfin will wohl mit uns spielen, allerdings ist er sehr schnell auch wieder weg. Als mehr Leute kommen bleiben die Tiere eher weg vom Pulk. Nach der Nachmitagshitze ist der Fluss grossartig, auch wenn er so warm ist, dass es schon fast keine Abkühlung mehr darstellt. Auch Roberto und Carolina, die beiden letzten im Boot verbliebenen kommen noch zur erfrischung da die CHilenin sich zu weit herauslehnt und knallhart ins Wasser fällt. Roberto geht sie „retten“ (das Wasser ist nur Knietief am Rand, also niemand war in gefahr zu ertrinken). Dann steigen alle wieder ins Boot und Samir gibt ein wenig Gas sodas wir ca. Eine halbe Stunde später bei der Lodge ankommen. Wir beziehen unsere Hüttchen welche alle durch Holzstege verbunden sind, erfreuen uns an Max, dem herumtollenden Hundewelpen, und sitzen um 7Uhr alle zu Tisch für ein wunderbares Znacht.

Fürs Abendprogramm nimmt uns Samir dann nochmals mit aufs Boot um die Glühwürmchen zu beobachten welche kleine Blitzgewitter in den Bäumen am Flussufer veranstalten. Wir hören die Vögel um die besten Schlafplätze streiten, sehen Fledermäuse herumsausen und zählen in 3min mehr als 200 Kaimane welche mit roten Augen ins Taschenlampenlicht blinzeln. Dann ist feierabend und alle gehen schlafen.

Die Gruppe trifft sich zum Früstück wieder an Tag 2. Früchte, Brownies, Pancackes, alles was das Herz begehrt wird aufgetischt. Wir haben es ziemlich lustig zusammen. Carolina, die chilenin, reist mit Thomas aus Frankreich. Die Familie mit den 2 Kindern (Junge und Mädchen, 9 und 11 Jahre alt) kommt aus Belgien, sie sprechen Flämisch und ich muss immer mal wieder lachen, es tönt ein wenig wie Deutsch in lustig. Mit Rea unterhlate ich mich viel, Landsfrau halt. Sie ist auch sehr kommunikativ und lustig.

Das heutige Highlight soll die suche nach der Anakonda sein. Dafür müssen wir nun wirklich die Pampa kennenlernen, das heisst wir wandern zu Fuss zu einem Teich umgeben von Wasserpflanzen und viel Sumpf. Alle kriegen Gummistiefel, dann kanns losgehen. Die SOnne brennt schon um 10Uhr auf unsere Köpfe. Samir geht mit einem Stock voraus, wir sind auf der suche nach Schlagen, welche das feuchte Terrain sehr gerne haben. Viele Enten, Gänse, Reiher und andere Watvögel flüchten vor unserem Gestampfe.

Der Sumpf ist manchmal so tief dass ich den Fuss fast nicht mehr herausziehen kann. Die Kinder leiden ein wenig, es ist ziemlich anstrengen und zu allem übel wird der Junge auch noch von einer Wespe gestochen. Allerdings hören wir kein Wort Beschwerde von den zweien.

Dann hat Samir endlich Glück und kann eine Schlange einfangen. Profimässig hält er sie fest damit wir sie begutachten können. Berühren ist untersagt da Sonnencreme den Reptilien nicht guttut, es greift ihre Haut an. Er trägt eine Cobra mit sich. Sie ist giftig, allerdings nur tötlich für kleine Nager.

In ca. 3h umrunden wir den See, eine Anakonda können wir aber leider nicht finden… schaade, aber der Ausflug war auf alle Fälle sehr spannend! Wir fahren zurück zur Lodge um zu duschen (ich habe 2 volle Liter Wasser getrunken, die Sonne ist sehr stark!) und ZMittag zu essen. Dann gibt es eine kleine Ruhepause um in die Hängematten zu liegen und Siesta zu machen. Ich bleib mit Rea am Tisch sitzen und rede mit ihr über Gott und die Welt. Sie hat in Cali, Kolumbien ein Praktikum gemacht , wovon sie mir mit herzblut erzählt und natürlich gibt sie mir auch noch Tipps für meine weitere Reise. In der Schweiz arbeitete sie für die CS bevor sie sich entschieden hat noch etwas anderes zu machen vor 30.

Dann wecke ich Roberto und wir sammeln uns wieder alle auf Samirs Boot. Heute Nachmittag gehen wir Piranhas fischen. Roberto hat sich schon seit Beginn der Tour darauf gefreut. Wir werden an die richtige Stelle gebracht und Samir erklärt uns wie wir das Fleisch auf den Hacken drücken müssen. Alle werfen ihre Angelschnüre aus, und wirklich nach 2min fischt Roberto den ersten Piranha aus dem Wasser! Sie sind zwar klein, ca. 15cm, aber ihre Zähne sehen schon so aus als könnten sie einen Knochen abnagen. Auch ich habe, nachdem die Fische immer nur das Fleisch gegessen aber nicht angebisen haben, nach einer halben Stunde Glück. Wohoo mein erster Fisch 😛 Die Piranhas sind sehr schön, mit golden glitzernder Seite und rotem Bauch. Paco, der Fisch welchen wir immer in den Communitites gegessen haben, ist ihr verwandter und hat auch einen roten Bauch. Schlussendlich fangen eigentlich alle Gruppenmitglieder einen Fisch. Auch kleine Welse und Sardienen sind dabei. Sogar die Kinder ziehen ihr Nachtessen aus dem Wasser.

Beim Znacht ein paar Stunden später dürfen wir dann auch wirklich unseren Fang probieren. Und sie schmecken wirklich gut! Roberto ist glücklich weil er von der gesamten Gruppe die Fischaugen bekommt 😛

Der dritte Tag dann ist eher kurz. Am morgen wollten wir nochmals hinausfahren um mit den Delfinen zu schwimmen, allerdings regnet es in strömen. Mit dem Schirm finden wir den sehr rutschigen Weg über die Holzpanelen zum Esszimmer. Nach dem Frühstück heisst es wer will kann gehen, der Rest soll den REgen geniessen. So legen wir uns unter das Wellblechdach und hören gemütlich in der Höngematte den Tropfen zu. Erst um 12Uhr hört der Regen etwas auf, perfekt in der Zeit, wir müssen nämlich mit dem Schiff zurück zum Hafen! Erstmal Wasser aus dem Boot schöpfen, dann werden Rucksäcke unter eine Blache gepackt und los gehts. Wir sehen vorallem viele Vögel, denen scheint der REgen zu gefallen. AUch die Kapybaras stören sich nicht daran.

3h die NAtur geniessen, dann sind wir zurück in Yacuma. Unser Auto hat neue Gäste gebracht und wartet schon auf uns. Es ist von oben bis unten mit Dreck übergossen, das ganze Auto ist braun. Die Staubpiste hat sich in einen sumpf verwandelt und beim zurückfahren rutschen wir grösstenteils. Unser Fahrer ist aber sehr erfahren und wir bleiben nur einmal fast in einem Matschloch stecken. Allerdings haben wir heute 4h um zurück nach Rurrenabaque zu kommen. Der Regen hat sich dort dann verzogen und wir können ruhig noch abendessen gehen. Es ist sogar angenehm kühl um zu schlafen.

Mit dem Boot nach Rurrenabaque

Von Cochabamba bringt uns der Bus der Flota Bolivar sehr bequem nach La Paz. Wir wählen eine Tagesfahrt da wir am nächsten Tag nochmals 8h Busfahrt vor uns haben und einfach dazwischen in La Paz in einem Bett schlafen wollen. Es ist sehr kalt als wir ankommen am Abend und wir sind froh dass wir im selben Hostel unterkommen konnten und die GEgend schon kennen. So gibt es oben im hauseigenen Restaurant Abendessen und eine entspannte Nacht.

Am nächsten morgen müssen wir in Rekordzeit packen, Früstücken und Geld abheben, dann holt uns sehr pünktlich unser Guide in der Lobby ab. Wir werden an eine Ecke mit Bussen verfrachtet wo wir unseren Bus nach Guanay finden. Der Guide erklärt uns genau wo wir Aussteigen müssen und wer uns am Ziel erwarten wird. Der Bus ist bunt und sieht holprig aus. Mit einer halben Stunde verspätung fahren wir um 11Uhr los bis zur nächsten Haltestelle in La PAz wo wir nochmals 30min vertrödeln, Leute steigen ein und aus, Verkäufer wollen uns Trauben, SIM Karten und Brötchen andrehen, dann gehts endlich los. Erstmal in die Höhe. Ausserhalb von La Paz kurven wir durch eine karge Landschaft gesäumt von Schneebergen. Nach ca. 5000müM gehts dann abwärts. Der Weg führt richtung Coroico, hier in der Nähe befindet sich die Death Road, die gefärlichste Strasse der Welt. Diese macht man heute nur noch als Tour mit dm Mountainbike, aber die STrasse welche neu gebaut wurde ist nicht viel besser. Es geht sehr steil runter, es ist etwas sehr eng. Man merkt an der Vegetation dass wir nun stetig tiefer hinunterkommen. Langsam hat es Sträucher und Büsche, dann folgen Farne und Blumen und zuletzt die Bäume. Coroico ist dann schon auf 1000müM. Wir halten kurz, dann braust der Bus weiter. Nun sind wir wirklich schon in der Selva.

Der zweite Stopp ist in einem kleinen Dorf wo wir kurz aussteigen um uns etwas essbares zu besorgen, es ist schon 2Uhr Nachmittags. Es gibt Papa Rellena (fritierte Kartoffelstockballen mit Füllung). Und weiter geht die Endlose fahrt, nun über nicht asphaltierte Strassen. Es ist seeehr staubig, die Pflanzen am WEgesrand tragen alle eine Sandschicht. Überholen ist hier fast nicht möglich da nicht mehr als ein Auto auf die STrasse passt und es auf der Seite sehr steil richtung FLuss hinunter geht. Jedesmal bei einem Überholmanöver muss ich wegschauen. Die Selva wird tropischer, es hat nun BAnanenstauden und halbfertige Holzhäuser.

Nun wird es langsam dunkel um halb7 und wir widmen uns unserer Netflixserie bis wir dann um ca. 8Uhr in Guanay ankommen. Dort erwartet uns Ramon, unser Guide. Er bringt uns zur Unterkunft wo wir unsere Sachen hinschmeissen und dann schnell zum Abendessen. Es ist wunderbar WARM! Ich muss schnell in kurze Hosen schlüpfen. Nach dem Essen machen wir noch eine runde in dem doch ziemlich grossen Dorf, suchen Angelschnur und Hacken für Roberto und essen ein Glace an der Plaza.

Am nächsten Tag gibts Frühstück und ja ich fühle mich hier wie in den Communities, nice eine Portion Reis um den Tag anzufangen…. Dann Registration im Puerto (Hafen) und Wartezeit bis Ramon und unser Kapitän alle Sachen gekauft, zusammengetragen und ins Boot verfrachtet haben. Die Tour ist normalerweise für bis zu 10 Leute, wir sind allerdings diesemal alleine, wir haben also eine Privattour. Die nächsten 3Tage werden wir auf dem Rio Beni verbringen um nach Rurrenabaque zu fahren. Das Boot ist klein (mit zehn Leuten stell ich mir das zeimlcih überfüllt vor…), etwas breiter und länger als ein Weidling.

Julio ist unser Kapitän und chauffiert uns den Fluss hinunter. Neben ihm ist natürlich Ramon und noch zwei ihrer Kollegen dabei. Es hat eher wenig Wasser und er muss wissen auf welcher Seite er durchfahren kann ohne grosse Stämme zu streifen. Am ersten Tag begegnen wir häufig Kranen auf Schiffen welche das halbe (oder eher das ganze) Flussbett umgraben um nach Gold zu suchen. 4kg in 2Wochen holen sie so aus dem Schutt. Das hat allerdings zur Folge dass der ganze Fluss braun gefärbt wird da so viel Sand aufgewirblet wird. Deshalb ist dieses vorgehen in Peru verboten worden. Hier suchen sowohl eine Kolumbianische als auch eine Chinesische Firma weiter nach dem begehrten Metall. Auch einzelpersonen waschen Gold hier, bis zu 4g pro Tag kann man finden wenn man glück hat. Bei einem Preis von 1g a fast 30$ ist das gar kein schlechter verdienst.

Unser erster Stopp ist ein kleiner Sapziergang von einer halben Stunde zu einem Wasserfall. In der Gegend wachsen Gummibäume welche man leicht an den Einkerbungen am STamm erkennen kann wo man eingeschnitten hat um den Gummisaft zu gewinnen. Wir laufen einem kleinen Fluss entlang. Dieser hier ist glasklar, man sieht kleine Fische schwimmen. Am Wasserfall angekommen sind wir total verschwitzt und freuen uns auf ein erfrischendes Bad.

Wieder zurück beim Boot kocht uns Julio auf einem kleinen GAsherd das Mittagessen. Es sit wirklich köstlich, SUppe mit Huhn, Pasta und Ei. Dann tuckern wir weiter bis es langsam eindunkeln will. Da machen wir das Boot an einem der Strände fest. Man stellt uns sowas wie ein Zelt auf: Mit frisch geschnittenen Palmenstengel bauen uns Julio und Ramon ein gestell über welches ein Plastik gespannt wird. Darunter ein Mosiktonetz, Matten und Schlafsack, fertig ist die Unterkunft.

Dann gibts Abendessen und eine Spray-Session, die sandfleigen sind seehr lästig. Allerdings verziehen sie sich als die Sonne untergeht. Zuvor haben wir noch Zeit die Spuren im Schlamm zu begutachten. Die meisten sind von Kapybaras die hier zum Fluss kommen um zu trinken. Wenn wir Glück haben sehen wir welche am morgen. Offensichtlich hat es auch Junge dabei. Auch Vögel und ein Tapir (?) können wir erkennen.

Nach dem Essen soll gefischt werden. Im dunkeln sollen die Fische besser beissen. Alle mitreisenden sind begeisterte Hobbyfischer, inklusive Roberto. Ich hab keinen Plan, aber stell mich mal mit Roberto an den STrand. Er erklärt mir wie man erkennt wann der Fisch nur ein wenig nascht oder wirklich angebissen hat. Und wirklich zieht er bald einen etwa 20cm grossen Wels aus dem Wasser. Das wars dann aber auch schon, der Vollmond geht auf und die Fische wollen mässig beissen. Ramon hat etwas mehr Glück, er fischt aber auch mit Netz. Kurz vor Mitternacht ist dann fertig und wir ziehen uns in unser „Zelt“ zurück. Wir können die Sterne sehen die in unser „Schlafzimmer“ scheinen, sie sind wunderschön.

Am Nächsten Morgen gibts kurz nach dem Früstück eine kleine Wanderung auf der anderen Flussseite, an einer Community vorbei, die den Solarpanels nach ziemlich gutes Geld macht mit PApayaproduktion. Dann wandern wir unter dem grünen Blätterdach hindurch. Die heisse Sonne ist gedämpft, sowie auch alle Geräusche, man getraut sich fast nicht zu sprechen. Irgendwann hören wir ein grunzen und ein getrampel und wissen das wir fast mit einer Gruppe Waldschweini zusammengestossen wären. Man kann sie dann ein paar Schritte später auch riechen und wir finden ihr Schlammbad. Dann gehts weiter mit dem Boot. Der Fluss ist breit mit vielen Bögen, dann wieder gerade und durch Hügel eingeschlossen, manchmal passieren wir kleine Canons.

Beim Mitagessenstopp begeben wir uns in den Krieg mit den Sandfliegen. In 20min fange ich mir ca. 50Stiche ein und beschliesse dass lange Hosen trotz Hitze vorteilhaft sind. Dafür springen wir vorher noch kurz in das Bassin beim nahen Wasserfall.

Roberto fischt wieder und hat diesesmal mehr Glück. Der Wels denn er herauszieht nennt sich Tuburi und soll sehr gut schmecken. Das werden wir dann beim Abendessen erfahren.

Kurz danach passieren wir die Grenze zum PArque MAdidi. Dieser NAturpark beherbergt viele Tiere und ist bekannt als der Park mit der grössten Biodiversität der Welt. Er reicht von den Andengipfeln bis hierher herunter in die Selva. Wir machen einen kleinen Spziergang um Affen zu suchen, werden aber nicht fündig. Trotz allem sind die Bäume, Blumen und Schlingpflanzen grossartig anzuschauen. Zurück geht es dann dem FLuss entlang wo wir unter anderem auch Katzenartige spuren finden, wahrscheinlich ein Ozelot oder was ähnliches.

Nach weiteren 3h ist es Zeit das Nachtlager aufzuschlagen. Wieder wird uns unser „Zelt“ gebastelt. Diese Nacht kommt aber ein heftiger wind auf und wir finden keine Ruhe. Der Plastik ist sehr laut und löst sich sogar nach einem heftigen Windstoss an einer Ecke. Roberto steht auf um ihn auf Bodenhöhe zu befestigen, das hält den Sand besser ab welcher in unser Schlafzimmer weht. Wir schlafen ein paar wenige Stunden, aber der Sand kriecht in Ohre, Mund und Nase und ist grauenhaft unangenehm. ICh fühle mich wie ein Beduine in der Wüste, meine HAare sind sandgestrahlt und ich mache mir um meine Elektronik etwas sorgen. Der Wind wird stärker und das Moskitonetz weht uns über die Köpfe. Um 4Uhr ist Schluss, Ramon holt uns ins Boot wo wir uns unter eine Decke kuscheln und den Kopf einziehen um nicht angeblasen zu werden. Wir schlafen bis etwa 9Uhr, dann gibts Frühstück für die übernächtigete Gruppe. Rührei, Brötchen, Tee und Früchte machen alles ein wenig besser, trotzdem knirscht es bei jeder Bewegung die ich mache.

Ein letzter Spaziergang im PArque MAdidi führt uns am Vormittag zu einer LAgune. Hier ist der Wald etwas lichter, es hat viele grosse Bäume. Ramon erzählt uns dass hier einmal fast ein paar Touristen verloren gegangen wären da sie einer Horde Schweine hinterhergejagt sind um Fotos zu schiessen. Der Wald sieht aber überall gleich aus, so dass sie den Rückweg nur noch mit Mühe gefunden haben. In der NAcht ist es gefährlich, meint er. Jaguare könnten dich angreifen. Hier werden sie gross und stark. Irgenwie macht mir das Freude aber auch etwas mulmig, ich will einen Jaguar sehen, aber nur einen mit vollem MAgen… NAtürlich läuft uns keine Grosskatze über den Weg, allerdings einige schwarze Laufvögel.

Auch die LAgune ist sehr schön. Bei der Ankunft sehen wir Fischmünder aus dem Wasser ragen. Der warme Tümpel hat nicht genug Sauerstoff, deshalb müssen sie auftauchen um Luft zu schlucken. Wir machen hier eine kurze PAuse bevor wir wieder zum Boot zurückwandern.

Dann stehend die letzten 3h Flussfahrt an. Es gibt Mitagessen en route, danach brauche ich eine Siesta. Roberto weckt mich als wir schon die Brücke von Rurrenabaque sehen können. Wir legen an, suchen unsere sieben Sachen zusammen und fragen uns zu unserem Hostal durch. Dort wird erstmal geduscht und aller Sand vom Körper gewaschen. Ich fühle mich wie neu gebohren! Dann einen kleinen Spaziergang durchs Dorf. Rurre ist sehr Touristisch, es hat viele Kleiderläden, Restaurants, Discotheken und Touragencies. In letzterer buchen wir unseren Trip für morgen, dann gibts eine grossartige Wassermelone unten am Fluss und dann eine Sandfreie Nacht in einem richtigen Bett mit Ventilator.

Villa Tunari – Bosque Perdido und Parque Machia

So langsam finden wir, wird es Zeit dass es so richtig heiss wird. Darum machen wir einen 3Tägigen abstecher nach Villa Tunari, eines dampfenden Chapare-Dorfes 4h von Cochabamba welches so richtig in der Selva liegt. Unser grosses Gepäck darf im Hostel bleiben wärend wir uns wieder auf den Weg zum Markt machen wo die Busse abfahren. Unterwegs kaufen wir noch Verpflegung ein. Ein Auto ist schnell gefunden und mit 5 weiteren Mitfahrern kompletiert, also kann es losgehen. Während der ersten Stunde geht es Bergauf um dann in den grünen Wald hinabzustechen. Ich unterhlate mich mit meiner Sitznachbarin die mit uns zuhinterst im Auto zusammengequtscht sitzt. Sie erzählt mir von ihren Reisen. Se hat schon fast ganz Bolivien gesehen, da ihr mann Lastwagenfahrer ist und sie, bzw die ganze 5köpfige Familie manchmal davon profitieren und mitfahren können. Auch in Peru war sie schon, kennt Machu Picchu und auch San PEdro de Atacama in Chile oder die Iguazu-Fälle in Argentinien. Ihr Sohn kam mit 19 gerade von einem Pfadi-Camp in den USA nach Hause und nun träumt sie davon eimal New York sehen zu können. Irgendwan holt uns aber beide der tiefe Blutdruck ein und wir schlafen etwas. Die kargen Hügel sind grünen Pflanzen und ivle Nebel gewichen als ich aufwache. Bald wird es dann auch wärmer und man kann den Pullover als Kissen im Nacken benutzten. Wir essen unsere BAnanen, Granandillas und ein paar Guetsli, dann geht es nicht mehr lange und wir kommen in Villa Tunari an.

Wir werden an der Hauptstrasse auf Höhe plaza de Armas rausgelassen und müssen beide erstmal späten Zmittag haben. Für den heutigen AUsflug haben wir noch gar nichts organisiert, die meisten Hostels hier sind nicht auf Booking (nur die, die zu teuer sind) und es hat einige Naturparks hier also haben wir auch noch nicht entschieden wo wir hinwollen morgen. Erstmal an die Plaza. Die sieht nun wirklich nach Selva aus, Bäume mit grossen Blättern und ausladenden Ästen stehen um den Brunnen und die Statue des Panthers passt super ins Bild. Mir kommt das Dörfchen sehr vor wie Izscosasin, einfach mit geteerten Strassen.

Da finden wir auch di2e Touristeninformation. Der Cheffe erzählt uns sehr ausführlich und melodramatisch („Kann jemand diesen Ventilator verstellen ich kann so einfach nicht denken, aachhh….) von allem was es in Villa Tunari hat und empfiehlt uns einen brandneuen Nationalpark, den Bosque Perido (der verlorene Wald). Der WEg dorthin ist nocht ganz einfach zu finden, wir beschliessen aber das Abenteuer morgen anzugehen. Erstmal warten wir noch auf den Besitzer des Hostals welches wir empfohlen bekommen haben. Dieser führt uns dann 5min später zu seiner Unterkunft „El Mirador“. Und wirklich hat man von seiner Terrasse einen schönen Blick auf den Fluss. Dieser führt gerade nicht viel Wasser und das Kies welches in der Regensaison angeschwemmt wird wird mit Baggern abgebaut. Neben der Aussicht hat das Hostel auch einen sehr schönen Garten und tolle bequeme Hängematten. Bevor wir diese benutzten machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Fluss wo wir den Fischen beim springen zusehen und versuchen Steine zu schiefern.

Am nächsten Tag dann gehts morgens um 9Uhr beim Markt los. Schnell finden wir eine Auto welches uns nach Eterazama bringt, die erste Station auf dem Weg zum Bosque perdido. Dort kommenw ir mehr oder weniger heil an… der Fahrer war noch krasser als ich es mir schon ein wenig gewöhnt bin, sogar Roberto musste zwischendurch wegsehen. Er meint nur, die Flasche neben dem Sitz war irgendwas alkoholisches… Naja, wir sind angekommen und schnell ausgestiegen….!

Von Eterazama fährt ein weiteres Auto nach Samusabety. Eterazama war schon am Ende der Welt, der zweite Hupf bringt uns definitv ins hinterste Kaff. Hier sollte es nun eigentlich jemanden geben der wissen wollte wo wir hinwollen, allerdings ist der Park erst seit einem Monat eröffnet und die Nachricht scheint noch nicht ganz bei der Bevölkerung angekommen zu sein. Wir fragen herum, eigentlich hiess es in diesem Dorf sollte es auch Führer geben welche uns hinbringen und durch den Wald begleiten. Am Terminal wird unter den anwesenden 4 Chauffeuren herumgefragt, dann ruft einer jemanden an welcher was weiss worauf man weiter telefoniert und so fort. Schlussendlich heisst es in 20min sollte jemand kommen. Ok, wir rechnen mit 40, besorgen uns für später Profiant falls wir doch noch zum wandern kommen und auch einen Regenschutz für Roberto welcher aus 2m leicheter Plane besteht. Dann warten wir am Terminal (=ein Dach für 4 Töffs und 2 Bänke) und schauen uns irgendeinen Film mit Julia Roberts an. Nach ca. 1h wird uns mitgeteilt unser Führer wartet beim Parkeingang in Gran Chaco, wir sollen da hinfahren. Ok, also Taxi nach Gran Chaco. Der Weg dahin ist alles Piste und errinnert mich sehr an die Strasse nach Raya, nur der Fluss fehlt. Die Selva ist fast identisch, viele Bananen und Kokaplantagen, Holzhütten, manchmal Fischteiche. Es regnet nun schon fast 3h und der Wetterbericht sagte den ganzen Tag Regen voraus… Heute also Regenwald mit Regen.

Als wir in Gran Chaco ankommen sehen wir dass sie vor allem ein groosses Eingangstor mit Willkommen und einem Töff draufhaben, dahinter aber nur etwa 5 Häuser. Unter einem Dach warten Leute auf die Taxis oder darauf dass der Regen aufhört um auf ihre Motos zu steigen. Da finden wir Armando, unseren Führer. Wohoo, wir sind angekommen… es ist schon nach 11Uhr und Armando will erstmal noch ein wenig warten. Que pase la lluvia (dass der Regen vorbeigeht). Naja da können wir lange warten. Roberto wird in ein Gespräch verwickelt mit einem Kokabauer von dem ich nur die Hälfte verstehe. Es ist feucht, draussen rennen die Bibeli herum, der Regen trommelt aufs Wellblechdach… ich fühle mich wie in Raya.

Um 12:30 habe ich genug gewartet. Entweder gehen wir jetzt oder wir fahren zurück. Armando erklärt uns, dass der Weg durch einen Bach führt und dieser bei Regen schon Kniehoch sein kann. Wir könnten ja nass werden… Das ist uns jetzt doch ziemlich egal, man kann Wanderschuhe ja auch ausziehen. Wir starten also unseren Versuch den verlorenen Wald zu finden. Der Park wurde an einem Hügel angelegt welcher von unberührtem Regenwald bedeckt ist. Schon der Eingang verrät uns dass hier noch nicht viele Leute waren. Wir sind die 6. und 7. Touristen im Park, ich aussderdem die erste Schweizerin 🙂

Der Weg den wir gehen führt erst zu einer kleinen KAskade. Dafür muss man wie gesagt durch den FLuss waten. Eigentlich führt die Wanderung dem Fluss entlang, aber heute ist im Fluss angesagt. Wir tragen also die Schuhe und machen einen Barfussspaziergang. Ich muss darauf vertrauen dass Armando recht hat wenn er sagt es gibt nichts was ich stechen kann im Wasser und auch keine Blätter oder Äste mit Dornen. Die Landschaft ist grossartig, der Fluss schlängelt sich durch ein Tälchen der Selva, Farne hängen herunter, Luftwurzeln, es hat tausend riesige grüne Blätter, schön grosse Bäume. Alles riecht nach nasser Natur. Roberto und ich sind beide bald ziemlich nass, aber begeistert. Nach dem ersten Wasserfall, bei welchem sich gerade die Aussichtsplatform in Bau befindet laufen wir noch über den nächsten Hügel weiter um den grösseren Fall mit Höhle zu sehen.

Man muss sich schon ziemlich an den Stämmen und Ästen festhalten, der Boden ist glitschig und die Wege noch neu, heisst noch nicht festgtrampelt. Kein Slippery when Wet schild zeigt an wo man besser nicht hintrampt. Es ist ein gerutsche aber es macht zeimlich Spass und gibt auch schön warm. Nach ca. 1.5h sind wir dann nach der zweiten KAskade auf dem Mirador von wo aus man über die Selva und zurück ins Dörfchen Gran Chaco sieht.

Von da ist es nur noch einen kurzen steilen Abstieg, dann sitzen wir im Auto nach Samusabety. Hier nun fange ich ein wenig an abzukühlen. Mein Rücken und teile der Schulter sind nass, meine Hose ist feucht, meine HAare tropfen noch. Im zweiten Auto von Eterazama nach Villa Tunari sitzen wir zu 6 in einem Auto für 5, ich auf Robertos Schoss und tropfe schön alle mit Schlamm voll. Dann endet unsere Safari wieder zurück im Hostel Morador wo ich in wohlig trockene Sachen schlüpfen kann. Der Bosque perdido war wunderbar, wunderbar grün, lebendig, und eben nass, 100% Selva.

Am nächsten und letzte Tag in Villa Tunari machen wir uns am morgen noch kurz auf um den Paruq Machia zu sehen. Dieser ist ein Auffangbecken für Tiere aus dem Schwarzmarkt, dem Zoo oder dem Zirkus. Sie sollen hier wieder aufgepäppelt, gepflegt und ausgewildert werden. Eine Community von Freilwilligen betreibt den Tierpark. Allerdings gibt es hier keine Gehege, sondern nur WEge auf den Berg vn wo aus man eine tolle Aussicht auf Villa Tunari hat. Dabei kann man wenn man Glück hat ein paar Affen in den Baumwipfeln sichten oder ein Gürteltier aufspüren. Und wirklich erspähen wir in den ersten 10min einen Affen welcher auf der suche nach Früchten in den Bäumen herumhüpft. Danach teilen wir uns den Aufstieg zum Mirador mit einer Gruppe Jugendlichen welche sich lautstark über ihre Musik hinweg beschweren keine Tiere zu sehen… Der Weg duch den Wald (heute in trocken, die Sonne scheint und es ist schön heiss) ist trotzdem sehr sehenswert mit vielen Blumen und Lianen. Ihr wisst schon, für Baumnerds halt 🙂 Und ja die Aussicht ist auch ganz toll.

Dann gehts zurück zum Hostel, kurz Mittagessen und dann mit einem Bus zurück nach Cochabamba.

Rund um Cochabamba – Quillacollo

Da wir nun eigentlich schon alle Sehenswürdigkeiten Cochabambas abgeklappert haben wollen wir am nächsten Tag einen Tagesausflug in das nahe STädchen (oder eher in die Agglo) Quillacollo unternehmen. Dafür wollten wir ursprünglich etwas früher aus den Federn, aber so langsam merkt man uns die langen Nächte in den Bussen an und das Hostel hier ist wirklich sehr schön und das Bette xtrem bequem. Also wird es doch erst 9Uhr bis wir am Frühstück sitzen. Es gibt SPiegelei, Brot, Müsli und Früchte. Auf ca. 10Uhr schaffen wir es an die Ecke beim Markt am Ende der Altstadt wo die Busse nach Quillacollo fahren sollten. Wir werden noch 2 Blocks weiterverwiesen, dann hören wir wie unser Ziel herumgerufen wird. Wir quetschen uns also in ein VW-BUs-Sammeltaxi welches sich auch gleich in Bewegung setzt. Während der guten 40min die wir brauchen (20min davon um aus dem Mittagsverkehr in Cochabamba rauszukommen) steigen immer wieder LEute aus und ein. Man ruft einfach stopp wenn man raus will oder winkt den Bus heran vom Strassenrand.

In Quillacollo angekommen sehen wir als erstes die Plaza de Armas. Es herrscht reges Treiben, hier scheint jeder etwas zu verkaufen. Wir sehen uns das im Vorbeigehen an. Es hat extrem viele Schmuck- und Kleiderläden. Wir kommen auch am Markt vorbei und sehen wo die Restaurants liegen. An einer weiteren Plaza liegt die Kirche und ein hübscher Pavillon um sich zu setzten und die Leute zu beobachten. Wie immer bis jetzt in Bolivien sieht man extrem viele Cholitas welche Waren feilbieten, mit grossen Tragtüchern beladen Kinder, Kartoffeln oder ähnliches herumschleppen oder auf der suche nach den Zutaten fürs Essen sind.

Wir schauen uns noch ein bisschen weiter um, sehen den Brunnen der 3 Sirenen und dann ist es Essenszeit. Roberto will unbedingt Fisch und da es in diesem Restaurant nichts anderes hat gibt es für mich dasselbe. Bin aber mässig begeistert vom Sabalo,schmeckt mir gegrillt zu fischig. ICh esse lieber den Salat und die Yucabeilage. Danach suchen wir für Roberto eine Badehose und er geht sich kurz 15min die Haare schneiden. Beides Sachen die ihm in den grossen Städten immer zu teuer vorkamen (ich mein hallo, meh als 2dollar fürs Haarschniide?!). Dann sind iwr abfahrtsbereit um zu den nahen Thermen zu gelangen. Wir fragen uns zu den Bussern durch und fahren bis zur Endstation wo wir mit dem Chauffeur diskutieren müssen für wie viel er unsnoch 6k. weiter zur Badeanlage bringt. Schlussendlich werden wir uns einig und fahren hinauf in die Cordillera Tunari. Ein paar Kurven weiter sehen wir Quillacollo unter uns während wir zwischen Eukalytus und Quenoal zu den heissen Quellen hinaufblicken. Auf dem Weg kommen wir an einer Brücke voebei wo Frauen ihre Kleider im Bach waschen. Und dann steht da steht mitten im Nirgendwo eine Badi. Ein kleiner Laden, ein Klo, Umziehkabienen und zwei Becken heisses Wasser, frischa us dem Berg. Als wir im AUto sasses hat es ein wenig geregnet und auch etwas abgekühlt, ausserdem sind wir jetzt doch ein paar Meter höher, deshlab schnell umziehen und rein ins warme nass. Wir sind längst nicht alleine, es hat einige Familien, eine etwa 15köpfige gruppe Jugendlicher und ein paar Pärchen. Wir planschen alle vergnügt herum, es hat auch eine Steinrutsche und kein Springverbot wie in unseren Badis. Das wärmere der 2 Becken ist richtig schön heiss und ich könnte mich Stundenlang durchkochen lassen.

Als es schon später Nachmittag ist und wir beide schon eher aufgelöst machen wir uns auf den heimweg. Zuerst müssen wir kurz auf genug Leute im Bus nach Quillacollo warten, von dort gibt es aber längst genug Combis zurück in die STadt. Da wir dort beim Markt abgeladen werden kaufen wir uns gleich ein paar Gemüse, Eier und Yuca ein und kochen uns unser Abendessen im Hostal selber. Roberto vergisst aber seine Limone, was für einen Peruaner eine kleinere Katastrophe ist und muss noch kurz um die Häuser rennen um einem Restaurant eine abzuschwatzen. Dann können wir aber die nun wirklich gut durchgekochten Yucas mit beilage geniessen. Hmm, die hab ich ein enig vermisst! Yuca ist wie Kartoffel, einfach in gut. Schälen, in Salzwasser weichkochen, tadaa. Schmekct schon richtig nach Selva 🙂

Cochabamba

Das erste was wir in Cochabamba tun ist im Hostel noch ein paar STunden schlafen. Man lässt uns zum halben PReis um5Uhr schon in ein Zimmer und serviert uns um 9Uhr ein wunderbares Zmorge. Dann sind wir ready um die neue Umgebung zu erkunden.

Cochabamba ist nach Santa Cruz die 2.grösste STadt Boliviens. Sie liegt nahe der Selva und das Klima ist nun so warm dass ich es am ersten Tag bald bereue keine kurzen Shorts angezogen zu haben. Die Strassen hier sind im Gegensatz zu La Paz oder Sucre weit, was mich bin ein wenig an Lima errinnert. 5min zu Fuss vom Hostel liegt die Plaza Colón. Springbrunnen und Palmen prägen das Bild, ich weiss jetzt schon dass mit Cochabamba gefällt.

Weiter gehts in die Altstadt. Hier reiht sich ein geschäft ans andere, viele LEute sind unterwegs, ebensoviele Autos, VW-Busse und Taxis. Was mir auffällt ist, dass sich in einer Strasse oder Ecke immer Geschäfte eines Zweigs sammeln. In der ersten Strasse hat es nur Optiker, in dernächsten folgt ein Friseur dem anderen. Dann gibt es eine ansammlung von Kidnerkeliderläden und eine Ballung an Goldankäufer. Wir bewegen uns Richtung der Plaza Sucre, dort solle s nämlich eine Touristeninformation geben. Die Finden wir dann auch und auch wenn die Info nur ein klienes Kabäuschen ist wird uns ein sehr detaillierter STadtplan und Infos zur näheren Umgebung ausgehändigt. Die Stadt ist ziemlich gross und so ist es schon fast 12Uhr und wir dochs chon ein paar Stunden zu Fuss unterwegs. Über die Plaza 25 de Mayo geraten wir wieder in die Altstadt und wollen uns ein Restaurant suchen. Aber genau das scheint es nicht in der Gegend zu haben. Dafür ganz viele KAffees mit Torten im Schaufenster welche ineme das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Aber das ist eher für später. Jetzt muss Reis mit Poulet her. Wir suchen allerdings noch eine halbe Stunde weiter und laufen bis ins nächste Quartier im Norden um fündig zu werden. Dafür haben wir uns das Zmittag jetzt verdient.

Nach dem Essen ist der nächste Punkt auf der Karte der botanische Garten. Wir brauchen etwa 20min um ihn zu erreichen und spazieren derweil durch die Zone des Nachtlebens mit vielen KAraokebars und Discos. AUch ein super neu aussehendes Kino steht da und allgemein scheint mir da vieles neu und modern zu sein. Dann folgt eine Reihe Polizei und Militärcenter und Schulen, dann sind wir im Park.

Die Anlage sieht zwar leicht trocken aber doch gepflegt aus. Viele der Bäume und Blumen sind angeschrieben. Es gibt einen Sektor für MEdizinalpflanzen, sowie ein KAkteen- und Regenwaldhaus. Uns gefällt es sehr gut und Roberto weiss wie immer noch eineiges zu den MEdizinpflanzen zu erzählen. Auch finden wir endlich raus wie der schön violet blühende Baum heisst den wir in Sucre so oft gesehen haben (Höhö schon wieder vergessen, super Kathrin….).

Wasser kaufen und weiter gehts weitere 20min zur Drahtseilbahn welche uns auf den HAusberg Cochabambas bringen soll. Von da oben soll die AUssicht ganz toll sein und ausserdem ist die Jesustatue sehr bekannt da sie sogar noch ein paar Zentimeter grösser ist als die von Rio de JAneiro (diese ist 33m hoch, 1m für jedes Jahr welches Christus gelebt hat. Hier hat man aber gesagt, JEsus wurde ja 33Jahre und ein wenig mehr alt, also muss die STatue ein wenig grösser werden….). Als wir ankommen sehen wir aber zu unserer Enttäuschung dass die Bahn an Montagen nicht fährt. Schade, seit La Paz bin ich Teleferico-Fan. Man könnte nun die über 1000 Treppenstufen in der prallen Sonne Nachmittags um 2 hinaufsteigen…. oder man nimmt einfach Toursitenmässig ein Taxi. Die Fahrt geht gute 10min da der Pilgerweg, wo in der Semana Santa (Osterwoche) auch PRozessionen stattfinden sich einige male um den Berg und den Hügelnebenan windet. OBen angekommen geht glücklicherweise ein kühler Wind. Wie vorhergesehe ist die AUssicht fantastisch. Und die STadt grösser als ich gedacht habe! 360Grad um den Jesus sieht man Häuser. Auch die STadtlagune ist gut ersichtlich. Wir machen eine kleine Verschnaufpause, wir sind schon seit ein paar Stunden am herumwandern und die Hitze macht jetzt doch ein wenig müde.

Der Abstieg über Die Treppen ist schon sehr anstrengend, aber wohl nichts gegen den Austieg wie uns die hochroten Köpfe der uns entgegenkommenden Touris verrät. Wir kehren zurük in die Altstadt und setzten uns kurz vor 5Uhr bei der Plaza Colon um den nächsten Tag zu besprechen. Dann geht es zurück ins Hostel ume inw enig auszuruhen. Zuletzt gehenw ir noch in einem nahen Restaurant Abendessen. Da gibt es Asado Griego (Griechisher Braten) was nichts anderes als ein Döner ist…. whatever das für die Bolivianer mit Griechenland zu tun haben soll…?!

Ich habe ein sehr schönes Bild von Cochabamba bekommen bei unserem ausgedehnten SPaziergang heute. Die Stadt ist zwarnicht so geschichtsträchtig wie Sucre oder La Paz, hat aber sehr schöne Plätze und etwas mehr Raum für die Fussgänger. Das LEbenf idnet hier eher draussen statt, die Restaurants stuhlen bis auf das Trottoir die Marktstände haben kein Dach, es ist wohlig warm und ich muss am nächsten morgen auch nicht in rekordzeit duschen da ich sonst im Bad erfriere. So mag ich das!

Sucre

Die HAuptstadt von Bolivien ist nicht wie ich in der Schule gelernt habe LA PAz, sondern Sucre. Hier wurde die Unabhängigkeitserklärung Boliviens unterschireben und die Republik gegründet. Die STadt präsentiert sicha uch mehr als HAuptstadt als La PAz finde ich. Hier gibt es die grossen Plätze und STrassen die in La Paz fehlen. Der STil ist sehr kolonial und die Häuser weiss und herausgeputzt. Die ganze Innenstadt steht unter Schutz des UNESCO Weltkulturerbe. Insgesamt gefällt mir die STadt wirklich gut!

Wir verbringen 4 Tage in Sucre wobei der erste etwas kürzer ausfällt da wir morgens kurz vor 5 am Busbahnhof ankommen. Wir suchen das Hostel und gehen dann um 8Uhr Früshstücken. Das Kaffee im Turm eienr der vielen Kirchen der STadt hat nicht nur super Rührei zu bieten sondern auch eine tolle erste Aussicht auf die Dächer Sucres.

Wir sehen den Markt, schlendern durch die GAssen und geniessen das warme Wetter. Allerdings regenet es am Nachmittag was es uns leichter macht früh schlafen zu gehen. Unser Hostel ist ein Glücksgriff mit viel Platz und einer schönen Küche die uns zum Kochena. Nregt. SO gibt es am Morgen mal Spiegelei und zum Znacht Ratatuille, alle Zutaten frisch vom Markt gekauft. Wir geniessen es mal nicht ganz so viel in einen Tag zu packen, Uyuni war schon ziemlich anstrengend. So machen wir am zweiten Tag eine STadtführung die zwei Studis mit uns durchführen. Sie erzählen uns bei der Recolecta dass hier oben der Grundstein Sucres von den Spaniern gelegt worden war, zwischen 7 Hügeln, fast wie in Rom.

Der Brunnen auf dem Platz vor dem Franziskanerkloster heisst Brunnen der Pilger, allerdings nicht weil man ihn oft besucht sondern weil der Brunnen selbst schon durch die ganze sTadt gepilgert ist, in verschiedenen Gärten und Plazas gestanden hat bis er schliesslich hier oben gelandet ist. Nicht weit entfernt befindet sich das Katzenviertel. Da gibt es verschiedenste Strassen mit Namen wie schwarze Katze oder Graue KAtze. Dies, weil hier früher die Witwen und unverheirateten Frauen hingezogen sind und die lieben ja bekannterweise KAtzen. Auch dieses Viertel ist wunderschön im Kolonialstil.

Allgemein gibt es viele weisse Häuser mit den typischen Balkonen. Ein Detail welches uns gezeigt wird ist der Türklopfer in Form einer Hand. Trägt die HAnd einen Ring ist die Dame des HAuses verheiratet. ISt die HAnd allerdings ohne schmuck konnte ohne weiteres ein Liebeslied unter dem Balkon gesungen werden ohne einen Skandal zu verursachen.

Die Plaza 25 de MAyo ist nach dem Startdatum der Rebellion die schlussendlich zur Unabhängigkeit führte benannt. Herr MAriscal Sucre (Marschall Sucre) steht auf seiner Säule in der Mitte, er war die tragende Kraft hinter den Bolivianischen Truppen im Unabhängikeitskrieg.

An der Plaza liegt auch das ehemalige Regierungsgebäude. Heute regiert man nur noch die STadt da das Gobierno ja nach La Paz umgezogen ist. In Sucre findet sich nur noch der juristische Teil der Staatsangelegenheiten. AUch viele Museen kann man hier finden. Wir besuchen am 3. TAg die Casa de Libertad, der Ort wo die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde. Es ist ein ehemaliges Jesuitenkloster und Universität. Die Kopie der originalen Erklärung liegt dort ausgestellt wo früher die KApelle war. In weiteren Säälen sieht man Porträits aller ehemaligen Präsidenten (über 70… darunter nur eine einzige Frau), Gegenstände von Sucre und Bolivar, den beiden grossen Kriegshelden, sowie verschiedene Relikte der Geschichte Boliviens. Allerdings ist es schwierig für mich genau nachzuvollziehen wie die ganzen Kriege abgelaufen sind ohne mehr Information, eine geführte Tour ist gerade nicht möglich… Zumindest kann sich Roberto an einige Eckpunkte errinnern welche er in der Schule gelernt hat, Bolivien und PEru waren lange Verbündete im Krieg.

Weiter sehenswert sind der Parque Bolivar, gleich neben unserem Hostel und die KAthedrale. Wie gesagt gefällt mir die STadt Sucre sehr gut!

Einen speziellen Ausflug war uns dann der PArque Cretacico wert. An diesem Ort finden sich Dinosaurierspuren, die meisten auf der ganzen Welt. Mit einem Taxi fahren wir ca 30min aus der STadt raus zu einer Zementfabrik. Diese hat fast den gesamten Berg abgetragen da sich das Gestein wudnerbar zur Zementherstellung eignet. Dabei sind sie aber auf eine KAlkschicht gestossen welche nicht brauchbar war. Zum GLück, denn eingstampft in den ehemaligen Sumpf sind ganz klar die Fussabdrücke verschiedenster Dinos zu sehen. Der PArk an sich ist klein, ausgestellt sind noch einige wenige Versteinerungen von Fischen, Algen und Pflanzen welche man gefunden hat, allerdigns keien Skelette. Es wird erklärt wie man die Fussabdrücke interpretiert und es gibt lebensgrosse Dinostatuen. Das tolle ist wirklich die Führung zur Kalkplatte welche fast senkrecht in den Himmel ragt und wo man wirklich ganz deutlich die Spuren der ausgestorbenen riesen erkennen kann. Der Guide erläutrt uns welche Arten von Saurier die Spuren hinterlassen haben und was sie uns über das sozialleben der Tiere sagen können. So sieht man zB dass die grossen Pflanzenfresser in Gruppen unterwegs waren während die Jäger oft alleine jagten. Man nimmt an, dass sie es auf die Jungtiere abgesehen hatten, da die ausgewachsenen Riesen doch ein Kaliber zu gross waren. Die senkrechten Spuren führten ursprünglich zu einem See wo die Tiere Wasser tranken. Die Wagrechten gehören oft zu den Fleischfressern welche wohl um die PFlanzenfresser herumgeschlichen sind und darauf warteten ein ungeschütztes Kleines zu erwischen. So in etwa wie es heute die Wölfe bei den Gnus machen in der Savanne.

Ein weiteres kleines Highlight sucres ist das Castillo La GLorieta welches auch etwa 20min mit dem Minibus ausserhalb der sTadt liegt. Es wurde von einem reichen Pärchen erbaut welches viel Geld aus den Minen von Potosi gewinnen konnte. Da sie oft in Europa und dem Osten unterwegs waren wollten sie ihr Haus in verschiedenen Stilen gestalten welche ihnen gefallen hatten. Das Castillo hat 3 Türme, einer welcher aussieht wie ein Minarett, der zweite wie Big ben und der dritte hat eher östliche Einflüsse. Die Deko ist eher auf französische Art mit viel Gold und Prunk, die Böden verziert mit Holzmosaik, Spiegel, Marmor usw. Möbel kann mal leider keine mehr sehen, sie stehen separat in einem der vielen Museen Sucress.

Auch meinen Geburtstag verbrachten wir hier in Sucre. Am Abend zuvor suchten wir uns eine schöne Bar um mit etwas Pisco anzustossen und gingen Tanzen. Der erste morgen mit 25 fühlte sich dann eher wie der erste Morgen mit 85 an, aber da wir ja keine grossen Touren vor hatten war das egal. Lustigerweise waren wir nicht die ienzigen die auf Festen eingestellt waren. Der 8. Spetember ist der Tag der Virgen de Guadalupe (Die Jungfrau von Guadalupe), der STadtpatronin von Sucre. Das richtige Fest ist zwar erst nächstes Wochenende, aber die Musik und tanzgruppen waren schon fest am üben. Samstag und Sonntag wurde der Umzug geprobt. Und wir dachten den Ausmassen nach das wäre schon der richtige Umzug. Tausende Leute waren auf der Strasse, der Verkehr lahmgelegt, über Stunden (!) hörte man Blas- und Trommelmusik. JEde Gruppe hatte ihr eigenes ORchester dabei, ein wenig wie bei uns am Fasnachtsumzug. Vor und nach der Musik kamen die Tänzer, einige auf Stillhettos, andere in traditionellen bunten Kleider mit Schellen an den Stiefeln, Cowboyhüten oder Röcken. Man konnte wirklich den ganzen Nachmittag an der Plaza sitzen und dem Treiben zuschauen. Zwischen den Gruppen rannten die Cholitas hin und her um Spielsachen, Süsses oder Chips zu verkaufen. Sicher5h lang zogen leute durch die STrasse. Unsere Gastgeberin meinte dann dass seien nur die kleinen Gruppen, die müssten noch proben. Nächstes Wochenende seien 5x mehr da, zT angereist aus Potosi und anderen umliegenden Städten und Dörfern. Keine Ahnung wo die all die jungen LEute hernehmen um zu tanzen. Sucre muss nächste Woche das Zentrum der Balsmusik auf Erden sein. ICh war ziemlich baff und finde es grossartig.

Ausserdem war am Sonntag dann um 10Uhr noch die MEsse für die Jungfrau auf der Plaza. Alle LEute kamen in ihren SOnntagskleidern und mit ganz verzierten Autos…? Um den Platz standen AUtos verziert mit farbigen Tüchern. Darauf wurden Kuscheltiere, Silberbesteckt, Teller, Früchte, Geld usw. aufgenäht. Robertos These war dass diese Autos den Haushalt der LEute wiederspiegeln soll. Wer ein Restaurant hat nähr Teller, Löffel und Krüge auf, andere stellen ihre Früchte aus, wieder andere Puppen oder SPielzeuge ihrer Kinder. Ob das stimmt wissen wir nicht, ich fand es sehr interessant und irgendwie urkomisch haha.

Unser Aufenthalt in Sucre war eher entspannt, wir genossen vor allem das warme Klima und die schöne Athmosphäre der HAuptstadt. Am vierten Tag chillten wir mehrheitlich, sahen den Umzügen zu und assen Eiscreme. Dann am Abend nahmen wir den absolut schlimmsten Bus unserer Reise um am Morgen um 5Uhr in COchabamba anzukommen.

Salar de Uyuni Tag 3 – Laguna Verde und Steingebilde

Das aufstehen am 3. Tag unserer Tour ist etwas hart da es sehr kalt ist im Zimmer. Klar, draussen war es unter Null und es gibt keine Heizung. Immerhin habe ich meine Kleider mit in den Schlfsack gepackt, so sind sie jetzt nicht so klamm wie meine Badehosen, die noch nicht trocken sondern eher steifgefrohren sind. Allerdings wärmen wir uns schnell auf da die Sonne an den Frühstückstisch scheint. Durch das Fenster können wir auf die Lagune sehen in der auch ein paar Flamingos frühstücken, die Aussicht is wunderschön. Juanjo erzählt uns gerade seine LEbensgeschichte wie er als SOhn von Kaffeebauern zum Professor wurde. Er scheint mir eine etwas dramatische PErson, aber was er sagt ist sicher wahr. Seine Elternw ollten erst nicht dass er an die Universität geht und auch für ihn war es eine schwere Entscheidung. Vorher war er noch nie in der Hauptstadt gewesen und nun sollte er da leben. Aber schlussendlich überzeugten ihn seine Geschwister das Abenteuer zu wagen. Er meint, als Kind hätte er immer im Lexikon zuhause über fremde Länder gelesen und den Flugzeugen über ihrer Farm nachgeschaut. Heute ist er schon so viel gereist, wird an Kongresse eingeladen und konnte sogar seinen Eltern Ferien in Jerusalem schenken. Es ist eine schöne Geschichte!

Beim einladen des Autos geht das frieren wieder los, der eisige Wind weht unablässig. Das einzig gute daran ist, dass es sich heute lohnt die LAguna Verde zu besuchen. Die LAgune ist nämlich nur grün wenn der Wind sie richtig gut durchmischt. Franz hat uns gestern schon gewarnt dass es sein kann dass wir einfach eine stinknormale LAgune sehen werden. Als wir aber nach gut 1h beim Gewässer ankommen bin ich ein weiteres mal begeistert. Die LAguna erstrahlt in einem wunderschönen hellen türkis.

Die Farbe kommt von den Mineralien Kupfer und Arsen, was auch erklärt warum es hier keine Tiere hat. Das Wasser ist hochgiftig. Sieht aber umso toller aus. Hinter der Laguna erhebt sich ein weiterer Vulkan. Dahinter beginnt chilenisches Gebiet. Wir trotzem dem Wind etwa 30min ab, dann hat es auch dem letzten die Zehen eingefrohren und wir machen uns auf den Rückweg nach Uyuni. Es wird eine eher lange Fahrt mit etwas weniger Stopps.

Wo wir noch vorbeikommen ist die Dali-Wüste. Das Gebiet hier soll anscheinend den Gemälden Dalis gleichen. Weiss zwar nicht inwiefern das stimmt, aber die Farben des Sandes und der Berge sind unglaublich. Noch immer sind wir im norgendwo, wir haben seit 2 Tagen keine richtige Siedlung mehr gesehen. Die Landschaft fühlt sich irgendwie urtümlich an, ich kann mir richtig vorstellen wie die Dinosaurier hier zwischen den Vulkanen durchgewandert sind.

Einen weiteren Stopp machen wir fürs Mitagessen. Hier leben MEnschen, omg Zivilisation! Unter wegs sind wir durch Täler und Ebenen gebraust, immer auf unbefestigter Piste. Kleine Wässerchen sind immernoch eingefrohren, Enten, Vicunas und Lamas suchen nach Futter. Zwischendurch schlafe ich ein. Nach dem Essen gibt es noch einen allersletzten Halt vor Uyuni. Hier haben Vulkanausbrüche Steinbrocken zurückgelassen die nun so langsam vor sich hin rosten und verwittern und zu ganz tollen Konstellationen zerfallen. Es errinnert mich an die Devils MArbles in Australien. Biscachas sehen wir ebenfalls, die mögeln die verwinkelten Felsvorsprünge.

Dann ist unsere Tour aber zu Ende und wir müssen der unberührten NAtur Tschüss sagen. Bei der Rückfahrt schlafe ich immer mal wieder ein, der ewige wechsel zwischen kalt (draussen) und ziemlich heiss (im Auto) macht müde. Wenn ich wach bin sehe ich aber noch so gerne aus dem Fenster um die Hügel und Salzsehen vorbeiziehen zu sehen.

GEgen 5Uhr Nachmittags kommen wir in Uyuni an und erfahren, dass hier ab morgen ein Streik stattfinden wird. Die gesamte Bevölkerung will den Verkehr und deamit auch den Tourismus lahmlegen, da sie mit der Arbeit ihrer Politiker nicht zufrieden sind. Sie fordern den Rücktritt verschiedener Repräsentaten. Das heisst für uns, wir sollten heute noch, vor der Blockade, nach Sure gelangen. An der STrasse wo die Busse fahren müssen wir aber erst eine Kompanie finden welche direkt dorthin fährt. Und die erste davon meint der Bus für heute Abend sei schon voll besetzt. Beid er zweiten haben wir aber Glück. Der Bus sieht auch mehr oder weniger gut aus… Dann gehen wir Znachtessen und bleiben dann noch auf einen KAffee bis 9Uhr sitzten, diehaben so eine tolle Wärmelampe im Restaurant…

Im Bus ist es zu meinem Erstauenen sehr warm, es quitscht kein Fenster und ich kann ziemlich gut schlafen.