Der zweite tag unserer Tour beginnt um 7Uhr beim Frühstück. Alle klammern sich noch fest an ihren Mate de Coca und sehen etwas verschlafen aus. Im Auto um 8Uhr kommt dann etwas LEben in die Gruppe bei unserem Ersten Stopp irgendwo im Nirgendwo. Franz erklärt uns das hier die Eisenbahnstrecke durchführt und wir sehr nahe an der Grenze zu Chile unterwegs sind. Die FLäche auf der wir stehen ist ein zweiter kleinerer Salzsee welcher aber in den Salar de Uyuni abfliesst, weshalb die Salzschicht hier eher dünn ist. Die Berge die die Fläche umgeben sind alles erloschene oder halbaktive Vulkane. Wir halten auch noch an einem zweiten Stopp wo wir einen noch aktiven Vulkan sehen welcher konstant Gase in den Himmel ausstösst. Immer geht ein grausig kalter Wind welcher einem in alle Knochen fährt. Die vulkanischen Gesteine rosten vor sich hin und der Wind zwingt ihnen eine weiche, löchrige Form auf.


Als wären diese Landschaften an sich nicht schon beeindruckend genug kommen wir nun an 3 Lagunen vorbei. Die erste ist ganz blau mit einem weissen Rand. Das sei Borax welches Ausfällt, meint Franz. Ein paar Flamingos staksen im Wasser herum und eine Herde LAmas hat sichs am Rand gemütlich gemacht. Die Fotos sind fast schon ein bisschen zuuu Klischee.

30min weiter kommen wir zu einer noch grösseren LAguna mit noch mehr Flamingos. Hier erklärt uns franz den unterschied zwischen den 3 Arten die hier zu finden sind. Die Art James ist sehr rosa an Flügelspitzen und Kopf. Der Andenflamingo hat schwarze Flüglespitzen und gelbe Beine. Und der Chilenische Flamingo ist ein wenig weisser als der Rest. Hunderte der Vögel waten herum das Wasser nach Algen abfilternd. Es hat hier immer Flamingos, auch wenn diese eigentlich migrieren. Die Art JAmes kommt weit herum und ist so auch in Florida zu finden. Hier auf dem Altiplano paaren sie sich und päppeln ihre jungen auf. Allerdings sehen wir nur ein paar Kleine, scheint gerade nicht Aufzuchtsaison zu sein.


In einem Hostel am Rande der LAgune gibts Mitagessen, auch heute wieder hervorragend. ICh möchte ja wissen wie Franz’s Stellenausschreibung Aussah: Fahrer, Fotograf, Koch….? Dann gehts noch eine LAgune weiter welche wir von einem Aussichtspunkt betrachten können. AUch eine Herde Vicuñas schaut gerade vorbei. Diese Kameliden sind im gegensatz zum Lama oder dem ALpaka wild und werden nur einmal im Jahr zusammengetrieben und geschoren. Ihre Wolle ist überaus beliebt und sündhaft teuer.

Weiter geht die Reise Bergauf. Neben dem Salar de Uyuni hat die LAndschaft hier noch viel mehr zu bieten. Im Nationalpark Fauna Andina Aduardo Avora finden sich weitere Highlights des heutigen Tages. Erstmal müssen wir aber einen Stopp machen um das AUto auskülen zu lassen und die grosse Weite des absoluten NICHTS zu bestaunen in der wir uns befinden. Dann gibts eine weitere Haltestelle um die Biscachas zu besuchen. DAs sind hasenähnliche Tiere welche in den Vulkangesteinen leben. Sie sind sehr gute Kletterer. Sie sind sich offensichtlich an die Touristen gewöhnt und ich weiss nicht wie toll ich das finde, vor allem da einige trotz Verbot Äpfel oder Nüsse hinwerfen um bessere Fotos zu kriegen. Allerdings sind sie schon sehr süss und ich beschwere mich auch nicht über ein tolles Foto. Man möchte sie am leibsten kuscheln!

Dann gehts weiter zum Arbol de Piedra (Steinbaum) in der Siloli-Wüste. Dieser Stein, welcher vom Wind zu einer form wie ein Baum gerformt wurde steht neben weiteren Steinformationen die nicht weniger beeindruckend sind. Da wir nun fast auf 5000 Meter Höhe sind ist es noch empfindlicher kalt geworden und man muss sich fest einpacken um aus dem warmen Auto zu steigen. Die LAndschaft ist es aber tausendmal wert ein wenig zu frieren.

Dann hüpft man schnell wieder ins Auto und fRanz bringt uns zu der Hauptattraktion des PArkes, der LAguna Colorada. Diese LAgune hat wirklich Farbe, nämlich Blutrot. Auch hier finden sich Flamingos, in der HAuptbrütezeit über 45000, so Franz. Heute sind es zwar ein paar weniger, dafür ist die Farbe dank dem Wind, welcher die roten Algen herumwirbelt, und der Sonne welche sie zum leuchten bringt sehr schön zu erkennen. Ich kann fast nicht glauben dass das wirklcih existiert. Zusammen mit dem Blau des Himmels und dem Weiss des Borax sieht es unwirklich aus, fast wie aus einem Film über den Mars.



Als wir wieder ins Auto steigen ist es schon halb5 und Zeit für den letzten Stopp. Dieser ist auf einem Geysirfeld. Nun, hier hat es keine Wasserfontänen welche herumspritzen, aber viele Löcher aus welchen heisse Gase hervorqualmen. AUch Sumpf welcher herumblubbert und lustige Töne von sich gibt. Hier ist nun definitv der Punkt wo ich nicht mehr glaube auf der Erde zu sein. SO muss es vor den Dinosaurier ausgesehen haben. Der grösste Geysir blässt einem eine nach faulen Eiern stinkende Gaswolke entgegen in der man ganz verschwinden kann. Das Gas hat fast 100°C und man muss ein wenig aufpassen nirgends hineinzufallen. Hier gibt es keine DANGER, HOT GAS schilder. Der Boden ist ganz warm. MAn kann richtiggehend die Kraft der ERde spüren hier. Mit der SOnne welche schon tief am Himmel steht und uns lange Schatten werfen lässt entstehendie besten Fotos.



Danach stinken wir zwar alle nach Schwefel und als kämen wir direkt aus der Hölle, aber wir sind so begeistert vom heutigen Tag dass das alles keine Rolle spielt. Es geht noch 1h weiter zu unserem Hotel. AUf der Fahrt geht die SOnne unter und die roten Berge um uns welchseln alle 2 Minuten ihre Farbe. Seit Stunden haben wir kein HAus, keinen Menschen gesehen. Unsere Unterkunft liegt an einer LAgune echt im nirgendwo (ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr im nirgendwo) an einer Thermalquelle. Erst gibt es Abendessen (Quinolasagne, sehr fein) dann packen wir unsere Badehosen und suchen uns im Dunkeln den Weg zum Naturbad. Das Wasser kommt mit fast 40Grad aus dem Boden und nach einem rekordverdächtig schnellem umziehen (es hat sicher nicht mehr als 0 Grad darussen) ist es eine wohltat ins warme Wasser zu sinken. Es hat hier nur 3 Gruppen, also ca 20 LEute, was sehr angenehm ist. Wenn man den Kopf auf den Badrand legt eröffnet sich einem das ganze Universum. Die Milchstrasse ist klar zu erkennen, der Sichelmond verschwindet bald hinter einem Berg und man hat das Gefühl in den Sternen zu versinken. Es ist wunderschön!
Weniger schön ist der Moment in dem man wieder aus dem Wasser hinaussteigen muss. Kalt ist nur der VOrnahme, meine Füsse sind gefrphren in den paar 100Metern zum Hostel. Aber das wars sowas von Wert. Die innere Wärme bleibt erhaten und hilft mir den Schlafsack auf Körpertemperatur zu bringen. So kann ich mich mehr oder weniger gut einkuscheln und vom STernenmeer träumen.
































































Was uns leider ebenfalls auffällt sind die tonnen an Abfall die überll herumliegen. Viel Plastik und Glasflaschen. Ausserdem ist der halbe Berg von Wachs bedeckt. Uns geht auch bald auf warum das so ist. Wir setzten uns und beobachten ein wenig die Leute. Ich hatte mich schon gefragt warum hier oben so viele Plastikspielzeuge verkauft werden… Die Stände sind überfülltmit Autos, Häuser, Tiere, Stapel aus Spielgeld. Am Beispiel einer FAmilie sehen wir live was es damit auf sich hat. Es werden zwei LAstwagen herangetragen und sorgfältig auf Kokablätter abgesetzt. Dann steht die Familie im kreis darum und bekreuzigen sich während ein Priester (oder so?) ein Feuer macht. Es wird irgendwas gebetet und die LAstwagen ins Feuer gehalten. Dann öffnet man eine Flasche Bier, schüttelt sie richtig und besprücht die Wagen sowie alle mitglieder der Familie. Das ist dann der Moment wo ich sehr aufpassen muss nicht schallend loszulachen. Weihwasser (auch das kann man kaufen an den STänden) wird herumgetröpfelt, eine Glocke geschüttelt und nach ca. 20min wird der Priester bezahlt und alle sind glücklich. Die Familie teilt dann weiter ihr Fanta mit den LAstwagen die wohl als weiterer Plastikmüll auf dem Berg enden. Das war wohl das schrägste was ich seit langem gesehen habe. Andere zünden auch Frauenfürze an oder packen verschiedene Sachen die sie sich wünschen (Haus, Kind, Geld) in einen Plastiksack und machen das Prozedere dann für alles auf einmal. Es steht zwar gross auf dem Altar der Jungfrau geschrieben man solle die Natur nicht kontamnieieren, aber das scheint Nebensache zu sein. Auch steht, keine KErzen auf dem Altar anzünden, das Schild ist aber vom Kerzenrauch geschwärzt und nun ja, rein technisch gesehen brennen die Kerzen auf einer dicken Schicht Wachs also…





























