Salar de Uyuni Tag 2 – Lagunas, Wüste und Geysirs

Der zweite tag unserer Tour beginnt um 7Uhr beim Frühstück. Alle klammern sich noch fest an ihren Mate de Coca und sehen etwas verschlafen aus. Im Auto um 8Uhr kommt dann etwas LEben in die Gruppe bei unserem Ersten Stopp irgendwo im Nirgendwo. Franz erklärt uns das hier die Eisenbahnstrecke durchführt und wir sehr nahe an der Grenze zu Chile unterwegs sind. Die FLäche auf der wir stehen ist ein zweiter kleinerer Salzsee welcher aber in den Salar de Uyuni abfliesst, weshalb die Salzschicht hier eher dünn ist. Die Berge die die Fläche umgeben sind alles erloschene oder halbaktive Vulkane. Wir halten auch noch an einem zweiten Stopp wo wir einen noch aktiven Vulkan sehen welcher konstant Gase in den Himmel ausstösst. Immer geht ein grausig kalter Wind welcher einem in alle Knochen fährt. Die vulkanischen Gesteine rosten vor sich hin und der Wind zwingt ihnen eine weiche, löchrige Form auf.

Als wären diese Landschaften an sich nicht schon beeindruckend genug kommen wir nun an 3 Lagunen vorbei. Die erste ist ganz blau mit einem weissen Rand. Das sei Borax welches Ausfällt, meint Franz. Ein paar Flamingos staksen im Wasser herum und eine Herde LAmas hat sichs am Rand gemütlich gemacht. Die Fotos sind fast schon ein bisschen zuuu Klischee.

30min weiter kommen wir zu einer noch grösseren LAguna mit noch mehr Flamingos. Hier erklärt uns franz den unterschied zwischen den 3 Arten die hier zu finden sind. Die Art James ist sehr rosa an Flügelspitzen und Kopf. Der Andenflamingo hat schwarze Flüglespitzen und gelbe Beine. Und der Chilenische Flamingo ist ein wenig weisser als der Rest. Hunderte der Vögel waten herum das Wasser nach Algen abfilternd. Es hat hier immer Flamingos, auch wenn diese eigentlich migrieren. Die Art JAmes kommt weit herum und ist so auch in Florida zu finden. Hier auf dem Altiplano paaren sie sich und päppeln ihre jungen auf. Allerdings sehen wir nur ein paar Kleine, scheint gerade nicht Aufzuchtsaison zu sein.

In einem Hostel am Rande der LAgune gibts Mitagessen, auch heute wieder hervorragend. ICh möchte ja wissen wie Franz’s Stellenausschreibung Aussah: Fahrer, Fotograf, Koch….? Dann gehts noch eine LAgune weiter welche wir von einem Aussichtspunkt betrachten können. AUch eine Herde Vicuñas schaut gerade vorbei. Diese Kameliden sind im gegensatz zum Lama oder dem ALpaka wild und werden nur einmal im Jahr zusammengetrieben und geschoren. Ihre Wolle ist überaus beliebt und sündhaft teuer.

Weiter geht die Reise Bergauf. Neben dem Salar de Uyuni hat die LAndschaft hier noch viel mehr zu bieten. Im Nationalpark Fauna Andina Aduardo Avora finden sich weitere Highlights des heutigen Tages. Erstmal müssen wir aber einen Stopp machen um das AUto auskülen zu lassen und die grosse Weite des absoluten NICHTS zu bestaunen in der wir uns befinden. Dann gibts eine weitere Haltestelle um die Biscachas zu besuchen. DAs sind hasenähnliche Tiere welche in den Vulkangesteinen leben. Sie sind sehr gute Kletterer. Sie sind sich offensichtlich an die Touristen gewöhnt und ich weiss nicht wie toll ich das finde, vor allem da einige trotz Verbot Äpfel oder Nüsse hinwerfen um bessere Fotos zu kriegen. Allerdings sind sie schon sehr süss und ich beschwere mich auch nicht über ein tolles Foto. Man möchte sie am leibsten kuscheln!

Dann gehts weiter zum Arbol de Piedra (Steinbaum) in der Siloli-Wüste. Dieser Stein, welcher vom Wind zu einer form wie ein Baum gerformt wurde steht neben weiteren Steinformationen die nicht weniger beeindruckend sind. Da wir nun fast auf 5000 Meter Höhe sind ist es noch empfindlicher kalt geworden und man muss sich fest einpacken um aus dem warmen Auto zu steigen. Die LAndschaft ist es aber tausendmal wert ein wenig zu frieren.

Dann hüpft man schnell wieder ins Auto und fRanz bringt uns zu der Hauptattraktion des PArkes, der LAguna Colorada. Diese LAgune hat wirklich Farbe, nämlich Blutrot. Auch hier finden sich Flamingos, in der HAuptbrütezeit über 45000, so Franz. Heute sind es zwar ein paar weniger, dafür ist die Farbe dank dem Wind, welcher die roten Algen herumwirbelt, und der Sonne welche sie zum leuchten bringt sehr schön zu erkennen. Ich kann fast nicht glauben dass das wirklcih existiert. Zusammen mit dem Blau des Himmels und dem Weiss des Borax sieht es unwirklich aus, fast wie aus einem Film über den Mars.

Als wir wieder ins Auto steigen ist es schon halb5 und Zeit für den letzten Stopp. Dieser ist auf einem Geysirfeld. Nun, hier hat es keine Wasserfontänen welche herumspritzen, aber viele Löcher aus welchen heisse Gase hervorqualmen. AUch Sumpf welcher herumblubbert und lustige Töne von sich gibt. Hier ist nun definitv der Punkt wo ich nicht mehr glaube auf der Erde zu sein. SO muss es vor den Dinosaurier ausgesehen haben. Der grösste Geysir blässt einem eine nach faulen Eiern stinkende Gaswolke entgegen in der man ganz verschwinden kann. Das Gas hat fast 100°C und man muss ein wenig aufpassen nirgends hineinzufallen. Hier gibt es keine DANGER, HOT GAS schilder. Der Boden ist ganz warm. MAn kann richtiggehend die Kraft der ERde spüren hier. Mit der SOnne welche schon tief am Himmel steht und uns lange Schatten werfen lässt entstehendie besten Fotos.

Danach stinken wir zwar alle nach Schwefel und als kämen wir direkt aus der Hölle, aber wir sind so begeistert vom heutigen Tag dass das alles keine Rolle spielt. Es geht noch 1h weiter zu unserem Hotel. AUf der Fahrt geht die SOnne unter und die roten Berge um uns welchseln alle 2 Minuten ihre Farbe. Seit Stunden haben wir kein HAus, keinen Menschen gesehen. Unsere Unterkunft liegt an einer LAgune echt im nirgendwo (ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr im nirgendwo) an einer Thermalquelle. Erst gibt es Abendessen (Quinolasagne, sehr fein) dann packen wir unsere Badehosen und suchen uns im Dunkeln den Weg zum Naturbad. Das Wasser kommt mit fast 40Grad aus dem Boden und nach einem rekordverdächtig schnellem umziehen (es hat sicher nicht mehr als 0 Grad darussen) ist es eine wohltat ins warme Wasser zu sinken. Es hat hier nur 3 Gruppen, also ca 20 LEute, was sehr angenehm ist. Wenn man den Kopf auf den Badrand legt eröffnet sich einem das ganze Universum. Die Milchstrasse ist klar zu erkennen, der Sichelmond verschwindet bald hinter einem Berg und man hat das Gefühl in den Sternen zu versinken. Es ist wunderschön!

Weniger schön ist der Moment in dem man wieder aus dem Wasser hinaussteigen muss. Kalt ist nur der VOrnahme, meine Füsse sind gefrphren in den paar 100Metern zum Hostel. Aber das wars sowas von Wert. Die innere Wärme bleibt erhaten und hilft mir den Schlafsack auf Körpertemperatur zu bringen. So kann ich mich mehr oder weniger gut einkuscheln und vom STernenmeer träumen.

Salar de Uyuni Tag 1 – In der Salzwüste

Das fenster des Buses dass uns nach Uyuni bringt quietscht ununtrbrochen und raubt allen Passagieren den letzten Nerv. Schlafen ist erst möglich als Roberto, nach unfruchtbaren Versuchen das Scharnier mit Papierfetzen zum schweigen zu bringen, mit dem Sonnenschutzspray die Schrauben ölt. Endlich Ruhe. Trotzdem kommen wir eher unausgeruht im Nirgendwo dass sich Uyuni nennt an. Es ist 6Uhr morgens und unter 0Grad kalt. Schnell suchen wir unser Hostel wo wir uns in die KAfeteria setzten können. Um 8Uhr suchen wir uns irgendwo etwas zu essen und konsultieren Tripadvisor nach den besten Touranbieter. Diese sind alle an der ganz kleinen Plaza de Armas. Wir schauen also nach dem Zmorge dort vorbei und finden auch gleich ein gutes Angebot für eine 3Tagestour um Uyuni. Zurück zum Hostel, einmal duschen und dann ein kurzer Spaziergang. Uyuni ist sehr klein und staubig. Mit der Sonne wird es erträglich warm. Es gibt hier nichts, alles ist Flach und von einer weissen STaubschicht bedeckt. Heute Sonntag ist Autofreier Tag in allen Stätdten Boliviens, die Kinder spielen auf der STrasse und es ist extrem ruhig. Nach dem Zmittag halten wir es nicht mehr allzulang aus und spätestens um 5Uhr schlafen wir beide friedlich im Hostel.

Das ist ganz gut so, denn in Uyuni verpassen wir nichts und am nächsten Tag geht eine lange und ereignisreiche Tour los. Püntktlich um 10Uhr stehen wir vor dem Offic und werden zusammen mit 5 anderen Touris in einen Jeep verfrachtet. Juanjo aus Costarica, Haydee aus New York und ein Pärchen aus Sao Paolo sind dabei. Unser Fahrer Franz begrüsst uns zu unserem Ausflug zum Salar de Uyuni, dem grössten Salzsee der Welt.

Los gehts aber erstmal noch in Uyuni. 5min ausserhalb des Städtchens liegt der Zugfriedhof. Hier wurden früher die ausrangierten Loks und kaputten Wagen der Eisenbahn abgestellt die nicht mehr zu flicken waren. Die Schienen die geradeaus ins Endlose zu führen scheinen waren für die Waren aus den Minen in denen das Salz abgebaut wurde. Sie werden auch heute noch gebraucht. Wir haben ein wenig Zeit um uns die rostigen alten Fahrzeuge anzuschauen und Bilder zu schiessen. Einige Teile der Züge fehlen da die Anwohner sie im eigenen HAus oder AUto verbaut haben. Zusammen mit der Weite des Nichts welcher hinter den Zugskeleten liegt entsteht eine ganz interressante Atmosphäre.

Dann gehts weiter und nun wirklich auf den Salar de UYuni. Wir stoppen noch kurz einen Kilometer vorher in einem Dorf wo man sich Souvenir kaufen kann, dann wird der Boden unter den Rädern immer weisser. Und bald sehen wir auf allen seiten nur noch weisse FLäche. Nach etwa 10min taucht am Horizont ein Salzhotel auf. Es ist zwar nicht mehr in Gebrauch, da Hotelerie auf dem Salar verboten wurde, aber es dient noch als Unterstand für die Touren um ein Mitagessen vorzubereiten. Gleich daneben steht das Dakar Monument, welches dem Autorennen gewidmet ist welches öfters schon in Bolivien vorbeikam. Auch gibt es hier eine Fahneninsel wo man jegliche BAnner veschiedenster NAtionen findet. Die Farben kontrastieren ganz toll mit dem ewigen weiss das uns umgibt.

Wir ihr an den Fahnen schon seht geht ziemlich wind und die ganze Gruppe ist froh dass es Zmittag im geschützten Hotel gibt. Sowohl Tische als auch Stühle sind aus Salz gehauen, genauso wie die Wände. Alles ist weiss. Beim Essen – Rindssteak mit Gemüse und Quinoa – fragt auch irgendwer wo der Salzstreuer steht. „Kratz doch am Stuhl“ ist die Antwort, welche ein wenig das Eis bricht. Unsere Gruppe ist zeimlich lustig, vor allem Juanjo redet einfach ununterbrochen. Er ist Arzt und arbeitet als PRofessor bei verschiedenen Unis. Er ist Spezialist für seltene Krankheiten was ihm den Posten auch ohne Doktorat und mit knapp über 30 verschafft hat. Er ist wunderbar unterhaltend. Haydee kommt ursprünglich aus Texas, ihre Familie aus MExico. Sie spricht Spanisch und Englisch, lebt nun aber in New York und arbeitet dort als Kostümbildnerin. Gabriela arbeitet etwasmit Social Sciences und ihr Freund (keine Ahnung wie der heisst….) ist in der Filmbranche für Animationen zuständig.

Nach dem Essen bringt uns Franz zu einem etwas einsameren Ort auf dem Salar damit wir die berühmten Perspektivenfotos schiessen können. Er hat auch extra Ausrüstung dabei und gibt erstmal klare Anweisungen. Wir sollen vor dem Dino davonrennen. Gabriela darf uns in einer Pfanne kochen. Ich trage die gruppe im Rucksack auf dem Rücken, Haydee fängt uns mit der Mütze ein, ROberto pustet uns von seiner Hand und Junajo will uns zertrampen. Ganz toll ist auch das Foto mit GAbrielas Freund im Vorerdgrund wo wir uns an seinen Bart hängen. Dann dürfen wir noch wünschen und es werden auch noch FIlme gemacht. Wir sind sicher 2h am herumpröbeln und es macht extrem Spass. Ausserdem ist es einfach ungluablich dass ganze Weiss zu sehen. Andere Gruppen sehen aus wie Ameisen am Horizont. Immer wenn ich mich setzte erwarte ich dass es kalt ist (wie Schnee) und bin dann erstaunt dass es sich eher wie normaler harter Stein anfühlt. Das ganze gibt mir das Gefühl auf einem anderen Planeten gelandet zu sein.

Um die extraterrestrischen EMotionen dann noch zu stärken fahren wir nach den Fotos zur Insel Incahuasi. Dort ragen Steine zur Salzwüste hinaus die früher einmal Korallen waren. Darauf wachsen heute tausende Kakteen. Das sieht nun wirklich surreal aus! Die NAchmittagsonne lässt die Pflanzen golden strahlen während rundherum das Salz wie ein weisses Meer scheint. ICh bin begeistert! Und die Kakteen sind auch noch ziemlich beeindruckend. Einige sind mehr als 10 MEter hoch. PRo JAhr wachsen sie ca. 1cm, ihr könnt euch also ausrechenen wie viele tausend Jahre der Kaktus schon dort steht. Sie sind auch ziemlich dick, wie ein Baum und müssen wohl sehr effizient mit dem hier nicht vorhandenen Wasser auskommen. ICh würde gerne sehen wie sie blühen! Franz meint das sei im Dezember-Januar so weit und die Farbe sei Rosa. Wir wandern in einer Stunde über die Insel mit hundert anderen Touris, auf den Aussichtspunkt und vorn dort wieder durch die Kakteen runter zum Parkplatz.

Danach frage ich mich gerade warum ich schonwieder hunger hab, ist aber nicht verwunderlich, es ist schon fast 6Uhr nachmittags. Auf dem Weg zum Hotel halten wir nochmals am Rande des Salar um den Sonnenuntergang zu sehen.

Dann wird es richtig eisig und alle hüpfen schnell wieder in den Jeep der uns im dunkeln zum ersten Hotel bringt. Auch hier ist alles aus Salz. Es gibt heissen Tee den wir alle gerne entgegenehmen und bald auch feine SUppe, Kartoffeln, Beef und Gemüse zum Znacht. Wir unterhlaten uns super, bzw. Juanjo unterhält uns mit seinen Reisegeschichten. Er war schon in über 70 Länder. Dann sind wir bald mal müde und verkriechen uns nach einer halbwarmen Dusche unter die vielen Decken.

Pico Austria – Am höchsten Punkt meines LEbens

NAch dem CHolitas Wrestling sind sowohl ich als auch vor allem Roberto etwas zerstört. IRgendetwas haben wir gegessen das nicht gut war und so bleiben wir am Freitag mehrheitlich im Hostel um uns zu erholen. Das klappt auch ganz gut, vor allem da die MEdis bei Roberto gut anschlagen. Und so fühlen wir uns heute bereit auf den Pico Austria zu steigen. Die Tour beginnt früh um 7:30, eine Uhrzeit zu der (verständlicherweise) noch niemand arbeitet und es nirgends Frühstück gibt. Wir kaufen uns also am Vortag etwas Brot, Banane, Orangen und Yogurt welches wir friedlich um 6:45Uhr morgens im Bett mampfen. Da wir fast den ganzen letzten Tag verschlafen haben sind wir schon früh sehr fit. Auch der Guide erscheint rechtzeitig und wir steigen in einen VW Bus zu MAtthias aus Deutschland. Mit dem Guide Ephraim sind wir heute zu 4. auf der Tour in die Cordillera Real. Auf Ephraim müssen wir aber noch eine halbe Stunde warten, wir vermuten er hat verpennt. Als wir dann aber alle zusammenhaben gehts endlich los. Aus La Paz raus auf die Schnellstrasse, dann eine Abzweigung nach rechts auf die Dreckpiste. Und die will fast nicht enden. 2.5h brauchen wir bis zum Parkplatz. Wir fahren an einsamen Häusern aus Lehm vorüber, an Alpaka- und Lamaherden die auf den spärlichen Wiesen grasen. Ein paar kleine Bäche überqueren wir und das ganze auto füllt sich mit Staub von der STrasse.

Dann sind wir endlich da. Mir tut schon etwas das Steissbein weh da wir auf dem Sitz extrem eingequetscht waren (bin zu gross für Südamerika) und es ziemlich geholpert hat. Zur stärkung eine Banane, dann kann es losgehen. Wir starten auf ca. 4300m Höhe und unser Weg führt erst zu der LAguna Chiarkota. Es ist noch nicht wirklich anstrengend und ich kann mich noch ein wenig mit MAtthias unterhalten. ER ist 2.5Monate in Peru und Bolivien unterwegs mit Schwerpunkt anden. Er ist auch entsprechend ausgerüstet. Allerdings meint er, die Höhe mache ihm etwas zu schaffen, er werde wohl einfach langsam sein Tempo gehen.

Unterwegs kommen wir an einer kleineren LAgune vorbei. Hier soll es Trutcha (Forellen) haben. Roberto und Ephraim fachsimpeln über die Fischzucht.

Dann, nach ca. 30min erreichen die LAguna Chiarkota. Sie ist wunderschön blau und umringt von den hohen Schneebergen der Cordillera Real. Auch den Pico Austria können wir zu unserer rechten sehen. Er ist so hoch… das wird ein schwerer Aufstieg… Aber erstmal kurz die Aussicht geniessen!

Allerdings geht auch hier wie schon in Huaraz ein Wind der zeimlich abkühlt. Die sonne hilft, so dass man den aufstieg in Pullover machen kann, aber rumstehen geht nur mit Schaal und gut eingepackt. Weiter geht es richtung oben. Wir können unser Ziel sehen aber da feheln noch einige Höhenmeter. Es geht im Zickzack auf die erste Anhöhe. Dann weiter über Geröllfelder manchmal mehr manchmal weniger steil nach oben. Mit jedem MEter wird es anstrengeder. Die Aussicht auf die Laguna und das Tal welches wir mit dem Auto durchquert haben gibt aber Motivation. JEder Höhenmeter merkt man, allerdings bin ich nun doch schon sehr gut akklimatisiert und und das athmen fällt nicht so schwer. Langsamen und stetigen Schrittes gehts voran.

Erst als wir schon fast die PAsskuppe unten am Pic Austria erreicht haben schlägt mein HErz so schnell dass ich zwischendurch Pause machen muss. Wir sind aber jetzt schon auf 5000meter Höhe meint Ephraim. Auf dem PAss warten wir auf MAtthias der noch ein wenig mehr leidet. Ich bin einfach nur dankbar schleppt Roberto den Rucksack. Ihm scheint die Höhe nicht so viel auszumachen und das er als SOldat fit ist versteht sich von selbst. ER ist es auch welcher sich zuvorderst an den letzten 40minütigen Aufstieg bis auf die Spitze des Berges macht. OBwohl man von Anfang an das Ziel sehen kann geht es nur in kleinen Schritten. Ich war noch nie so hoch oben. Der Schieferstein ist auch ziemlich rutschig und man muss darauf achten wo man hinsteht. Die Gletscher der Schneeberge rechts liegen schon unter uns, ein paar Wolken sind aufgezogen und der Wind kommt direkt von der Arktis. Es schneit ganz leicht.

Eine dreiviertelstunde später setzte ich den Fuss auf 5350 meter über Meer. Und setze mich erstmal. Wie bestellt kommt auch gleich die Sonne raus, der Wind schwächt ab und die 360° PAnoramaaussicht kann genossen werden. Aber erstmal 5min verschnaufen. Das war ja mal anstrengend. ICh spüre jeden Muskel in meinen Beinen bis hinauf in den Rücken. Aber ich habs geschafft. Roberto ist schon am Steine herumwerfen um einen Turm zu bauen, keine Ahnung wo er diese Energie hernimmt. Ephraim liegt in der SOnne und MAtthias kommt langsam aber sicher auch oben an. Fotos machen, und auf die warmen Steine liegen. Dann gibts Mitagessen, Reis mit Poulet (what else) aber das ist eines der besten Hühnchen ever, denn ich bin huuungriiig. Es ist schon krass wie viel Energie nur durch die Höhe verloren geht. ICh fühle richtig wie mein Energitank wieder gefüllt wird. Dann machen wir noch ein paar Fotos auf denen ich nicht wie eine ausgelaugte Hexe aussehe und pausieren etwa 40min. Man sieht den Huayna Potosi, die gesamte Coridllera Real, die Laguna und sogar über die ganze gelbliche Ebene bis zum Lago Titicaca.

Ephraim erzählt uns ein paar Inkageschichten über die Berge hier die als Brüder gebohren worden sein sollen. Aussdem der Name, pico Austria kommt nicht von einem Österreicher sondern von Entdeckern aus Australien (Australia, Austra, samesame oder) die angeblich hier herumgeklettert sein sollen. So sicher bin ich mir aber nicht ob Ephraim das wirklich weiss oder ob er gerade etwas erfindet.

Dann geht es an den Abstieg. Der geht ziemlich in die OBerschenkel, da sehr steil. Manchmal muss man sich wie Ephraim einfach gehen lassen und den Berg hinunterrennen. JEtzt können wir die AUssicht nochmals geniessen welche beim Aufstieg etwas Nebelverhangen war. Wir wandern über die mit gelb-schwarzen Grassbüschel überseähten Wiesen ca. 2h bis zurück zum Auto.

So ist dass, 4h rauf, knapp 2h runter. Es ist 4Uhr Nachmittags als wir unten ankommen und noch ein paar Guetsli und Nüsse untereinander verteilen. Dann steigen wir ins Auto wo ich mich erstmal auf der hintersten Sitzbank ausbreite. Wir sind nur zu 4. in einem VW Bus, man hat vorig Platz, auch wenn wir noch eine Ansässige CHolita mit nach LA PAz nehmen. Es rüttelt aber zu fest und ich schlage mir zu oft denKopf an um liegen zu bleiben. Zumindest finde ich eine Position wo ich meine Beine strecken kann. Oh, eine MAssgage wäre jetzt nice. An Robertos Schulter schlafe ich dann auf der geteerten Strecke noch sicher 30min friedlich ein.

Der Verkehr in der STadt verzögert die Ankunft im Hostel ein wenig, aber wir werden heute sowieso mit dem Bus eine STadt weiterfahren. SO holen wir nach dem Znacht (Chicken MAssala, einfach nur köstlich unter anderem weil ich so hungrig war) unser Gepäck und fahren an den Terminal wo wir uns einen Übernachtbus nach Uyuni suchen. Meine Beine wollen zwar lieber ein Kingsize-Aquabett aber die werden wohl jetzt beim rütteln der STrasse entspannen müssen. Hoffentlich tun sie das, denn sie müssen bald bereit sein für die kälteste Etappe unserer Reise, den Salar de Uyuni.

Cholitas Wrestling

Mag ich Wrestling? Nöö, damit hab ich eignentlich gar nichts am Hut. ISt es Unterhaltend? I guess…? Ist es unterhlatend wenn Frauen in weiten Röcken in einem Ring so tun als würden sie sich verprügeln? Jaa, und wie! 😛

Eine der lutigsten und wohl eigentümlichsten Touren welche man in La PAz machen kann ist wohl das CHolitas Wrestling. ICh habe euch ja im letzten Beitrag (City Tour la Paz) schon erklärt dass die Aymara-Frauen mit ihren grossen weiten Röcken (Polleras) Cholitas genannt werden. Es wurde nun hier in La Paz (aus wlechen Gründen auch immer) ein Sport, dass sich junge CHolitas in Kampfarenen verprügeln. Oder zumindest so tun, beim Wrestling ist ja alles nur Show. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Cholitas Wrestling ist nicht nur eine Touristenattraktion sondern etwas auf das die Bevölkerung voll abfährt. Allerdings sind die öffentlichen Shows nur am Sonntag, wir müssen uns mit einer Touri-Variante zufriedengeben.

Wir werden um 4Uhr abgeholt und fahren mit andren Touristen die aus Kanada, Australien, Portugal und England kommen nach El Alto zu einem Cholet (verbindung aus Cholita & Chalet). Diese Häuser sind immer sehr farbig, sowohl aussen wie auch innen, viele wurden von einem bolivianischen Archtiekten entworfen der vielleicht berühmt ist (?) den NAmen konnte ich mir aber nicht merken.

Im CHolet hat es schon einige Leute (wie gesagt alles Touristen, aber immerhin). In dER mitte steht der Ring, runderherum und in der erste Etage hat es Sitzplätze. Wir kriegen Popkorn und etwas zu trinken. Musik dröhnt und Lichtblitze errinnern mich an die wenigen Ausschnitte eines Wrestlingkampfes die ich in meinem LEben gesehen habe. Ehrlich, ich habe keine Ahnung was mich in den nächsten 2h erwartet.

Dann geht es los. Kampf Nummer 1 wird angekündigt. Uns wurde shcon gesagt dass der erste Kampf unter Männer sein wird. Die Kämpfer werden vorgestellt, der SPeaker ist aber so laut und das Mikro so schlecht dass ich nur die Hälfte verstehe. Die Jungs kommen in Leder oder Leggins auf die Bühne, machen eine SHow draus sich erstmal zu provozieren. Dann kommt der Schiri und der „Kampf“ beginnt. Es wird herumgeschrauen, herumgesprungen und rückwärts auf die Bühne geknallt. Ehrlich, esist ziemlich lustig, weil total übertrieben.

Aber so richtig toll wird es dann ab Runde 2 (fragt mich nicht wer rund 1 gewonnen hat…?). Da kommen jetzt nämlich die Cholitas. JEde wrid einzeln angekündigt und darf mit SChaal und Hut, wie es sein muss in die Arena spazieren. Hübsch geschminkt und hergerichtet. Dann wird der Schaal und der Hut abgesetzt. Die Damen steigen auf die Abtrennungsseile und wollen bejubelt werden. DAs Publikum macht nett mit, ich kann mir aber vorstellen dass während der öffentlichen SHows die Höee los ist haha. Meist wird 2 gegen 2 gekämpft, manchmal mischt sich der Schiedsrichter ein, es wird herumgebrüllt, einen Schiedsrichter wechsel verlangt auf den das Publikum reagieren soll. Die Frauen werfen sich mit den gesamten 7 Lagen an rücken gegeneienander, die herumfleigenden Farben sehen aus wie Kämpfende Blumen. Sie springen von den Eckpfosten, der Boden kracht ziemlich laut, es ist ein grossartiges Tohuwabohu. Ich kriege mich nicht mehr ein vor lachen, habe selten sowas unterhaltsames gesehen. Es sieht auch sehr schön aus mit all der Spitze und Seide und Farben die schon fast ineinander verschwimmen. Lange Haare fliegen herum. Und das 2h lang. Dann lassen sich alle Cholitas wohlbehalten nochmals auf der Bühne zeigen. Diese Frauen müssen es sehr lieben im Mittelpunkt zu stehen. Auch sieht man dass da einige Übung hinter den Stunts steckt. Es wird sich überschlagen und auch Fallen muss geübt sein damit man sich nichts bricht. ZT hechten sie von der Bühne auf den Boden oder fallen auch übereinander auf einen unübersichtlichen Haufen. Das alles will geübt und kontrolliert sein, sonst gibt es Verletzte. Das Publikum hatte sich im Laufe der Show aufgewärmt und spendet lauten Applaus, kreischt, buht und johlt lautstark.

Das war wohl mal crazy Shit haha! Wie ihr seht, ich war ziemlich begeistert. Als wir nach dem ganzen Trubel wieder im Bus runter nach La Paz sitzen fühle ich mich auch etwas abgekämpft vom vielen Zusehen und herumschreien. Sehr empfelhlenswert, falls ihr mal in La Paz seit, lasst euch die kämpfenden Power-Cholitas nicht entgehen!

City Tour La Paz

Der Beste WEg um eine Stadt besser kennenzulernen ist wohl eine City Tour. Unsere beginnt um 11Uhr auf der Plaza San Pedro. Zuvor gibts ein wudnerbares Frühstück mit Pnacakes und Fruchtsalat. Dann sind wir bereit 2.5h zuzuhören. Mary und Daniel von der Red Hat Walking Tours sind auf dem Plaz nicht zu übersehen. Die Tour ist heute auf englisch, da ausser Roberto niemand spanisch wünscht. Heisst, ich werde versuchen zu übersetzen. Als erstes sprechen unsere Guides vom Gefängnis San Pedro welches gleich an die Plaza grenzt. Das spezielle an diesem Gefängnis ist, dass es von den Insassen selber geführt wird. Es gibt keien Guards innerhalb der Mauern, nur ausserhalb damit keiner entwischt. Kleinkriminelle werden da hineingesteckt, oft wegen Drogendelikten. Es gibt 8 verschiedene Abteilungen in denen man sich Zellen mieten kann, von Reich (Flatscreen, Pool, Queensizebett) bis arm (Pritsche I guess?). Alle Insassen ahben Jobs innerhalb des Gefängnisses. Unter anderem als „Taxi“. Wenn LEute etwas von einem Häftling wollen können sie ein Taxi schicken um ihn ans Tor zu kriegen, denn es sit gefährlich ins Gefängniss reinzugehen (Da keine Polizei, wie schon gehört). Köche, Schuster, Reinigungsstaff, es braucht vieles in einer STadt innerhalb eienr STadt. Trotz allem machen das Geld vor allem die Drogenschmuggler. Es gibt Insassen die mit ihren Familien im Gefäfniss leben und deren Familienangehörige dürfen einmal am Tag raus und wieder rein. So kommt Rohsubstanz von Kokain ins Gefängnis wo sie es verarbeiten und der „Zucker“ wieder raus. Eine weitere STrategie ist das Pulver in Windeln abzufüllen und diese über die Mauer zu werfen, wo ein Empfänger auf das Packet wartet. Also in der gegend von San Pedro nie Windeln vm Boden auflesen.

Zweite Station ist der Markt Rodriguez. Hier werden Gemüse, früchte, Fleisch, Käse und alles andere Essbare feilgeboten. Usn wird erklärt dass man normalerweise zu seiner „Casera“ geht, also der Frau bei welcher man immer Gemüse kauft. Kennt sie einem irgendwann gibt ess bald eine Yapa, einen Zuschlag. Der Preis für die Ware wird nie verhandlet aber man kann nich der Yapa fragen und kriegt ein paar Orangen gratis dazu. Aber wehe die Casera sieht dass man bei jemand anderem Fremdkauft, das geht gar nicht. Dann kriegt man höchstens eine faule Tomate an den Kopf.

Weiter erklären uns MAry und Daniel die Kleider der einheimischen Frauen. Sie gehören zu der Ethnie Aymara und werden Cholitas genannt. Dies bezeichnet die Frauen mit langen, zu Zöpfen geflochtenen Haaren, mit langen weiten Röcken udn farbenfrohen SChaals, Hüte und Tragdecken. Die beiden Zöpfe werden oft hinten mit einem Schmuck zusammengebunden von dem weitere farbige Zotteln baumeln. Das soll das Haar noch länger erschienen lassen denn das ist ein zeichen von Weisheit. Der Weite Rock soll die Hüften betonen, breite Hüften stehen für Fruchtbarkeit. Cholitas sind in der regel breit und kräftig gebaut und dass soll auch so sein. Eine Cholita muss starks ien um Kind und Verkausfprodukte tragen zu können auf einer höhe von fast 4000müM. In La Paz trägt man ausserdem einen eher langen Rock, die Pollera wie dieser genannt wird, uma uch die Waden zu verdecken welche als sehr sexy gelten. Der Hut rundet das Outfit ab, auch wenn dieser erst mit den Engländern ins Land gekommen ist. Viele Cholitas tragen einen Hut wie Charlie Chaplin. Die Engländer wollten nmlich anscheinend Hüte einschiffe, verschickten aber die flaschen grössen, die Hüte waren zu klein. Also versuchte ein findiger Verkäufer diese den Einheimischen Frauen anzudrehen und verkaufte den zu kleinen Hut als hip und chic. So kam als also (zumindest dem Hörensagen nach) dass die Cholitas in La Paz nun Charlie Chaplin hüte tragen weil die Engländer eine flasche Bestellung aufgaben.

Der nächste Stopp ist gleich bei unserem Hostel, der Hexenmarkt durch den wir gestern schon kurz durchgewandert sind. Es sind nur ca. 10 Stände, Daniel meint in El Alto gibt es noch eine viel grössere Ausgabe davon. Die Cholitas hier verkaufen alles was man braucht um eine Ofrenda, also eine Opfergabe, für die Pachamamma, die Mutter Erde, zu machen. Dazu gehören Cocablätter und andere Pflanzen, Alkohol, Zucker und eben auch tote Babyaplakas oder Alpaka-Föten. Diese werden getrocknet und geben dem ganzen einen ziemlich morbiden Beiklang. Daniel erklärt uns aber dass alle diese Tiere einen natürlichen tot sterben müssen um von nutzen zu sein, also zumindest werden keine Alpakas getötet.

Was er uns aber dann erzählt lässt der ganzen Gruppe die Haare zu berge stehen… Es gibt zwei arten der Opfergaben für Pachamamma: eine um von ihr etwas zu erbitten, und eine um ihr zu danken. Um zu bitten braucht man nun eben die Alpakas sowie Coca, alkohol und Zucker. Die farbigen Zuckerbarren haben auch extra veschiedene Formen um auch genau zu sagen was man will (Haus, Auto, Kind usw.). OFt werden Opferkörbe unter Häuser vergraben um zu bitten dass sie nicht einstürzen. Was aber, wenn man jetzt zB ein grosses HAus oder eine Brücke oder ähnliches bauen will? Da reicht ein getrockentes Babyalpaka nicht mehr. Daniel erzählt uns also Detailgetreu wie die Priester manchmal zu den Obdachlosen gehen und ihnen Essen und Alkohol anbieten, sie zeuckeln um mitzukommen zum Ort des Baus, wo sie teil eines grossen festes sein können. Wenn sie total betrunken irgendwo einschlafen werde dann der Körper in ein Loch gelegt welches ausgebettet ist mit Kokablätter und der noch lebende MEnsch einbetoniert. Dass wäre dann die Opfergabe an Pachamamma. Das ist natürlich heute total verboten, aber Daniel meint er sei sicher das gäbe es noch und nein, dies ist kein Witz… Wir sind alle eher mehr als weniger verstört und Daniel meint dann nur man solle in La Paz nicht so viel trinken im Ausgang dass man auf der STrasse liegenbleibt… Hahaha, nicht witzig…?!

Weiter geht die Reise durch den Mercado artesanal wo man alle möglichen Souvenirs kaufen kann in den schönsten Farben. Auch sind viele MAuern butn bemahlt. Das hilft um die rabenschwarzen Geschichten etwas zu vergessen.

Von dort geht es zur Plaza San Francisco mit seiner gleichnamigen Kirche. Hier werden wir darüber aufgeklärt wie die Spanier versuchten die Aymaras zu bekehren. Mitten durch La Paz fliesst en Bach, auf der Nordseite war die Spanierseite und auf der Südseite die seite der Einheimischen. Hier errichteten die Conquistadores die Kirche San francisco. NEben klar christlichen Darstellungen von San francisco oder Fresken wie Traben sehen wir hier auch die Gravur eiens SChamanen der Koka isst in der Fassade, oder auch eine nackte Frau welche die PAchamamma darstellen soll, welche eine Blume gebährt. So sollten die Aymaras sich besser representiert fühlen und auch die Gottesdienste besuchen kommen. Dies funktionierte aber rein gar nicht, die Ayamaras hatten ihre eigenen Traditionen und wollten diese nicht für ein grosses kaltes Gewölbe aufgeben. Da mussten sich die Spanier etwas anderes einfallen lassen. Nun war es so, dass die Aymaras an eine Seele glaubten. Zb wenn man viel Angst fühlt und das Adrenalin durch den Körper fliesst, da dachten die Aymaras dass dieses Gefühl beutet dass die Seele den Körper verlässt. Um sie zurückzurufen musste man dreimal seinen eigenen Namen und „Komm zurück“ rufen. Das sahen die Spanier und schüttelten den Kopf. Sie fragten die Einheimischen ob sie jemals eine Seele gesehen hätten. Natürlich hatten sie nicht. Da luden die Spanier die Ayamara in die Kirche ein, denn da sässen die Seelen. In der Kathedrale stellten sie Spiegel auf, etwas was die Einhiemischen nicht kannten, und erzählten ihnen nun dass dies ihre Seele sei. WEnns ie nicht in die Kirche kämen um zu beten würde diese Seele niemals zu ihnen zurückkehren sondern in die Hölle fahren. Damit erriechten sie, dass die meisten UReinwohner der Gegend La Paz den Weg in die Kirche fanden.

Die Führung dauert nun schon über 1h, so ist es Zeit für eine kleine Erfrischung Die finden wir gleich neben der Plaza San Francisco im überdachten Markt wo es neben Essensständen auch Saftund Snacks gibt. Roberto und ich kreigen einen ganzen Liter Ananas- bzw. Erdbeerensaft, das war dan wohl mein Zmittag.

Weiter geht es durch die Hauptgasse der Fussgänger mit vielen grossen SHops zum Regierungsdistrikt. Die Plaza Murillos ist der eigenltiche HAuptplatz von La Paz. Dafür ist er eher klein, vor allem wenn man ihn mit den grossen majestätischen Plazas von Lima vergleicht. Hier steht das Nationalmuseum, der PRäsidentensitz, sowie das Parlament. Mary und Daniel sprechen über einige der vergangenen 88 (!) Präsidenten Bolivias. Einen der wenigen Guten (wie sie sagen, sorry NAme war lang) verscherzte es sich bei einer Gesetzesänderung mit den Reichen, worauf diese eine Horde AYmaras bezahlten um ihn zu töten. Sie drangen in den Palast ein wo sich der Präsident in einem Kleiderschrank versteckte. Sie versuchten ihn zu erschlagen, aber der ehemalige Militär war gross und stark, also warfen sie ihn vom Balkon, schossen dreimal auf ihn und er lebte noch immer. Daraufhin wurde er an Pferden einmal um die Plaza geschleift und danach an einem LAternenpfahl, der heute noch steht, aufgehängt. Als dann aber sein Nachfolger eine riesen KAtastrophe war realisierten die Reichen dass sie wohl einen Fehler begangen hatten udn errichteten ein Mahnmal für den getöteten Präsidenten. The most akward momument in hsitory, wie Daniel meinte.

Ein anderer Präsident mit dem übernamen „El Gringo“ (Der Ausländer) war Amerikanischer-Bolivianischer Doppelbürger und konnte nichtmal richtig Spanisch. Er erhöhte die Steuern aufs Grundeinkommen, machte so ein Vermögen welches er dann vor seiner Absetzutung wegen riesigen Protestmärschen in La Paz stahl, in die USA brachte und dort in eine Villa Ivestierte wo er heute noch lebt. Eine Ausführung ist schwierig da er ebenfalls Bürger der USA ist und viele Bolivianer müssen damit leben, dass man sie bestohlen hat und sie niemals Gerechtigkeit erfahren werden.

Weiter bemerkenswert ist die Uhr des Regierungsgebäudes, die Zahlen sind nämlich gegen den Uhrzeigersinn aufgemahlt und die Uhr läuft somit eigentlich rückwärts. Dies ist ein werk Evo Marles‘ welcher meinte es sei Zeit dass Bolivia seiner eigenen Zeit folge anstatt dem Diktat anderer STaaten (der USA).

Am Präsidenten palast hängen 3 Fahnen. Die Fahne Bolivias, die sehr Fahne der gesammelten einhiemischen Ethnien Bolivias welche ein farbiges Schachbrettmuster zeigt, sowie eine blaue Fahne welche die Hoffnung Boliviens verkörpert eines Tages wieder zugang zum Meer zu haben. Chile hatte im Krieg gegen Peru und Bolivien einiges LAnd dazugewonnen (heutiges Arica) welches der Hafen Boliviens gewesen war. Man hatte versucht gerichtlich dagegen vorzugehen, der Prozess ging aber verloren. Heute bleibt also nur noch die schwache Hoffnung.

Noch eine letzte Station fehlt in der heuteigen City Tour. In einem Restaurant dürfen wir den bolivianischen NAtionalschnaps probieren (ähnlich wie Pisco in Peru) und hören noch etwas mehr über Evo Morales. Im Oktober sind Wahlen in Bolivien und deshalb ist es etwas heikel auf der STrasse über Politik zu sprechen. Es gibt viele Leute für die Morales einiges getan hat, vor allem auch für die Einheimischen. Er sit aber auch sehr umstritten, vor allem wegen einer Gesetztesänderung welche es ihm erlaubt sich nicht nur 1x wieder wählen zu lassen, sondern so viel er will. Dafür kündete er in der Vergangenheit extra ein Referendum an über welches national abgestimmt wurde und welches er VERLOR mit ca. 51% NEIN-Stimmen. Darüber war es sehr verärgert und kündete gleich ein neues Referendum an „damit sich die LEute besser entscheiden können“. Dies macht seinen angeblichen Respekt gegenüber der Demokratie natürlich zunichte. Ausserdem ist er bekannt für Aussagen wie „Hühnchen essen macht schwul“ oder „Die bolivianischen frauen sollten Kinder kriegen, nicht arbeiten“. Daniel meint dass er oft redet bevor er denkt. Es gibt sogar schon Bücher mit seinen lustigen oder eben halt weniger lustigen Zitaten. Insgesamt ist die politische Situation gerade sehr aufgeheitzt und es wird spannend zu sehen was im Oktober heruaskommt. Die Chancen sind gross dass es wahlfälschungen geben wird, da man vermutet/weiss dass Morales schon zuvor betrogen hat. Er folt mit seinen Tricks und Gehabe der Linie von Maduro in Venezuela, was vielen Einwohnern Bolivias Angst macht.

Das wars dann mit der City Tour. Viele Informationen ,se hr gut vorgetragen, ich bin beeidnruckt. Ich musste zwar immer mal wieder für Roberto übersetzten aber das ging ganz gut. Danach muss ich aber eine Pause haben und auch Roberto muss ausruhen. Ihm geht es nicht so gut… ICh vermute er hat sich wie cih letztes Mal Salmonellen eingefangen. Wir machen also 1h Siesta und was wir danach noch gesehen haben lest ihr im nächsten Beitrag.

La Paz

Da es von Copacabana keine frühen Touristenbusse nach La Paz gibt steigen Roberto und ich am Mittwoch um 9:30 in den öffentlichen Bus. Allzuviel Vertrauen habe ich in den nicht, aber wird schon gehen, es fahren alle halbe Stunde solche Buse vom Hauptplatz ab, da kann ja nicht jeder schlecht sein. Mit uns fahren einige Cholitas mit riesigen Bündeln and Kräuter, Packeten, Kindern oder Gemüse und zwei Koreanerinnen. 20min müssen wir warten und fangen an HErr der Ringe zu netflixen. Der Bus fährt rörend ab und wir netflixen auf doppeltem Hörvolumen weiter. Nach ca. 1h stoppt der Bus. Man müsse aussteigen. Ok, wieso? Der Bus muss leer über den Fluss geshippert werden, Personen gehen mit dem Bötchen. HAha, nicht was ich erwartet habe aber ok. Ich erkläre den Koreanerinnen, die gar kein Spanisch und nur sehr schlecht Englisch sprechen irgendwie dass sie jetzt aussteigen und ein Bootticket lösen müssen. Draussen am HAfen liegen die Fähren für den Bus bereit. Also eigentlich einfach ein paar grosse Flosse. ICh hoffe der bUs säuft nicht mit dem ganzen Gepäck ab. Wir kaufen für 2 Bolivianos das Ticket zum übersetzten und quetschen uns auf das dicht bepackte Böötchen dass uns auf die andere Seite des FLusses bringt. Dabei werden wir mit benzin verstunken und Roberto hat konstant einen riiieesen Pack Popcorn im gesicht welcher der etwa 3Jährige neben ihm herumschwingt. Der Pack ist grösser als das Kind. Auf der anderen Seite angekommen kann man bei den Ständen gegrillten Fisch oder Glace kaufen. Wir haben aber selbst schon vorgesorgt und ich gehe lieber unseren Bus beobachten.

Wieder eingestiegen vergeht die Fahrt nach La Paz wie im Flug dank Frodo und co. Bald stehen wir schon vor dem Cementerio (Friedhof) von wo aus wir nun mit dem Taxi ins Zentrum wollen. Wir stellen aber fest, es hat nicht so viele Taxis hier wie zB in Lima. Schlussendlich angeln sich die Koreanerinnen eines, können dem Fahrer aber nicht erklären wo sie hinwollen. Also geh ich übersetzten und da wir alle vier ins Zentrum müssen fahren wir dann zusammen. Es geht abwärts, nur abwätrs. Zt so steil dass ich mich schon frage ob wir bald unser Gepäck auf dem Kopf haben. Dann werden wir in einer dicht befahrenen Strasse abgeladen,direkt bei unserem Hostel. Check in ist schnell erledigt und Roberto und ich machen uns auf die suche nach etwas essbarem. Wir steigen die Sagarnaga-STrasse hinab.

Hier kehren wir in einem Hotelrestaurant ein, da wir nichts anderes finden auf die schnelle. War auch gerade die absolut touristische Gegend in die wir geraten sind. Überall stehen Touragencies und teure Restaurants. Um uns besser orientieren zu können suchen wir also nach der Verpflegung (es gab Sauce zum Reis, halleluja!) die Touristeninfo auf. Diese ist im Gewirr der autos und Leute an der Hauptstrasse nicht so leicht zu finden. Als wir dann aber das rote I entdecken kommen wir informiert mit Stadtkarte wieder hinaus. Darauf sind auch die verschiedenfarbigen Linien des Teleferico, der Gondelbahn, eingezeichnet. Diese ist ein Projekt des jetztigen Präsidenten Evo Morales welches 2010 (glaub) eröffnet wurde und vor allem zum Ziel hatte den ärmeren Teil El Alto mit dem Zentrum von La PAz zu verbinden. DAs ist damit sehr gut geglückt. Die Gondeln gleiten über unsere Köpfe und machen uns Lust zum mitfahren. Wir betreten die nächste Bodenstation und fragen am Schalter wie das mit der wiederaufladbarenn Fahrkarte funktioniert. Alles ist sauber, neu und modern. Bald sind wir mit allem ausgerüstet und steigen in die erste blaue Gondel welche uns das Tal hinab in den osten von La Paz bringt. Von dort gehts mit einer anderen FArbe hianuf nach El Alto bis zur Haltestelle Mirador. Weiter über ganz EL ALto und mit der roten Linie wieder hinab ins Zentrum. Das herumgondeln macht extrem Spass, ist fast wie zuhause in den Bergen. Und die Sicht ist grandios!! Man sieht die STadt aus allen winkeln, und vor allem von der STation Mirador in ihrer ganzen Ausdehnung über das Tal. Zuunterst ist das Zentrum mit den Höchhäusern, von da geht es steil hinauf bis in die äusseren Distrikte die wie an den Berg geklebt aussehen. Gefährlich steile STrassen führen da hinauf und auch eine Menge Treppen von deren Anblick mir schon die Wädli weh tun. Auch einen Bergrutsch mitten in der STadt sehen wir wo zu viel Regenwasser Häuser und eine ganze Esplanade in die Tiefe hat rutschen lassen, so eklärt uns ein Mitfahrer. Weiter entdecken wir eine ganz bunt bemahlte Gegend etwas unterhalb von El Alto, man sieht Märkte, das Militär am Trainieren, Strassenkonzerte und vieles mehr.

Wir steigen bei der Zugstation aus. Es ist schon später NAchmittag und die Zeit wirklich wie im FLuge vergangen. Einen kurzen Fotostopp beim Schriftzug der STadt…

…dann suchen wir zu Fuss unseren Heimweg. . Dabei stossen wir ein paar Blocks vor unserem Hostel auf einen grossen MArkt mit Kleider, Schuhen, Elektronik und Spielsachen. Es herrscht ein grosses Gedränge da sowohl Leute als auch Autos auf der Strasse stehen da die Stände den ganzen Bürgersteig bedecken.

Gleich vor unserer Haustür beginnt dann der MErcado de las Brujas, der HExenmarkt. Da werden Zutaten für Opfergaben verkauft, aber dazu mehr im nächsten Beitrag, heute reicht es nur kurz darüberzuschauen (ist das ein totes Alpaka??!), dann gibts Abedessen und einen Schlummertrunk mit den zwei Israelis die wir schon in Copacabana getroffen haben und welche doch nun tatsächlich im selben Hostel gelandet sind wie wir.

Auf dem Titicacasee – Isla del Sol und Isla de la Luna

Das Boot knattert mit lautem aber eher langsamen Motor in den blauen See hinaus. Es zieht und die Sonne wärmt noch fast gar nicht, also sitzen Roberto und ich in meinen Schaal eingemummelt da und versuchen noch ein wenig weiterzuschlafen. Ca. 1.5h später fahren wir die Isla del Sol, die Sonneninsel der Inkas an. Wir steigen aber noch nicht aus sondern lassen uns noch eine Insel weiter zur Isla de la Luna (Mondinsel) bringen. Die ist sehr klein und wir haben eine Stunde Zeit um den Inkatempel zu besichtigen. Die Anlage ist eher klein und grösstenteils Prä-Inka. Ich höre einer jugnen Deutschen zu wie sie ihrem Freund erklärt, dass hier nur Jungfrauen wohnten, zusammen mit einer „Grossmutter“ welche sie auf die Ehe vorbereiten sollte. Waren sie reif und kam ein MAnn der eine Frau suchte auf die Insel wurden sie in einer Reihe aufgestellt und der MAnn konnte sich so eine Ehefrau aussuchen.

Nach einem Durchgang durch die Ruinen steigen Roberto und ich noch auf den Kamm hinauf und haben eine tolle Aussicht auf die ISla del Sol. Die gesamte Insel hier ist Terrassiert, es lassen sich auch Inkamauern erblicken. Die paar Häuschen die hier stehen gehören den Anwohnern welchen die Insel gehört und auch den Eintritt von 10 Bolivianos verlangen. Es ist sehr trocken, das Grass ist alles gelb und die einzigen schattenspendende Bäume sind angepflanzte Eukalyptus. Die Steine für den Bau des Tempels kommen offensichtlich auch von hier, es ist steinig und sandig, beim hinuntergehen muss man aufpassen nicht auszurutschen. Der Titcacasee glänzt blau bis fast an den Horizont wo wir 2 Berge mit Schnee erblicken können, beide über 6000m hoch.

Das Boot wartet schon auf uns als wir wieder unten ankommen und es geht zurück zur Isal del Sol, diesesmal mit den PAssgieren auf dem Dach wo man sich in der Sonne wärmen kann. Dort angekommen können wir gleich als erstes den Templo del Sol (Sonnentempel) besichtigen. Dies war früher ein Inkatempel der ihrem höchstem Gott, der Sonne, gewidmet war. Er stellt auch sowas wie das Gegenstuck zur Isla de la Luna dar, da die SOnne für Männlichkeit steht. Allerdings ist auch hier einfach ein paar Bögen des Gemäuers übrig. Das einzig wirklich erwähnenswerte ist eine Steinkuppel welche die Inkas ohne Lehm so stark gebaut haben dass man darauf stehen kann.

Mir und Roberto grummelt der MAgen, es ist nach 13Uhr und wir haben beide Hunger. Gleich um die erste Ecke ist ein ganz kleines REstaurant mit Plastikstühlen welches alle auslassen da man mit der Tour im Städtchen Yumani, 40min weiter essen geht. Wir wollen aber nicht mehr so lange warten und setzten uns als einzige an den schrägen Tisch. ES gibt Spaghetti für mich und frisch gefangenen Titicacaforelle für Roberto. Wir haben eine geniale Aussicht auf den See beim Speisen und bald sind auch alle weitern LEute verschwunden, so dass wir nach einem gemütlchen Zmittag noch viel gemütlicher weiterwandern können.

Auf dem Weg nach Yumani begegnen uns zwei kleine Mädchen mit ihrem Alpaka und bequatschen uns ein Foto zu machen. Normalerweise finde ich das ziemlich doof, aber dieses Alpaka hat wenigstens keine Sonenbrille auf oder Pommel an den Ohren… Wir geben nach und schiessen ein paar Touriföteli mit Alpaka 🙂

Yumani selbst klebt am HAng oberhalb der Buht wo sich der Haupthafen der Isla del Sol befindet. Auch hier haben die Inkas ihre SPuren hinterlassen, zB gibt es eine alte Inkatreppe und unten am HAfen ist das Inka-Gründerpärchen Manko Capac und seine Frau (Name zu kompliziert…) als Statuen aufgestellt.

Roberto und ich wollen nun aber erst hoch hinaus anstatt an den Hafen. Wir steigen unter keuchen (sind ja immernoch auf 4000m.ü.M) auf den nächsten Hügel um zum Aussichtspunkt zu gelangen. Es sieht ähnlich aus wie auf der ISla de la Luna, steinig, windig, trocken. Die einzigen Bäume sind Eukalyptus und mit dem gelben grass welches den Boden bedeckt fühle ich mich sehr an Australien errinnert. ICh frage Roberto sogar schon ob er denke es gäbe hier Schlangen, aber denen ist es hier in der NAcht wahrscheinlich zu kalt wenn die Temperaturen unter 10 Grad fallen.

OBen angekommen zeigt sich uns die Isla del Sol in einem 360° Rundumblick. Das Gelb der Insel und des nahen Festlandes wird vm tiegen Blau des Titicacasees wunderschön kontrastiert, ich könnte stundenlang hier oben sitzten. Der Wind zieht uns um die Ohren während ich Fotos schiesse und Roberto versucht das grösste Steinmannli zu bauen.

Nach einer Trinkpause steigen wir wieder nach Yumani herab, besichtigen die Inkatreppe sowie die Inkaquelle, welche auch als Quelle der ewigen Jugend bezeichnet wird, und steigen zum HAfenbecken hinab. Von dort ist es nur noch ein kurzer Weg zu unserem Hostal.

Dort angekommen wird vor dem Znacht kurz geduscht, dann suchen wir etwas zu essen. Im REstaurant bedient uns ein älterer Herr. LEider gibt es nur die Hälfte des Essens welches auf der KArte steht. Zu wenig Touristen, es lohne sich nicht so viel zu kochen, meint er. ICh frage ihn warum denn jetzt, in der Trockenzeit keine Touristen da sind. Darauf meint er, seit der Norden der Insel geschlossen ist seien die Besuche eingebrochen, zumindest die für mehr als einen Tag. Diese Aussage macht mich stutzig, denn morgen wollten wir eigentlich in den Norden wandern. Wir lernen aber nun als ich nachhake dass das nicht gehen wird. Die drei Communitites der Insel konnten sich auf keinen Vertrag einigen welcher den Tourismus regeln sollte und nun wir der ganze Norden von den Anwohnern blockiert. Es wurden sogar schon Boote konfisziert und verbrannt die von Yumani aus in den Norden starten wollten. Um 4Uhr nachts könne man rüberwandern, dann sei niemand am Kontrollpunkt… Naja, so viel ist es mir jetzt doch nicht wert. Wir essen unsere Quinoasuppe und bedanken uns. Wir werden wohl morgen wieder nach HAuse fahren.

Und das tun wir dann auch. NAch einem Ausgedehnten Frühstück auf der Aussichtsterrasse eines der Hostels tuckern wir um 10Uhr am nächsten Tag mit dem Boot wieder nach Copacabana zurück nachdem uns mehrere andere LEute, Ansässige und Touristen, bestötigt haben dass es keinen Weg in den Norden gibt. In Copbacabana lassen wir uns dafür noch zu den Islas Flotantes (schwimmende Inseln) heruasbringen, allerdings haben diese nichts mit den Islas Flotantes de los Uros, welche ich letztes MAl von Puno aus besuchte, zu tun. Dies hier ist die Touristenversion mit Plastikschwimmer unter der Totora. Nichtsdestotrotz sind sie süss und ein kleiner wanderweg führt uns zum Mirador del Inca und der Playa blanca von wo aus wir eine tolle Sicht auf den Titicacasee haben der wie immer in der wunderbaren Sonne glänzt.

Als wir am späten Nachmittag wieder in Copacabana am Hafen landen machen wir den einzigen Spaziergang der noch übrigbleibt, nämlich zu der Boca del Sapo (Krötenmaul), einer kleinen Höhle unten am Calvarioberg. Der Weg dahin ist oft von Plastik gesäumt, je näher wir der Grotte kommen desto schlimmer wird es. Vor der letzten kurve sehen wir auf einen strand hinab der mit grünen und weissen Glassplitter übersäht ist. Auch stinkt es nach Altglas und altem Bier. Warum erfahren wir gleich bei der wirklich winzigen Grotte. Jemand ist gerade am Beten und eine ganze flasche Bier wird in die Felsöffnung gesprayt. Das wird wohl täglich öfters passieren und deshalb riecht es hier wie in einer Säuferbar. Phuu, da will ich keine zwei Minuten bleiben. Wieder hat es viel Plastik herum, alles ist versucht, abgebrannte Grasflecken zeugen von angezüntem Feuerwerk oder fraunfürzen. ICh finde es grauenhaft. Ausgerechnet der heilige Ort ist weil er heilig ist am verseuchtesten. ICh rege mich auf und wir wandern schnell weiter. Der Weg führt nun einmal um den Calvario und so langsam besserts mit Abfall und cih kann auch die Ausscht wieder geniessen. Nach ca. 30min sind wir zurück in Copacabana. Einmal duschen im Hostal, Abendessen und dann wohlverdiente Nachtruh.

Von Cusco nach Copacabana

Am Samstag wollen wir beide nicht so grauenhaft viel machen da wir noch die langen Tage davor in den Beinen spüren. Nichtsdestotrotz müssen wir genug früh aufstehen da um 10Uhr das Zimmer geräumt sein muss. Dafür zmörgelen wir etwas länger. Was uns dann noch reizt zu sehen in Cusco ist das Museum bzw. die Stätte Qorikancha. Dies war früher der Sonnentempel des höchsten Inkas, gut zu erkennen an den wenigen Inkamauern die aus schwarzem sehr glattem Steinen bestehen welche zu einer perfekten Fassade zusammengefügt worden waren (wie immer bei den Inkas ohne Mörtel oder Lehm dazwischen. Heute sieht man diesen MAuertyp aber nur noch im Fundament der Kirche die nun dort steht. Wie üblich brachen die Spanier alle heiligen Stätte ab und bauten darauf ihre eigenen um die Bevölkerung einfacher Konvertieren zu können. Auf Qorikancha entstand ein Konvent der nur wenige Kammern des ursprünglichen Inkatempels übrig liess. Auch das Gold welches vorhanden war wurde eingeschmolzen und weggebracht, davon kann man im Museum heute keines mehr sehen.

Das Museum ist eher schnell durchquert, man kann einen alten Altar der Inkas noch besichtigen und ein paar Kammern in denen früher wohl Mumien standen, aller rest ist von kristlicher NAtur. Der Garten ist sehr schön, es blühen viele Inkablumen in allen Farben von Hellgelb bis Dunkelrot.

Weiter geht es auf die Plaza de Armas wo wir Zeuge eines Umzuges werden. Folkloregruppen in wunderbar farbigen Kleidern ziehen tanzend vorbei, hinterher laufen die Musiker. ES hat ein wenig etwas von der Basler Fasnacht 😉 Ganz an der Spitze des Zuges wird irgendeine Jungfrau und ein goldenens Kreuz mitgeschleppt.

Um unseren SPaziergang fortzusetzten nachdem die Tänzer um die Ecke verschwunden sind gehts Bergauf. Nach der Kirche San Christobal weiter die STrasse entlang bis zum Eingang zu einer weiteren Inkastätte. Da werden wir angehalten, man müsse das Touristenticket vorzeigen. Wir haben zwar keines, aber wir wollen auch nicht zu den Ausgrabungen sondern nur auf den Hügel zum Aussichtspunkt. Es fahren Autos nach oben aber ich sehe nicht wirklich ein warum ich nicht einfach den Weg laufen kann. Nach einem kleinen Hin und Her willigt der Wärter ein und meint, aber schön Rechts abbiegen. Ich bin mir sicher das ging nur weil Roberto dabei war und wir auf die Frage von wo wir kommen Peru geantwortet haben hihi. Also gehts an den Aufstieg. Dabei kommen wir an ein paar riesigen Inkamauern vorbei die zu den Ruinen gehören. Es wird aber brav rechts abgebogen und zu der Jesusstatue welche auf einem Berg über der STadt thront zu gelangen. Von hier sieht man wirklich die ganze STadt.

Danach gibts nicht mehr so viel zu tun und wir setzten uns in einer Bar an der Plaza de Armas auf den Balkon und versuchen die Touristen Ländern zuzuordnen. Wir sehen den Sonnenuntergang und haben einfach mal eine schöne entspannte Zeit zusammen. Um halb6 suchen wir uns dann das Kino an welchem wir am morgen vorbeigelaufen sind und schauen uns König der Löwen an. Das war ein Versprechen an Roberto, er war das erste mal in einem Kino als wir in Lima 2018 Black Panther zusammen sahen.

Danach packen wir unsere Koffer im Hostel, gehen essen und fahren an den Terminal. Dort werden wir zwar ultrapünktlich in den Bus eingeladen, die fahrt verzögert sich aber (sehr wahrscheinlich wegen eines geplatzten Reifens) um knapp 1h. So kommen wir nach einer unruhigen Nacht nicht um 4 sondern „erst“ um 6Uhr morgens in Puno an. Das kommt uns aber gerade gelegen denn wir wollen hier gar nicht bleiben. Wir nehmen den nächsten Bus nach Copacabana um 7:30. Die Zeit vergeht wie im Fluge mit Netflix und einer wnderbaren Sicht auf den Altiplano und den Titicacasee.

An der Grenze wird ausgestiegen und bei der Migracion in Peru für den Ausreisestempel angestanden. Danach gehts zu Fuss ein paar MEter nach Bolivien wo wir den Einreisestempel in den PAss geknallt kriegen. Roberto hat etwas länger. Er meinte der Grenzwächter wollte mehrere Fotos von ihm und ganz genau wissen woher und warum, da er in Peru noch im Militärdiesnt eingeschrieben ist. Sie dachten wohl er sei ein Militärspion… Aber alles gut, wir haben Stempel, die Uhren eine Stunde vorgestellt und sind in Bolivien. Die restliche Fahrt nach Copacabana ist nur noch kurz und wir kommen um halb1 dort an.

Erstmal die Sachen ins Hostel schmeissen, dann etwas essen! Wir setzten uns in ein seehr touristisches Restaurant wo ich Pizza mit echtem Käse kriege mmmh 😛 Allgemein ist das STädchen sehr touristisch. Viele Touranbieter, viele Farben, einen relativ grossen HAfen für das Dörfchen und sehr viele Ausländer. Wir spazieren etwas umher und organisieren unseren Trip von morgen auf die Isla del Sol. Dann erklimmen wir den Aussichtspunkt. Auf dem Calvario auf welchen uns schon Kreuze hinaufbegleiten (Calvario ist der Leidensweg Christi) stehen noch mehr Kreuze und die Jungfrau von Copacabana. Tonnenweise kommen Leute und manchmal auch Pilger hierher um Kerzen anzuzünden und zu Beten. Viel besser als das kirchiche getue finde ich persönlich ja die aussicht, die ist wirklich grandios! Wir sind allerdings längst nicht alleine hier oben. Es ist Sonntag und Scharenweise kommen die Anwohner um ihre Wünsche an Gott oder die Jungfrau abzugeben.

Was uns leider ebenfalls auffällt sind die tonnen an Abfall die überll herumliegen. Viel Plastik und Glasflaschen. Ausserdem ist der halbe Berg von Wachs bedeckt. Uns geht auch bald auf warum das so ist. Wir setzten uns und beobachten ein wenig die Leute. Ich hatte mich schon gefragt warum hier oben so viele Plastikspielzeuge verkauft werden… Die Stände sind überfülltmit Autos, Häuser, Tiere, Stapel aus Spielgeld. Am Beispiel einer FAmilie sehen wir live was es damit auf sich hat. Es werden zwei LAstwagen herangetragen und sorgfältig auf Kokablätter abgesetzt. Dann steht die Familie im kreis darum und bekreuzigen sich während ein Priester (oder so?) ein Feuer macht. Es wird irgendwas gebetet und die LAstwagen ins Feuer gehalten. Dann öffnet man eine Flasche Bier, schüttelt sie richtig und besprücht die Wagen sowie alle mitglieder der Familie. Das ist dann der Moment wo ich sehr aufpassen muss nicht schallend loszulachen. Weihwasser (auch das kann man kaufen an den STänden) wird herumgetröpfelt, eine Glocke geschüttelt und nach ca. 20min wird der Priester bezahlt und alle sind glücklich. Die Familie teilt dann weiter ihr Fanta mit den LAstwagen die wohl als weiterer Plastikmüll auf dem Berg enden. Das war wohl das schrägste was ich seit langem gesehen habe. Andere zünden auch Frauenfürze an oder packen verschiedene Sachen die sie sich wünschen (Haus, Kind, Geld) in einen Plastiksack und machen das Prozedere dann für alles auf einmal. Es steht zwar gross auf dem Altar der Jungfrau geschrieben man solle die Natur nicht kontamnieieren, aber das scheint Nebensache zu sein. Auch steht, keine KErzen auf dem Altar anzünden, das Schild ist aber vom Kerzenrauch geschwärzt und nun ja, rein technisch gesehen brennen die Kerzen auf einer dicken Schicht Wachs also…

IRgendwann reichts mir, ich muss da wieder runter sonst platze ich, vor lachen und irgendwie auch vor Wut über den ganzen Dreck. Immerhin, die Aussicht auf den See ist es allemal wert auf den Calvario zu steigen und ich hoffe doch dass der SOnntag eine Ausnahme ist…

Unten im Dorf besuchen wir die Kirche. Sie strahlt in weiss und scheint irgendwie von grösse und Ausstattung nicht in das Dörchen zu passen. Aber wie gesagt ist Copacabana auch ein Wallfahrtsort. Vor der Kirche verkaufen Frauen bunte Bänder, Konfetti, glitzerige Hüte und Blumen. Diese werden auf der STrasse davor an Autos befestigt und wirklich sehen wir viele Autos mit Deko herumfahren. Ich frage nach dem Anlass und die Verkäuferin meint, das ist jeden Tag so. Ähm ok?! Manche Autos haben es auch ein wenig übertrieben mit heiligem Krimskrams, ich finde es weiterhin eher ein bisschen lächerlich. Aber der STau wird bunter…

So sind wir also in Copacabana angekommen. Morgen werden wir uns auf den grossen LAgo Titicaca wagen. Wir gönnen uns noch ein Milchreis mit Massa Morada zum Dessert und flüchten dann vor der Kälte ins Hotel unter 5 Decken.

Las Montañas de 7 Colores

Erstaunlicherweise wache ich heute morgen vor dem Wecker auf. Und es ist nochnocht einmal 3Uhr morgens… Um 10nach3 läutet mein Handy dann doch und ich muss aufstehen. Nach sehr schnellem anziehen, da sehr kalt im Zimmer reicht es noch für einen Zmorgentee in der Lobby bis ich von meinem Guide heute abgeholt werde. John bringt mich zum Wagen der gleich neben der Tür steht und setzt mich neben den einzigen Typen der schon darinsitzt. Er ist auch Schweizer, meint er und so lerne ich Fabio kennen. Er kommt aus St. Gallen und reist einen Monat in Peru herum bevor er dann eine neue Stelle im Aussendienst einer Werbefirma antreten wird im Oktober. Wir unterhalten uns also bis alle Tourmitglieder eingesammelt sind, einer sieht müder aus als der andere. Dann meinen John und Karolina, unsere Guides, wir sollen doch noch ein bisschen schlafen (wie Baby-Aplakas) um dann in den Bergen mit viel Energie bereit zu sein. Und das versuche ich dann auch. Nach 1.5h gibt es einen Halt fürs Buffet-Frühstück (hmm Omelet, feinn) dann gehts nochmals so lange immer schön hinauf durch kleine Dörfer und Kommunities. Andere Minivans mit Touristen sind auch schon unterwegs wie wir an den Peagen sehen. Diese Bezahlstellen sind für die Kommunities durch welche dir STrasse führt, sie verlangen einen Preis dafür dass wir da durchfahren können.

Nach guten 1.5h mehr und ein paar sehr interessante Diskussionen über Politik und Musik mit Fabio haben wir den PArkplatz erreicht. John erklärt schon allen in spanisch und englisch wie sie sich zu verhalten haben wenn ihnen schlecht wird, man nicht mehr atmen kann, einem schwindlig wird. Alle Tourmitglieder müssen sich nun auch vorstellen, schliesslich sind wir heute alle eine Happy Family, so der Gruppenname. Es hat einige Leute aus Italien, 4 Schweizer inklusive mir und Fabio, Chilenen, Amerikaner und ein Pärchen aus Polen. Alle bekommen einen rot-gelben Wanderstock und ein wenig Kräuteröl um daran zu riechen (das soll glaube ich wach machen), dann wandern wir los. Momentan ligt noch etwas Nebel über den Hügeln des Tals, wir hoffen alle dass der sich dann aber bald verzieht.

Es geht gleich bergauf, zwar nicht streng aber graduell. Wir starten heute auf 4600m.ü.M und werden auf über 5000 aufsteigen. Also nur nicht zu schnell machen. Wer gar nicht mehr kann, kann sich bei den Einheimischen ein Pferd oder MAulesel leihen, mir tun die Tiere allerdings eher leid und mir geht es soweit sehr gut, mir wird nur bald mal so heiss dass Schaal und PUllover weg müssen. Da nun auch die Sonne rauskommt und der Nebel verdunstet muss noch eine kurze Sonnencreme-Pause eingelegt werden, man kann nämlich seinen Nacken richtig kochen spüren… So gefällt es mir und zusammen mit Fabio und sehr sehr vielen anderen Leuten wandern wir langsam das Tal hinauf. Auf unserer linken Seite erheben sich Schneebedeckte Berge, auf der anderen sandige, dünenartige Hügel die wirklich so langsam verschiedene Farben aufzuzeigen scheinen. AUf alle Fälle sind sie sehr rot.

Weiter geht es und so langsam verstummt mein Gespräch mit Fabio, nicht weil uns die Themen ausgiengen, aber wir sind beide aus der Puste. JEder muss nun seinen Pace gehen und ich lasse Fabio davon ziehen. Auf den Seiten steigen immer wieder Leute auf ein Ross oder müssen anhalten weil ihnen sturm wird oder sie Kopfweh kriegen. Die anderen laufen alle stoischen Schrittes weiter. SO auch ich, bis zum letzten Aufstieg der nun wirklich steil ausfällt. Da muss ich öfters PAusen einschalten, aber zuletzt erreiche ich den Grat und sehe links neben mir wirklich die 7 Farben des Regenbogenberges!

NAja ich sehe auch viele andere Touristen. Und noch viel mehr die noch von unten heruafkommen in einem unablässigen Strom. Ich bin froh ist unsere Tour eher früh gestartet, das wird noch saueng hier oben! Ich steige noch ein bisschen höher, mache ien paar Fotos, dann muss ich mich hinsetzten und erstaml eine BAnane essen. Die Höhe macht mich echt extrem Hungrig. Ein paar einheimische Ladies kochen Chicharrones (Was Fleischiges) und Kartoffeln auf einem Gasherd und ich würde am liebsten zuschlagen. Aber Früchte ist auch nicht schlecht, es gibt dann ja noch Zmittag. Ich setzte mich mit Fabio auf einen Stein und wir geniessen mampfend die wahnsinns Aussicht.

Um etwa 10Uhr, als wir schon 45minuten auf dem Berg sind trommelt John die 6 Leute zusammen die neben dem Montana de 7 Colores auch noch das Valle Rojo (Rotes Tal) auf dem Programm haben. Um dahin zu gelangen müssen wir über den Kamm des Regenbogenberges steigen. NAch einem kurzen Aufstieg biegen wir von den Menschenmassen ab in einen Weg der an der Flanke des Berges langsam bis nach oben führt.

Unsere Schuhe werden nun abweschlungsweise mit rotem, weissem, gelblichem und violetem Staub bedeckt. Da es nicht speziell steil ist macht mir dieser Aufstieg viel weniger aus als der letze, auch wenn wir am Schluss sogar noch ein paar MEter höher sind (Mirador Valle Rojo, 5069m.ü.M.). Und mal wieder lohnt die Aussicht jede vergossene Schweissperle! Das rote Tal ist wirklich rot, wie auf dem MArs sieht es aus. Man wäre nicht erstaunt würde Curiosity gleich um die Ecke brettern. Es ist einfach nur wundervoll!

Nach einer langen Verschanauf- und Fotopause wagen wir uns unter Johns Führung an den Abstieg. Der Berg ist sehr sandig und wir schliefern mehr hinunter als wir laufen. Auf dem Weg zum Carparkplatz ändert sich die LAndschaft wieder in eher Steinig mit etwas Gras, Alpakas müsste es hier viele haben.

ICh gesprächle ein wenig mit dem amerikanischen Pärchen sowie mit John der mir erklärt, dass die Zugangsstrasse zu den REgenbogenbergen erst seit 2015 offen ist und es deshalb immernoch eine eher neue und gut besuchte Attraktion Cuscos ist. Auch für die Ansässigen seien die Menschenmassen sowohl ein Fluch wie auch ein Segen. Sie bringen Einkünfte, durch Verkaufen von Wasser, Essen, Souvenir oder den Pferdediensten. Allerdings halt auch Lärm, Abfall, Abnutzung usw. Die LEute hätten halt auch noch nicht so lange Erfahrung. Einige wollten sich anstatt Maulesel schöne grosse Pferde aus Ställen in Arequipa oder der Küste zutun. Diesen Tieren bekam die Höhe aber gleich schlecht wie nicht akklimatisierten MEnschen, mit dem Unterschied dass ein Pferd nicht kotzen kann und die Gefahr eines Herzversagens extrem hoch ist. NAch dieser Ausführung habe ich den Pferdedeinsten ein für alle MAl abgeschworen, wobei ich eigentlich schon immer der Meinung war dass wer nicht selbst hinauflaufen kann doch besser einfach daheim bleiben soll. Das sage ich John und er grinst nur und meint dann, es haben alle das Recht oben anzukommen. Sehr diplomatisch…

So geht der Abstieg ganz schnell voran und nach ca. 1.5h sind wir einmal um den Hügel herum und wieder zu unserem Bus gelangt. Dort wird erstmal aller STaub von Hosen und Schuhen geklopft. Dank Sonnencreme klebt er aber am ganzen Körper sowie auch in den Haaren und ich hoffe inständig dass heute das warme Wasser im Hostel funktioniert, nicht wie gestern. Kaum ist der Bus abgefahren schlafe ich ein und wache erst kurz vor dem Mitagessen wieder auf. und wiiieee ich Huuunngäär habe! Es ist erst 2Uhr Nachmittags, ich bin ca. 3,5h gewandert aber es fühlt sich an wie nach einem MArathon. Die ganze Gruppe stürzt sich aufs Buffet und es ist ein paar Minuten lang einfach mal ruhig. Nach dem essen wird uns von John noch die Entsteheung der verschiedenen Farben des Berges geschildert. Ablagerungen im MEer wurden durch Plattentektonik in die Höhe geschoben und verwittern nun so, dass die verschiedenen Mineralien die zu verschiedenen Zeiten in das Gestein eingetragen wurden wie in Streifen auf dem Kamm hervortreten. Eisenoxid ist für die Farbe rot verantwortlich, Kupfer für grün, Schwefel für Gelb. Calcit (glaub) macht die weisse Farbe und Mangan (auch glaub) etwas violet, mit mehr lehm hellrosa. So kommt es dass der Motana de 7 Colores eigneltich nur 6 Farben hat. ICh war aber heute wirklich ehrlich erstaunt wie gut man diese dann wirklich sieht! Ist also nicht alles Instagramfilter… 😉

Im Bus schlafen die meisten gleich wieder ein. Ich habe mich schon ein wenig erholt und unterhalte mich mit Erika. Sie ist MExikanerin, lebt aber in der Schweiz wo sie seit 5Jahren für Coca-Cola arbeitet. Ihr Freund, ebenfalls Schweizer, liegt halbtot in der Ecke und schläft nach einem Panadol gegen seine Migräne die ihn auf dem Berg befallen hat. Wir erörtern bis nach Cusco noch die verschiedenen schwierigkeiten von Deutsch und Spanisch sowie der Kulturschock wenn man von Latinamerika in die Schweiz auswandert. Ich muss lachen als sie mir schildert wie geschockt ihr Freund war als sie das erste Mal mit ihm AUto fuhr und meinte Stopp-Schilder seien doch eher eine EMpfehlung als ein Muss.

Knapp nach 17Uhr werden wir nahe der Plaza de Armas ausgeladen und ich gehe schnurstraks ins Hostel und duuuschen, ach wie angenehm (wenn auch nur lauwarm). Dann hauts mich eine volle Stunde weg bis um 18:30 mein Wekcer klingelt. Ich bin noch mit Karolina, der Brasilianerin die ich in Huaraz kennengelernt habe, zum Znacht verabredet. Wir treffen uns pünktlich um 19Uhr beim Brunnen auf der Plaza. Von dort suchen wir ein Restaurant mit genialen Sandwiches welches ich vom letzten Aufenthalt noch im Kopf hatte. Nach einem kurzen Vergucker auf der KArte finden wir dass dan auch und ich geniesse mein Hummus-Avocado Sandwich so sehr. Ich habe immernoch grossen Hunger, war wirklich anstrengend heute. Auch Karolina war auf dem REgenbogenberg heute, angetroffen haben wir uns aber bei all den LEuten nicht. Wir bereden Gott und die Welt und warum eines der Besten Dinge Europas ist, dass man nur sehr geringe Gefahr läuft auf offener Strasse oder im Bus beklaut zu werden. Karolina kommt aus Sao Paolo und meint für sie sei Cusco hier ja schon eher ein friedliches STädtchen.

Dann, kurz bevor wir beide vor Müdigkeit vom Stuhl fallen verabschieden wir uns und ich laufe die 15min zum Hostel zurück. ICh friere weil ich so müde bin und falle in ein Koma aus dem mich erst Roberto weckt als er um halb11 nachts von seiner Machu Picchu Tour zurückkommt. Auf die genuschelte Frage ob es gut war kommt ein strahlendes Jaa, sehr! zurück, dann ergeben wir uns beide wieder dem Schlaf.

Cusco Valle Sur – Tipon, Pikilaqta und Andahuaylilas

Es ist Donnerstag Morgen und Roberto und ich sitzten zusammen beim Frühstück im Hostel. Es ist ein wenig gehetzt, denn in 20min sollte Roberto für seine 2Tägige Tour zum Machu Picchu abgeholt werden. ICh hingegen werde heute den südlichen Teil des Tales in welchem Cusco liegt erkunden. Meine Tour beginnt um 8:30 in der Innenstadt. Nachdem Roberto von einem Tourguide vor der Hostaltür abgeholt wurde, packe auch ich meine Sachen und spaziere richtung Plaza de Armas. Dort warte ich noch 15min bis mich eine junge Frau zur Gruppe bringt, die wie bestellt und nicht abgeholt auf der Plaza steht. Von dort sind es nochmals 10min zum Bus welcher schon auf der HAuptstrasse aus Cusco raus steht. ICh freunde mich gleich mit der 4köpfigen peruansichen Familie aus Lima an die wie ich hinter unserem Guide herzotteln. Die Eltern sind mit zwei erwachsenen Töchtern gerade auf Kulturreise nach Cusco. Der Vater ist ziemlich lustig und spässelt mit allen herum.

Der erste Halt der Tour machen wir in Tipon. Das STädtchen liegt im Tal, wir klettern aber in kurven den Berg hinauf, dorthin wo sich die Inkaruinen finden. Die Inkas haben nie im Tal gebaut aus Vorsicht vor Steinschlägen, Schlammlawinen und Überschwemmungen. Als wir beim Parkplatz ankommen tut sich über uns schon ein tolles Panorama auf: Die Terrassen von Tipon.

Speziell an dieser Inkastätte sind die Wasserkanäle. Hier entspringt eine Quelle die noch nie versiegt hat, in der grössten Trockenperiode nicht. Die Inkas leiteten das Wasser in vier Kanäle um welche sich im zeremoniellen Becken in 4 gleich starken Strahlen auf eine Platte ergiessen die so gut nivelliert ist dass das Wasser weiter wie ein Vorhang über die ganze Länge der Kante fliesst.

Der Ort wurde früher genutzt um Mais anzubauen. Es hat immer Wasser und die Anlage ist so im Berg eingebracht das den ganzen Tag die Sonne draufscheint. Dies taten auch die SPanier weiter da die Wasserversorgung schon so gut gegeben war, was auch der Grund ist, warum Tipon (fast) gar keine Zerstörung der Conquistadores widerfuhr. Die Kanäle ziehen sich an den Seitenränder der Terassen entlang und stürzen in kleinen Wasserfällen auf die nächste Ebene. Nirgends fliesst etwas daneben oder war jeh ein Kanal überfüllt oder trocken. Die Inka-Ingenieure wussten ganz genau was sie taten.

Dies alles erzählt unser Guide in einer guten Stunde in der wir durch das Gelände spazieren. Auch hier wächst viel Quenoal, wie schon in Huaraz, aber auch die FLor del Inka (Inkablume) ist häufig in ihrem wunderbaren dunkelrot zu sehen. Weiter kommen wir auch am Bad des Inkas, also des Inkakönigs, vorbei. Ein Wasserstrahl füllt eine kleine Wanne die auf der Seite einen in den Stein eingelassenen Sessel hat, sogar mit Armstützen. Gegenüber des Inkathrones hat es auch noch Platz für einen etwas kleineren Sessel damit der Inka das Bad mit seiner Frau teilen konnte.

Allzubald winkt unser Führer mit dem Perufähnchen und wir müssen weiter. Wir legen einen kleinen Zwischenstopp bei einer Bäckerei ein. Diese ist speziell für die Gegend, hier machen sie nämlich sogenannte Riesenbrote. So wahnsinnig beeidruckt bin ich jetzt von den flachgedruckten Pfünderli nicht, aber die Peruaner kaufen fleissig für die ganze Familie (also für 40 Leute) ein. Danach muss man schauen dass man im Bus nicht versehentlich auf eine der Brotscheiben trampt.

Eine weitere SEhenswürdigkeit im Valle Sur ist das als prä-Inka datierte Pikilaqta. Auf der STrasse dorthin fahren wir am eingangstor zu Tipon vorbei welches die Inkas errichtet hatten um die zu- und abwanderung zu kontrollieren.

Nun, Pikilaqta (7. Jh) ist einiges älter als Tipon (14.Jh) und dementsprechend auch weniger intakt. MAn kann aber immernoch die alte grosse Eignangstrasse, sowie einzelne Häuser plus den Palast erkennen. In einem Teil der Stätte wurden nur runde Getreidespeicher entdeckt, woraus auf die Einwohnerzahl Pilaqtas geschätzt wurde: ca. 160000 Leute wenn ich mich richtig errinnere. Auch hier wird uns allerhand über die Wari in diesem Fall erklärt. Der Guide erzählt eine Geschichte der Wari-Prinzessin welche als Mitgift verlangte dass ihr Verehrer ihrer STadt Wasser bringe, denn dieses war und ist auch heute, absolute Mangelware. Insgesamt ist die Ruinenstatt doch sehr gross. MAn fand viele überrest von Gips an den Wänden und in den Böden welcher ein wenig weiter oben aus den Bergen abgebaut wurde, eine Tätigkeit, welcher die heutige Bevölkerung heute noch nachgeht.

LEtzter Stopp mit dem Bus ist dann Andahuaylilas. Das Dorf ist nicht besonders speziell, aber die Kirche mit der war doch was… Ja und wie! MAn darf keine Fotos schiessen und ihr müsst deshalb auf eine Beschreibung meinerseitz vertrauen. An den Wänden hoch oben hängen schon fast 30 riesige Gemälde welche das LEben von San Pedro, also dem heiligen Sankt Petrus, beschreiben. Die Wände sind alle bemahlt, auch das Dach, mit Blumen, Engel, Ornamente. Und da ist Gold, viieel Gold, nicht nur auf dem HAuptaltar sondern auch an den Säulen, Türen und Bänken. Das alles wirkt ein bisschen überladen. Die Kirche hat den Übernamen Sixtinische Kappelle wohl verdient… Trotz allem ist sie halt eine Kirche und beeindruckt mich nicht ganz so fest wie die Inkastätte.

Dann ist es 2Uhr Nachmittags und die kurze Tour im Valle Sur schon vorbei, es geht zurück nach Cusco. Dort gehe ich erst auf den MArkt um Proviant für morgen zu kaufen und setzte mich dann an der Plaza de Armas noch ein wenig zwischen die Touristen um auszuspannen. MAn bietet mir alle 2 Minuten Sonnenbrillen, Anhänger, MAssagen oder eine City Tour an und in der restlichen Zeit macht man Fotos von verliebten Paaren vor dem Brunnen mit dem Inka. Dann zuhause esse ich noch ein Yogurt (als bzw ich trinke es aus der Flasche so wie es hier normal ist) und versuche dann um 7Uhr früh schlafen zu gehen. Morgen werde ich sehr früh aus den FEdern hüpfen müssen und dazu auch noch ganz fit sein.