Nach einer elend langen Nacht im Nachtbus nach Lima folgt das noch viieel elend längere Warten auf Roberto. Er sollte gestern in Villa Rica fertig geworden sein mit seinem Militärzeugs und wir wollten uns im Terminal von Movil Bus treffen. ICh komme dort um ca. 7Uhr morgens an, setzte mich in einen Stuhl und beschäftige mich mit Blog schreiben die ersten 3h. Immer wieder versuche ich ihn anzurufen. Kurz nach 9Uhr klappt das endlich. Er ist selbst im Auto von Villa Rica bis Lima gefahren mit einer Ladung Granadillas aus der Farm seines MAyors. Die müssen sie nun erst abladen. Wenn Roberto so fix und fertig ist wie er tönt kann das noch dauern befürchte ich. Und es dauert… und dauert… nach weiteren 2h habe ich kalt und mir tut der Hintern weh. Ich kann nirgends hin mit all meinem Gepäck und in Lima git es auch nichts was ich noch sehen möchte… Also rufe ich nochmals an. Roberto ist unterwegs, aber dauert eine weitere Stunde bis fast halb12 bis er es eeeendlich durch den grauenhaften Verkehr geschafft hat. Ich gebe zu der Treffpunkt war doof weil an einer der Hauptstrassen an denen man nicht vorwärts kommt aber das ging mir trotzdem zu lange. MEin Geduldsfaden ist definitiv etwas angerissen. Ein warmer Tee und etwas zu essen machn das aber wieder gut udn schlussendlich bin ich einfach froh ist Roberto da und wir kriegen auf alle Fälle unseren FLieger nach Cusco. Der REst des Tages hängen wir bis 5Uhr im Flughafen rum und Netflixen. Zu zweit ist warten nicht halb so schlimm. Dann gehts zum Boarding und Roberto wird nervös, er ist noch gar nie geflogen. Aber auch er ist eigenltich so müde vom der langen und auch etwas gefährlichen Nachtfahrt nach Lima dass er eigentlich gar keine Nerven dafür hat jetzt nervös zu werden. Ich erzähle ihm von Huaraz und den LEuten die ich getroffen habe und lenke in soweit ab dass er erst am Start wieder besorgt aus dem Fenster guckt. Als wir dann endlich in der Luft sind sehen wir das riesige Lichtermeer von Lima unter uns verschwinden. Leider ist es bewölkt und bald auch dunkel, so ist das fliegen ähnlich langweilig wie das Busfahren. Nach knapp 1h landenwir in Cusco. Jeeh erster Flug überlebt. ICh schleppe einen halbschlafenden Roberto aus dem Flughafen bestelle ein Uber und wir fahren schleunigst zur Unterkunft. Da fallen wir ins Bett und wachen erst um 10Uhr am nächsten Tag wieder auf, jetzt dafür richtig ausgeschlafen.
Unser Hostel ist ganz in der nähe von dem in dem ich letztes MAl gewohnt habe und ich kenne die GEgend noch ziemlich gut. Als erstes gehen wir also im Markt San PEdro ein Fühstück suchen. Nach einer stärkenden Hühnersuppe spazieren wir zur Plaza de Armas. Für mich ist es ein FLashback, für Roberto ist alles neu. 
Auf der Touriinformation lassen wir uns eine Liste der Free Walking Tours geben und entscheiden uns gleich für die nächste Gruppe in Spanisch. Ein Junger Guide führt uns von der Hauptplaza zu einer steilen Gasse die Calle Suecia (Schwedengasse) heisst. ER erklärt uns dass der NAme gar nichts mit Schweden zu tun hat, sondern dass diese Strasse früher Calle Sucia (Dreckige Strasse) hiess weil hier die Händler immer ihre Lamas abstellten. Die verrichteten unter dem Tag natürlich auch ihr Geschäft hier und deshlab hat diese Strasse auch immer gestunken. Als dies verboten und die Tiere dann irgendwann durch Autos ersetzt wurden (die nun ALLE Gassen verstinken btw.) wollte man den NAmen welchseln und das erste dass den Beamten einfiel war einfach ein E in SUCIA zu SUECIA einzufügen.
Dann steigen wir eine anstrengend lange Treppe zur Kirche San Cristobal hinauf. Unterwegs kommen wir an einem Restaurant vorbei welches Yo Amo Papa heisst. Das hat nicht s mit Vater zu tun sondern ist die Südamerikanische ausführung von batata = KArtoffel. In diesem Restaurant werden nur KArtoffelgerichte gekocht und wir dürfen ein paar Pommes probieren. Naja, HErdöpfel halt, Rösti haben sie leider nicht. An den Wänden sind ein paar KArtoffel-Facts aufgelistet, darunter dass es in Peru über 3000 verschiedene Kartoffelarten gibt.

Oben bei der Kirche angelangt haben wir einen super Ausblick über die STadt. Hinter uns erstrecken sich zwei lange Inka-Mauern des alten Palastes des Inkas (also des Inkakönigs sozusagen, DER Inka). Unser Führer erklärt uns wie sie gebaut ist damit kein Regen eindringt und weiss auch dass in den Fenstern in der oberen MAuer früher Mumien der Familie des Inkas ausgestellt waren. Diese Toten wurden zT an Festtagen herumgetragen, ihnen wurden Kleider und Essen gebracht, genau so als wären sie immer noch lebendig. Die Mauern sind heute geschützt, das GEbiet dahinter gehört allerdings einer italienischen Familie die ein Hotel auf dem Areal gebaut hat.

Wir steigen wieder Richtung Plaza hinunter während uns der Guide über die Geschichte Cuscos als HAuptstadt der Inkas aufklärt. Er erzählt auch über den Krieg gegen die Spanier als einige Eingebohrenenstämme sich mit den fremnden aus Europa verbündetetn da ihnen die Herrschaft der Inkas zuwider war. ER erzählt vom Inka Tupac Amaru der auf der Plaza de Armas gevierteilt wurde und dessen Familie die entweder gekillt oder in Spanien in Exil ins Gefängnis gesteckt wurden. Insgesamt eine eher traurige und blutige Sache. Auch die Errichtung der KAthedrahle ist nicht viel besser da dort früher ein Gebäude zur Lagerung der Waffen der Inkas stand welches vollends zerstört wurde. Ein interessantes Detail ist dann noch die erwähnung des Hospitals rechts im Foto oben. Es sollte vor ein paar JAhren gebaut werden, wurde aber nie fertiggestellt. Ausführende Firma war Odebrecht….
Die Tour endet in einem REstaurant mit einem Pisco Sour tasting. Ich hatte heute erst Caldo de Pollo und spüre den ziemlich harten drink sofort in den Beinen. Allerdings haben wir noch nicht wirklich Hunger sondern machen erst noch einen Abstecher nach San Blas. Dieses Quartier leigt an einem weiteren Hügel an welche sich Cusco schmiegt. Früher gab es dort vorallem Drogensüchtige und Strassenhunde, heute wird es immer mehr zum hippen Viertel mit neuen Hostals und vielen Touris. SO ganz ist der Wechsel aber noch nicht vollzogen. Die Kirche und die Plaza sind ziemlich hübsch mit Brunnen, die Häuser sind auf etwas hipstrige Art neu gestrichen und haben Schilder mit „Veganes Essen“ oder „Ökohostal“ aufgehängt. 2 Strassen weiter stinkt es aber nach Pisse und Strassenhunde streunen umher. Wir bleiben also nur kurz, steigen noch auf den etwas höheren AUssichtspunkt und dann geht es doch wieder ins Zentrum um etwas Essbares zu finden.


Wir streifen einfach ein wenig durch Cusco, kommen an verschiedenen Inkatätten vorbei und bewundern die Fndamente welche die Spanier damals nicht zerstört hatten. Auch am 12Eckigen Stein kommen wir vorbei. Schlussendlich setzten wiruns noch zu einer Agency um unsere Tours für die nächsten 2 Tage zu buchen. Roberto wird morgen für 2 Tage zum Machu Picchu fahren welchen er noch nicht kennt. Als Peruaner kommt er da einiges günstiger weg als ich und da ich die Inkastadt schon kenne werde ich mich diese 2 Tage anderweitig vertun. Morgen gehts ins Valle Sur, also ins südliche Tal von Cusco und am Freitag dann zu den Montanas de 7 colores (REgenbogenberge).
Auf dem Heimweg zum Hostal kommen wir wieder am San PEdro MArkt vorbei. Auf dem kleinen Platz davor tanzen eine Gruppe Mädchen und wir sehen ein paar Minuten zu. DAnn fallen mir grosse Bambusgestelle am anderen Ende des Platzes vor der San PEdro Kirche auf. Was genau soll das sein?? Feuerwerk, meint Roberto. Und tatsächlich sind verschiednen LEute daran das Holzgestell mit kleinen Fackeln und RAgeten auszustatten. Auf Anfrage heisst es in einer halben Stunde werde man sie zünden. Das muss ich sehen!! ALso stellen wir uns zu den anderen Touristen und warten. Es wird eine sehr peruanische halbe Stunde… Langsam kriecht die kälte die Beine heruaf. Aber zumindest ist immernoch eine Gruppe am tanzen und eine Band speilt nun auf der Treppe vor der Kirche. Roberto kennt fast jedes Lied. Dann endlich nach etwas mehr als 1h ist es soweit. Das Feuerwek beginnt. Bei jedem Turm hängen verschiedene Zünder hinab welche iner nach dem anderen angezündet werden. Dann kracht un chlöpft es gewaltig und ein Teil der Räder, Sterne oder Seiten des Turms begint zu leuchte, zu drehen und Feuer zu speihen. Juhu lueg amool, wie cool isch das dennn!!
Da drei solche Türme hrumstehen geht das ganze gute 30min. Ich freue mich wie ein Kind, und es hat viele Kinder hier also ich bin genau gleich am herumhüpfen. Ein paar Raketen werden noch abgeschossen. Nur check ich nicht ganz wofür man das ganze veranstaltet, aber es wird wohl für irgend einen heiligen sein. Die Band spielt mit langer Puste durch das ganze Spektakel. Danach ist mir kalt und es ist zeit zu schlafen. Wir haben schliesslich beide grosse Sachen vor die nächsten Tage.



























































Weiter gehts zur Plaza de Soledad wo wir ein Tour-Büro finden welches im Reiseführer angepriesen wurde. Es gibt einen solchen Überfluss an Touranbieter dass es einem sturm werden kann und man nicht weiss wo man anfangen soll zu buchen. Wir haben aber richtig gewählt und entscheiden uns gleich am nächsten Tag zur wahrscheinlich bekanntesten Naturattraktion des Parque Nacional Huascaran zu fahren: der Laguna 69. Für heute wird uns der Mirador (Aussichtspunkt) empfohlen und ein kurzer Ausflug nach Wilkahuain, einer Wari-Ruine.
Beim Abstieg meint Roberto er habe Hunger, es ist ja auch schon 13:30. Ich selbst bin noch pappsatt vom Zmorge und geniesse meinen Ananasshake währned Roberto ein MEnu zerdrückt. Keine Ahnung wie der Mann so dünn sein kann…?! Weiter im Takt geht es in der Calle Cajamarca wo die Microtaxis zu Wilkahuain losfahren. Wir dürfen vorne einsteigen da ich hinten die Beine gar nicht zwischen die Sitze bringe. Der VW Bus macht mir ein wenig Angst, er sieht aus und tönt als würde er gleich auseinaderfallen. Die Beifahrertür kann nur noch von aussen geöffnet werden und innen im HAndschuhfach klirren lose Schrauben von denen ich nicht wissen will wo sie überall fehlen. Gottseidank bin ich schon das erste Mal müde (die Höhe macht sich bemerkbar) und wache erst auf als Robertos Kopf an meinen stösst als er auch eindöst und wir beide fast aus dem Fenster fallen. Da sind wir aber gleich am Ziel. Die Gegend ist geprägt von den angepflanzten Eukalyptusbäumen, Mais und Weizen. Die Wilkahuain Ruinen liegen gleich am Rand eines Centro Poblado (Bevölkertes Zentrum, ein sehr kleines Dorf). Es ist jetzt nicht total überragend, aber man sieht eine sogenannte Chullpa, also ein Grabhaus mit zwei Stöcken in denen man neben den Mumien auch Gefässe, Schmuk und Werkzeuge der Wari gefunden hat. Das ganze ist ca. 1300-1000 Jahre alt.
Nach der Besichtigung wird uns gesagt es gäbe noch weitere Chullpas etwas höher oben, 10min zu Fuss. Wir verpassen aber offensichtlich den Abzweiger (Signale wären nicht schlecht…) und geraten auf einen Wanderweg der gerade den Berg hinaufführt. So steigen wir bis zu einem kleinen Aussichtspunkt hinauf und sehen uns ein wenig die Landschaft an. Auch hier wieder, die Sonne ist ein genuss, auch wenn ich den Sonnenbrand schon spüren kann…
Nachdem wir zurück bei den Ruinen ankommen müssen wir etwas warten da am späten Nachmittag nichtmehr viele Kombis den Weg bis ins Centro Poblado hinauffinden. Wir suchen einen Kiosk. Viele Leute hier leben von der Landwirtschaft. Die Frauen tragen ihre typische Cholita-Tracht: Farbige Röcke und einen hohen, breitkrempigen Hut. Vom Reiseführer her weiss ich, das hier schon Touristen ausgeraubt wurden, aber mit Roberto getraue ich mich viel mehr. Er ist sich die dreckigen Strassen aus Villa Rica und den Communitites gewohnt. Dann schnappen wir uns ein Micro und fahren zurück in die Stadt wo wir im Markt Essen für die morgige Wanderung einkaufen gehen. Dann wollen wir beide eher früh ins Bett da wir von der Höhe ziemlich erschöpft sind und wir morgen auch sehr früh aus den Federn müssen, Abholung ist um 4:40.

























