Nach all unseren Tours ist es richtig angenehm mal einen Tag „frei“ zu haben. Roberto und ich schlendern durch die Feria (Markt) in Rurre, geniessen köstliche Wassermelone, schauen uns Kunst und Krempel an und machen einen kleinen Bootsausflug zum anderen Ufer ins Dorf Buenavista. Dort hören wir uns die Band auf der Plaza an die mit jedem Bier welches die Sänger trinken besser wird.


Am nächsten Tag beginnt die lange Rückreise. Unser FLieger geht um 11Uhr vom FLughafen Rurre nach La Paz. Der FLughafen ist so klein dass man ihn gar nicht als solcher erkennt. Es ist einfach eine Hütte mit zwei Zimmern die als Wartesääle bei Abflug oder Ankunft dienen. Der Flieger ist ein kleines Propellerflugzeug welches riesigen Lärm macht beim abheben. Wir sehen zu wie der Dschungel unter uns durchzieht, sehen den Fluss Beni auf welchem wir hergekommen sind. Langsam wird das grün lockerer und die Bergspitzen höher.

Nach ca. 40min landen wir auf 4000müM in La Paz. Es ist erstmal einfach nur kalt. Ein Taxi bringt uns an den Terminal wo wir 3h auf den nächsten Bus nach Cusco warten. Wir essen etwas und kaufen Wasser. Ich habe etwas Kopfweh, kein Wunder nach diesem Höenwechsel. Dann gehts in den Bus. Wir sehen uns NEtflixserien an bis wir nach ca. 4h an der Grenze ankommen. Es sit schon spät, 7Uhr und im Komplex in Desaguadero hat es keine anderen Leute. Die Aus- und wieder Einreise nach Peru ist in 20min passiert, es geht zurück in den Bus. Nun ist es schon dunkel und ich versuche etwas zu schlafen.
Frühmorgen sum 5Uhr kommen wir in Cusco an. Verpennt steigen wir aus und suchen schleunigst unser Hostel wo wir weiterschlafen können. Ein Bett ist einfach tausendmal besser als ein noch so bequemer Bussessel. Den Tag durch versuchen wir einen Flug nach Lima zu kriegen, was sich als etwas schwierig herausstellt weil Latam Probleme mit VIsakarten hat. So renne ich sicher 3mal zwischen dem Office und dem Hostel hin und her bis die Bezahlung dann mit MAstercard klappt. Wir gehen zur Bank und machen ein paar Besorgungen.
Um 5Uhr ungefähr machen wir uns auf richtung Kirche San Cristobal. Eine Strasse weiter unten Hat Tamara ihr Hostal. Sie ist gerade zur gleichen Zeit hier in Peru bevor sie nach Ecuador weiterfliegt und natürlich müssen wir uns sehen!! Der Aufstieg zur Unterkunft killt uns fast, jetzt ist nichts mehr mit an die Höhe angepasst sein. Dafür empfängt uns Tamara mit offenen Armen. Wir suchen uns ein gutes Restaurant und quatschen den ganzen Abend. Danach einen kurzer Verdauungsspaziergang an die Plaza um noch eine Glace zu essen bevor wir uns verabschieden müssen.
Roberto und ich übernachten nochmal in Cusco, am nächsten Tag fliegen wir am morgen nach Lima. Dort muss ich dringendst neue Hosen kaufen, Roberto sucht einen neuen Rucksack. Am Abend steigen wir in den nächsten Nachtbus nach Villa Rica. Ich schlafe keine Sekunde, der Bus ist kalt, ich habe eine verstopfte Nase, mein MAgen rumort. Ich bin sehr froh jetzt bald irgendwo zu sein wo ich ein paar Leute kenne und wo ich ein wenig bleiben kann.
Der Bus fährt bis La Merced, im Direktbus hatte es leider keinen Platz mehr. So steigen wir nach fast 10langen Stunden dort aus um zu Frühstücken. Wir sind beide etwas still, wir wissen dass dies nun das Ende unserer gemeinsamen Ferien ist. Es ist sehr gut möglich dass ich Roberto heute das letzte mal sehe bevor ich ganz zurück in die Schweiz fliege. Das ist schwierig und tut etwas weh. Aber andererseits hatten wir eine ganz tolle Zeit zusammen und das ist was zählt.
Ein weiters Auto bringt uns in 1h nach Villa Rica. Roberto steigt am Dorfeingang beim Haus seiner Eltern aus und ich muss Abschied nehmen. Danach bin ich leicht deprimiert und will eigentlich nur noch schlafen, auch wenn es erst 9Uhr morgens ist. In Villa Rica quartiere ich mich in einem der Hostels ein und mache genau das, einfach schlafen. Erst am Nachmittag kann ich mich aufraffen um rauszugehen. Da steigt meine LAune aber deutlich und schnell an. Ich besuche als erstes unser „Stammlokal“, das Cafe Dolce Peccato wo ich Sylvia treffe. Wir unterhalten uns eine Weile, dann gehe ich weiter zum Kleiderladen von Carlos wo ich ebenfalls freudig empfangen werde. Am Abend esse ich mit Andre und seinen Kollegen Znacht. Es ist soo cool, alle diese Leute wieder zu sehen!
Angekommen am Donnerstag bleibe ich bis am Montag in Villa Rica. Am Freitag ist ein kleines Fest im Office von Desco. Kike und Isha erwarten ein Kind und wie es hier tradition ist veranstalten ihre Freunde für sie einen Baby SHower. Isha ist hochschwanger, der kleine Lucas soll in 2 Wochen schon auf die Welt kommen. Roberto hat mir in Lima geholfen ein Geschenk zusammenzustellen, Babyschmapoo, Tücher, ein SPielzeug. Die anderen haben zusammengelegt für unter anderem Kleider, Windeln und sogar einen Buggy. Ich kann so alle meine Freunde von Desco auf einmal wiedersehen. DOn Luis, der Chefe, Kike und Isha natürlich, Nilton und sogar Vanesa kommt auf einen kurzen besuch vorbei. Sie arbeitet in einem anderen Projekt von dEsco in Pangoa, 8h weiter in der Selva. Das ganze ist sehr emotional für mich, ausserdem wird wild durcheinandergeredet, viele haben ish auch sonst schon länger nicht mehr gesehen, der Abend ist für mich sehr anstrengend vom Spanisch her. Aber es ist toll. Roberto rennt in Uniform kurz 5min vorbei um zu gratulieren. Vanesa hat ein paar SPiele vorbereitet und so wird den ganzen Abend bis spät in die Nacht gelacht, gegessen und getrunken.


Das Wochenende geht dann so weiter. Vanesa muss schon am Samstag morgen früh wieder nach Hause, ich habe nur kurz Zeit um mich zu verabschieden. Ich treffe mich aber dann mit ihrem freundeskreis etwas später. Jennifer geht mit mir Abendessen, dann sehen wir uns einen Volleymath von Carlos an. Später finde ich mich mit der Gruppe beim Karaoke und in der Disco wieder. Am Sonntag abend bin ich zum essen bei LEidy eingealden und den Tag verbringe ich mit Danitza und JEnnifer bei einem Ausflug zu den Catarratas del Leon.






Alles in allem bin ich super happy wieder hier zu sein. Vieles ist wie früher, aber nicht alles. Die Plaza ist nun offen, die war bei meinem letzten Aufenthat immer gesperrt wegen Bauarbeiten. Dafür sind nun alle Trottoirs aufgerissen und werden neu gemacht. Allerdings eher langsam, deshalb ist es ein wenig mühsam immer den Baustellen auszuweichen. Die Regenzeit nimmt genau am Tag meiner Ankunt ihren Anfang und es ist immer mal wieder feucht und Sandig, so wie ich es in Errinnerung habe.



Francois, der Schweizer der hier sein Restaurant Copaxa führt gehe ich auch noch besuchen und er lädt mich auf eine Portion Zürigschnätzlets mit Spätzli ein. Himmlisch!! Wir reden mehrere Stunden und ich lerne sein neues Haustier, ein Tigrillo kennen.


Am Montag kann ich mich dann auch offiziell für die Uni in Glasgow einschreiben da ich den Computer von Nilton kurz ausleihen darf. Das langsame Internet bringt mich zwar wie früher fast auf die Palme aber nach 2h ist alles erledigt. Dann bringe ich ein paar SAchen von Roberto welche noch in meinem Koffer liegen geblieben sind zum Militärquartel. Da befällt mich wieder etwas die Traurigkeit, aber schlussenldich wussten wir beide dass wir uns wieder trennen müssen. Ich werde ihm von meinen weiteren Reisen schreiben, und vielleicht vielleicht sehen wir uns im Dezember in Lima noch ein letztes mal.
Dann fuhre ich meinen grossen Koffer zu Desco ins Office und lasse mich nach dem Zmittag zum Terminal fahren. Ich möchte nämlich einen kurzen Ausflug von 2Tagen nach Pozuzo machen, der ursprünglichen deutsch-österreichischen Kolonie Perus.
Insgesamt sind wir 6 Personen plus 2 Kinder die im Selben Boot sitzen. Essen, Gas und Rucksäcke werden eingeladen. Dann gehts los, auf den Weg zu unserer Lodge. Der Fluss führt momentan sehr wenig Wasser und die Tiere kommen so näher an das Boot heran. In den ersten 10minuten schon sehen wir tonnenweise Kaimane, die Grösse reicht von 20cm zu ca. 4m. Auch Kapybaras hat es viele, oft mit Jungtieren. Die sind soo süss 😀 Weiter zu sehen auf unserer FLusssfahrt sind Schildkröten, Fischreiher, Eisvögel, Shanshos (Hoatzine auf Deutsch) und sogar eine Horde kleiner Affen 😀



Nach ca. 2h kommen wir in einer Kurve zu einem etwas grösseren Becken des Flusses. Und bald sehen wir die Rücken der rosaroten Flussdelfine! Ca.5 Stück schwimmt im braunen Wasser umher. Hier dürfen wir schwimmen gehen meint Samir. Es ist zwar etwas ein ungemütlicher Gedanke in dasselbe Wasser zu steigen in dem wir zuvor hunderte Kaimane gesehen haben, aber die sollen ja nicht aggressiv sein. Ausserdem vertragen sie sich nichtso gut mit den Delfinen. Die Mehrheit getraut sich also ins sehr warme NAss zu springen. Roberto bleibt im Boot, er ist Wasser gegenüber eher skeptisch und schwimmt auch nicht so gut. ICh und REa, eine weitere Schweizerin, schwimmen voraus richtung Delfin. Ahh etwas berührt mein Bein! Der Delfin will wohl mit uns spielen, allerdings ist er sehr schnell auch wieder weg. Als mehr Leute kommen bleiben die Tiere eher weg vom Pulk. Nach der Nachmitagshitze ist der Fluss grossartig, auch wenn er so warm ist, dass es schon fast keine Abkühlung mehr darstellt. Auch Roberto und Carolina, die beiden letzten im Boot verbliebenen kommen noch zur erfrischung da die CHilenin sich zu weit herauslehnt und knallhart ins Wasser fällt. Roberto geht sie „retten“ (das Wasser ist nur Knietief am Rand, also niemand war in gefahr zu ertrinken). Dann steigen alle wieder ins Boot und Samir gibt ein wenig Gas sodas wir ca. Eine halbe Stunde später bei der Lodge ankommen. Wir beziehen unsere Hüttchen welche alle durch Holzstege verbunden sind, erfreuen uns an Max, dem herumtollenden Hundewelpen, und sitzen um 7Uhr alle zu Tisch für ein wunderbares Znacht.
Fürs Abendprogramm nimmt uns Samir dann nochmals mit aufs Boot um die Glühwürmchen zu beobachten welche kleine Blitzgewitter in den Bäumen am Flussufer veranstalten. Wir hören die Vögel um die besten Schlafplätze streiten, sehen Fledermäuse herumsausen und zählen in 3min mehr als 200 Kaimane welche mit roten Augen ins Taschenlampenlicht blinzeln. Dann ist feierabend und alle gehen schlafen.
Der Sumpf ist manchmal so tief dass ich den Fuss fast nicht mehr herausziehen kann. Die Kinder leiden ein wenig, es ist ziemlich anstrengen und zu allem übel wird der Junge auch noch von einer Wespe gestochen. Allerdings hören wir kein Wort Beschwerde von den zweien.
In ca. 3h umrunden wir den See, eine Anakonda können wir aber leider nicht finden… schaade, aber der Ausflug war auf alle Fälle sehr spannend! Wir fahren zurück zur Lodge um zu duschen (ich habe 2 volle Liter Wasser getrunken, die Sonne ist sehr stark!) und ZMittag zu essen. Dann gibt es eine kleine Ruhepause um in die Hängematten zu liegen und Siesta zu machen. Ich bleib mit Rea am Tisch sitzen und rede mit ihr über Gott und die Welt. Sie hat in Cali, Kolumbien ein Praktikum gemacht , wovon sie mir mit herzblut erzählt und natürlich gibt sie mir auch noch Tipps für meine weitere Reise. In der Schweiz arbeitete sie für die CS bevor sie sich entschieden hat noch etwas anderes zu machen vor 30.
Beim Znacht ein paar Stunden später dürfen wir dann auch wirklich unseren Fang probieren. Und sie schmecken wirklich gut! Roberto ist glücklich weil er von der gesamten Gruppe die Fischaugen bekommt 😛




























































































