Cholitas Wrestling

Mag ich Wrestling? Nöö, damit hab ich eignentlich gar nichts am Hut. ISt es Unterhaltend? I guess…? Ist es unterhlatend wenn Frauen in weiten Röcken in einem Ring so tun als würden sie sich verprügeln? Jaa, und wie! 😛

Eine der lutigsten und wohl eigentümlichsten Touren welche man in La PAz machen kann ist wohl das CHolitas Wrestling. ICh habe euch ja im letzten Beitrag (City Tour la Paz) schon erklärt dass die Aymara-Frauen mit ihren grossen weiten Röcken (Polleras) Cholitas genannt werden. Es wurde nun hier in La Paz (aus wlechen Gründen auch immer) ein Sport, dass sich junge CHolitas in Kampfarenen verprügeln. Oder zumindest so tun, beim Wrestling ist ja alles nur Show. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Cholitas Wrestling ist nicht nur eine Touristenattraktion sondern etwas auf das die Bevölkerung voll abfährt. Allerdings sind die öffentlichen Shows nur am Sonntag, wir müssen uns mit einer Touri-Variante zufriedengeben.

Wir werden um 4Uhr abgeholt und fahren mit andren Touristen die aus Kanada, Australien, Portugal und England kommen nach El Alto zu einem Cholet (verbindung aus Cholita & Chalet). Diese Häuser sind immer sehr farbig, sowohl aussen wie auch innen, viele wurden von einem bolivianischen Archtiekten entworfen der vielleicht berühmt ist (?) den NAmen konnte ich mir aber nicht merken.

Im CHolet hat es schon einige Leute (wie gesagt alles Touristen, aber immerhin). In dER mitte steht der Ring, runderherum und in der erste Etage hat es Sitzplätze. Wir kriegen Popkorn und etwas zu trinken. Musik dröhnt und Lichtblitze errinnern mich an die wenigen Ausschnitte eines Wrestlingkampfes die ich in meinem LEben gesehen habe. Ehrlich, ich habe keine Ahnung was mich in den nächsten 2h erwartet.

Dann geht es los. Kampf Nummer 1 wird angekündigt. Uns wurde shcon gesagt dass der erste Kampf unter Männer sein wird. Die Kämpfer werden vorgestellt, der SPeaker ist aber so laut und das Mikro so schlecht dass ich nur die Hälfte verstehe. Die Jungs kommen in Leder oder Leggins auf die Bühne, machen eine SHow draus sich erstmal zu provozieren. Dann kommt der Schiri und der „Kampf“ beginnt. Es wird herumgeschrauen, herumgesprungen und rückwärts auf die Bühne geknallt. Ehrlich, esist ziemlich lustig, weil total übertrieben.

Aber so richtig toll wird es dann ab Runde 2 (fragt mich nicht wer rund 1 gewonnen hat…?). Da kommen jetzt nämlich die Cholitas. JEde wrid einzeln angekündigt und darf mit SChaal und Hut, wie es sein muss in die Arena spazieren. Hübsch geschminkt und hergerichtet. Dann wird der Schaal und der Hut abgesetzt. Die Damen steigen auf die Abtrennungsseile und wollen bejubelt werden. DAs Publikum macht nett mit, ich kann mir aber vorstellen dass während der öffentlichen SHows die Höee los ist haha. Meist wird 2 gegen 2 gekämpft, manchmal mischt sich der Schiedsrichter ein, es wird herumgebrüllt, einen Schiedsrichter wechsel verlangt auf den das Publikum reagieren soll. Die Frauen werfen sich mit den gesamten 7 Lagen an rücken gegeneienander, die herumfleigenden Farben sehen aus wie Kämpfende Blumen. Sie springen von den Eckpfosten, der Boden kracht ziemlich laut, es ist ein grossartiges Tohuwabohu. Ich kriege mich nicht mehr ein vor lachen, habe selten sowas unterhaltsames gesehen. Es sieht auch sehr schön aus mit all der Spitze und Seide und Farben die schon fast ineinander verschwimmen. Lange Haare fliegen herum. Und das 2h lang. Dann lassen sich alle Cholitas wohlbehalten nochmals auf der Bühne zeigen. Diese Frauen müssen es sehr lieben im Mittelpunkt zu stehen. Auch sieht man dass da einige Übung hinter den Stunts steckt. Es wird sich überschlagen und auch Fallen muss geübt sein damit man sich nichts bricht. ZT hechten sie von der Bühne auf den Boden oder fallen auch übereinander auf einen unübersichtlichen Haufen. Das alles will geübt und kontrolliert sein, sonst gibt es Verletzte. Das Publikum hatte sich im Laufe der Show aufgewärmt und spendet lauten Applaus, kreischt, buht und johlt lautstark.

Das war wohl mal crazy Shit haha! Wie ihr seht, ich war ziemlich begeistert. Als wir nach dem ganzen Trubel wieder im Bus runter nach La Paz sitzen fühle ich mich auch etwas abgekämpft vom vielen Zusehen und herumschreien. Sehr empfelhlenswert, falls ihr mal in La Paz seit, lasst euch die kämpfenden Power-Cholitas nicht entgehen!

City Tour La Paz

Der Beste WEg um eine Stadt besser kennenzulernen ist wohl eine City Tour. Unsere beginnt um 11Uhr auf der Plaza San Pedro. Zuvor gibts ein wudnerbares Frühstück mit Pnacakes und Fruchtsalat. Dann sind wir bereit 2.5h zuzuhören. Mary und Daniel von der Red Hat Walking Tours sind auf dem Plaz nicht zu übersehen. Die Tour ist heute auf englisch, da ausser Roberto niemand spanisch wünscht. Heisst, ich werde versuchen zu übersetzen. Als erstes sprechen unsere Guides vom Gefängnis San Pedro welches gleich an die Plaza grenzt. Das spezielle an diesem Gefängnis ist, dass es von den Insassen selber geführt wird. Es gibt keien Guards innerhalb der Mauern, nur ausserhalb damit keiner entwischt. Kleinkriminelle werden da hineingesteckt, oft wegen Drogendelikten. Es gibt 8 verschiedene Abteilungen in denen man sich Zellen mieten kann, von Reich (Flatscreen, Pool, Queensizebett) bis arm (Pritsche I guess?). Alle Insassen ahben Jobs innerhalb des Gefängnisses. Unter anderem als „Taxi“. Wenn LEute etwas von einem Häftling wollen können sie ein Taxi schicken um ihn ans Tor zu kriegen, denn es sit gefährlich ins Gefängniss reinzugehen (Da keine Polizei, wie schon gehört). Köche, Schuster, Reinigungsstaff, es braucht vieles in einer STadt innerhalb eienr STadt. Trotz allem machen das Geld vor allem die Drogenschmuggler. Es gibt Insassen die mit ihren Familien im Gefäfniss leben und deren Familienangehörige dürfen einmal am Tag raus und wieder rein. So kommt Rohsubstanz von Kokain ins Gefängnis wo sie es verarbeiten und der „Zucker“ wieder raus. Eine weitere STrategie ist das Pulver in Windeln abzufüllen und diese über die Mauer zu werfen, wo ein Empfänger auf das Packet wartet. Also in der gegend von San Pedro nie Windeln vm Boden auflesen.

Zweite Station ist der Markt Rodriguez. Hier werden Gemüse, früchte, Fleisch, Käse und alles andere Essbare feilgeboten. Usn wird erklärt dass man normalerweise zu seiner „Casera“ geht, also der Frau bei welcher man immer Gemüse kauft. Kennt sie einem irgendwann gibt ess bald eine Yapa, einen Zuschlag. Der Preis für die Ware wird nie verhandlet aber man kann nich der Yapa fragen und kriegt ein paar Orangen gratis dazu. Aber wehe die Casera sieht dass man bei jemand anderem Fremdkauft, das geht gar nicht. Dann kriegt man höchstens eine faule Tomate an den Kopf.

Weiter erklären uns MAry und Daniel die Kleider der einheimischen Frauen. Sie gehören zu der Ethnie Aymara und werden Cholitas genannt. Dies bezeichnet die Frauen mit langen, zu Zöpfen geflochtenen Haaren, mit langen weiten Röcken udn farbenfrohen SChaals, Hüte und Tragdecken. Die beiden Zöpfe werden oft hinten mit einem Schmuck zusammengebunden von dem weitere farbige Zotteln baumeln. Das soll das Haar noch länger erschienen lassen denn das ist ein zeichen von Weisheit. Der Weite Rock soll die Hüften betonen, breite Hüften stehen für Fruchtbarkeit. Cholitas sind in der regel breit und kräftig gebaut und dass soll auch so sein. Eine Cholita muss starks ien um Kind und Verkausfprodukte tragen zu können auf einer höhe von fast 4000müM. In La Paz trägt man ausserdem einen eher langen Rock, die Pollera wie dieser genannt wird, uma uch die Waden zu verdecken welche als sehr sexy gelten. Der Hut rundet das Outfit ab, auch wenn dieser erst mit den Engländern ins Land gekommen ist. Viele Cholitas tragen einen Hut wie Charlie Chaplin. Die Engländer wollten nmlich anscheinend Hüte einschiffe, verschickten aber die flaschen grössen, die Hüte waren zu klein. Also versuchte ein findiger Verkäufer diese den Einheimischen Frauen anzudrehen und verkaufte den zu kleinen Hut als hip und chic. So kam als also (zumindest dem Hörensagen nach) dass die Cholitas in La Paz nun Charlie Chaplin hüte tragen weil die Engländer eine flasche Bestellung aufgaben.

Der nächste Stopp ist gleich bei unserem Hostel, der Hexenmarkt durch den wir gestern schon kurz durchgewandert sind. Es sind nur ca. 10 Stände, Daniel meint in El Alto gibt es noch eine viel grössere Ausgabe davon. Die Cholitas hier verkaufen alles was man braucht um eine Ofrenda, also eine Opfergabe, für die Pachamamma, die Mutter Erde, zu machen. Dazu gehören Cocablätter und andere Pflanzen, Alkohol, Zucker und eben auch tote Babyaplakas oder Alpaka-Föten. Diese werden getrocknet und geben dem ganzen einen ziemlich morbiden Beiklang. Daniel erklärt uns aber dass alle diese Tiere einen natürlichen tot sterben müssen um von nutzen zu sein, also zumindest werden keine Alpakas getötet.

Was er uns aber dann erzählt lässt der ganzen Gruppe die Haare zu berge stehen… Es gibt zwei arten der Opfergaben für Pachamamma: eine um von ihr etwas zu erbitten, und eine um ihr zu danken. Um zu bitten braucht man nun eben die Alpakas sowie Coca, alkohol und Zucker. Die farbigen Zuckerbarren haben auch extra veschiedene Formen um auch genau zu sagen was man will (Haus, Auto, Kind usw.). OFt werden Opferkörbe unter Häuser vergraben um zu bitten dass sie nicht einstürzen. Was aber, wenn man jetzt zB ein grosses HAus oder eine Brücke oder ähnliches bauen will? Da reicht ein getrockentes Babyalpaka nicht mehr. Daniel erzählt uns also Detailgetreu wie die Priester manchmal zu den Obdachlosen gehen und ihnen Essen und Alkohol anbieten, sie zeuckeln um mitzukommen zum Ort des Baus, wo sie teil eines grossen festes sein können. Wenn sie total betrunken irgendwo einschlafen werde dann der Körper in ein Loch gelegt welches ausgebettet ist mit Kokablätter und der noch lebende MEnsch einbetoniert. Dass wäre dann die Opfergabe an Pachamamma. Das ist natürlich heute total verboten, aber Daniel meint er sei sicher das gäbe es noch und nein, dies ist kein Witz… Wir sind alle eher mehr als weniger verstört und Daniel meint dann nur man solle in La Paz nicht so viel trinken im Ausgang dass man auf der STrasse liegenbleibt… Hahaha, nicht witzig…?!

Weiter geht die Reise durch den Mercado artesanal wo man alle möglichen Souvenirs kaufen kann in den schönsten Farben. Auch sind viele MAuern butn bemahlt. Das hilft um die rabenschwarzen Geschichten etwas zu vergessen.

Von dort geht es zur Plaza San Francisco mit seiner gleichnamigen Kirche. Hier werden wir darüber aufgeklärt wie die Spanier versuchten die Aymaras zu bekehren. Mitten durch La Paz fliesst en Bach, auf der Nordseite war die Spanierseite und auf der Südseite die seite der Einheimischen. Hier errichteten die Conquistadores die Kirche San francisco. NEben klar christlichen Darstellungen von San francisco oder Fresken wie Traben sehen wir hier auch die Gravur eiens SChamanen der Koka isst in der Fassade, oder auch eine nackte Frau welche die PAchamamma darstellen soll, welche eine Blume gebährt. So sollten die Aymaras sich besser representiert fühlen und auch die Gottesdienste besuchen kommen. Dies funktionierte aber rein gar nicht, die Ayamaras hatten ihre eigenen Traditionen und wollten diese nicht für ein grosses kaltes Gewölbe aufgeben. Da mussten sich die Spanier etwas anderes einfallen lassen. Nun war es so, dass die Aymaras an eine Seele glaubten. Zb wenn man viel Angst fühlt und das Adrenalin durch den Körper fliesst, da dachten die Aymaras dass dieses Gefühl beutet dass die Seele den Körper verlässt. Um sie zurückzurufen musste man dreimal seinen eigenen Namen und „Komm zurück“ rufen. Das sahen die Spanier und schüttelten den Kopf. Sie fragten die Einheimischen ob sie jemals eine Seele gesehen hätten. Natürlich hatten sie nicht. Da luden die Spanier die Ayamara in die Kirche ein, denn da sässen die Seelen. In der Kathedrale stellten sie Spiegel auf, etwas was die Einhiemischen nicht kannten, und erzählten ihnen nun dass dies ihre Seele sei. WEnns ie nicht in die Kirche kämen um zu beten würde diese Seele niemals zu ihnen zurückkehren sondern in die Hölle fahren. Damit erriechten sie, dass die meisten UReinwohner der Gegend La Paz den Weg in die Kirche fanden.

Die Führung dauert nun schon über 1h, so ist es Zeit für eine kleine Erfrischung Die finden wir gleich neben der Plaza San Francisco im überdachten Markt wo es neben Essensständen auch Saftund Snacks gibt. Roberto und ich kreigen einen ganzen Liter Ananas- bzw. Erdbeerensaft, das war dan wohl mein Zmittag.

Weiter geht es durch die Hauptgasse der Fussgänger mit vielen grossen SHops zum Regierungsdistrikt. Die Plaza Murillos ist der eigenltiche HAuptplatz von La Paz. Dafür ist er eher klein, vor allem wenn man ihn mit den grossen majestätischen Plazas von Lima vergleicht. Hier steht das Nationalmuseum, der PRäsidentensitz, sowie das Parlament. Mary und Daniel sprechen über einige der vergangenen 88 (!) Präsidenten Bolivias. Einen der wenigen Guten (wie sie sagen, sorry NAme war lang) verscherzte es sich bei einer Gesetzesänderung mit den Reichen, worauf diese eine Horde AYmaras bezahlten um ihn zu töten. Sie drangen in den Palast ein wo sich der Präsident in einem Kleiderschrank versteckte. Sie versuchten ihn zu erschlagen, aber der ehemalige Militär war gross und stark, also warfen sie ihn vom Balkon, schossen dreimal auf ihn und er lebte noch immer. Daraufhin wurde er an Pferden einmal um die Plaza geschleift und danach an einem LAternenpfahl, der heute noch steht, aufgehängt. Als dann aber sein Nachfolger eine riesen KAtastrophe war realisierten die Reichen dass sie wohl einen Fehler begangen hatten udn errichteten ein Mahnmal für den getöteten Präsidenten. The most akward momument in hsitory, wie Daniel meinte.

Ein anderer Präsident mit dem übernamen „El Gringo“ (Der Ausländer) war Amerikanischer-Bolivianischer Doppelbürger und konnte nichtmal richtig Spanisch. Er erhöhte die Steuern aufs Grundeinkommen, machte so ein Vermögen welches er dann vor seiner Absetzutung wegen riesigen Protestmärschen in La Paz stahl, in die USA brachte und dort in eine Villa Ivestierte wo er heute noch lebt. Eine Ausführung ist schwierig da er ebenfalls Bürger der USA ist und viele Bolivianer müssen damit leben, dass man sie bestohlen hat und sie niemals Gerechtigkeit erfahren werden.

Weiter bemerkenswert ist die Uhr des Regierungsgebäudes, die Zahlen sind nämlich gegen den Uhrzeigersinn aufgemahlt und die Uhr läuft somit eigentlich rückwärts. Dies ist ein werk Evo Marles‘ welcher meinte es sei Zeit dass Bolivia seiner eigenen Zeit folge anstatt dem Diktat anderer STaaten (der USA).

Am Präsidenten palast hängen 3 Fahnen. Die Fahne Bolivias, die sehr Fahne der gesammelten einhiemischen Ethnien Bolivias welche ein farbiges Schachbrettmuster zeigt, sowie eine blaue Fahne welche die Hoffnung Boliviens verkörpert eines Tages wieder zugang zum Meer zu haben. Chile hatte im Krieg gegen Peru und Bolivien einiges LAnd dazugewonnen (heutiges Arica) welches der Hafen Boliviens gewesen war. Man hatte versucht gerichtlich dagegen vorzugehen, der Prozess ging aber verloren. Heute bleibt also nur noch die schwache Hoffnung.

Noch eine letzte Station fehlt in der heuteigen City Tour. In einem Restaurant dürfen wir den bolivianischen NAtionalschnaps probieren (ähnlich wie Pisco in Peru) und hören noch etwas mehr über Evo Morales. Im Oktober sind Wahlen in Bolivien und deshalb ist es etwas heikel auf der STrasse über Politik zu sprechen. Es gibt viele Leute für die Morales einiges getan hat, vor allem auch für die Einheimischen. Er sit aber auch sehr umstritten, vor allem wegen einer Gesetztesänderung welche es ihm erlaubt sich nicht nur 1x wieder wählen zu lassen, sondern so viel er will. Dafür kündete er in der Vergangenheit extra ein Referendum an über welches national abgestimmt wurde und welches er VERLOR mit ca. 51% NEIN-Stimmen. Darüber war es sehr verärgert und kündete gleich ein neues Referendum an „damit sich die LEute besser entscheiden können“. Dies macht seinen angeblichen Respekt gegenüber der Demokratie natürlich zunichte. Ausserdem ist er bekannt für Aussagen wie „Hühnchen essen macht schwul“ oder „Die bolivianischen frauen sollten Kinder kriegen, nicht arbeiten“. Daniel meint dass er oft redet bevor er denkt. Es gibt sogar schon Bücher mit seinen lustigen oder eben halt weniger lustigen Zitaten. Insgesamt ist die politische Situation gerade sehr aufgeheitzt und es wird spannend zu sehen was im Oktober heruaskommt. Die Chancen sind gross dass es wahlfälschungen geben wird, da man vermutet/weiss dass Morales schon zuvor betrogen hat. Er folt mit seinen Tricks und Gehabe der Linie von Maduro in Venezuela, was vielen Einwohnern Bolivias Angst macht.

Das wars dann mit der City Tour. Viele Informationen ,se hr gut vorgetragen, ich bin beeidnruckt. Ich musste zwar immer mal wieder für Roberto übersetzten aber das ging ganz gut. Danach muss ich aber eine Pause haben und auch Roberto muss ausruhen. Ihm geht es nicht so gut… ICh vermute er hat sich wie cih letztes Mal Salmonellen eingefangen. Wir machen also 1h Siesta und was wir danach noch gesehen haben lest ihr im nächsten Beitrag.

La Paz

Da es von Copacabana keine frühen Touristenbusse nach La Paz gibt steigen Roberto und ich am Mittwoch um 9:30 in den öffentlichen Bus. Allzuviel Vertrauen habe ich in den nicht, aber wird schon gehen, es fahren alle halbe Stunde solche Buse vom Hauptplatz ab, da kann ja nicht jeder schlecht sein. Mit uns fahren einige Cholitas mit riesigen Bündeln and Kräuter, Packeten, Kindern oder Gemüse und zwei Koreanerinnen. 20min müssen wir warten und fangen an HErr der Ringe zu netflixen. Der Bus fährt rörend ab und wir netflixen auf doppeltem Hörvolumen weiter. Nach ca. 1h stoppt der Bus. Man müsse aussteigen. Ok, wieso? Der Bus muss leer über den Fluss geshippert werden, Personen gehen mit dem Bötchen. HAha, nicht was ich erwartet habe aber ok. Ich erkläre den Koreanerinnen, die gar kein Spanisch und nur sehr schlecht Englisch sprechen irgendwie dass sie jetzt aussteigen und ein Bootticket lösen müssen. Draussen am HAfen liegen die Fähren für den Bus bereit. Also eigentlich einfach ein paar grosse Flosse. ICh hoffe der bUs säuft nicht mit dem ganzen Gepäck ab. Wir kaufen für 2 Bolivianos das Ticket zum übersetzten und quetschen uns auf das dicht bepackte Böötchen dass uns auf die andere Seite des FLusses bringt. Dabei werden wir mit benzin verstunken und Roberto hat konstant einen riiieesen Pack Popcorn im gesicht welcher der etwa 3Jährige neben ihm herumschwingt. Der Pack ist grösser als das Kind. Auf der anderen Seite angekommen kann man bei den Ständen gegrillten Fisch oder Glace kaufen. Wir haben aber selbst schon vorgesorgt und ich gehe lieber unseren Bus beobachten.

Wieder eingestiegen vergeht die Fahrt nach La Paz wie im Flug dank Frodo und co. Bald stehen wir schon vor dem Cementerio (Friedhof) von wo aus wir nun mit dem Taxi ins Zentrum wollen. Wir stellen aber fest, es hat nicht so viele Taxis hier wie zB in Lima. Schlussendlich angeln sich die Koreanerinnen eines, können dem Fahrer aber nicht erklären wo sie hinwollen. Also geh ich übersetzten und da wir alle vier ins Zentrum müssen fahren wir dann zusammen. Es geht abwärts, nur abwätrs. Zt so steil dass ich mich schon frage ob wir bald unser Gepäck auf dem Kopf haben. Dann werden wir in einer dicht befahrenen Strasse abgeladen,direkt bei unserem Hostel. Check in ist schnell erledigt und Roberto und ich machen uns auf die suche nach etwas essbarem. Wir steigen die Sagarnaga-STrasse hinab.

Hier kehren wir in einem Hotelrestaurant ein, da wir nichts anderes finden auf die schnelle. War auch gerade die absolut touristische Gegend in die wir geraten sind. Überall stehen Touragencies und teure Restaurants. Um uns besser orientieren zu können suchen wir also nach der Verpflegung (es gab Sauce zum Reis, halleluja!) die Touristeninfo auf. Diese ist im Gewirr der autos und Leute an der Hauptstrasse nicht so leicht zu finden. Als wir dann aber das rote I entdecken kommen wir informiert mit Stadtkarte wieder hinaus. Darauf sind auch die verschiedenfarbigen Linien des Teleferico, der Gondelbahn, eingezeichnet. Diese ist ein Projekt des jetztigen Präsidenten Evo Morales welches 2010 (glaub) eröffnet wurde und vor allem zum Ziel hatte den ärmeren Teil El Alto mit dem Zentrum von La PAz zu verbinden. DAs ist damit sehr gut geglückt. Die Gondeln gleiten über unsere Köpfe und machen uns Lust zum mitfahren. Wir betreten die nächste Bodenstation und fragen am Schalter wie das mit der wiederaufladbarenn Fahrkarte funktioniert. Alles ist sauber, neu und modern. Bald sind wir mit allem ausgerüstet und steigen in die erste blaue Gondel welche uns das Tal hinab in den osten von La Paz bringt. Von dort gehts mit einer anderen FArbe hianuf nach El Alto bis zur Haltestelle Mirador. Weiter über ganz EL ALto und mit der roten Linie wieder hinab ins Zentrum. Das herumgondeln macht extrem Spass, ist fast wie zuhause in den Bergen. Und die Sicht ist grandios!! Man sieht die STadt aus allen winkeln, und vor allem von der STation Mirador in ihrer ganzen Ausdehnung über das Tal. Zuunterst ist das Zentrum mit den Höchhäusern, von da geht es steil hinauf bis in die äusseren Distrikte die wie an den Berg geklebt aussehen. Gefährlich steile STrassen führen da hinauf und auch eine Menge Treppen von deren Anblick mir schon die Wädli weh tun. Auch einen Bergrutsch mitten in der STadt sehen wir wo zu viel Regenwasser Häuser und eine ganze Esplanade in die Tiefe hat rutschen lassen, so eklärt uns ein Mitfahrer. Weiter entdecken wir eine ganz bunt bemahlte Gegend etwas unterhalb von El Alto, man sieht Märkte, das Militär am Trainieren, Strassenkonzerte und vieles mehr.

Wir steigen bei der Zugstation aus. Es ist schon später NAchmittag und die Zeit wirklich wie im FLuge vergangen. Einen kurzen Fotostopp beim Schriftzug der STadt…

…dann suchen wir zu Fuss unseren Heimweg. . Dabei stossen wir ein paar Blocks vor unserem Hostel auf einen grossen MArkt mit Kleider, Schuhen, Elektronik und Spielsachen. Es herrscht ein grosses Gedränge da sowohl Leute als auch Autos auf der Strasse stehen da die Stände den ganzen Bürgersteig bedecken.

Gleich vor unserer Haustür beginnt dann der MErcado de las Brujas, der HExenmarkt. Da werden Zutaten für Opfergaben verkauft, aber dazu mehr im nächsten Beitrag, heute reicht es nur kurz darüberzuschauen (ist das ein totes Alpaka??!), dann gibts Abedessen und einen Schlummertrunk mit den zwei Israelis die wir schon in Copacabana getroffen haben und welche doch nun tatsächlich im selben Hostel gelandet sind wie wir.

Auf dem Titicacasee – Isla del Sol und Isla de la Luna

Das Boot knattert mit lautem aber eher langsamen Motor in den blauen See hinaus. Es zieht und die Sonne wärmt noch fast gar nicht, also sitzen Roberto und ich in meinen Schaal eingemummelt da und versuchen noch ein wenig weiterzuschlafen. Ca. 1.5h später fahren wir die Isla del Sol, die Sonneninsel der Inkas an. Wir steigen aber noch nicht aus sondern lassen uns noch eine Insel weiter zur Isla de la Luna (Mondinsel) bringen. Die ist sehr klein und wir haben eine Stunde Zeit um den Inkatempel zu besichtigen. Die Anlage ist eher klein und grösstenteils Prä-Inka. Ich höre einer jugnen Deutschen zu wie sie ihrem Freund erklärt, dass hier nur Jungfrauen wohnten, zusammen mit einer „Grossmutter“ welche sie auf die Ehe vorbereiten sollte. Waren sie reif und kam ein MAnn der eine Frau suchte auf die Insel wurden sie in einer Reihe aufgestellt und der MAnn konnte sich so eine Ehefrau aussuchen.

Nach einem Durchgang durch die Ruinen steigen Roberto und ich noch auf den Kamm hinauf und haben eine tolle Aussicht auf die ISla del Sol. Die gesamte Insel hier ist Terrassiert, es lassen sich auch Inkamauern erblicken. Die paar Häuschen die hier stehen gehören den Anwohnern welchen die Insel gehört und auch den Eintritt von 10 Bolivianos verlangen. Es ist sehr trocken, das Grass ist alles gelb und die einzigen schattenspendende Bäume sind angepflanzte Eukalyptus. Die Steine für den Bau des Tempels kommen offensichtlich auch von hier, es ist steinig und sandig, beim hinuntergehen muss man aufpassen nicht auszurutschen. Der Titcacasee glänzt blau bis fast an den Horizont wo wir 2 Berge mit Schnee erblicken können, beide über 6000m hoch.

Das Boot wartet schon auf uns als wir wieder unten ankommen und es geht zurück zur Isal del Sol, diesesmal mit den PAssgieren auf dem Dach wo man sich in der Sonne wärmen kann. Dort angekommen können wir gleich als erstes den Templo del Sol (Sonnentempel) besichtigen. Dies war früher ein Inkatempel der ihrem höchstem Gott, der Sonne, gewidmet war. Er stellt auch sowas wie das Gegenstuck zur Isla de la Luna dar, da die SOnne für Männlichkeit steht. Allerdings ist auch hier einfach ein paar Bögen des Gemäuers übrig. Das einzig wirklich erwähnenswerte ist eine Steinkuppel welche die Inkas ohne Lehm so stark gebaut haben dass man darauf stehen kann.

Mir und Roberto grummelt der MAgen, es ist nach 13Uhr und wir haben beide Hunger. Gleich um die erste Ecke ist ein ganz kleines REstaurant mit Plastikstühlen welches alle auslassen da man mit der Tour im Städtchen Yumani, 40min weiter essen geht. Wir wollen aber nicht mehr so lange warten und setzten uns als einzige an den schrägen Tisch. ES gibt Spaghetti für mich und frisch gefangenen Titicacaforelle für Roberto. Wir haben eine geniale Aussicht auf den See beim Speisen und bald sind auch alle weitern LEute verschwunden, so dass wir nach einem gemütlchen Zmittag noch viel gemütlicher weiterwandern können.

Auf dem Weg nach Yumani begegnen uns zwei kleine Mädchen mit ihrem Alpaka und bequatschen uns ein Foto zu machen. Normalerweise finde ich das ziemlich doof, aber dieses Alpaka hat wenigstens keine Sonenbrille auf oder Pommel an den Ohren… Wir geben nach und schiessen ein paar Touriföteli mit Alpaka 🙂

Yumani selbst klebt am HAng oberhalb der Buht wo sich der Haupthafen der Isla del Sol befindet. Auch hier haben die Inkas ihre SPuren hinterlassen, zB gibt es eine alte Inkatreppe und unten am HAfen ist das Inka-Gründerpärchen Manko Capac und seine Frau (Name zu kompliziert…) als Statuen aufgestellt.

Roberto und ich wollen nun aber erst hoch hinaus anstatt an den Hafen. Wir steigen unter keuchen (sind ja immernoch auf 4000m.ü.M) auf den nächsten Hügel um zum Aussichtspunkt zu gelangen. Es sieht ähnlich aus wie auf der ISla de la Luna, steinig, windig, trocken. Die einzigen Bäume sind Eukalyptus und mit dem gelben grass welches den Boden bedeckt fühle ich mich sehr an Australien errinnert. ICh frage Roberto sogar schon ob er denke es gäbe hier Schlangen, aber denen ist es hier in der NAcht wahrscheinlich zu kalt wenn die Temperaturen unter 10 Grad fallen.

OBen angekommen zeigt sich uns die Isla del Sol in einem 360° Rundumblick. Das Gelb der Insel und des nahen Festlandes wird vm tiegen Blau des Titicacasees wunderschön kontrastiert, ich könnte stundenlang hier oben sitzten. Der Wind zieht uns um die Ohren während ich Fotos schiesse und Roberto versucht das grösste Steinmannli zu bauen.

Nach einer Trinkpause steigen wir wieder nach Yumani herab, besichtigen die Inkatreppe sowie die Inkaquelle, welche auch als Quelle der ewigen Jugend bezeichnet wird, und steigen zum HAfenbecken hinab. Von dort ist es nur noch ein kurzer Weg zu unserem Hostal.

Dort angekommen wird vor dem Znacht kurz geduscht, dann suchen wir etwas zu essen. Im REstaurant bedient uns ein älterer Herr. LEider gibt es nur die Hälfte des Essens welches auf der KArte steht. Zu wenig Touristen, es lohne sich nicht so viel zu kochen, meint er. ICh frage ihn warum denn jetzt, in der Trockenzeit keine Touristen da sind. Darauf meint er, seit der Norden der Insel geschlossen ist seien die Besuche eingebrochen, zumindest die für mehr als einen Tag. Diese Aussage macht mich stutzig, denn morgen wollten wir eigentlich in den Norden wandern. Wir lernen aber nun als ich nachhake dass das nicht gehen wird. Die drei Communitites der Insel konnten sich auf keinen Vertrag einigen welcher den Tourismus regeln sollte und nun wir der ganze Norden von den Anwohnern blockiert. Es wurden sogar schon Boote konfisziert und verbrannt die von Yumani aus in den Norden starten wollten. Um 4Uhr nachts könne man rüberwandern, dann sei niemand am Kontrollpunkt… Naja, so viel ist es mir jetzt doch nicht wert. Wir essen unsere Quinoasuppe und bedanken uns. Wir werden wohl morgen wieder nach HAuse fahren.

Und das tun wir dann auch. NAch einem Ausgedehnten Frühstück auf der Aussichtsterrasse eines der Hostels tuckern wir um 10Uhr am nächsten Tag mit dem Boot wieder nach Copacabana zurück nachdem uns mehrere andere LEute, Ansässige und Touristen, bestötigt haben dass es keinen Weg in den Norden gibt. In Copbacabana lassen wir uns dafür noch zu den Islas Flotantes (schwimmende Inseln) heruasbringen, allerdings haben diese nichts mit den Islas Flotantes de los Uros, welche ich letztes MAl von Puno aus besuchte, zu tun. Dies hier ist die Touristenversion mit Plastikschwimmer unter der Totora. Nichtsdestotrotz sind sie süss und ein kleiner wanderweg führt uns zum Mirador del Inca und der Playa blanca von wo aus wir eine tolle Sicht auf den Titicacasee haben der wie immer in der wunderbaren Sonne glänzt.

Als wir am späten Nachmittag wieder in Copacabana am Hafen landen machen wir den einzigen Spaziergang der noch übrigbleibt, nämlich zu der Boca del Sapo (Krötenmaul), einer kleinen Höhle unten am Calvarioberg. Der Weg dahin ist oft von Plastik gesäumt, je näher wir der Grotte kommen desto schlimmer wird es. Vor der letzten kurve sehen wir auf einen strand hinab der mit grünen und weissen Glassplitter übersäht ist. Auch stinkt es nach Altglas und altem Bier. Warum erfahren wir gleich bei der wirklich winzigen Grotte. Jemand ist gerade am Beten und eine ganze flasche Bier wird in die Felsöffnung gesprayt. Das wird wohl täglich öfters passieren und deshalb riecht es hier wie in einer Säuferbar. Phuu, da will ich keine zwei Minuten bleiben. Wieder hat es viel Plastik herum, alles ist versucht, abgebrannte Grasflecken zeugen von angezüntem Feuerwerk oder fraunfürzen. ICh finde es grauenhaft. Ausgerechnet der heilige Ort ist weil er heilig ist am verseuchtesten. ICh rege mich auf und wir wandern schnell weiter. Der Weg führt nun einmal um den Calvario und so langsam besserts mit Abfall und cih kann auch die Ausscht wieder geniessen. Nach ca. 30min sind wir zurück in Copacabana. Einmal duschen im Hostal, Abendessen und dann wohlverdiente Nachtruh.

Von Cusco nach Copacabana

Am Samstag wollen wir beide nicht so grauenhaft viel machen da wir noch die langen Tage davor in den Beinen spüren. Nichtsdestotrotz müssen wir genug früh aufstehen da um 10Uhr das Zimmer geräumt sein muss. Dafür zmörgelen wir etwas länger. Was uns dann noch reizt zu sehen in Cusco ist das Museum bzw. die Stätte Qorikancha. Dies war früher der Sonnentempel des höchsten Inkas, gut zu erkennen an den wenigen Inkamauern die aus schwarzem sehr glattem Steinen bestehen welche zu einer perfekten Fassade zusammengefügt worden waren (wie immer bei den Inkas ohne Mörtel oder Lehm dazwischen. Heute sieht man diesen MAuertyp aber nur noch im Fundament der Kirche die nun dort steht. Wie üblich brachen die Spanier alle heiligen Stätte ab und bauten darauf ihre eigenen um die Bevölkerung einfacher Konvertieren zu können. Auf Qorikancha entstand ein Konvent der nur wenige Kammern des ursprünglichen Inkatempels übrig liess. Auch das Gold welches vorhanden war wurde eingeschmolzen und weggebracht, davon kann man im Museum heute keines mehr sehen.

Das Museum ist eher schnell durchquert, man kann einen alten Altar der Inkas noch besichtigen und ein paar Kammern in denen früher wohl Mumien standen, aller rest ist von kristlicher NAtur. Der Garten ist sehr schön, es blühen viele Inkablumen in allen Farben von Hellgelb bis Dunkelrot.

Weiter geht es auf die Plaza de Armas wo wir Zeuge eines Umzuges werden. Folkloregruppen in wunderbar farbigen Kleidern ziehen tanzend vorbei, hinterher laufen die Musiker. ES hat ein wenig etwas von der Basler Fasnacht 😉 Ganz an der Spitze des Zuges wird irgendeine Jungfrau und ein goldenens Kreuz mitgeschleppt.

Um unseren SPaziergang fortzusetzten nachdem die Tänzer um die Ecke verschwunden sind gehts Bergauf. Nach der Kirche San Christobal weiter die STrasse entlang bis zum Eingang zu einer weiteren Inkastätte. Da werden wir angehalten, man müsse das Touristenticket vorzeigen. Wir haben zwar keines, aber wir wollen auch nicht zu den Ausgrabungen sondern nur auf den Hügel zum Aussichtspunkt. Es fahren Autos nach oben aber ich sehe nicht wirklich ein warum ich nicht einfach den Weg laufen kann. Nach einem kleinen Hin und Her willigt der Wärter ein und meint, aber schön Rechts abbiegen. Ich bin mir sicher das ging nur weil Roberto dabei war und wir auf die Frage von wo wir kommen Peru geantwortet haben hihi. Also gehts an den Aufstieg. Dabei kommen wir an ein paar riesigen Inkamauern vorbei die zu den Ruinen gehören. Es wird aber brav rechts abgebogen und zu der Jesusstatue welche auf einem Berg über der STadt thront zu gelangen. Von hier sieht man wirklich die ganze STadt.

Danach gibts nicht mehr so viel zu tun und wir setzten uns in einer Bar an der Plaza de Armas auf den Balkon und versuchen die Touristen Ländern zuzuordnen. Wir sehen den Sonnenuntergang und haben einfach mal eine schöne entspannte Zeit zusammen. Um halb6 suchen wir uns dann das Kino an welchem wir am morgen vorbeigelaufen sind und schauen uns König der Löwen an. Das war ein Versprechen an Roberto, er war das erste mal in einem Kino als wir in Lima 2018 Black Panther zusammen sahen.

Danach packen wir unsere Koffer im Hostel, gehen essen und fahren an den Terminal. Dort werden wir zwar ultrapünktlich in den Bus eingeladen, die fahrt verzögert sich aber (sehr wahrscheinlich wegen eines geplatzten Reifens) um knapp 1h. So kommen wir nach einer unruhigen Nacht nicht um 4 sondern „erst“ um 6Uhr morgens in Puno an. Das kommt uns aber gerade gelegen denn wir wollen hier gar nicht bleiben. Wir nehmen den nächsten Bus nach Copacabana um 7:30. Die Zeit vergeht wie im Fluge mit Netflix und einer wnderbaren Sicht auf den Altiplano und den Titicacasee.

An der Grenze wird ausgestiegen und bei der Migracion in Peru für den Ausreisestempel angestanden. Danach gehts zu Fuss ein paar MEter nach Bolivien wo wir den Einreisestempel in den PAss geknallt kriegen. Roberto hat etwas länger. Er meinte der Grenzwächter wollte mehrere Fotos von ihm und ganz genau wissen woher und warum, da er in Peru noch im Militärdiesnt eingeschrieben ist. Sie dachten wohl er sei ein Militärspion… Aber alles gut, wir haben Stempel, die Uhren eine Stunde vorgestellt und sind in Bolivien. Die restliche Fahrt nach Copacabana ist nur noch kurz und wir kommen um halb1 dort an.

Erstmal die Sachen ins Hostel schmeissen, dann etwas essen! Wir setzten uns in ein seehr touristisches Restaurant wo ich Pizza mit echtem Käse kriege mmmh 😛 Allgemein ist das STädchen sehr touristisch. Viele Touranbieter, viele Farben, einen relativ grossen HAfen für das Dörfchen und sehr viele Ausländer. Wir spazieren etwas umher und organisieren unseren Trip von morgen auf die Isla del Sol. Dann erklimmen wir den Aussichtspunkt. Auf dem Calvario auf welchen uns schon Kreuze hinaufbegleiten (Calvario ist der Leidensweg Christi) stehen noch mehr Kreuze und die Jungfrau von Copacabana. Tonnenweise kommen Leute und manchmal auch Pilger hierher um Kerzen anzuzünden und zu Beten. Viel besser als das kirchiche getue finde ich persönlich ja die aussicht, die ist wirklich grandios! Wir sind allerdings längst nicht alleine hier oben. Es ist Sonntag und Scharenweise kommen die Anwohner um ihre Wünsche an Gott oder die Jungfrau abzugeben.

Was uns leider ebenfalls auffällt sind die tonnen an Abfall die überll herumliegen. Viel Plastik und Glasflaschen. Ausserdem ist der halbe Berg von Wachs bedeckt. Uns geht auch bald auf warum das so ist. Wir setzten uns und beobachten ein wenig die Leute. Ich hatte mich schon gefragt warum hier oben so viele Plastikspielzeuge verkauft werden… Die Stände sind überfülltmit Autos, Häuser, Tiere, Stapel aus Spielgeld. Am Beispiel einer FAmilie sehen wir live was es damit auf sich hat. Es werden zwei LAstwagen herangetragen und sorgfältig auf Kokablätter abgesetzt. Dann steht die Familie im kreis darum und bekreuzigen sich während ein Priester (oder so?) ein Feuer macht. Es wird irgendwas gebetet und die LAstwagen ins Feuer gehalten. Dann öffnet man eine Flasche Bier, schüttelt sie richtig und besprücht die Wagen sowie alle mitglieder der Familie. Das ist dann der Moment wo ich sehr aufpassen muss nicht schallend loszulachen. Weihwasser (auch das kann man kaufen an den STänden) wird herumgetröpfelt, eine Glocke geschüttelt und nach ca. 20min wird der Priester bezahlt und alle sind glücklich. Die Familie teilt dann weiter ihr Fanta mit den LAstwagen die wohl als weiterer Plastikmüll auf dem Berg enden. Das war wohl das schrägste was ich seit langem gesehen habe. Andere zünden auch Frauenfürze an oder packen verschiedene Sachen die sie sich wünschen (Haus, Kind, Geld) in einen Plastiksack und machen das Prozedere dann für alles auf einmal. Es steht zwar gross auf dem Altar der Jungfrau geschrieben man solle die Natur nicht kontamnieieren, aber das scheint Nebensache zu sein. Auch steht, keine KErzen auf dem Altar anzünden, das Schild ist aber vom Kerzenrauch geschwärzt und nun ja, rein technisch gesehen brennen die Kerzen auf einer dicken Schicht Wachs also…

IRgendwann reichts mir, ich muss da wieder runter sonst platze ich, vor lachen und irgendwie auch vor Wut über den ganzen Dreck. Immerhin, die Aussicht auf den See ist es allemal wert auf den Calvario zu steigen und ich hoffe doch dass der SOnntag eine Ausnahme ist…

Unten im Dorf besuchen wir die Kirche. Sie strahlt in weiss und scheint irgendwie von grösse und Ausstattung nicht in das Dörchen zu passen. Aber wie gesagt ist Copacabana auch ein Wallfahrtsort. Vor der Kirche verkaufen Frauen bunte Bänder, Konfetti, glitzerige Hüte und Blumen. Diese werden auf der STrasse davor an Autos befestigt und wirklich sehen wir viele Autos mit Deko herumfahren. Ich frage nach dem Anlass und die Verkäuferin meint, das ist jeden Tag so. Ähm ok?! Manche Autos haben es auch ein wenig übertrieben mit heiligem Krimskrams, ich finde es weiterhin eher ein bisschen lächerlich. Aber der STau wird bunter…

So sind wir also in Copacabana angekommen. Morgen werden wir uns auf den grossen LAgo Titicaca wagen. Wir gönnen uns noch ein Milchreis mit Massa Morada zum Dessert und flüchten dann vor der Kälte ins Hotel unter 5 Decken.