Feliz Navidad

Den Tag vor heilig Abend verbringe ich mit Shopping. Ich brauche ein Geschenk für Andrea und ein neues Outfit. Wir feiern in festlichem rot und meine Auswahl an Tshirts beschränkt sich auf ein mehr oder weniger ausgewaschenes schwarz. Elegant ist auch nicht wirklich ein Adjektiv dass meine Reisekleidung beschreibt. Also wandere ich durch Bogota mit allen anderen Weihnachtsshoppern die noch nach Geschenken suchen. Allerdings bin ich ziemlich planlos was Andreas Vorlieben angeht, so kaufe ich erstmal einen grossen Panetone für die Gastgeberfamilie. Dann probiere ich mich durch die Kleiderläen und finde viel zu viel tolle Sachen. Naja ich kann wohl die verwaschene Hälfte der schwarzen Tshirts hier lassen und dafür ein paar kolumbianische Blousen heimnehmen.

Als ich am frühen Nachmittag hunger kriege und immer noch kein passendes Geschenk für Andrea gefunden habe kommt mir doch noch eine Idee. Jeder mag gutes essen, also werde ich ihr einen Gutschein von Crepes&Waffles schenken. Das ist dann auch gleich der Anlass mich noch einmal dort zu verköstigen. Bald sitze ich, nun ausgestattet mit allem was ich heute brauche, im Untergeschoss des Restaurants. Es ist wie so oft bis auf den letzten Platz gefüllt. Ich unterhalte mich gerade auf Whatsapp als die Leute plötzlich unruhig werden. Im ersten Moment checke ich gar nicht was läuft. Dann bemerke ich die schwankenden Lampen. Oha, Erdbeben. So schnell wie er gekommen ist, ist der Spuk dann aber auch vorüber. 2min später schreibt mich Yohel aus Lima an: Kathrin, es gab ein Erdbeben in Bogota, bist du ok? Ich bin beeindruckt, das ging schnell. Aber er ist auch Reporter, spricht für die Aktualität seiner News denke ich. Ich kann ihn beruhigen, alles ok. Im Internet sehe ich die stärke des Bebens nach: über 6 auf der Richterskala, das Epizentrum nicht sehr weit von Ibague entfernt. Wahrscheinlich hats hier unten weniger geschüttelt als auf der Strasse. Das ist zwar gut aber falls etwas eingestürzt wäre hätten wir alle hier unten festgesessen.

Nach überlebtem Erdbeben und einem wieder mal wundervollen Crepe mit weisser Schokolade und Ananas kehre ich ins Hostel zurück. Dort packe ich meine Sachen ein, ich werde wohl bei Andreas Freunden übernachten. In der Hostelküche rennen Kinder herum, die Grossmutter ist da und macht schon fleissig Tamales für den nächsten Morgen wie sie mir erklärt. Weihnachtslieder gemixt mit Reggeaton schallt durch das ganze Haus. Festlich haha. Ich mache also alles für den Abend bereit und chille noch ein wenig auf dem Sofa. Meine Familie ruft an, ich schreibe Freunden, scrolle durch Facebook und verfasse noch ein paar Blogbeiträge. Dann, um ca. 18Uhr bestelle ich mein Uber an die Adresse die Andrea mir gegeben hat. Die Strassen sind fast leer, alle sind zuhause bei Familien und Freunde, viele auch in den Süden gereist um es an Weihnachten etwas wärmer zuhaben als in La Nevera (Kühlschrank, der Sitzname von Bogota).

Ich komme also etwa eine halbe Stunde später in irgendeiner Gasse in Bogota an und klingle an der Tür. Erst macht niemand auf und mein Uberfahrer wartet freundlicherweise mit mir bis Andreas Freund Joaquin 5min später auftaucht. Er kommt auf dem Töffli dahergefahren und meint er sei noch am Arbeiten, nur 2 Strassen weiter in seinem Fastfood Laden. Wir stellen also nur kurz meinen Koffer ins Haus und kehren dann in Joaquins kleine Bar zurück. Er verkauft Hotdogs (mit Reis), Pollo a la Brasa (Chickenwings, mit Reis), Pommes Frites, Empanadas und weitere kleine Snacks (natürlich alle mit Reis). Er ist ein riesiger Superhero Fan (und das mit seinen 40 Jahren). Schon in seinem Haus habe ich überall DC Poster und Superman oder Batman Figuren herumstehen sehen. Dasselbe gilt für den Fastfood Laden. Seine zwei Mitarbeiterinnen, beide Venezolaner, tragen je ein Captain America und ein Hulk Shirt, Joaquin selbst eines von Iron Man.

Ich setzte mich also zu diesen Leuten und werde gleich von allen Seiten mit Fragen bombardiert. Joaquin ist sehr lustig, macht viele Witze und man kann auch spüren dass seine beiden Chef-Fritiererinnen ihn gerne haben. Ich kriege eine Empanada und etwas zu trinken. Unterdessen schreibt mir Andrea sie stehe im Stau mit dem Bus. Es ist bald 8Uhr und alle Arbeiter von ganz Bogota wollen nun nach Hause. Naja, wir warten ja gerne, ist nicht so dass ich von einer Kolumbianerin erwarte dass sie pünktlich ist, nid wahr 😛 Bald kommen die beiden Freunde der Venezolanerinnen, bringen Bier und Smirnoff und das ist wohl der Anfang der Fete von heute Abend. Als Andrea endlich ankommt habe ich schon 5 neue Freunde. Wir schliessen nun Joaquins Laden, Andrea und ich gehen noch kurz Wein kaufen um die Ecke, dann gehts erstmal zu Joaquins Haus. Andrea muss noch umziehen auf rot. Ich kriege ein Gästezimmer zugewiesen und der Bettbezug ist natürlich ganz im Superheldenformat. Ich schlafe heute sehr beschützt haha. Aber nun soll erstmal Weihnachten gefeiert werden. Als endlich alle bereit sind gehen wir 2 Strassen zu Fuss durch ein Lichtermeer an Weihnachtsbeleuchtung zu Andrea und Joaquins Freunden. Die ganze Familie ist hier. Erstaunlicherweise keine kleinen Kinder, dafür drei Hunde. Grosseltern, Eltern, Onkel, Tante, Freund, Ehemann…. Wir sind eine Gruppe von ca. 25 Personen. Wir werden sehr sehr herzlich empfangen und ich überreiche der Mama erstmal den Panetone. Wir kriegen alle einen riesigen Teller Paella und werden auf die letzten paar Stühle im Wintergarten gesetzt. Alles hier ist dekoriert, blinkt in grün und rot, die meisten Leute haben Weihnachtspullover an in denselben Farben mit Rudolph dem Rentier und grossen HO HO HO Buchstaben. Es sieht so lustig aus wie es soll. Auch hier wollen natürlich alle nun von mir wissen was ich mache, woher ich komme und ich komme bald gar nicht mehr dazu die super feine Paella mit Shrimps und Muscheln zu essen.

Als alle erstmal satt sind schreiten wir zur Beschehrung. Joaquin platziert sich beim Weihnachtsbaum der fast unter all den Geschenken begraben ist. Jedes Geschnke wird einzeln verteilt und es muss erst geraten werden was wohl drinsteckt. Nach dem Auspacken muss man noch herausfinden von wem das Geschenk wohl ist. Alle machen hundert Prozent mit, inklusive Geschenkpapierknollen herumwerfen falls jemand eine falsche Antwort gibt. Es wird gespasst und gelacht, es ist eine sehr fröhliche Runde. Wir alle kriegen Wein und Bier und obwohl die Besinnlichkeit von Weihnachten total abhandenn kommt fühle ich mich schon fast als Teil einer grossen Familie. Andrea schenkt mir ein hübsches paar Ohrringe und Schokolade (sie kennt mich schon haha), Joaquin hat mir in aller Windeseile noch eine Trinkflasche (natürlich mit Superhelden) besorgt. Ich bin rundum glücklich. Lachen muss ich insgeheim als die Grossmutter eine fast meterhohe Marienstatue bekommt, inklusive anzuschraubender Heiligenschein. Sie ist zu tränen gerührt und die ganze Familie bestaunt die tolle Machart aus Holz. Ojee, ja ich würde das nicht i der Stube aufstellen wollen, aber gut 😛

Danach gibts Dessert. Eigentlich sind wir alle schon überessen, aber man kann nicht nein sagen wenn die Dame des Hauses selbstgemachten Pudding anbietet. Danach gibts noch ein wenig mehr Wein und ein wenig tiefere Diskussionen über das Leben. Ich danke den Gastgebern für die Feier und dass sie mich so bei ihnen zuhause fühlen lassen. Das ist doch normal mija höre ich darauf. (Mija ist kurz für mi hija, meine Tochter). So habe ich also eine grossartige turbulente, sehr authentische Südamerikanische Weihnachten zusammen mit Andrea mit der ich ebenfalls viel spreche und lache an diesem Abend.

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Irgendwann um 4Uhr morgens löst sich die Gemeinschaft auf. Ein paar Betrunkene Umarmungen und versprechen man dürfe gerne wieder kommen, mein Haus ist dein Haus usw. und dann machen Andrea Joaquin und ich uns auf den Weg ins Bett. Wir sind alle etwas zerstört, angetrunken, überessen, fröhlich, lustig und totmüde. Ich falle ins Bett und schlafe sofort ein.

Allerdings läutet der Wecker ziemlich früh am gleichen morgen. Um 9Uhr stehe ichhalb tot unter der Dusche. Joaquin hat vorgesorgt und Tamales gekauft, so sitzen wir 3 verkatert um 9:30 am Frühstückstisch. Ich kann bestätigen das Tamales ein gutes Katerzmorge ist. Ich bedanke mich nochmal, muss mich aber dann verabschieden. Mein Taxi steht schon vor der Tür. Ich umarme Andrea nochmals und lasse sie dann wieder zurück ins Bett gehen. Ich mache mich mit Sack und Pack auf zum Flughafen. Es geht nun zurück nach Lima wo ich meine letzten drei Ferientage verbringen werden.

Bogota – Montserrate & Brilla Colombia

Neben dem Goldmuseum gibt es noch ein Touristenziel welches man einfach gesehen haben muss in bogota. Und das ist der Montserrate. Der Hausberg thront über La Candelaria und die Seilbahn ist von mir aus in 15min zu Fuss zu erreichen. Ich komme um 10:30 dort an, da geht das warten los. Es ist kurz vor Weihnachten, Leute haben frei, Bogota hat viele Touristen… keine Ahnung ob das Ausreden sind oder ob es einfach jeden Tag so ist, auf alle Fälle darf eine komplette Stunde anstehen für Tickets und danach für die Gondel auf den Berg. Naja, man ist ja geduldig….

Zumindest lohnt sich das warten dann hundert mal! In der Zeit bis ich auf dem Berg ankomme kuckt sogar die Sonne etwas aus den Wolken und die Sicht auf die Metropole Bogota ist grandios!IMG_7276.jpeg

Natürlich kann man hier oben auch Touristenramsch einkaufen, es hat Cafes und Restaurants, eine Kirche, ganz viel Weihnachtsdeko und einen kleinen botanischen Garten. Ich inspiziere alles, sehe mir die Erklärungen zu den Vogelspezies hier oben an, schaue in alle Richtungen auf die Stadt. Hunger hätte ich zwar, aber die Restis isnd nun um 13Uhr zu voll. Also lasse ich mich nach ca. 2h wieder von der Seilbahn hinunterbringen.

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Um essen zu finden spaziere ich noch einmal durch das Zentrum, gönne mir ein feines Mittagessen und sehe den Menschenmassen auf der Plaza zu.

Am Abend dann nehme ich mir beizeiten ein Taxi um zur Plaza 93 zu fahren. Meine Freundin Andrea arbeitet dort ganz in der Nähe. Ich kenne sie von meiner letzten Reise wo wir uns in Arequipa, Peru auf einer Stadtführung getroffen haben. Natürlich musste ich ihr schreiben dass ich zu ihr nach Hause nach Bogota kommen werde.

Die Plaza ist schön beleuchtet, alles ist sehr weihnachtlich. Vor allem Andrea. Sie hat eine rot-grüne Mütze mit leuchtenden Sternen auf als sie lachend auf mich zukommt. Sie ist eine eher kleine Frau, hat dafür Energie für vier. Eine Latina halt… 🙂 Ich bin super happy sie heute nach so langer Zeit wieder zu treffen, ich erinnere mich dass wir damals in Arequipa wunderbar auf einer Wellenlänge waren. Und so ist es auch heute. Beim zwei Tacos lachen und erzählen wir uns unser Leben in den vergangenen 2 Jahren. Sie arbeitet im Retailshop Falabella und träumt jedes Jahr wieder vom Reisen. Bald möchte sie in die USA, ihre Schwester wohnt in Miami und bekommt bald ihr zweites Kind. Sie selbst hat hier in Bogota ein Apartment, wohnt da seit Jahren alleine und meint sie lasse sich von Männern nicht ihre Freiheit zum reisen nehmen.

Um 8Uhr machen wir uns dann zusammen auf den Weg zum botanischen Garten. Das heisst wir fahren eine halbe Stunde Auto. Auf dem Weg erklärt mir Andrea dass es dort momentan eine Lichtausstellung gäbe, das müsse man gesehen haben.

Angekommen sind auch schon einige Leute zu sehen. Die Ausstellung heisst Brilla Colombia (Glänzendes Kolumbien) und beinhaltet überlebensgrosse beleuchtete Tierskulpturen aus allen Regionen des Landes. Erst spaziert man durch das Meer, Schildkröten beäugen einem, Haifische und Krebse sind zu sehen und man läuft durch einen Wal-Tunnel. Dann kommen wir in die Wetlands wo Gänse und Wiesel zuhause sind. Weiter geht es mit den Schmetterlingen und Vögel bis wir in den Nebelwald kommen. Von dort steigen wir zu der Schlange in die Wüste, auf die Anden zum Kondor und dann wieder runter zu Jaguar, Faultier und Flussdelfinen in die Selva.
Die Tiere sind wunderschön gemacht, stimmige Musik untermalt das ganze. Es hat viele Besucher aber gerade noch aushaltbar viel Platz. Sowohl Andrea als auch ich sind begeistert und schiessen gefühlte tausend Fotos. Ganz toll ist auch die allerletzte Skulptur eines Chinesischen Neujahrsdrachen welcher mitten in der Lagune thront und sich wunderbar auf dem Wasser spiegelt.IMG_7298.jpegIMG_7315.jpegIMG_7326.jpegIMG_7338.jpegIMG_7360.jpegIMG_7379.jpeg

Erst um 11Uhr Abends, nach vollen 3h, sind wir einmal um den Circuit herumgekommen. Andrea ist ziemlich müde und so bestellen wir uns je unser Uber. Wir verabreden uns für morgen, Heiligabend. Da sowohl ich als auch Andrea nicht mit unseren Familien feiern können hat ein Freund von Andrea uns eingeladen mit zu der Familie eines weiteren Kollegen zu kommen fürs traditionelle Weihnachtsessen. Dadrauf freue ich mich schon sehr!

Bogota – City Tour und Goldmuseum

Die Reise von Ibagué nach Bogota geht nicht so lange wie angenommen. Zumindest bis zum Stadtrand. Von da an schleppt sich der Car nur noch Zentimeterweise durch den dichten Verkehr. Der Busbahnhof leigt sehr Zentral und wie auch Lima ist bogota als Hauptstadt einfach nur ein riesiges Chaos. Nach der Busfahrt muss ich fast 30min auf ein Taxi warten, die schlange vor dem Schalter schient endlos, aber ich getraue mich nicht einfach ein Taxi ausserhalb anzuhalten. Die Autofahrt bis zu La Candelaria, dem Quartier in dem ich mein Hostel habe, dauert nochmals eine gute halbe Stunde. Als ich endlich in meinem Hostel ankomme bin ich vor allem eines: hungrig! Ich installiere also das letzte Mal meine sieben Sachen im Dorm und gehe dann auf direktem Wege ins nächste Crepes & Waffles, welches nur 10 Fussminuten entfernt liegt. La Candelaria ist ein altes Quartier mit hübschen farbigen Häuschen, ist bekannt für guten Ausgang und Strassenmusik. Da es heute Samstag ist ist also auch entsprechend viel los.

Zurück im Hostel bin ich dann aber zu müde um die anderen beiden Jungs die im selben Zimmer einquartiert sind in die Bar zu begleiten. Ich spüre auch etwas die Höhe scheint mir. Ich gehe also lieber schlafen.

Der nächste Tag ist dafür umso ereignisreicher. Pünktlich um 10Uhr stehe ich im STadtzentrum vor dem Goldmuseum und halte nach einem roten Regenschirm Ausschau. Die Jungs der Bogota City Tour kommen dann auch um 5nach hinter der Ecke hervor und es scharen sich sicher 30Touristen um sie. Wir starten auf der Plaza de Santander, vor dem Museo de Oro (Goldmuseum) wo wir gerade stehen. Santander ist der Namensgeber des Departements von Kolumbien in dem wir uns gerade befinden, allerdings weiss ich nicht mehr was der alles genau gemacht hat. Wird was mit der Unabhängigkeit zu tun gehabt haben.

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Eine Strasse weiter wird uns die Stelle gezeigt an dem ein sehr bekannter Jurist erschossen worden war. Es hängen Tafeln an der Wand des Gebäudes. Von der nächsten Plaza aus sehen wir den Turm eines Shoppingcentres mit dem Zeichen eines grünen Saphirs. Diese Edelsteine sind sehr typisch für Bogota und unser Führer erklärt uns wie man einen Fake- von einem echten Stein unterschieden kann. Dann geht es weiter, zurück woher ich kam, nach La Candelaria. Uns werden ein paar der Häusergraffiti erläutert, die Kirche gezeigt. Wir dürfen Chicha von den Strassenhändlern probieren, der Maisdrink hat hier ein wenig Alkohol und ist so etwas das Einstiegsgetränk für den Ausgang. Auf der Plaza Chorro de Quevedo findet man immer jemanden in feierlaune, sowie auch viele Künstler welche ihren Schmuck, Bilder, Portraits oder handgemachten Traumfänger und Körbe verkaufen.

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Die nächste Station ist das Museum von Botero. Wenn in Medellin die meisten seiner Statuen stehen, dann hat Bogota dafür seine Bildersammlung gekriegt. Allerdings muss diese auf Geheiss des Künstlers gratis ausgestellt werden. Unser Guide erklärt uns den typischen Malstil Boteros, der erstmal ein wenig wie seine Statuen aussieht: füllig.

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Auf dem letzten Bild stellt Botero eine Szene aus dem Bürgerkrieg nach, man sieht 6 Bauern welche im Wald sich verstecken und wache halten. Der ganz rechts hat ein wenig Angst wie uns scheint. Zigarrenstummel am Boden zeigen die Nervosität. Blauer Himmel, rote Hängematte und gelbe Hemden stehen für die Farben Kolumbiens.

Ein weiteres interessantes Bild ist die nackte Frau. Im Hintergrund zeichnete Botero sich selbst wie er die Person die gerade hereinkommt etwas ungemütlich anstarrt, da sie ihn beim zeichnen stört. Die störenden Personen sind dann auch die Betrachter selbst, das Bild wurde extra direkt gegenüber der Eingangstür des Raumes aufgehängt. Und auch hier sehen wir die Nationalfarben Kolumbiens auf der Malerpalette Boteros. Auch sehr typisch ist ausserdem der Leberfleck der Frauen die Botero malte (hier auf der rechten Pobacke).

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Weiter geht die Tour an einem wichtigen Theater vorbei zur Plaza Mayor von Bogota. Die Regierungsgebäude und die Kathedrale hier sind wunderschön. Der Justizpalast sticht hervor mit seinem modernerem Design. Dies, weil Pablo Escobar mit einigen Guerillatruppen diesen Palast seinerzeit gestürmt und in brand gesetzt hatte um ihn belastende Papiere zu vernichten. Auf dem Gebäude steht in grossen Lettern: „Colombianos: Las Armas os han dado independencia los Leyes os daran Libertad“ (Kolumbianer: Die Waffen gaben euch de Unabhängigkeit, die Gesetzte werden euch Freiheit geben). Die Plaza ist generell sehr beeindruckend, weitläufig und gefüllt mit Menschen und Tauben. An der Ecke neben der Kirche probieren wir gegrillten MAis, man kann Fotos mit Lamas und Alpakas machen, Venezolaner verkaufen Bilder gemalt auf venezolanischen Geldscheinen um zu demonstrieren wie wenig es noch wert ist.

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Der letzte Stopp unserer Führung ist im Kulturzentrum Garcia Marquez, hier gibt es eine Bibliothek, die gerade eine Sonderausstellung mit Autoren von Mexiko hat. Es ist schön farbig geschmückt und vom Dach des runden Gebäudes hat man eine schöne Aussicht hinunter auf die belebte Strasse.

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Drei Stunden waren wir unterwegs, nun ist es kurz nach 1 und ich bin zwar extrem hungrig, möchte aber unbedint noch ins Museo de Oro, welches um 4Uhr schon schliesst. Also verschiebei ch das Essen und mache mich auf, zurück zum Ursprungsplatz der City Tour. Dort befindet sich kolumbiens bekanntestes Museum. Ich habe schon sehr viel davon gehört. Vor allem in anderen Museen sieht man oft dass die Hauptfundstücke der Region eben in der HAuptstadt ausgestellt sind. Und ebendiese würde ich jetzt gerne noch nachträglich sehen.

Ich betrete das riesige Gebäude, hole einen Audioguide ab und folge den Pfeilen in die Sammlung. Und diese ist riesig! Über zwei Stockwerke sind hier die wertvollsten Fundstücke aus ganz Kolumbien zusammengestellt. Alles, wirklich ALLES, hier drin ist aus purem Gold. Es glitzert und glänzt aus allen Ecken. Schmuck, Brustplatten, Kriegsgegenstände, Figuren, Stöcke… alles was man sich vorstellen kann gibt es hier gemacht aus gold. Besonders beeindruckt mich eine Muschel welche mit Gold überzogen wurde. Die Schale des Meerestieres ist schon lange zerbröckelt, das Gold hat sich aber erhalten.

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Ich verbringe geschlagene 3h im Museo de Oro in denen ich mir im Detail die Geschichten hinter den verschiedensten Kulturen aus allen Teilen Kolumbiens anhören darf. Die Ausstellungsstücke sind nach Region sortiert und man kann gut die unterschiedlichen Arten von Bearbeitung, Form oder Gebrauch erkennen. Ich finde Namen wie die Ciudad Perdida oder San Agustin wieder und weiss nun was man in den Gräbern und den Ruinen dort auch wirklich gefunden hat. Danach wundere ich mich nicht mehr warum die Spanier dachten sie seien im El Dorado angekommen. Jede Frau trug schonmal Ohrringe aus Gold, das war gar nichts spezielles. Schmuck aus Gold galt als Huldigung an den Sonnengott und das war etwas für jedermann.
Das wertollste Artefakt ist ausserdem ein sehr filigranes Schiffchen aus Goldfäden welches ein Ritual darstellt bei dem Frauen auf einem Floss zusammen mit dem Schamanen auf einen See in der nähe von Bogota hinausfuhren um Goldpulver ins Wasser zu streuen. Somit wurde der ganze See zu einem Goldbad. Als die Conquistadores das sahen fuhren sie am nächsten Tag Schaufel und Spaten auf und fingen an den See abzugraben. Sie fanden auch wirklich viel Gold dort, zerstörten aber einen heiligen Ort der Indigenas.
Hier nun ein paar Fotos einiger der schönsten Ausstellungsstücke:

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Nach dem Museumsbesuch bin ich kurz vor dem Verhungern. Ich setzte mich einmal mehr ins Crepe & Waffles, einfach weil es gerade am nächsten ist. Danach muss ich meine Füsse hochlegen welche nach 6h herumstehen und zuhören ein wenig schmerzen. Sie müssen sich erholen, den morgen will ich noch etwas mehr von Bogota sehen.

Ibagué – Cañon de Cobeima

Freitag ist Wandertag und so muss ich etwas früher aus den Federn. Erstmal mit dem Bus ins Stadtzentrum, dort setzte ich mich kurz 20min ins erstbeste Kaffee und esse mein Spiegelei und Brötchen zum Frühstück. Dann versuche ich herauszufinden wo mein nächster Bus fährt. Ich denke ich stehe an der richtigen Strasse, es fahren auch hundert Busse vorbei, aber keiner mit meiner Nummer. Ich frage also den Mann der neben mir steht und auch so aussihet als würde er auf den Bus warten. Und ja, er wartet ebenfalls auf die Nummer 48. Nach 20min taucht dieser dann auch endlich auf, bis dann kenne ich schon die gesamte LEbensgeschichte des guten Mannes, inklusive der seiner ganzen Familie.
Die Fahrt dauert eine gute Stunde, bald sind wir aber schon ausserhalb Ibagués und fahren einem Fluss entlang. Ich will ja in ein Tal, scheint also der richtige Weg zu sein. Es wird etwas holpriger nachdem wir das letzte grössere Kaff hinter uns gelassen haben. Trotzdem hat es immer weider grössere Restaurants, Fincas mit Pferden und Kühen und dann wieder ein paar einfache kleine Wohnhäuser am Strassenrand. Ich steige als allerletzte im hintersten Dörfchen des Tales mit dem NAmen Juntas aus.

Der Name kommt davon dass sich hier zwei Flüsse treffe (juntar = verbinden, zusammenfügen). Hier sollte es eine Touriinfo geben, aber die haben wohl auch Weihnachtsferien. So frage ich kurz die paar Jungs welche beim HAus herumstehen wo es zum Aussichtspunkt geht. Ganz einfach, immer der STrasse nach. So wandere ich los. Der STrasse nach über die Brücken und weiter nach oben. etwa eine halbe Stunde, dann kommt der Abzweiger zum Aussichtspunkt. Den Fussweg hinauf auf den Bergvorsprung und hier sieht man über die beiden Flüsse, Juntas und die STrasse nach Ibagué.

Hier oben treffe ich zwei weitere Spaziergänger. Einer hat die Kopfhörer ziemlich festgeschraubt und ist seiner Kleidung nach (alles aus Leder) wohl mit dem grossen Motorrad da welches ich unten an der Strasse stehen sah. Der andere ist Lionel. Mit ihm fange ich ein Gespräch an und wir entschieden bald zusammen weiterzugehen. Wenn wir der Strasse weiter in das Tal hinauf folgen sollten wir nach meinem Plan zu einem Teleferico kommen.
Wie das so ist in Südamerika ist man nie alleine und mein heutiger Kumpane ist also Lionel. Er erzählt mir wie sehr er die Natur liebt. Ich sehe schon an seinem Schuhwerk dass er gerne läuft, nicht so wie die meisten anderen Südamerikaner. Er sei auch Künstler, mahlt Bilder mit viel Grün und lässt sich sehr gerne draussen inspirieren. Arbeitet tut er in Bogota, deshalb muss er übers Wochenende manchmal einfach der Grossstadt entfliehen. Auch er ist das erste Mal in Ibagué. Seine Gemälde zeigt er mir ebenfalls und sie sind wirklich beeindruckend!

So spazieren wir sicher 1.5h immer weiter die Strasse rauf, an Kühen vorbei durch das warm-feuchte Klima des Waldes. Dann kommen wir wirklich beim Teleferico an. Die Seilbahn führt über die Schlucht (die Abhänge sind nun sehr steil geworden) auf die andere Seite zu einer Finca. Wir bestiegen also die Kabine und gondeln hinaus über den Abgrund. Hier sieht man wie im Valle Cocora immer wieder die wachspalmen aus der Blätterdecke der anderen Bäume hinausragen.
Auf der anderen Seite angekommen kriegen wir einen Begrüssungstee und sehen uns kurz auf der Finca um. Sie ist sehr schön mit weiten Tischen für Touristengruppen oder Anlässe eingerichtet. Solche Fincas oder Resorts git es oft, die Südamerikaner leiben es am Wochenende aus der Stadt hinaus mit allen Kindern an so einen Ort zu fahren um „etwas zu erleben“. So ist auch gerade ein paar mit ihrer 3jährigen Tochter angekommen. Und wohl auch deshlab haben sie hier nicht nur Kühe und Pferde sondern auch 3 Sträusse, ein Hängebauchscwein, Gänse und Hasen. Eigentlich ein kompletter Streichelzoo (wobei die Sträusse definitv nicht gestreichelt werden wollen….)

Eine Führerin wird uns zugeteilt welche uns übers Terrain der Finca führen soll (einen sogenannten Eco-Weg). Dieser führt an einem Hügel vorbei woh anscheinend die Eingebohrenen noch immer ihre toten bestatten und Rituale ausführen. Oben hat es eine kleine Hütte welche ein Museum zur Geschichte von Kolumbien un ddes departements Tolima sein soll. Es ist eher düster hier drin, die Wände sind beschrieben, Zeitungsartikel angeklebt und Abbilder von Präsidenten und REvolutionsführer darübergesprayt. Unsere Füherin erzählt uns etwas unzusammenhängende Anekdoten der sehr blutrünstigen Geschichte die ich aber nicht so genau wiedergeben kann. Dann meint sie noch in einem Nebensatz dass es in diesem HAus auch spukt was die Familie mit Kind, welche benfalls mitgekommen ist, sofort veranlasst das Gehütte zu verlassen.
Weiter geht der Ausflug über einen Aussichtspunkt wo man wirklich schön ins Tal sieht in einem Rundgang wieder zurück zur Finca. Die Kleine läuft in ihren Minigummistiefel wunderbar mit (12mal besser als die Mutter) und erzählt wie ein Buch von ihrer neuen Uhr die sie bekommen hat, die aussieht wie Mickey Mouse und Micckey sei doch schon viel cooler als Minnie… Sie ist sehr süss. Allerdings bleibt sie dann mit Eltern auf dem Spielplatz hängen während Lionel und ich uns in der Finca noch einen Saft und eine Glace gönnen.

Dann ist es Zeit wieder zurückzugehen. Teleferico und 2h Fussweg zurück nach Juntas, dort haben wir beide Kohldampf und ich verdrücke eine ganze mit Mozarella überbachene Forelle. Um etwa halb5 fährt der Bus zurück nach Ibagué wo wir im strömenden Regen im stockdunkeln ankommen. Eigentlich wollte ich noch in den PArque Centenario die Weihnachtsbeleuchtung ansehen, die Plaza Bolivar muss aber genügen denn nun schüttet es wirklcih wie aus Kübeln. Trozdem sind die Lichter wirklcihw udnerhübsch!

Lionel und ich machen schnell ein paar Fotos dann versuchen wir ein Taxi zu kriegen. Das stellt sich als gar nicht so einfach heraus weil momentan alle gerade nach einer Mitfahrgelegenheit suchen. Wir schaffen es dann aber doch noch mehr oder weniger trocken in ein Auto. Auf halbem Weg verabschiede ich mich von Lionel und fahre noch bis ganz nach draussen zu meinem Hotel. Dort packe ich meine Sachen und schlafe bald, bin doch ein paar Stunden gelaufen heute und müde.

Am nächsten Tag ist das letzte Mal Busfahren auf dem Programm. Ich schleppe meinen schweren Koffer ins Terminal und setzte mich in den topmodernen Car nach Bogota.

Ibagué – Stadt & Orquidario

Am Donnerstag morgen suche ich mir neben dem Hotel gemütlich ein Frühstück (mal wieder Nationalfood Arepa mit Rührei) und winke dann den Bus heran welcher mich ins Stadtzentrum bringen soll. Das geht gut um die 40min da die Strassen sehr verstopft sind. Dafür habe ich wunderbar Zeit um aus dem Fenster zu sehen. Ibagué ist die Hauptstadt von Tolima und sieht meist aus wie grosse Städte in Südamerika halt aussehen. Schmutzig, etwas unfertig und doch schon heruntergekommen, Strassen oft verstopft und mit vielen Löchern, überall geschäftiges Hinunhergerenne. Im STadtzentrum ist es dann aber anders. Ich steige nahe des HAuptplatzes aus dem Bus und starte meinen Rundgang in der Einkaufsmeile welche zur Plaza Bolivar führt. Dafür das ein normaler Werktag ist sind esxtrem viele LEute auf der Strasse. Ich errinnere mich dass die Universitäten und Schulen nun zu sind in ganz Kolumbien und es müssen wohl alle noch Geschenke einkaufen gehen…

Auf der Plaza mache ich einen abstecher zum Touristeninfowagen, dann laufe ich einmal um den Platz um die Springbrunnen und Weihanchtsdeko zu bewundern. Auch an der KAthedrahle kommt man hier vorbei. Der Platz ist sehr grün und gefällt mir sehr gut!

Danach schlendere ich weiter durchs Zentrum, zur Plaza de la Musica, gleich neben der national sehr bekannten Musikschule, weiter zum PArque Centenario. Auch hier ist alles (aber wirklich ALLES) mit Weihnachtslichter verhängt. In der Nacht muss das wunderbar aussehen!

Ich kam etwa um 10Uhr im Stadtzentrm an, kurz vor 12 nehme ich mir bei der Plaza Bolivar ein Taxi und lasse mich in den südlichen Teil der STAdt bringen wo sich das Orquidario de Tolima befindet. Als wir bei der Adresse ankommen denke ich erst es ist geschlossen. das Tor ist zu, es hat keine Klingel. Allerdings kann ich einen Flügel aufstossen.
Mir kommt schwanzwedelnd ein deutscher Schäfer entgegen. Und ich finde auch die Besitzerin. Sie putzt gerade den Swimmingpool. Ich erkundige mich ob ich störe oder ob sie geöffnet haben. Klar haben sie offen, ob ich mit ihnen Mittagessen will. Ja, Essen tönt für meinen Magen ganz positiv. Ich finde mich also bei Tisch wieder, mit der Besitzerin, der Sekretärin welche auch als Führerin arbeitet und dem Koch. Wir unterhalten uns ganz wunderbar und ich erfahre dass die Orchideen hier zu einer privaten sammlung gehören, der Mann der Besitzerin ist Biolog. Diba, die Führerin, nimmt mich danach auf einen kleinen Rundgang durch den Garten mit. Dieser liegt am Berg und in jeder Ecke verstecken sich Orchideen. Sie selbst hilft mit diese zu züchten und zu pflegen. Sie weiss alle Namen und Sorten, und davon gibt es einige! So steigen wir den Berg hinauf, sehen neben den Blumen auch Bananenstauden, Helikonien welche meterweise von den Stauden hängen, Mangobäume und vieles mehr. Oben angekommen haben wir durch das grün auch noch etwas Aussicht auf die Stadt.

Kolibris flitzen durch den Wald, ihr schimmerndes Gefieder entweder türkisblau oder smaragdgrün. Sie bestäuben vor allem die Helikonien. Ich bin super begeistert von diesem wunderbaren botanischen Garten. Zurück am Start lerne ich auch noch den Herr Professor persönlich kennen. Er hat alles hier aufgebaut, inklusive einem kleinen Hostel, man kann hier also auch übernachten.
Ich mache mich allerdings dann wieder auf den Weg. Es wird schon langsam dunkel und da ich nun mit dem Bus zurückfahre dauert das gut 1h noch bis ans andere Ende der STadt. Ich möchte heute früh schlafen gehen, denn morgen mache ich einen etwas weiteren Ausflug.

Desierto Tatacoa

Ich wache morgens beizeiten auf und lasse mir ein Taxi zum Busbahnhof rufen. Der Koffer wollte ich eigentlich in Neiva lassen,eintschiede mich aber alles mitzunehmen damit ich auf der Rückreise nicht noch einmal bei dem etwas ungünstig gelegenen Hostel vorbeimuss. Im alltäglichen Gewusel am Busbahnhof muss ich mich ein- zweimal erkundigen wo jetzt die Kombis nach Villavieja fahren. Als ich dann amr ichtigen posten stehe kriege ich gleich ein Ticket und 10min später sind wir unterwegs. Etwa 1h brauchen wir bis ins Städtchen Villavieja. Dort quetsche ich mich mitsamt Koffer in ein Mototaxi welches mich zur Unterkunft Noches de Saturno in der Wüste bringen soll. Obwohl es hier schon sehr trocken ist sieht man der Umgebung die Wüste noch nicht wirklich an. Das ändert sich aber in den 20min fahrt ziemlich drastisch. Die kleinen Bäume und Sträucher weichen Kakteen, die Landschaft wird saniger und der Boden rot. Man sieht die ersten Gesteinsformationen welche vin dem wenigen Wasser und vom Wind ganz eigenartig geformt wurden aus dem Boden ragen.

Um 11Uhr mittags komme ich beim Hostel an. Und mache erstmal Pause. Es ist sicher 35Grad und einfach zu heiss um in der prallen Sonne spazieren zu gehen. Ausserdem ist der Tourenguide nicht hier um mich in eine etwas entlegenere Gegend der Tatacoa zu fahren. So geniesse ich die Hitze bei einem kühlen Cola und richte mein Schlafplatz, eine Hängematte, ein. Erst um halb4Uhr gehe ich los um den roten Teil der Tatacoa mit dem Namen Cusco zu besichtigen. Dieser liegt gleich auf der anderen Seite der einzigen Strasse, 2 Fussminuten vom Hostel entfernt. Der Eingang zu Rundweg führt bei einem kleinen Restaurant vorbei und ich frage den Besitzer ob der WEg auch gut ausgeschildert sei. Jaja, kein Problem. Ich laufe also den Pfosten mit den gelben Markierungen nach. Nach den ersten 3 finde ich schon keinen mehr… Also suche ich mir meinen Weg selbständig, etwas den Fussspuren der vorigen Besucher nach. Das rote Areal ist nicht so gross und und man kann sich kaum verlaufen. Trotzdem fühlt man sich hier plötzlich in eine andere Welt versetzt. Es sieht aus wie im wilden Westen. Roter Sandstein hat Blöcke geschafft die einwenig ans Monument Valley in den USA erinnern. Hohe Kakteen säumen die Wege, kleine runde mit violetten Blüten sieht man zwischendurch. Die Nachmittagsonne mit ihrem warmen Licht taucht alles in einen organen Schimmer. Es ist wunderschön und die Felsen sehr beeindruckend.

Allerdings weiss ich irgendwann wirklic nicht mehr genau wie ich zwischen den Felsen zum zweiten Ausgang gelangen soll. Immer wieder begene ich einer Herde Ziegen und ein kleiner Hund leistet mir seit den ersten paar Kurven Gesellschaft. Zurück kann ich immer, das ist kein Problem, ich laufe also einmal auf ein Plateau um alles von oben zu sehen. Da Treffe ich eine weitere Gruppe Touris, ein französisches Päärchen und eine Engländerin. Auch sie finden den offiziellen weg nicht mehr. Hier oben kann man auch ekennen dass das ein icht ganz so einfaches Unterfangen ist da die roten Sandsteinspitzen wie ein Labyrinth bilden.

Wir machen uns zu viert also auf den Rückweg wo ich hergekommen bin. Dort erholenw ir uns kurz in dem kleinen Restaurant. Es ist immer noch sehr heiss und die halbe Stunde spazieren hat uns alle schwitzen lassen. Um halb6 geht die Sonne unter. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen und stellen uns an die Plateaukante von wo man eine wunderbare Aussicht über den roten Teil der Tatacoa hat.

Danach nehme ich die 3 in mein Hostel mit wo es eine riesige Portion Reis mit Poulet zum Abendessen gibt. Pünktlich um 10vor7 sind die Teller leer und wir machen uns auf zur Sternwarte. Auch dieses liegt nicht mehr als 5 Fussminuten entfernt. Die Tatacoa soll der beste Ort in Kolumbien sein um Sterne zu kucken. Hier gibt es keine Strassenlaternen, so leuchten wir uns den Weg mit Taschenlampe und Handys. Nur die Sternwarte leuchtet im Dunkeln. Vor dem Gebäude stehen schon 2 Busse, dies hier ist die Hauptattraktion der Gegend.
Wir werden auf das Dach geführt wo schon zwei Teleskope bereit stehen. Durch das eine kann man Uranus erblicken, ein blauer schwummriger Ball, durch das andere die Pleiaden. Dann dürfen wir uns auf die herumstehenden Plastikstühle setzten und den Kopf in den Nacken legen. Die beiden Wissenschaftler die uns hier heute etwas über die Sterne erzählen machen hier schon mehrere Jahre Forschung. Es wurden auch schon neue Sterne in dieser Sternwarte entdeckt. Nur können beide doch nicht sehr gut englisch, allerdings geben sie sich jede Mühe, da meine drei Kollegen nicht wahnsinnig gut Spanisch sprechen. So viel ich ausmachen kanns ind wir aber die einzigen Europäer hier.

Als erstes wird uns der Polarstern und die Formation Orion gezeigt. Der Polarstern ist hier ganz unten am Firmament und nicht sehr gut zu erkennen. Der Orion steht das ganze Jahr über am Himmel. Ausserdem können von Kolumbien aus auch der Wagen und das Kreuz des Südens zu sehen sein, allerdings erst ein ein paar Monaten wieder. Alle bekannten Sternezeichen ziehen hier im verlauf des JAhres über den Himmel da wir uns extrem nahe am Äquator befinden, dies ist ein weiterer Grund warum die Tatacoa für Wissenschaftler in diesem Bereich sehr interessant ist.
Mit einem LAserstrahl wird dann unsere Aufmerksamkeit auf einen der Orionsterne gerichtet. Dieser heisst Betelgeuse und ist der grösste Stern welchen wir von Auge erblicken können am Himmel. Er ist über 100 Lichtjahre entfernt. Und, Betelgeuse ist am sterben. Oder vielleicht schon lange gestorben, allerdings müssen wir hier auf der Erde warten bis uns das Licht der supernova erreicht welcher mit dem definitiven Kollaps des Sterns einhergeht um es genau zu wissen. Wenn dies passiert werden wir hier auf der Erde über ca. 1-2 Monate ein grosses Licht am Himmel erblicken, heller als der Mond. Dies könnte in den nächsten Jahren passieren, oder morgen, oder doch erst in hunderttausend Jahren. Ich bin begeistert und wünsche mir das erleben zu können, das ist doch saucool!

Die beiden Guides erklären uns noch einige Sterne und weitere Himmelskörper mehr. Wir sehen einige Kometen vorbeifliegen da wir gerade mitten in einem Schauer sind, uns wird die Formation des Pegasus hervorgehoben und die Position der Orionnebula welche wir dann auch noch durchs Teleskop betrachten können. Lustig fand ich als wir nach dem Kassopeia-M suchen. Ich wollte es vorher schon finden, allerdings habe ich nach einem W gesucht. Dieses steht hier für meine Verhältnisse verkehrt am Himmel weshalb ich es auch von selbst nicht fand. Insgesamt ist die Führung sehr gut, auch wenn nicht grauenhaft viel neues für mich herausspringt, abgesehen von Betelgeuse, was mich wirklich begeistert.
Nach der Tour, welche etwa 1h dauerte, machen sich meine drei Freunde auf den Weg zurück nach Villavieja wo sie ihr Hostel haben. Ich laufe den kurzen Weg zurück zum Hostel. Dort steige ich in meine Hängematte, aber nicht bevor ich mich nicht von Kopf bis Fuss mit Mückenspray eingenebelt habe. Diese Mistviecher leben gleich im Sand unter meinen Füssen und ich habe konstant etwa 10 davon um den Kopf. Na halleluja wenn ich da nur schlafen kann. Mein Geschimpfe weckt jemandem in der Hängematte nebenmir vonw elcher ich dachte sie sei leer. ICh entschuldige mich, aber Nadien hat noch gar nicht geschlafen. Nachdem wir 5Minuten auf Englisch gesprächeln finden wir heraus dass wir ja beide aus der Schweiz sind.
Nadine ist schon ein paar Monate unterwegs und nimmt sich sehr viel Zeit. Sie ist Grundschuhllehrerin, will aber 2 Jahre jetzt Reisen. Davor war sie iene kurze Zeit arbeiten auf einem Kreuzfahrtschiff, ein Erlbenis vom welchem sie mir sehr viel erzählt, allerdings nicht sehr viel positives. Anstrengend, viele doffe Regeln, 14h Tage, keine Privatsphäre, Person 4. Klasse. Tönt nach Spass…. Wir reden noch bis weit in die Nacht hinein, unter anderem weil wir beide von den Mücken nicht in Ruhe gelassen werden und schlafen eher schwierig wird. Schlussendlich nicke ich doch noch weg, aber nur für ca. 4h.

Dafür bin ich beizeiten wach am nächsten Tag und um 8Uhr nach einem riesigen Frühstück (juhuu Reis) bereit damit mich der Tourguide des Hostels für den total überrissenen Preis von 50Pesos zum grauen Teil der Wüste fährt. Wir steigen auf sein Motorrad und ab geht die post (ja ich liebe Motorrad fahren!). Da es eher teuer ist lasse ich mir aber auch alle Zeit der Welt um zwischendurch abzusteigen, die Landschaft zu betrachten und Fotos zu machen. Auf beiden Seiten der Wüste kann man die Ausläufer der Anden erkennen welche das dazwischenliegende Land so austrocknen, da jegliche Wolken beim überqueren der Gipfel schon ausregnen.

Nach ca. 15 Fahrminuten, in welchen wir an weiteren Sternwarten (einige davon Privat) und an Luxushotels vorbeikommen, halten wir beim grauen Teil der Tatacoa. Auch hier hat das wenige aber heftige Wasser und der Wind ganz einzigartige Figuren geformt. Einige sehen aus wie Gespenster, andere wie Tische wenn der Sandstein unter einer festeren Steinplatte abgetragen wurde. Es ist früh am morgen, wir sind die ersten zwei MEnschen hier. Es ist gut habe ich einen Führer denn die Hügel sind auch hier labyrinthartig. Am Ende des Weges kommen wir am Schwimmbad vorbei von welchem man einen tollen Ausblick über die Wüste hat (allerdigns leider inklusive dem hässlichen Swimmingpool).

Von da werde ich wieder zurückkutschiert und ich mache noch ein paar Fotos der riesigen Kakteen welche hier überall wachsen.

Zwischen dem roten und dem grauen Teil ist die tatacoa gar nicht so wüstenhaft, sie hat immer wieder etwas grün.
So das wars also, mit dem Mototaxi des Hostels gehts zurück nach Villavieja wo ich mich in den Kombi setzte und warte bis er voll besetzt ist um abzufahren, Dabei lerne ich zwei Deutsche kennen welche sich in de Wüste ein Luxusresort gegönnt haben und deshalb gerade sehr entspannt nach Bogota fahren um von dort vor Weihnachten noch nach Hause zu fliegen.
Ich selbst steige in Neiva in den Bus nach Ibagué um. Die Fahrt dauert etwa 4h, dazwischen muss immer mal wieder angehalten werden, vor allem da um 12Uhr alle etwas essbares finden müssen. Am Nachmittag kommen wir in der STadt an.
Ibagué ist nocht sehr gross und nahe bei Bogota. Allerdings immer noch auf einer Höhe wo es schön warm bleibt. Mein Hotel (es gibt hier keine Hostels, ist definitv kein bekanntes Touristenziel) leigt am Ende der Stadt. Es gibt Busse aber mit dem Koffer nehme ich lieber ein Taxi. Es sit schön für zwischendurch mal wieder ein eigenes Zimmer und Bad zu haben. Das ausgiebig duschen lasse ich allerdings doch sein, denn es gibt kein warmes Wasser… Da es doch schon 4Uhr ist bis ich ankomme und mich eingerichtet habe kann ich micht mehr wirklich zum hinausgehen motivieren, es gibt einen gemütlichen Filmabend.

San Agustin

Mein Hostal in San Agustin ist ein wenig ausserhalb des Städtchens. Das grosse HAus ist wunderschön mit tollem Gemeinschaftsraum und einem riesigen frabigem Garten. Ales blüht jetzt während der Regenzeit. Harry, der Besitzer sit ziemlich lustig und empfängt mich sehr freundlich. Ich werfe meine Sachen in den Dorm und suche Ramona. Bald sind wir auf dem Weg ins Dorf um Znacht zu suchen. Wir machen ien Runde um die Plaza wo gerade ein Weihnachtsmarkt installiert wird, durch ein paar Strassen und entschieden uns dann doch am HAuptplatz in ein REstaurant/Cafe zu gehen wo ich eine Wokpfanne bekomme. Wow, die ist richtig gut, sogar mit Sojasauce. Und Ramona ist eine super Begleitung. Sie arbeitet als Lehrerin in einem Heim für psychisch behinderte oder etwas zurückgebliebene Kinder. Sie kann mir hundert Anekdoten erzählen. Sie ist seit 2Monaten unterwegs und freut sich nun, dass bald ihr Bruder mit Frau und ihrem zweijährigen Gottenkind sie in Costa Rica besuchen kommen. Deshalb muss sie bald weiter richtung Norden um es rechtzeitig auf Januar dahin zu schaffen.

Nach dem Essen akufen wir ein paar Snacks für morgen ein und kehren ins Hostal zurück wo ich sehr müde schlafen gehe. Die Busfahrt durch den Park war soo anstrengend…

Am nächsten Morgen treffe ich Ramona um 7:30 zum Frühstück. Danach machen wir uns auf in den archäologischen Park San Agustins. Die Ausgrabungen welche hier gemacht wurden sind nach meinem Reiseführer eine der wichtigsten Südamerikas. Ich bin sehr gespannt. NAch einerm kurzen Spaziergnag von ca. 30min kommen wir beim Eingang an. Hier fragen wir nach einem Guide. Nun zu dritt betreten wir den sehr schön aufgemachten Paruqe Arqueologico. Auf drei Lichtungen im Wald wurden hier Gräber der Agustin-Kultur gefunden. Diese wurden in 3 Zeiten eingeteilt welche von tausend Jarhe vor Christus bis 900 nach Christus dauern. Die ersten Gräber waren einfach tiefe Schächte von bis zu 5m welche zuunterst in einem Seitenschacht enden wo der Tote und die Grabbeigaben bestattet wurden. Der Schacht wurde wieder verschlossen und die Erde in der richtigen Schichtung wieder hineingeschaufelt.

Später wurden Steinkammern in den Boden gelassen und Statuen, etwas ähnlich wie die au fden Osterinseln, als Hüter aufgestellt. Die Steinskulpturen sind zT bis 3m hoch, andere sind 30cm gross. In den Gräbern wurde viel Gold und Schmuck gefunden, allerdings wurde das meiste davon schon vor der Entdeckung durch Archäologen von Grabräubern entwendet. Auch wurden die Gräber zT zerstört oder STatuen gestohlen, so ist es nicht ganz einfach die Geheimnisse der Agustinkultur zu entziffern und viel beruht auf ähnlichkeiten mit den Inkas oder auf purer Spekulation.

Unser Guide redet ununterbrochen und es ist zu viel Info um hier alles wiederzugeben. Hier einfach ein paar Punkte:

-Die Gräber welche auf allen Seiten mit Steinen ausgekleidet waren enthielten immer nur 1 Toten. So gab es wohl das Grab der Schamanen. STarb ein weiterer Schamane wurde ersterer aus dem Grab gehoben und in einer Urne in der Nähe zum zweiten MAl begraben während der neue Tote ins HAuptgrab gelegt wurde.

-An den STauen welche beim grabeingang stehen soll man wohl erkennen können wer hier begraben liegt. Dies beruht allerdings auf viel Spekulation. Fast alle Figuren sind MEnschlich aber meist mit einer Tiermaske und es ist schwierig zu wissen welches Tier was bedeutet.

-Wie bei den Inkas findt man hier Schlangen, Jaguar und Adler (anstatt Kondor) welceh wohl ähnliche bedeutungen der Untwerelt, erde und Himmel hatten. Es gibt aber auch Frosch und Affe. Man rekonstruirt, dass es 7 Stufen einer „geistigen Evolution“ gab welche beim Frosch begann und über den Affen zu Jaguar und zum Adler führte. Die höchste Stufe war wohl das niveau des Schamanen. Es gibt viele STatuen von Mischwesen zwischen den Stufen (Mensch/Frosch/Affen-Mix zB).

-Alle STatuen und Gräber waren früher bemahlt, die Farbe hat sich allerdings nur an ganz wenigen STellen erhalten. Figuren hat man nur 2 gefunden welche ihre volle Kolorierung behlaten haben bis heute.

-Im Tal nach den Gräbern findet sich eine Quelle mit von MEschen in den Stein gehauenen Kanälen und Becken. Wahrscheinlich wurde sich hier gewaschen oder sogar zur Welt gebracht. Heute ist das Wasser welches hier fliesst heruafgepumpt, früher war es wohl eine warme Quelle welche es hier, in einer vulkanischen Gegend, viel gibt.

-Man weiss nicht genau was um ca. 900n.Chr. mit der Agustin Kultur passiert ist. Andere Stämme sind in die Gegend eingewandert und haben die Ureinwohner wohl verdrängt oder sich mit ihnen vermischt. Da es keien schriftlichen Hinterlasenschaften gibt weiss heute niemand mehr genau was es mit den Figuren auf sich hat. Trotzdem ist es hilfreich Schamanen der Umgebung heute nach ihrer Interpretation zu fragen. ZB gibt es Statuen die eine Art Keule in der Hand haben, welche als Waffe gedeutet wurde. Die Schamanen der REgion meinten aber das sehe eher nach einem Zeremonienstock aus.

Die letzte Station unserer Führung nach ca. 3h ist auf einem Hügel mit toller Aussicht ins Tal. Hier setzen wir uns kurz ins Grass, geniessen die Sonne, essen ein paar Nüsse und Mandarinen. Dann machen wir uns auf den Rückweg und just als wir beim museum am Eingang ankommen fängt es an zu regnen. Wir besichtigen noch kurz das Museum, allerdings sind sowohl Ramona als auch ich so vollgestopft mit Info dass wir einfach die Ausstellungsstücke, STatuen und Keramik, begutachten.

Dann bringt uns unser Führer mit dem Auto noch ins Dorf zurück zu einem REstaurant wo wir einen feinen Zmittag geniessen. Da es nicht aufhört zu regnen gehen wir nur noch kurz Geld abheben und fürs Abendessen einkaufen, dann nehemn wir uns ein Taxi um ins Hostel zurückzukehren.

Dort machen wir uns einen gemütlichen Nachmittag mit den Katzen in der Stube. Wir schwatzen mit zwei Iatlienerinnen und HArry, kochen dann irgendwann feine Spaghetti mit Tomatensauce und sitzen noch bis fast um Mitternacht zusammen. Das Hostel hier ist wirklich ausnehmend schön und gemütlich!

Am zweiten Tag in San Agustin mache ich es mir einfach und buche eine Tour. Um 9Uhr gehts los und wir werden den ganzen Tag von Grabstätte zu Grabstätte und von Wasserfall zu Wasserfall gefahren. Erhlich gesagt beeindruckt mich das heute nichtso. Die gräber im Parque Arqueologico waren eingies beeindruckender und Wasserfälle habe ich schon sooo viele gesehen. Trotzdem ist es ganz lustig. Einer der Wasserfälle sollder 3.höchste von ganz Südamerika sein. Bei einem anderen kann man bis oben an die Kante stehen oder sogar mit einer riesenschaukeld arüber hinausschwingen. Allerdings verbringen wir nach meinem Geschmack zu viel Zeit im Auto da die Sehenswürdigkeiten doch sehr weit auseinanderliegen. Ganz toll finde ich vor allem noch ein zweiter Grabhügel wo man nochmals weitere STatuen sehen und ein paar Infotafeln lesen kann.

Am späten Nachmittag bin ich zurück im Hostel und wärme mir die Resten der Spaghetti zum Znacht. Ramona ist schon nach Cali abgefahren und ich setzte mich also zu einem holländischen Päärchen und einem Amerikaner welche ien spannendes Kartenspiel spielen. Nach dem Essen habe ich soweit kapiert um was es geht und mache noch so gerne ein paar Runden mit. Dann kommt MArtin aus Österreich dazu. Mit ihm fangen wir an Kent zu spielen, welches ich als Geimsch aus dem Korbballlager kenne. ICh habe kurz einen Backflash zu meiner Kindheit. Bei diesem Spiel geht es unter anderem um Schnelligkeit und ich war früher schon immer super nervös und aufgekrazt danach. Ausserdem habe ich von Tiziana aus Glasgow eine Email gekrieg und mich daran errinnert dass ich ja in 4 Wochen schon dort sein werde… So muss ich heute erst eine Stunde ein Hörbuch hören bevor ich wirklich schlafen kann.

Dafür kann ich es am nächsten Tag nochmal gemütlich nehmen. Die letzte lange Busfahrt steht an, nach Neiva. Harry meint als ich Auschecke dass es auch ein Privatauto gibt welches um 11Uhr fahren würde. Nicht viel teurer als der Bus. Ok, super viel besser! So komme ich mit einem weiteren holländischen Pärchen ganz bequem in 5h nach Neiva. Da wir nur 3 Passagiere sind können wir unterwegs zusammen Mitagessen, Kaffeepause machen und einmal sogar einen Fotostopp einlegen.

In Neiva bleibe ich nur 1 Nacht, es ist der Ausgangspunkt für einen ausflug in die Tatacoawüste. Davon im nächsten Beitrag mehr.

Popayan & Parque Purace

Am Dienstag morgen checke ich um 10Uhr nach einem feinem Müesli zum Zmorge aus dem Hostel aus und begebe mich an den Terminal von Cali. Dort buche ich den nächsten Bus nach Popayan. Allerdings hätte ich etwas mehr überlegenund früher aufstehen sollen… Am Mittag ist immer Rush Hour in den Stätden und Cali ist da keine Ausnahme. So dauert es fast 1h nur aus der STadt rauszufahren. Ich stecke die Kopfhörer in die Ohren und ergebe mich dem Schicksal dass die Fahrt halt einfach so lange dauern wird wie sie dauert.

In Popayan komme ich erst um 4Uhr an und es regnet in Strömen. Ich winke einem Taxi und lasse mich zum Hostel fahren, dort richte ich mich ein und schreibe ein wenig an meinem Blog. Erst um 6Uhr schaffe ich es aus dem Haus um etwas essbares zu finden. Es regnet zum Glück nicht mehr.

Gleich um die Ecke finde ich ienen Libanesen und bestelle eine gut beladene Pita. Am Nachbarstisch sitzt offensichtlich auch ein Solo-Reisender und anstatt dass wir beide in unser Handy starren lade ich ihn ein mit mir Abendzuessen. ISt doch viel schöner zu zweit. Victor kommt aus Schweden und hat bisher sein ganzes Leben aufs Reisen ausgelegt. Er arbeitet Saisonal als Baarkeeper damit er danach dem schwedischen Winter entfliehen und ein paar onate Reisen gehen kann. Er ist gerade erst in Kolumbien angekommen. Wir sprechen über Fussball, die allgemeine Verwechslung SChweden/Schweiz, das Leben im allgemeinen und geniessen das gute Essen.

Danach verabschiedet sich Victor, er wird morgen schon wieder abfahren. Ich mache noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zur Plaza, 4 Blocks weiter. Schon von weitem hört man Musik, riecht die Essenstände und sieht die MEnschenmenge. Es ist Ferienzeit in Kolumbien, alle Schulen und Universitäten sind zu, die Leute gehen nach draussen und geniessen die freie Zeit. Die Plaza ist wunderhübsch beleuchtet, das Thema sind offensichtlich Blumen. In den Bäumen hägen grosse Wassertropfen, Bogengänge laden zu Selfies ein und der Weihnachtsbaum blinkt munter in allen Farben vor sich hin. ICh höre ein wenig der Band zu, mache ein paar Runden um den Platz und kehre dann ins Hotel zurück.

Am nächsten Tag stehe ich um 10Uhr wieder an der selben Stelle vor der KAthedrale an der Plaza. Es ist Free Walking Tour Time. Die spanische Gruppe besteht aus lauter Europäer aus Spanien, Frankreich und der Schweiz. So lerne ich Ramona aus Luzern kennen welche ein ganzes Jahr unterwegs ist um Südamerika und Asien zu erkunden.

Unsere Führerin beginnt die Tour gleich auf der Plaza. Sie meint, Popayan sei in der Geschichte Kolumbiens ein sehr wichtiger ORt gewesen da hier in der Nähe immer wieder Schlachten für die Unabhängigkeit von spanien ausgefochten wurden. Gleich 14 Expräsdienten Kolumbiens kommen aus Popayan. Die STadt selbst wurde sehr früh nach der Ankunft der Spanier gegründet und hat sich bis heute den Kolonialstil erhalten. Viele Häuser sind sehr alt und gehören zum Unesco Weltkulturerbe. Alle GEbäude hier sind weiss bemahlt. Das kommt ursprünglich davon, dass die Wände früher aus Erde waren und sich darin ein Insekt sehr ähnlich der Flöhe oder Wanzen verbreiteten. Diese brachten eine Krankheit in die Stadt welche sich mit Geschwüren an den Füssen äussert. Diese Epidemie konnte erst eingedämmt werden als man anfing die Hauswänd emit Kalk zu verputzen. So wurde aus Popayan „La Ciudad Blanca“ (Die weisse Stadt). Auch heute noch werden die Häuser jedes Jahr vor der Semana Santa (Also vor Ostern) neu gestrichen damit alles weiss glänzt während den wichtigsten Fesivitäten des Jahres. Popayans Semana Santa ist sehr berühmt. Es werden unzählige Heiligenstatuen, Jesuse, Jungfrauen und ähnliche Jehudis durch die Strassen getragen. JEden Tag gibt es Prozessionen. Die männlichen NAchkommen der reichen Familien geben die Tradition des Trägers einer der Heiligenstatuen in der Familie weiter. Zu 6. oder zu 8. müssen diese Schweren lasten auf der Schulter durch die STrassen befördert werden. Nach der Semana Santa gibt es dann auch noch eine Prozession der Kleinen wo sogar schon Kinder Miniaturen der Heiligenbilder herumzeigen dürfen. Dies, damit sie schon früh die Tradition erlernen und ebenfalls Freude daran finden und später die Ehre eines Trägers gene akzeptieren. Auch die Frauen haben ihre Rolle in den Prozessionen, die Trägerinnen kleiden sich in traditionelle Kleidung und bringen Blumen mit sich. Dies ist allerdings nur einmal im LEben möglich und nur für eine schöne junge Frau zwischen 17-25 Jahren.

Wir machen halt in der Kathedrale und uns wird die Geschichte des Erdbebens erzählt welche die Kuppel der Kirche einstürzen liess und 40Menschen darunter begrub, da es gerade Sonntag und Zeit der MEsse war. Die KAthedrale wurde wieder erbaut und erhielt danach sogar Besuch des damaligen PApstes. Bekannt ist auch die Jungfrau welche in einer Nische ihren Platz hat. Ihr wurde früher von den Reichen Familien eine Krone gespendet. Diese wurde von Haus zu Haus der Geldgeber weitergegeben, bis jemand die super Idee hatte man könne diese doch verkaufen. Dafür brauchte die Familie aber die Erlaubnis der Kirche. Sie versprachen mit dem Geld Schulen und Waisenhäuser zu errichten, also erlaubte die Kirche die Krone wegzugeben. Natürlich wurde das Geld nie für das eingesetzt wofür es versprochen wurde, die Krone verlor sich und steht heute in New York in einem Museum. Sie soll eine der wertvollsten Kronen der Welt sein da sie aus purem Gold gemacht und mit vielen Edelsteinen besetzt sit. Der grösste soll früher einemal dem Inkakönig Atahualpa gehört haben.

Wieder auf der Plaza zeigt unsere Führerin auf beide Seiten der Strasse und meint dies sie die Strasse der Kirchen. Neben der Kathedrale stehen hier noch 4 weitere Gotteshäuser. Weiter geht es in ein typisches Haus einer ehemal reichen Familie. Hier sind die Heiligenstatuen der Semana Santa ausgestellt. Die Villa hat einen superschönen Innenhof mit Brunnen. Vor den Fenstern konnte sich die Dame des Hauses hinsetzten um mit ihrem Angebetetn zu sprechen falls dieser auf dem Pferd vor dem Fenster anhielt. Dies war aber nur in Begleitung eienr Anstandsdame erlaubt.

Ein weiteres schönes Familienhaus ist heute nun die Universidad de Cauca, eine der wichtigsten Universitäten Kolumbiens. Wir sehen von oben in den Haupthörsaal. Interssant hier ist vor allem das riesige Bild welches an der Kopfseite hängt. Es wurde von einem sehr bekannten Maler (Name vergessen) aus Popayan als Ode an seine STadt gemalt und man sagt er sei nach der Vollendung gleich gestorben.

Der Mann ganz rechts ist der gründer Popayans und die vielen Köpfe dahinter gehören den Expräsidenten welche aus der STadt stammen. Das Indio-Mädchen stellt eine bekannte wilde Eingebohrene dar welche zur sTAdtlegende gehört. Die zwei Schwarzen dahinter mit der Französischen Revolutionskappe zeigen die Abschaffung der Sklaverei welcher der Präsident vor ihnen in Kolumbien vorgenommen hatte. So hat jede Figur auf der MAlerei seine Bedeutung. Am coolsten fand ich die frau im Himmel welche das unvorhersehbare und manchmal ungestüme Wetter der Region darstellen soll. AUsserdem sieht man im Hintergrund die Strasse der Kirchen mit ihren 5 Türmen.

Wir laufen durch ein paar STrassen der STadt und kommen dan an der Puente de Humilacion an.Humilacion bedeutet Erniedrigung und die Brücke heisst so weil es den Marktleuten welche in Popayan akamen früher nicht erlaubt war mit ihren Wagen und Pferden über die Brücke zu reiten. Sie mussten all ihre Waren selbst hinübertragen. Da die Brücke ganz leicht anch oben führt war das so anstrengend dass sie manchmal fast in die Knie gezwungen wurden von der LAst und so „Erniedrigt“ auf der Stadtseite ankamen. Auch die brücke ist mit Blumenbögen geschmückt für Weihnachten.

Wir laufen noch über weitere Plätze mit Expräsidentenstatuen, am Theater vorbei und bekommen Museen vorgeschlagen. Nach der Tour mache ich mit Ramnoa zum Znacht ab und gehe selbst richtung Tulcan del Morro, einem Hügel neben der Altstadt. Dies soll früher eine Pyramide gewesen sein und Archäologen etdeckten hier einige präkolumbianische Gräber. Ausserdem ist es ein toller Aussichtspunkt mit Blick über die ganze STadt. Streitpunkt hier war die und ist die Statue eines Spanier auf Pferd welche hier platziert wurde, an einem Ort der Ureinwohner… Eigentlich wollte man hier die STatue eines Indios errichten, diese wurde aber geklaut und inemand weiss wo sie heute gelandet ist. Das Bildnis des Spaniers war für eine andere Plaza gedacht gewesen und ersetzte den Indiokönig. Steht man auf dem Hügel sieht man dass die Bronze verkratzt und Sprüche hineingeritzt sind, sozusagen als Protest gegen das Bildnis.

Beim hinuntergehen besuche ich noch schnell den Ort wo man die wichtigsten Häuser Popayans in kleinformat aufgestellt hat, ist aber nur die Hälfte offen und weniger beeindruckend. So setzte ich mich in ein Restaurant, trinke einen Saft und probiere die typischen Empanadas mit einer Füllung aus Erdnuss, sehr lecker!

Danach spazire ich nochmal über die Plaza und renne dann ins Hostel um nicht total nass zu werden. Die Wolken sahen schon lange dunkel aus und nun regnet es wieder heftig. Ich warte also im Hostel bis es bessert. Um 4Uhr gehe ich kurz beim Terminal vorbei um meinen Bus für morgen früh zu reservieren, dann gehe ich mit Ramona und ihrem Kollegen vom selben Hostel, Liam aus Liverpool, essen. Wir probieren ein Restaurant mit lauter typischen Snacks aus und bestellen uns neben den EMpanadas auch Tamales, Patacones und weiteres mit typischer Toamtensauce und allem was man in Popayan so an spezialitäten bekommt. Fein ist mein Naranjilla-Ananas Saft! Auch ein Dessert mit Dulce de LEche und getrockneten Feigen liegt drin, danach sind wir alle satt und haben uns einmal durch die Geschichte der STadt gegessen.

Um 8Uhr bin ich im Bett. Dies hat den Grund, dass ich morgen um 3Uhr aufstehen muss um den Bus um 4Uhr in den Parque Purace zu kriegen. Als der Wecker läutet bin ich sogar mehr oder weniger ausgeschlafen. Das ist auch gut so denn aus dem Plan im Bus noch ein wenig zu dösen wird gar nichts. Die Strasse im Park ist sooo schlecht dass ich mehr damit beschäftigt bin nicht meinen Kopf anzuschlagen. Die Löcher sind so tief dass man teilweise wirklich aus dem STuhl gehoben wird, so sehr schaukelt und hüpft der Bus.

Um 7:30Uhr kommen wir am Ende des Parkes bei der Rangerhütte an. ICh steige als einzige aus. Hier sollte ich den obligatorischen Guide finden und den Parkeintritt bezahlen. Das stellt sihc aber als schwierig heraus, da gar niemand da ist… Naja, der Weg führt einfach der STasse nach zurück, verlaufen kann ich mich nicht. Und es kann sich niemand beschweren ich hätte nicht bezahlen wollen. So mache ich mich auf den Weg. Der Park ist bekannt für schlechtes, kaltes Wetter,w ir sind hier fast auf 4000m.ü.M. Es NEbelt ein wenig, trotzdem kann ich die tolle Natur hier sehen. Immer wieder hört man den Bach rauschen. Wilde Blumen und Büsche ranken sich ineinander, Bäume gibt es hier schon keine mehr. ICh spaziere der Strasse entlang zurück. Autos kommen hier nur alle 30min mal eines vorbei. Es hat ein paar Abzweiger zu einem Wasserfall und einer Lagune. Mehr aber auch nicht. Als ich nach 3h beim Eingang des Parkes ankomme finde ich auch dort niemanden vor. So sehe ich mir den Mirador de Kondor leider nur von ewitem an. Auf dem grossen Felsen werden manchmal Fleischstücke für die grossen Vögel hingelegt. Und ich sehe tatsächlich von ganz weitem einen riesigen Raubvogel dort sitzen. Durch den Nieselregen ist es schwierig etwas zu erkennen aber ich denke das wird wohl der Kondor sein.

Anstatt auf den Bus zu warten (ich glaube der Fährt erst am Nachmittag) entscheide ich bis zum Dörchen Purace weiterzulaufen. ICh bin mal wieder der einzige Depp der zu Fuss unterwegs ist und die wenigen Autos die mir entgegenkommen oder mich überholen halten um zu fragen ob ich nicht mitfahren will oder die Fahrer starren mich einfach nur an als käme ich vom MArs. Allerdings habe ich hier sehr meine Ruhe. Die Wildnis ist Kuhweiden gewichen. Irgendwann kommt sogar für eine halbe Stunde kurz die Sonne heraus bevor es um 12Uhr wieder anfängt zu regnen. VOn da an zieht sich der Weg bis Purace. Ich brauche weitere 2.5h. Im Dörchen angekommen suche ich das einzige Restaurant welches pumsvoll mit Leuten ist. Ich kriege aber noch einen Stuhl und setzte mich in die Küche wo schon zwei weitere Tousiten aus Popayan unterschlupf gefunden haben. ICh habe richtig hunger, meine letzte MAhlzeit war um 3:30Uhr ein Yogurt, und so geniesse ich den Reis mit Kartoffel und super zähem Fleisch richtig. Um 13Uhr bin ich satt und schon das erste Mal etwas müde. Ich setzte mich an die Strasse um auf einen Bus zu warten. Um halb2 kommt aber ein Auto vorbei, das kostet etwas mehr ist aber sicher schneller als der Bus. Zum Glück muss ich ja den schlimmen Teil der Strasse nicht mehr zurücklegen. So quetsche ich mich zum Rest auf den Rücksitz und in 2h sind wir zurück in Popayan. Hier ist das Wetter wieder schlecht, stört mich aber gerade gar nicht denn ich bin fertig mit meinem Programm für heute. Die Höhe war anstrengend, ich bin müde. Es gibt einen Film und um 7Uhr schlafe ich ein.

Dafür bin ich am Donnerstag beizeiten wach. Es gibt Frühstück um 8Uhr. AM Tisch sitzen gleich 3 Schweizer inklusive mir, ein Österreicher und eine Holländerin. Daneben noch eine Asiatin und ein Typ aus Cali der sich fragt warum hier soviel deutsch gesprochen wird. Dann mache ich mich auf den Weg zum Terminal um mit dem Bus nach San Agustin zu fahren. Mir graut ein wenig davor denn wir müssen zwar über eine andere STrasse duchr den Parque Purace aber da ich gehört habe man brauche 5h für die eher kurze Strecke nach San Agustin nehme ich an die Piste is im selben schrecklichen Zustand wie die von gestern.

Und so ist es dann auch. Ganze 4h hüpfen wir durch den Park. Als es danach auf einen geteerten Abschnitt geht ist das für meinen Hintern wie Spa. Die Fahrt fühlt sich ziemlich ewig an, ausserdem habe ich hunger. Ich komme erst um 4Uhr in meinem neuen Hostel an. Immerhin treffe ich dort wieder auf Ramona und habe so jemanden um bald Abendessen zu gehen.

San Cipriano

In Buenaventura finden Jessi und ich nach einigem Warten am Terminal das Colectivo welches uns nach Cordoba fährt. Dort bei dieser kleinen Häuseransammlung findet sich sowas wie ein Bahnhof. Gleise führen in den Wald. Es sthet aber kein Zug auf diesen Gleisen sondern Holztresinen mit einem Motorrad auf der Seite.

Dieses Transportmittel nennen die Leute hier Brujita (Hexlein) und es sit die einzige Art wie wir von Cordoba nach San Cipriano kommen. Wir verfrachten unsere Rucksäcke hinter den Sitzbank und quetschen uns zwischen Mutter mit Kleinkind und zwei Männer irgendwie auf die Tresine. Das Motorrad steht mit dem Hinterrad auf deinem der Gleisstränge und als unser „Zugführer“ gas gibt schnellt das Holzbrett auf Rädern mit einigem Garacho vorwärts. Ich klammere mich an die Bank, die ganze Brujita rüttelt, schüttelt, quietscht und rattert. Ich habe ehrlich gesagt nicht sehr viel Vertrauen in das Gefährt, aber irgendwie ist die rasante fahrt, erst durch ein paar ärmlich aussehende Häuser, dann durch den Dschungel, ganz lustig und auf alle Fälle ein Adrenalinkick.

Fast 15min brettern wir durch das dichte Grün, über ein paar Brücken und um Kurven bis vor uns Häuser auftauchen. Wir sind in San Cipriano angekommen. Am „Bahnhof“ stehen ein paar Männer, einer von ihnen nimmt uns gleich in Beschlag und meint er habe Zimmer für Touristen. Ok, wir gehenalso mal mit ihm. Das Zimmer ist zwar nich nicht ganz fertig, Wände sindnicht verputzt, der Lichtschalter bambelt noch unbefestigt an den KAbeln von der Decke, aber für eine Nacht tuts das, vor allem da das Zimmer recht günstig ist. Sobald wir unsere Sachen auf das Bett gestellt haben werden wir weiter beschwatzt von wegen Tour zum Wasserfall und überhaupt. Wir bremsen unseren übereifrigen Freund und meinen wir wollen erstmal etwas essen gehen, es ist nämlich schon 12Uhr. Wir werden also zum nächsten Restaurant geführt wo wir einen Mangosaft und EMpanadas bestellen. Unser Guide erkklärt uns beim Essen die Attraktionen San Ciprianos. Wasserfall, Naturpark, Schwimmen im Fluss. Ok, für heute wollen wir also zum Wasserfall. Nach dem Zmittag gehts also los. Unser Führer kommt uns zwar etwas eigenartig vor, er scheint zu schielen und irgendwie ein entzündetes rotes Auge zu haben. Sein Afrohaar ist gestutzt bis auf ein kleines Schwänzchen hinten und vorne steckt ein Kamm mitten in der Frisur. Lustigerweise scheint letzteres hier der letzte schrei zu sein, wir sehen weitere Männer mit demselben Kamm mitten im Kopf. Whatever… Die Anwohner hier sind ausserdem ausnahmslos Afrokolumbianer.

Unser Weg führt uns erst in den Naturpark gleich am Ende ds Dorfes. Die Wege hier sind breit und schön, man merkt dass doch einige Touristen hierherkommen, allerdings oft nur für 1 Tag von Cali aus. Einige kommen usn in Badehosen entgegen und tragen grosse Gummireifen auf welchen sie den Fluss hinuntergetrieben sind. Das machen wir definitiv morgen, der Fluss an welchem wir entlanglaufen ist nämlich wunderschön klar und ladet zum baden ein.

Bei einer grossen Brücke angekommen müssen wir den Fluss kreuzen (die Brücke sieht zwar super aus, es fehlt aber der Boden um darüber gehen zu können). Ab da merken wir dass wir tatsächlich einen Guide brauchen um zum Wasserfall zu gelangen. Es geht rauf, wieder runter, einen Teil durch den seichten Bach, dann wieder nach oben durch den Wald. Ich bin froh habe ich meine Wanderschuhe angezogen, alles ist sehr schlammig und rutschig. Nur durch den Bach muss ich die Schuhe ausziehen. Wir wandern gut 45min durch den dichten Wald bis wir beim Wasserfall ankommen. Es ist nicht heiss aber schwülwarm und uns läuft der Schweiss nur so runter. So will sogar ich mich im Pool unter dem Fall abkühlen gehen.

Jessi und ich schwimmen zwei kurze runden, dann habe ich zumindest schon wieder kalt, das Wasser ist ziemlich eisig. Refrischt setzten wir uns auf den Baumstamm und essen ein paar Erdnüsschen. Mit unserem Führer ist nichtso zu reden, aber JEssi und ich haben uns immernoch genug zu erzählen. Nach einer halben Stunde in der wir das Rauschen des Wassers und das grün der Pflanzen genossen haben, machen wir uns auf den heimweg.

Am Abend ist in San Cipriano rein garnichts mehr los. Wir kommen um 4Uhr zurück ins Dorf, duschen, entspannen kurz und machen uns dann auf die Suche nach einem Abendessen. Nun hat es keine Touristen mehr hier und nur noch 1 offenes Restaurant, dasselbe in dem wir am Mittag schon waren. Es gibt Reis, PAtacones und etwas Salat mit Fisch. Es errinnert mich stark an das Restaurant in welchem wir in Raya immer gegessen haben. Katzen streicheln mir beim Fischessen um die Beine, JEssi als Vegetarierien hat nur Linsen, das ist weniger spannend.

Dann wollen wir es uns in unseren Betten bequem machen. Aber oh Schreck, eine riesenkackerlake hat sich hinter der Tür versteckt. Wir holen den Besitzer welcher das Vieh mit einem Besen nach draussen wischt. Kaum sitze ich im Bett kriecht aber die nächste Kackerlake aus dem Bad. Mich graust es von oben bis unten, jessi ist besser als ich, schnappt sich den Besen und befördert den Ungebetenen Gast zu seinem Kollegen in den Garten. Dann ist ruhe, keine Rieseninsekten mehr. Und was ich nicht sehen will muss ich ja nicht suchen. Ich versuche meine Paranoia dass sich währen dich schlafe eine Kackerlake in mein Bett schleicht herunterzuschlucken und zu schlafen.

DAs einzige was sich in mein Bett schleicht in dieser Nacht sind ungefähr 200 Moskitos. Mein ganzer Körper beisst und juckt am nächsten morgen, JEssi geht es nicht besser. Dann ist ein kühles Bad heute ja vielleicht eine ganz gute Idee. Nach einem grossen Frühstück in unserem Stammrestaurant (Reis, fritierte Bananen, Rührei) wird umgezogen und der Besitzer gibt uns je einen Ring und eine Schwimmweste um baden zu gehen. Der Schwimmring ist gross genug um sich reinzusetzten und bequem den Fluss hinunterzufloaten. Aber erstmal müssen wir ein paar Schritte den Fluss hinauf machen. Wieder in den Park, dem grossen Kiesweg entlang bis zum obersten Charco (Ort wo der Fluss einen kleinen See macht). Nach etwa 40min Fussmarsch lassen wir unsere Ringe zu Wasser und legen uns bequem hinein. Die Sonne scheint uns ins Gesicht, der Fluss ist schön kühl und fliesst gemächlich zwischen hohen Bäumen hindurch. Immer wieder passieren wir kleine Stromschnellen, dann sitzen wir wieder eine Viertelstunde fast ohne uns weiterzubewegen in einem der Charcos. Es sit wunderbaaar entspannend. Unsere Flipflops sind nun 2 Paddel mit denen wir unsere Ringe etwas Steuern können. Der FLuss ist meist nicht tiefer als 1m, manchmal bleiben wir in den Stromschnellen an einem grossen Stein hängen. Dann sammelt sich das Wasser wieder in einem tiefen Becken in welchem wir durch das klare Wasser die 5m bis auf den Boden sehen können.

Fast 3h verbringen JEssi und ich auf dem Wasser. Wir geniessen, quatschen und lachen viel. Die Umgebung welche an uns vorbeizieht ist wunderschön. Erst ganz kurz vor dem Dorf steigen wir aus den Ringen und tragen sie zurück zu unserem Hostel. Dann packen wir unsere Sachen und machen uns auf den Weg zum Brujita-Bahnhof und nach einer kurzen Wartezeit von 20min dürfen wir uns wieder auf die Holztresine setzten und werden zurückgefahren. Unterwegs müssen wir aber noch kurz anhalten und ein Brot suchen welches von der letzten Tresine gefallen ist… Only in Südamerika haha…

Zurück in Cordoba essen wir bei einer Bäckerei einen kleinen süssen Snack, dann begleitet uns ein junge von vielleicht 10JAhren nach oben an die STrasse und hält uns den richtigen Bus an um wieder nach Cali zurückzukommen.

Bevor ich abschied nehemn muss von JEssi, sie geht nämlich mit dem Nachtbus nach Neiva, gönnen wir uns noch ein feines Abendessen ine inem Crepes & Waffles. Dann ist es Zeit tschüss zu sagen. Die Tage mit JEssi waren sehr schön, wir hatten es immer super lustig und uns imme etwas zu erzählen!

ICh hoffe ich sehe sie irgendwann einmal wieder in der Schweiz, in Glasgow oder in Tanzania 😉

Ich selbst lasse mich vom Uber ins Hostel zurückchauffieren. Dort treffe ich erstmal auf JEsse, den Amerikaner vom Pacifico Hostel. Er meint in 15min gehe er mit einer Gruppe erst Abendessen, dann Salsa tanzen. Da kann ich ja wohl nicht fehlen! Kurz unter die Dusche gehüpft bin ich startbereit für einen Tanzabend. Eine Deutsche, eine Amerikanerin, zwei Amerikaner, ein Belgier, ein Franzose, ein Argentinier und eine Schweizerin gehen aus. Beim Abendessen gits für mich nur einen Saft, aber danach im Salsaclub bin ich 100% dabei. Alle anderen tanzen noch nicht lange, was heisst die meisten hatten bis jetzt nicht mehr als 5 Salsalektionen. Der Club ist (an einem Montagabend) zum bersten voll und die meisten hier tanzen fast schon auf professionellem Niveau. Wir beobachten erstmal, dann tanze ich ein wenig mit Patrick (dem Belgier welchen ich schon letztesmal in Cali kennengelernt hatte). Bald getrauen sich alle ein wenig die paar gelernten Schritte auszuprobieren. Irgendwann werde ich einem der „Profis“ zum tanzen aufgefordert und nun kann ich wirklich drehen und laufen und tanzen was das Zeug hält. Einige der Männer sind wirklich zu gut für mich, ich habe die Hälfte der Zeit keine Ahnung was ich eigentlich mache, aber ich gebe mein Bestes. Und mit einem lächeln sieht auch ein falscher Schritt gut aus;)

Um 1Uhr morgens bin ich überglücklich und müde. Mit PAtrick und Julien (dem Franzosen) mache ich mich auf den Heimweg 5Blocks zum Hostel. Dort falle ich ins Bett und schlafe fast sofort ein. Tanzen ist schon einfach das Beste was es jerh hets gits! 😀

An der Pazifikküste

Der Donnerstag fängt früüh an. Um 3:30 verlassen JEssi und ich das Hostel in Cali. Da auch heute vieleicht wieder demonstriert wird ist unsere beste Chance aus der Stadt zu kommen der erste Bus am morgen. Dieser fährt um 4Uhr. Den erwischen wir dann auch, sind aber offensichtlich nicht die einzigen mit dieser Idee, es ist ziemlich voll und leider ist die Strasse sehr holprig bis anch Buenaventura und wir schlafen nicht wahnsinnig gut die 2.5h fahrt bis dorthin. Buenaventura ist einer der grössten Pazifikhäfen Südamerikas. Die STadt selbst ist aber nicht sehr sicher und auch nicht wahnsinnig schön. Jessi und ich spazieren nur schnell vom Terminal 7min an den Muelle Turistico (Touristenhafen) wo wir bis 7Uhr warten müssen bis das Schiffsunternehmen aufmachtmit dem wir zu unserem Hostel fahren wollen. Die Morgenstimmung über dem MEer ist sehr schön. Es richt nach Salzwasser und Fisch, die Pelikane putzen ihr gefieder auf den Stegen und überall rennen schon Strassenverkäufer herum mit Thermoskannen voller KAffee.

Um 8Uhr nachdem wir ein Ticket ergattert und das Schiff gefunden haben stechen wir in See. Nach Beunaventura ist fast die ganze Küste Teil eines NAturparks und somit auch entsprechend wild, grün und wunderschön.

Nach ca. 1.5h werden wir in einer Bucht an einer Treppe ausgeladen. Hier sind wir, inmitten des Nirgendwo in unserem Hostel PAcifico. Und das erste was wir machen ist eine kleine PAddelausfahrt mit dem Kajak. In die Bucht mündet ein Fluss welchen wir zusammen mit Juan, dem Volunteer des Hostels, und Julien, einem Canadier, im zweiten Doppelkanu hinauffahren. Das Salzwasser wird trüb und brackig, dann wieder vollkommen kristallklar und süss. Der Wald um uns herum ist grossartig. Viele Lianen und Bromelien zieren die Bäume die hier richtig dicht an dicht stehen. Man merkt der Gegend an dass es das ganze Jahr hindurch viel regnet, alles ist feucht und halt so richtig wie im Regenwald. Wir sehen ein paar süsse gelb-schwarz gestreifte Fische. Am Schluss wird der Bach zu seicht um mit dem Kanu noch weiterzukommen, also laufen wir noch ein paar MEter hinauf. Während Juan ein paar Yogaübungen durchführt und zu einem Baum sing (jedem das seine oder) stehen Jessi, Julien und ich staunend in der Natur. Vor allem JEssi welche den Amazonas noch nicht kennt ist dies ein Abenteuer pur. Wir atmen die frische Luft welche nach der Grossstadt Cali richtig gut tut.

Der Ausflug mit dem KAnu ging etwa 1.5h und wir kommen perfekt aufs Zmittag zurück ins Hostel. Hier arbeiten mind. 3 weitere Volunteers, ein Franzose, Katalina aus Serbien und eine Argentinierin. Ausserdem lernen wir die anderen Gäste kennen. NEben Julien aus VAncouver ist hier noch Manuela aus Cali und Atesh aus der Türkei. Letzterer ist mit uns im Dorm und passt mir mit seinem Machogehabe so gar nicht. Ich ihm wohl auch nicht nachdem ich ihn bitte im Schlafsaal nicht zu rauchen… Die anderen, speziell Manuela sind aber super nett! Und vor allem ist dieses Hostel das Paradies auf Erden, perfekt um ein wenig Auszuspannen, dem Meeresrauschen zuzuhören und die Aussichten zu geniessen.

Das Hostel steht gleich am Meer und so um 4Uhr sollte man über die Bucht unten an die Küste laufen können da dann Ebbe ist und sich ein Strand unterhalb des Hostels ausbreitet. Nun ist aber erst 2Uhr und Jessi und ich schon etwas müde wegen des frühen Aufstehens. Wir fläzen uns also in eine Hängematte und sind in ein paar Minuten eingeschlafen. ICh wache erst um halb6 wieder auf als der Strand schon weg ist. Haha, naja wenigstens haben wir noch 2 Tage länger um den noch zu finden. Um 6Uhr gibts Abendessen. Die Gerichte hier sind immer entwder mit Seafood (vor allem Shrimps) oder frischem Fisch oder auch vegetarisch. Es gibt Reis dazu und eine portion Gemüse. Habe schon lange nicht mehr so gut gegessen!

Am Abend machen Julien und Jessi ein Feuer und die ganze Crew plus Gäste sitzt darum herum. Der Ort hier ist wunderschön und sehr entspannend. Irgendwann verdoppeln sich die LEute am LAgerfeuer da eine Gruppe von der Insel gegenüber dazukommt. Alles sind junge Leute, einer ist Kolumbianer der aber schon 3Jahre in Deutschland studiert, die anderen sind seine Freunde und sein Vater.

So lange es nicht regnet ist es auch wunderbar warm. Allerdings mögen JEssi und ich nicht soo lange durchhalten, die Siesta am Tag war noch nicht genug schlaf.

Am nächsten Tag nach einer durchregneten Nacht im halboffenen Dorm in der ich so richtig toll geschlafen habe essen wir um 9Uhr Früstück (yess Pancakes, sozusagen Arepa in toll, sogar mit Ahornsirup) und um 9:40 holt uns das Boot ab um mit den Typen von nebenan in einer grossen Gruppe zu den Wasserfällen El Sierpe zu fahren. Manuela, die heute Geburtstag hat, Julien, Jessi und ich ergattern die Poleosition. Die Schiffahrt dauert etwa 1h, wir sehen die Pelikane der grünen Küste entlangsegeln, die Sonne scheint, alle sind glücklich und zufrieden.

Die Wasserfälle hört man bevor man sie sieht. Sie leigen etwas versteckt hinter der dichten Vegetation gleich an der Steilküste wo sie in die Tiefe rauschen. Beide haben sich einen Pool gegraben in dem man schwimmen kann (wenn man nicht so ein gfröhrli ist wie ich). Von dort fliesst das Wasser gleich ins Meer, so sind die Wasserfälle nur mit dem Schiff erreichbar. Alle plantschen eine Stunde herum während ich Fotos von allen schiesse und die Natur begutachte. Wirklich wunderschön. Der Name El Sierpe kommt ausserdem davon dass es hier früher viele Schlangen (=serpiente) gab, heute ist der Ort aber ungefährlich.

Als wieder alle ins Boot verladen sind machen wir einen kleinen Zwischenstopp in einem Eingebrenendorf wo under Kapitän eigentlich Muscheln einkaufen will. Für uns ist es mehr wie eine Führung durch ein typisches Fischerdörfchen der Küste. Es errinnert mich an die Communitites in Villa Rica, viele Kinder die herumtollen und Spielen (es sind gerade 2Monate nationale Ferien), Holzhütten, die Wäsche überall aufgehängt wo die Sonne noch hinkommt. Ich kann mir denken dass die Leute hier eher arm sind.

Unsere Tour bietet noch einen letzten Halt bei einem FLuss welchen man in Badehosen und barfuss hinauflaufen kann. Auch hier sind wir mitten im Dschungel. Die Sonne scheint noch immer, alles ist in warmes grünes Lciht getaucht. Der Bach springt von Stein zu Stein und hinterliess über die JAhre ziemlich tiefe Löcher in welche man sogar hineinspringen kann. Hat allerdings ur Platz für 1 Person in den bis zu 3m tiefen Pools. Wir sehen die grossen blauen Schmetterlinge, wie in Villa Rica, Vögel und eine Tonne Moskitos.

Auch hier bleiben und platnschen wir etwa 1h. Auf der Heimfahrt sehen wir noch den Pelikanen, Möwen und Fregattvögeln beim Fischen zu. Gleich neben dem Boot stürzen sie sich ins Wasser wo gerade ein Schwarm Sardienen vorbeischwimmt.

Dann gehts mit knurrendem MAgen zurück ins hostel wo wir um 2 einen späten Zmittag kriegen. Dann ist entspannen angesagt. Wir reden mit dem Neuzugang Jana aus Deutschland. Sie reist vor dem Antreten ihres ersten Jobs als Englisch- und Spanischlehrerin. Sie wird dafür von Köln nach HAmburg ziehen. Ausserdem ist da nun JEsse aus den USA welcher den Job gekündigt hat um auf Weltreise zu gehen und vielleciht ein neues ZUhause zu finden. Ein paar Kolumbianer sind auch noch angekommen. Dann dösen wir ein wenig in der Hängematte bis um halb5. Da schaffen es Jessi und ich wriklich noch an den Strand hinunter bevor er wieder von den FLuten überspült wird. Das Abendlicht taucht die Küste in Gold, es ist ein wunderschöner Flecken Erde hier!

Am Abend wollen wir eigentlich Manuelas 23. Geburtstag feiern, der Regen macht dem Lagerfeuer aber einen Strich durch die Rechnung. So verbringen wir den Abend erst beim Kartenspielen nach de Znacht, dann mit Bier und Musik für die Tanzfreudigen, schön alles unter Dach denn es giesst in Strömen. Auf dem kurzen Weg um 1Uhr morgens in den Dorm wird alles was nicht unter den Schirm oder die Jacke passt pflatschnass.

Der dritte Tag starten JEssi und ich gemütlich. Heute ist wieder Arepa angesagt zum Frühstück. Dann machen wir uns auf den kurzen Spaziergang zum nächsten Dorf, Juanchaco. Eigenltich ist das ein 15minütiger Fussmarsch. Wir brauchen aber dank der völlig aufgeweichten Erde und einer ausgewachsenen Schlammschlacht auf dem Trail etwas länger. Vor Juanchaco steigen wir eine Treppe bis zum Meer hinab. Die Stufen versinken in der Flut und wir müssen uns 10min gedulden bis uns ein Fischer beim vorbeifahren an den Strand Juanchacos übersetzt. Das Dorf selbst ärmlich, etwas dreckig, etwas hinuntergekommen. Wir spazieren hindurch um auf der STrasse nach LAdrilleros, dem nächsten Kaff weiterzugehen. Wir kommen an einer grossen Militärzone vorbei und nach eienr halben Stunde erreichen wir das etwas schönere Dorf LAdrilleros. Dort suchen wir den Abgang zum Strand. Es ist 11:30 und die Sonne brennt richtig vom Himmel. Am Strand mieten wir jeh einen Plastikstuhl um unsere Sachen irgendwo platzieren zu können denn es ist immernoch Flut und der Strand wir konstant von Wellen überspült.

Wir sonnen uns, baden ein wenig. NAch 1h suchen wir ein Restaurant mit Seeblick und trinken einen Saft und essen eines von JEssies Erdnusspäckchen. Dann gehts gemütlich den ganzen Weg wieder zurück. Unser kleiner Ausflug endet mit verschlammten Füssen welche wir im Hostel im Meer abwaschen. Dann hängen wir etwas herum, trinken einen Schokomlikshake um den Hunger bis 6Uhr zu überbrücken und entspannen.

Nach Eindunkeln wird wieder ein Feuer angefacht und dann werden ganz viele bunte Kerzen verteilt. Heute am 7. Dezember ist La Noche de las Velas (die NAcht der Kerzen) in Kolumbien. Familien treffen sich um Kerzen anzuzünden. Der geschmolzene Wachs wird dann gesammelt und zu einem riesigen Wachsberg zusammengepappt. Auf diesem Berg soll man das nächste Jahr die KErzen anzünden um ihnnoch grösser zu machen. Verstehe einer die Katholiken hier, aber die Kerzen sind süss! Vor allem Manuela ist mit Herzblut dabei. Bald hat man die Musikboxen ans Feuer gestellt, Bier ist auch mehr als genug da und die angewachsene Zahl Gäste sind alle happy am Party machen. Ich spreche iene Zeitlang mit Juliana, einer Kolumbianerinaus Medellin. Sie erzählt mir von ihren Studien in medizinischer Onkologie und dass sie bald nach Italien kommen wir um ein Semester zu studieren.

Da Jessi und ich morgen früh auf das 7:30 Boot zurück nach Buenaventura wollen wird es heute aber nur 12Uhr bis wir ins Schlafzimmer abschleichen.

Am nächsten Tag reicht es nicht für Zmorge, einfach anziehen, fertig packen und ab an den Steg. Dort holt uns das Boot mit 30min verspätung ab und wir kehren einmal über Juanchaco um nach Buenaventura wieder in den Heimathafen zu fahren. Die Pazifikküste hat mir super gut gefallen, ich bin froh hat JEssi mich ein wenig überredet mitzukommen. Nun sitzen wir beim Frühstück (heute Patacones (gestampfte Bananen) anstatt Arepa) und planen gleich auf den Bus nach San cipriano zu gehen. Dieses Dorf ist etwas speziell da sehr abgelegen und nur mit einem speziellen Transportmittel erreichbar. Mehr werde ich euch im nächsten Post erzählen.