Zurück in Villa Rica

Nach all unseren Tours ist es richtig angenehm mal einen Tag „frei“ zu haben. Roberto und ich schlendern durch die Feria (Markt) in Rurre, geniessen köstliche Wassermelone, schauen uns Kunst und Krempel an und machen einen kleinen Bootsausflug zum anderen Ufer ins Dorf Buenavista. Dort hören wir uns die Band auf der Plaza an die mit jedem Bier welches die Sänger trinken besser wird.

Am nächsten Tag beginnt die lange Rückreise. Unser FLieger geht um 11Uhr vom FLughafen Rurre nach La Paz. Der FLughafen ist so klein dass man ihn gar nicht als solcher erkennt. Es ist einfach eine Hütte mit zwei Zimmern die als Wartesääle bei Abflug oder Ankunft dienen. Der Flieger ist ein kleines Propellerflugzeug welches riesigen Lärm macht beim abheben. Wir sehen zu wie der Dschungel unter uns durchzieht, sehen den Fluss Beni auf welchem wir hergekommen sind. Langsam wird das grün lockerer und die Bergspitzen höher.

Nach ca. 40min landen wir auf 4000müM in La Paz. Es ist erstmal einfach nur kalt. Ein Taxi bringt uns an den Terminal wo wir 3h auf den nächsten Bus nach Cusco warten. Wir essen etwas und kaufen Wasser. Ich habe etwas Kopfweh, kein Wunder nach diesem Höenwechsel. Dann gehts in den Bus. Wir sehen uns NEtflixserien an bis wir nach ca. 4h an der Grenze ankommen. Es sit schon spät, 7Uhr und im Komplex in Desaguadero hat es keine anderen Leute. Die Aus- und wieder Einreise nach Peru ist in 20min passiert, es geht zurück in den Bus. Nun ist es schon dunkel und ich versuche etwas zu schlafen.

Frühmorgen sum 5Uhr kommen wir in Cusco an. Verpennt steigen wir aus und suchen schleunigst unser Hostel wo wir weiterschlafen können. Ein Bett ist einfach tausendmal besser als ein noch so bequemer Bussessel. Den Tag durch versuchen wir einen Flug nach Lima zu kriegen, was sich als etwas schwierig herausstellt weil Latam Probleme mit VIsakarten hat. So renne ich sicher 3mal zwischen dem Office und dem Hostel hin und her bis die Bezahlung dann mit MAstercard klappt. Wir gehen zur Bank und machen ein paar Besorgungen.

Um 5Uhr ungefähr machen wir uns auf richtung Kirche San Cristobal. Eine Strasse weiter unten Hat Tamara ihr Hostal. Sie ist gerade zur gleichen Zeit hier in Peru bevor sie nach Ecuador weiterfliegt und natürlich müssen wir uns sehen!! Der Aufstieg zur Unterkunft killt uns fast, jetzt ist nichts mehr mit an die Höhe angepasst sein. Dafür empfängt uns Tamara mit offenen Armen. Wir suchen uns ein gutes Restaurant und quatschen den ganzen Abend. Danach einen kurzer Verdauungsspaziergang an die Plaza um noch eine Glace zu essen bevor wir uns verabschieden müssen.

Roberto und ich übernachten nochmal in Cusco, am nächsten Tag fliegen wir am morgen nach Lima. Dort muss ich dringendst neue Hosen kaufen, Roberto sucht einen neuen Rucksack. Am Abend steigen wir in den nächsten Nachtbus nach Villa Rica. Ich schlafe keine Sekunde, der Bus ist kalt, ich habe eine verstopfte Nase, mein MAgen rumort. Ich bin sehr froh jetzt bald irgendwo zu sein wo ich ein paar Leute kenne und wo ich ein wenig bleiben kann.

Der Bus fährt bis La Merced, im Direktbus hatte es leider keinen Platz mehr. So steigen wir nach fast 10langen Stunden dort aus um zu Frühstücken. Wir sind beide etwas still, wir wissen dass dies nun das Ende unserer gemeinsamen Ferien ist. Es ist sehr gut möglich dass ich Roberto heute das letzte mal sehe bevor ich ganz zurück in die Schweiz fliege. Das ist schwierig und tut etwas weh. Aber andererseits hatten wir eine ganz tolle Zeit zusammen und das ist was zählt.

Ein weiters Auto bringt uns in 1h nach Villa Rica. Roberto steigt am Dorfeingang beim Haus seiner Eltern aus und ich muss Abschied nehmen. Danach bin ich leicht deprimiert und will eigentlich nur noch schlafen, auch wenn es erst 9Uhr morgens ist. In Villa Rica quartiere ich mich in einem der Hostels ein und mache genau das, einfach schlafen. Erst am Nachmittag kann ich mich aufraffen um rauszugehen. Da steigt meine LAune aber deutlich und schnell an. Ich besuche als erstes unser „Stammlokal“, das Cafe Dolce Peccato wo ich Sylvia treffe. Wir unterhalten uns eine Weile, dann gehe ich weiter zum Kleiderladen von Carlos wo ich ebenfalls freudig empfangen werde. Am Abend esse ich mit Andre und seinen Kollegen Znacht. Es ist soo cool, alle diese Leute wieder zu sehen!

Angekommen am Donnerstag bleibe ich bis am Montag in Villa Rica. Am Freitag ist ein kleines Fest im Office von Desco. Kike und Isha erwarten ein Kind und wie es hier tradition ist veranstalten ihre Freunde für sie einen Baby SHower. Isha ist hochschwanger, der kleine Lucas soll in 2 Wochen schon auf die Welt kommen. Roberto hat mir in Lima geholfen ein Geschenk zusammenzustellen, Babyschmapoo, Tücher, ein SPielzeug. Die anderen haben zusammengelegt für unter anderem Kleider, Windeln und sogar einen Buggy. Ich kann so alle meine Freunde von Desco auf einmal wiedersehen. DOn Luis, der Chefe, Kike und Isha natürlich, Nilton und sogar Vanesa kommt auf einen kurzen besuch vorbei. Sie arbeitet in einem anderen Projekt von dEsco in Pangoa, 8h weiter in der Selva. Das ganze ist sehr emotional für mich, ausserdem wird wild durcheinandergeredet, viele haben ish auch sonst schon länger nicht mehr gesehen, der Abend ist für mich sehr anstrengend vom Spanisch her. Aber es ist toll. Roberto rennt in Uniform kurz 5min vorbei um zu gratulieren. Vanesa hat ein paar SPiele vorbereitet und so wird den ganzen Abend bis spät in die Nacht gelacht, gegessen und getrunken.

Das Wochenende geht dann so weiter. Vanesa muss schon am Samstag morgen früh wieder nach Hause, ich habe nur kurz Zeit um mich zu verabschieden. Ich treffe mich aber dann mit ihrem freundeskreis etwas später. Jennifer geht mit mir Abendessen, dann sehen wir uns einen Volleymath von Carlos an. Später finde ich mich mit der Gruppe beim Karaoke und in der Disco wieder. Am Sonntag abend bin ich zum essen bei LEidy eingealden und den Tag verbringe ich mit Danitza und JEnnifer bei einem Ausflug zu den Catarratas del Leon.

Alles in allem bin ich super happy wieder hier zu sein. Vieles ist wie früher, aber nicht alles. Die Plaza ist nun offen, die war bei meinem letzten Aufenthat immer gesperrt wegen Bauarbeiten. Dafür sind nun alle Trottoirs aufgerissen und werden neu gemacht. Allerdings eher langsam, deshalb ist es ein wenig mühsam immer den Baustellen auszuweichen. Die Regenzeit nimmt genau am Tag meiner Ankunt ihren Anfang und es ist immer mal wieder feucht und Sandig, so wie ich es in Errinnerung habe.

Francois, der Schweizer der hier sein Restaurant Copaxa führt gehe ich auch noch besuchen und er lädt mich auf eine Portion Zürigschnätzlets mit Spätzli ein. Himmlisch!! Wir reden mehrere Stunden und ich lerne sein neues Haustier, ein Tigrillo kennen.

Am Montag kann ich mich dann auch offiziell für die Uni in Glasgow einschreiben da ich den Computer von Nilton kurz ausleihen darf. Das langsame Internet bringt mich zwar wie früher fast auf die Palme aber nach 2h ist alles erledigt. Dann bringe ich ein paar SAchen von Roberto welche noch in meinem Koffer liegen geblieben sind zum Militärquartel. Da befällt mich wieder etwas die Traurigkeit, aber schlussenldich wussten wir beide dass wir uns wieder trennen müssen. Ich werde ihm von meinen weiteren Reisen schreiben, und vielleicht vielleicht sehen wir uns im Dezember in Lima noch ein letztes mal.

Dann fuhre ich meinen grossen Koffer zu Desco ins Office und lasse mich nach dem Zmittag zum Terminal fahren. Ich möchte nämlich einen kurzen Ausflug von 2Tagen nach Pozuzo machen, der ursprünglichen deutsch-österreichischen Kolonie Perus.

Mit dem Boot nach Rurrenabaque

Von Cochabamba bringt uns der Bus der Flota Bolivar sehr bequem nach La Paz. Wir wählen eine Tagesfahrt da wir am nächsten Tag nochmals 8h Busfahrt vor uns haben und einfach dazwischen in La Paz in einem Bett schlafen wollen. Es ist sehr kalt als wir ankommen am Abend und wir sind froh dass wir im selben Hostel unterkommen konnten und die GEgend schon kennen. So gibt es oben im hauseigenen Restaurant Abendessen und eine entspannte Nacht.

Am nächsten morgen müssen wir in Rekordzeit packen, Früstücken und Geld abheben, dann holt uns sehr pünktlich unser Guide in der Lobby ab. Wir werden an eine Ecke mit Bussen verfrachtet wo wir unseren Bus nach Guanay finden. Der Guide erklärt uns genau wo wir Aussteigen müssen und wer uns am Ziel erwarten wird. Der Bus ist bunt und sieht holprig aus. Mit einer halben Stunde verspätung fahren wir um 11Uhr los bis zur nächsten Haltestelle in La PAz wo wir nochmals 30min vertrödeln, Leute steigen ein und aus, Verkäufer wollen uns Trauben, SIM Karten und Brötchen andrehen, dann gehts endlich los. Erstmal in die Höhe. Ausserhalb von La Paz kurven wir durch eine karge Landschaft gesäumt von Schneebergen. Nach ca. 5000müM gehts dann abwärts. Der Weg führt richtung Coroico, hier in der Nähe befindet sich die Death Road, die gefärlichste Strasse der Welt. Diese macht man heute nur noch als Tour mit dm Mountainbike, aber die STrasse welche neu gebaut wurde ist nicht viel besser. Es geht sehr steil runter, es ist etwas sehr eng. Man merkt an der Vegetation dass wir nun stetig tiefer hinunterkommen. Langsam hat es Sträucher und Büsche, dann folgen Farne und Blumen und zuletzt die Bäume. Coroico ist dann schon auf 1000müM. Wir halten kurz, dann braust der Bus weiter. Nun sind wir wirklich schon in der Selva.

Der zweite Stopp ist in einem kleinen Dorf wo wir kurz aussteigen um uns etwas essbares zu besorgen, es ist schon 2Uhr Nachmittags. Es gibt Papa Rellena (fritierte Kartoffelstockballen mit Füllung). Und weiter geht die Endlose fahrt, nun über nicht asphaltierte Strassen. Es ist seeehr staubig, die Pflanzen am WEgesrand tragen alle eine Sandschicht. Überholen ist hier fast nicht möglich da nicht mehr als ein Auto auf die STrasse passt und es auf der Seite sehr steil richtung FLuss hinunter geht. Jedesmal bei einem Überholmanöver muss ich wegschauen. Die Selva wird tropischer, es hat nun BAnanenstauden und halbfertige Holzhäuser.

Nun wird es langsam dunkel um halb7 und wir widmen uns unserer Netflixserie bis wir dann um ca. 8Uhr in Guanay ankommen. Dort erwartet uns Ramon, unser Guide. Er bringt uns zur Unterkunft wo wir unsere Sachen hinschmeissen und dann schnell zum Abendessen. Es ist wunderbar WARM! Ich muss schnell in kurze Hosen schlüpfen. Nach dem Essen machen wir noch eine runde in dem doch ziemlich grossen Dorf, suchen Angelschnur und Hacken für Roberto und essen ein Glace an der Plaza.

Am nächsten Tag gibts Frühstück und ja ich fühle mich hier wie in den Communities, nice eine Portion Reis um den Tag anzufangen…. Dann Registration im Puerto (Hafen) und Wartezeit bis Ramon und unser Kapitän alle Sachen gekauft, zusammengetragen und ins Boot verfrachtet haben. Die Tour ist normalerweise für bis zu 10 Leute, wir sind allerdings diesemal alleine, wir haben also eine Privattour. Die nächsten 3Tage werden wir auf dem Rio Beni verbringen um nach Rurrenabaque zu fahren. Das Boot ist klein (mit zehn Leuten stell ich mir das zeimlcih überfüllt vor…), etwas breiter und länger als ein Weidling.

Julio ist unser Kapitän und chauffiert uns den Fluss hinunter. Neben ihm ist natürlich Ramon und noch zwei ihrer Kollegen dabei. Es hat eher wenig Wasser und er muss wissen auf welcher Seite er durchfahren kann ohne grosse Stämme zu streifen. Am ersten Tag begegnen wir häufig Kranen auf Schiffen welche das halbe (oder eher das ganze) Flussbett umgraben um nach Gold zu suchen. 4kg in 2Wochen holen sie so aus dem Schutt. Das hat allerdings zur Folge dass der ganze Fluss braun gefärbt wird da so viel Sand aufgewirblet wird. Deshalb ist dieses vorgehen in Peru verboten worden. Hier suchen sowohl eine Kolumbianische als auch eine Chinesische Firma weiter nach dem begehrten Metall. Auch einzelpersonen waschen Gold hier, bis zu 4g pro Tag kann man finden wenn man glück hat. Bei einem Preis von 1g a fast 30$ ist das gar kein schlechter verdienst.

Unser erster Stopp ist ein kleiner Sapziergang von einer halben Stunde zu einem Wasserfall. In der Gegend wachsen Gummibäume welche man leicht an den Einkerbungen am STamm erkennen kann wo man eingeschnitten hat um den Gummisaft zu gewinnen. Wir laufen einem kleinen Fluss entlang. Dieser hier ist glasklar, man sieht kleine Fische schwimmen. Am Wasserfall angekommen sind wir total verschwitzt und freuen uns auf ein erfrischendes Bad.

Wieder zurück beim Boot kocht uns Julio auf einem kleinen GAsherd das Mittagessen. Es sit wirklich köstlich, SUppe mit Huhn, Pasta und Ei. Dann tuckern wir weiter bis es langsam eindunkeln will. Da machen wir das Boot an einem der Strände fest. Man stellt uns sowas wie ein Zelt auf: Mit frisch geschnittenen Palmenstengel bauen uns Julio und Ramon ein gestell über welches ein Plastik gespannt wird. Darunter ein Mosiktonetz, Matten und Schlafsack, fertig ist die Unterkunft.

Dann gibts Abendessen und eine Spray-Session, die sandfleigen sind seehr lästig. Allerdings verziehen sie sich als die Sonne untergeht. Zuvor haben wir noch Zeit die Spuren im Schlamm zu begutachten. Die meisten sind von Kapybaras die hier zum Fluss kommen um zu trinken. Wenn wir Glück haben sehen wir welche am morgen. Offensichtlich hat es auch Junge dabei. Auch Vögel und ein Tapir (?) können wir erkennen.

Nach dem Essen soll gefischt werden. Im dunkeln sollen die Fische besser beissen. Alle mitreisenden sind begeisterte Hobbyfischer, inklusive Roberto. Ich hab keinen Plan, aber stell mich mal mit Roberto an den STrand. Er erklärt mir wie man erkennt wann der Fisch nur ein wenig nascht oder wirklich angebissen hat. Und wirklich zieht er bald einen etwa 20cm grossen Wels aus dem Wasser. Das wars dann aber auch schon, der Vollmond geht auf und die Fische wollen mässig beissen. Ramon hat etwas mehr Glück, er fischt aber auch mit Netz. Kurz vor Mitternacht ist dann fertig und wir ziehen uns in unser „Zelt“ zurück. Wir können die Sterne sehen die in unser „Schlafzimmer“ scheinen, sie sind wunderschön.

Am Nächsten Morgen gibts kurz nach dem Früstück eine kleine Wanderung auf der anderen Flussseite, an einer Community vorbei, die den Solarpanels nach ziemlich gutes Geld macht mit PApayaproduktion. Dann wandern wir unter dem grünen Blätterdach hindurch. Die heisse Sonne ist gedämpft, sowie auch alle Geräusche, man getraut sich fast nicht zu sprechen. Irgendwann hören wir ein grunzen und ein getrampel und wissen das wir fast mit einer Gruppe Waldschweini zusammengestossen wären. Man kann sie dann ein paar Schritte später auch riechen und wir finden ihr Schlammbad. Dann gehts weiter mit dem Boot. Der Fluss ist breit mit vielen Bögen, dann wieder gerade und durch Hügel eingeschlossen, manchmal passieren wir kleine Canons.

Beim Mitagessenstopp begeben wir uns in den Krieg mit den Sandfliegen. In 20min fange ich mir ca. 50Stiche ein und beschliesse dass lange Hosen trotz Hitze vorteilhaft sind. Dafür springen wir vorher noch kurz in das Bassin beim nahen Wasserfall.

Roberto fischt wieder und hat diesesmal mehr Glück. Der Wels denn er herauszieht nennt sich Tuburi und soll sehr gut schmecken. Das werden wir dann beim Abendessen erfahren.

Kurz danach passieren wir die Grenze zum PArque MAdidi. Dieser NAturpark beherbergt viele Tiere und ist bekannt als der Park mit der grössten Biodiversität der Welt. Er reicht von den Andengipfeln bis hierher herunter in die Selva. Wir machen einen kleinen Spziergang um Affen zu suchen, werden aber nicht fündig. Trotz allem sind die Bäume, Blumen und Schlingpflanzen grossartig anzuschauen. Zurück geht es dann dem FLuss entlang wo wir unter anderem auch Katzenartige spuren finden, wahrscheinlich ein Ozelot oder was ähnliches.

Nach weiteren 3h ist es Zeit das Nachtlager aufzuschlagen. Wieder wird uns unser „Zelt“ gebastelt. Diese Nacht kommt aber ein heftiger wind auf und wir finden keine Ruhe. Der Plastik ist sehr laut und löst sich sogar nach einem heftigen Windstoss an einer Ecke. Roberto steht auf um ihn auf Bodenhöhe zu befestigen, das hält den Sand besser ab welcher in unser Schlafzimmer weht. Wir schlafen ein paar wenige Stunden, aber der Sand kriecht in Ohre, Mund und Nase und ist grauenhaft unangenehm. ICh fühle mich wie ein Beduine in der Wüste, meine HAare sind sandgestrahlt und ich mache mir um meine Elektronik etwas sorgen. Der Wind wird stärker und das Moskitonetz weht uns über die Köpfe. Um 4Uhr ist Schluss, Ramon holt uns ins Boot wo wir uns unter eine Decke kuscheln und den Kopf einziehen um nicht angeblasen zu werden. Wir schlafen bis etwa 9Uhr, dann gibts Frühstück für die übernächtigete Gruppe. Rührei, Brötchen, Tee und Früchte machen alles ein wenig besser, trotzdem knirscht es bei jeder Bewegung die ich mache.

Ein letzter Spaziergang im PArque MAdidi führt uns am Vormittag zu einer LAgune. Hier ist der Wald etwas lichter, es hat viele grosse Bäume. Ramon erzählt uns dass hier einmal fast ein paar Touristen verloren gegangen wären da sie einer Horde Schweine hinterhergejagt sind um Fotos zu schiessen. Der Wald sieht aber überall gleich aus, so dass sie den Rückweg nur noch mit Mühe gefunden haben. In der NAcht ist es gefährlich, meint er. Jaguare könnten dich angreifen. Hier werden sie gross und stark. Irgenwie macht mir das Freude aber auch etwas mulmig, ich will einen Jaguar sehen, aber nur einen mit vollem MAgen… NAtürlich läuft uns keine Grosskatze über den Weg, allerdings einige schwarze Laufvögel.

Auch die LAgune ist sehr schön. Bei der Ankunft sehen wir Fischmünder aus dem Wasser ragen. Der warme Tümpel hat nicht genug Sauerstoff, deshalb müssen sie auftauchen um Luft zu schlucken. Wir machen hier eine kurze PAuse bevor wir wieder zum Boot zurückwandern.

Dann stehend die letzten 3h Flussfahrt an. Es gibt Mitagessen en route, danach brauche ich eine Siesta. Roberto weckt mich als wir schon die Brücke von Rurrenabaque sehen können. Wir legen an, suchen unsere sieben Sachen zusammen und fragen uns zu unserem Hostal durch. Dort wird erstmal geduscht und aller Sand vom Körper gewaschen. Ich fühle mich wie neu gebohren! Dann einen kleinen Spaziergang durchs Dorf. Rurre ist sehr Touristisch, es hat viele Kleiderläden, Restaurants, Discotheken und Touragencies. In letzterer buchen wir unseren Trip für morgen, dann gibts eine grossartige Wassermelone unten am Fluss und dann eine Sandfreie Nacht in einem richtigen Bett mit Ventilator.

Pico Austria – Am höchsten Punkt meines LEbens

NAch dem CHolitas Wrestling sind sowohl ich als auch vor allem Roberto etwas zerstört. IRgendetwas haben wir gegessen das nicht gut war und so bleiben wir am Freitag mehrheitlich im Hostel um uns zu erholen. Das klappt auch ganz gut, vor allem da die MEdis bei Roberto gut anschlagen. Und so fühlen wir uns heute bereit auf den Pico Austria zu steigen. Die Tour beginnt früh um 7:30, eine Uhrzeit zu der (verständlicherweise) noch niemand arbeitet und es nirgends Frühstück gibt. Wir kaufen uns also am Vortag etwas Brot, Banane, Orangen und Yogurt welches wir friedlich um 6:45Uhr morgens im Bett mampfen. Da wir fast den ganzen letzten Tag verschlafen haben sind wir schon früh sehr fit. Auch der Guide erscheint rechtzeitig und wir steigen in einen VW Bus zu MAtthias aus Deutschland. Mit dem Guide Ephraim sind wir heute zu 4. auf der Tour in die Cordillera Real. Auf Ephraim müssen wir aber noch eine halbe Stunde warten, wir vermuten er hat verpennt. Als wir dann aber alle zusammenhaben gehts endlich los. Aus La Paz raus auf die Schnellstrasse, dann eine Abzweigung nach rechts auf die Dreckpiste. Und die will fast nicht enden. 2.5h brauchen wir bis zum Parkplatz. Wir fahren an einsamen Häusern aus Lehm vorüber, an Alpaka- und Lamaherden die auf den spärlichen Wiesen grasen. Ein paar kleine Bäche überqueren wir und das ganze auto füllt sich mit Staub von der STrasse.

Dann sind wir endlich da. Mir tut schon etwas das Steissbein weh da wir auf dem Sitz extrem eingequetscht waren (bin zu gross für Südamerika) und es ziemlich geholpert hat. Zur stärkung eine Banane, dann kann es losgehen. Wir starten auf ca. 4300m Höhe und unser Weg führt erst zu der LAguna Chiarkota. Es ist noch nicht wirklich anstrengend und ich kann mich noch ein wenig mit MAtthias unterhalten. ER ist 2.5Monate in Peru und Bolivien unterwegs mit Schwerpunkt anden. Er ist auch entsprechend ausgerüstet. Allerdings meint er, die Höhe mache ihm etwas zu schaffen, er werde wohl einfach langsam sein Tempo gehen.

Unterwegs kommen wir an einer kleineren LAgune vorbei. Hier soll es Trutcha (Forellen) haben. Roberto und Ephraim fachsimpeln über die Fischzucht.

Dann, nach ca. 30min erreichen die LAguna Chiarkota. Sie ist wunderschön blau und umringt von den hohen Schneebergen der Cordillera Real. Auch den Pico Austria können wir zu unserer rechten sehen. Er ist so hoch… das wird ein schwerer Aufstieg… Aber erstmal kurz die Aussicht geniessen!

Allerdings geht auch hier wie schon in Huaraz ein Wind der zeimlich abkühlt. Die sonne hilft, so dass man den aufstieg in Pullover machen kann, aber rumstehen geht nur mit Schaal und gut eingepackt. Weiter geht es richtung oben. Wir können unser Ziel sehen aber da feheln noch einige Höhenmeter. Es geht im Zickzack auf die erste Anhöhe. Dann weiter über Geröllfelder manchmal mehr manchmal weniger steil nach oben. Mit jedem MEter wird es anstrengeder. Die Aussicht auf die Laguna und das Tal welches wir mit dem Auto durchquert haben gibt aber Motivation. JEder Höhenmeter merkt man, allerdings bin ich nun doch schon sehr gut akklimatisiert und und das athmen fällt nicht so schwer. Langsamen und stetigen Schrittes gehts voran.

Erst als wir schon fast die PAsskuppe unten am Pic Austria erreicht haben schlägt mein HErz so schnell dass ich zwischendurch Pause machen muss. Wir sind aber jetzt schon auf 5000meter Höhe meint Ephraim. Auf dem PAss warten wir auf MAtthias der noch ein wenig mehr leidet. Ich bin einfach nur dankbar schleppt Roberto den Rucksack. Ihm scheint die Höhe nicht so viel auszumachen und das er als SOldat fit ist versteht sich von selbst. ER ist es auch welcher sich zuvorderst an den letzten 40minütigen Aufstieg bis auf die Spitze des Berges macht. OBwohl man von Anfang an das Ziel sehen kann geht es nur in kleinen Schritten. Ich war noch nie so hoch oben. Der Schieferstein ist auch ziemlich rutschig und man muss darauf achten wo man hinsteht. Die Gletscher der Schneeberge rechts liegen schon unter uns, ein paar Wolken sind aufgezogen und der Wind kommt direkt von der Arktis. Es schneit ganz leicht.

Eine dreiviertelstunde später setzte ich den Fuss auf 5350 meter über Meer. Und setze mich erstmal. Wie bestellt kommt auch gleich die Sonne raus, der Wind schwächt ab und die 360° PAnoramaaussicht kann genossen werden. Aber erstmal 5min verschnaufen. Das war ja mal anstrengend. ICh spüre jeden Muskel in meinen Beinen bis hinauf in den Rücken. Aber ich habs geschafft. Roberto ist schon am Steine herumwerfen um einen Turm zu bauen, keine Ahnung wo er diese Energie hernimmt. Ephraim liegt in der SOnne und MAtthias kommt langsam aber sicher auch oben an. Fotos machen, und auf die warmen Steine liegen. Dann gibts Mitagessen, Reis mit Poulet (what else) aber das ist eines der besten Hühnchen ever, denn ich bin huuungriiig. Es ist schon krass wie viel Energie nur durch die Höhe verloren geht. ICh fühle richtig wie mein Energitank wieder gefüllt wird. Dann machen wir noch ein paar Fotos auf denen ich nicht wie eine ausgelaugte Hexe aussehe und pausieren etwa 40min. Man sieht den Huayna Potosi, die gesamte Coridllera Real, die Laguna und sogar über die ganze gelbliche Ebene bis zum Lago Titicaca.

Ephraim erzählt uns ein paar Inkageschichten über die Berge hier die als Brüder gebohren worden sein sollen. Aussdem der Name, pico Austria kommt nicht von einem Österreicher sondern von Entdeckern aus Australien (Australia, Austra, samesame oder) die angeblich hier herumgeklettert sein sollen. So sicher bin ich mir aber nicht ob Ephraim das wirklich weiss oder ob er gerade etwas erfindet.

Dann geht es an den Abstieg. Der geht ziemlich in die OBerschenkel, da sehr steil. Manchmal muss man sich wie Ephraim einfach gehen lassen und den Berg hinunterrennen. JEtzt können wir die AUssicht nochmals geniessen welche beim Aufstieg etwas Nebelverhangen war. Wir wandern über die mit gelb-schwarzen Grassbüschel überseähten Wiesen ca. 2h bis zurück zum Auto.

So ist dass, 4h rauf, knapp 2h runter. Es ist 4Uhr Nachmittags als wir unten ankommen und noch ein paar Guetsli und Nüsse untereinander verteilen. Dann steigen wir ins Auto wo ich mich erstmal auf der hintersten Sitzbank ausbreite. Wir sind nur zu 4. in einem VW Bus, man hat vorig Platz, auch wenn wir noch eine Ansässige CHolita mit nach LA PAz nehmen. Es rüttelt aber zu fest und ich schlage mir zu oft denKopf an um liegen zu bleiben. Zumindest finde ich eine Position wo ich meine Beine strecken kann. Oh, eine MAssgage wäre jetzt nice. An Robertos Schulter schlafe ich dann auf der geteerten Strecke noch sicher 30min friedlich ein.

Der Verkehr in der STadt verzögert die Ankunft im Hostel ein wenig, aber wir werden heute sowieso mit dem Bus eine STadt weiterfahren. SO holen wir nach dem Znacht (Chicken MAssala, einfach nur köstlich unter anderem weil ich so hungrig war) unser Gepäck und fahren an den Terminal wo wir uns einen Übernachtbus nach Uyuni suchen. Meine Beine wollen zwar lieber ein Kingsize-Aquabett aber die werden wohl jetzt beim rütteln der STrasse entspannen müssen. Hoffentlich tun sie das, denn sie müssen bald bereit sein für die kälteste Etappe unserer Reise, den Salar de Uyuni.

Cholitas Wrestling

Mag ich Wrestling? Nöö, damit hab ich eignentlich gar nichts am Hut. ISt es Unterhaltend? I guess…? Ist es unterhlatend wenn Frauen in weiten Röcken in einem Ring so tun als würden sie sich verprügeln? Jaa, und wie! 😛

Eine der lutigsten und wohl eigentümlichsten Touren welche man in La PAz machen kann ist wohl das CHolitas Wrestling. ICh habe euch ja im letzten Beitrag (City Tour la Paz) schon erklärt dass die Aymara-Frauen mit ihren grossen weiten Röcken (Polleras) Cholitas genannt werden. Es wurde nun hier in La Paz (aus wlechen Gründen auch immer) ein Sport, dass sich junge CHolitas in Kampfarenen verprügeln. Oder zumindest so tun, beim Wrestling ist ja alles nur Show. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Cholitas Wrestling ist nicht nur eine Touristenattraktion sondern etwas auf das die Bevölkerung voll abfährt. Allerdings sind die öffentlichen Shows nur am Sonntag, wir müssen uns mit einer Touri-Variante zufriedengeben.

Wir werden um 4Uhr abgeholt und fahren mit andren Touristen die aus Kanada, Australien, Portugal und England kommen nach El Alto zu einem Cholet (verbindung aus Cholita & Chalet). Diese Häuser sind immer sehr farbig, sowohl aussen wie auch innen, viele wurden von einem bolivianischen Archtiekten entworfen der vielleicht berühmt ist (?) den NAmen konnte ich mir aber nicht merken.

Im CHolet hat es schon einige Leute (wie gesagt alles Touristen, aber immerhin). In dER mitte steht der Ring, runderherum und in der erste Etage hat es Sitzplätze. Wir kriegen Popkorn und etwas zu trinken. Musik dröhnt und Lichtblitze errinnern mich an die wenigen Ausschnitte eines Wrestlingkampfes die ich in meinem LEben gesehen habe. Ehrlich, ich habe keine Ahnung was mich in den nächsten 2h erwartet.

Dann geht es los. Kampf Nummer 1 wird angekündigt. Uns wurde shcon gesagt dass der erste Kampf unter Männer sein wird. Die Kämpfer werden vorgestellt, der SPeaker ist aber so laut und das Mikro so schlecht dass ich nur die Hälfte verstehe. Die Jungs kommen in Leder oder Leggins auf die Bühne, machen eine SHow draus sich erstmal zu provozieren. Dann kommt der Schiri und der „Kampf“ beginnt. Es wird herumgeschrauen, herumgesprungen und rückwärts auf die Bühne geknallt. Ehrlich, esist ziemlich lustig, weil total übertrieben.

Aber so richtig toll wird es dann ab Runde 2 (fragt mich nicht wer rund 1 gewonnen hat…?). Da kommen jetzt nämlich die Cholitas. JEde wrid einzeln angekündigt und darf mit SChaal und Hut, wie es sein muss in die Arena spazieren. Hübsch geschminkt und hergerichtet. Dann wird der Schaal und der Hut abgesetzt. Die Damen steigen auf die Abtrennungsseile und wollen bejubelt werden. DAs Publikum macht nett mit, ich kann mir aber vorstellen dass während der öffentlichen SHows die Höee los ist haha. Meist wird 2 gegen 2 gekämpft, manchmal mischt sich der Schiedsrichter ein, es wird herumgebrüllt, einen Schiedsrichter wechsel verlangt auf den das Publikum reagieren soll. Die Frauen werfen sich mit den gesamten 7 Lagen an rücken gegeneienander, die herumfleigenden Farben sehen aus wie Kämpfende Blumen. Sie springen von den Eckpfosten, der Boden kracht ziemlich laut, es ist ein grossartiges Tohuwabohu. Ich kriege mich nicht mehr ein vor lachen, habe selten sowas unterhaltsames gesehen. Es sieht auch sehr schön aus mit all der Spitze und Seide und Farben die schon fast ineinander verschwimmen. Lange Haare fliegen herum. Und das 2h lang. Dann lassen sich alle Cholitas wohlbehalten nochmals auf der Bühne zeigen. Diese Frauen müssen es sehr lieben im Mittelpunkt zu stehen. Auch sieht man dass da einige Übung hinter den Stunts steckt. Es wird sich überschlagen und auch Fallen muss geübt sein damit man sich nichts bricht. ZT hechten sie von der Bühne auf den Boden oder fallen auch übereinander auf einen unübersichtlichen Haufen. Das alles will geübt und kontrolliert sein, sonst gibt es Verletzte. Das Publikum hatte sich im Laufe der Show aufgewärmt und spendet lauten Applaus, kreischt, buht und johlt lautstark.

Das war wohl mal crazy Shit haha! Wie ihr seht, ich war ziemlich begeistert. Als wir nach dem ganzen Trubel wieder im Bus runter nach La Paz sitzen fühle ich mich auch etwas abgekämpft vom vielen Zusehen und herumschreien. Sehr empfelhlenswert, falls ihr mal in La Paz seit, lasst euch die kämpfenden Power-Cholitas nicht entgehen!

City Tour La Paz

Der Beste WEg um eine Stadt besser kennenzulernen ist wohl eine City Tour. Unsere beginnt um 11Uhr auf der Plaza San Pedro. Zuvor gibts ein wudnerbares Frühstück mit Pnacakes und Fruchtsalat. Dann sind wir bereit 2.5h zuzuhören. Mary und Daniel von der Red Hat Walking Tours sind auf dem Plaz nicht zu übersehen. Die Tour ist heute auf englisch, da ausser Roberto niemand spanisch wünscht. Heisst, ich werde versuchen zu übersetzen. Als erstes sprechen unsere Guides vom Gefängnis San Pedro welches gleich an die Plaza grenzt. Das spezielle an diesem Gefängnis ist, dass es von den Insassen selber geführt wird. Es gibt keien Guards innerhalb der Mauern, nur ausserhalb damit keiner entwischt. Kleinkriminelle werden da hineingesteckt, oft wegen Drogendelikten. Es gibt 8 verschiedene Abteilungen in denen man sich Zellen mieten kann, von Reich (Flatscreen, Pool, Queensizebett) bis arm (Pritsche I guess?). Alle Insassen ahben Jobs innerhalb des Gefängnisses. Unter anderem als „Taxi“. Wenn LEute etwas von einem Häftling wollen können sie ein Taxi schicken um ihn ans Tor zu kriegen, denn es sit gefährlich ins Gefängniss reinzugehen (Da keine Polizei, wie schon gehört). Köche, Schuster, Reinigungsstaff, es braucht vieles in einer STadt innerhalb eienr STadt. Trotz allem machen das Geld vor allem die Drogenschmuggler. Es gibt Insassen die mit ihren Familien im Gefäfniss leben und deren Familienangehörige dürfen einmal am Tag raus und wieder rein. So kommt Rohsubstanz von Kokain ins Gefängnis wo sie es verarbeiten und der „Zucker“ wieder raus. Eine weitere STrategie ist das Pulver in Windeln abzufüllen und diese über die Mauer zu werfen, wo ein Empfänger auf das Packet wartet. Also in der gegend von San Pedro nie Windeln vm Boden auflesen.

Zweite Station ist der Markt Rodriguez. Hier werden Gemüse, früchte, Fleisch, Käse und alles andere Essbare feilgeboten. Usn wird erklärt dass man normalerweise zu seiner „Casera“ geht, also der Frau bei welcher man immer Gemüse kauft. Kennt sie einem irgendwann gibt ess bald eine Yapa, einen Zuschlag. Der Preis für die Ware wird nie verhandlet aber man kann nich der Yapa fragen und kriegt ein paar Orangen gratis dazu. Aber wehe die Casera sieht dass man bei jemand anderem Fremdkauft, das geht gar nicht. Dann kriegt man höchstens eine faule Tomate an den Kopf.

Weiter erklären uns MAry und Daniel die Kleider der einheimischen Frauen. Sie gehören zu der Ethnie Aymara und werden Cholitas genannt. Dies bezeichnet die Frauen mit langen, zu Zöpfen geflochtenen Haaren, mit langen weiten Röcken udn farbenfrohen SChaals, Hüte und Tragdecken. Die beiden Zöpfe werden oft hinten mit einem Schmuck zusammengebunden von dem weitere farbige Zotteln baumeln. Das soll das Haar noch länger erschienen lassen denn das ist ein zeichen von Weisheit. Der Weite Rock soll die Hüften betonen, breite Hüften stehen für Fruchtbarkeit. Cholitas sind in der regel breit und kräftig gebaut und dass soll auch so sein. Eine Cholita muss starks ien um Kind und Verkausfprodukte tragen zu können auf einer höhe von fast 4000müM. In La Paz trägt man ausserdem einen eher langen Rock, die Pollera wie dieser genannt wird, uma uch die Waden zu verdecken welche als sehr sexy gelten. Der Hut rundet das Outfit ab, auch wenn dieser erst mit den Engländern ins Land gekommen ist. Viele Cholitas tragen einen Hut wie Charlie Chaplin. Die Engländer wollten nmlich anscheinend Hüte einschiffe, verschickten aber die flaschen grössen, die Hüte waren zu klein. Also versuchte ein findiger Verkäufer diese den Einheimischen Frauen anzudrehen und verkaufte den zu kleinen Hut als hip und chic. So kam als also (zumindest dem Hörensagen nach) dass die Cholitas in La Paz nun Charlie Chaplin hüte tragen weil die Engländer eine flasche Bestellung aufgaben.

Der nächste Stopp ist gleich bei unserem Hostel, der Hexenmarkt durch den wir gestern schon kurz durchgewandert sind. Es sind nur ca. 10 Stände, Daniel meint in El Alto gibt es noch eine viel grössere Ausgabe davon. Die Cholitas hier verkaufen alles was man braucht um eine Ofrenda, also eine Opfergabe, für die Pachamamma, die Mutter Erde, zu machen. Dazu gehören Cocablätter und andere Pflanzen, Alkohol, Zucker und eben auch tote Babyaplakas oder Alpaka-Föten. Diese werden getrocknet und geben dem ganzen einen ziemlich morbiden Beiklang. Daniel erklärt uns aber dass alle diese Tiere einen natürlichen tot sterben müssen um von nutzen zu sein, also zumindest werden keine Alpakas getötet.

Was er uns aber dann erzählt lässt der ganzen Gruppe die Haare zu berge stehen… Es gibt zwei arten der Opfergaben für Pachamamma: eine um von ihr etwas zu erbitten, und eine um ihr zu danken. Um zu bitten braucht man nun eben die Alpakas sowie Coca, alkohol und Zucker. Die farbigen Zuckerbarren haben auch extra veschiedene Formen um auch genau zu sagen was man will (Haus, Auto, Kind usw.). OFt werden Opferkörbe unter Häuser vergraben um zu bitten dass sie nicht einstürzen. Was aber, wenn man jetzt zB ein grosses HAus oder eine Brücke oder ähnliches bauen will? Da reicht ein getrockentes Babyalpaka nicht mehr. Daniel erzählt uns also Detailgetreu wie die Priester manchmal zu den Obdachlosen gehen und ihnen Essen und Alkohol anbieten, sie zeuckeln um mitzukommen zum Ort des Baus, wo sie teil eines grossen festes sein können. Wenn sie total betrunken irgendwo einschlafen werde dann der Körper in ein Loch gelegt welches ausgebettet ist mit Kokablätter und der noch lebende MEnsch einbetoniert. Dass wäre dann die Opfergabe an Pachamamma. Das ist natürlich heute total verboten, aber Daniel meint er sei sicher das gäbe es noch und nein, dies ist kein Witz… Wir sind alle eher mehr als weniger verstört und Daniel meint dann nur man solle in La Paz nicht so viel trinken im Ausgang dass man auf der STrasse liegenbleibt… Hahaha, nicht witzig…?!

Weiter geht die Reise durch den Mercado artesanal wo man alle möglichen Souvenirs kaufen kann in den schönsten Farben. Auch sind viele MAuern butn bemahlt. Das hilft um die rabenschwarzen Geschichten etwas zu vergessen.

Von dort geht es zur Plaza San Francisco mit seiner gleichnamigen Kirche. Hier werden wir darüber aufgeklärt wie die Spanier versuchten die Aymaras zu bekehren. Mitten durch La Paz fliesst en Bach, auf der Nordseite war die Spanierseite und auf der Südseite die seite der Einheimischen. Hier errichteten die Conquistadores die Kirche San francisco. NEben klar christlichen Darstellungen von San francisco oder Fresken wie Traben sehen wir hier auch die Gravur eiens SChamanen der Koka isst in der Fassade, oder auch eine nackte Frau welche die PAchamamma darstellen soll, welche eine Blume gebährt. So sollten die Aymaras sich besser representiert fühlen und auch die Gottesdienste besuchen kommen. Dies funktionierte aber rein gar nicht, die Ayamaras hatten ihre eigenen Traditionen und wollten diese nicht für ein grosses kaltes Gewölbe aufgeben. Da mussten sich die Spanier etwas anderes einfallen lassen. Nun war es so, dass die Aymaras an eine Seele glaubten. Zb wenn man viel Angst fühlt und das Adrenalin durch den Körper fliesst, da dachten die Aymaras dass dieses Gefühl beutet dass die Seele den Körper verlässt. Um sie zurückzurufen musste man dreimal seinen eigenen Namen und „Komm zurück“ rufen. Das sahen die Spanier und schüttelten den Kopf. Sie fragten die Einheimischen ob sie jemals eine Seele gesehen hätten. Natürlich hatten sie nicht. Da luden die Spanier die Ayamara in die Kirche ein, denn da sässen die Seelen. In der Kathedrale stellten sie Spiegel auf, etwas was die Einhiemischen nicht kannten, und erzählten ihnen nun dass dies ihre Seele sei. WEnns ie nicht in die Kirche kämen um zu beten würde diese Seele niemals zu ihnen zurückkehren sondern in die Hölle fahren. Damit erriechten sie, dass die meisten UReinwohner der Gegend La Paz den Weg in die Kirche fanden.

Die Führung dauert nun schon über 1h, so ist es Zeit für eine kleine Erfrischung Die finden wir gleich neben der Plaza San Francisco im überdachten Markt wo es neben Essensständen auch Saftund Snacks gibt. Roberto und ich kreigen einen ganzen Liter Ananas- bzw. Erdbeerensaft, das war dan wohl mein Zmittag.

Weiter geht es durch die Hauptgasse der Fussgänger mit vielen grossen SHops zum Regierungsdistrikt. Die Plaza Murillos ist der eigenltiche HAuptplatz von La Paz. Dafür ist er eher klein, vor allem wenn man ihn mit den grossen majestätischen Plazas von Lima vergleicht. Hier steht das Nationalmuseum, der PRäsidentensitz, sowie das Parlament. Mary und Daniel sprechen über einige der vergangenen 88 (!) Präsidenten Bolivias. Einen der wenigen Guten (wie sie sagen, sorry NAme war lang) verscherzte es sich bei einer Gesetzesänderung mit den Reichen, worauf diese eine Horde AYmaras bezahlten um ihn zu töten. Sie drangen in den Palast ein wo sich der Präsident in einem Kleiderschrank versteckte. Sie versuchten ihn zu erschlagen, aber der ehemalige Militär war gross und stark, also warfen sie ihn vom Balkon, schossen dreimal auf ihn und er lebte noch immer. Daraufhin wurde er an Pferden einmal um die Plaza geschleift und danach an einem LAternenpfahl, der heute noch steht, aufgehängt. Als dann aber sein Nachfolger eine riesen KAtastrophe war realisierten die Reichen dass sie wohl einen Fehler begangen hatten udn errichteten ein Mahnmal für den getöteten Präsidenten. The most akward momument in hsitory, wie Daniel meinte.

Ein anderer Präsident mit dem übernamen „El Gringo“ (Der Ausländer) war Amerikanischer-Bolivianischer Doppelbürger und konnte nichtmal richtig Spanisch. Er erhöhte die Steuern aufs Grundeinkommen, machte so ein Vermögen welches er dann vor seiner Absetzutung wegen riesigen Protestmärschen in La Paz stahl, in die USA brachte und dort in eine Villa Ivestierte wo er heute noch lebt. Eine Ausführung ist schwierig da er ebenfalls Bürger der USA ist und viele Bolivianer müssen damit leben, dass man sie bestohlen hat und sie niemals Gerechtigkeit erfahren werden.

Weiter bemerkenswert ist die Uhr des Regierungsgebäudes, die Zahlen sind nämlich gegen den Uhrzeigersinn aufgemahlt und die Uhr läuft somit eigentlich rückwärts. Dies ist ein werk Evo Marles‘ welcher meinte es sei Zeit dass Bolivia seiner eigenen Zeit folge anstatt dem Diktat anderer STaaten (der USA).

Am Präsidenten palast hängen 3 Fahnen. Die Fahne Bolivias, die sehr Fahne der gesammelten einhiemischen Ethnien Bolivias welche ein farbiges Schachbrettmuster zeigt, sowie eine blaue Fahne welche die Hoffnung Boliviens verkörpert eines Tages wieder zugang zum Meer zu haben. Chile hatte im Krieg gegen Peru und Bolivien einiges LAnd dazugewonnen (heutiges Arica) welches der Hafen Boliviens gewesen war. Man hatte versucht gerichtlich dagegen vorzugehen, der Prozess ging aber verloren. Heute bleibt also nur noch die schwache Hoffnung.

Noch eine letzte Station fehlt in der heuteigen City Tour. In einem Restaurant dürfen wir den bolivianischen NAtionalschnaps probieren (ähnlich wie Pisco in Peru) und hören noch etwas mehr über Evo Morales. Im Oktober sind Wahlen in Bolivien und deshalb ist es etwas heikel auf der STrasse über Politik zu sprechen. Es gibt viele Leute für die Morales einiges getan hat, vor allem auch für die Einheimischen. Er sit aber auch sehr umstritten, vor allem wegen einer Gesetztesänderung welche es ihm erlaubt sich nicht nur 1x wieder wählen zu lassen, sondern so viel er will. Dafür kündete er in der Vergangenheit extra ein Referendum an über welches national abgestimmt wurde und welches er VERLOR mit ca. 51% NEIN-Stimmen. Darüber war es sehr verärgert und kündete gleich ein neues Referendum an „damit sich die LEute besser entscheiden können“. Dies macht seinen angeblichen Respekt gegenüber der Demokratie natürlich zunichte. Ausserdem ist er bekannt für Aussagen wie „Hühnchen essen macht schwul“ oder „Die bolivianischen frauen sollten Kinder kriegen, nicht arbeiten“. Daniel meint dass er oft redet bevor er denkt. Es gibt sogar schon Bücher mit seinen lustigen oder eben halt weniger lustigen Zitaten. Insgesamt ist die politische Situation gerade sehr aufgeheitzt und es wird spannend zu sehen was im Oktober heruaskommt. Die Chancen sind gross dass es wahlfälschungen geben wird, da man vermutet/weiss dass Morales schon zuvor betrogen hat. Er folt mit seinen Tricks und Gehabe der Linie von Maduro in Venezuela, was vielen Einwohnern Bolivias Angst macht.

Das wars dann mit der City Tour. Viele Informationen ,se hr gut vorgetragen, ich bin beeidnruckt. Ich musste zwar immer mal wieder für Roberto übersetzten aber das ging ganz gut. Danach muss ich aber eine Pause haben und auch Roberto muss ausruhen. Ihm geht es nicht so gut… ICh vermute er hat sich wie cih letztes Mal Salmonellen eingefangen. Wir machen also 1h Siesta und was wir danach noch gesehen haben lest ihr im nächsten Beitrag.

La Paz

Da es von Copacabana keine frühen Touristenbusse nach La Paz gibt steigen Roberto und ich am Mittwoch um 9:30 in den öffentlichen Bus. Allzuviel Vertrauen habe ich in den nicht, aber wird schon gehen, es fahren alle halbe Stunde solche Buse vom Hauptplatz ab, da kann ja nicht jeder schlecht sein. Mit uns fahren einige Cholitas mit riesigen Bündeln and Kräuter, Packeten, Kindern oder Gemüse und zwei Koreanerinnen. 20min müssen wir warten und fangen an HErr der Ringe zu netflixen. Der Bus fährt rörend ab und wir netflixen auf doppeltem Hörvolumen weiter. Nach ca. 1h stoppt der Bus. Man müsse aussteigen. Ok, wieso? Der Bus muss leer über den Fluss geshippert werden, Personen gehen mit dem Bötchen. HAha, nicht was ich erwartet habe aber ok. Ich erkläre den Koreanerinnen, die gar kein Spanisch und nur sehr schlecht Englisch sprechen irgendwie dass sie jetzt aussteigen und ein Bootticket lösen müssen. Draussen am HAfen liegen die Fähren für den Bus bereit. Also eigentlich einfach ein paar grosse Flosse. ICh hoffe der bUs säuft nicht mit dem ganzen Gepäck ab. Wir kaufen für 2 Bolivianos das Ticket zum übersetzten und quetschen uns auf das dicht bepackte Böötchen dass uns auf die andere Seite des FLusses bringt. Dabei werden wir mit benzin verstunken und Roberto hat konstant einen riiieesen Pack Popcorn im gesicht welcher der etwa 3Jährige neben ihm herumschwingt. Der Pack ist grösser als das Kind. Auf der anderen Seite angekommen kann man bei den Ständen gegrillten Fisch oder Glace kaufen. Wir haben aber selbst schon vorgesorgt und ich gehe lieber unseren Bus beobachten.

Wieder eingestiegen vergeht die Fahrt nach La Paz wie im Flug dank Frodo und co. Bald stehen wir schon vor dem Cementerio (Friedhof) von wo aus wir nun mit dem Taxi ins Zentrum wollen. Wir stellen aber fest, es hat nicht so viele Taxis hier wie zB in Lima. Schlussendlich angeln sich die Koreanerinnen eines, können dem Fahrer aber nicht erklären wo sie hinwollen. Also geh ich übersetzten und da wir alle vier ins Zentrum müssen fahren wir dann zusammen. Es geht abwärts, nur abwätrs. Zt so steil dass ich mich schon frage ob wir bald unser Gepäck auf dem Kopf haben. Dann werden wir in einer dicht befahrenen Strasse abgeladen,direkt bei unserem Hostel. Check in ist schnell erledigt und Roberto und ich machen uns auf die suche nach etwas essbarem. Wir steigen die Sagarnaga-STrasse hinab.

Hier kehren wir in einem Hotelrestaurant ein, da wir nichts anderes finden auf die schnelle. War auch gerade die absolut touristische Gegend in die wir geraten sind. Überall stehen Touragencies und teure Restaurants. Um uns besser orientieren zu können suchen wir also nach der Verpflegung (es gab Sauce zum Reis, halleluja!) die Touristeninfo auf. Diese ist im Gewirr der autos und Leute an der Hauptstrasse nicht so leicht zu finden. Als wir dann aber das rote I entdecken kommen wir informiert mit Stadtkarte wieder hinaus. Darauf sind auch die verschiedenfarbigen Linien des Teleferico, der Gondelbahn, eingezeichnet. Diese ist ein Projekt des jetztigen Präsidenten Evo Morales welches 2010 (glaub) eröffnet wurde und vor allem zum Ziel hatte den ärmeren Teil El Alto mit dem Zentrum von La PAz zu verbinden. DAs ist damit sehr gut geglückt. Die Gondeln gleiten über unsere Köpfe und machen uns Lust zum mitfahren. Wir betreten die nächste Bodenstation und fragen am Schalter wie das mit der wiederaufladbarenn Fahrkarte funktioniert. Alles ist sauber, neu und modern. Bald sind wir mit allem ausgerüstet und steigen in die erste blaue Gondel welche uns das Tal hinab in den osten von La Paz bringt. Von dort gehts mit einer anderen FArbe hianuf nach El Alto bis zur Haltestelle Mirador. Weiter über ganz EL ALto und mit der roten Linie wieder hinab ins Zentrum. Das herumgondeln macht extrem Spass, ist fast wie zuhause in den Bergen. Und die Sicht ist grandios!! Man sieht die STadt aus allen winkeln, und vor allem von der STation Mirador in ihrer ganzen Ausdehnung über das Tal. Zuunterst ist das Zentrum mit den Höchhäusern, von da geht es steil hinauf bis in die äusseren Distrikte die wie an den Berg geklebt aussehen. Gefährlich steile STrassen führen da hinauf und auch eine Menge Treppen von deren Anblick mir schon die Wädli weh tun. Auch einen Bergrutsch mitten in der STadt sehen wir wo zu viel Regenwasser Häuser und eine ganze Esplanade in die Tiefe hat rutschen lassen, so eklärt uns ein Mitfahrer. Weiter entdecken wir eine ganz bunt bemahlte Gegend etwas unterhalb von El Alto, man sieht Märkte, das Militär am Trainieren, Strassenkonzerte und vieles mehr.

Wir steigen bei der Zugstation aus. Es ist schon später NAchmittag und die Zeit wirklich wie im FLuge vergangen. Einen kurzen Fotostopp beim Schriftzug der STadt…

…dann suchen wir zu Fuss unseren Heimweg. . Dabei stossen wir ein paar Blocks vor unserem Hostel auf einen grossen MArkt mit Kleider, Schuhen, Elektronik und Spielsachen. Es herrscht ein grosses Gedränge da sowohl Leute als auch Autos auf der Strasse stehen da die Stände den ganzen Bürgersteig bedecken.

Gleich vor unserer Haustür beginnt dann der MErcado de las Brujas, der HExenmarkt. Da werden Zutaten für Opfergaben verkauft, aber dazu mehr im nächsten Beitrag, heute reicht es nur kurz darüberzuschauen (ist das ein totes Alpaka??!), dann gibts Abedessen und einen Schlummertrunk mit den zwei Israelis die wir schon in Copacabana getroffen haben und welche doch nun tatsächlich im selben Hostel gelandet sind wie wir.