In den folgenden 2 Tagen versuchen Yohel und ich Medellin noch ein wenig besser kennenzulernen und unsere Zeit hier gut auszunutzen.
Am Samstag steht für uns der Parque Arvi auf dem Programm. Dieser sehr grosse NAturpark erstreckt sich auf einem Hügel so nahe an der STadt dass man mit einem Metrocable (also einer Gondel) da rauffahren kann. Wieder eimal sind wir begeistert vom Teleferico und der Aussicht! Nachdem wir den ersten Berg erklommen haben scchwebt die Gondel über den Wald des Parkes, sicher 10min lang. Der offizielle Eingang ist im hinteren Teil des NAturreservates. Hier erfahren wir das man für einen Besuch im Wald einen Führer braucht. Hmm, also wandern kann ich ja wohl noch selbst… wir machen also nur den kleinen Rundgang welcher ohne Begelitung erlaubt ist. Dieser führt aber leider oft der STrasse nach. Einen kleinen Abstecher in die Natur eröffnet uns ein Weg an dessen Verlauf ein paar Ausgrabungen von den ersten Spaniersiedlungen gemacht wurden.


Bald fängt es aber leider an zu regnen und Yohel und ich laufen noch bis zur nächsten Kreuzung wo wir ein paar Restaurants finden. Es gibt das Menu mit Reis, Schwarte, Linsen und Salat plus einen Jugo (Saft) von Tomate de Arbol (Baumtomate, eine sehr interessannte Frucht welche wirklich aussieht wie eine Tomate aber ahlt an einem Baum wächst…). Wir bleiben da auch noch ein wenig sitzen bis der Regen aufhört, wandern dann ein wenig weiter, finden aber leider die Zeit nicht um wirklich wieder in den Wald zu kommen da die Wege um 4Uhr Nachmittags schon zu machen… Ich bin ein wenig enttäuscht vom PAruqe ARvi obwohl ich mir sicher bin dass die SPaziergänge mit Guide cool sind, sie waren einfach zu teuer.
Ein weiteres Erlebnis war am selben Abend dann endlich mal Tanzen zu gehen. Holly hatte mich informiert dass es in der Nähe einen Social Club gibt welcher eine gratis Bachattastunde anbietet heute Abend. Da muss ich natürlich hin. Yohel begleitet mich und wir treffen Holly mit ihrer Freundin im Tanzclub welcher sich lustigerweise unter einer Autobahnbrücke befindet… Die Stunde ist super, erst tanze ich mit Yohel, welcher ein wenig zwei linke Füsse hat. In der Hälfte wird aber der Tanzpartner gewchselt und ich darf mit einem Typen aus Cali tanzen welcher zwar nichtso viel vom Bachatta versteht aber dafür vom Salsa. Das funktioniert schon besser und Bachatta ist einfach grooossartig ❤ NAch dem Kurs gibts freies Tanzen. Offensichtlich hat es einige Pros dabei, sowohl Frauen als auch Männer. Uns drei Frauen fällt vor allem ein MAnn auf… erstens tanzt er wie ein Gott und zweitens sieht er umwerfend attraktiv aus… Mein Tanzpartner aus Cali kommt mich beim Salsa holen und wir tanzen ein Lied, Kathrin super happy. Danach versuche ich es noch mit Yohel. Holly wird von unserem Tanzgott, welcher zeimlich sicher auch hier LEhrer ist aufgefordert für Salsa. Danach ertönt Bachatta und ich schaue in so bettelnd an als er Holly zurück an den Tisch bringt dass ich auch mal darf. Haha es ist grossartig, Highlight des Abends 😛 Dann ist auch schon bald wieder halb12 und Yohel und ich lassen uns vom Taxi beim Parque Lleras rausschmeissen. Noch ein wenig Reggeaton wäre nice. Die Discothek welche wir aussuchen ist randvoll, irgendwie haben heute alle Geburtstag, viele Chicas laufen mit einer gelben Schärpe umher wo Feliz Cumpleaños (Happy Birthday) draufsteht. Die Musik ist der Hit und Yohel und ich wieder erst um 2Uhr im Bett…

Deshalb muss ich mal einen Tag ausschlafen. Am Sonntag bin ich erst um halb12 wach. Yohel, welchem ich gestern die Drinks in der Disco spendiert habe da er nicht mehr Geld eingepackt hatte, stand eine Stunde früher schon auf und hat Früstück gekauft. Oooh wie süss. So setzten wir uns in die Lounge, essen Brötchen mit Manjarfüllung (Caramel) mit ORangensaft und ziehen uns 2 Folgen Black Mirror auf NEtflix hinein. Erst am Nachmittag mögen wir ein wenig in die sTAdt fahren. Wir machen einen Spaziergang im Zentrum und fahren dann pünktlich um 4Uhr zum Stadion. Wir haben nämlich Tickets für ein Fussballspiel gekauft. Yohel meinte ihm wurde empfohlen das Heimteam Nacional irgendwas anschauen zu gehen, es gäbe da eine tolle Athmosphäre. Schon in der MEtro ist alles voller grün angezogenen Leute. Männer in jung und alt, Frauen, Kinder, Hunde, alles trägt das Nacional Tricot. Das sit toternst hier und wir wissen nicht einmal gegen wer sie wirklich spielen haha. Wir lassen uns von den MAssen ins Stadion treiben welches ziemlich voll ist. Leute singen schon eine halbe stunde vor Mathbeginn und in der Südkurve hüpft und trommelt es. Da steht eine ganze Band, Leute schwingen Fahnen und ein grosses Transparent mit der Aufschrift „ESto es Nacional, aca se deja la vida“, ungefähr „Das ist NAcional, hier dafür (oder hier) lasse ich mein Leben. Die gegnerische Manschaft von auswärts hat ein paar laute fans dabei, die sind aber in einen kleinen Sektor oben in der Nordkurve gequetscht und umgeben von Polizisten. Es ist wirklich eine sehr ernste Angelegenheit. Verkäufer tänzeln durch die Reihen, verkaufen Bier, Cola, Wasser, Chips, Popcorn, Glace. Yohel und ich teilen uns eine Ladung Popcorn und fanen so gut wir können mit als das Spiel beginnt. Wir bräuchten ein Gesangsbuch hier, wie in der Kirche… Als das 1:0 für Nacional fällt nach nur 12minuten ist die Hölle los. Alles steht jubelt, umarmt sich und singt. Ich muss lachen, die haben doch alle nicht alle Tassen im Schrank. Leider geht das Spiel dann aber 1:1 aus und die Stimmung ist etwas bedrückt da Nacional somit aus dem Cup ausscheidet. Ich bin trotzdem begeistert, war ein tolles erlebnis mein erstes richtiges Fussballspiel. Auch fand ich die Ausdauer der Südkurve beeindruckend, die sangen nämlich über 90min lang (schon vorher und durch die PAuse) ununterbrochen ihre Jubelgesänge (oder Gegröle eher). Viele LEute kamen mit ihren Kindern welche in der Pause sich ebenfalls ein Fussballbattle leisteten. Schon die 2Jährigen welche knapp laufen konnten spielten besser Fussball als ich 😛 Und ja es gab viele so kleine Kinder im Stadion! Fussball hier ist definitiv ein Familienevent.


Am Sonntag Abend sage ich Yohel dann tschüss, er fliegt morgen zurück nach ima, während ich einen weiteren Ausflug plane (welcher einen eigenen Beitrag bekommt). Wir sind uns einig das MEdellin sehr schön ist. Von der Drogenhauptstadt welche vor nicht langer Zeit als gefährlichste stadt der Welt gegolten hat merkt man heute nichts mehr. Im Gegenteil. Hier spürt man den Fortschritt, die Zukunft und auch den Stolz der Leute diese Entwicklung gemacht zu haben und auch immernoch zu machen. Die MEtro ist das beste Beispiel dafür. In den Zügen und den Stationen sieht alles noch wie neu aus obwohl diese schon seit 1995 existiert. Keine Grafitis, keine eingeritzen Namen, viel Respekt beim Ein- und Aussteigen. Die Leute sprechen wirklich von der Cultura de MEtro, sowas wie einem Verhaltenskodex. Nicht zu gergleichen mit unseren SBahnen in welchen Abfall liegen gelassen wird oder welche in der Nacht versprayt werden. Gewisse Schweizer könnten sich von MEdellin eine Scheibe abschneiden!
Auch toll hier definitv das Essen und der Ausgang. Obwohl nicht ganz billig sind die Restaurants sehr divers und wrklcih gut. Ebenfalls die Drinks und ihr wisst ja wie gerne ich eine Discoteca mit toller Musik habe. Die erfahrung MEdellin war grossartig undso gar nicht das was Mueti sich wahrscheinlich vorgestellt hat als sie mir extra noch schrieb ich solle speziell vorsichtig sein 😉 Schön war natürlich auch Yohel kennengelernt zu haben welcher in kurzer Zeit mir wirklich ein guter Freund wurde. Sehr unkompliziert, witzig und unternehmungslustig hatten wir eine tolle Zeit zusammen. Ich hoffe ihn nach Weihnachten in Lima nochmals kurz wiederzusehen. Mir bleibt nun noch 1 Tag in MEdellin welchen ich nutzen will um einen Ausflug nach Santa Fe de Antioquia zu unternehmen.































