Pozuzo – Parque Yanachaga Chemillen und Cuevas de Lluvia Eterna

Auch zweiten Tag meines kleinen Ausflugs nach Pozuzo muss ich um 5Uhr für die Tur bereitstehen. Mein Guide, heute Ivan, begleitet mich in den Park Yanachaga Chemillen um den Nationalvogel Perus, Gallito de Roca (Andenklippenvogel), zu suchen. Diese scheue Art kommt nur am morgen für ein paar Stunden aus ihren Sandhölen.

Mit auf der Tour ist heute eine 6köpifge Familie aus dem Tirol. Die Kinder sind so zwischen 14-8 Jahre alt, sowohl Jungs wie auch Mädchen mit hübschen langen Blonden HAaren. Sie sehen aus wie die Einwanderer persönlich, vor allem die beiden Mädchen mit ihren Dirndelröcken. David, der Vater, meint sie hätten sich gestern soa uf die Plaza gestellt und fast 50 Soles mit Fotos der Touristen verdient. Die Familie lebt aber nicht hier, sie sind schon seit 4JAhren nonstopp unterewegs in Südamerika. Sie mieten sich ein Haus (Zimmer reicht ja für 6 nicht) fpr 1 Monat und danach gehts weiter. David verdient sein Geld mit Übersetztungen und kann gut vom Homeoffice aus arbeiten. Sie sehen ein wenig wie eine Zigeunerfamilie aus (nicht abwertend gemeint), ein paar Aussteiger die nicht die Absicht haben jemals wieder Sesshaft zu werden.

Im Park angekommen breitet sich die Familie am Eingangsposten aus, sie machen erstmal ein kleines Festessen für eines der Mädchen, sie hat ihren 11. Geburtstag. Also ziehe ich mit Ivan alleine los um die Vögel zu beobachten. Der NAme des Parkes Yanahaga ist quetchua und bedeutet schwarzer Wald. Und wirklich ist der Wald sehr dicht und dunkel. Nun, es ist auch erst halb6 Uhr morgens, aber trotzdem. Wir steigen zum FLuss hinunter. Dort wurde ein teil des ursprünglichen Pfades erhalten welchen die Kolonisten gingen um von Oxapampa nach Pozuzo zu kommen. Das war eine reise von 4 Tagen. Der Pfad führt dem Fluss entlang durch einen kleinen Canyon. An gewissen Stellen musste der Weg sogar aus dem Berg geschlagen werden.

Es ist mir immernoch ein rätsel wie die Einwanderer sich an einem solch Abgelegenen Ort niederlassen konnten. Vor allem da Oxapampa erst später von der Familie Heidinger gegründet wurde (noch später dann Villa Rica von einer weiteren Familie), die ncähste Siedlung war fast eine Woche Marsch weit weg. Vor allem in der Regensaison war Pozuzo wohl fast nicht zugänglich.

Ivan erklärt mir auch gewisse Bäume, wir sehen zB ZEder oder auch die Palme welche die Gallos immer aufsuchen um die Früchte zu essen. Ja, wo sind sie den nun, die Gallitos? Ivan weiss genau wo sie zu finden sind. Ein wenig den Weg hinauf beim offiziellen Campingplatz des PArks, da sitzen sie in den Bäumen. Sie sind klar erschtlich, da die Männchen eine knallrote Farbe haben. Sie tanzen in den Ästen für die Weibchen am Boden und streiten sich um die besten Plätze. Wir zählen sicher 10-15 Vögel. Sie isnd etwa 30cm gross und haben eine charakteristischen Wölbung oberhalb des Schnabels. Die Gallitos sind berühmt in Peru, sie sind der offizielle NAtionalvogel und leider vom aussterben bedroht. Darum ist es umso schöner sie hier in freier Wildbahn zu sehen.

(Meine Kamera kann leider keine besseren herangezoomten Bilder machen, sorry. Müsst Gallito de Rocas googlen).

Nach fast einer halben Stunde in der ich begeistert den Vögeln zu geschaut habe nimmt mich Ivan noch zu einem Mirador mit, zeigt mir die vielen Orchideen welche auf den Bäumen wachsen und erklärt mir auf dem Weg hinunter die neusten politischen News Perus… Präsident Vizcarra hat nämlich den Kongress geschlossen (ein Vorhaben bei welchem ihn fast die gesamte Bevölkerung unterstützt) worauf der Kongress (welcher eigentlich ja aufgelöst ist) Vizcarra absetzten und die Vizepräsidentin als neue Präsidentin einschwuren. Das ganze ist ziemlich chaotisch und niemand weiss wer jetzt eignelich recht oder das Recht hat zu tun was gerade geschieht. Naja, Fakt ist, die Bevölkerung ist hässig auf den Kongress weil die Leute anscheinend zu korrupt sind (siehe ODebrecht….) und nicht arbeiten.

Dann sind wir zurück beim Kontrollposten und sammen die Familie auf. 20min Fussmarsch führen uns zu einem kleinen Wasserfall am Strassenrand. Von da ist es nur noch ein Katzensprung zu der Cueva de Lluvias Eternas (die Höhle des ewigen Regens). Bevor wir aber zu der Höhle den Bach hinaufsteigen gibts Frühstück. JEssica hat Ivan Reis mit Chicharrones (Schweineschwarte oder so ähnlich) mitgegeben. Es ist jetzt ca. 8Uhr.

Dann gehts los über Stock und Stein, bzw durch Matsch und Fluss. Man gibt mir am eingang Gummistiefel die zwar ein bisschen zu gross, aber nötig sind. Wir steigen nämlich zT wirklich voll durch den Bach hinauf, ca. 30min, bis zu den Höhlen. Die Wanderung gefällt mir super, der Bach ist wunderbar klar, am Ufer fallen die Luftwurzeln der grossen Bäume hinunter, alles ist grün und dampft. Den 4 Kinder gefällt es offensichtlich auch. Ivan hatte schon Sorgen sie hätten Angst, zb die Steile leiter runterzusteigen, auch er meint, mit den Leuten aus Lima geht das 3mal länger. Aber so hüpfen wir alle von Stein zu Stein bis wir die ewigen Regen erreichen. Vom Berg tropft ununterbrochen Wasser über das Vordach der Höhle hinunter. Hier ist es noch grüner, Algen und Moose lieben diesen Ort. Es ist sehr idylisch, wir hören die Vögel pfeiffen (es ist immernoch morgen), schwarz-gelbe Chihuacos, Schmetterlinge und Kolibirs fliegen herum. Es gefällt mir seeehr. Während die Familie schiwmmen geht setzte ich mich auf einen grossen Stein und bestaune die Natur.

Der Rückweg ist ebenfalls etwas rutschig, ich muss vorallem aufpassen das mein HAndy nicht in den Bach fällt. Dann sind wir um 10Uhr zurück an der Strasse und müssen auf ein Auto warten. Jessica wir duns zwar eines schicken, allerdings erst um 11. Wir waren schneller als der durschscnittstourist und leider gibt es hier kein HAndynetz um den Chauffer früher zu rufen. Also warten wir. Es wrden noch ein paar Orangen und Bananen verteilt, die Kinder unterhalten sich präctig mit ein paar Steinen und dem Hund. Ich rede mit Ivan über Gott und die Welt.

Kurz nach 11 kommt dann unser Wagen an. Wir kommen um 12Uhr in Pozuzo an wo ich noch eine Sache besuchen will, nämlich das Museum Schafferer. Dort ist die Geschichte Pozuzos erklärt und alte Möbel, Werkzeuge, Alltagsgegenstände, Schriftstücke und Fotos der Kolonisten ausgestellt. Alles ist schön auf spanisch und deutsch angeschrieben. Ich lerne auch dass es einen „Freundeskreis für Pozuzo“ gibt in den zwei Partnerstädten Haiming und Silz in Österreich, welcher das Geld für den Deutschunterricht in der obligatorischen Schule in Pozuzo stellt. Sie schicken nicht nur Geld sondern auch LEhrer nach Peru damit die Tradition der deutschen Sprache hier nicht ganz ausstirbt. Das Museum ist zwar klein aber fein, leider darf ich keine Fotos schiessen. Nur von einem Tableau der Gründungsgeschichte erlaube ich mir schnell ein Bild zu machen (ich hoffe ihr könnt es lesen, unten ist es in deutsch):

Dann ist es an der Zeit meine Sachen zu packen. JEssica und Tomas wollen mich schon fast gar nicht mehr gehen lassen, sie waren wirklich sehr herzig zu mir. Jessica ruft an sogar noch bei der zentrale an damit mich das Auto um 2Uhr beim Hotel abholt. Dann kurven wir noch etwas im Dorf herum um die anderen 3 Leute einzusammeln und ab gehts richtung Oxapampa. Die Fahrt sit zwar mässig angenehm weil die Mitfahrerin in der Mitte die Aussmasse eines Buckelwals hat, dafür hat der Kollege des Fahrers (der vorne sitzen darf, wett au!) ein 2monate altes Hündchen dabei der einfach wahnsinnig süss aus der Wäsche bzw. aus dem Fenster kuckt. Transport in Peru….

Von Oxapampa aus suche ich mir am Terminal ein Auto nach Villa Rica zurück und wir pretschen durch den Wald pber die Sandpiste so dass wir alle einmal geschüttelt nicht gerührt ankommen. Ich nehme ien Mototaxi zum Büro von Desco und treffe dort um 6Uhr noch Isha an die die letzten Abrechnungen fertigstellt. Sie ist so hochschwanger dass sie fastnicht mehr hinters Pult passt. ICh helfe ihr einräumen, dann packe ich den Koffer und wir fahren zu meinem Hotel. Diesemal eines mit warmen Wasser 😛 Dann mag Isha noch auf einen Saft mitkommen bevor wir beide müde unsere Betten suchen.

Pozuzo – Trama und Aguas Turquesas

Nachdem ich ausgiebig das Treffen mit alten und neuen Freunden genossen habe sitze ich nun im Auto nach Oxapampa. Von dort sind es noch 2.5h mehr bis nach Pozuzo, dem ursprünglichen Ort wo die deutsch-österreichischen Auswanderer sich vor ca. 150 Jahren niedergelassen hatten. Die sehr kurvige und enge Strasse ist in steile Hügel gehauen welche von grün bedeckt sind. Unten im Tal rauscht der Fluss. Es ist ein wenig wärmer als in Villa Rica, ansosnten ist es sehr ähnlich, nur die Strasse noch ein wenig krimineller, vor allem um Lastwagen zu kreuzen. In Villa Rica bin ich um halb2 losgefahren, um knapp 5Uhr steige ich bei iner kleinen Touragency in Pozuzo aus. Man empfängt mich gleich mit offenen Armen. JEssica erklärt mir was ich in den folgenden 2 Tagen alles an Sehenswürdigkeiten unterbringen kann und quartiert mich auch gleich in ihrem „Hostel“ ein. Eigentlich wohne ich nun einfach im obersten Stock ihres HAuses. Ich fühle mich auch gleich wie ein Familienmitgleid, ich soll doch einfach nehmen was in der Küche ist und man kann mich auch auf einen Spaziergang durch die Stadt begleiten damit ich nicht alleine gehen muss usw. Ich werfe aber erstmal meine Sachen aufs Bett und gehe nach der langen schweisstreibenden Autofahrt Duschen. Die Dusche ist einfach ein offenes Rohr, warmes Wasser kann ich mir träumen. Macht aber nichts, draussen ist es noch immer ziemlich warm.

Dann mache ich einen kurzen Spaziergang (alleine, muss mich ja wieder dran gewöhnen) durch das Dorf. Pozuzo ist wierklich sehr klein, in 15min hat man alle Strassen mal abgelaufen. Und ja, es wirkt irgendwie deutsch. Vielleicht sin des die vielen deutsch-spanischen Schlider oder die vereinzelten Riegelhäuser oder auch die vielen Biertanks und bilder von Leuten in Lederhosen und Dirndel die zu sehen sind. Diese mischen das normale peruanische Dorf auf.

Auf der Plaza steht ein kleines Wasserrad, eine Technologie die die Auswanderer wohlmitgebracht haben aus Europa. Auch steht auf einem Schild mit österreichischem und Deutschem Adler dass am 26.März 1857 ungefähr 200 Tiroler und 100 Preussen mit dem Schiff Norton von Belgien aus startetn um 2 Jahre Später 1859 hier in Pozuzo nach einer langen und beschwerlichen Rise ankamen mit dem klaren Ziel die Selva Peruana zu kolonisieren. Das Schiff ist ebenfalls (als Kinderspielplatz) nachgebaut auf der Plaza zu sehen.

Dann dunkelt es langsam ein und ich frage mich zum nächsten typidchen Restaurant durch. Dort gibts eine köstliche Portion Käsespätzle (auch wenn sie auch hier noch nicht viel von echtem Käse gehört haben….).

Am nächsten Tag geht schon um 5Uhr morgens los mit der Tour. Dies, weil wir (ich und Thomas, mein Guide, habe Privatführung heute) mit dem Schulbus mitfahren bis ins nächste Dorf, ca 45min weiter oben am Fluss. Dort gibt es erstmal ein saftiges Frühstück: Reis, Rind, Banane und Yuca. Dann werden Wanderschuhe angeschnallt und los gehts über die Brücke und den Berg hoch. Tomas ist Jessicas MAnn und der Besitzer der Ecotours Pozuzo. Er fotografiert auch und hat seine Profikamera dabei. Wir wandern etwa 30min durch den Wald, es ist nicht sehr hell obwohl die Sonne schon aufgegangen ist. Graue Wolken bedecken den Himmel und manchmal Nieselt es etwas.

Oben kommen wir auf dem Hof Trama an. Hier lebt die Familie Müller mit ihren Pferden, Kühen, Schweinen, Hühner und Hunden. Sie haben auch einen Fischteich auf ihrer kleinen „Alp“.

Nicht weit entfernt kommen wir dann a Balkon von Trama vorbei. Der Felsvorsprung lässt einem eine tolle Aussicht aufs Tal geniessen, auch wennes nach wie vor etwas grau ist. Der Fluss, welcher erst vor 1h noch fast klar war hat sich hellbraun gefärbt, weiter oben in den Hügeln regnet es stärker. Tomas macht gefühlte tausend Fotos von mir.

Der Spaziergang geht weiter und Tomas freut sich über meine Wanderlust. Er meint, die Leute aus Lima seien immer so träge, mit ihnen mache er den gleichen Weg in doppelter Zeit. Wir kommen immer wieder an Bananenplantagen, ORangenbäumen und kleinen „Bauernhäuser“ vorbei. Die Umgebung ist wie in Villa Rica, man nennt es auch Ceja de Selva (Augenbraue der Selva), also der Anfang des Regenwaldes. Alles ist sehr nass und etwas schliefrig. Nach ca. 1h kommen wir zu den Aguas Turquesas oder Aguas Saladas, ein Quellfluss mit sehr mineralienreichem Wasser. Schon von weitem riecht man den Schwefel. Die Leute hier sagen das Wasser hätte heilkräfte und manche Tours gehen extra hierhin um sich bei der Quelle mit dem Nassen Schlamm einzucremen, das sei gut gegen Falten, Hautausschläge, Pickel und grundsätzlich einfahc mal alles… Obwohl die SOnne heute nicht so scheint ist der FLuss tiefblau. Die Quelle ist ein kleiner Wasserfall der direkt aus dem Berg strömt. Da es doch warm ist draussen stürze ich mich also ins Bikini um schwimmen zu gehen. Das geht dann aber doch ein wenig länger, denn das Wasser ist ziemlich kalt. Aber es sieht so einladend aus dass ich mich zu ein paar Schwimmzügen überwinden kann.

Danach fühle ich mich zwar nicht 3 Jahre jünger aber doch gut erfrischt. Die Wanderung geht weiter zum kleinen MAchu Picchu, ein Berg welcher dem original etwas gleicht:

Und führt uns zum letzten Stopp, einem Wasserfall. Da es heute REgnet hat es eher viel Wasser. Die Selva hier ist etwas dunkel und Tomas erzählt mir dass dieLeute manchmal eine blonde Frau sehen welche auf einem Stein weiter oben am Fall steht. So kommen wir auf Geistergeschichten und er erzählt mir eine wirklich grauenvolles erlebnis aus seiner Jugend als er alleine im grossen HAus seiner Grosseltern auf dem Land war. Anscheinend spukt es dort und er ist felsenfest davon überzeugt eine weisse Frau gesehen zu haben. Gut glaube ich nicht an solche Dinge weil der Ort ist schon ein wenig spooky.

Dann fleigt ein kleiner Kolibri vorbei und nimmt den Horror mit sich. Wir wandern weiter und sehen auf dem Weg noch 4 Tucane in einem Hohen baum sitzen. Wunderschön sind sie mit ihren bunten Schnäbel! An der STrasse angekommen sind wir viel zu früh dran für den Schulbus. Also laufen wir 30min weiter zu der Vivienda der Familie Schmidt.Es ist 12Uhr und wir kriegen Fleischsuppe zum Zmittag. Nun drückt langsam die Sonne heraus. Auf der Vivienda sind alle Familienmitglieder damit beschäftigt sich auf das Wochenende vorzubereiten, sie werden dann auf ihrem Land ein Fest der Milch veranstalten. Sie haben an der Hauswand auch eine kleine Familienausstellung mit Bildern ihrer Urgrosseltern welche aus Deutschland hierher eingewandert sind. Alte Schuhe, ein RAdio, eine Nähmschiene und Gletteisen aus Europa stehen da noch rum.

Um wieder nach Pozuzo zurückzukommen setzten Tomas und ich uns also an die STrasse und warten auf ein Auto dass uns mitnimmt. Bald kommt der Sohn der Schmidts mit dem Töff vorbei und nimmt mich mit. Juhuu Töff fahren. Die Strasse ist nicht befestigt und ist seeehr wie diejenige in die Communitites. Ich fahre mit einem happy Smile hinten auf dem Motorad mit, der Wind in den Haaren gibt mir ein gefühl von Freiheit.

In Pozuzo angekommen mache ich kurz Siesta, ich bin um 4;30 aufgestanden und nun um 2Uhr shcon etwas müde. Dann reicht es noch um den Mirador zu suchen, allerdings ist er nicht allzu spektakulär. Ich wandere ein wenig durch das Dörfchen, besuche den Cementerio de Colonos (Den Kolonistenfriedhof) und kaufe mir zum Znacht feine MAngos. Die Küche Jessicas ist zwar ein Riesenchaos, aber ich finde noch knapp ein genügend gewaschenes Messer und Teller. Damit setzte ich mich nach dem Eindunkeln aufs Bett und schaue mir endlich mal wieder schweizer Nachrichten an nachdem das Wifi in Villa Rica einfach garnicht funktioniert hatte.

Zurück in Villa Rica

Nach all unseren Tours ist es richtig angenehm mal einen Tag „frei“ zu haben. Roberto und ich schlendern durch die Feria (Markt) in Rurre, geniessen köstliche Wassermelone, schauen uns Kunst und Krempel an und machen einen kleinen Bootsausflug zum anderen Ufer ins Dorf Buenavista. Dort hören wir uns die Band auf der Plaza an die mit jedem Bier welches die Sänger trinken besser wird.

Am nächsten Tag beginnt die lange Rückreise. Unser FLieger geht um 11Uhr vom FLughafen Rurre nach La Paz. Der FLughafen ist so klein dass man ihn gar nicht als solcher erkennt. Es ist einfach eine Hütte mit zwei Zimmern die als Wartesääle bei Abflug oder Ankunft dienen. Der Flieger ist ein kleines Propellerflugzeug welches riesigen Lärm macht beim abheben. Wir sehen zu wie der Dschungel unter uns durchzieht, sehen den Fluss Beni auf welchem wir hergekommen sind. Langsam wird das grün lockerer und die Bergspitzen höher.

Nach ca. 40min landen wir auf 4000müM in La Paz. Es ist erstmal einfach nur kalt. Ein Taxi bringt uns an den Terminal wo wir 3h auf den nächsten Bus nach Cusco warten. Wir essen etwas und kaufen Wasser. Ich habe etwas Kopfweh, kein Wunder nach diesem Höenwechsel. Dann gehts in den Bus. Wir sehen uns NEtflixserien an bis wir nach ca. 4h an der Grenze ankommen. Es sit schon spät, 7Uhr und im Komplex in Desaguadero hat es keine anderen Leute. Die Aus- und wieder Einreise nach Peru ist in 20min passiert, es geht zurück in den Bus. Nun ist es schon dunkel und ich versuche etwas zu schlafen.

Frühmorgen sum 5Uhr kommen wir in Cusco an. Verpennt steigen wir aus und suchen schleunigst unser Hostel wo wir weiterschlafen können. Ein Bett ist einfach tausendmal besser als ein noch so bequemer Bussessel. Den Tag durch versuchen wir einen Flug nach Lima zu kriegen, was sich als etwas schwierig herausstellt weil Latam Probleme mit VIsakarten hat. So renne ich sicher 3mal zwischen dem Office und dem Hostel hin und her bis die Bezahlung dann mit MAstercard klappt. Wir gehen zur Bank und machen ein paar Besorgungen.

Um 5Uhr ungefähr machen wir uns auf richtung Kirche San Cristobal. Eine Strasse weiter unten Hat Tamara ihr Hostal. Sie ist gerade zur gleichen Zeit hier in Peru bevor sie nach Ecuador weiterfliegt und natürlich müssen wir uns sehen!! Der Aufstieg zur Unterkunft killt uns fast, jetzt ist nichts mehr mit an die Höhe angepasst sein. Dafür empfängt uns Tamara mit offenen Armen. Wir suchen uns ein gutes Restaurant und quatschen den ganzen Abend. Danach einen kurzer Verdauungsspaziergang an die Plaza um noch eine Glace zu essen bevor wir uns verabschieden müssen.

Roberto und ich übernachten nochmal in Cusco, am nächsten Tag fliegen wir am morgen nach Lima. Dort muss ich dringendst neue Hosen kaufen, Roberto sucht einen neuen Rucksack. Am Abend steigen wir in den nächsten Nachtbus nach Villa Rica. Ich schlafe keine Sekunde, der Bus ist kalt, ich habe eine verstopfte Nase, mein MAgen rumort. Ich bin sehr froh jetzt bald irgendwo zu sein wo ich ein paar Leute kenne und wo ich ein wenig bleiben kann.

Der Bus fährt bis La Merced, im Direktbus hatte es leider keinen Platz mehr. So steigen wir nach fast 10langen Stunden dort aus um zu Frühstücken. Wir sind beide etwas still, wir wissen dass dies nun das Ende unserer gemeinsamen Ferien ist. Es ist sehr gut möglich dass ich Roberto heute das letzte mal sehe bevor ich ganz zurück in die Schweiz fliege. Das ist schwierig und tut etwas weh. Aber andererseits hatten wir eine ganz tolle Zeit zusammen und das ist was zählt.

Ein weiters Auto bringt uns in 1h nach Villa Rica. Roberto steigt am Dorfeingang beim Haus seiner Eltern aus und ich muss Abschied nehmen. Danach bin ich leicht deprimiert und will eigentlich nur noch schlafen, auch wenn es erst 9Uhr morgens ist. In Villa Rica quartiere ich mich in einem der Hostels ein und mache genau das, einfach schlafen. Erst am Nachmittag kann ich mich aufraffen um rauszugehen. Da steigt meine LAune aber deutlich und schnell an. Ich besuche als erstes unser „Stammlokal“, das Cafe Dolce Peccato wo ich Sylvia treffe. Wir unterhalten uns eine Weile, dann gehe ich weiter zum Kleiderladen von Carlos wo ich ebenfalls freudig empfangen werde. Am Abend esse ich mit Andre und seinen Kollegen Znacht. Es ist soo cool, alle diese Leute wieder zu sehen!

Angekommen am Donnerstag bleibe ich bis am Montag in Villa Rica. Am Freitag ist ein kleines Fest im Office von Desco. Kike und Isha erwarten ein Kind und wie es hier tradition ist veranstalten ihre Freunde für sie einen Baby SHower. Isha ist hochschwanger, der kleine Lucas soll in 2 Wochen schon auf die Welt kommen. Roberto hat mir in Lima geholfen ein Geschenk zusammenzustellen, Babyschmapoo, Tücher, ein SPielzeug. Die anderen haben zusammengelegt für unter anderem Kleider, Windeln und sogar einen Buggy. Ich kann so alle meine Freunde von Desco auf einmal wiedersehen. DOn Luis, der Chefe, Kike und Isha natürlich, Nilton und sogar Vanesa kommt auf einen kurzen besuch vorbei. Sie arbeitet in einem anderen Projekt von dEsco in Pangoa, 8h weiter in der Selva. Das ganze ist sehr emotional für mich, ausserdem wird wild durcheinandergeredet, viele haben ish auch sonst schon länger nicht mehr gesehen, der Abend ist für mich sehr anstrengend vom Spanisch her. Aber es ist toll. Roberto rennt in Uniform kurz 5min vorbei um zu gratulieren. Vanesa hat ein paar SPiele vorbereitet und so wird den ganzen Abend bis spät in die Nacht gelacht, gegessen und getrunken.

Das Wochenende geht dann so weiter. Vanesa muss schon am Samstag morgen früh wieder nach Hause, ich habe nur kurz Zeit um mich zu verabschieden. Ich treffe mich aber dann mit ihrem freundeskreis etwas später. Jennifer geht mit mir Abendessen, dann sehen wir uns einen Volleymath von Carlos an. Später finde ich mich mit der Gruppe beim Karaoke und in der Disco wieder. Am Sonntag abend bin ich zum essen bei LEidy eingealden und den Tag verbringe ich mit Danitza und JEnnifer bei einem Ausflug zu den Catarratas del Leon.

Alles in allem bin ich super happy wieder hier zu sein. Vieles ist wie früher, aber nicht alles. Die Plaza ist nun offen, die war bei meinem letzten Aufenthat immer gesperrt wegen Bauarbeiten. Dafür sind nun alle Trottoirs aufgerissen und werden neu gemacht. Allerdings eher langsam, deshalb ist es ein wenig mühsam immer den Baustellen auszuweichen. Die Regenzeit nimmt genau am Tag meiner Ankunt ihren Anfang und es ist immer mal wieder feucht und Sandig, so wie ich es in Errinnerung habe.

Francois, der Schweizer der hier sein Restaurant Copaxa führt gehe ich auch noch besuchen und er lädt mich auf eine Portion Zürigschnätzlets mit Spätzli ein. Himmlisch!! Wir reden mehrere Stunden und ich lerne sein neues Haustier, ein Tigrillo kennen.

Am Montag kann ich mich dann auch offiziell für die Uni in Glasgow einschreiben da ich den Computer von Nilton kurz ausleihen darf. Das langsame Internet bringt mich zwar wie früher fast auf die Palme aber nach 2h ist alles erledigt. Dann bringe ich ein paar SAchen von Roberto welche noch in meinem Koffer liegen geblieben sind zum Militärquartel. Da befällt mich wieder etwas die Traurigkeit, aber schlussenldich wussten wir beide dass wir uns wieder trennen müssen. Ich werde ihm von meinen weiteren Reisen schreiben, und vielleicht vielleicht sehen wir uns im Dezember in Lima noch ein letztes mal.

Dann fuhre ich meinen grossen Koffer zu Desco ins Office und lasse mich nach dem Zmittag zum Terminal fahren. Ich möchte nämlich einen kurzen Ausflug von 2Tagen nach Pozuzo machen, der ursprünglichen deutsch-österreichischen Kolonie Perus.

Von Cusco nach Copacabana

Am Samstag wollen wir beide nicht so grauenhaft viel machen da wir noch die langen Tage davor in den Beinen spüren. Nichtsdestotrotz müssen wir genug früh aufstehen da um 10Uhr das Zimmer geräumt sein muss. Dafür zmörgelen wir etwas länger. Was uns dann noch reizt zu sehen in Cusco ist das Museum bzw. die Stätte Qorikancha. Dies war früher der Sonnentempel des höchsten Inkas, gut zu erkennen an den wenigen Inkamauern die aus schwarzem sehr glattem Steinen bestehen welche zu einer perfekten Fassade zusammengefügt worden waren (wie immer bei den Inkas ohne Mörtel oder Lehm dazwischen. Heute sieht man diesen MAuertyp aber nur noch im Fundament der Kirche die nun dort steht. Wie üblich brachen die Spanier alle heiligen Stätte ab und bauten darauf ihre eigenen um die Bevölkerung einfacher Konvertieren zu können. Auf Qorikancha entstand ein Konvent der nur wenige Kammern des ursprünglichen Inkatempels übrig liess. Auch das Gold welches vorhanden war wurde eingeschmolzen und weggebracht, davon kann man im Museum heute keines mehr sehen.

Das Museum ist eher schnell durchquert, man kann einen alten Altar der Inkas noch besichtigen und ein paar Kammern in denen früher wohl Mumien standen, aller rest ist von kristlicher NAtur. Der Garten ist sehr schön, es blühen viele Inkablumen in allen Farben von Hellgelb bis Dunkelrot.

Weiter geht es auf die Plaza de Armas wo wir Zeuge eines Umzuges werden. Folkloregruppen in wunderbar farbigen Kleidern ziehen tanzend vorbei, hinterher laufen die Musiker. ES hat ein wenig etwas von der Basler Fasnacht 😉 Ganz an der Spitze des Zuges wird irgendeine Jungfrau und ein goldenens Kreuz mitgeschleppt.

Um unseren SPaziergang fortzusetzten nachdem die Tänzer um die Ecke verschwunden sind gehts Bergauf. Nach der Kirche San Christobal weiter die STrasse entlang bis zum Eingang zu einer weiteren Inkastätte. Da werden wir angehalten, man müsse das Touristenticket vorzeigen. Wir haben zwar keines, aber wir wollen auch nicht zu den Ausgrabungen sondern nur auf den Hügel zum Aussichtspunkt. Es fahren Autos nach oben aber ich sehe nicht wirklich ein warum ich nicht einfach den Weg laufen kann. Nach einem kleinen Hin und Her willigt der Wärter ein und meint, aber schön Rechts abbiegen. Ich bin mir sicher das ging nur weil Roberto dabei war und wir auf die Frage von wo wir kommen Peru geantwortet haben hihi. Also gehts an den Aufstieg. Dabei kommen wir an ein paar riesigen Inkamauern vorbei die zu den Ruinen gehören. Es wird aber brav rechts abgebogen und zu der Jesusstatue welche auf einem Berg über der STadt thront zu gelangen. Von hier sieht man wirklich die ganze STadt.

Danach gibts nicht mehr so viel zu tun und wir setzten uns in einer Bar an der Plaza de Armas auf den Balkon und versuchen die Touristen Ländern zuzuordnen. Wir sehen den Sonnenuntergang und haben einfach mal eine schöne entspannte Zeit zusammen. Um halb6 suchen wir uns dann das Kino an welchem wir am morgen vorbeigelaufen sind und schauen uns König der Löwen an. Das war ein Versprechen an Roberto, er war das erste mal in einem Kino als wir in Lima 2018 Black Panther zusammen sahen.

Danach packen wir unsere Koffer im Hostel, gehen essen und fahren an den Terminal. Dort werden wir zwar ultrapünktlich in den Bus eingeladen, die fahrt verzögert sich aber (sehr wahrscheinlich wegen eines geplatzten Reifens) um knapp 1h. So kommen wir nach einer unruhigen Nacht nicht um 4 sondern „erst“ um 6Uhr morgens in Puno an. Das kommt uns aber gerade gelegen denn wir wollen hier gar nicht bleiben. Wir nehmen den nächsten Bus nach Copacabana um 7:30. Die Zeit vergeht wie im Fluge mit Netflix und einer wnderbaren Sicht auf den Altiplano und den Titicacasee.

An der Grenze wird ausgestiegen und bei der Migracion in Peru für den Ausreisestempel angestanden. Danach gehts zu Fuss ein paar MEter nach Bolivien wo wir den Einreisestempel in den PAss geknallt kriegen. Roberto hat etwas länger. Er meinte der Grenzwächter wollte mehrere Fotos von ihm und ganz genau wissen woher und warum, da er in Peru noch im Militärdiesnt eingeschrieben ist. Sie dachten wohl er sei ein Militärspion… Aber alles gut, wir haben Stempel, die Uhren eine Stunde vorgestellt und sind in Bolivien. Die restliche Fahrt nach Copacabana ist nur noch kurz und wir kommen um halb1 dort an.

Erstmal die Sachen ins Hostel schmeissen, dann etwas essen! Wir setzten uns in ein seehr touristisches Restaurant wo ich Pizza mit echtem Käse kriege mmmh 😛 Allgemein ist das STädchen sehr touristisch. Viele Touranbieter, viele Farben, einen relativ grossen HAfen für das Dörfchen und sehr viele Ausländer. Wir spazieren etwas umher und organisieren unseren Trip von morgen auf die Isla del Sol. Dann erklimmen wir den Aussichtspunkt. Auf dem Calvario auf welchen uns schon Kreuze hinaufbegleiten (Calvario ist der Leidensweg Christi) stehen noch mehr Kreuze und die Jungfrau von Copacabana. Tonnenweise kommen Leute und manchmal auch Pilger hierher um Kerzen anzuzünden und zu Beten. Viel besser als das kirchiche getue finde ich persönlich ja die aussicht, die ist wirklich grandios! Wir sind allerdings längst nicht alleine hier oben. Es ist Sonntag und Scharenweise kommen die Anwohner um ihre Wünsche an Gott oder die Jungfrau abzugeben.

Was uns leider ebenfalls auffällt sind die tonnen an Abfall die überll herumliegen. Viel Plastik und Glasflaschen. Ausserdem ist der halbe Berg von Wachs bedeckt. Uns geht auch bald auf warum das so ist. Wir setzten uns und beobachten ein wenig die Leute. Ich hatte mich schon gefragt warum hier oben so viele Plastikspielzeuge verkauft werden… Die Stände sind überfülltmit Autos, Häuser, Tiere, Stapel aus Spielgeld. Am Beispiel einer FAmilie sehen wir live was es damit auf sich hat. Es werden zwei LAstwagen herangetragen und sorgfältig auf Kokablätter abgesetzt. Dann steht die Familie im kreis darum und bekreuzigen sich während ein Priester (oder so?) ein Feuer macht. Es wird irgendwas gebetet und die LAstwagen ins Feuer gehalten. Dann öffnet man eine Flasche Bier, schüttelt sie richtig und besprücht die Wagen sowie alle mitglieder der Familie. Das ist dann der Moment wo ich sehr aufpassen muss nicht schallend loszulachen. Weihwasser (auch das kann man kaufen an den STänden) wird herumgetröpfelt, eine Glocke geschüttelt und nach ca. 20min wird der Priester bezahlt und alle sind glücklich. Die Familie teilt dann weiter ihr Fanta mit den LAstwagen die wohl als weiterer Plastikmüll auf dem Berg enden. Das war wohl das schrägste was ich seit langem gesehen habe. Andere zünden auch Frauenfürze an oder packen verschiedene Sachen die sie sich wünschen (Haus, Kind, Geld) in einen Plastiksack und machen das Prozedere dann für alles auf einmal. Es steht zwar gross auf dem Altar der Jungfrau geschrieben man solle die Natur nicht kontamnieieren, aber das scheint Nebensache zu sein. Auch steht, keine KErzen auf dem Altar anzünden, das Schild ist aber vom Kerzenrauch geschwärzt und nun ja, rein technisch gesehen brennen die Kerzen auf einer dicken Schicht Wachs also…

IRgendwann reichts mir, ich muss da wieder runter sonst platze ich, vor lachen und irgendwie auch vor Wut über den ganzen Dreck. Immerhin, die Aussicht auf den See ist es allemal wert auf den Calvario zu steigen und ich hoffe doch dass der SOnntag eine Ausnahme ist…

Unten im Dorf besuchen wir die Kirche. Sie strahlt in weiss und scheint irgendwie von grösse und Ausstattung nicht in das Dörchen zu passen. Aber wie gesagt ist Copacabana auch ein Wallfahrtsort. Vor der Kirche verkaufen Frauen bunte Bänder, Konfetti, glitzerige Hüte und Blumen. Diese werden auf der STrasse davor an Autos befestigt und wirklich sehen wir viele Autos mit Deko herumfahren. Ich frage nach dem Anlass und die Verkäuferin meint, das ist jeden Tag so. Ähm ok?! Manche Autos haben es auch ein wenig übertrieben mit heiligem Krimskrams, ich finde es weiterhin eher ein bisschen lächerlich. Aber der STau wird bunter…

So sind wir also in Copacabana angekommen. Morgen werden wir uns auf den grossen LAgo Titicaca wagen. Wir gönnen uns noch ein Milchreis mit Massa Morada zum Dessert und flüchten dann vor der Kälte ins Hotel unter 5 Decken.

Las Montañas de 7 Colores

Erstaunlicherweise wache ich heute morgen vor dem Wecker auf. Und es ist nochnocht einmal 3Uhr morgens… Um 10nach3 läutet mein Handy dann doch und ich muss aufstehen. Nach sehr schnellem anziehen, da sehr kalt im Zimmer reicht es noch für einen Zmorgentee in der Lobby bis ich von meinem Guide heute abgeholt werde. John bringt mich zum Wagen der gleich neben der Tür steht und setzt mich neben den einzigen Typen der schon darinsitzt. Er ist auch Schweizer, meint er und so lerne ich Fabio kennen. Er kommt aus St. Gallen und reist einen Monat in Peru herum bevor er dann eine neue Stelle im Aussendienst einer Werbefirma antreten wird im Oktober. Wir unterhalten uns also bis alle Tourmitglieder eingesammelt sind, einer sieht müder aus als der andere. Dann meinen John und Karolina, unsere Guides, wir sollen doch noch ein bisschen schlafen (wie Baby-Aplakas) um dann in den Bergen mit viel Energie bereit zu sein. Und das versuche ich dann auch. Nach 1.5h gibt es einen Halt fürs Buffet-Frühstück (hmm Omelet, feinn) dann gehts nochmals so lange immer schön hinauf durch kleine Dörfer und Kommunities. Andere Minivans mit Touristen sind auch schon unterwegs wie wir an den Peagen sehen. Diese Bezahlstellen sind für die Kommunities durch welche dir STrasse führt, sie verlangen einen Preis dafür dass wir da durchfahren können.

Nach guten 1.5h mehr und ein paar sehr interessante Diskussionen über Politik und Musik mit Fabio haben wir den PArkplatz erreicht. John erklärt schon allen in spanisch und englisch wie sie sich zu verhalten haben wenn ihnen schlecht wird, man nicht mehr atmen kann, einem schwindlig wird. Alle Tourmitglieder müssen sich nun auch vorstellen, schliesslich sind wir heute alle eine Happy Family, so der Gruppenname. Es hat einige Leute aus Italien, 4 Schweizer inklusive mir und Fabio, Chilenen, Amerikaner und ein Pärchen aus Polen. Alle bekommen einen rot-gelben Wanderstock und ein wenig Kräuteröl um daran zu riechen (das soll glaube ich wach machen), dann wandern wir los. Momentan ligt noch etwas Nebel über den Hügeln des Tals, wir hoffen alle dass der sich dann aber bald verzieht.

Es geht gleich bergauf, zwar nicht streng aber graduell. Wir starten heute auf 4600m.ü.M und werden auf über 5000 aufsteigen. Also nur nicht zu schnell machen. Wer gar nicht mehr kann, kann sich bei den Einheimischen ein Pferd oder MAulesel leihen, mir tun die Tiere allerdings eher leid und mir geht es soweit sehr gut, mir wird nur bald mal so heiss dass Schaal und PUllover weg müssen. Da nun auch die Sonne rauskommt und der Nebel verdunstet muss noch eine kurze Sonnencreme-Pause eingelegt werden, man kann nämlich seinen Nacken richtig kochen spüren… So gefällt es mir und zusammen mit Fabio und sehr sehr vielen anderen Leuten wandern wir langsam das Tal hinauf. Auf unserer linken Seite erheben sich Schneebedeckte Berge, auf der anderen sandige, dünenartige Hügel die wirklich so langsam verschiedene Farben aufzuzeigen scheinen. AUf alle Fälle sind sie sehr rot.

Weiter geht es und so langsam verstummt mein Gespräch mit Fabio, nicht weil uns die Themen ausgiengen, aber wir sind beide aus der Puste. JEder muss nun seinen Pace gehen und ich lasse Fabio davon ziehen. Auf den Seiten steigen immer wieder Leute auf ein Ross oder müssen anhalten weil ihnen sturm wird oder sie Kopfweh kriegen. Die anderen laufen alle stoischen Schrittes weiter. SO auch ich, bis zum letzten Aufstieg der nun wirklich steil ausfällt. Da muss ich öfters PAusen einschalten, aber zuletzt erreiche ich den Grat und sehe links neben mir wirklich die 7 Farben des Regenbogenberges!

NAja ich sehe auch viele andere Touristen. Und noch viel mehr die noch von unten heruafkommen in einem unablässigen Strom. Ich bin froh ist unsere Tour eher früh gestartet, das wird noch saueng hier oben! Ich steige noch ein bisschen höher, mache ien paar Fotos, dann muss ich mich hinsetzten und erstaml eine BAnane essen. Die Höhe macht mich echt extrem Hungrig. Ein paar einheimische Ladies kochen Chicharrones (Was Fleischiges) und Kartoffeln auf einem Gasherd und ich würde am liebsten zuschlagen. Aber Früchte ist auch nicht schlecht, es gibt dann ja noch Zmittag. Ich setzte mich mit Fabio auf einen Stein und wir geniessen mampfend die wahnsinns Aussicht.

Um etwa 10Uhr, als wir schon 45minuten auf dem Berg sind trommelt John die 6 Leute zusammen die neben dem Montana de 7 Colores auch noch das Valle Rojo (Rotes Tal) auf dem Programm haben. Um dahin zu gelangen müssen wir über den Kamm des Regenbogenberges steigen. NAch einem kurzen Aufstieg biegen wir von den Menschenmassen ab in einen Weg der an der Flanke des Berges langsam bis nach oben führt.

Unsere Schuhe werden nun abweschlungsweise mit rotem, weissem, gelblichem und violetem Staub bedeckt. Da es nicht speziell steil ist macht mir dieser Aufstieg viel weniger aus als der letze, auch wenn wir am Schluss sogar noch ein paar MEter höher sind (Mirador Valle Rojo, 5069m.ü.M.). Und mal wieder lohnt die Aussicht jede vergossene Schweissperle! Das rote Tal ist wirklich rot, wie auf dem MArs sieht es aus. Man wäre nicht erstaunt würde Curiosity gleich um die Ecke brettern. Es ist einfach nur wundervoll!

Nach einer langen Verschanauf- und Fotopause wagen wir uns unter Johns Führung an den Abstieg. Der Berg ist sehr sandig und wir schliefern mehr hinunter als wir laufen. Auf dem Weg zum Carparkplatz ändert sich die LAndschaft wieder in eher Steinig mit etwas Gras, Alpakas müsste es hier viele haben.

ICh gesprächle ein wenig mit dem amerikanischen Pärchen sowie mit John der mir erklärt, dass die Zugangsstrasse zu den REgenbogenbergen erst seit 2015 offen ist und es deshalb immernoch eine eher neue und gut besuchte Attraktion Cuscos ist. Auch für die Ansässigen seien die Menschenmassen sowohl ein Fluch wie auch ein Segen. Sie bringen Einkünfte, durch Verkaufen von Wasser, Essen, Souvenir oder den Pferdediensten. Allerdings halt auch Lärm, Abfall, Abnutzung usw. Die LEute hätten halt auch noch nicht so lange Erfahrung. Einige wollten sich anstatt Maulesel schöne grosse Pferde aus Ställen in Arequipa oder der Küste zutun. Diesen Tieren bekam die Höhe aber gleich schlecht wie nicht akklimatisierten MEnschen, mit dem Unterschied dass ein Pferd nicht kotzen kann und die Gefahr eines Herzversagens extrem hoch ist. NAch dieser Ausführung habe ich den Pferdedeinsten ein für alle MAl abgeschworen, wobei ich eigentlich schon immer der Meinung war dass wer nicht selbst hinauflaufen kann doch besser einfach daheim bleiben soll. Das sage ich John und er grinst nur und meint dann, es haben alle das Recht oben anzukommen. Sehr diplomatisch…

So geht der Abstieg ganz schnell voran und nach ca. 1.5h sind wir einmal um den Hügel herum und wieder zu unserem Bus gelangt. Dort wird erstmal aller STaub von Hosen und Schuhen geklopft. Dank Sonnencreme klebt er aber am ganzen Körper sowie auch in den Haaren und ich hoffe inständig dass heute das warme Wasser im Hostel funktioniert, nicht wie gestern. Kaum ist der Bus abgefahren schlafe ich ein und wache erst kurz vor dem Mitagessen wieder auf. und wiiieee ich Huuunngäär habe! Es ist erst 2Uhr Nachmittags, ich bin ca. 3,5h gewandert aber es fühlt sich an wie nach einem MArathon. Die ganze Gruppe stürzt sich aufs Buffet und es ist ein paar Minuten lang einfach mal ruhig. Nach dem essen wird uns von John noch die Entsteheung der verschiedenen Farben des Berges geschildert. Ablagerungen im MEer wurden durch Plattentektonik in die Höhe geschoben und verwittern nun so, dass die verschiedenen Mineralien die zu verschiedenen Zeiten in das Gestein eingetragen wurden wie in Streifen auf dem Kamm hervortreten. Eisenoxid ist für die Farbe rot verantwortlich, Kupfer für grün, Schwefel für Gelb. Calcit (glaub) macht die weisse Farbe und Mangan (auch glaub) etwas violet, mit mehr lehm hellrosa. So kommt es dass der Motana de 7 Colores eigneltich nur 6 Farben hat. ICh war aber heute wirklich ehrlich erstaunt wie gut man diese dann wirklich sieht! Ist also nicht alles Instagramfilter… 😉

Im Bus schlafen die meisten gleich wieder ein. Ich habe mich schon ein wenig erholt und unterhalte mich mit Erika. Sie ist MExikanerin, lebt aber in der Schweiz wo sie seit 5Jahren für Coca-Cola arbeitet. Ihr Freund, ebenfalls Schweizer, liegt halbtot in der Ecke und schläft nach einem Panadol gegen seine Migräne die ihn auf dem Berg befallen hat. Wir erörtern bis nach Cusco noch die verschiedenen schwierigkeiten von Deutsch und Spanisch sowie der Kulturschock wenn man von Latinamerika in die Schweiz auswandert. Ich muss lachen als sie mir schildert wie geschockt ihr Freund war als sie das erste Mal mit ihm AUto fuhr und meinte Stopp-Schilder seien doch eher eine EMpfehlung als ein Muss.

Knapp nach 17Uhr werden wir nahe der Plaza de Armas ausgeladen und ich gehe schnurstraks ins Hostel und duuuschen, ach wie angenehm (wenn auch nur lauwarm). Dann hauts mich eine volle Stunde weg bis um 18:30 mein Wekcer klingelt. Ich bin noch mit Karolina, der Brasilianerin die ich in Huaraz kennengelernt habe, zum Znacht verabredet. Wir treffen uns pünktlich um 19Uhr beim Brunnen auf der Plaza. Von dort suchen wir ein Restaurant mit genialen Sandwiches welches ich vom letzten Aufenthalt noch im Kopf hatte. Nach einem kurzen Vergucker auf der KArte finden wir dass dan auch und ich geniesse mein Hummus-Avocado Sandwich so sehr. Ich habe immernoch grossen Hunger, war wirklich anstrengend heute. Auch Karolina war auf dem REgenbogenberg heute, angetroffen haben wir uns aber bei all den LEuten nicht. Wir bereden Gott und die Welt und warum eines der Besten Dinge Europas ist, dass man nur sehr geringe Gefahr läuft auf offener Strasse oder im Bus beklaut zu werden. Karolina kommt aus Sao Paolo und meint für sie sei Cusco hier ja schon eher ein friedliches STädtchen.

Dann, kurz bevor wir beide vor Müdigkeit vom Stuhl fallen verabschieden wir uns und ich laufe die 15min zum Hostel zurück. ICh friere weil ich so müde bin und falle in ein Koma aus dem mich erst Roberto weckt als er um halb11 nachts von seiner Machu Picchu Tour zurückkommt. Auf die genuschelte Frage ob es gut war kommt ein strahlendes Jaa, sehr! zurück, dann ergeben wir uns beide wieder dem Schlaf.

Cusco Valle Sur – Tipon, Pikilaqta und Andahuaylilas

Es ist Donnerstag Morgen und Roberto und ich sitzten zusammen beim Frühstück im Hostel. Es ist ein wenig gehetzt, denn in 20min sollte Roberto für seine 2Tägige Tour zum Machu Picchu abgeholt werden. ICh hingegen werde heute den südlichen Teil des Tales in welchem Cusco liegt erkunden. Meine Tour beginnt um 8:30 in der Innenstadt. Nachdem Roberto von einem Tourguide vor der Hostaltür abgeholt wurde, packe auch ich meine Sachen und spaziere richtung Plaza de Armas. Dort warte ich noch 15min bis mich eine junge Frau zur Gruppe bringt, die wie bestellt und nicht abgeholt auf der Plaza steht. Von dort sind es nochmals 10min zum Bus welcher schon auf der HAuptstrasse aus Cusco raus steht. ICh freunde mich gleich mit der 4köpfigen peruansichen Familie aus Lima an die wie ich hinter unserem Guide herzotteln. Die Eltern sind mit zwei erwachsenen Töchtern gerade auf Kulturreise nach Cusco. Der Vater ist ziemlich lustig und spässelt mit allen herum.

Der erste Halt der Tour machen wir in Tipon. Das STädtchen liegt im Tal, wir klettern aber in kurven den Berg hinauf, dorthin wo sich die Inkaruinen finden. Die Inkas haben nie im Tal gebaut aus Vorsicht vor Steinschlägen, Schlammlawinen und Überschwemmungen. Als wir beim Parkplatz ankommen tut sich über uns schon ein tolles Panorama auf: Die Terrassen von Tipon.

Speziell an dieser Inkastätte sind die Wasserkanäle. Hier entspringt eine Quelle die noch nie versiegt hat, in der grössten Trockenperiode nicht. Die Inkas leiteten das Wasser in vier Kanäle um welche sich im zeremoniellen Becken in 4 gleich starken Strahlen auf eine Platte ergiessen die so gut nivelliert ist dass das Wasser weiter wie ein Vorhang über die ganze Länge der Kante fliesst.

Der Ort wurde früher genutzt um Mais anzubauen. Es hat immer Wasser und die Anlage ist so im Berg eingebracht das den ganzen Tag die Sonne draufscheint. Dies taten auch die SPanier weiter da die Wasserversorgung schon so gut gegeben war, was auch der Grund ist, warum Tipon (fast) gar keine Zerstörung der Conquistadores widerfuhr. Die Kanäle ziehen sich an den Seitenränder der Terassen entlang und stürzen in kleinen Wasserfällen auf die nächste Ebene. Nirgends fliesst etwas daneben oder war jeh ein Kanal überfüllt oder trocken. Die Inka-Ingenieure wussten ganz genau was sie taten.

Dies alles erzählt unser Guide in einer guten Stunde in der wir durch das Gelände spazieren. Auch hier wächst viel Quenoal, wie schon in Huaraz, aber auch die FLor del Inka (Inkablume) ist häufig in ihrem wunderbaren dunkelrot zu sehen. Weiter kommen wir auch am Bad des Inkas, also des Inkakönigs, vorbei. Ein Wasserstrahl füllt eine kleine Wanne die auf der Seite einen in den Stein eingelassenen Sessel hat, sogar mit Armstützen. Gegenüber des Inkathrones hat es auch noch Platz für einen etwas kleineren Sessel damit der Inka das Bad mit seiner Frau teilen konnte.

Allzubald winkt unser Führer mit dem Perufähnchen und wir müssen weiter. Wir legen einen kleinen Zwischenstopp bei einer Bäckerei ein. Diese ist speziell für die Gegend, hier machen sie nämlich sogenannte Riesenbrote. So wahnsinnig beeidruckt bin ich jetzt von den flachgedruckten Pfünderli nicht, aber die Peruaner kaufen fleissig für die ganze Familie (also für 40 Leute) ein. Danach muss man schauen dass man im Bus nicht versehentlich auf eine der Brotscheiben trampt.

Eine weitere SEhenswürdigkeit im Valle Sur ist das als prä-Inka datierte Pikilaqta. Auf der STrasse dorthin fahren wir am eingangstor zu Tipon vorbei welches die Inkas errichtet hatten um die zu- und abwanderung zu kontrollieren.

Nun, Pikilaqta (7. Jh) ist einiges älter als Tipon (14.Jh) und dementsprechend auch weniger intakt. MAn kann aber immernoch die alte grosse Eignangstrasse, sowie einzelne Häuser plus den Palast erkennen. In einem Teil der Stätte wurden nur runde Getreidespeicher entdeckt, woraus auf die Einwohnerzahl Pilaqtas geschätzt wurde: ca. 160000 Leute wenn ich mich richtig errinnere. Auch hier wird uns allerhand über die Wari in diesem Fall erklärt. Der Guide erzählt eine Geschichte der Wari-Prinzessin welche als Mitgift verlangte dass ihr Verehrer ihrer STadt Wasser bringe, denn dieses war und ist auch heute, absolute Mangelware. Insgesamt ist die Ruinenstatt doch sehr gross. MAn fand viele überrest von Gips an den Wänden und in den Böden welcher ein wenig weiter oben aus den Bergen abgebaut wurde, eine Tätigkeit, welcher die heutige Bevölkerung heute noch nachgeht.

LEtzter Stopp mit dem Bus ist dann Andahuaylilas. Das Dorf ist nicht besonders speziell, aber die Kirche mit der war doch was… Ja und wie! MAn darf keine Fotos schiessen und ihr müsst deshalb auf eine Beschreibung meinerseitz vertrauen. An den Wänden hoch oben hängen schon fast 30 riesige Gemälde welche das LEben von San Pedro, also dem heiligen Sankt Petrus, beschreiben. Die Wände sind alle bemahlt, auch das Dach, mit Blumen, Engel, Ornamente. Und da ist Gold, viieel Gold, nicht nur auf dem HAuptaltar sondern auch an den Säulen, Türen und Bänken. Das alles wirkt ein bisschen überladen. Die Kirche hat den Übernamen Sixtinische Kappelle wohl verdient… Trotz allem ist sie halt eine Kirche und beeindruckt mich nicht ganz so fest wie die Inkastätte.

Dann ist es 2Uhr Nachmittags und die kurze Tour im Valle Sur schon vorbei, es geht zurück nach Cusco. Dort gehe ich erst auf den MArkt um Proviant für morgen zu kaufen und setzte mich dann an der Plaza de Armas noch ein wenig zwischen die Touristen um auszuspannen. MAn bietet mir alle 2 Minuten Sonnenbrillen, Anhänger, MAssagen oder eine City Tour an und in der restlichen Zeit macht man Fotos von verliebten Paaren vor dem Brunnen mit dem Inka. Dann zuhause esse ich noch ein Yogurt (als bzw ich trinke es aus der Flasche so wie es hier normal ist) und versuche dann um 7Uhr früh schlafen zu gehen. Morgen werde ich sehr früh aus den FEdern hüpfen müssen und dazu auch noch ganz fit sein.

Ankunft in Cusco

Nach einer elend langen Nacht im Nachtbus nach Lima folgt das noch viieel elend längere Warten auf Roberto. Er sollte gestern in Villa Rica fertig geworden sein mit seinem Militärzeugs und wir wollten uns im Terminal von Movil Bus treffen. ICh komme dort um ca. 7Uhr morgens an, setzte mich in einen Stuhl und beschäftige mich mit Blog schreiben die ersten 3h. Immer wieder versuche ich ihn anzurufen. Kurz nach 9Uhr klappt das endlich. Er ist selbst im Auto von Villa Rica bis Lima gefahren mit einer Ladung Granadillas aus der Farm seines MAyors. Die müssen sie nun erst abladen. Wenn Roberto so fix und fertig ist wie er tönt kann das noch dauern befürchte ich. Und es dauert… und dauert… nach weiteren 2h habe ich kalt und mir tut der Hintern weh. Ich kann nirgends hin mit all meinem Gepäck und in Lima git es auch nichts was ich noch sehen möchte… Also rufe ich nochmals an. Roberto ist unterwegs, aber dauert eine weitere Stunde bis fast halb12 bis er es eeeendlich durch den grauenhaften Verkehr geschafft hat. Ich gebe zu der Treffpunkt war doof weil an einer der Hauptstrassen an denen man nicht vorwärts kommt aber das ging mir trotzdem zu lange. MEin Geduldsfaden ist definitiv etwas angerissen. Ein warmer Tee und etwas zu essen machn das aber wieder gut udn schlussendlich bin ich einfach froh ist Roberto da und wir kriegen auf alle Fälle unseren FLieger nach Cusco. Der REst des Tages hängen wir bis 5Uhr im Flughafen rum und Netflixen. Zu zweit ist warten nicht halb so schlimm. Dann gehts zum Boarding und Roberto wird nervös, er ist noch gar nie geflogen. Aber auch er ist eigenltich so müde vom der langen und auch etwas gefährlichen Nachtfahrt nach Lima dass er eigentlich gar keine Nerven dafür hat jetzt nervös zu werden. Ich erzähle ihm von Huaraz und den LEuten die ich getroffen habe und lenke in soweit ab dass er erst am Start wieder besorgt aus dem Fenster guckt. Als wir dann endlich in der Luft sind sehen wir das riesige Lichtermeer von Lima unter uns verschwinden. Leider ist es bewölkt und bald auch dunkel, so ist das fliegen ähnlich langweilig wie das Busfahren. Nach knapp 1h landenwir in Cusco. Jeeh erster Flug überlebt. ICh schleppe einen halbschlafenden Roberto aus dem Flughafen bestelle ein Uber und wir fahren schleunigst zur Unterkunft. Da fallen wir ins Bett und wachen erst um 10Uhr am nächsten Tag wieder auf, jetzt dafür richtig ausgeschlafen.

Unser Hostel ist ganz in der nähe von dem in dem ich letztes MAl gewohnt habe und ich kenne die GEgend noch ziemlich gut. Als erstes gehen wir also im Markt San PEdro ein Fühstück suchen. Nach einer stärkenden Hühnersuppe spazieren wir zur Plaza de Armas. Für mich ist es ein FLashback, für Roberto ist alles neu.

Auf der Touriinformation lassen wir uns eine Liste der Free Walking Tours geben und entscheiden uns gleich für die nächste Gruppe in Spanisch. Ein Junger Guide führt uns von der Hauptplaza zu einer steilen Gasse die Calle Suecia (Schwedengasse) heisst. ER erklärt uns dass der NAme gar nichts mit Schweden zu tun hat, sondern dass diese Strasse früher Calle Sucia (Dreckige Strasse) hiess weil hier die Händler immer ihre Lamas abstellten. Die verrichteten unter dem Tag natürlich auch ihr Geschäft hier und deshlab hat diese Strasse auch immer gestunken. Als dies verboten und die Tiere dann irgendwann durch Autos ersetzt wurden (die nun ALLE Gassen verstinken btw.) wollte man den NAmen welchseln und das erste dass den Beamten einfiel war einfach ein E in SUCIA zu SUECIA einzufügen.

Dann steigen wir eine anstrengend lange Treppe zur Kirche San Cristobal hinauf. Unterwegs kommen wir an einem Restaurant vorbei welches Yo Amo Papa heisst. Das hat nicht s mit Vater zu tun sondern ist die Südamerikanische ausführung von batata = KArtoffel. In diesem Restaurant werden nur KArtoffelgerichte gekocht und wir dürfen ein paar Pommes probieren. Naja, HErdöpfel halt, Rösti haben sie leider nicht. An den Wänden sind ein paar KArtoffel-Facts aufgelistet, darunter dass es in Peru über 3000 verschiedene Kartoffelarten gibt.

Oben bei der Kirche angelangt haben wir einen super Ausblick über die STadt. Hinter uns erstrecken sich zwei lange Inka-Mauern des alten Palastes des Inkas (also des Inkakönigs sozusagen, DER Inka). Unser Führer erklärt uns wie sie gebaut ist damit kein Regen eindringt und weiss auch dass in den Fenstern in der oberen MAuer früher Mumien der Familie des Inkas ausgestellt waren. Diese Toten wurden zT an Festtagen herumgetragen, ihnen wurden Kleider und Essen gebracht, genau so als wären sie immer noch lebendig. Die Mauern sind heute geschützt, das GEbiet dahinter gehört allerdings einer italienischen Familie die ein Hotel auf dem Areal gebaut hat.

Wir steigen wieder Richtung Plaza hinunter während uns der Guide über die Geschichte Cuscos als HAuptstadt der Inkas aufklärt. Er erzählt auch über den Krieg gegen die Spanier als einige Eingebohrenenstämme sich mit den fremnden aus Europa verbündetetn da ihnen die Herrschaft der Inkas zuwider war. ER erzählt vom Inka Tupac Amaru der auf der Plaza de Armas gevierteilt wurde und dessen Familie die entweder gekillt oder in Spanien in Exil ins Gefängnis gesteckt wurden. Insgesamt eine eher traurige und blutige Sache. Auch die Errichtung der KAthedrahle ist nicht viel besser da dort früher ein Gebäude zur Lagerung der Waffen der Inkas stand welches vollends zerstört wurde. Ein interessantes Detail ist dann noch die erwähnung des Hospitals rechts im Foto oben. Es sollte vor ein paar JAhren gebaut werden, wurde aber nie fertiggestellt. Ausführende Firma war Odebrecht….

Die Tour endet in einem REstaurant mit einem Pisco Sour tasting. Ich hatte heute erst Caldo de Pollo und spüre den ziemlich harten drink sofort in den Beinen. Allerdings haben wir noch nicht wirklich Hunger sondern machen erst noch einen Abstecher nach San Blas. Dieses Quartier leigt an einem weiteren Hügel an welche sich Cusco schmiegt. Früher gab es dort vorallem Drogensüchtige und Strassenhunde, heute wird es immer mehr zum hippen Viertel mit neuen Hostals und vielen Touris. SO ganz ist der Wechsel aber noch nicht vollzogen. Die Kirche und die Plaza sind ziemlich hübsch mit Brunnen, die Häuser sind auf etwas hipstrige Art neu gestrichen und haben Schilder mit „Veganes Essen“ oder „Ökohostal“ aufgehängt. 2 Strassen weiter stinkt es aber nach Pisse und Strassenhunde streunen umher. Wir bleiben also nur kurz, steigen noch auf den etwas höheren AUssichtspunkt und dann geht es doch wieder ins Zentrum um etwas Essbares zu finden.

Wir streifen einfach ein wenig durch Cusco, kommen an verschiedenen Inkatätten vorbei und bewundern die Fndamente welche die Spanier damals nicht zerstört hatten. Auch am 12Eckigen Stein kommen wir vorbei. Schlussendlich setzten wiruns noch zu einer Agency um unsere Tours für die nächsten 2 Tage zu buchen. Roberto wird morgen für 2 Tage zum Machu Picchu fahren welchen er noch nicht kennt. Als Peruaner kommt er da einiges günstiger weg als ich und da ich die Inkastadt schon kenne werde ich mich diese 2 Tage anderweitig vertun. Morgen gehts ins Valle Sur, also ins südliche Tal von Cusco und am Freitag dann zu den Montanas de 7 colores (REgenbogenberge).

Auf dem Heimweg zum Hostal kommen wir wieder am San PEdro MArkt vorbei. Auf dem kleinen Platz davor tanzen eine Gruppe Mädchen und wir sehen ein paar Minuten zu. DAnn fallen mir grosse Bambusgestelle am anderen Ende des Platzes vor der San PEdro Kirche auf. Was genau soll das sein?? Feuerwerk, meint Roberto. Und tatsächlich sind verschiednen LEute daran das Holzgestell mit kleinen Fackeln und RAgeten auszustatten. Auf Anfrage heisst es in einer halben Stunde werde man sie zünden. Das muss ich sehen!! ALso stellen wir uns zu den anderen Touristen und warten. Es wird eine sehr peruanische halbe Stunde… Langsam kriecht die kälte die Beine heruaf. Aber zumindest ist immernoch eine Gruppe am tanzen und eine Band speilt nun auf der Treppe vor der Kirche. Roberto kennt fast jedes Lied. Dann endlich nach etwas mehr als 1h ist es soweit. Das Feuerwek beginnt. Bei jedem Turm hängen verschiedene Zünder hinab welche iner nach dem anderen angezündet werden. Dann kracht un chlöpft es gewaltig und ein Teil der Räder, Sterne oder Seiten des Turms begint zu leuchte, zu drehen und Feuer zu speihen. Juhu lueg amool, wie cool isch das dennn!!

Da drei solche Türme hrumstehen geht das ganze gute 30min. Ich freue mich wie ein Kind, und es hat viele Kinder hier also ich bin genau gleich am herumhüpfen. Ein paar Raketen werden noch abgeschossen. Nur check ich nicht ganz wofür man das ganze veranstaltet, aber es wird wohl für irgend einen heiligen sein. Die Band spielt mit langer Puste durch das ganze Spektakel. Danach ist mir kalt und es ist zeit zu schlafen. Wir haben schliesslich beide grosse Sachen vor die nächsten Tage.

Huaraz – Laguna Churup

Auch am Montag, meinem letzten Tag in Huaraz habe ich noch etwas vor. Heute möchte ich zusammen mit Maria aus Deutschland den Weg zur Lagnua Churup finden. Die Wanderung beginnt etwa 1h ausserhalb von Huaraz, wir müssen am Morgen also erstmal das richtige Micro finden. Mit Hilfe unseres Gastgebers Angel und ein paar LEuten auf der Strasse sitzen wir dann auch pünktlichum 9Uhr im ansonsten leeren VW Büsschen. Erst als wir 45Minuten gewartet haben taucht noch eine Familie aus unserem Hostel auf die auch mitfahren will. Jetzt sind es genug PAssagiere dass der Wagen auch wirklich losfährt. Die Familie mit den zwei Kindern (6 und 8 Jahre alt wenn ich mich richtig errinnere) kommt aus der USA, wobei der Vater ursprünglich (und offensichtlich) aus Indien kommt. Heute ist bei ihnen nur eine Aufwärmtour im Tal angesagt bevor sie dann eine Wochenwanderung unternehmen. Die Kinder sind sich offensichtlich schon einiges gewohnt. ICh unterhalte mich grossartig mit MAria. Sie studiert Biologie mit Mastervertifung auf Verhalten und Neurobio. In ein paar Wochen beginnt in Iquitos ein Kurs wo sie Affen beobachten geht irgendwo im grünen nichts des Jungles auf einer abgelegenen Forschungsstation. ICh bin ein gan bisschen eiversüchtig haha. Ursprünglich kommt sie aus Leipzig, studieren tut sie nun aber in Göttingen.

Der Bus gabelt noch ein paar Cholitas mit ihren bunten Röcken und noch 2 französische Touristinnen auf. Wir kurven durch Eukaliptusplantagen (ehrlich davon gibts ECHT zu viele) etwa 1.5h bis zum Start des Wanderweges. Dort wartet ein Beamter des SERNAMP (Amt für Umwelt) um den Eintritt in den Park zu kassieren bevor wir starten. Maria und ich satteln unsere Rucksäcke und los gehts. Bergauf. Der Weg ist wunderbar ersichtlich, man kann sich nicht verirren. Da es sehr steil ist gehen wir nur langsam, dafür haben wir mit jedem Schritt eine bessere Aussicht uf die umliegenden Hügel.

Es ist gut können wir immer mal wieder ein Foto oder das ausziehen einer der vielen Schichten die wir anhaben vorschieben als Ausrede zum Anhalten, es ist nämlich ziemlich anstrengend. Obwohl ich schon an die Höhe gewöhnt bin muss das Herz trotz allem schwer pumpen. Und es hilft nichts dass es im ersten Stück fast nur Treppen hinaufgeht was ich überhaupt nicht mag. Wir kommen an ein paar Unterständen vorbei, dann geht es ein wenig geradeaus auf eine weitere Bergflanke zu. Hier fliesst ein Bach hinunter und wir vermuten schwer dass dessen Urspurng die Lagune ist.

Der ganze Weg hinauf ist nur ein bisschen länger als 4.5km. Als es nun aber weiter streng den Berg hinaufgeht merke ich dass mein Problem heute nicht die Höhe ist, sondern Magnesium. Ich hatte schon in Lima einmal einen kurzen Notfall und musste in die nächste Apitheke Magnesiumtabletten kaufen, heute bin ich nun aber schon halb auf dem Berg und merke wie ich meine Muskeln überanstrenge. Das ist zu dumm, es ist nämlich auch sonst schon genug fordernd. Naja, ich will diese Lagune sehen, ich werde es wohk überleben. Maria und ich machen es uns also auf halbem Weg schonmal kurz 10min bequem, geniessen die Aussicht und essen eine frische Banane die wir noch kurz auf dem Markt gekauft haben. Dann geht es meinen Beinen besser und wir nehmen die zweite Hälfte in angriff.

Jetzt wird es akrobatisch. An grossen Steinen hängen Seile an denen wir uns hinaufhanglen müssen. Jetzt sind auch meine Arme müde haha. Es zeiht sich extrem un es geht IMMER aufwärts, zT senkrecht.

Ich bin heute wirklich nicht in höchstform, aber mit langsamen Schritten und ein paar PAusen schaffe ich es doch. Ein bisschen ist es eine quälerei und ganz oben ist auch der Weg nichtmehr ganz so einfach zu finden, aber zusammen kommen Maria und ich nach ca. 2h15min am glasklaren Wasser der LAgnua Churup an.

Hier oben zeiht es ziemlich und wir sind doch froh haben wir beide 4Schichten eingepackt. Brot, Orange, Mango und Käsebrötchen kommen gerade recht. Mit so einem Panorama schmeckt der Zmittag zweimal so gut. Ein Adler dreht seine Runden über unseren Köpfen und ein Streunerhund bettelt um ein Stückchen Nussriegel. Es hat fast keine anderen Leute, es ist einfach nur ein friedliches Paradies. Allerdings auch ein zügiges und so brechen Maria und ich doch nach 40min ausgiebigem NAturbeobachtens wieder auf. Jetzt auf dem Rückweg gibt es in unseren Lungen auch genug Luft um ein bisschen zu quatschen und in unseren Köpfen genug Sauerstoff um die Aussicht ins Tal nochmals wirklich zu geniessen. Die Flora ist eher sperrig, Quenoal, der Papierbaum ist allgegenwärtig. Stachliges trockenens Gras, Flechten auf den Steinen und ein paar niedrig wachsende Blumen sind anzutreffen. Steinig ist es, man sieht dass hier öfters Steinschläge in die tiefe donnern. Und auch hier kann man am Horiznont die weissen Gipfel der Cordillera Blanca ausmachen. Gut gelaunt stürzen wir uns also Kopfvoran wieder in die Seile für den Abstieg.

Der Abstieg ist wie immer lächerlich einfach und dauert nicht die Hälfte der Zeit die wir zum Aufsteigen brauchten. Der Strassen-(Bzw Wanderweg-)Hund begleitet uns bis zum Parkplatz wo das Micro auf uns wartet. Auf dem Weg besprechen wir über Venezuela, AfD, Heute Show und Flüchtlingskrise so ziemlich alles was politisch gerade so abläuft. Und merken beide dass wir überhaupt nicht mehr auf dem neuesten STand sind, sollte vielleicht mal wieder zumindest das 20min lesen.

Dann warten wir beim Micro noch ein paar Minuten in denen ich meine zweite etwas unreife Banane dem Strassenhund verfüttere, dann lädt uns der Fahrer ein und wir holen noch die amerikanische Familie ein paar Kurven weiter hinten im Tal ab. Auch sie hatten einen tollen Tag und vor allem der kleine 6Jährige ist noch wahnsinnig aufgekratzt. Er will einfach nicht stillsitzen auf dem Rücksitz und erzählt uns in einer Begeisterung sie hätten einen Hund gesehen der so gross war wie eine Kuh und überhaupt die Berge waren so schön und als sie hierhergefahren sind mit dem NAchbus konnte er gar nicht schlafen und das essen war auch komisch und so weiter. Seine Schwester macht zwischendurch ein paar Verbesserungen (der Hund hatte nur die selbe Zeichnung wie ein Kuh, war aber doch kleiner) und ist nicht minder Begeistert vom Wandern. Wir müssen alle so lachen, die beiden sind zuu süss! Und ich errinnere mich an den Kampf den meine Eltern manchmal hatten wenn wir wandern gehen mussten. I’m so sorry 😛 Diese beiden hier sind sich aber auch wirklich schon vieles gewohnt, sind schon über einige Pässe in den USA sowie in Kolumbien gelaufen. Die Mutter ist schon seit über 1Jahr mit den Kindern unterwegs, sie waren Familie besuchen in Bogota. Die Kinder gingen dort 1Jahr zur Schule um Spanisch zu lernen. JEtzt wo sie zu viert sind reisen sie in Südamerika umher und haben noch keine konkrete Pläne wann das aufhört. Eine weitere Begeisterungswelle bricht los als unser Kombi in einer sTrassensperre aus Schafen, Ziegen und Kühen steckenbleibt. Die Einheimischen Treiben ihre Tiere nach Hause.

Wir haben also volles Unterhaltungsprogramm bis wir in Huaraz ankommen. Da geht es auf direktem Weg unter die Dusche, das heute hat mich doch sehr zum schwitzen gebracht. Dann nimmt der Hunger überhand und Maria und ich schliessen uns einem weiteren deutschen Päärchen, Franz und Sofia, an um irgendwo Znacht zu suchen. Wir finden dasselbe Restaurant von vor 2 Tagen wieder und erklären diesmal den neuen zwei dass eigentlich alles Hääähhnchen mit Reis ist. Bei der Suppe kriegt Sofia einen Schock da sie einen ganzen Hühnerfuss auf dem Tellergrund vorfindet. Franz fragt mich über meine Perukenntnisse aus und erzählt mir von seinen Aufenthalten in der Schweiz und wie sie es schaftten beim Versuch von Chur auf Bellinzona zu fahren in Schaffhausen zu landen….?!

Nach dem Essen machen wir Maria zu liebe noch einen kurzen Abstecher in den Markt damit sie sich für den nächsten Tag noch mit Proviant eindecken kann. ICh kaufe da auch gerade noch Alfajores zum Dessert. DAss ins eigentlich zwei Guetsli mit Dulce de Leche (Caramelcreme ungefähr) in der Mitte und einer Tonne Puderzucker. Damit setzte ich mich dann zurück im Hostel zu Chiara und Raz in die Lobby. Mein Nachtbus fährt erst um 22Uhr und ich habe noch gut 2h totzuschlagen. Chiara macht mir das einfach indem sie mir nämlich erzählt sie habe mit Salome Hepfer die ich von der Kanti kenne und bei der ich erst vor ein paar Monaten am Geburtstagsfest war, zusammengewohnt. Lachend stellen wir fest dass die Welt zu klein ist und schicken Sally ein Selfie.

Um 9Uhr lade ich dann mein Koffer in ein Taxi und fahre zum Terminal von Movilbus Da hat es schon tausend Leute, dann wird erst mein Bus um 20min verschoben und es ist ein riesenchaos, aber am Schluss sitze ich im Bus Richtung Lima eingepackt in Jacke, KAputze und Schaal um der Kälte zu entgehen und versuche ein wenig zu schlafen.

Huaraz – Templo de Chavin

Ich habe nun schon einige LAgunen und Berge des Huascaran Parkes gesehen. Heute will ich aber ein wenig mehr in die Geschichte eintauchen. In Chavin, einem Dorf im nnächsten Tal hinter Huaraz kann man eine wichtige Ruinenstätte der Cahvinkultur besuchen, den Tempel von Chavin. Für diese Tour muss ich erst um 9Uhr bereitstehen und kann gemütlich noch das wunderbare Frühstük geniessen. Angel, der Hostelbesitzer lässt sich jeden Morgen etwas anderes einfallen. Gestern gab es Guacamole, heute Omelett mit Schokosauce und Bananen, mmh 🙂 Dann steige ich ein weiteres MAl in einen Bus. Und bin die einzige Europäerin heute. Alles andere sind Peruaner pus noch 3 Touris aus Argentinien. Zuvorderst sitzt eine Familie mit Grosseltern, Eltern und kleiner Prinzessin. Schon 10min nachdem wir Huaraz auf der kurvigen Strasse verlassen hatten wird der kleinen schlecht. Die Führerin nimmt alles gelassen und meint wir nähmen beim Restaurant Plastiksäcke mit.

Der Stop in einem kleinen Dorf nach Huaraz ist nur kurz einen Mate de Coca zu trinken (und Plastiksäcke zu suchen).

Ich setzte mich random zu jemanden an den Tisch und bin erstaunt auf Deutsch angesrochen zu werden. Obwohl ich in der Liste nu rPeruaner gesehen habe fand ich gleich auf Anhieb einen jungen Deutschen (Name vergessen, Let’s say Marco) der gerade auf Besuch bei seiner peruanischen Familie ist. Das erste mal seit 17Jahren. Sein Grossvater will ihm nun am liebsten das ganze LAnd zeigen. Beginnen tun sie hier in Huaraz, dann geht es weiter nach Cusco. Auch er hat früher einmal in Deutschland gelebt und mag sich noch an einige Wörter erinnern. Wir wechseln aber schenll wieder in Spanisch. Marco lebt in Stuttgart, seine Mutter kommt aber aus Lima. Er überraschte seine Grosseltern als er unangemeldet einfach vor der Tür stand, eine sehr schöne und geglückte Überraschung, da in Peru die Familie ja so wichtig ist. Und ganz ehrlich, er sieht auch viel eher nach Peruaner als nach Deutscher aus. Er meint er fühle sich hier sehr wohl udn würde gerne nach seinem Abi ein Jahr hier leben.

Man stiegt wieder ein und der Bus bringt uns zu der LAguna Quericocha. Wir sind bei langem nicht die einzige Gruppe die hier halt macht. Man darf aussteigen und ein paar Fotos schiessen. In dieser LAgune werden Truchas (Forellen) gezüchtet und rund herum sieht man wieder den Quenoal Baum von gestern. Kinder laufen mit kleinen SChafen und LAmas herum damit man sie für ein Foto mit dem Tier bezahlt. Ich lasse mich dan aber leiber von den drei Argentiniern vor der LAguna ablichten.

Dann fragen sie mich über Roger Federer aus. Die drei sind nämlich passionierte Tennisspieler. Sie erzählen mir das sie gerade angekommen sind und sich nun ein paar Tage an die Höhe gewöhnen bevor sie den berühmten Santa Cruz Trek von 4 Tagen machen. Der Bus steigt in Kurven bis zu 4500m.ü.M. auf. Die Kleine vorne im Wagen kotzt weiter und weint. Sie hat Ohrendruck. Sie wolle doch nur nach HAuse, die Ruinen interessieren sie nicht… Oje, Ferien mit Kindern muss ein Spass sein…

Am höchsten Punkt passieren wir ein Tunnell um hinten im nächsten Tal wieder nach unten zu kurven. Es igeht ziemlich steil runter und man hat eine gute Sicht über das mit lehmfarbenen Häusern gesprenkelte Tal. Ca. Um 12Uhr kommen wir in Chavin an. Ganz am Ende des Dorfes liegt das zum Tempel dazugehörende Museum welches wir nun erst besuchen um uns ein Bild über die Bedeutung Chavins zu machen.

Gleich im ersten Raum finden isch etwa 30 sogenannte Schlüsselsteine. Das sind grosse Steinbolzen welche vorne aus der Fassade des Tempels hinausragten. Sie tragen Gesichter von Mythenwesen oder halb MEnsch/halb Tieren. Unsere Führerin erklärt uns, dass Chavin für die früheren Kulturen so etwas wie ein Wallfahrtsort gewesen war wo ein Priester zu den Sonnenwenden Zeremonien abgehalten hat. Dabei wurde der Saft eines Kaktus konsumiert welcher psychoaktiv wirkt. Die Fratzen der Schlüsselsteine sollen die Metamorphose eines Menschen auf Kaktus darstellen, er soll sich nämlich in einen Puma verwandeln. Über 1000 solche Steine mit Köpfen wurden gefunden. Ausserdem auch beschlagene Platten, Stehlen und Obeliske. Viele zeigen Götter oder PRiester, zu erkennen an den Schlangen, welche die HAare darstellen. Der Blick ist immer nach oben gerichtet, richtung der Sonne, des Hauptgottes. Ebenfalls ausgegraben hat man Muscheltrompeten. Diese riesigen Muschelschalen stammen ursprünglich von der Küste Equadors, was zeigt, wie gross das Handelsimperium der Chavin gewesen sein muss. Auf diesen Trompeten sollen Musiker während den Zeremonien gespielt haben. Das HAuptheiligtum ist dann eine ca. 4m hohe Stehle, die man in der Mitte eines unterirdischen LAbyrinthes gefunden hat. Wegen ihrer Unzugänglichkeit nimmt man an, dass es nur wenigen PErsonen erlaubt war diese Stehle zu sehen und direkt mit dem Gott zu kommunizieren.

Nach der ausführlichen Besichtigung des kleinen Museums ist der nchste halt gottseidank der Zmittag, mein MAgen schreit schon nach Reis… Den gibt es dann auch beim Lomo Saltado und einer Karaffe Chicha Morada (dunkler Maissaft). Erst danach, am Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr so stark herunterbrennt, starten wir unseren SPaziergang über das Gelände des Templo de Chavin.

Erst einmal sieht alles nach einem trockenen Grasshügel aus. Nur die überdachten Ausgrabungen deuten daraufhin, dass es hier etwas spannendes zu sehen gibt. Unsere Führerin stoppt bei einem schmalen Tunnellausgang. Dies, so meint sie, ist ein Teil eines Drainage-Kanals. Diese Kanäle durchziehen das ganze Tempelgelände und waren vor allem während der REgenzeit wichtig. Sie sind zT so hoch dass man darin stehen konnte (zumindest wenn man ein 1.20 grosser Chavin Mensch ist…). Vielleicht hatten die Kanäle also auch als Fluchtroute gedient. Dafür spricht, das ein Kanal sogar unter dem angrenzenden FLuss hindurch führt. Weiter hat man die Wasserschächte warscheinlcih auch dazu gebraucht um dem Wasser Gaben darzubringen. Etliche Kermaiken wurden in den Gängen gefunden. Und ein wenig weiter oben, sozusagen im ersten Stock des Tempels gab es einen Künsltich angelegten Teich denn man über die Kanäle entleeren konnte. Dies liess den Boden unter dem Tempel rumpeln und rauschen und hat sehr wahrscheinlcih einen grossen Eindruck auf die Zeremonienteilnehmer gemacht. Das Wasser ist allem Anschein nach auch der primäre Grund warum der Tempel in einem Tal, anstatt sicher vor Erdrutschen und Hochwasser auf einem Berg steht. Es sollte dem Wasser gehuldigt werden, deshalb ist er auch von 2 Seiten von Bächen eingeschlossen.

Wir gehen weiter. Hinter der nächsten Ecke eröffnet sich dann die grosse Plaza des Tempels vor uns. Sie misst genau 49x49m. Das Quadrat soll das Andenkreuz darstellen welches verschiedenste Symboliken besitzt. Darüber tront der HAupttempel dessen eingang von 7 weissen und 7 schwarzen riesigen Steinsteheln verziert ist. 7 Adler zieren das Eingangsportal zusammen mit 2 behauenen Steelen. Alles was wir hier sehen ist original so wie man es vorgefunden, bzw. Ausgegraben hat. Das Alter des Tempels wird auf 4000JAhre geschätzt.

Auf den Treppenstufen können wir eingravierte Schlagen entdecken. Allgemein ist die Dreisamkeit des Vogels, Pumas und der Schlange allgegenwärtig. Zusammen mit der Zahl 7 und dem Andenkruez spielte sie eine sehr grosse Rolle in der MYthologie von Chavin sowie auch später den Inkas oder anderen Andenkulturen. Die Sonne brennt uns auf den Kopf während unsere Führerin mit inbrunst von diesem energiegeladenen ORt erzählt. Sie habe selbst auch schon an Zeremonien (die heute noch stattfinden) teilgenommen und es sei ein magisches Erlebnis. Ich finde sie übertreibt es ein wenig, bin aber von der Ingenieursleistung (vor allem der Drainagekamäle) sehr beeidnruckt. Die Sonne scheint an den Sonnenwenden genau in die Mitte, bzw auf einen der aussensteine des Eingangstors wenn sie über dem gegenüberliegenden Hügel aufgeht. Ein grosser Stein mit Kuhlen zeigt das Sternbild des Orion und wenn man die Löcher mit Wasser füllt spiegeln sich die Sterne exakt darin. Das alles ist sehr faszinierend.

Die meisten Fundstücke fand man in den sogenannten Gabengesteller rund um den Zeremonieplatz oder auch unterirdisch in einem LAbyrinth. Auch dieses kann man besichtigen und ich frage mich, wie die Chavinleute wohl die schweren Brocken aus den Bergen bis hierher gebracht und dann auch noch so gekonnt aufeinandergeschichtet haben dass es hier unten nicht nur teilweise Beleuchtet sondern auch so gut durchlüftet ist dass man Korn lagern konnte. Auch alle zT heftigen Erdbeben hat dieser Tempel unbeschadet überstanden während es Huaraz mehrere Male in Einzelteile zerlegt hat. All diese Fragen muss ich aber nicht stellen, denn das macht schon unser jüngstes Gruppenmitglied für uns. Sie klpet am Rockzipfel der Führerin und fragt ihr Löcher in den Bauch. Für den ganzen Rundgang benötigen wir um die 3h. Wir sehen auch noch einen echten Schlüsselstein welcher in der glatten Fassade hoch über dem Boden eingelassen ist. Solche hat man früher rund um den Tempel zu sehen bekommen.

Die Tour endet mit einem Rundgang durch die Verkaufsmeile wo uns Halbedelsteine, Taschen und Schmuck angeboten wird. Wir kämpfen uns zum Bus durch welcher uns dann wieder die Kurven zum Tunell hoch und auf der anderen Seite runter nach Huaraz bringt. Dort angekommen lerne ich Chiara aus CHur kennen im Hostal. Es tut mir so gut nach dem ganzen Englisch/SPanisch SPrachenchaos einfahc mal wieder Schweizerdeutsch zu sprechen. ZEitig sind wir im Bett, reden aber noch fast 2h, bis Raz reinkommt und meint also er wolle jetzt schlafen.

Huaraz – Laguna Paron

Nach dem anstrengend Hike zum Nevado PAstoruri brauche ich am folgenden Tag etwas Ruhigeres. Die Tour zur Laguna Paron ist dazu perfekt. Hier wird man nämlich bis zum See hochgefahren und muss nurnoch ein paar Höhenmeter bis zum Mirador überwinden. Also stehe ich morgens um 9Uhr bereit als mich der Tourbus verlässliche 20min zu spät abholt. Heute ist es nur ein Minivan und unsere Gruppe beseht zu hälfte aus der Gruppe Israeli welche mich gestern zum Essen eingeladen hatten. Unser Guide, Max, ist derselbe wie beim Pastoruri auch schon. Ausserde lerne ich zwei Spanier und eine Kolumbianerin kennen.

Auf dem Weg erklärt uns Max wieder die Gegend. Wir kommen am Dorf Yungay vorbei, welches im Jahr 1970 nach einem Erdbeben fast gänzlich unter einer Schlamm/Eis-Lawine verschwand. Ein Teil des Huascaran hatte sich gelöst und neben Yungay auch das benachbarte Dorf unter sich begraben. Vom anderen Dorf überlebte niemand. Wir fahren an einem grossen Freidhof vorbei welcher an der STelle steht wo zuvor der Dorfkern von Yungay gestanden hatte. Damals war das STädtchen so weit entwickelt und zog so viele LEute an, dass es Gespräche gab es zu der Hauptstadt des Departements Ancash zu machen. Nach der LAwine war dieser traum zerstört und Huaraz wurde nominiert. Heute kann eine solche Katastrophe aber nicht mehr passieren aus dem einfachen Grund dass die Gletscher sosehr abgeschmolzen sind dass es nichts mehr gibt das abbrechen könnte. Gut, aber schlecht…

Dann kehrt der Bus auf eine Piste ein und hottert schüttelnd den Berg hinauf. Max erzählt uns von der Entstehung des Huascaran Nationalparks, seiner FLora und Fauna und wie wichtig es ist diese zu schützen. Hier Leben zB noch Bergpumas und eine Bärenart die vom Aussterben bedroht sind. Speziell ist auch einer der Bäume der konstant seine Rinde schellt. Deshalb ist er auch als Arbol de PApael (PApierbaum) bekannt da es aussihet als wäre er aus verschiedenen Papierrollen gebaut. Wenn ich mich richtig errinnere heisst er Quenoal und gehört zur Familie Polylepis.

Da Max kein english und die Israelis aber kein Spanisch sprechen bin ich zielich beschäftigt mit übersetzten. Wir haben aber auch genug Zeit, die Fahrt geht 3h bis wir bei der LAguna PAron ankommen. Das Warten hat sich definitiv gelohnt:

Als erstes nehme ich zusammen mit den Spaniern (Vincente und Sergio) und der Kolumbianerin (Natalia) den Mirador in Angriff. Wir steigen auf den aus weissem Granit bestehenden Hügel. Manchmal muss man ziemlich auf den Felsen herumklettern. Die Sonne scheint kräftig und wärmt, der eisige Wind versucht das zu verhindern. Die LAguna hat eine ganz spezielle hellblaue Farbe. Der Berg an ihrem hinteren Ende errinnert mich etwas ans MAtterhorn. ER heisst Pyramide von irgendwas. Rechts neben ihm sieht man die oberste Spitze eines Berges der heute als Paramount bekannt ist weil der dem Berg im Logo der Paramount Pictures so sehr ähnelt. Ein bisschen fühle ich mich wie in der Schweiz wäre da die Höhe nicht. Probleme habe ich keine mehr, es ist einfach anstrengend. Oben werden dann Fotos gemacht, das Panorama ist beeindruckend.

Dann machen wir uns wieder auf den Abstieg. Unten am Strand suchen wir uns ein windstilles Plätzchen um Zmittag zu essen. Vincente hat sogar spanischen Schinken und CHorizo dabei. Weiter gibt es MAngo, Orangen, Brötchen vom Markt und sowas wie Nussriegel. Wir haben eine kurze Diskussion welcher Tennisspieler eigentlich der bessere ist, Rafa oder Roger… Wir werden uns mässig einig 😛 Gestärkt wandern wir am Rande der LAguna entlang. Es ist die grösste Lagune im Huascaran PArk und wird von mehreren Nevados gespeist. Einige Leute paddelnin Boten und Kayaks herum. Wir haben zu viert spass am Selfies machen 🙂

Nach etwa 3h aufenthalt geht es dann wieder nach HAuse. Ich bin ziemlich müde, die Sonne grillt einem richtig durch. Trotz geschüttel auf der Sandpiste schlafe ich ein. Geweckt werde ich erst als kurz alle aussteigen müssen da ein Pneu geplatzt ist.

Wir befinden uns inmitten einer Eukalyptusplantage. Davon gibt es hier sehr viele und zusammen mit der Hitze erinnert mich der Geruch in der Luft an Australien. Nach 15min geht es ohne weitere Zwischenfälle weiter nach Huaraz. Dort steige ich zusammen mit den Israelis in der Nähe unseres Hostels aus. AUch Gaby, eine Peruanerin steigt mit aus. Ich hatte sie den ganzen Tag gar nicht so bemerkt, sie ist ziemlich klein und still. Sie zieht zu mir und Raz ins Zimmer und ich frage, ob sie Hunger hat. Wir gehen beide Duschen und treffen uns danach unten in der Lobby mit Maria aus Deutschland und Julie aus Barcelona. Zu viert gehen wir vier Chicas essen suchen. Die Unterhaltungen sind ziemlcih witztig weil Julie auch Deutsch spricht, aber besser english, Gaby aber neigentlich nur spanisch was MAria noch nicht so gut versteht. Am Schluss haben wir alle ein wenig einen Sprachknopf im Kopf aber wir verstehen uns. Im Restaurant gibt es ein Abendmenu (SUppe mit Hauptspeise) für 8Soles (ca. 2.70 Franken). Wir versuchen Aria zu erklären was genau die verschiedenen Speisen sind. Und finden heraus das eigentlich alles irgendwie Hühnchen mit Reis oder mit Nudeln ist. ICh kriege also Tallarin verde con Pollo was so ungefähr Pestospaghetti mit Poulet entspricht. Wir habens lustig zu viert, sind aber alle müde von unseren Tours. Also spazieren wir um 9Uhr ziemlich voll mit Hühnchen nach HAuse.