Popayan & Parque Purace

Am Dienstag morgen checke ich um 10Uhr nach einem feinem Müesli zum Zmorge aus dem Hostel aus und begebe mich an den Terminal von Cali. Dort buche ich den nächsten Bus nach Popayan. Allerdings hätte ich etwas mehr überlegenund früher aufstehen sollen… Am Mittag ist immer Rush Hour in den Stätden und Cali ist da keine Ausnahme. So dauert es fast 1h nur aus der STadt rauszufahren. Ich stecke die Kopfhörer in die Ohren und ergebe mich dem Schicksal dass die Fahrt halt einfach so lange dauern wird wie sie dauert.

In Popayan komme ich erst um 4Uhr an und es regnet in Strömen. Ich winke einem Taxi und lasse mich zum Hostel fahren, dort richte ich mich ein und schreibe ein wenig an meinem Blog. Erst um 6Uhr schaffe ich es aus dem Haus um etwas essbares zu finden. Es regnet zum Glück nicht mehr.

Gleich um die Ecke finde ich ienen Libanesen und bestelle eine gut beladene Pita. Am Nachbarstisch sitzt offensichtlich auch ein Solo-Reisender und anstatt dass wir beide in unser Handy starren lade ich ihn ein mit mir Abendzuessen. ISt doch viel schöner zu zweit. Victor kommt aus Schweden und hat bisher sein ganzes Leben aufs Reisen ausgelegt. Er arbeitet Saisonal als Baarkeeper damit er danach dem schwedischen Winter entfliehen und ein paar onate Reisen gehen kann. Er ist gerade erst in Kolumbien angekommen. Wir sprechen über Fussball, die allgemeine Verwechslung SChweden/Schweiz, das Leben im allgemeinen und geniessen das gute Essen.

Danach verabschiedet sich Victor, er wird morgen schon wieder abfahren. Ich mache noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zur Plaza, 4 Blocks weiter. Schon von weitem hört man Musik, riecht die Essenstände und sieht die MEnschenmenge. Es ist Ferienzeit in Kolumbien, alle Schulen und Universitäten sind zu, die Leute gehen nach draussen und geniessen die freie Zeit. Die Plaza ist wunderhübsch beleuchtet, das Thema sind offensichtlich Blumen. In den Bäumen hägen grosse Wassertropfen, Bogengänge laden zu Selfies ein und der Weihnachtsbaum blinkt munter in allen Farben vor sich hin. ICh höre ein wenig der Band zu, mache ein paar Runden um den Platz und kehre dann ins Hotel zurück.

Am nächsten Tag stehe ich um 10Uhr wieder an der selben Stelle vor der KAthedrale an der Plaza. Es ist Free Walking Tour Time. Die spanische Gruppe besteht aus lauter Europäer aus Spanien, Frankreich und der Schweiz. So lerne ich Ramona aus Luzern kennen welche ein ganzes Jahr unterwegs ist um Südamerika und Asien zu erkunden.

Unsere Führerin beginnt die Tour gleich auf der Plaza. Sie meint, Popayan sei in der Geschichte Kolumbiens ein sehr wichtiger ORt gewesen da hier in der Nähe immer wieder Schlachten für die Unabhängigkeit von spanien ausgefochten wurden. Gleich 14 Expräsdienten Kolumbiens kommen aus Popayan. Die STadt selbst wurde sehr früh nach der Ankunft der Spanier gegründet und hat sich bis heute den Kolonialstil erhalten. Viele Häuser sind sehr alt und gehören zum Unesco Weltkulturerbe. Alle GEbäude hier sind weiss bemahlt. Das kommt ursprünglich davon, dass die Wände früher aus Erde waren und sich darin ein Insekt sehr ähnlich der Flöhe oder Wanzen verbreiteten. Diese brachten eine Krankheit in die Stadt welche sich mit Geschwüren an den Füssen äussert. Diese Epidemie konnte erst eingedämmt werden als man anfing die Hauswänd emit Kalk zu verputzen. So wurde aus Popayan „La Ciudad Blanca“ (Die weisse Stadt). Auch heute noch werden die Häuser jedes Jahr vor der Semana Santa (Also vor Ostern) neu gestrichen damit alles weiss glänzt während den wichtigsten Fesivitäten des Jahres. Popayans Semana Santa ist sehr berühmt. Es werden unzählige Heiligenstatuen, Jesuse, Jungfrauen und ähnliche Jehudis durch die Strassen getragen. JEden Tag gibt es Prozessionen. Die männlichen NAchkommen der reichen Familien geben die Tradition des Trägers einer der Heiligenstatuen in der Familie weiter. Zu 6. oder zu 8. müssen diese Schweren lasten auf der Schulter durch die STrassen befördert werden. Nach der Semana Santa gibt es dann auch noch eine Prozession der Kleinen wo sogar schon Kinder Miniaturen der Heiligenbilder herumzeigen dürfen. Dies, damit sie schon früh die Tradition erlernen und ebenfalls Freude daran finden und später die Ehre eines Trägers gene akzeptieren. Auch die Frauen haben ihre Rolle in den Prozessionen, die Trägerinnen kleiden sich in traditionelle Kleidung und bringen Blumen mit sich. Dies ist allerdings nur einmal im LEben möglich und nur für eine schöne junge Frau zwischen 17-25 Jahren.

Wir machen halt in der Kathedrale und uns wird die Geschichte des Erdbebens erzählt welche die Kuppel der Kirche einstürzen liess und 40Menschen darunter begrub, da es gerade Sonntag und Zeit der MEsse war. Die KAthedrale wurde wieder erbaut und erhielt danach sogar Besuch des damaligen PApstes. Bekannt ist auch die Jungfrau welche in einer Nische ihren Platz hat. Ihr wurde früher von den Reichen Familien eine Krone gespendet. Diese wurde von Haus zu Haus der Geldgeber weitergegeben, bis jemand die super Idee hatte man könne diese doch verkaufen. Dafür brauchte die Familie aber die Erlaubnis der Kirche. Sie versprachen mit dem Geld Schulen und Waisenhäuser zu errichten, also erlaubte die Kirche die Krone wegzugeben. Natürlich wurde das Geld nie für das eingesetzt wofür es versprochen wurde, die Krone verlor sich und steht heute in New York in einem Museum. Sie soll eine der wertvollsten Kronen der Welt sein da sie aus purem Gold gemacht und mit vielen Edelsteinen besetzt sit. Der grösste soll früher einemal dem Inkakönig Atahualpa gehört haben.

Wieder auf der Plaza zeigt unsere Führerin auf beide Seiten der Strasse und meint dies sie die Strasse der Kirchen. Neben der Kathedrale stehen hier noch 4 weitere Gotteshäuser. Weiter geht es in ein typisches Haus einer ehemal reichen Familie. Hier sind die Heiligenstatuen der Semana Santa ausgestellt. Die Villa hat einen superschönen Innenhof mit Brunnen. Vor den Fenstern konnte sich die Dame des Hauses hinsetzten um mit ihrem Angebetetn zu sprechen falls dieser auf dem Pferd vor dem Fenster anhielt. Dies war aber nur in Begleitung eienr Anstandsdame erlaubt.

Ein weiteres schönes Familienhaus ist heute nun die Universidad de Cauca, eine der wichtigsten Universitäten Kolumbiens. Wir sehen von oben in den Haupthörsaal. Interssant hier ist vor allem das riesige Bild welches an der Kopfseite hängt. Es wurde von einem sehr bekannten Maler (Name vergessen) aus Popayan als Ode an seine STadt gemalt und man sagt er sei nach der Vollendung gleich gestorben.

Der Mann ganz rechts ist der gründer Popayans und die vielen Köpfe dahinter gehören den Expräsidenten welche aus der STadt stammen. Das Indio-Mädchen stellt eine bekannte wilde Eingebohrene dar welche zur sTAdtlegende gehört. Die zwei Schwarzen dahinter mit der Französischen Revolutionskappe zeigen die Abschaffung der Sklaverei welcher der Präsident vor ihnen in Kolumbien vorgenommen hatte. So hat jede Figur auf der MAlerei seine Bedeutung. Am coolsten fand ich die frau im Himmel welche das unvorhersehbare und manchmal ungestüme Wetter der Region darstellen soll. AUsserdem sieht man im Hintergrund die Strasse der Kirchen mit ihren 5 Türmen.

Wir laufen durch ein paar STrassen der STadt und kommen dan an der Puente de Humilacion an.Humilacion bedeutet Erniedrigung und die Brücke heisst so weil es den Marktleuten welche in Popayan akamen früher nicht erlaubt war mit ihren Wagen und Pferden über die Brücke zu reiten. Sie mussten all ihre Waren selbst hinübertragen. Da die Brücke ganz leicht anch oben führt war das so anstrengend dass sie manchmal fast in die Knie gezwungen wurden von der LAst und so „Erniedrigt“ auf der Stadtseite ankamen. Auch die brücke ist mit Blumenbögen geschmückt für Weihnachten.

Wir laufen noch über weitere Plätze mit Expräsidentenstatuen, am Theater vorbei und bekommen Museen vorgeschlagen. Nach der Tour mache ich mit Ramnoa zum Znacht ab und gehe selbst richtung Tulcan del Morro, einem Hügel neben der Altstadt. Dies soll früher eine Pyramide gewesen sein und Archäologen etdeckten hier einige präkolumbianische Gräber. Ausserdem ist es ein toller Aussichtspunkt mit Blick über die ganze STadt. Streitpunkt hier war die und ist die Statue eines Spanier auf Pferd welche hier platziert wurde, an einem Ort der Ureinwohner… Eigentlich wollte man hier die STatue eines Indios errichten, diese wurde aber geklaut und inemand weiss wo sie heute gelandet ist. Das Bildnis des Spaniers war für eine andere Plaza gedacht gewesen und ersetzte den Indiokönig. Steht man auf dem Hügel sieht man dass die Bronze verkratzt und Sprüche hineingeritzt sind, sozusagen als Protest gegen das Bildnis.

Beim hinuntergehen besuche ich noch schnell den Ort wo man die wichtigsten Häuser Popayans in kleinformat aufgestellt hat, ist aber nur die Hälfte offen und weniger beeindruckend. So setzte ich mich in ein Restaurant, trinke einen Saft und probiere die typischen Empanadas mit einer Füllung aus Erdnuss, sehr lecker!

Danach spazire ich nochmal über die Plaza und renne dann ins Hostel um nicht total nass zu werden. Die Wolken sahen schon lange dunkel aus und nun regnet es wieder heftig. Ich warte also im Hostel bis es bessert. Um 4Uhr gehe ich kurz beim Terminal vorbei um meinen Bus für morgen früh zu reservieren, dann gehe ich mit Ramona und ihrem Kollegen vom selben Hostel, Liam aus Liverpool, essen. Wir probieren ein Restaurant mit lauter typischen Snacks aus und bestellen uns neben den EMpanadas auch Tamales, Patacones und weiteres mit typischer Toamtensauce und allem was man in Popayan so an spezialitäten bekommt. Fein ist mein Naranjilla-Ananas Saft! Auch ein Dessert mit Dulce de LEche und getrockneten Feigen liegt drin, danach sind wir alle satt und haben uns einmal durch die Geschichte der STadt gegessen.

Um 8Uhr bin ich im Bett. Dies hat den Grund, dass ich morgen um 3Uhr aufstehen muss um den Bus um 4Uhr in den Parque Purace zu kriegen. Als der Wecker läutet bin ich sogar mehr oder weniger ausgeschlafen. Das ist auch gut so denn aus dem Plan im Bus noch ein wenig zu dösen wird gar nichts. Die Strasse im Park ist sooo schlecht dass ich mehr damit beschäftigt bin nicht meinen Kopf anzuschlagen. Die Löcher sind so tief dass man teilweise wirklich aus dem STuhl gehoben wird, so sehr schaukelt und hüpft der Bus.

Um 7:30Uhr kommen wir am Ende des Parkes bei der Rangerhütte an. ICh steige als einzige aus. Hier sollte ich den obligatorischen Guide finden und den Parkeintritt bezahlen. Das stellt sihc aber als schwierig heraus, da gar niemand da ist… Naja, der Weg führt einfach der STasse nach zurück, verlaufen kann ich mich nicht. Und es kann sich niemand beschweren ich hätte nicht bezahlen wollen. So mache ich mich auf den Weg. Der Park ist bekannt für schlechtes, kaltes Wetter,w ir sind hier fast auf 4000m.ü.M. Es NEbelt ein wenig, trotzdem kann ich die tolle Natur hier sehen. Immer wieder hört man den Bach rauschen. Wilde Blumen und Büsche ranken sich ineinander, Bäume gibt es hier schon keine mehr. ICh spaziere der Strasse entlang zurück. Autos kommen hier nur alle 30min mal eines vorbei. Es hat ein paar Abzweiger zu einem Wasserfall und einer Lagune. Mehr aber auch nicht. Als ich nach 3h beim Eingang des Parkes ankomme finde ich auch dort niemanden vor. So sehe ich mir den Mirador de Kondor leider nur von ewitem an. Auf dem grossen Felsen werden manchmal Fleischstücke für die grossen Vögel hingelegt. Und ich sehe tatsächlich von ganz weitem einen riesigen Raubvogel dort sitzen. Durch den Nieselregen ist es schwierig etwas zu erkennen aber ich denke das wird wohl der Kondor sein.

Anstatt auf den Bus zu warten (ich glaube der Fährt erst am Nachmittag) entscheide ich bis zum Dörchen Purace weiterzulaufen. ICh bin mal wieder der einzige Depp der zu Fuss unterwegs ist und die wenigen Autos die mir entgegenkommen oder mich überholen halten um zu fragen ob ich nicht mitfahren will oder die Fahrer starren mich einfach nur an als käme ich vom MArs. Allerdings habe ich hier sehr meine Ruhe. Die Wildnis ist Kuhweiden gewichen. Irgendwann kommt sogar für eine halbe Stunde kurz die Sonne heraus bevor es um 12Uhr wieder anfängt zu regnen. VOn da an zieht sich der Weg bis Purace. Ich brauche weitere 2.5h. Im Dörchen angekommen suche ich das einzige Restaurant welches pumsvoll mit Leuten ist. Ich kriege aber noch einen Stuhl und setzte mich in die Küche wo schon zwei weitere Tousiten aus Popayan unterschlupf gefunden haben. ICh habe richtig hunger, meine letzte MAhlzeit war um 3:30Uhr ein Yogurt, und so geniesse ich den Reis mit Kartoffel und super zähem Fleisch richtig. Um 13Uhr bin ich satt und schon das erste Mal etwas müde. Ich setzte mich an die Strasse um auf einen Bus zu warten. Um halb2 kommt aber ein Auto vorbei, das kostet etwas mehr ist aber sicher schneller als der Bus. Zum Glück muss ich ja den schlimmen Teil der Strasse nicht mehr zurücklegen. So quetsche ich mich zum Rest auf den Rücksitz und in 2h sind wir zurück in Popayan. Hier ist das Wetter wieder schlecht, stört mich aber gerade gar nicht denn ich bin fertig mit meinem Programm für heute. Die Höhe war anstrengend, ich bin müde. Es gibt einen Film und um 7Uhr schlafe ich ein.

Dafür bin ich am Donnerstag beizeiten wach. Es gibt Frühstück um 8Uhr. AM Tisch sitzen gleich 3 Schweizer inklusive mir, ein Österreicher und eine Holländerin. Daneben noch eine Asiatin und ein Typ aus Cali der sich fragt warum hier soviel deutsch gesprochen wird. Dann mache ich mich auf den Weg zum Terminal um mit dem Bus nach San Agustin zu fahren. Mir graut ein wenig davor denn wir müssen zwar über eine andere STrasse duchr den Parque Purace aber da ich gehört habe man brauche 5h für die eher kurze Strecke nach San Agustin nehme ich an die Piste is im selben schrecklichen Zustand wie die von gestern.

Und so ist es dann auch. Ganze 4h hüpfen wir durch den Park. Als es danach auf einen geteerten Abschnitt geht ist das für meinen Hintern wie Spa. Die Fahrt fühlt sich ziemlich ewig an, ausserdem habe ich hunger. Ich komme erst um 4Uhr in meinem neuen Hostel an. Immerhin treffe ich dort wieder auf Ramona und habe so jemanden um bald Abendessen zu gehen.