Die HAuptstadt von Bolivien ist nicht wie ich in der Schule gelernt habe LA PAz, sondern Sucre. Hier wurde die Unabhängigkeitserklärung Boliviens unterschireben und die Republik gegründet. Die STadt präsentiert sicha uch mehr als HAuptstadt als La PAz finde ich. Hier gibt es die grossen Plätze und STrassen die in La Paz fehlen. Der STil ist sehr kolonial und die Häuser weiss und herausgeputzt. Die ganze Innenstadt steht unter Schutz des UNESCO Weltkulturerbe. Insgesamt gefällt mir die STadt wirklich gut!
Wir verbringen 4 Tage in Sucre wobei der erste etwas kürzer ausfällt da wir morgens kurz vor 5 am Busbahnhof ankommen. Wir suchen das Hostel und gehen dann um 8Uhr Früshstücken. Das Kaffee im Turm eienr der vielen Kirchen der STadt hat nicht nur super Rührei zu bieten sondern auch eine tolle erste Aussicht auf die Dächer Sucres.

Wir sehen den Markt, schlendern durch die GAssen und geniessen das warme Wetter. Allerdings regenet es am Nachmittag was es uns leichter macht früh schlafen zu gehen. Unser Hostel ist ein Glücksgriff mit viel Platz und einer schönen Küche die uns zum Kochena. Nregt. SO gibt es am Morgen mal Spiegelei und zum Znacht Ratatuille, alle Zutaten frisch vom Markt gekauft. Wir geniessen es mal nicht ganz so viel in einen Tag zu packen, Uyuni war schon ziemlich anstrengend. So machen wir am zweiten Tag eine STadtführung die zwei Studis mit uns durchführen. Sie erzählen uns bei der Recolecta dass hier oben der Grundstein Sucres von den Spaniern gelegt worden war, zwischen 7 Hügeln, fast wie in Rom.
Der Brunnen auf dem Platz vor dem Franziskanerkloster heisst Brunnen der Pilger, allerdings nicht weil man ihn oft besucht sondern weil der Brunnen selbst schon durch die ganze sTadt gepilgert ist, in verschiedenen Gärten und Plazas gestanden hat bis er schliesslich hier oben gelandet ist. Nicht weit entfernt befindet sich das Katzenviertel. Da gibt es verschiedenste Strassen mit Namen wie schwarze Katze oder Graue KAtze. Dies, weil hier früher die Witwen und unverheirateten Frauen hingezogen sind und die lieben ja bekannterweise KAtzen. Auch dieses Viertel ist wunderschön im Kolonialstil.


Allgemein gibt es viele weisse Häuser mit den typischen Balkonen. Ein Detail welches uns gezeigt wird ist der Türklopfer in Form einer Hand. Trägt die HAnd einen Ring ist die Dame des HAuses verheiratet. ISt die HAnd allerdings ohne schmuck konnte ohne weiteres ein Liebeslied unter dem Balkon gesungen werden ohne einen Skandal zu verursachen.
Die Plaza 25 de MAyo ist nach dem Startdatum der Rebellion die schlussendlich zur Unabhängigkeit führte benannt. Herr MAriscal Sucre (Marschall Sucre) steht auf seiner Säule in der Mitte, er war die tragende Kraft hinter den Bolivianischen Truppen im Unabhängikeitskrieg.

An der Plaza liegt auch das ehemalige Regierungsgebäude. Heute regiert man nur noch die STadt da das Gobierno ja nach La Paz umgezogen ist. In Sucre findet sich nur noch der juristische Teil der Staatsangelegenheiten. AUch viele Museen kann man hier finden. Wir besuchen am 3. TAg die Casa de Libertad, der Ort wo die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde. Es ist ein ehemaliges Jesuitenkloster und Universität. Die Kopie der originalen Erklärung liegt dort ausgestellt wo früher die KApelle war. In weiteren Säälen sieht man Porträits aller ehemaligen Präsidenten (über 70… darunter nur eine einzige Frau), Gegenstände von Sucre und Bolivar, den beiden grossen Kriegshelden, sowie verschiedene Relikte der Geschichte Boliviens. Allerdings ist es schwierig für mich genau nachzuvollziehen wie die ganzen Kriege abgelaufen sind ohne mehr Information, eine geführte Tour ist gerade nicht möglich… Zumindest kann sich Roberto an einige Eckpunkte errinnern welche er in der Schule gelernt hat, Bolivien und PEru waren lange Verbündete im Krieg.

Weiter sehenswert sind der Parque Bolivar, gleich neben unserem Hostel und die KAthedrale. Wie gesagt gefällt mir die STadt Sucre sehr gut!

Einen speziellen Ausflug war uns dann der PArque Cretacico wert. An diesem Ort finden sich Dinosaurierspuren, die meisten auf der ganzen Welt. Mit einem Taxi fahren wir ca 30min aus der STadt raus zu einer Zementfabrik. Diese hat fast den gesamten Berg abgetragen da sich das Gestein wudnerbar zur Zementherstellung eignet. Dabei sind sie aber auf eine KAlkschicht gestossen welche nicht brauchbar war. Zum GLück, denn eingstampft in den ehemaligen Sumpf sind ganz klar die Fussabdrücke verschiedenster Dinos zu sehen. Der PArk an sich ist klein, ausgestellt sind noch einige wenige Versteinerungen von Fischen, Algen und Pflanzen welche man gefunden hat, allerdigns keien Skelette. Es wird erklärt wie man die Fussabdrücke interpretiert und es gibt lebensgrosse Dinostatuen. Das tolle ist wirklich die Führung zur Kalkplatte welche fast senkrecht in den Himmel ragt und wo man wirklich ganz deutlich die Spuren der ausgestorbenen riesen erkennen kann. Der Guide erläutrt uns welche Arten von Saurier die Spuren hinterlassen haben und was sie uns über das sozialleben der Tiere sagen können. So sieht man zB dass die grossen Pflanzenfresser in Gruppen unterwegs waren während die Jäger oft alleine jagten. Man nimmt an, dass sie es auf die Jungtiere abgesehen hatten, da die ausgewachsenen Riesen doch ein Kaliber zu gross waren. Die senkrechten Spuren führten ursprünglich zu einem See wo die Tiere Wasser tranken. Die Wagrechten gehören oft zu den Fleischfressern welche wohl um die PFlanzenfresser herumgeschlichen sind und darauf warteten ein ungeschütztes Kleines zu erwischen. So in etwa wie es heute die Wölfe bei den Gnus machen in der Savanne.


Ein weiteres kleines Highlight sucres ist das Castillo La GLorieta welches auch etwa 20min mit dem Minibus ausserhalb der sTadt liegt. Es wurde von einem reichen Pärchen erbaut welches viel Geld aus den Minen von Potosi gewinnen konnte. Da sie oft in Europa und dem Osten unterwegs waren wollten sie ihr Haus in verschiedenen Stilen gestalten welche ihnen gefallen hatten. Das Castillo hat 3 Türme, einer welcher aussieht wie ein Minarett, der zweite wie Big ben und der dritte hat eher östliche Einflüsse. Die Deko ist eher auf französische Art mit viel Gold und Prunk, die Böden verziert mit Holzmosaik, Spiegel, Marmor usw. Möbel kann mal leider keine mehr sehen, sie stehen separat in einem der vielen Museen Sucress.


Auch meinen Geburtstag verbrachten wir hier in Sucre. Am Abend zuvor suchten wir uns eine schöne Bar um mit etwas Pisco anzustossen und gingen Tanzen. Der erste morgen mit 25 fühlte sich dann eher wie der erste Morgen mit 85 an, aber da wir ja keine grossen Touren vor hatten war das egal. Lustigerweise waren wir nicht die ienzigen die auf Festen eingestellt waren. Der 8. Spetember ist der Tag der Virgen de Guadalupe (Die Jungfrau von Guadalupe), der STadtpatronin von Sucre. Das richtige Fest ist zwar erst nächstes Wochenende, aber die Musik und tanzgruppen waren schon fest am üben. Samstag und Sonntag wurde der Umzug geprobt. Und wir dachten den Ausmassen nach das wäre schon der richtige Umzug. Tausende Leute waren auf der Strasse, der Verkehr lahmgelegt, über Stunden (!) hörte man Blas- und Trommelmusik. JEde Gruppe hatte ihr eigenes ORchester dabei, ein wenig wie bei uns am Fasnachtsumzug. Vor und nach der Musik kamen die Tänzer, einige auf Stillhettos, andere in traditionellen bunten Kleider mit Schellen an den Stiefeln, Cowboyhüten oder Röcken. Man konnte wirklich den ganzen Nachmittag an der Plaza sitzen und dem Treiben zuschauen. Zwischen den Gruppen rannten die Cholitas hin und her um Spielsachen, Süsses oder Chips zu verkaufen. Sicher5h lang zogen leute durch die STrasse. Unsere Gastgeberin meinte dann dass seien nur die kleinen Gruppen, die müssten noch proben. Nächstes Wochenende seien 5x mehr da, zT angereist aus Potosi und anderen umliegenden Städten und Dörfern. Keine Ahnung wo die all die jungen LEute hernehmen um zu tanzen. Sucre muss nächste Woche das Zentrum der Balsmusik auf Erden sein. ICh war ziemlich baff und finde es grossartig.



Ausserdem war am Sonntag dann um 10Uhr noch die MEsse für die Jungfrau auf der Plaza. Alle LEute kamen in ihren SOnntagskleidern und mit ganz verzierten Autos…? Um den Platz standen AUtos verziert mit farbigen Tüchern. Darauf wurden Kuscheltiere, Silberbesteckt, Teller, Früchte, Geld usw. aufgenäht. Robertos These war dass diese Autos den Haushalt der LEute wiederspiegeln soll. Wer ein Restaurant hat nähr Teller, Löffel und Krüge auf, andere stellen ihre Früchte aus, wieder andere Puppen oder SPielzeuge ihrer Kinder. Ob das stimmt wissen wir nicht, ich fand es sehr interessant und irgendwie urkomisch haha.


Unser Aufenthalt in Sucre war eher entspannt, wir genossen vor allem das warme Klima und die schöne Athmosphäre der HAuptstadt. Am vierten Tag chillten wir mehrheitlich, sahen den Umzügen zu und assen Eiscreme. Dann am Abend nahmen wir den absolut schlimmsten Bus unserer Reise um am Morgen um 5Uhr in COchabamba anzukommen.