Parque Tayrona

Nach 4 Tagen Schlammtrekking sind wir am nächsten Morgen alle 3 nicht in der Laune lange Strecken zu laufen. Wir packen unsere TAgesrucksäcke mit den restlichen noch sauberen Kleider und machen uns nach Pancakes mit Honig und Rührei zum Zmorge zum Eingang des Tayronaparks auf. Dieser ist nur einen Steinwurf vom Hotel entfernt. Dort kriegen wir Infos zu den Zeltplätzen, Stränden und Wanderwegen, dürfen die obligatorische Krankenversicherung bezahlen und das Eintrittsbändeli umbinden. Dann bringt uns ein Bus die 10min zum ersten Camping Castilletes. Hier steigen wir aus udn erfreuen uns erstmal an den wunderbaren Palmen welche dem Zeltplatz Schatten spenden. Vorne rauscht das MEer an den Strand. Wir bekommen 3 Hängematten mit Meerbrise inklusive.

Alle Sachen mal reinschmeissen, Bikini anziehen und ab ins Meer. Leider dürfen wir an unserem Strand nicht baden, die Wellen sind auch wikrlich zu hoch. Aber ganz in der nähe sollte es eine Bucht geben wo das Meer sanfter sei. Wir machen uns auf die Socken, erstmal weiter der Strasse entlang ca. 10min bis zu einem Hotel mit kleinen Eco-Hütten. Von dort gehts weiter in die Töfflipiste zu einem edel aussehenden Restaurant. NAch diesen 30min Spaziergang sind wir schon das erste Mal etwas müde und vor allem hungrig. Also beschliessen wir uns eine gute Mahlzeit zu gönnen. Das Ceviche ist grooossartig, genau so wie der Mangosaft dazu. Die aussicht von der Terasse auf die MAngroven und das Meer ist super schön. Wir sind eine zufriedene Truppe.

Der STrand mit dem NAmen Piscinita (Kleiner Pool) ist gleich um die Ecke. Leider windet es ziemlich heftig und die Wellen sind auch hier heute zu gefährlich um baden zu gehen. Aber ein bisschen in den Sand sitzen und sich umspülen lassen ist super angenehm, denn obwohl langsam Regenwolken aufziehen ist es noch immer angenehm heiss. Der Strand ist klein, im weissen Sand liegt Schwemmholz. Man kann sich auf die Liegestühle fläzen und mal eine Stunde ein bisschen die Augen zumachen. Auf der Seite klatschen die Wellen an die grossen Steine und es spritzt so wunderschön. Helen, Corinne udn ich chillen einfach mal eine Runde und geniessen den Strandtag. Erst um ca. 3Uhr beginnt es zu tröpfeln und wir flüchten uns wieder ins Restaurant. Dort gibts einen Dessert (Milchreis mit Beerengelee, Caramelchöpfli und Kokosnusspanacotta) zusammen mit einem super erfrischenden Wassermelonensaft. Das zeiht sich schön in die Länge, wir habens super lustig zusammen. Irgendwann kommen Corinne und ich auf die Idee einen Wein zu kaufen um den dann gemütlich am Strand zu trinken. Gesagt, getan, und so wandern wir die halbe Stunde mit einer Flasche mehr im Gepäck zurück. Es ist etwas eingedunkelt schon um 5Uhr da es immernoch eher bedeckt ist obwohl der Regen aufgehört hat.

Zurück in Castilletes gehts zuerst unter die Dusche. Aber oh Schreck, als Helen ihr Tuch aus der Hängematte fischen will schreit sie vor Schmerz auf. Irgendetwas hat sie im Halbdunkel gestochen. Die Paranoia bekämpfend versuche ich den Übeltäter zu finden. Und da sitzt er, eine riesige Wespe kommt aus Helens Sachen hervorgeflogen. Wir nehmen Reisaus. Wir finden danach allerdings keien weiteren Tiere und wissen dass diese in der Nacht in ihrem Bau bleiben sollten, wir können also ohne Angst in den Hängematten schlafen. Allerdings müssen wir nun immer erst eine 5minütige Inspektion durchführen… Mit Helens Hand gehen wir an der Rezeption fragen ob das Vieh denn giftig war. Nein, tut nur weh, macht sonst nichts was ein normaler Wespenstich nicht auch tun würde. Sie wird es also überleben.

Als wir endlich alle frisch sind kuscheln wir uns zu dritt auf ein Strandtuch mit einem Banenenshake für Helen während Corinne die Weinflasche für uns zwei öffnet. Es ist 6Uhr und die Sonne ist unbemerkt untergegeangen. Es ist so schön warm dass sogar ich ohne Probleme im Kleid herumsitzen und die ersten Sterne am Himmel bewunder kann. Das Meer rauscht, die Palmen wiegen im Wind, wir sind im Paradies.

Allerdings gibt es nur 1 Flasche Wein im Paradies. Als Corinne und ich nach deren LEerung zur Bar laufen um Cocktails zu bestellen werden wir zu unserer Enttäschung darüber informiert dass diese alle sind. Wir sehen wohl so traurig aus dass uns der Barkeeper anbietet nach El Zaino zu fahren um Rum und Cola zu kaufen. Ok, gesagt getan. Ein wenig später sitzen wir mit Barkeeper und Receptionist am Strand und feieren eine feucht-fröhliche Party. Gefühlsmässig geht sie bis in die Morgenstunden, faktisch sind wir alle um 12Uhr schon betrunken und totmüde. Es geht also ins Bett, bzw. In die Hängematte, Eh verscuht mal betrunken in eine Hängematte zu steigen… Dort ist es aber nicht sehr gemütlich da der Stoff vom Nachmittagsregen noch leicht feucht ist und ich friere. Als ich mich mit meinem Mikrofasertuch bedecke gehts besser und ich kann einige Stunden schlafen. Allerdings sind wir alle kurz nach Sonnenaufgang wach. Corinne packt schon früh ihre Sachen, für sie geht es heute schon nach Cartagena weiter von wo sie dann in ein paar Tagen ihren Heimflug in die Schweiz antreten wird. Helen und ich beschliesse noch eine Nacht zu bleiben, allerdings ziehen wir in ein Zelt um. Helens Hand ist geschwollen vom Wespenstich, ich habe einen Kater, deswegen geht alles ein wenig langsamer. NAch Frühstück, Zügeln ins Zelt und ein wenig herumtrödeln schaffen wir es aber um ca. 11Uhr uns doch noch aufzuraffen um einen Spaziergang den Stränden Tayronas nach zu machen.

Erstmal geht es den gleichen weg wie gestern zu La Piscinita entlang. Wir hören Brüllaffen und entdecken sie auch bald in den Baumkronen. Der Wald hier ist sehr dicht mit vielen Lianen und hohen Bäumen mit schönen weiten Ästen. Etwas weiter turnen auch kleinere Affen im Grün, wahrscheinlich Kapuziner.

Bei den Ecohubs gehts nun heute geradeaus auf den offiziellen wanderweg zur Playa Arecifes. Es geht über Holzstege durch den Mangrovenwald, dann wieder hinauf durch grosse weisse Felsen, hinab an den Strand, durch den Sand oder Palmenhaine. Es ist nicht so anstrengend, dafür umso heisser und wir schwitzen wie dumm. Immer wieder hat es Aussichtspunkte wo wir auf die paraidesische LAndschaft tayronas hinabsehen können. Das Meet ist azurblau, die Steine weiss, der Wald grün. Es ist wirklich wunderschön!

Nach ca. 2h kommen wir im Restaurant des Arecifes-Camping an. Er leigt etwas nachhinten versetzt im Wald. Hier machen wir einen Stopp und trinken beide sowohl einen Wassermelonenshake als auch eine Cocacola. Dann fühlen wir uns bereit noch die letzte Stunde bis zum Badestrand zu wandern. Der Weg hier ist manchmal etwas sumpfig da viele Maultiere hier durchkommen, entweder um Touristen zu tragen die zu faul zum selber laufen sind, oder um Nahrungsmittel oder Wasser zu transportieren.

Als wir eine Stunde später bei La Piscina ankommen wollen wir einfach nur ins Meer springen. Hier hat es keine grossen Wellen, das Wasser ist warm und klar, alles macht einem an baden zu gehen. Wir plantschen fast eine Stunde herum, sehen Fische, geniessen die Sonne, den Strand, das Leben.

Danach hiken wir zurück zum Arecifes Restaurant wo wir uns einen italienischen Znacht gönnen (die kriegen sogar unverkochte PAsta hin!). Danach rollen wir mit sehr gefülltem Magen wieder bis nach Castilletes nach HAuse. Auf dem Weg machen wir noch einen Stopp beim Medi-Zelt. Schliesslich haben wir eine obligatorische Krankenversicherung bezahlt, die können wir also auch nutzen. Hier kriegt Helen ein paar Antihistaminika gegen den Wespenstich der zwar nicht mehr schmerzt, aber immernoch geschwollen ist und juckt.

Der Abend fällt dann heute eher kurz aus. Duschen, noch kurz fürogen planen, dann ab ins Bett. Dort tratschen wir noch ein wenig, wir sind aber beide müde und schlafen bald ziemlich viel gemütlicher als in der Hängematte ein.

Am nächsten morgen erwache ich erst als die Sonne das Zelt in einen Backofen verwandelt. Ich blintzle aus dem Eingang, welch schöne Aussicht!:

Helen ist schon länger wach und ich geselle mich zu ihr zum Frühstück. Danach packen wir alle sachen zusammen, lassen uns vom Bus an den Eingang des Tarona zurückfahren und holen in El Zaino unsere Koffer ab. Der Hostelbesitzer hilft uns noch einen Bus nach Riohacha zu finden. Dieser kommt auch ganz pünktlich, lädt uns auf und wir sind unterwegs zu unserem nächsten Abentuere, Alto Guajira.

Taganga – An die Südküste Kolumbiens

DEr Flug von Leticia nach Snata MArta an der Nordküste ist mühsam. Erstmal gehts nach Bogota wo mein Anschlussflug gecancelt wird. So muss ich anstatt 40min 2h warten und es ist endlos langweilig. Ich sehe meine Serie zu ende, versuche etwas Blog zu schreiben was nicht wirklich klappen will und muss auch noch meinen revoltierenden MAgen beruhigen, ich vermute mein Jogurt von heute morgen war nicht mehr so frisch… Achjee, ich bin ja so froh als ich dann in Santa Marta bei wunderbar tropischen Temperaturen um 4Uhr nachmittags ankomme. Ab ins Taxi und ins 40min entfernte Dorf Taganga wo Helen und ihre Freundin (und Mitbewohnerin) Corinne gerade von ihrem Tauchauslfug zurück ins Hostel gekommen sind. Da ist alles wieder gut, es ist soo schön Freunde zu sehen und schweizerdeutsch zu sprechen und einfach angekommen zu sein. NAch einer kurzen Dusche gehen wir in ein charmantes Restaurant essen welches ich so halbwegs runterkriege dank meinem etwas besseren Magen und ich glaube ich texte die beiden einfach erstmal zu. Wie gesagt, nach 3Monaten nun wieder schweizerdeutsch ist so angenehm 🙂

Helen und Corinne sind schon ein paar TAge in Kolumbien. Corinne hat am nächsten Tag die Tauchprüfung, Helen und ich machen uns um 9:30Uhr nach einem ausgedehnten Frühstück auf den Weg zum Hafen um ein Boot an die Playa Cristal zu erwischen. Gleich neben Santa MArta beginnt der Parque Tayrona, ein Nationalpark bekannt für seine schönen Strände und den grünen tropischen Dschungel. Mit dem Boot werden wir heute die Playa Cristal und Cinto, ein naturbelassener Strand mit Mangroven und einem Schnorchelspot ansteuern.

Das Schnellboot ist nicht so schnell und verspätet sich um ca 30min. Wir sitzen also am Strand von Taganga, trinken Orangensaft, ich kaufe mir ein STrandtuch und Helen erzählt mir von PEreira und Salento, den Kaffeehochburgen Kolumbiens welche sie letzte Woche besucht hat.

Dann um halb11 gehts endlich los. Wir brettern aus der Bucht ins offene MEer. Es hat ziemlcih viel Wind und Wellen und wir werden im offenen Motorboot schon ein wenig durchgeschüttelt. Das Wetter ist etwas durchzogen. Die Küste ist von Buchten übersäht in denen weisse Strände glitzern, dahinter zieht sich das grün der Bäume bald die Berge hinauf. Diese Bergkette ist bis zu 5800m hoch. Vom hächsten Spitz bis hinunter ans Meer sind es aber nur 42km. Das Wasser verdunstet in der heissen Sonne über dem Wasser und sammelt sich als dunkle Wolke über den Bergspitzen am Festland.

Zuerst bringt uns der Kapitän nach Cinto. Hier hats nichts ausser Natur und 2-3 private kleine Lodges welche sehr unbewohnt aussehen. Der STrand ist wunderschön, das Wasser glasklar und schöön warm. Wir schnallen Taucherbrille und Schnorchel um und paddeln zum kleinen Riff am ende des Strandes um ein paar Fische zu beobachten. Die hat es auch reichlich, einige ganz schöne in blau mit gleben Streifen. Dann plantschen wir am Sandstrand rum und geniessen das Meer.

Nach 2h holt uns das Boot ab um zur Playa Cirstal zu fahren wo wir erstmal ein spätes Mitagessen bestellen. Dann fängt es eicht zu regnen an, was schade ist denn das Meer hier wäre soo schön blau mit ein wenig Sonne. Da wir sowieso nass werden bevorzugen wir das im Meer zu tun, im Wasser ist es wärmer als draussen. Wir quatschen etwas mit einem Scubadive-Lehrer aus London welcher uns von seinem Trekking zur Ciudad PErdida (die verlorene Stadt) erzählt welches für uns morgen starten wird. Sünnele ist heute zwar nicht, aber wir machen uns einfach einen gemütlichen Tag. Um 5Uhr sind wir zurück in Taganga, es wird geduscht und frisch gehts noch auf einen Drink an die STrandbar. Corinne gefällt es dass sie mit mir einen Trinkcumpanen gefunden hat, Helen ist da nichtso geignet 😉 Und drinks mit Maracuya und anderen tropischen Früchten sind einfach wunderbar. So lassen wir den Abend ausklingen, es wird der letzte gemütliche sein, denn die nächsten vier Tage erwartet uns das Trekking zur verlorenen STadt in der kolumbianischen Selva.