Tingo Maria ist die Stadt der Bella Durmiente, der „schlafenden Schönheit“. Diese Schönheit kann man sehen wenn man sich auf den Mirador begibt, ein Hügel mitten in der Stadt.Von dor tsieht man in Richtung des Parque Nacional Tingo Maria die Bergkette welche aussieht wie eine schlafende Frau.

Die Peruaner sehen ja in allem irgendeine Figur oder Bedeutung aber in diesem Falle kann sogar ich die leigende Gestalt sehen. Irgenwie finde ich das auch ganz passend für ide Stadt. Die Hitze und Feuchtigkeit sind manchmal etwas einschläfernd, man will eigneltich nur in eine Hängematte liegen und einen Drink oder feinen Maracuyasaft schlürfen. Tingo ist so ein richtiges Selva-Dorf um geben von 2 Flüssen und viiel Grün. Noch vor 10 Jahren war das Gebiet hier im Ausnahmezustand. Terroristen und Drogen hatten das Geschehen unter Kontrolle. Noch heute gibt es hiernoch mehr Strassenkontrollen als sonst schon und man sollte nach Sonnenuntergang einfach etwas vorsichtig sein. Allerdings gibt es hier zB auch viele junge Leute, denn die UNAS ist eine der bekanntesten Universitäten Perus für Agrar- und Zoologiestudien. Einige der Descoleute, zB Lucho, haben hier studiert.
In der Stadt selbst gibt es nicht wahnsinnig viel zu sehen. Dafür hat Tingo in seinem Nahen umfeld wahnsinnig schöne Wasserfälle, Höhlen, Täler und LAgunen.
Am ersten Tag besuche ich die Laguna de Milagros. Sie liegt inmitten von Bananen- und Kakaoplantagen. Rund um den See haben die LAndbesitzer Restaurants und sogenannte Recreos (Ein Ort wo man als Familie hin geht am Sonntag um zu Baden, zu spielen und zu Picknicken) aufgebaut, alle mit ihren eigenen Booten ausgestattet.


Unsere Gruppe wird einmal über den See gepadelt um auf der anderen Seite einen kleinen spaziergang durch den Wald zu machen. Unser Guide Ronald erklärt uns ein paar Medicinalpflanzen welche wir hier finden, zB der Drachenblutbaum welcher rotes Harz wie Blut hat welches die Wundheilung bescleunigen soll. Wir kommen an der Insel der Shanchos (Hoatzine) vorbei, sehen uns in einer kleinen Höhle Stalaktitenformen an (die Peruaner sehen wieder überall Tiere und MEnschen…) sowie ein paar der wichtigen Bäume hier. Einer davon ist der Oje negro (schwarzer Ficus) ein böser Baum mit giftigem Harz welcher die Hexer benutzen um jemanden zu töten. Sie schneiden einen Ast auf und lassen das Foto der zu bestrafenden Person in den Baum einwachsen. So wie das Foto langsam verschwindet und vom Baum aufgenommen wird, so wird die LEbensenergie des Menschen langsam weniger bis er stirbt. Dagegen steht der Oje blanco (weisser Ficus) welcher der Baum des LEbens ist und wessen Harz gegen Magenparasiten helfen soll. Auch sehen wir den Baum der Wünsche, der grösste Baum in der Gegend welcher der Legende nach den Leuten welche fest daran glauben ihre Wünsche erfüllt. Dafür muss man den Baum umarmen und ihn ganz fest darum bitten. Der Spaziergang im lichten Wald ist sehr schön und abkühlend da die Sonne unter den Blättern nicht so brennt. Wir dürfen ein wenig Schaukeln auf der Riesenschaukel und wie Tarzan an einer Liane baumeln, angeschnallt natürlich.



Die Gruppe besteht aus einer Familie, einem älteren Päärchen und Mutter mit Kind, alle aus Lima. Wir habens ziemlich lustig, vor allem Giovanna und ihr Mann sind sehr interressiert an der Schweiz und frage mich aus. Er ist Polizist und sie machen gerade ien verlängertes Wochenende i der Geburtstadt von Giovanna.
Nach dem SPaziergang dürfen wir das Mitagessen auf der kleinen Insel in der Mitte der LAgune einnehmen inn welcher wir vorher noch ausgiebig baden. Das Wasser ist schön warm und es gibt nur einen grossen Fisch in der LAgune, einen Paiche oder Arapaima, welcher bis zu 2m gross werden kann. Der frisst alledings lieber die Pacos welche hier zu Hauf gezüchtet werden. Einen solchen esse ich dann auch zum Zmittag. Dann sonnen wir uns gemütlich, Ronald bringt etwas Tonerde aus einer Ecke des Sees welche gut für die HAut sein soll. Einige der Señoras schmieren sich das wirklich ins Gesicht und ich bin für eine halbe Stunde mal nicht die weisseste Person der Gruppe.
Am zweiten Tag besuche ist erst den Mirador der Bella Durmiete, dann gehts es mit einer Tour von einem Highligth Tingo Marias zum nächsten. Zuerst sehen wir die Cueva de las Pavas (Höhle der Truthühner), welche eigneltich gar keine Höhle, sondern eher ein Tal mit Fluss ist wo man baden und mit etwas Glück wilde Truthühner beobachten kann.



Hier bleiben wir allerdings nicht sehr lange, wir fahren zu den Augas saladas, einer Quelle mit salz- und Mineralhaltigem Wasser wo wir Mitagessen. Von dort ist es nicht weit zu einer Schokoladenfabrik wo wir eine kurze Führung bekommen und uns erklärt wird wie der Kakao zu Schokolade wird. Das ist nicht wahnsinnig neu für mich, aber die Degustation gefällt mir. Am meisten Zeit verbringen wir in der Cueva de las Lechuzas (Höhle der Eueln). Dieser Ort gehört zum Nationalpark Tingo Maria und ist nun wirklich eine riesige Höhle in der Guacharos leben. Diese Vögel schlafen den Tag durch in der Höhle und kommen nur Nachts heraus um Früchte zu fressen. Da sie ihr ganzes Leben im Dunkeln verbringen haben sie sogenannte NAchtaugen welche ihnen erlaubt im Dunkeln besser zu sehen und sie orientieren sich auch wie Fledermäuse mit Echolotung. Der NAme der Höhle kommt dann eher von den Eulen welche ausserhalb der Höhle in den Bäumen leben.
Die Cueva de las Lechuzas ist ein Karstloch mit vielen Stalktiten und Stalgmiten. NEben den Guacharos leben hier auch Fledermäuse und eine tonne Insekten welche sich von den Hinterlassenschaften der Vogelkolonie ernährt. Ausserdem ist die Höhle bekannt für eine Krankheit, Histoplasma, ein Pilz welcher dort im Boden vorhanden ist und wenn eingeatmet die Lunge infizieren kann. Dies passiert normalerweise nur bei PErsonen mit geschwächtem Immunsystem, allerdings wird empfohlen sich nicht allzulange in der Höhle aufzuhalten und auch nichts anzufassen oder sonstwie die Erde und den Staub aufzuwirbeln.
Als ich beid er Höhle ankomme bin ich zuerstmal beeindruckt von ihrer Grösse. Sie sieh taus wie ein aufgerissenes Maul inmitten des Jungles. Innen ist es sehr dunkel und die Vögel machen einen Geisterhaften krach. Flügelschlagen, Krächzen und fliegende Schatten machen den Ort seehr creepy. Die Besucher laufen auf einem Holzsteg, wenn man da herunterscaut ist der Boden übersäht von schwarzen grossen Käfern, uuuh, alles an diesem Ort ist irgendwie schaurig. Man kann etwa 300m in die Höhle rein, dann ist schluss. Meine Augen gewöhnen sich an das Dunkle und ich kann die Guacharos herumschwirren sehen. Die Höhle selbst ist ein schwarzer Abgrund welcher noch mehr als 2km weit in den Berg ragt. Wie lang der Spalt wirklich ist weiss niemand da man das Ende bis jetzt nicht gefunden hat.



Ansonsten kann man in Tingo MAria vor allem Wasserfälle besuchen. Mit der Tour war ich an der Catarata de la Carmen, ein hübscher Wasserfall etwa 10min ausserhalb der Satdt mit absolut zu vielen Menschen.Wirklich toll waren die Wasserfölle Gloriapata und Sol Naciente welche ich am Freitag alleine erwanderte. Mit dem Ticket fpr den NAtionalpark welches ich für die Cueva de las LEchuzas kaufen musste konnte ich am nächsten Tag eine 4h Wanderung zu den Wasserfällen unternehmen. Nach 2 Tagen Tours mit dem Fussfolk (Sorry, aber die konnte keinen Meter laufen ohne gleich eine Glace essen zu müssen…) war es fast schon eine Erleichterung mal etwas alleine zu machen. Ich fahre also am Freitag morgen mit einem Mototaxi bis zum Kontrollpunkt des Parkes, zeige mien Ticket und wandere los. Der Weg führt am Bach entlang durch den Wald, ich höre die Vögel pfeiffen, das Wasser plätschern und kann meinen Gedanken nachhängen. Gloriapata erreiche ich nach ca. 30min und muss einfach ein bisschen Pause machen und die Natur auf mich wirklen lassen. Hier hat es nicht 3 Tourgruppen am rumplantschen sondern nur ich und die Schmetterlinge welche das Wasserrauschen geniessen.




Zum Sol Naciente ist es 1h weiter, ich laufe am Parkrand entlang, auf der einen Seite Bäume, auf der anderen Seite Kuhweide. ICh entdecke einige Tauben, kleine Loros und sogar nochmals einen Gallito de Roca! Kurz vir dem zweiten Wasserfall komme ich durch eine kleine Siedlung, eine Community von ca. 5 Häusern wo mich der Hund anbellt und die Kuh stoisch anstiert. Dann erreiche ch den Sol naciente und kann mich endlich etwas abkühlen. Es ist heiss und drückend, mein Tshirt ist anss als hätte ich gebadet. ICh essse meine MAngos und Bananen mit Krackers, springe nochmals unter die Naturdusche und mache mich dann auf den Weg zurück. Die Wanderung war schon fast wie Meditieren und hat mir ganz gut getan.


Nach dem Rückweg bin ich wieder verschwitzt. Ein Mototaxi liest mich am Strassenrand auf und Fährt mich zu der Cueva de las Pavas welche auf halbem Weg zu Tingo Maria leigen. Dort kann ich nochmals ins Wasser springen und etwas sünnele bevors zurück nach Tingo geht wo ich mir einen grossen Becher Galce mit Fruchtsalat gönne.
Tingo Marias Natur ist wunderbar und es gäbe noch einige Orte mehr welche inen Besuch wert wären. Allerdings ist es manchmal etwas schwierig dort hinzukommen mit dem ÖV und eine Tourgruppe von 4 Leuten zusammenzukriegen die etwas laufen wollen ist mit den Peruanern etwas schwierig. Tingo hat noch extrem Luft nach oben was Organistation der Tours betrifft und auch was das Marketing für Internationale Reisende angeht. In meinem Reiseführer kommt die Stadt schon gar nicht erst vor. Klar, es ist noch nicht lange her, da war es gefährlich hierhin zu kommen. Ich habe mich in Tingo aber nie unsicher gefühlt, höchstens ein wenig beobachtet. Ich bin überzeugt ich war die einzige Europäerin in der ganzen Stadt. Leute schauten mir nach oder grüssten mich ein wenig zu offensichtlich. Das ist manchmal ein wenig unangenehm, kann aber ignoriert werden. Ich denke mit mehr Touristen legt sich das schnell. ICh werde Tingo Maria auf alle Fälle weiterempfehlen, vor allem der Nationalpark mit seinen wunderschönen Wasserfällen hat es mir wirklich angetan!

Ich freue mich nun schon auf meine nächste Station in der Selva peruana: Tarapoto.










