Santa Fe de Antioquia

Am Montag morgen begebe ich mich, nun wieder alleine, zum Terminal Norte. Ich frage mich zum Bus nach Santa Fe de Antioquia durch und 10min später gehts in einem Combi ab richtung der ehemaligen Hauptstadt Anioquias. Die Strasse ist voller Baustellen und die Fahrt verzögert sich dadurch etwas. Macht aber nichts. Ich unterhalte mich wunderbar mit zwei Spanierinnen aus Valencia und einem älteren Herren welcher uns von seiner Finca in einem Dörfchen nahe MEdellin erzählt. Kurz vor 12 Uhr kommen wir an. Erstmal muss ich kurze Hosen montieren, die Sonne strahlt vom Himmel. Dann schlendere ich erstmal über die nahe Plaza, sehe mir die Kirche und die süssen Kaffees an und entscheide mich dann für eines der Restaurants um mein Pollo a la Plancha (Gegrillets Hühnchen) mit Reis, Salat und Banane zu essen.

Hier fühlt es sich an wie in Südfrankreich (oder wohl wie in Spanien) im Hochsommer. In den Gässchen staut sich die Hitze, die weissen Fassaden der Häuser strahlen. Viele Fenster haben Blumen auf dem Sims, die Holzgitter an den Fenstern sind bunt bemahlt, das Dörfchen ist wirklich sehr hübsch. Weitere 3 Kirchen laufe ich ab, begutachte die vielen Souvenirstände und die zweite grosse Plaza.

Dann winke ich einem Mototaxi und lasse mich zur Puente Colgante (Hängebrücke) chauffieren. Es ist wirklich zu heiss um in der prallen Sonne den Spaziergang dorthin geniessen zu können. Der Weg führt sowieso der Strasse entlang. Mein Fahrer ist ganz nett und gesprächelt etwas mit mir. In Santa Fe de Antioquia regnet es fast nie, die Hügel sehen trocken aus. Hier wächst ein Baum mit dem Namen Tamarind. Er gehört zu den Fabacea, was meint er produziert eine Hülsenfrucht. Diese bohnenähnliche Frucht wird dann zu einer Süssigkeit oder auch einer Limonade verarbeitet. Was ebenfalls hier oft wächst ist Mango. Das alles erfahre ich auf der kurzen Fahrt an den Fluss. Dann halten wir an einem Aussichtspunkt wo man schön auf die Hängebrücke hinunterblicken kann. Die Puente de Occidente (Westbrücke) war früher sehr wichtig und für ihre Zeit sehr fortschrittlich. Sie ist auch heute noch zu einem grossen Teil aus Holz. Der Ingenieur welche sie erbaute hiess José Maria Villa und war unter anderem auch beim Bau der Brooklyn Bridge involviert.

Wir fahren also mit dem Moto einmal über die Puente de Occidente, ich kriege ein paar Erklärungen von meinem Fahrer/Guide und laufe dann zu Fuss die ganzen 291m zurück. Der Rio Cauca, gerade sehr breit und voll mit dem Wasser aus den Regengüssen der letzten Tagen. Ich treffe in der Mitte wieder auf die zwei Spanierinnen aus dem Bus und wir machen je für den anderen ein paar Fotos. Dann gehts zurück ans andere Ufer und mit dem Motocarro zurück nach Santa Fe de Antioquia.

Was mir nun noch fehlt um alle Sehenswürdigkeiten des Städchens abgeklappert zu haben ist das Museum Juan del Corral, benannt nach einem der Ehemaligen Präsidenten (oder dem Diktator wie man sagt) Antioquiens. In seinem ehemaligen Wohnhaus sind Kunstgegenstände und Zeitzeugen des heutigen Departements Antioquien ausgestellt. Hier lerne ich, dass Antioquien sich nach der Unabhängigkeitserklärungen von Cartagena und Mompox als eigener Staat ausgerufen hatte. Im Museum kann man die Urkunde begutachten welche von Juan del Corral 1813 unterzeichnet wurde. Ausserdem sind da vor allem christlich geprägte Kunstwerke, Kriegswaffen aus dem Unabhängigkeits- und dem Bürgerkrieg und auch ein paar ganz wenige Fundstücke aus präkolumbianischen Zeiten, also Schalen und Gefässe der Ureinwohner der Gegend über welche man aber fast nichts weiss.

Das Museum ist klein und in einer halben Stunde bin ich einmal gemütlich durch die Ausstellungsräume gewandelt. Danach setzte ich mich nochmals auf die Plaza, diesmal in ein Café und geniesse einen becher Glace zum Dessert.

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Kurz nach 4Uhr mach eich mich wieder auf zum Terminal, sage Santa Fe de Antioquia tschüss und fahre die 2h wieder zurück nach MEdellin. Und heute schaffe ich es doch wirklich einmal früh ins Bett zu gehen…!

Medellin – Parque Arvi, Fussball und Tanzen

In den folgenden 2 Tagen versuchen Yohel und ich Medellin noch ein wenig besser kennenzulernen und unsere Zeit hier gut auszunutzen.

Am Samstag steht für uns der Parque Arvi auf dem Programm. Dieser sehr grosse NAturpark erstreckt sich auf einem Hügel so nahe an der STadt dass man mit einem Metrocable (also einer Gondel) da rauffahren kann. Wieder eimal sind wir begeistert vom Teleferico und der Aussicht! Nachdem wir den ersten Berg erklommen haben scchwebt die Gondel über den Wald des Parkes, sicher 10min lang. Der offizielle Eingang ist im hinteren Teil des NAturreservates. Hier erfahren wir das man für einen Besuch im Wald einen Führer braucht. Hmm, also wandern kann ich ja wohl noch selbst… wir machen also nur den kleinen Rundgang welcher ohne Begelitung erlaubt ist. Dieser führt aber leider oft der STrasse nach. Einen kleinen Abstecher in die Natur eröffnet uns ein Weg an dessen Verlauf ein paar Ausgrabungen von den ersten Spaniersiedlungen gemacht wurden.

Bald fängt es aber leider an zu regnen und Yohel und ich laufen noch bis zur nächsten Kreuzung wo wir ein paar Restaurants finden. Es gibt das Menu mit Reis, Schwarte, Linsen und Salat plus einen Jugo (Saft) von Tomate de Arbol (Baumtomate, eine sehr interessannte Frucht welche wirklich aussieht wie eine Tomate aber ahlt an einem Baum wächst…). Wir bleiben da auch noch ein wenig sitzen bis der Regen aufhört, wandern dann ein wenig weiter, finden aber leider die Zeit nicht um wirklich wieder in den Wald zu kommen da die Wege um 4Uhr Nachmittags schon zu machen… Ich bin ein wenig enttäuscht vom PAruqe ARvi obwohl ich mir sicher bin dass die SPaziergänge mit Guide cool sind, sie waren einfach zu teuer.

Ein weiteres Erlebnis war am selben Abend dann endlich mal Tanzen zu gehen. Holly hatte mich informiert dass es in der Nähe einen Social Club gibt welcher eine gratis Bachattastunde anbietet heute Abend. Da muss ich natürlich hin. Yohel begleitet mich und wir treffen Holly mit ihrer Freundin im Tanzclub welcher sich lustigerweise unter einer Autobahnbrücke befindet… Die Stunde ist super, erst tanze ich mit Yohel, welcher ein wenig zwei linke Füsse hat. In der Hälfte wird aber der Tanzpartner gewchselt und ich darf mit einem Typen aus Cali tanzen welcher zwar nichtso viel vom Bachatta versteht aber dafür vom Salsa. Das funktioniert schon besser und Bachatta ist einfach grooossartig ❤ NAch dem Kurs gibts freies Tanzen. Offensichtlich hat es einige Pros dabei, sowohl Frauen als auch Männer. Uns drei Frauen fällt vor allem ein MAnn auf… erstens tanzt er wie ein Gott und zweitens sieht er umwerfend attraktiv aus… Mein Tanzpartner aus Cali kommt mich beim Salsa holen und wir tanzen ein Lied, Kathrin super happy. Danach versuche ich es noch mit Yohel. Holly wird von unserem Tanzgott, welcher zeimlich sicher auch hier LEhrer ist aufgefordert für Salsa. Danach ertönt Bachatta und ich schaue in so bettelnd an als er Holly zurück an den Tisch bringt dass ich auch mal darf. Haha es ist grossartig, Highlight des Abends 😛 Dann ist auch schon bald wieder halb12 und Yohel und ich lassen uns vom Taxi beim Parque Lleras rausschmeissen. Noch ein wenig Reggeaton wäre nice. Die Discothek welche wir aussuchen ist randvoll, irgendwie haben heute alle Geburtstag, viele Chicas laufen mit einer gelben Schärpe umher wo Feliz Cumpleaños (Happy Birthday) draufsteht. Die Musik ist der Hit und Yohel und ich wieder erst um 2Uhr im Bett…

Deshalb muss ich mal einen Tag ausschlafen. Am Sonntag bin ich erst um halb12 wach. Yohel, welchem ich gestern die Drinks in der Disco spendiert habe da er nicht mehr Geld eingepackt hatte, stand eine Stunde früher schon auf und hat Früstück gekauft. Oooh wie süss. So setzten wir uns in die Lounge, essen Brötchen mit Manjarfüllung (Caramel) mit ORangensaft und ziehen uns 2 Folgen Black Mirror auf NEtflix hinein. Erst am Nachmittag mögen wir ein wenig in die sTAdt fahren. Wir machen einen Spaziergang im Zentrum und fahren dann pünktlich um 4Uhr zum Stadion. Wir haben nämlich Tickets für ein Fussballspiel gekauft. Yohel meinte ihm wurde empfohlen das Heimteam Nacional irgendwas anschauen zu gehen, es gäbe da eine tolle Athmosphäre. Schon in der MEtro ist alles voller grün angezogenen Leute. Männer in jung und alt, Frauen, Kinder, Hunde, alles trägt das Nacional Tricot. Das sit toternst hier und wir wissen nicht einmal gegen wer sie wirklich spielen haha. Wir lassen uns von den MAssen ins Stadion treiben welches ziemlich voll ist. Leute singen schon eine halbe stunde vor Mathbeginn und in der Südkurve hüpft und trommelt es. Da steht eine ganze Band, Leute schwingen Fahnen und ein grosses Transparent mit der Aufschrift „ESto es Nacional, aca se deja la vida“, ungefähr „Das ist NAcional, hier dafür (oder hier) lasse ich mein Leben. Die gegnerische Manschaft von auswärts hat ein paar laute fans dabei, die sind aber in einen kleinen Sektor oben in der Nordkurve gequetscht und umgeben von Polizisten. Es ist wirklich eine sehr ernste Angelegenheit. Verkäufer tänzeln durch die Reihen, verkaufen Bier, Cola, Wasser, Chips, Popcorn, Glace. Yohel und ich teilen uns eine Ladung Popcorn und fanen so gut wir können mit als das Spiel beginnt. Wir bräuchten ein Gesangsbuch hier, wie in der Kirche… Als das 1:0 für Nacional fällt nach nur 12minuten ist die Hölle los. Alles steht jubelt, umarmt sich und singt. Ich muss lachen, die haben doch alle nicht alle Tassen im Schrank. Leider geht das Spiel dann aber 1:1 aus und die Stimmung ist etwas bedrückt da Nacional somit aus dem Cup ausscheidet. Ich bin trotzdem begeistert, war ein tolles erlebnis mein erstes richtiges Fussballspiel. Auch fand ich die Ausdauer der Südkurve beeindruckend, die sangen nämlich über 90min lang (schon vorher und durch die PAuse) ununterbrochen ihre Jubelgesänge (oder Gegröle eher). Viele LEute kamen mit ihren Kindern welche in der Pause sich ebenfalls ein Fussballbattle leisteten. Schon die 2Jährigen welche knapp laufen konnten spielten besser Fussball als ich 😛 Und ja es gab viele so kleine Kinder im Stadion! Fussball hier ist definitiv ein Familienevent.

Am Sonntag Abend sage ich Yohel dann tschüss, er fliegt morgen zurück nach ima, während ich einen weiteren Ausflug plane (welcher einen eigenen Beitrag bekommt). Wir sind uns einig das MEdellin sehr schön ist. Von der Drogenhauptstadt welche vor nicht langer Zeit als gefährlichste stadt der Welt gegolten hat merkt man heute nichts mehr. Im Gegenteil. Hier spürt man den Fortschritt, die Zukunft und auch den Stolz der Leute diese Entwicklung gemacht zu haben und auch immernoch zu machen. Die MEtro ist das beste Beispiel dafür. In den Zügen und den Stationen sieht alles noch wie neu aus obwohl diese schon seit 1995 existiert. Keine Grafitis, keine eingeritzen Namen, viel Respekt beim Ein- und Aussteigen. Die Leute sprechen wirklich von der Cultura de MEtro, sowas wie einem Verhaltenskodex. Nicht zu gergleichen mit unseren SBahnen in welchen Abfall liegen gelassen wird oder welche in der Nacht versprayt werden. Gewisse Schweizer könnten sich von MEdellin eine Scheibe abschneiden!

Auch toll hier definitv das Essen und der Ausgang. Obwohl nicht ganz billig sind die Restaurants sehr divers und wrklcih gut. Ebenfalls die Drinks und ihr wisst ja wie gerne ich eine Discoteca mit toller Musik habe. Die erfahrung MEdellin war grossartig undso gar nicht das was Mueti sich wahrscheinlich vorgestellt hat als sie mir extra noch schrieb ich solle speziell vorsichtig sein 😉 Schön war natürlich auch Yohel kennengelernt zu haben welcher in kurzer Zeit mir wirklich ein guter Freund wurde. Sehr unkompliziert, witzig und unternehmungslustig hatten wir eine tolle Zeit zusammen. Ich hoffe ihn nach Weihnachten in Lima nochmals kurz wiederzusehen. Mir bleibt nun noch 1 Tag in MEdellin welchen ich nutzen will um einen Ausflug nach Santa Fe de Antioquia zu unternehmen.

Medellin – Comuna 13

Um 10Uhr schaffe ich es mich aus meinen 3 Decken zu wickeln. Das Frühstück habe ich verpasst, aber ich kaufe mir an der Metrostation eine Empanada. Yohel und ich sind unterwegs in die STadt um ein paar Telefericos auszuprobieren. Die Gondeln sind Teil des MEtrosystems und kosten uns deshalb nicht mal 1.-. Wir fahren ins Zentrum und von dort mit dem Tram bis Oriente. Je weiter wir uns aus dem touristischen Zentrum entfernen desto weniger modern werden die Häuser und bauten. Es geht immer etwas bergauf. Bevor es ganz steil wird hält das tram und wir steigen auf die Gondeln um. Man hatte uns gesagt wir sollten einfach die Fahrt geniessen, aber nicht unbedint in einem weit entfernten Barrio aussteigen, die sind immernoch eher gefährlich. Also schweben wir einfach ca. 30min erstmal den Berg hinauf und dann gleich wieder hinab. Die Aussicht auf die STadt ist mega! Ich war ja schon in La Paz begeistert von den Gondeln, die hier sind genausogut. Unter uns können wir die Bachsteinbauten ohne Fenster, mit der Bettwäsche aus dem Fenster hängend sehen. Immer wieder unterbricht ein Fussballplatz das Häuserchaos. In den noch ärmeren Gegenden sind die Gebäude dann nur nocha us Holz und Wellblech, irgendwie an den Hang geklebt und ich kann mir vorstellen dass wenn es hier regnet irgendwann das ganze Viertel weggeschwemmt wird. Die fahrt ist schön und beeindruckend.

Wir kehren zurück ins Zentrum und gönnen uns eine Glace zur Stärkung denn bald haben wir unsere nächste Free Walking Tour. Mit dem Metrozug fahren wir auf die andere Seite nach San JAvier. Es ist schon fast 2Uhr nachmittags und an der STation warten mehrere Guides mit verschiedenfarbigen Regenschirme ihre Gruppe. Wir müssen zu den Gelben. Hier in der nähe beginnt die Comuna 13, eine der bekanntesten Stadtviertel MEdellin, einerseits wegen ihrer von Gewalt geprägten Vergangenheit, andererseits wegen seiner wunderschönen Grafitis und den Rolltreppen welche den Leuten den steilen aufstieg bis oben an den Berg erleichtert.

Yohel und ich kaufen uns zur Erfrischung einen Becher Guarapo, die typische Zuckerrohr-Limonade. Dann geht es schon bald los. Wir gehören zu spanischen Gruppe welche mit ca. 10 Leuten 3mal kleiner ist als die englische. José begrüsst uns herzlich zur Walkingtour in seinem Heimatbarrio. Er ist in der Comuna 13 aufgewachsen und hat sein ganzes LEben hier gewohnt. Er wird unsheute nicht nur von den schwiereigen früheren Zeiten sondern auch vom Wandel und dem Fortschritt welcher in den letzten Jahren stattgefunden hat erzählen.

Erstmal müssen wir aber bis zur Comuna laufen, das geht so 15min der Strasse entlang den Berg hinauf. Dabei erzählt uns José von den Gangs welche immernoch im Barrio aktiv sind. Früher war die comuna 13 Zone der Paramilitärs und der FARC welche sich bekämpften und dabei unzählige Tote hinterliessen. Man musste genau wissen wo die unsichtbare Grenze der Territorien verlief denn wenn man diese ohne Erlaubnis übertrat wurde man erschossen. So kam es das Kindernicht in die Schule konnten, da diese in einem von einer anderen Gruppe kontrollierten Teil des Viertels lag. Die Gruppen finanzierten sich durch den Drogenhandel und man musste aufpassen nicht in illegalse Geschäfte hineingezogen oder gar -gezwungen zu werden. Und dannw aren da auch noch die Interventionen der Regierung. In mehreren Säuberungsaktionen wollte man die Terrorgruppen aus der STadt jagen. Die bekannteste ist die Intervencion Orion bei welcher das Militär mit 2 Pumahelikoptern der Amerikaner die Drogenhändler sozusagena us den Häusern bomben wollte. Obwohl die Aktion relativ erfolgreich war (die FARc und die Paramilitares wurden vertrieben) starb dabei fast 1/3 der Zivilbevölkerung welche zwischen den Fronten eingeklemmt wurde. José errinnert sich dass es in seiner Jugend normal war Leichen auf der Strasse zu sehen und dass an diesem Tag sich alle einfach nur hinlegten ud beteten. Er meint aber auch er erzähle usn das nicht um Mitleid zu erregen sondern einfach um die Geschichte widerzugeben. Das ist heute Vergangenheit und obwohl es immernoch illegale Gruppen und unsichtbare Grenzen im barrio gibt hat sich die Situation um Welten verbessert. Die Comuna 13 wurde wieder aufgebaut und Künstler verzierten die Wände der Häuser mit Bildern und farbigen Grafitis der Hoffnung. Jedes Sujet hat eine Geschichte, eine Bedeutung und soll zum Frieden im Quartier beitragen.

Ein weiteres wichtiges Projekt für die Comuna 13 sind die Rolltreppen. In China hergestellt wurden sie 2011 mit Heikoptern eingeflogen um vor allem den alten Leuten den steilen Aufstieg zu ihrem Heim zu vereifachen. Heute sind swohol die Grafitis als auch die Escaleras Electricas ein Touristenhit. Dies bringt Geld und Jobs in die Comuna und viele Anwohner profitieren direkt davon. So wie José. Er führt unsere Gruppen erstmal unten an den Berg wo die Grafitis beginnen. Hier unterbricht ein megamässiges Gewitter die Tour für fast 1h. Es schüttet wie aus Kübeln und Blitz und Donner toben gleich über unseren Köpfen. Die Strasse verwandelt sich in einen reissenden Strom. Aber dann um fast 4Uhr ist alles abgeklungen und die Entdeckungstour kann weitergehen.

Wir werden zu verschiedenen Wandmalereien geführt welche an die Säuberungsaktionen erinnern (1. Foto), an die Hoffnung das Kolumbien eine rosigere Zukunft bevorsteht (2. Foto, die Vögel in den Farben Kolumbiens (Gelb wie Gold, Blau wie das Meer und rot wie das Blut welches für die Unabhängigkeit vergossen wurde) werden aus dem Käfig gelassen. Der Schlüssel welcher in den Kopf des Mädchens passt soll Bildung und Weisheit bedeuten.) oder auch an die ganze Geschichte Kolumbiens. José kann uns natürlich nicht ALLE Bilder aufschlüsseln, aber insgesamt strahlen sie wirklich eine positive Energie aus, machen das Barrio farbig und fröhlich. Hier werden auch öfters Musikvideos von bekannten Künstlern wie zB Daddy Yankee gedreht (3. Foto).

Dann gehts mit den Rolltreppen den Berg hinauf.

Oben kommt man auf einem dem Berg entlang verlaufenden Balkon an. Von diesem aus wurde früher auf Personen geschossen, die Drogenkartelle nutzten die Sichtbarkeit auch aus um Leute hinzurichten. Heute ist es ein Aussichtspunkt wo man über die ganze STadt sieht, wo die Leute flanieren und die Kunst- und Souvenirshops nur so aus dem Boden spriessen. José zeigt uns sein HAus welches gleich oben am Balkon steht. Er hat seine eigene Terrasse mit göttlichem Blick über MEdellin. Er erzählt uns von seiner Familie. Die Mutter hatte 22 Geschwister… Er selbst 12. Davon leben noch alle ausser 2, welche aber an Krankheiten und nicht an Gewalt gestorben sind. Sie hatten grosses Glück.

Unsere Gruppe, bestehend aus ein paar MExikaner, Jessi aus der Schweiz, Philipp aus Deutschland, mir und Yohel sind alle sowohl erschüttert als auch angetan von der Comuna 13. José erzählt seine Geschichte fast jeden Tag und er meint es sei vor allem am Anfang wie eine Therapie gewesen. In der Comuna gibt es viele Künstler die MAlen, HipHop machen, Tanzen oder eben grafiti sprayen. Das ist die Art wie die Leute hier mit der Vergangenheit fertig werden. Ziemlich beeindruckend!

Zurück bei der Metro in San Javier müssen alle Deutschsprechenden (JEssi, Philip, Yohel und ich) unbedingt etwas essbares haben. Wir fahren zusammen zurück nach El Poblado. Jessi ist Pflegefachfrau, Philip Polizist. Sie sind im selben Sprachkurs zusammen, aber eher noch auf Anfängerlevel. Die Tour heute war ein wenig schwierig für sie. Im Zug beäugt uns ein Local und denkt sich wohl er müsse sich den Touristen vorstellen. So meint er „Hola, soy Jesus“. Wir alle meinen so halbherzig „Hola“ und wenden uns wieder unserem Gespräch zu. Jessi meint nur, Ah ja, JEsus hatte es immer viele in der Abteilung für psychisch Kranke. Ich muss lachen, Nein, der hat sich vorgestellt, Jesus ist sein Name, der kommt in Südamerika oft vor. Haha, genial, ich erkläre Yohel dass JEssi den Jesus gleich in die Irrenanstalt stecken wollte, Wir müssen herzlich darüber lachen. Dann steigen wir an unserer STation aus und machen uns auf den Weg in ein italienisches Restaurant. Dort gibts ein wunderbares Risotto mit Shrimps und wir lernen noch JEssis und Philipps Kollegin aus dem Sprachkurs, Holly aus den USA, kennen. Wir bestellen eine grosse JArra (Krug) Sangria und lassen es uns schmecken.

Nach dem essen schreibt mir Florian ob wir mit ihm noch auf seinen letzten Abend in MEdellin anstossen wollen. Sowohl Yohel als auch ich sind zwar müde, aber das können wir schlecht absagen. Also suchen wir noch zusammen mit Philipp die Bar im Parque Lleras und haben einen Drink mit Florian, Michael (einem weiteren Deutschen welcher mit nur 25 sich verselbständigt hat und überall im Ausland vorträge über Bitcoin haltet), Jay (aus den USA, spricht kein Wort) und der Kellnerin aus Venezuela. Dann gehts kurz vor 12 ab ins Bett, Füsse schmerzen noch vom Tanzen gestern, also heute lieber etwas früher Nachtruhe.

Guatapé und El Peñol

Am Donnerstag morgen heisst es, so schnell wiem öglich aus der Stadt. Um 9Uhr stehe ich mit Yohel am Terminal de Norte. Die MEtro bis hierher war leer gewesen, viele Geschäfte bleiben heute zu. Wir irren etwas durch den Jungle des Terminals bis wir die richtige Busgesellschaft finden welche uns nach Guatapé, eines der meistbesuchten Touristenziele in der Umgebung MEdellin, bringt. Wir haben aber Glück, da heute Streik ist sind alle organisierten Touren abgesagt. Heisst, mehr Platz für ide Individualreisenden.

Der Bus bringt uns in ca. 2h in die nähe des riesigen Stausees an welchem Guatape liegt. 10min vor dem Städtchen liegt das Dorf Peñol und ein paar hundert Meter weiter sitzt ein grosser Stein mit demselben Namen. Der Monolith liegt einfach so gross wie er ist in der Gegend und wirkt irgendwie total überdiemsnioniert. Wir steigen mit ein paar anderen Touristen beim Eingang aus dem Bus und beginnen erstmal den Treppenaufstieg bis zum Stein. Der ist schon anstrengend und als wir die Reissverschlussartigen 700 Treppenstufen bis ganz nach Oben sehen wird uns fast übel. Aber hei, was die dicken Amis vor uns können können wir noch lange. Unten am Peñol reihen sich Restaurant an Restaurant, dahinter breitet sich ein grosser Parkplatz aus. Heute ist er aber zu 2/3 leer. Trotzdem sind wir längst nicht alleine. Auf halbem Weg im Aufstieg machen wir eine kurze Fotopause auf einer Aussichtsplattform inklusive Marienstatue. Die Aussicht hier verspricht eine noch bessere von ganz Oben. Als wir endlich alle 700 Trepenstufen hinaufgkeucht sind eröffnet sich uns wirklich ein grossartiges Panorama. Erstmal ein Highfive für die gelungene Bezwingung des Peñol, dann geniessen wir die kilometerweite Sicht auf die mit mit Lagunen und Kanälen übersähte Landschaft. Das Wetter ist sehr wechselhaft und nach einer Viertelstunde überrascht uns ein Regenschauer. Wir flüchten uns mit allen anderen unter eines der Zelte und bestellen uns ein wenig Fruchtsalat. Mir tut ja der Typ leid welcher Wassermelonen hier hinaufschleppen musste…

Als die Sonne wieder herauskommt nach ca. 20min machen wir nochmals eine runde auf der Aussichtsplattform, werden aber bald von einer Horde Moskitos überfallen. Mit Händen und Füssen fächelnd flüchten wir einen Stock tiefer. Dort machen wir nochmals einen Rundgang um auf alle Seiten hinunterzusehen, dann gehts an den Abstieg. 700 Treppenstufen wieder hinunter. Ich unterhalte mich mit Yohel sehr gut und habe sogar erfahren dass er deutsch spricht. Und das sogar ziemlich gut! Er hatte es in der Schule gelernt und sogar einen „Sprachaufenthalt“ von 6Monaten in Pozuzo gemacht. ER versteht eigentlich alles was ich sage und kann auch auf vieles mit einfachen Sätzen antworten. Vielleicht will er irgendwann sein Elektrotechnikstudium mit einem AUslandsemester in München ergänzen.

Unten am Peñol angekommen lassen wir uns nochnicht von den herrlichen Düften der ansässigen Tourirestaurants verführen sondern nehmen erstmal ein Sammeltaxi nach Guatapé. Im Auto fährt auch ein anderer Europäer mit welcher mir schon im Bus aufgefallen ist. Wir grinsen uns an, also sage ich hallo. Und kriege ein HAllo auf Deutsch zurück. Florian kommt aus Österreich und ist für 2 Wochen in Kolumbien unterwegs. Wir beschliessen also Guatapé zu dritt zu erkunden. Erstmal kaufen wir uns das Rückfahrtticket für den Bus um 4Uhr da diese manchmal kurz vor der Abfahrt ausgehen können. Dann sehen wir uns einen Block weiter die Plaza an. Eine hübsche Kirche, malerische farbenfrohe Häuschen, Girlanden, Blumen und Weihnachtslichter machen aus dem Hauptplatz ein malerisches Dorfzentrum. Wir setzen uns in eines der vielen Restaurants und bestellen 2mal Bandeja Paisa für 3 Leute. Das Gericht ist das typischste der Region und kommt in verschiedenen Teller. Da ist Reis (nein, doch, ohh), ein fritiertes Stück Schinken, Bohnen, Salat, Kochbanane und Avocado. Dazu gibts eine ebenfalls hier typische Limonade. Heute ist sie aus Limonen, gibt es aber auch aus Zuckerrohr.

Wir unterhlaten uns in einem verwirrenden Mix aus deutsch, englisch und spanisch und erzählen einander von unserem Leben. Dann, nachdem alle satt geworden sind, wollen wir einen kleinen Spaziergang durch Guatapé unternehmen. Die Stadt ist ursprünglich bekannt geworden wegen ihren farbigen Emailverziereungen an den Hauswänden welche man angebracht hatte damit die Hühner nicht an den Wänden picken so sagt es auf alle Fälle meinReiseführer). Heute sind nicht nur die Wände farbig sondern einfach gleich das ganze Haus. Alles ist in verschiedenen Farben bemalt, Muster, Bilder von HAndwerkern, Blumen und anderen Sujets zieren Balkone, Fensterrahmen oder Dachgibel. Es ist wunderschön, Guatapé ist extrem herzig!

Schlussendlich kommen wir am anderen Ende des Dorfes wieder unten an den Malecon welchem wir ein wenig entlangschlendern. Etwas weiter ist der NAme der Stadt in ebenfalls grossen und farbenfrohen LEttern ausgestellt und es gibt einen weiteren Fotostopp.

Dann fragen wir am Quai nach dem Preis einer Bootsfahrt auf dem See. Wir einigen uns nach ein wenig hin und her auf 20000Pesos (ca. 8.-) pro Person für eine halbe Stunde. Wir besteigen also unser Privatboot und stechen in See. Die Lagunen und Kanöle hier sind alle Teil eines riesigen STausees welcher für Medellin Strom produziert. Wir können erkennen dass der Wasserstand gerade eher tief liegt, das weil eben gerade Energie gemacht wird. Die Inselchen durch welche wir uns hindurchschlängeln beherbergen Hotels oder sind in Privatbesitz. Sogar Pablo Escobar hatte hier irgendwo eine Finca. Wir sehena uchnochmals von weitem die Silhouette des riesigen Peñol. Der Stein steht einfach so alleine irgendwo in der Landschaft, ich erkläre Yohel die Bedeutung des Wortes Drischiss. Dann geht es auch schon wieder zurück an Land.

Wieder auf festem Boden suchen wir uns ein nettes Cafe und geniessen Kaffee bzw in meinem Fall einen Chai Latte mit Kuchen.

Dann ist es schon Zeit um den Bus aufzusuchen welcher uns ohne weitere PRobleme zurück nach Medellin bringt. Dort ist alles wieder ruhig, vom Streik kreigen wir nichts mit, nur die MEtro ist sehr leer und in El Poblado sind einige Geschäfte zu.

NAch einer erfrischenden Dusche im Hostal treffen Yohel und ich Florian für den Znacht. Auch ein paar Restaurants haben heute zu, wir finden aber ein Steakrestaurant welches wirklich gutes Fleisch (nicht fritiert) hat und geniessen dazu eine Flasche Wein spendiert von Florian. Er meint, er arbeite ja schon länger als wir. Er ist 32 JAhre alt, älter als ich ihn geschätzt hätte. Er erzählt uns von seiner Arbeit für eine grosse Österreichische Firma welche verschiedene Projekte im Gesundheitsbereich durchführt. Unter anderem bauen sie Spitäler in Drittweltländern oder Managen die Einführung von neuen Policies. So war Florian auch schon ein Jahr in Gabun stationiert bevor er heute nun von Österreich aus seine eigenen Projekte managt. Ich bin begeistert, so einen Job will ich auch irgendwann. Das sage ich ihm auch, und dass er allenfalls in 4Jahren dann von mir hört sobald ich meinen PhD geschafft habe.

Nach dem Essen sind wir alle nochnicht müde und meinen ein Bier bzw ein Drink läge schon noch drin. Gleich in der Nähe hat eine Bar auf. Sie ganz in Pink gehalten und hat Tonnen von Schnickschnack herumhängen. Eine Dragqueen verkauft uns die Eintritte und bringt einen Wellcomedrink. Die Bar ist gestopft voll und gehört ganz definitv zur Gaycommunity. So kommen wir in den Genuss von mehreren Dragshows und sehr lustigen Bekanntschaften. Keine Ahnung wie diese Frauen auf so hohen Highheels laufen, geschweige denn tanzen können. Irgendwann kurz vor Mitternacht möchte ich dann aber doch noch selbst das Tanzbein schwingen und wir wechseln in den Parque Lleras in einen REggeatonclub bis morgens um 2. Dann laufe ich mit Yohel gechillt nach Hause und falle wie tot ins Hostelbett.

Medellin – City Tour

Erst um 2Uhr Nachmittags mag ich mich an meinem ersten Tag in MEdellin nach der langen Busfahrt aufraffen um noch etwas zu unternehmen. Um die Stadt in bisschen kennzulernen will ich auf den Mirador „Pueblito Paisa“ hinaufsteigen. Das stellt sich aber als schwieriger heraus als gedacht. Erstmal laufe ich vom Hostel die 10min zur Metrostation. Die Metro in Medellin besteht aus zwei Zügen, zwei Buslinien, einem Tram und mehreren Seilbahnen. Mit der neu gekauften Civica, der Fahrkarte, kann es losgehen. Ich fahre nur eine Station udn steige bei Industriales aus. Wie der Name schon sagt eine weniger schöne Gegend. Hier stehe ich aber gleich unten am Hügel und der Aufstieg sollte in der Nähe sein. Aber Pech gehabt. Der Wanderweg ist wegen Bauerarbeiten gesperrt. Ich frage den nächstbesten Arbeiter welcher meint auf der anderen Seite des Parkes gebe es einen weiteren Zugang. Na dann… Die Umrundung des kleinen Hügels stellt sich aber als gang durch Müll und Abgas heraus und ich versuche einfach sie schnell hinter mich zu bringen. Als ich dann nach einer halben Stunde endlich den Aufgang wird auch hier viel gebaut aber man kann sich zwischen den Gruben hindurchschlängeln. Nur von der Natur des Parkes kriegt man wenig mit.

Endlich oben bin ich aber positiv überrascht. Pueblito Paisa bedeutet Paisa-Dorf. Die Paisas sind die Einwohner des Departements Antioquia. Hier oben steht eine kleine Kirche vor einem gepflasterten Platz, ein paar Kolonialhäsuer auf den Seiten. Auf der anderen Seite schliesst sich die Platform des Miradors an. Stände verkaufen Souvenirs, Früchte und Glace.

Erstmal geniesse ich die Aussicht auf Medellin welches sich langezogen durchs Tal erstreckt. Es gibt viele Hochhäuser in der Senke während sich an den Hängen kleine Bachsteinbauten hinaufziehen. Dann setzte ich mich ein paar Minuten auf den Platz, schaue den Touristen zu und esse ein Glace. Dann gehts wieder an den Abstieg und zur Metro.

Ich fahre zurück nach El Poblado, das Viertel wo ich mein Hostel habe. Es ist das Barrio der Expats und Touristen. Hier stechen ebenfalls viele Hochhäuser in den Himmel. Ich laufe den Berg hinauf bis zum kleinen Paruqe Poblado, ein paar Bäume auf einer Plaza. Hier beginnt das Ausgangsviertel. Beim weitergehen sehe ich viele jetzt noch geschlossene Bars und Discoteken. Abbiegen nach rechts führt mich zum Paruqe Lleras wo sich die offenen Bars an der Fussgängerzone stapeln. Es ist schön grün, viele Lichter und Weihnachtsbeleuchtung ist aufgehängt. Es gibt hier auch viele gute Restaurants. Vonwegen Restaurant, so langsam habe ich hunger. Zurück im Hostel recherchiere ich kurz und entscheide mich dann für ein detusches lokal sehr in der nähe mit dem Namen „El aleman pues“ (Der Deutsche, denk). Ich weiss beim hineingehen schon dass ich Flammenkuchen bestellen werde, dazu gibt es ein original Apfelschorle hmmm. Zum Dessert findt sich sogar ein Apfelstrudel mit Vanilleglace.

Pappsatt und glücklich gehts also zurück zum Hotel. Dort unterhalte ich mich erstmal mit dem Bettnachbarn, Yohel aus Peru. Er ist Reporter für RPP, eine der grössten Radiostationen Limas und gerade in den Ferien. Allerdings musste er heute noch in der Universität schnell ein paar Fragen über die Metro stellen, aber jetzt ist er frei. Wir beschliessen morgen zusammen die Citytour zu machen.

So stehen wir also am nächsten Tag pünktlich um 10:20 beim Treffpunkt in der MEtrostation Alpujarra im Zentrum Medellins. Wir hatten ein köstliches Früstück im Hostel und sind nun gestärkt für 3h STadtrundgang. Hernan, unser Guide, begrüsst uns zur Tour, wir sind fast 20 Leute. Allerdings ist die Comapny super vorbereitet, Hernan trägt ein Mikrofon und weiss wo wir uns mit vielen Leuten hinsetzten können damit er in Ruhe vortragen kann.

Erstmal geht es über die Plaza de Libertad an den Regierungsgebäuden MEdellins und Antioquias vorbei. Die Bauten sind riesig und eindrucksvoll. Noch auffälliger ist allerdings das riieeesige Monument in der Mitte des Platzes welches die Erschaffung Antioquias zeigt. Von den Eingebohrenen über die Bauern zu Jesus, der Eisenbahn und schlussendlich den Paisas ist alles da abgebildet.

Hernan meint für die Paisas sei Antioquia eben wichtiger als Kolumbien und sie seien extrem stolz auf ihr Land und ihre Traditionen. Das Monumt stelle also in etwa die grösse des Egos eines Paisas dar. Wir müssen alle lachen, Hernan macht seinen Job extrem gut, erzählt sehr spannend, lustig aber auch ernst. Denn die Geschichte Medellins ist leider in grossen Teilen gar nicht witzig. Hernan versucht uns diese etwas näher zu bringen. Wichtig dabei sind 4 grosse Akteure. Die extreme Linke (zB die FARC), die extreme Rechte (PAramilitares), die Landesregierung und zuletzt die Drogenkartelle. Diese 4 Spieler sind alle tief involviert in die geschichte ganz Kolumbiens und MEdellin mit dem Hauptsitz des grössten Drogenkartells war dabei ein wichtiger Schauplatz. Während die linken und rechten Gruppen je versuchten mehr Macht zu gewinnen und die Regierung zu stürzen nahmen die Drogenhändler beide PArteien unter Vertrag um ihre Labors, Plantagen oder Lieferungen zu verteidigen. Die Regierung sah sich lange einer Übermacht gegenüber welcher nur mit Militärgewalt entgegenzutrete war. Darunter litten extrem viele Zivilisten und Unschuldige. Hernan nimmt nicht einmal den Namen Pablo Escobar in den Mund. Es wäre keine gute Idee auf englisch über ihn zu sprechen, da viele Leute sehr starke Emotionen mit dem toten rogenbaron verbinden. Einigen hatte er Häuser geschenkt oder Geld gegeben, diese vergöttern ihn. Anderen hat er das Zuhause unter den Füssen weggebombt, ihre Angehörige erschossen oder verschleppt oder in de Drogenkrieg mit hineingezogen. Die Meinungen sind sehr geteilt und niemand kann sich mit Freude an die Jahre in Angst errinnern. Es ist ein schwarzes Kapitel MEdellins. Was aber heute viel wichtiger ist, ist dass MEdellin floriert. Viel wurde nach der zerstörung wieder aufgebaut, erneuert, modernisiert. Die MEtro, auf die alle Anwohner extrem stolz sind, ist das ultimative Zeichen des Fortschritts. Auf öffentlichen Plätzen wo man sich früher nicht hingetraute wurden Bibliotheken aufgemacht, alte Häuser renoviert, die viertel pazifiziert. Man spürt dass die LEute ein miteinander wollen, das sie nach forne schauen, und das ist wunderschön. Das perfekte Beispiel dafür ist die Plaza Cisneros, wo wie HErnan sagt früher niemand sich nach Einbruch der Nacht hintrauendurfte, welcher heute voller Lichtstäbe ist und ein Menschen- und Touristenmagnet.

Weiter geth unsere Tour durch die Einkaufsmeile wo ein heilloses Chaos herrscht. Hernan warnt uns vor Taschendieben und lehrt uns die Regel „Don’t show Papaya“, wobei Papaya für Wertgegenstände steht. Dann bringt er uns zum ehemaligen Justizgebäude. Davor auf der STrasse ist fast kein Durchkommen vor lauter Strassenhändler welche Schuhe, Kleider und Gurte verkaufen. Uns wird erzählt dass diese Strasse eigentlich für den Verkehr gedacht war. Aber eines Tages kam der erste Verkäufer mit seinem Stand. Als ihn niemand wegschickte kam der nächste und der nächste bis die ganze Strasse blockiert und es zu spät war daran etwas zu ändern. Hernan meint schmunzelnd, wir Kolumbianer lieben die Grauzone. Gibt es eine Linie zwischen Erlaubt und nicht erlaubt so steht der Kolumbianer in der Mitte und tanzt Salsa. Manchmal etwas mehr auf der einen dann wieder auf der anderen Seite. Im Falle der Strasse hier gewann die verbotene Seite, und das gleich vor dem Justizgebäude. So überliess man die Strasse den Händlern und machte einen neuen Templo de Justicia neben dem Regierungsgebäude auf. Die Händler übernahmen darauf sogar den alten Templo welcher heute ein wunderschönes Einkaufzentrum ist.

Weiter die Strasse hinunter kommen wir zur Plaza Botero. Botero ist der wichtigste Künstler MEdellins, seine Kunstwerke sind millionen Wert. Auf diesem Plaz stehen um die 15 solcher Figuren welche Botero seiner STadt gespendet hat. Typisch für sein Stil sind sie alle ziemlich dick und besitzen völlig verzerrte Proportionen besitzen. Alle Figuren sind aus Bronze gegossen, allerdings innen hohl.

Gleich an der Plaza sthet auch das Kunstmuseum MEdellins und der Palacio de Cultura. Letzterer wäre eingentlich als Regierungssitz gemeint gewesen. Der Architekt war Augustin Goovaerts aus Belgien welcher einen wunderschönen Palast aus hellen und dunkeln Steinen mit schönen Rundfenstern und Bögen hinstellen wollte (neogotischer Stil, danke Wikipedia). Allerdings verwarf sich der Architekt mit den Auftraggebern. Es stand also nur einen Teil des Gebäudes (die Hinterseite welche auf allen Fotos zu sehen ist). Die Paisas dachten sich aber, was ein Belgier kann können wir schon lange und wollten den Palast nach Goovaerts Plänen fertigstellen. Man merkte aber schnell dass das wohl zu kompliziert war. Hernan meint nur, schauts euch einfach selbst an… Der zweite Teil wurde nur noch aus der hellen Steinsorte gebaut (die dunkeln kamen wohl einfach nie an, so Hernan) und es hat zwar runde Fenster, die Verzierungen fehlen aber allesamt. So konnte die Regierung wohl schlecht in diesen halbherzig erbauten Palast ziehen und so wurde er ein ein Museum, bzw. den Palacio de Cultura umfunktioniert.

Gleich hinter dem Palacio steht die MEtrostation Parque Berrio. Unter den Gleisen der Hochbahn scharen sich ältere Männer. Sie tauschen hier Sachen aus, erklärt uns Hernan. Was man nicht mehr braucht wird hier auf diesem „Flormarkt“ getauscht, vor allem eine Beschäftigung für alte Pensionierte Männer wleche nicht zuhause rumsitzen wollen (da sie sonst der Ehefrau beim Putzen helfen müssten). Es sit auch der Platz wo man geklaute Sachen loswird, Hernan erhöht den Papaya-Level auf 4 von 5, man muss hier also etwas auf mehr auf seine Sachen acht geben. Der Parque Berrio selbst ist ebenfalls voller Leute, den hier wird Musik gespielt. Unter den Bäumen improvisiert eine Band mit Sänger, alles ältere Herren, und wir kriegen einen Willkommensgruss an alle Ausländer entgegengesungen.

Die letzte Station der Citytour führt uns auf die Plaza San Antonia. Auch hier stehen 2 Boterostatuen, identische Vögel. Nur, einer ist kaputt, einer nicht. 1995 geschah hier ein Attentat mit einer Bombe während eines Konzertes. Der Rucksack mit Sprengstoff wurde unter der Boterostatue versteckt, 29 LEute starben. Botero machte dem Platz eine neue Vogelstatue, man liess die Alte aber als Mahnmal stehen. Hernan meint, der zerfetzte, löchrige, zerstörte Vogel, das ist das MEdellin von früher. Der stolze, ganze, aufrechte Vogel, das ist sein MEdellin von heute. Ein schöner Abschluss einer beeindruckenden, lehrreichen und super präsentierten Citytour.

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Nach den fast 3h sind Yohel und ich etwas eschlagen. Und erstmal hungrig. Wir essen in einem typischen Restaurant (Reiss, Fleisch, Linsen, das übliche) und entscheiden dann zum Parque Explora zu fahren. Ich will in den botanischen Garten, Yohel danach ins Planetarium. Er interessiert sich sehr für Astronmie und hätte das auch fast studiert. Nun macht er öfters recherchen über Science-Themen und studiert neben seinem Vollzeitjob als Reporter auch noch Elektrotechnik. Wir verstehen uns sehr gut und es ist interressant mit ihm zu sprechen. So spazieren wir durch den botanischen Garten, welcher schön ist, mich jetzt aber nicht gerade aus den Socken haut.

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Danach sehen wir uns das Planetarium an, inklusive einer kurzen Vorführung in der Kuppel wo es um die Entstehung der Erde geht. Bevor wir nach Hause ins Hostel gehen machen wir nochmals halt bei Ciscneros um die Lichter in Aktion zu sehen. Sie sind wunderschön und man kann sich die grausigen Sachen welche hier passiert sind gar nicht herdenken. Die Leute hier wollen vergessen und das alte mit etwas schönem neuen überdecken.

Es gibt einen Eisbecher mit Früchten, dann gehts nach Hause um für morgen zu planen. Es ist ein nationaler Streik angekündigt und man weiss nicht so genau wie sehr die Demos ausarten werden. Was klar ist, dass der Verkehr zum Erliegen kommen wird, deshalb beschliessen Yohel und ich zusammen aus der Stadt und nach Guatapé zu entfliehen.

Mompox – Ein Städtchen in der Ciénaga

Die Busfahrt von Cartagena bis Mompox ist ganz angenehm. Der Beifahrer Oskar (zuständig für Ticketüberprüfen, Koffer einladen usw.) findet mich offensichtlich ganz toll, gibt mir die Hälfte seiner Empanada ab und lässt mich vorne in der Fahrerkabine auf dem Panoramasitz die Aussicht geniessen. Die Landschaft ist sehr grün, wir sehen viele Kühe, fahren immer wieder über Brücken. Manchmal errinert mich das hier etwas an die Schweiz, nur dass es viel heisser ist. Ziemlich genau nach 6h kommen wir in Mompox an. Wie erwartet sieht es hier nach einem Kaff im Sumpf aus. Ich wohne etwas ausserhalb vom Stadtkern, die Strassen hier sind staubig, es gibt keine Trottoirs, dafür auch fast keine Autos. Alle sind auf dem Töff unterwegs. Auf den Strassenseiten wurden Mangobäume gepflanzt um Schatten zu spenden. Ich ziehe meinen Koffer durch Kies und Schlaglöcher zu meinem Hostel. In der Casa Mebi werde ich dann auch gleich ganz herzlich empfangen. Dimas, der Besitzer, erklärt mir gleich wie die Waschmaschiene funktioniert, gibt mir einen STadtplan und zeigt mir wo ich essen und Touren buchen soll. Wunderbar. Mein Zimmer ist riesig und ich kann erstmal in aller Ruhe mich einrichten. An der Ecke kaufe ich etwas Waschmittel um mal wieder meine kurzen Sachen in die Maschiene zu werfen. In den nur 3min in denen ich auf der STrasse stehe höre ich ca. 20mal „hola nena, hola bonita, como estas señorita“. Das ist etwas mühsam, aber solange ich die Kerle ignoriere alles ok.

Nachdem alles in der Waschmaschiene ist habe ich hunger. Im Bus hatte ich keine Lust etwas zu kaufen und hatte so nur Oskars halbe Empanada zum Früstück. Nun, um halb4 ist es Zeit für etwas rechtes. Allerdings ist es für einen Znacht noch zu früh. Ich spaziere mal los richtung Stadtzentrum. Und werde sehr überrascht. Ein paar Blocks weiter sieht Mompox gar nicht mehr nach Kaff im Sumpf aus sondern nach einer wunderschönen Kolonialstadt. Die Häuser sind weiss mit eisernen Fenstergitter um welche sich oft Blumen ranken. Ich komme erstmal an der Plaza San francisco an, ein weiter schöner Platz mit Kirche welcher an den Fluss Magdalena grenzt. Hier beginnt der Malecon, die Flaniermeile dem Wasser entlang. Die Hitze ist drückend, aber hier geht ein kleines Lüftchen. So schlendere ich unter den Bäumen dem Wasser entlang und bin etwas ans Lindli errinnert. Ich komme über den HAuptplatz, ebenfalls sehr grosszügig angelegt mit einer wunderschönen Kirche.

Ein paar Häuser weiter sehe ich dann plötzlich eine riesige Schweizerfahne vor einem Café hängen. Nun bin ich aber neugierig und frage bei der bereitstehenden Kellnerin nach ob der Besitzer Schweizer sei. Sie lacht und meint, diese frage hätte sie schon oft gehört. Aber die vermeintlcihe Schweizer Fahne ist die Flagge der STadt. Acuh ompox hat also ein weisses Kreuz auf rotem Grund als STadtwappen. Ok, nichtsdestotrotz bleibe ich hier im Cafe sitzen und geniesse einen Maracujasaft (zumindest den zweiten nachde ich den ersten über den wackelnden Tisch verteilt hatte….). Es ist suuper entspannend, warm, alles perfekt.

Nach einer Weile stehe ich auf und frage nach einem guten Restaurant. Ambrosia wird mir empfohlen, hat aber ehute Abend einen Privatevent und ist geschlossen. Zwei kleine Mädchen sehen mich etwas unentschlossen auf der Strasse rumstehen. „Bist du neu hier?“, werde ich gefragt. „Ja, erst gerade angekommen… Ich suche ein Restaurant.“ „Ok, komm mit.“ Die beiden (habe NAmen schon wieder vergessen), 12 und 9 Jahre alt nehemn mich also zur Strasse mit wo die Einheimischen essen. Währenddessen wird mir genau erklärt was man in Mompox alles machen kann, eine Schifffahrt in die Ciénaga (den Sumpf) zum Beispiel. Die Kleine wird mal ein guter Touristenguide. Als wir bei einem Burgerrestaurant ankommen sage ich danke und schenke den beiden jeh eines der Armbäder welche ich in Cartagena mal einem etwas freundlicheren Strassenhändler abgekauft habe nachdem er mir seinen ganzen Leidensweg von Venezuela her erklärt hatte.

Es gibt also Burger zum Znacht und dann einen 10minütigen Verdauungsspaziergang nach HAuse. Wäsche aufhängen, Klimaanlage einschalten und früh ins Bett, ich bin heute morgen um 4:30 aufgestanden um den Bus zu erwischen und dementsprechend müde.

Am nächsten Tag suche ich mir erstmal ein Tuktuk und sage dem Fahrer er solle mich einfach bei einem Restaurant mit gutem Frühstück absetzten. Das tut dieser dann auch und es gibt Arepa mit Ei, Käse und Champignons zum Zmorge. Ich lasse mir Zeit, das Ambiente in dieser Stadt lässt einem irgendwie super entspannen. Kurz vor 10Uhr bin ich zurück bei der Casa Mebi wo mich schon Teddy erwartet. Er ist mein persönlicher Guide heute. Wir fahren mit seinem Motocar erstmal zur Plaza San Francisco. Hier beginnt er mir die ganze Geschichte Mompox‘ darzulegen. Die Stadt, heute eher abgelegen in der Ciénaga des FLusses MAgdalena war früher ein wichtiger Knotenpunkt um Güter und Gold aus dem ganzen Land per Boot über den Fluss nach Cartagena zu bringen. Von dort wurde dann alles nach Spanien verschifft. Die Bootsleute mussten auf ihrem langen Weg auf dem Rio MAgdalena irgendwann mal Pause machen, dies taten sie in Mompox. Da immer wieder Gold und Silber hierherkam folgten bald auch HAndwerker welche diese MEtalle zu Schmuck verarbeiten konnten. So wurde Mompox für seine filigranen Gold- und Silberketten berühmt. Auch heute gibt es noch sehr viele Talleres (Werkstätten) in welchen man Schmuckstücke kaufen kann. Dadurch und durch erhebung einer Taxe für alle passierenden Güter wurde Mopox sehr reich. Und dadurch auch selbstbewusst. So war Mompox die erste Stadt Südamerikas welche sich unabhängig machenw ollte und die Unabhängigkeit von Spanien ausrief. Auch der freiehitskämpfer Simon Bolivar kam öfters hierher, es gibt extra einen Gedenkstein mit den genauen daten wann der Held iin der STadt ankam bzw. wieder hinausgeritten ist. Und in der Nähe fand auch einmal eine Schlacht um die Unabhängigkeit statt in welcher einige Anwohner an Bolivars Seite kämpften. Deshalb hat Mompx den Übernamen „La Valiente“ (die Mutige).

Heute ist Mompox viel weniger wichtig als früher. Mit der Unabhängigkeit von Spanien und neuen Routen des Gütertransportes wurde die Stadt eigentlcih obsolet und immer mehr der reichen Spanier verliessen Mompox. Was bleib ist die wunderschöne Architektur, 7 Kirchen und die Errinnerung an die guten Zeiten. Die Altstadt steht heute unter UNESCO Weltkulturerbe und zieht so langsam immer mehr Touristen an.

Einmal im Jahr findet hier auch ien grosses Jazz-Festival statt. An diese wird durch einige Grafitis und eine Saxophonstatue errinnert. Weiter zeigt mir Teddy während des ganzen Vormittages noch den Markt, wo ich PAlmenwein probieren darf (eigentlich Palmensaft, also was halt aus der Palme heraustropft wennman sie umhaut, und das dann ganz leicht fermentiert. Soll gut sein gegen sämtliche Krebsarten, Infektionen, Gicht usw…). Dann gehts weiter zu einer Käserei wo sie den typisch kolumbianischen weissen Frischkäse zubereiten. Dafür lassen sie die Milch aufkochen, ausfällen und wallen dann den Milchklumpen auf einem Tisch aus. Der Fladen wird gesalzen, in Streifen geschnitten und zu einem faustgrossen Ball gerollt. Das nennt man dann Käse… Naja… Das essen die Kolumbianer dann vor allem mit süssem zusammen, zB mit heisser Schokolade. Nochmal naja… Meiner Meinung nach ist das zwar nicht wirklich Käse, aber ganz ok essbar mit Brot und Tomaten zum Zmorge.

Wieder im Stadtzentrum sehen wir uns die Plaza de la Libertad an, weitere 3 Kirchen, natürlich den MElcon sowie auch den Friedhof. Teddy kann jeden Namen jeglcher wichtiger PErsönlichkeiten von Mompox auswenig, weiss jedes Datum und jeden geschichtlichen Event. Ich kann mir unmöglich alles behalten. Wichtig ist vor allem was ich oben schon über die Geschichte der STadt erzählt habe. Ausserdem interressant ist, dass viele Leute Mopmox mit dem Städtchen Macondo aus dem Buch „100 JAhre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Maruqez vergleichen. Hier gibt es auch einige Cafes oder Hostels welche sich mit dem NAmen MAcondo schmücken. Allerdings war Marquez zu seinen LEbzeiten nie in Mompox. Allerdings kommt eine seiner Ehefrauen von hier. Sie lebte als Kind in Mompox und ging hier zur Schule und es wird gemunkelt, dass sie ihrem MAnn wohl in so fantastischen Geschichten ihre Heimat beschrieben hat, dass sich dieser zu einem ganzen Buch inspiriert fühlte.

Nach 3h Führung bin ich verschiwtzt und mein Kopf schirrt etwas von all den Informationen. Und ich habe Hunger. Teddy bringt mich zu einem der bekanntesten Restaurants wo ich eine herzhafte Portion Voressen mit Patacones und Reis bekomme. Danach bin ich pappsatt und brauche eine kurze Siesta von einer halben Stunde.

Um 3Uhr bin ich wieder bereit mit angeschanlltem Bikini für eine Exkursion in den Sumpf. Mit kolumbinaischer Pünktlichkeit (heisst +/- 30min) legt das Boot am Steg an. Etwa 15 Leute kommen mit und neben mir sitzt natürlich, ein Schweizer. Auf der Hinfahrt über den Rio MAgdalena bis zum Eingang der Ciénaga durch einen Kanal gesprächle ich mit Hugo und seiner Freundin Ruby. ER kommt aus Windisch, sie aus Bogota. Um während seiner Pansion etwas zu tun zu haben hat Hugo sich entlschlossen Spanisch zu lernen und öfters in die Wärme nach Südamerika zu fahren. Es ist schon sein 7.mal in Kolumbien und mit Ruby war er schon öfters unterwegs.

Wir gondeln also durch die Landschaft, sehen einige grosse Leguane uaf beiden Seiten im Grass sitzen, fahren an Bananen- und Maisplantagen vorbei. Auch Kühe entspannen am Ufer des etwa 3m weiten Kanals. NAch etwa 1h öffnet sich vor uns der See der Ciénaga. Das Wasser ist braun und nicht sehr tief. Es ist Nachmittags um halb5 und ich habe den ganzen Tag vor mich hingeschwitzt. Nun springe ich mit Freuden in das erfrischende NAss. Der See ist nicht sehr tief, man kann überall stehen, allerdings ist dies nicht sehr angenehm da der Boden matschig ist und etwas grusig um seine Füsse darin zu versenken. Man solle auf die Rochen aufpassen, die können stechen. Ok, eir schwimmen lieber. Es ist genial. ICh schwimme mitten im November bei 32 grad beim schäänsten Wetter im See, strecke die Nase in die Sonne und bin einfach mal eine Runde happy.

Zurück im Boot gibts eine erfrischende Cola und wir sünneled noch ein bisschen bevor wir die Rückreise antreten. Den Kanal zurück bis auf den Fluss MAgdalena. Dort angekommen dürfen wir einem spekatkulären Sonnenuntergang beiwohnen.

Um ca. 6Uhr sind wir zurück in Mompox. Abendessen gibt es heute wohlnicht,bin immernoch voll vom Zmittag. Aber auf einen Drink mit Hugo und Ruby lasse ich mich noch so gerne einladen. Wir sitzen in eine Bar am Malecon und geniessen die Abendstimmung. Ruby begeistert sich für die Musik im lokal und wir sprechen lange über die verschiedenen Tänze und Rythmen es in Kolumbien gibt. Sie haben vor allema nd er Küste einen starken Afrikanischen Einfluss. Und dann sind da natürlich noch der Cumbia, der Salsa und der Vallenato. Ich muss dann zuhause ganz viele neue Musik herunterladen! Um 9Uhr verabschiede ich mich, spazeiere nach Hause, hüpfe unter die Dusche um das Sumpfwasser abzuwaschen und schlafe sehr schnell ein.

Am Montag ist mein letzter Tag in Mompox. Ich laufe um die Ecke zur Panaderia fürs frühstück, dann mache ich michnohcmals auf einen SPaziergang durch die Stadt mit seinen wunderschönen Gässchen. Auch die allgegenwärtigen Sprüche der Männerhier können mir die gute Laune nicht verderben. Auch heute ist es heiss und am liebsten würde ich mich im Fluss abkühlen. Ein Mangosaft in einem Cafe muss dafür reichen. Nun habe ich wirklcih fast jede Ecke von Mompox gesehen. Um 12 setzte ich mich nun ins Ambrosia wo ich einen grandiosen Fruchtsalat geniesse. Dann muss ich zum Hostel, alles einpacken und um 2Uhr bei der Bushhaltestelle sein. Der grosse Reisebus von Copetran steht schon bereit. Jeh 15h Busfahrt nach MEdellin… werden wir auch irgendwie überleben…

Die ersten 2h sind dann auch fast die schlimmsten weil die STrasse aus mehr Schlaglöchern als Belag besteht und der grosse Bus nicht allem ausweichen kann. Danach wirds besser und ich versuche als es langsam dunkel wird auch zu schlafen. Allerdings bläst mir die AC direkt ins Gesicht, da ich den vordersten Sitzplatz habe und es sind gefühlte 10grad eingestellt. Fürs Abendessen werden wir dann alle um 20Uhr nochmals aus dem Bus geschmissen, für mich gibts aber ur eine Empanada. Dann, eingepackt mit Jacke und den Schaal als Decke schaffe ich es doch noch ein paar Stunden die Augen zu schliessen.

ICh erwache als wir morgens um 4Uhr mitten im Nirgendwo an einem Stoppschild stehen. Und das 2h lang. Ich iwll gar nicht wissen warum wir warten, warum uns gar keine Autos auf der Gegenseite entgegekommen und wer bitte den Weg vielleicht irgendwann freigeben wird. ICh bin zu müde. Einfach hoffen dass es wie immer schon irgendwie gut kommt. Und so ist es. Um 6Uhr kommen zwei Polizisten auf dem Motorrad hergefahren und lassen uns passieren. Informationen für die PAssagiere gibt es wie immer keine, aber es ist mir jetzt egal. Ich will einfach nur noch ankommen. Und das tun wir dann auch. Bald tauchen die ersten Hochhäuser auf und 1h später fahren wir im Terminal de Norte in Medellin ein. Gottseidank! Raus aus der Blechbüchse, ab ins die kleine Büchse (ins Taxi). Es kämpft sich tapfer durch den Morgenverkehr, um 8Uhr bin ich bei meinem Hostel wo ich mich erstmal einfach hinlege um nochmals ein paar Stunden Schlaf zu kriegen.

Cartagena – Castillo de San Felipe de Barajas, Getsemani und Bocagrande

In den weiteren 6 Tagen welche ich in Cartagena verbringe bin ich so mässig zwäg. Die medikamente schlagen an, ich habe erstmal kein Fieber mehr. Ich mag also am Sonntag mit Helen zum Mercado Bazurto hinausfahren sowie das Castillo San Felipe de Barajas besuchen. Wir spazieren auch weiter durch die Altstadt und probieren uns durch sämtliche grossartigen Restaurants Cartagenas. Als HElen dann aber am 12. richtung MEdellin abfliegt verschelchtert sich meine gEsundheit und ich bin sehr müde. Nun auch noch mit Antibiotika ausgerüstet ziehe ich in ein Einzelzimmer in einem Hotel und schlafe 13.& 14. November durch. Ich gehe nur raus um etwas essbares zu suchen und um bei der Bocagrande im Laboratorium meine Proben abzugeben. Danach gehts mir wieder seehr viel besser, vor allem da die Antibioitka offensichtlich das richtige war und ich nun wieder normal aufs Klo kann. Paraisten habe ich keine, das hat die Stuhl- und Blutprobe ergeben. Also alles wieder gut. Ich habe sogar noch Zeit das Museum de Oro de Zenu zu besichtigen und die Grafitis in Getsemani zu Fotografieren. Ich werde euch hier nun eine Zusammenfassung von allem was ich in Cartagena zwischen dem 10. – 15. November besichtigt habe geben:

MErcado Bazurto

Mit Helen fahre ich zu dem überfüllten, farbigen, stinkenden und überlaufendem Markt Bazurto. Hier kaufen die Cartageños ein. Früchte, Gemüse, Reis, Fisch, Fleisch… alles was das Herz begehrt kann man hier bekommen. Etwas weiter werden Kleider, Schuhe, Hüte, Weihnachtsschmuck, Kinderspielzeug, und Socken verkauft. Weider weiter kann man Mitagessen oder eine Empanada mitnehmen. Der Markt ist vollgestopft mit Leuten, Motoradfahrer quetschen sich mit sehr wenig Vorsicht durch die Menge, jemand trägt 5 Schachteln Granadillas vorbei, einer schleppt 2Kinder plus den neuen Flachbildschirm. Die Gerüche ändern alle 2m zwischen, hmm frisch fritiert zu uuh frisch verfault. Wie schon öfters schwöre ich mir in der Fleisch und Fischabteilung dass ich vegetarier werde, der geruch nach rohem Fleisch der hier in der Luft hängt ist mir sehr zuwider. Insgesamt muss man den Markt mal gesehen haben, er sit aber auch nicht wirklich viel anders als die anderen Märkte in Südamerika. Die Dedos de Queso (Käsefinger, fritierte Käsesticks) sind allerdings wirklich grossartig 🙂

Castillo de San Felipe de Barajas

Einen längeren Besuch machen Helen und ich auf dem Castillo ausserhalb der ummauerten STadt welche Cartagena auf dem Land schützen sollte. Mit einem Audioguide auf deutsch ausgerüstet erklimmen wir die kleine Burg und hören uns deren bewegte Geschichte an. Immer wieder wurde sie gestürmt, vom Feind übernommen oder ausgebaut. Schlussendlich gelang es aber nicht die Spanier aus Cartagena zu vertreiben und so sagt man dass das Castillo mitverantwortlich dafür ist dass man heute in Südamerika spanisch und nicht englisch oder französisch spricht. Wichtig war die Burg auch im Krieg gegen die Kolonialmacht als Cartagena als einer der ersten Städte südamerikas ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone ausrief. Das Castillo selber ist eigentlich über den natürlichen Berg gebaut und amn hat aussicht uaf die ganze umliegende Stadt. Uns wird erzählt wo früher die Malarisümpfe die gegnerischen Soldaten in den Wahnsinn trieben, wo das LEprakrankenhaus gestanden hat und warum an welchen strategischen Stellen eine Batterie Kanonen platziert wurde. Das LEben der verschiedensten Feldherren und Stadthalter wird uns erläutert, der Audioguide ist wirklich gut. So besichtigen wir wirklich fast jeden Centimeter des CAstillos, inklusive seiner Geheimgänge. Die Sonne brennt und wir trinken sicher beide 2L in den 1.5h welche wir hier zusammen mit sehr vielen Touristen verbringen. Ohne Führung wäre das Castillo eher ein heisser steinhaufen, aber dank der tollen historischen Erklärungen und dem kurzen Film zur Unabhängigkeit ist das Castillo San Felipe de Barajas den Besuch wirklich wert!

Getsemani

Wie schon erläutert ist Getsemani das viertel der Mittelschicht oder der Bediensteten des Adels welcher in der Altstadt residierte. Sie waren zumindest so wichtig dass sie innerhalb der Mauern bleiben durften. Heute gibt es hier super viel Streetart, Grafitis, Maler und Dichter. Ich spazierte einfach noch in ein paar Strassen mehr umher um die tollen Farben des Viertels einzufangen:

Bocagrande

Die Halbinsel sieht man von weitem, da sie übersäht ist mit Hochhäuser. Banken, Versicherungen, Kino, Einkaufszentrum…. Hier gibt es alles im Grossformat was in der Altstadt etwas fehlt. Ich bin eigentlich nur hier um beim LAbor vorbeizuschauen aber ein kurzer Spaziergang am Malecon liegt drinn. Danach bin ich aber gleich wieder völlig geschafft und verschwitzt und es geht zurück ins Bett. Sooo interessant ist Bocagrande auch nicht und im vergleich zur malerischen Altstadt gibt es hier auch nicht speziell viel zu sehen. Ausserdem riecht das Meer hier nach verdorbenen Algen, was einem den Spaziergang etwas versaut…

Museo de Oro Zenu

Das eigentliche Goldmuseum ist wegen Umbauten seit über einem Jahr geschlossen. Es gibt momentan nur eine kleine AUsstellung in der Bank hinter einer sehr sicher aussehenden PAnzertür. Diese ist dafür sehr süss, man kann Goldgegenstände aus verschiedensten Zonen Kolumbiens betrachten, angefertigt von unterschiedlichen Eingebohrenenstömme. Unter anderem sehe ich hier auch die paar Stücke welche man (nahe der) Ciudad Perdida ausgegraben hatte: Tier- und Menschenfiguren und Schmuck vor allem.

Und etwas vom Besten an Cartagena war durchgehend das Essen. Obwohl für Kolumbien eher teuer kann man hier dafür alles bekommen. Wir waren beim Italiener, beim Spanier, beim Kolumbianer und beim Cubaner. Alles war grandios! Hier zwei Beispiele:

Nun das war Cartagena. Da ich nun wieder gesund bin fühle ich mich fit weiterzureisen. Der Nächste Stopp heisst Mompox und liegt 6h entfernt im Sumpf. Ich mache mich also am 16.11. sehr früh am morgen auf zum Terminal um den 7:30Bus zu kriegen welcher mich in die Cienaga bringt.

Cartagena – Islas Rosarios

Von Cartagena aus sollte man unbedingt die Islas rosarios besuchen. Ihr NAme bedeutet Rosenkranz-Insel da sie aufgereiht sind wie die Kugeln an einem Rosenkranz. Die Inseln gehören zu einem Naturschutzgebiet.

Am Morgen um 9Uhr fahren die Boote zur Isla Grande wo wir eine Nacht verbringen wollen. Vor dem Schalter stehen viele Leute an, also packen wir die Gelegenheit als uns von einer herumstehenden Chica ein Boot zum gleichen Preis angeboten wird. Sie führt uns zu jemandem welcher uns ein Ticket ausstellt, dann zum nächsten für die Hafentaxe. Alles sieht in Romans worten nach einem Kuhandel aus, aber egal, wir werden durchgelassen und das Boot fährt ca. Eine halbe Stunde später ab. Beim hinausfahren sehen wir wunderbar die Hochhäuser welcher auf der Halbinsel der Bocagrande stehen.

Fast eine stunde Cruisen wir übers Meer. Hi und Da sieht man eine der Privaten Inslen mit schöner Finca oder moderner Villa. Das Wasser ist wunderschön blau. Wir machen eine ganze Runde um die Insel und setzten alle Leute ab (nicht ganz ohne Probleme da ein Päärchen gar kein spanisch versteht und partout nicht kapieren will dass sie am letzten Steg hätten aussteigen sollen und nun laufen müssen). Unser Campingplatz hatte uns geschickt bei welcher Anlegestelle wir aussteigen sollen, allerdings kennt diese niemand auf dem Boot. NAch einer ganzen Runde werden wir also einfach irgendwo in der Nähe (google-Maps sei dank) abgesetzt.

Die Insel heisst zwar Isla Grande, ist aber eher chicita als grande. Nach 5min haben wir den Camping gefunden und kriegen unsere Zelte zugeteilt. Von hier werden wir an den Strand begleitet wo wir erstmal für HElen ihren morgigen Tauchtrip organisieren. Roman und ich werden uns ein anderes Programm zusamennstellen welches nicht 4h unter Wasser beinhaltet.

Danach setzten wir uns erstmal an den Strand, essen unsere Früchte welcher wir mitgebracht haben und geniessen das Meer. Es ist türkies, durchsichtig und einfach genial warm! Etwas weiter finden wir dann auch einen strand mit Liegestülen (wohl von einem Hotel, aber es vertreibt uns keiner).

Um 4Uhr sind wir zurück beim Camping und der Sohn der besitzerin nimmt uns auf eine Kanuexkursion durch die MAngroven mit. Er paddelt uns alleine (wir fühlen uns schwer) erstmal der Insel entlang bis zu einem kleinen Eingang wo das Boot durch ein paar Bäume in einen offenen See sticht. Von dort führt ein MAngroventunnel zu einer zweiten und dritten Lagune. Zwischendurch steigen wir kurz aus, besuchen das Eingebohrenendorf und einen Aussichtsturm. Ab der dritten Laguna machen wir einen kleinen Spaziergang ans Meer wo wir auf einer Plattform den Sonnenuntergang beobachten. Allerdings ist dieser eher bedeckt, das Meer ist aber trotzdem einfach wunderbar. Es ist auch wunderbar warm und angenehm. Ezechiel (ja so heisst der, wie der Engel) erzählt uns ien wenig von dem Leben auf der Insel. Interressant war zu hören das es den knapp 1200 Einwohner nicht erlaubt istuntereinander zu heiraten. Sie müssen also jemanden vom Festland schnappen…

Zurück auf dem Campingplatz dürfen wir erstmal duschen, wiedereinmal aus dem Eimer. Dann gibts Abendessen: Fisch mit Reis und Patacones (zerquteschte gebratene Banane) und ein paar Runden Karten zu dritt 🙂

Am nächsten Tag nach einer sehr heissen (oder wie Helen sagen wrde unerträglichen) Nacht im Zelt in welcher wir für eine etwas frische Luft sogar das Moskitonetz aufmachen mussten und dementsprechend verstochen wurden sitzen Roman und ich um 8Uhr beim Zmorge. Helen musste schon um 7Uhr raus fürs Tauchen. Um etwa 10Uhr nach einem gemütlichen Frühstück und zusammenpacken nimmt uns Ezechiel zum Schnorcheln mit. Er hat ein eigenes Boot mit welchem wir zum Riff hinausfahren. Dies ligt auch ganze 10m vom Steg entfernt, das hätten wir glatt schwimmen können. Unser Guide schwimmt voraus und wir platschen hinter ihm ins warme klare Wasser. Es ist nicht tief, vielleicht 2-4m. Es hat viele Fische in allen Farben, ich sehe einen Kugelfisch und einen ganz süssen mit blauen Punkten. Die Korallen allerdings sehen sehr tot aus. Später wird uns erklärt dass vor ein paar JAhren ein Öltanker ausgelaufen war und einen grossteil des Riffes zerstört hat. Diese Neuigkeit macht mich etwas traurig, das Riff sieht schon ein wenig triste aus. Und ich weiss nicht wie viel es nützt dass man seither ein Naturreservat aus der Area gemacht hat. Immerhin hat es immernoch tonnenweise Fische welche von was weiss ich hier leben können.

Nach dem Schwimmen haben wir kohldampf. Um 12Uhr treffen wir Helen zum Zmittag (Juhuu Poulet mit Reis und PAtacones), dann verschwindet sie nochmals ins Wasser. Roman und ich treiben uns noch ein wenig auf dem Camping herum, schwatzen und packen unsere Sachen. Dann gehen wir um 2Uhr zum Bootsteg (diesmal der richtige) und um 2:30 holt uns ein Motorboot ab. Zurück in Cartagena muss ich Roman tschüss sagen, er geht direkt an den FLughafen. Ich laufe also alleine und in strömendem Regen zurück zu unserem Hotel, nehme den eingestellten Koffer und wechsle ins nahe Hostel wo Helen und ich in einem Dorm gebucht haben.

Helen kommt ein wenig später an und findet mich mit fieber und Bauchschmerzen vor. Schon die ganze Zeit auf der Insel ging es mir nicht gut, nun wurde es schlimmer. Ich gehe an die Rezeption um nach der Adresse eines Arztes zu fragen und kriege zu rAntwort, er kommt in einer halben Stunde hier vorbei. Ok, auch gut. Und wirklich nach ca. 1h werde ich gleich im Dorm untersucht. Scheint nichts böses zu sein, am ehesten ein MAgeninfekt (ich tippe auf Salmonellen). Man verschreibt mir Medis gegen die schmerzen und eine Stuhlprobe. Ah mühsam, aber ok. Soo schlecht geht es mir nicht, aber ich muss wissen ob es bakteriell oder parasitär ist was sich in meinen gedären rumtreibt. Nun habe ich aber erstmal hunger. Helen und ich gehen aus dem Haus und sehen uns erstmal von sehr vielen Leuten umgeben. Auch heute ist im Rahmen der Fiestas de la Independencia ein Umzug. LGBTQ Fahnen werden geschwenkt, Salsatänzer in den buntesten, glitzrigsten undknappesten Kleider stolzieren durch die Strassen. Heute ist Gay-Parade und sie ist noch farbiger als was wir schon gesehen haben. Helen und ich sehen staunend etwas zu, dann gewinnt der Hunger. Den stillen wir in einem weiteren grossartigen restaurant mit einer Auswahl an 7 Tapas, miam 😉

Cartagena – City Tour & Fiestas de la Independencia

Unser Hotel in Cartagena liegt im viertel Getsemani, ein sehr farbiges, frohes Barrio mit wunderschönen Grafiti und Girlanden überall. Hier finden sich auch die etwas billigeren Restaurants und die Ausgangsszene.

Gleich ein paar Strassen weiter kann man durch den Torre del Reloj treten und kommt somit in die Altstadt. Dort wohnten früher die Adelsleute, es gibt viele historische Gebäude, alle schön im Kolonialstil mit hölzernen Fenster und Balkonen. Auch hier ist alles sehr farbenfroh, Kutschen fahren in der Stadt umher, es gibt viele Souvenirläden, Restaurants und Cafes. Auch die Kirchen Cartagenas sind in der Altstadt zu finden. Altstadt sowie Getsemani (wo früher ausserdem die Bediensteten der Adligen wohnten) sind von einer Befestigungsmauer umgeben. Dies weil sich Cartagena in seiner Geschichte öfters gegen Piraten oder befeindete Länder verteidigen musste. Aber dazu später mehr. Heute lassen wir uns also durch die „eingemauerte Stadt“ (la Ciudad amurallada) führen mit einer Free Walking Tour.

Die Tour beginnt auf der Plaza Santa Teresa wo unser Führer uns auf super spanischem englisch begrüsst. Um uns herum stehen mehr Verkäufer als wir Touristen sind und bieten ihre Ware, Strohhüte, Wasser, Bier (morgens um 10…), Sonnenbrillen und mehr, feil.

Zuerst machen wir einen kleinen Abstecher auf die MAuer und uns wird erklärt dass die Spanier vom HAfen von Cartagena aus ihr Gold nach Europa verschifft haben. Manchmal haben sie so viel Gold auf ein Schiff gepackt dass dieses wegen der zu grossen Last gesunken ist… Deshalb war Cartagena ein beliebtes ziel sowohl von Piraten als auch von den ENgländer oder Franzosen, als diese versuchten den Spanier das Gold und allgemein die Kolonien abzujagen. Deshalb war es irgendwann nötig die Stadt sowohl in Meeres- als auch in Landrichtung zu befestigen. Um in die Bucht Cartagenas segeln zu können muss mann eine LAndesenge passieren welche Bocagrande (Grosses MAul) genannt wird. Dort wurde sogareinen Unterwasser-Mauer errichtet. So musste man nur noch die zweite Einfahrt in die Bucht, Bochachica (kleines MAul) kontrollieren, was einfach er war da sie, wie ihr Name es schon sagt, kleiner ist. Auf beiden Seiten wurden da ebenfalls Befestigungen erbaut um im Notfall die anfahrenden Schiffe unter Deuer nehmen zu können. Wegen der vielen Schlachten welche hier in der Geschichte ausgefochten wurden bekam Cartagena ausserdem ihren Übernamen „La Heroica“

Weiter geht unsere Tour auf der Plaza San PEdro Claver wo auch die gleichnamige Kirche steht. San Pedro Calver war ein missionar welcher in Cartagena vor allem Sklaven bekehrte. Die Afrikner welche als Arbeitskräfte nach Kolumbien eingschifft wurdenw aren zahlreich. Bald sprach sich herum, dass diejenigen welche sich zum Christentum bekehrten mehr Freizeit bekamen (in wlecher sie zur Kirche gehen durften). Somit war San PEdro Claver mit siener Bekehrung sehr erfolgreich. Er versuchte auch die Verhältnisse der Sklaven zu verbessern, allerdings natürlich nur für die Christen… Die Plaza ist wunderschön und es sind neben einer grossen Bronzestatue von San Pedro Calver mit einem Sklaven auch weitere Kunstobjekte ausgestellt. Sie sollen Cartagenos in ihrem Alltag zeigen. So hat es einen Tisch wo Leute Poker spielen, wo genäht wird oder wo eine frau Früchte anbietet.

Diese Frauen, welche in bunten farben auf den Strassen sitzen mit ihren Früchteschalen im Schoss oder auf dem Kopf nennen sich Palenqueras. Sie sind alle Afrokolumbianerinnen und verkaufen eigentlich vor allem sich selbst als Fotomotiv als die Früchte. Ihr NAme kommt von der STadt Palenque welche sich nahe bei cartagena befindet. Dort hatten sich die geflohene Sklaven im 16.Jh niedergleassen und ihre Stadt mit Palenques (Palisaden) umgeben. Die PAlenqueras sind also sozusagen die Töchter dieser STadt wo die Bevölkerung bis heute aus fast nur Afrokolumbianer besteht.

Weiter geht unsere Walking Tour zu den Zuckerverkäufer. Gleich hinter der Torre del reloj reihen sich unter den Kolonialhäusern Stände mit Süssem aneinander. Die Zucker- und Guetslimischungen sind sehr klebrig und farbenfroh. Der Bekannteste Happen hier sind die sogenannten Alegrias was übersetzt „Freude“ bedeutet. Ich glaube es sind Hirsekugeln welche mit Rohrzucker zusammenkleben.

Ein weiterer Stopp ist die Plaza de Bolivar wo man den Befreier Südamerikas auf dem Pferd zwischen ein paar Bäume gepflanzt hat. Hier hat es eine MEnge STrassenverkäufer und auch eine Breakdance Gruppe welche Geld sammelt für ihre Auftritte. Gleich nebenan auf dem Trottoir kann man einen kleinen Walk od Fame der Miss Colombias bestaunen. 2 davon wurden sogar zur Miss Universe gekrönt. Die Jaährliche Wahl findet immer am 11. November,a lso in ein paar Tagen statt. Die Kolumbianer sind anschienend sehr stolz auf ihre schönen Señoritas!

Unser Guide macht uns beim Schlendern durch die wunderschönen Strassen Cartagenas auch darauf aufmerksam dass die Häuser immer sehr grosse Toremit vielen Nieten dran besitzen. Je mehr nieten, desto mehr Geld hatte die Familie. Was die Besitzer von beruf waren konnte man ausserdem am Türklopfer ablesen. War dies eine Sirene war der Anwohner ein Seefahrer, war es eine HAnd gehörte der Bewohner zum Klerus und war es ein Löwe war da ein Adliger zuhause.

Zuletzt kommen wir noch an der Universität vorbei und hören ein wenig etwas zu Gabriel Garcia Marquez, dem wichtigsten Autro Kolumbiens. Ich habe ja mehrere seiner Bücher gelesen und kann sie nur weiterempfehlen!

Insgesamt macht Cartagena einen sehr tollen Eindruck. Ich würde am liebsten alle Gässchen und Strassen Fotografieren. Der STadt wird nicht umsonst nachgesagt die Schönste des Landes zu sein.

Nach der Tour sind wir durchgeschwitzt. Wir suchen uns etwas zu essen und brauchen dann eine kleine Siesta. Gegen Abend suchen wir dann die Mauer auf um uns ein Bild der Fiestas de la Independencia zu machen. Den ganzen Tag schon hören wir Musik, sehen Leute in den farbigsten Kleidern und Kostümen herumlaufen. Aber so richtig was los ist bei der MAuer. Da läuft schon seit einigen Stunden eine Parade. Wir klettern also ebenfalls zu den restlichen tausend Leuten auf die etwa 3m grosse MAuer (Helen kann klettern und Roman hilft mir dann rauf :P). Es ist die Hölle los. Wie schon in Bolivien flanieren hier Tanzgruppe nach Tanzgruppe an vollen Rängen vorbei. Musik dröhnt, die Leute trinken, sprühen Rasierschaum herum, werfen Konfettis und Farbe. Alles ist BUNT. Das ist wohlw as cartagena am besten beschreibt: farbig! Es wird getanzt und gelacht und gegrölt. Zwischen den Tanzgruppen rollen grosse verzierte Wagen mit den Missen aus allen Teilen Kolumbiens an uns vorbei. Die Señoritas winken und lachen in die MEnge, tanzen auf ihren abnormal hohen Schuhen herum, werfen Haare… Die Leute lieben es. Dann kommt wieder eine Afrogruppe welche mit Trommeln ausgerüstet die Afrikanischen Wurzeln aufleben lässt, dann Palenqueras mit ihren farbigen Röcken… Ich könnte Stundenlang zusehen.

Und das tun wir auch, es wird dunkel bis wir wieder von der Mauer klettern und jetzt definitiv etwas zum Abendessen suchen müssen. Wir hatten ein paar Tipps einer Freundin Romans bekommen und verscuhen uns mit einem kolumbianisch-karibischen Restaurant welches grossartig ist! Allerdings fühlen wir uns mit Flipflops und 0815 Bekleidung etwas underdressed… Nach einem grossartigen Quinoasalat und Schokoladen-Vulkan Dessert rollen wir nach HAuse nach Getsemani.

Santa Marta & Minca

Helen und ich verbringen nur gerade 1 Tag in der Touristenstadt Santa Marta. Ich muss hier nochmals ins Büro von Expotour da ich auf dem trekking im letzten Moment meine Regenjacke habe liegenlassen (shame on me…), allerdings habe ich es sehr bald gemerkt und Jhon, unser Tourguide konnte organisieren dass sie gefunden und nach Santa Marta gebracht wurde. ICh bin überglücklich sie wiederzuhaben!

Santa Marta hat vor allem eine süsse Innenstadt und nahe Strände zu bieten. (Obwohl uns nach la Guajira eine funktionierende Dusche mit fliessendem sauberem wasser schon super vorkommt 😉 )So beschliessen Helen und ich an die Playa Blanca zu fahren. Dafür nehemn wir so einen blauen Stadtbus welcher mit El Rodadero angeschrieben ist und fahren um eine kleine Halbinsel zu diesem abgelegenen sTadteil von Santa MArta. Hier hat es grosse Hochhäuser und Hotels gleich am Strand welcher ziemlcih voll ist. Heute ist zwar Montag aber irgendein Feiertag, deshalb ist die halbe Welt unterwegs um sich zu Sonnen. Hier kaufen wir ien paar Früchte und Churros ein und ergattern Tickets für das Boot zu Playa Blanca. Diese fährt auch gleich ganz hinten am Strand. Ein paar Buchten weiter liegt unser Ziel.

Auch hier hat es viele Leute, und denen muss ja was geboten werden. Über den Strand führt eine Zipline, es hat 3 Bars und der STrand ist von kleinen Hüttenbedeckt welche mit Stülen und Tischen ausgestattet sind. Da wir nicht mieten wollen quetschen Helen und ich uns irgendwo dazwischen auf unser Strandtuch und essen erstmal eine grossartige Avocado mit granadilla, Maracuya und Mango. Dann gehen wir bädele und sünnele und machen uns einfach einen gemütlichen Strandtag. Wir waren erst um 12Uhr angekommen und um 4 machen wir uns wieder auf die Socken, da es nach Regen aussieht. Zuerst mit Boot dann mit Bus wieder zurück nach Santa Marta, dort duschen, frisch machen und sich ein gutes Restaurant für den Znacht suchen. Heute gibts Mexikanisch. Das Restaurant ist grossartig, das Essen noch besser. Danach könnten wir uns nach Hause rollen. Es ist ziemlich viel los in der Altstadt trotz anhaltendem Tröpfeln, Lichterketten hängen in der Strasse, Musik dröhnt. Hier in der Tourimetropole ist immer Party.

Am nächsten Tag ziehen Helen und ich uns an einen ruhigeren Ort zurück. Minca ist ein kleines Kaff 1h weiter oben in den Bergen. Hier ist es kühler (24grad, schon fast kalt), es hat viel Wald und Bäche, man kann wandern oder Vögel beobachten. Hier wollen wir Helens Studienfreund Roman und sein Bruder Thomas treffen. Roman ist vor ein paar Tagen angereist, Thomas ist im Austauschsemster in Medellin. Die beiden waren gerade im Tayronapark und nun werden wir eine Woche ungefähr zusammen reisen.

Von unserem Hostel in Santa Marta aus laufen Helen und ich mit all unserem Gepäck zwei Strassen weiter zum Markt. Es ist ein riesenchaos dort, wie jeden morgen. Wir finden aber die Combis nach Minca ohne Probleme. Unsere grossen Rucksäcke werden auf das Dach des VW Buses verladen, wir werden hineingesetzt und bald ist der Bus voll und die Fahrt geht los. Nach ca. 1h sind wir in Minca angekommen. Es sit sehr klein, ebenfalls sehr touristisch aber in der jetztigen Nebensaison auch seehhr ruhig. Unser Hostel ist gleich neben dem kleinen Terminal und da warten wir nun, nachdem wir Wasser und kanbberzeug gekauft haben, auf Roman und Thomas. Die zwei kommen um 11Uhr an. Wie erwartet sind Helens Freunde ganz flotte Leute. Wir lernen uns beim Zmittag kennen. Das Restaurant ist arabisch angehaucht, wir bestellen 4 Sachen und verteilen alles. Dann wollen wir mal wieder etwas wandern gehen. Es gibt ein bekanntes Hostel oben am Berg welches eine grosse Hängematte mit toller Aussicht hat. Dort hinauf soll es gehen. Der Weg ist breit, so dass uns manchmal auch Autos und Töffs entgegenkommen. Hier sind wie nun wieder völlig im Wald. Immer mal wieder kommen wir an einem grossen Bambusstock vorbei. Und ich habe neue Zuhörer bei denen ich mich darüber beschweren kann 🙂 Wir sehen ein paar kleine ganz Bunte Vögel, Kolibirs und schöne Blumen. Allerdings wird das heute wohl nichts mit der guten Aussicht, denn es nebelt beträchtlich. Eigentlich sollte man bis nach Santa MArta an die Küste runtersehen können, heute aber wohl leider nicht. Es sit kühler hier aber sehr feucht und so kondensiert das Wasser überall am Körper und wir sind bald nass von Kopf bis Fuss wie wir es vom wandern hier ja schon kennen.

Nach ca. 2.5h Stunden kommen wir bei der Casa Elemento mit der grossen Hängematte an. Diese Stellt sich als grosses Netz heraus in dem man herumliegen kann. Ganz cool, aber heute wirklich keider ohne aussicht. Dafür haben sie einen schönen Garten mit wunderbaren Hibiskusblüten. Wir habens super lustig zu viert 🙂

Unser Timing ist auch perfekt, denn es fängt dann bald mal an zu regnen. Wir ziehen uns an die Bar zurück. Nach ein paar Bier bzw. Colas fordert uns der Baarkeeper zum tanzen auf da er merkt das mir die Musik geällt und ich kann ein paar Bachatafiguren mit ihm aufs Parkett legen. Uuuuh es ist so toll mit Südamerikaner zu tanzen, die können das einfach 😀 Jay, so heisst er, organisiert uns dann wegen dem anhaltenden Regen ein Auto um wieder zurück nach Minca zu fahren. Dieses will und will aber nicht kommen, auch wenn immer alle Sagen, es geht nicht mehr lang. So verbringen wir 2h länger in der Casa Elemento mit Kartenspielen, freunden uns mit 2 Chicas aus London an und trinken noch ein bisschen mehr. Es ist lustig, aber wird irgendwann kalt, so sind wir dann doch froh als das Auto endlich um halb7 abends vor der Tür steht. Es bringt uns sehr langsam den rutschigen und schlammigen Weg zurück. Wir brauchen mehr als eine halbe Stunde für 10km…. Dafür lässt er uns gleich bei einem guten italienischen Restaurant raus wo ich mit genuss eine wirklich gute Pizza verdrücke. Dann würden wir gerne den Abend noch ein wenig in einer Bar ausklingen lassen aber offensichtlich ist heute in Minca tote Hose, spätestens als der Strom ausseigt ist alles dunkel und still. Also gehen wir besser auch schlafen.

Am nächsten Tag warten Helen und ich auf Roman und Thomas um Früstücken zu gehen (Vonwegen Frauen brauchen mehr Zeit…). Es ist erst 7Uhr und die meisten Cafes sind noch zu. Eines welches sowohl offen als auch Schokogipfel hat schient uns aber perfekt. Dann muss Thomas etwas rennen, denn er fliegt heute von Santa MArta nach Bogota um eine Prüfung zu schreiben und sollte so bald mal auf den Bus. Roman, Helen und ich gehen um 8Uhr noch bei einer uns empfohlenen Bäckerei vorbei und kaufen ein riiichtig gutes Brot (definitv Brot Brot), sehen uns nochmals das Dörfchen an und packen dann ebenfalls unsere Sachen. Die Combis füllen sich schnell und um 10Uhr sind wir in Santa MArta. Dort kaufen wir auf dem Markt wo wir ankommen auch gleich noch mehr Sachen für die Weiterreise ein (Früchte, Süsses, Chips), nehemn ein taxi an den Terminal und suchen uns einen Bus mit Expreso Brasilia nach Cartagena.

Die Busfahrt ist 5h lang und mässig spannend. Ziemlich bequemer Bus, langes anstehen vor der Péage (der Fahrer meint es hat einen Esel in der Péage, weiss nicht ob ein echter Esel oder ein dummer MEnsch gemeint war…), langsame Fahrt durch viele Städtchen mit einign Verkäufern die an Bord kommen um Softdrinks, Chips oder Guetsli zu verkaufen. Endlich in Cartagena braucht es nochmals eine halbe Stund eum durch den Abnedverkehr zu unserem Hostel zu kommen. Wir schlafen im Getsemani-Quartier gleich ausserhalb der berühmten Altstadt. Die Strasse ist sehr farbig und ich freue mich morgen die Stadt in all ihrer Pracht erkunden zu können. Für heute reicht ein gutes Znacht um mich glücklich zu machen. Den kriegen wir auch in einem Restaurant welches Thomas‘ Freundin, welche von hier stammt, uns empfohlen hat. Vor allem der Dessert (heisser Schokokuchen mit Vanilleglace) hat es uns angetan. Danach gibt es noch einen Schlummertrunk auf der Plaza Santo Domingo. Es ist so schön mit guten Freunden unterwegs zu sein!