Cartagena – Islas Rosarios

Von Cartagena aus sollte man unbedingt die Islas rosarios besuchen. Ihr NAme bedeutet Rosenkranz-Insel da sie aufgereiht sind wie die Kugeln an einem Rosenkranz. Die Inseln gehören zu einem Naturschutzgebiet.

Am Morgen um 9Uhr fahren die Boote zur Isla Grande wo wir eine Nacht verbringen wollen. Vor dem Schalter stehen viele Leute an, also packen wir die Gelegenheit als uns von einer herumstehenden Chica ein Boot zum gleichen Preis angeboten wird. Sie führt uns zu jemandem welcher uns ein Ticket ausstellt, dann zum nächsten für die Hafentaxe. Alles sieht in Romans worten nach einem Kuhandel aus, aber egal, wir werden durchgelassen und das Boot fährt ca. Eine halbe Stunde später ab. Beim hinausfahren sehen wir wunderbar die Hochhäuser welcher auf der Halbinsel der Bocagrande stehen.

Fast eine stunde Cruisen wir übers Meer. Hi und Da sieht man eine der Privaten Inslen mit schöner Finca oder moderner Villa. Das Wasser ist wunderschön blau. Wir machen eine ganze Runde um die Insel und setzten alle Leute ab (nicht ganz ohne Probleme da ein Päärchen gar kein spanisch versteht und partout nicht kapieren will dass sie am letzten Steg hätten aussteigen sollen und nun laufen müssen). Unser Campingplatz hatte uns geschickt bei welcher Anlegestelle wir aussteigen sollen, allerdings kennt diese niemand auf dem Boot. NAch einer ganzen Runde werden wir also einfach irgendwo in der Nähe (google-Maps sei dank) abgesetzt.

Die Insel heisst zwar Isla Grande, ist aber eher chicita als grande. Nach 5min haben wir den Camping gefunden und kriegen unsere Zelte zugeteilt. Von hier werden wir an den Strand begleitet wo wir erstmal für HElen ihren morgigen Tauchtrip organisieren. Roman und ich werden uns ein anderes Programm zusamennstellen welches nicht 4h unter Wasser beinhaltet.

Danach setzten wir uns erstmal an den Strand, essen unsere Früchte welcher wir mitgebracht haben und geniessen das Meer. Es ist türkies, durchsichtig und einfach genial warm! Etwas weiter finden wir dann auch einen strand mit Liegestülen (wohl von einem Hotel, aber es vertreibt uns keiner).

Um 4Uhr sind wir zurück beim Camping und der Sohn der besitzerin nimmt uns auf eine Kanuexkursion durch die MAngroven mit. Er paddelt uns alleine (wir fühlen uns schwer) erstmal der Insel entlang bis zu einem kleinen Eingang wo das Boot durch ein paar Bäume in einen offenen See sticht. Von dort führt ein MAngroventunnel zu einer zweiten und dritten Lagune. Zwischendurch steigen wir kurz aus, besuchen das Eingebohrenendorf und einen Aussichtsturm. Ab der dritten Laguna machen wir einen kleinen Spaziergang ans Meer wo wir auf einer Plattform den Sonnenuntergang beobachten. Allerdings ist dieser eher bedeckt, das Meer ist aber trotzdem einfach wunderbar. Es ist auch wunderbar warm und angenehm. Ezechiel (ja so heisst der, wie der Engel) erzählt uns ien wenig von dem Leben auf der Insel. Interressant war zu hören das es den knapp 1200 Einwohner nicht erlaubt istuntereinander zu heiraten. Sie müssen also jemanden vom Festland schnappen…

Zurück auf dem Campingplatz dürfen wir erstmal duschen, wiedereinmal aus dem Eimer. Dann gibts Abendessen: Fisch mit Reis und Patacones (zerquteschte gebratene Banane) und ein paar Runden Karten zu dritt 🙂

Am nächsten Tag nach einer sehr heissen (oder wie Helen sagen wrde unerträglichen) Nacht im Zelt in welcher wir für eine etwas frische Luft sogar das Moskitonetz aufmachen mussten und dementsprechend verstochen wurden sitzen Roman und ich um 8Uhr beim Zmorge. Helen musste schon um 7Uhr raus fürs Tauchen. Um etwa 10Uhr nach einem gemütlichen Frühstück und zusammenpacken nimmt uns Ezechiel zum Schnorcheln mit. Er hat ein eigenes Boot mit welchem wir zum Riff hinausfahren. Dies ligt auch ganze 10m vom Steg entfernt, das hätten wir glatt schwimmen können. Unser Guide schwimmt voraus und wir platschen hinter ihm ins warme klare Wasser. Es ist nicht tief, vielleicht 2-4m. Es hat viele Fische in allen Farben, ich sehe einen Kugelfisch und einen ganz süssen mit blauen Punkten. Die Korallen allerdings sehen sehr tot aus. Später wird uns erklärt dass vor ein paar JAhren ein Öltanker ausgelaufen war und einen grossteil des Riffes zerstört hat. Diese Neuigkeit macht mich etwas traurig, das Riff sieht schon ein wenig triste aus. Und ich weiss nicht wie viel es nützt dass man seither ein Naturreservat aus der Area gemacht hat. Immerhin hat es immernoch tonnenweise Fische welche von was weiss ich hier leben können.

Nach dem Schwimmen haben wir kohldampf. Um 12Uhr treffen wir Helen zum Zmittag (Juhuu Poulet mit Reis und PAtacones), dann verschwindet sie nochmals ins Wasser. Roman und ich treiben uns noch ein wenig auf dem Camping herum, schwatzen und packen unsere Sachen. Dann gehen wir um 2Uhr zum Bootsteg (diesmal der richtige) und um 2:30 holt uns ein Motorboot ab. Zurück in Cartagena muss ich Roman tschüss sagen, er geht direkt an den FLughafen. Ich laufe also alleine und in strömendem Regen zurück zu unserem Hotel, nehme den eingestellten Koffer und wechsle ins nahe Hostel wo Helen und ich in einem Dorm gebucht haben.

Helen kommt ein wenig später an und findet mich mit fieber und Bauchschmerzen vor. Schon die ganze Zeit auf der Insel ging es mir nicht gut, nun wurde es schlimmer. Ich gehe an die Rezeption um nach der Adresse eines Arztes zu fragen und kriege zu rAntwort, er kommt in einer halben Stunde hier vorbei. Ok, auch gut. Und wirklich nach ca. 1h werde ich gleich im Dorm untersucht. Scheint nichts böses zu sein, am ehesten ein MAgeninfekt (ich tippe auf Salmonellen). Man verschreibt mir Medis gegen die schmerzen und eine Stuhlprobe. Ah mühsam, aber ok. Soo schlecht geht es mir nicht, aber ich muss wissen ob es bakteriell oder parasitär ist was sich in meinen gedären rumtreibt. Nun habe ich aber erstmal hunger. Helen und ich gehen aus dem Haus und sehen uns erstmal von sehr vielen Leuten umgeben. Auch heute ist im Rahmen der Fiestas de la Independencia ein Umzug. LGBTQ Fahnen werden geschwenkt, Salsatänzer in den buntesten, glitzrigsten undknappesten Kleider stolzieren durch die Strassen. Heute ist Gay-Parade und sie ist noch farbiger als was wir schon gesehen haben. Helen und ich sehen staunend etwas zu, dann gewinnt der Hunger. Den stillen wir in einem weiteren grossartigen restaurant mit einer Auswahl an 7 Tapas, miam 😉

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