In den weiteren 6 Tagen welche ich in Cartagena verbringe bin ich so mässig zwäg. Die medikamente schlagen an, ich habe erstmal kein Fieber mehr. Ich mag also am Sonntag mit Helen zum Mercado Bazurto hinausfahren sowie das Castillo San Felipe de Barajas besuchen. Wir spazieren auch weiter durch die Altstadt und probieren uns durch sämtliche grossartigen Restaurants Cartagenas. Als HElen dann aber am 12. richtung MEdellin abfliegt verschelchtert sich meine gEsundheit und ich bin sehr müde. Nun auch noch mit Antibiotika ausgerüstet ziehe ich in ein Einzelzimmer in einem Hotel und schlafe 13.& 14. November durch. Ich gehe nur raus um etwas essbares zu suchen und um bei der Bocagrande im Laboratorium meine Proben abzugeben. Danach gehts mir wieder seehr viel besser, vor allem da die Antibioitka offensichtlich das richtige war und ich nun wieder normal aufs Klo kann. Paraisten habe ich keine, das hat die Stuhl- und Blutprobe ergeben. Also alles wieder gut. Ich habe sogar noch Zeit das Museum de Oro de Zenu zu besichtigen und die Grafitis in Getsemani zu Fotografieren. Ich werde euch hier nun eine Zusammenfassung von allem was ich in Cartagena zwischen dem 10. – 15. November besichtigt habe geben:
MErcado Bazurto
Mit Helen fahre ich zu dem überfüllten, farbigen, stinkenden und überlaufendem Markt Bazurto. Hier kaufen die Cartageños ein. Früchte, Gemüse, Reis, Fisch, Fleisch… alles was das Herz begehrt kann man hier bekommen. Etwas weiter werden Kleider, Schuhe, Hüte, Weihnachtsschmuck, Kinderspielzeug, und Socken verkauft. Weider weiter kann man Mitagessen oder eine Empanada mitnehmen. Der Markt ist vollgestopft mit Leuten, Motoradfahrer quetschen sich mit sehr wenig Vorsicht durch die Menge, jemand trägt 5 Schachteln Granadillas vorbei, einer schleppt 2Kinder plus den neuen Flachbildschirm. Die Gerüche ändern alle 2m zwischen, hmm frisch fritiert zu uuh frisch verfault. Wie schon öfters schwöre ich mir in der Fleisch und Fischabteilung dass ich vegetarier werde, der geruch nach rohem Fleisch der hier in der Luft hängt ist mir sehr zuwider. Insgesamt muss man den Markt mal gesehen haben, er sit aber auch nicht wirklich viel anders als die anderen Märkte in Südamerika. Die Dedos de Queso (Käsefinger, fritierte Käsesticks) sind allerdings wirklich grossartig 🙂
Castillo de San Felipe de Barajas
Einen längeren Besuch machen Helen und ich auf dem Castillo ausserhalb der ummauerten STadt welche Cartagena auf dem Land schützen sollte. Mit einem Audioguide auf deutsch ausgerüstet erklimmen wir die kleine Burg und hören uns deren bewegte Geschichte an. Immer wieder wurde sie gestürmt, vom Feind übernommen oder ausgebaut. Schlussendlich gelang es aber nicht die Spanier aus Cartagena zu vertreiben und so sagt man dass das Castillo mitverantwortlich dafür ist dass man heute in Südamerika spanisch und nicht englisch oder französisch spricht. Wichtig war die Burg auch im Krieg gegen die Kolonialmacht als Cartagena als einer der ersten Städte südamerikas ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone ausrief. Das Castillo selber ist eigentlich über den natürlichen Berg gebaut und amn hat aussicht uaf die ganze umliegende Stadt. Uns wird erzählt wo früher die Malarisümpfe die gegnerischen Soldaten in den Wahnsinn trieben, wo das LEprakrankenhaus gestanden hat und warum an welchen strategischen Stellen eine Batterie Kanonen platziert wurde. Das LEben der verschiedensten Feldherren und Stadthalter wird uns erläutert, der Audioguide ist wirklich gut. So besichtigen wir wirklich fast jeden Centimeter des CAstillos, inklusive seiner Geheimgänge. Die Sonne brennt und wir trinken sicher beide 2L in den 1.5h welche wir hier zusammen mit sehr vielen Touristen verbringen. Ohne Führung wäre das Castillo eher ein heisser steinhaufen, aber dank der tollen historischen Erklärungen und dem kurzen Film zur Unabhängigkeit ist das Castillo San Felipe de Barajas den Besuch wirklich wert!




Getsemani
Wie schon erläutert ist Getsemani das viertel der Mittelschicht oder der Bediensteten des Adels welcher in der Altstadt residierte. Sie waren zumindest so wichtig dass sie innerhalb der Mauern bleiben durften. Heute gibt es hier super viel Streetart, Grafitis, Maler und Dichter. Ich spazierte einfach noch in ein paar Strassen mehr umher um die tollen Farben des Viertels einzufangen:





Bocagrande
Die Halbinsel sieht man von weitem, da sie übersäht ist mit Hochhäuser. Banken, Versicherungen, Kino, Einkaufszentrum…. Hier gibt es alles im Grossformat was in der Altstadt etwas fehlt. Ich bin eigentlich nur hier um beim LAbor vorbeizuschauen aber ein kurzer Spaziergang am Malecon liegt drinn. Danach bin ich aber gleich wieder völlig geschafft und verschwitzt und es geht zurück ins Bett. Sooo interessant ist Bocagrande auch nicht und im vergleich zur malerischen Altstadt gibt es hier auch nicht speziell viel zu sehen. Ausserdem riecht das Meer hier nach verdorbenen Algen, was einem den Spaziergang etwas versaut…

Museo de Oro Zenu
Das eigentliche Goldmuseum ist wegen Umbauten seit über einem Jahr geschlossen. Es gibt momentan nur eine kleine AUsstellung in der Bank hinter einer sehr sicher aussehenden PAnzertür. Diese ist dafür sehr süss, man kann Goldgegenstände aus verschiedensten Zonen Kolumbiens betrachten, angefertigt von unterschiedlichen Eingebohrenenstömme. Unter anderem sehe ich hier auch die paar Stücke welche man (nahe der) Ciudad Perdida ausgegraben hatte: Tier- und Menschenfiguren und Schmuck vor allem.

Und etwas vom Besten an Cartagena war durchgehend das Essen. Obwohl für Kolumbien eher teuer kann man hier dafür alles bekommen. Wir waren beim Italiener, beim Spanier, beim Kolumbianer und beim Cubaner. Alles war grandios! Hier zwei Beispiele:


Nun das war Cartagena. Da ich nun wieder gesund bin fühle ich mich fit weiterzureisen. Der Nächste Stopp heisst Mompox und liegt 6h entfernt im Sumpf. Ich mache mich also am 16.11. sehr früh am morgen auf zum Terminal um den 7:30Bus zu kriegen welcher mich in die Cienaga bringt.






























