Cartagena – Castillo de San Felipe de Barajas, Getsemani und Bocagrande

In den weiteren 6 Tagen welche ich in Cartagena verbringe bin ich so mässig zwäg. Die medikamente schlagen an, ich habe erstmal kein Fieber mehr. Ich mag also am Sonntag mit Helen zum Mercado Bazurto hinausfahren sowie das Castillo San Felipe de Barajas besuchen. Wir spazieren auch weiter durch die Altstadt und probieren uns durch sämtliche grossartigen Restaurants Cartagenas. Als HElen dann aber am 12. richtung MEdellin abfliegt verschelchtert sich meine gEsundheit und ich bin sehr müde. Nun auch noch mit Antibiotika ausgerüstet ziehe ich in ein Einzelzimmer in einem Hotel und schlafe 13.& 14. November durch. Ich gehe nur raus um etwas essbares zu suchen und um bei der Bocagrande im Laboratorium meine Proben abzugeben. Danach gehts mir wieder seehr viel besser, vor allem da die Antibioitka offensichtlich das richtige war und ich nun wieder normal aufs Klo kann. Paraisten habe ich keine, das hat die Stuhl- und Blutprobe ergeben. Also alles wieder gut. Ich habe sogar noch Zeit das Museum de Oro de Zenu zu besichtigen und die Grafitis in Getsemani zu Fotografieren. Ich werde euch hier nun eine Zusammenfassung von allem was ich in Cartagena zwischen dem 10. – 15. November besichtigt habe geben:

MErcado Bazurto

Mit Helen fahre ich zu dem überfüllten, farbigen, stinkenden und überlaufendem Markt Bazurto. Hier kaufen die Cartageños ein. Früchte, Gemüse, Reis, Fisch, Fleisch… alles was das Herz begehrt kann man hier bekommen. Etwas weiter werden Kleider, Schuhe, Hüte, Weihnachtsschmuck, Kinderspielzeug, und Socken verkauft. Weider weiter kann man Mitagessen oder eine Empanada mitnehmen. Der Markt ist vollgestopft mit Leuten, Motoradfahrer quetschen sich mit sehr wenig Vorsicht durch die Menge, jemand trägt 5 Schachteln Granadillas vorbei, einer schleppt 2Kinder plus den neuen Flachbildschirm. Die Gerüche ändern alle 2m zwischen, hmm frisch fritiert zu uuh frisch verfault. Wie schon öfters schwöre ich mir in der Fleisch und Fischabteilung dass ich vegetarier werde, der geruch nach rohem Fleisch der hier in der Luft hängt ist mir sehr zuwider. Insgesamt muss man den Markt mal gesehen haben, er sit aber auch nicht wirklich viel anders als die anderen Märkte in Südamerika. Die Dedos de Queso (Käsefinger, fritierte Käsesticks) sind allerdings wirklich grossartig 🙂

Castillo de San Felipe de Barajas

Einen längeren Besuch machen Helen und ich auf dem Castillo ausserhalb der ummauerten STadt welche Cartagena auf dem Land schützen sollte. Mit einem Audioguide auf deutsch ausgerüstet erklimmen wir die kleine Burg und hören uns deren bewegte Geschichte an. Immer wieder wurde sie gestürmt, vom Feind übernommen oder ausgebaut. Schlussendlich gelang es aber nicht die Spanier aus Cartagena zu vertreiben und so sagt man dass das Castillo mitverantwortlich dafür ist dass man heute in Südamerika spanisch und nicht englisch oder französisch spricht. Wichtig war die Burg auch im Krieg gegen die Kolonialmacht als Cartagena als einer der ersten Städte südamerikas ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone ausrief. Das Castillo selber ist eigentlich über den natürlichen Berg gebaut und amn hat aussicht uaf die ganze umliegende Stadt. Uns wird erzählt wo früher die Malarisümpfe die gegnerischen Soldaten in den Wahnsinn trieben, wo das LEprakrankenhaus gestanden hat und warum an welchen strategischen Stellen eine Batterie Kanonen platziert wurde. Das LEben der verschiedensten Feldherren und Stadthalter wird uns erläutert, der Audioguide ist wirklich gut. So besichtigen wir wirklich fast jeden Centimeter des CAstillos, inklusive seiner Geheimgänge. Die Sonne brennt und wir trinken sicher beide 2L in den 1.5h welche wir hier zusammen mit sehr vielen Touristen verbringen. Ohne Führung wäre das Castillo eher ein heisser steinhaufen, aber dank der tollen historischen Erklärungen und dem kurzen Film zur Unabhängigkeit ist das Castillo San Felipe de Barajas den Besuch wirklich wert!

Getsemani

Wie schon erläutert ist Getsemani das viertel der Mittelschicht oder der Bediensteten des Adels welcher in der Altstadt residierte. Sie waren zumindest so wichtig dass sie innerhalb der Mauern bleiben durften. Heute gibt es hier super viel Streetart, Grafitis, Maler und Dichter. Ich spazierte einfach noch in ein paar Strassen mehr umher um die tollen Farben des Viertels einzufangen:

Bocagrande

Die Halbinsel sieht man von weitem, da sie übersäht ist mit Hochhäuser. Banken, Versicherungen, Kino, Einkaufszentrum…. Hier gibt es alles im Grossformat was in der Altstadt etwas fehlt. Ich bin eigentlich nur hier um beim LAbor vorbeizuschauen aber ein kurzer Spaziergang am Malecon liegt drinn. Danach bin ich aber gleich wieder völlig geschafft und verschwitzt und es geht zurück ins Bett. Sooo interessant ist Bocagrande auch nicht und im vergleich zur malerischen Altstadt gibt es hier auch nicht speziell viel zu sehen. Ausserdem riecht das Meer hier nach verdorbenen Algen, was einem den Spaziergang etwas versaut…

Museo de Oro Zenu

Das eigentliche Goldmuseum ist wegen Umbauten seit über einem Jahr geschlossen. Es gibt momentan nur eine kleine AUsstellung in der Bank hinter einer sehr sicher aussehenden PAnzertür. Diese ist dafür sehr süss, man kann Goldgegenstände aus verschiedensten Zonen Kolumbiens betrachten, angefertigt von unterschiedlichen Eingebohrenenstömme. Unter anderem sehe ich hier auch die paar Stücke welche man (nahe der) Ciudad Perdida ausgegraben hatte: Tier- und Menschenfiguren und Schmuck vor allem.

Und etwas vom Besten an Cartagena war durchgehend das Essen. Obwohl für Kolumbien eher teuer kann man hier dafür alles bekommen. Wir waren beim Italiener, beim Spanier, beim Kolumbianer und beim Cubaner. Alles war grandios! Hier zwei Beispiele:

Nun das war Cartagena. Da ich nun wieder gesund bin fühle ich mich fit weiterzureisen. Der Nächste Stopp heisst Mompox und liegt 6h entfernt im Sumpf. Ich mache mich also am 16.11. sehr früh am morgen auf zum Terminal um den 7:30Bus zu kriegen welcher mich in die Cienaga bringt.

Cartagena – Islas Rosarios

Von Cartagena aus sollte man unbedingt die Islas rosarios besuchen. Ihr NAme bedeutet Rosenkranz-Insel da sie aufgereiht sind wie die Kugeln an einem Rosenkranz. Die Inseln gehören zu einem Naturschutzgebiet.

Am Morgen um 9Uhr fahren die Boote zur Isla Grande wo wir eine Nacht verbringen wollen. Vor dem Schalter stehen viele Leute an, also packen wir die Gelegenheit als uns von einer herumstehenden Chica ein Boot zum gleichen Preis angeboten wird. Sie führt uns zu jemandem welcher uns ein Ticket ausstellt, dann zum nächsten für die Hafentaxe. Alles sieht in Romans worten nach einem Kuhandel aus, aber egal, wir werden durchgelassen und das Boot fährt ca. Eine halbe Stunde später ab. Beim hinausfahren sehen wir wunderbar die Hochhäuser welcher auf der Halbinsel der Bocagrande stehen.

Fast eine stunde Cruisen wir übers Meer. Hi und Da sieht man eine der Privaten Inslen mit schöner Finca oder moderner Villa. Das Wasser ist wunderschön blau. Wir machen eine ganze Runde um die Insel und setzten alle Leute ab (nicht ganz ohne Probleme da ein Päärchen gar kein spanisch versteht und partout nicht kapieren will dass sie am letzten Steg hätten aussteigen sollen und nun laufen müssen). Unser Campingplatz hatte uns geschickt bei welcher Anlegestelle wir aussteigen sollen, allerdings kennt diese niemand auf dem Boot. NAch einer ganzen Runde werden wir also einfach irgendwo in der Nähe (google-Maps sei dank) abgesetzt.

Die Insel heisst zwar Isla Grande, ist aber eher chicita als grande. Nach 5min haben wir den Camping gefunden und kriegen unsere Zelte zugeteilt. Von hier werden wir an den Strand begleitet wo wir erstmal für HElen ihren morgigen Tauchtrip organisieren. Roman und ich werden uns ein anderes Programm zusamennstellen welches nicht 4h unter Wasser beinhaltet.

Danach setzten wir uns erstmal an den Strand, essen unsere Früchte welcher wir mitgebracht haben und geniessen das Meer. Es ist türkies, durchsichtig und einfach genial warm! Etwas weiter finden wir dann auch einen strand mit Liegestülen (wohl von einem Hotel, aber es vertreibt uns keiner).

Um 4Uhr sind wir zurück beim Camping und der Sohn der besitzerin nimmt uns auf eine Kanuexkursion durch die MAngroven mit. Er paddelt uns alleine (wir fühlen uns schwer) erstmal der Insel entlang bis zu einem kleinen Eingang wo das Boot durch ein paar Bäume in einen offenen See sticht. Von dort führt ein MAngroventunnel zu einer zweiten und dritten Lagune. Zwischendurch steigen wir kurz aus, besuchen das Eingebohrenendorf und einen Aussichtsturm. Ab der dritten Laguna machen wir einen kleinen Spaziergang ans Meer wo wir auf einer Plattform den Sonnenuntergang beobachten. Allerdings ist dieser eher bedeckt, das Meer ist aber trotzdem einfach wunderbar. Es ist auch wunderbar warm und angenehm. Ezechiel (ja so heisst der, wie der Engel) erzählt uns ien wenig von dem Leben auf der Insel. Interressant war zu hören das es den knapp 1200 Einwohner nicht erlaubt istuntereinander zu heiraten. Sie müssen also jemanden vom Festland schnappen…

Zurück auf dem Campingplatz dürfen wir erstmal duschen, wiedereinmal aus dem Eimer. Dann gibts Abendessen: Fisch mit Reis und Patacones (zerquteschte gebratene Banane) und ein paar Runden Karten zu dritt 🙂

Am nächsten Tag nach einer sehr heissen (oder wie Helen sagen wrde unerträglichen) Nacht im Zelt in welcher wir für eine etwas frische Luft sogar das Moskitonetz aufmachen mussten und dementsprechend verstochen wurden sitzen Roman und ich um 8Uhr beim Zmorge. Helen musste schon um 7Uhr raus fürs Tauchen. Um etwa 10Uhr nach einem gemütlichen Frühstück und zusammenpacken nimmt uns Ezechiel zum Schnorcheln mit. Er hat ein eigenes Boot mit welchem wir zum Riff hinausfahren. Dies ligt auch ganze 10m vom Steg entfernt, das hätten wir glatt schwimmen können. Unser Guide schwimmt voraus und wir platschen hinter ihm ins warme klare Wasser. Es ist nicht tief, vielleicht 2-4m. Es hat viele Fische in allen Farben, ich sehe einen Kugelfisch und einen ganz süssen mit blauen Punkten. Die Korallen allerdings sehen sehr tot aus. Später wird uns erklärt dass vor ein paar JAhren ein Öltanker ausgelaufen war und einen grossteil des Riffes zerstört hat. Diese Neuigkeit macht mich etwas traurig, das Riff sieht schon ein wenig triste aus. Und ich weiss nicht wie viel es nützt dass man seither ein Naturreservat aus der Area gemacht hat. Immerhin hat es immernoch tonnenweise Fische welche von was weiss ich hier leben können.

Nach dem Schwimmen haben wir kohldampf. Um 12Uhr treffen wir Helen zum Zmittag (Juhuu Poulet mit Reis und PAtacones), dann verschwindet sie nochmals ins Wasser. Roman und ich treiben uns noch ein wenig auf dem Camping herum, schwatzen und packen unsere Sachen. Dann gehen wir um 2Uhr zum Bootsteg (diesmal der richtige) und um 2:30 holt uns ein Motorboot ab. Zurück in Cartagena muss ich Roman tschüss sagen, er geht direkt an den FLughafen. Ich laufe also alleine und in strömendem Regen zurück zu unserem Hotel, nehme den eingestellten Koffer und wechsle ins nahe Hostel wo Helen und ich in einem Dorm gebucht haben.

Helen kommt ein wenig später an und findet mich mit fieber und Bauchschmerzen vor. Schon die ganze Zeit auf der Insel ging es mir nicht gut, nun wurde es schlimmer. Ich gehe an die Rezeption um nach der Adresse eines Arztes zu fragen und kriege zu rAntwort, er kommt in einer halben Stunde hier vorbei. Ok, auch gut. Und wirklich nach ca. 1h werde ich gleich im Dorm untersucht. Scheint nichts böses zu sein, am ehesten ein MAgeninfekt (ich tippe auf Salmonellen). Man verschreibt mir Medis gegen die schmerzen und eine Stuhlprobe. Ah mühsam, aber ok. Soo schlecht geht es mir nicht, aber ich muss wissen ob es bakteriell oder parasitär ist was sich in meinen gedären rumtreibt. Nun habe ich aber erstmal hunger. Helen und ich gehen aus dem Haus und sehen uns erstmal von sehr vielen Leuten umgeben. Auch heute ist im Rahmen der Fiestas de la Independencia ein Umzug. LGBTQ Fahnen werden geschwenkt, Salsatänzer in den buntesten, glitzrigsten undknappesten Kleider stolzieren durch die Strassen. Heute ist Gay-Parade und sie ist noch farbiger als was wir schon gesehen haben. Helen und ich sehen staunend etwas zu, dann gewinnt der Hunger. Den stillen wir in einem weiteren grossartigen restaurant mit einer Auswahl an 7 Tapas, miam 😉

Cartagena – City Tour & Fiestas de la Independencia

Unser Hotel in Cartagena liegt im viertel Getsemani, ein sehr farbiges, frohes Barrio mit wunderschönen Grafiti und Girlanden überall. Hier finden sich auch die etwas billigeren Restaurants und die Ausgangsszene.

Gleich ein paar Strassen weiter kann man durch den Torre del Reloj treten und kommt somit in die Altstadt. Dort wohnten früher die Adelsleute, es gibt viele historische Gebäude, alle schön im Kolonialstil mit hölzernen Fenster und Balkonen. Auch hier ist alles sehr farbenfroh, Kutschen fahren in der Stadt umher, es gibt viele Souvenirläden, Restaurants und Cafes. Auch die Kirchen Cartagenas sind in der Altstadt zu finden. Altstadt sowie Getsemani (wo früher ausserdem die Bediensteten der Adligen wohnten) sind von einer Befestigungsmauer umgeben. Dies weil sich Cartagena in seiner Geschichte öfters gegen Piraten oder befeindete Länder verteidigen musste. Aber dazu später mehr. Heute lassen wir uns also durch die „eingemauerte Stadt“ (la Ciudad amurallada) führen mit einer Free Walking Tour.

Die Tour beginnt auf der Plaza Santa Teresa wo unser Führer uns auf super spanischem englisch begrüsst. Um uns herum stehen mehr Verkäufer als wir Touristen sind und bieten ihre Ware, Strohhüte, Wasser, Bier (morgens um 10…), Sonnenbrillen und mehr, feil.

Zuerst machen wir einen kleinen Abstecher auf die MAuer und uns wird erklärt dass die Spanier vom HAfen von Cartagena aus ihr Gold nach Europa verschifft haben. Manchmal haben sie so viel Gold auf ein Schiff gepackt dass dieses wegen der zu grossen Last gesunken ist… Deshalb war Cartagena ein beliebtes ziel sowohl von Piraten als auch von den ENgländer oder Franzosen, als diese versuchten den Spanier das Gold und allgemein die Kolonien abzujagen. Deshalb war es irgendwann nötig die Stadt sowohl in Meeres- als auch in Landrichtung zu befestigen. Um in die Bucht Cartagenas segeln zu können muss mann eine LAndesenge passieren welche Bocagrande (Grosses MAul) genannt wird. Dort wurde sogareinen Unterwasser-Mauer errichtet. So musste man nur noch die zweite Einfahrt in die Bucht, Bochachica (kleines MAul) kontrollieren, was einfach er war da sie, wie ihr Name es schon sagt, kleiner ist. Auf beiden Seiten wurden da ebenfalls Befestigungen erbaut um im Notfall die anfahrenden Schiffe unter Deuer nehmen zu können. Wegen der vielen Schlachten welche hier in der Geschichte ausgefochten wurden bekam Cartagena ausserdem ihren Übernamen „La Heroica“

Weiter geht unsere Tour auf der Plaza San PEdro Claver wo auch die gleichnamige Kirche steht. San Pedro Calver war ein missionar welcher in Cartagena vor allem Sklaven bekehrte. Die Afrikner welche als Arbeitskräfte nach Kolumbien eingschifft wurdenw aren zahlreich. Bald sprach sich herum, dass diejenigen welche sich zum Christentum bekehrten mehr Freizeit bekamen (in wlecher sie zur Kirche gehen durften). Somit war San PEdro Claver mit siener Bekehrung sehr erfolgreich. Er versuchte auch die Verhältnisse der Sklaven zu verbessern, allerdings natürlich nur für die Christen… Die Plaza ist wunderschön und es sind neben einer grossen Bronzestatue von San Pedro Calver mit einem Sklaven auch weitere Kunstobjekte ausgestellt. Sie sollen Cartagenos in ihrem Alltag zeigen. So hat es einen Tisch wo Leute Poker spielen, wo genäht wird oder wo eine frau Früchte anbietet.

Diese Frauen, welche in bunten farben auf den Strassen sitzen mit ihren Früchteschalen im Schoss oder auf dem Kopf nennen sich Palenqueras. Sie sind alle Afrokolumbianerinnen und verkaufen eigentlich vor allem sich selbst als Fotomotiv als die Früchte. Ihr NAme kommt von der STadt Palenque welche sich nahe bei cartagena befindet. Dort hatten sich die geflohene Sklaven im 16.Jh niedergleassen und ihre Stadt mit Palenques (Palisaden) umgeben. Die PAlenqueras sind also sozusagen die Töchter dieser STadt wo die Bevölkerung bis heute aus fast nur Afrokolumbianer besteht.

Weiter geht unsere Walking Tour zu den Zuckerverkäufer. Gleich hinter der Torre del reloj reihen sich unter den Kolonialhäusern Stände mit Süssem aneinander. Die Zucker- und Guetslimischungen sind sehr klebrig und farbenfroh. Der Bekannteste Happen hier sind die sogenannten Alegrias was übersetzt „Freude“ bedeutet. Ich glaube es sind Hirsekugeln welche mit Rohrzucker zusammenkleben.

Ein weiterer Stopp ist die Plaza de Bolivar wo man den Befreier Südamerikas auf dem Pferd zwischen ein paar Bäume gepflanzt hat. Hier hat es eine MEnge STrassenverkäufer und auch eine Breakdance Gruppe welche Geld sammelt für ihre Auftritte. Gleich nebenan auf dem Trottoir kann man einen kleinen Walk od Fame der Miss Colombias bestaunen. 2 davon wurden sogar zur Miss Universe gekrönt. Die Jaährliche Wahl findet immer am 11. November,a lso in ein paar Tagen statt. Die Kolumbianer sind anschienend sehr stolz auf ihre schönen Señoritas!

Unser Guide macht uns beim Schlendern durch die wunderschönen Strassen Cartagenas auch darauf aufmerksam dass die Häuser immer sehr grosse Toremit vielen Nieten dran besitzen. Je mehr nieten, desto mehr Geld hatte die Familie. Was die Besitzer von beruf waren konnte man ausserdem am Türklopfer ablesen. War dies eine Sirene war der Anwohner ein Seefahrer, war es eine HAnd gehörte der Bewohner zum Klerus und war es ein Löwe war da ein Adliger zuhause.

Zuletzt kommen wir noch an der Universität vorbei und hören ein wenig etwas zu Gabriel Garcia Marquez, dem wichtigsten Autro Kolumbiens. Ich habe ja mehrere seiner Bücher gelesen und kann sie nur weiterempfehlen!

Insgesamt macht Cartagena einen sehr tollen Eindruck. Ich würde am liebsten alle Gässchen und Strassen Fotografieren. Der STadt wird nicht umsonst nachgesagt die Schönste des Landes zu sein.

Nach der Tour sind wir durchgeschwitzt. Wir suchen uns etwas zu essen und brauchen dann eine kleine Siesta. Gegen Abend suchen wir dann die Mauer auf um uns ein Bild der Fiestas de la Independencia zu machen. Den ganzen Tag schon hören wir Musik, sehen Leute in den farbigsten Kleidern und Kostümen herumlaufen. Aber so richtig was los ist bei der MAuer. Da läuft schon seit einigen Stunden eine Parade. Wir klettern also ebenfalls zu den restlichen tausend Leuten auf die etwa 3m grosse MAuer (Helen kann klettern und Roman hilft mir dann rauf :P). Es ist die Hölle los. Wie schon in Bolivien flanieren hier Tanzgruppe nach Tanzgruppe an vollen Rängen vorbei. Musik dröhnt, die Leute trinken, sprühen Rasierschaum herum, werfen Konfettis und Farbe. Alles ist BUNT. Das ist wohlw as cartagena am besten beschreibt: farbig! Es wird getanzt und gelacht und gegrölt. Zwischen den Tanzgruppen rollen grosse verzierte Wagen mit den Missen aus allen Teilen Kolumbiens an uns vorbei. Die Señoritas winken und lachen in die MEnge, tanzen auf ihren abnormal hohen Schuhen herum, werfen Haare… Die Leute lieben es. Dann kommt wieder eine Afrogruppe welche mit Trommeln ausgerüstet die Afrikanischen Wurzeln aufleben lässt, dann Palenqueras mit ihren farbigen Röcken… Ich könnte Stundenlang zusehen.

Und das tun wir auch, es wird dunkel bis wir wieder von der Mauer klettern und jetzt definitiv etwas zum Abendessen suchen müssen. Wir hatten ein paar Tipps einer Freundin Romans bekommen und verscuhen uns mit einem kolumbianisch-karibischen Restaurant welches grossartig ist! Allerdings fühlen wir uns mit Flipflops und 0815 Bekleidung etwas underdressed… Nach einem grossartigen Quinoasalat und Schokoladen-Vulkan Dessert rollen wir nach HAuse nach Getsemani.

Santa Marta & Minca

Helen und ich verbringen nur gerade 1 Tag in der Touristenstadt Santa Marta. Ich muss hier nochmals ins Büro von Expotour da ich auf dem trekking im letzten Moment meine Regenjacke habe liegenlassen (shame on me…), allerdings habe ich es sehr bald gemerkt und Jhon, unser Tourguide konnte organisieren dass sie gefunden und nach Santa Marta gebracht wurde. ICh bin überglücklich sie wiederzuhaben!

Santa Marta hat vor allem eine süsse Innenstadt und nahe Strände zu bieten. (Obwohl uns nach la Guajira eine funktionierende Dusche mit fliessendem sauberem wasser schon super vorkommt 😉 )So beschliessen Helen und ich an die Playa Blanca zu fahren. Dafür nehemn wir so einen blauen Stadtbus welcher mit El Rodadero angeschrieben ist und fahren um eine kleine Halbinsel zu diesem abgelegenen sTadteil von Santa MArta. Hier hat es grosse Hochhäuser und Hotels gleich am Strand welcher ziemlcih voll ist. Heute ist zwar Montag aber irgendein Feiertag, deshalb ist die halbe Welt unterwegs um sich zu Sonnen. Hier kaufen wir ien paar Früchte und Churros ein und ergattern Tickets für das Boot zu Playa Blanca. Diese fährt auch gleich ganz hinten am Strand. Ein paar Buchten weiter liegt unser Ziel.

Auch hier hat es viele Leute, und denen muss ja was geboten werden. Über den Strand führt eine Zipline, es hat 3 Bars und der STrand ist von kleinen Hüttenbedeckt welche mit Stülen und Tischen ausgestattet sind. Da wir nicht mieten wollen quetschen Helen und ich uns irgendwo dazwischen auf unser Strandtuch und essen erstmal eine grossartige Avocado mit granadilla, Maracuya und Mango. Dann gehen wir bädele und sünnele und machen uns einfach einen gemütlichen Strandtag. Wir waren erst um 12Uhr angekommen und um 4 machen wir uns wieder auf die Socken, da es nach Regen aussieht. Zuerst mit Boot dann mit Bus wieder zurück nach Santa Marta, dort duschen, frisch machen und sich ein gutes Restaurant für den Znacht suchen. Heute gibts Mexikanisch. Das Restaurant ist grossartig, das Essen noch besser. Danach könnten wir uns nach Hause rollen. Es ist ziemlich viel los in der Altstadt trotz anhaltendem Tröpfeln, Lichterketten hängen in der Strasse, Musik dröhnt. Hier in der Tourimetropole ist immer Party.

Am nächsten Tag ziehen Helen und ich uns an einen ruhigeren Ort zurück. Minca ist ein kleines Kaff 1h weiter oben in den Bergen. Hier ist es kühler (24grad, schon fast kalt), es hat viel Wald und Bäche, man kann wandern oder Vögel beobachten. Hier wollen wir Helens Studienfreund Roman und sein Bruder Thomas treffen. Roman ist vor ein paar Tagen angereist, Thomas ist im Austauschsemster in Medellin. Die beiden waren gerade im Tayronapark und nun werden wir eine Woche ungefähr zusammen reisen.

Von unserem Hostel in Santa Marta aus laufen Helen und ich mit all unserem Gepäck zwei Strassen weiter zum Markt. Es ist ein riesenchaos dort, wie jeden morgen. Wir finden aber die Combis nach Minca ohne Probleme. Unsere grossen Rucksäcke werden auf das Dach des VW Buses verladen, wir werden hineingesetzt und bald ist der Bus voll und die Fahrt geht los. Nach ca. 1h sind wir in Minca angekommen. Es sit sehr klein, ebenfalls sehr touristisch aber in der jetztigen Nebensaison auch seehhr ruhig. Unser Hostel ist gleich neben dem kleinen Terminal und da warten wir nun, nachdem wir Wasser und kanbberzeug gekauft haben, auf Roman und Thomas. Die zwei kommen um 11Uhr an. Wie erwartet sind Helens Freunde ganz flotte Leute. Wir lernen uns beim Zmittag kennen. Das Restaurant ist arabisch angehaucht, wir bestellen 4 Sachen und verteilen alles. Dann wollen wir mal wieder etwas wandern gehen. Es gibt ein bekanntes Hostel oben am Berg welches eine grosse Hängematte mit toller Aussicht hat. Dort hinauf soll es gehen. Der Weg ist breit, so dass uns manchmal auch Autos und Töffs entgegenkommen. Hier sind wie nun wieder völlig im Wald. Immer mal wieder kommen wir an einem grossen Bambusstock vorbei. Und ich habe neue Zuhörer bei denen ich mich darüber beschweren kann 🙂 Wir sehen ein paar kleine ganz Bunte Vögel, Kolibirs und schöne Blumen. Allerdings wird das heute wohl nichts mit der guten Aussicht, denn es nebelt beträchtlich. Eigentlich sollte man bis nach Santa MArta an die Küste runtersehen können, heute aber wohl leider nicht. Es sit kühler hier aber sehr feucht und so kondensiert das Wasser überall am Körper und wir sind bald nass von Kopf bis Fuss wie wir es vom wandern hier ja schon kennen.

Nach ca. 2.5h Stunden kommen wir bei der Casa Elemento mit der grossen Hängematte an. Diese Stellt sich als grosses Netz heraus in dem man herumliegen kann. Ganz cool, aber heute wirklich keider ohne aussicht. Dafür haben sie einen schönen Garten mit wunderbaren Hibiskusblüten. Wir habens super lustig zu viert 🙂

Unser Timing ist auch perfekt, denn es fängt dann bald mal an zu regnen. Wir ziehen uns an die Bar zurück. Nach ein paar Bier bzw. Colas fordert uns der Baarkeeper zum tanzen auf da er merkt das mir die Musik geällt und ich kann ein paar Bachatafiguren mit ihm aufs Parkett legen. Uuuuh es ist so toll mit Südamerikaner zu tanzen, die können das einfach 😀 Jay, so heisst er, organisiert uns dann wegen dem anhaltenden Regen ein Auto um wieder zurück nach Minca zu fahren. Dieses will und will aber nicht kommen, auch wenn immer alle Sagen, es geht nicht mehr lang. So verbringen wir 2h länger in der Casa Elemento mit Kartenspielen, freunden uns mit 2 Chicas aus London an und trinken noch ein bisschen mehr. Es ist lustig, aber wird irgendwann kalt, so sind wir dann doch froh als das Auto endlich um halb7 abends vor der Tür steht. Es bringt uns sehr langsam den rutschigen und schlammigen Weg zurück. Wir brauchen mehr als eine halbe Stunde für 10km…. Dafür lässt er uns gleich bei einem guten italienischen Restaurant raus wo ich mit genuss eine wirklich gute Pizza verdrücke. Dann würden wir gerne den Abend noch ein wenig in einer Bar ausklingen lassen aber offensichtlich ist heute in Minca tote Hose, spätestens als der Strom ausseigt ist alles dunkel und still. Also gehen wir besser auch schlafen.

Am nächsten Tag warten Helen und ich auf Roman und Thomas um Früstücken zu gehen (Vonwegen Frauen brauchen mehr Zeit…). Es ist erst 7Uhr und die meisten Cafes sind noch zu. Eines welches sowohl offen als auch Schokogipfel hat schient uns aber perfekt. Dann muss Thomas etwas rennen, denn er fliegt heute von Santa MArta nach Bogota um eine Prüfung zu schreiben und sollte so bald mal auf den Bus. Roman, Helen und ich gehen um 8Uhr noch bei einer uns empfohlenen Bäckerei vorbei und kaufen ein riiichtig gutes Brot (definitv Brot Brot), sehen uns nochmals das Dörfchen an und packen dann ebenfalls unsere Sachen. Die Combis füllen sich schnell und um 10Uhr sind wir in Santa MArta. Dort kaufen wir auf dem Markt wo wir ankommen auch gleich noch mehr Sachen für die Weiterreise ein (Früchte, Süsses, Chips), nehemn ein taxi an den Terminal und suchen uns einen Bus mit Expreso Brasilia nach Cartagena.

Die Busfahrt ist 5h lang und mässig spannend. Ziemlich bequemer Bus, langes anstehen vor der Péage (der Fahrer meint es hat einen Esel in der Péage, weiss nicht ob ein echter Esel oder ein dummer MEnsch gemeint war…), langsame Fahrt durch viele Städtchen mit einign Verkäufern die an Bord kommen um Softdrinks, Chips oder Guetsli zu verkaufen. Endlich in Cartagena braucht es nochmals eine halbe Stund eum durch den Abnedverkehr zu unserem Hostel zu kommen. Wir schlafen im Getsemani-Quartier gleich ausserhalb der berühmten Altstadt. Die Strasse ist sehr farbig und ich freue mich morgen die Stadt in all ihrer Pracht erkunden zu können. Für heute reicht ein gutes Znacht um mich glücklich zu machen. Den kriegen wir auch in einem Restaurant welches Thomas‘ Freundin, welche von hier stammt, uns empfohlen hat. Vor allem der Dessert (heisser Schokokuchen mit Vanilleglace) hat es uns angetan. Danach gibt es noch einen Schlummertrunk auf der Plaza Santo Domingo. Es ist so schön mit guten Freunden unterwegs zu sein!