Taganga – An die Südküste Kolumbiens

DEr Flug von Leticia nach Snata MArta an der Nordküste ist mühsam. Erstmal gehts nach Bogota wo mein Anschlussflug gecancelt wird. So muss ich anstatt 40min 2h warten und es ist endlos langweilig. Ich sehe meine Serie zu ende, versuche etwas Blog zu schreiben was nicht wirklich klappen will und muss auch noch meinen revoltierenden MAgen beruhigen, ich vermute mein Jogurt von heute morgen war nicht mehr so frisch… Achjee, ich bin ja so froh als ich dann in Santa Marta bei wunderbar tropischen Temperaturen um 4Uhr nachmittags ankomme. Ab ins Taxi und ins 40min entfernte Dorf Taganga wo Helen und ihre Freundin (und Mitbewohnerin) Corinne gerade von ihrem Tauchauslfug zurück ins Hostel gekommen sind. Da ist alles wieder gut, es ist soo schön Freunde zu sehen und schweizerdeutsch zu sprechen und einfach angekommen zu sein. NAch einer kurzen Dusche gehen wir in ein charmantes Restaurant essen welches ich so halbwegs runterkriege dank meinem etwas besseren Magen und ich glaube ich texte die beiden einfach erstmal zu. Wie gesagt, nach 3Monaten nun wieder schweizerdeutsch ist so angenehm 🙂

Helen und Corinne sind schon ein paar TAge in Kolumbien. Corinne hat am nächsten Tag die Tauchprüfung, Helen und ich machen uns um 9:30Uhr nach einem ausgedehnten Frühstück auf den Weg zum Hafen um ein Boot an die Playa Cristal zu erwischen. Gleich neben Santa MArta beginnt der Parque Tayrona, ein Nationalpark bekannt für seine schönen Strände und den grünen tropischen Dschungel. Mit dem Boot werden wir heute die Playa Cristal und Cinto, ein naturbelassener Strand mit Mangroven und einem Schnorchelspot ansteuern.

Das Schnellboot ist nicht so schnell und verspätet sich um ca 30min. Wir sitzen also am Strand von Taganga, trinken Orangensaft, ich kaufe mir ein STrandtuch und Helen erzählt mir von PEreira und Salento, den Kaffeehochburgen Kolumbiens welche sie letzte Woche besucht hat.

Dann um halb11 gehts endlich los. Wir brettern aus der Bucht ins offene MEer. Es hat ziemlcih viel Wind und Wellen und wir werden im offenen Motorboot schon ein wenig durchgeschüttelt. Das Wetter ist etwas durchzogen. Die Küste ist von Buchten übersäht in denen weisse Strände glitzern, dahinter zieht sich das grün der Bäume bald die Berge hinauf. Diese Bergkette ist bis zu 5800m hoch. Vom hächsten Spitz bis hinunter ans Meer sind es aber nur 42km. Das Wasser verdunstet in der heissen Sonne über dem Wasser und sammelt sich als dunkle Wolke über den Bergspitzen am Festland.

Zuerst bringt uns der Kapitän nach Cinto. Hier hats nichts ausser Natur und 2-3 private kleine Lodges welche sehr unbewohnt aussehen. Der STrand ist wunderschön, das Wasser glasklar und schöön warm. Wir schnallen Taucherbrille und Schnorchel um und paddeln zum kleinen Riff am ende des Strandes um ein paar Fische zu beobachten. Die hat es auch reichlich, einige ganz schöne in blau mit gleben Streifen. Dann plantschen wir am Sandstrand rum und geniessen das Meer.

Nach 2h holt uns das Boot ab um zur Playa Cirstal zu fahren wo wir erstmal ein spätes Mitagessen bestellen. Dann fängt es eicht zu regnen an, was schade ist denn das Meer hier wäre soo schön blau mit ein wenig Sonne. Da wir sowieso nass werden bevorzugen wir das im Meer zu tun, im Wasser ist es wärmer als draussen. Wir quatschen etwas mit einem Scubadive-Lehrer aus London welcher uns von seinem Trekking zur Ciudad PErdida (die verlorene Stadt) erzählt welches für uns morgen starten wird. Sünnele ist heute zwar nicht, aber wir machen uns einfach einen gemütlichen Tag. Um 5Uhr sind wir zurück in Taganga, es wird geduscht und frisch gehts noch auf einen Drink an die STrandbar. Corinne gefällt es dass sie mit mir einen Trinkcumpanen gefunden hat, Helen ist da nichtso geignet 😉 Und drinks mit Maracuya und anderen tropischen Früchten sind einfach wunderbar. So lassen wir den Abend ausklingen, es wird der letzte gemütliche sein, denn die nächsten vier Tage erwartet uns das Trekking zur verlorenen STadt in der kolumbianischen Selva.

Leticia – Ankunft in Kolumbien

Nach meinem Urwaldabenteuer möchte ich morgen die Grenze nach Kolumbien überqueren. Dies tut man von Iquitos aus mit dem Boot. In 10 Stunden fährt das Schnellboot zum Dreiländer-Dreieck Peru/Kolumbien/Brasilien. Um da anzukommen brauche ich aber ein Boot welches morgen auch fährt. HEute Abend ist Sonntag und das Office der grossen Amazonasfähre ist zu, ich kann mich nicht versichern wann das Schiff ablegt und ob es nun Montag- oder Dienstagabend ablegt. Ich checke erstmal in meinem neuen Hostel ein, diesesmal ein ganz angenehmer Ort! Der Besitzer hilft mir Licht iin die Bootsituation zu bringen. Er meint die beste Option sei, ganz früh am Morgen an den Hafen zu fahren und direkt dort bei den Schnellbooten Eduardo noch einen Platz zu ergattern. „Normaerweise hat es noch welche, alle Touristen welche ich schon geschickt haben sind nicht mehr zurückgekommen.“ Ok, ähm, tönt ja erfreulich 😛 Ich kaufe mir bei einem der wenigen offenen Läden einen Jogurtdrink und bin um halb7 im Bett um genug Schlaf zu kriegen.

Um 3Uhr morgens tappse ich aus dem Dorm. Der Nachbar mit dem Mototaxi wartet wie abgemacht draussen auf mich. Die Stadt ist leer und still als wir mit einem höllentempo zum Hafen brausen. Dort steht schon eine kleine Schlange Menschen an um zu boarden. Mein Fahrer wartet bis ich sicher weiss dass mich das Boot mitnimmt und fräst dann wieder zurück ins Bett. Ich kriege mein Ticket und um 4Uhr sitze ich im Schnellboot welches kurz darauf den Amazonas runter tuckert. Um 6Uhr geht die Sonne auf. Der Fluss ist braun und weit, die Ränder von Palmen und Bäumen gesäumt. Ich versuche etwas zu schlafen. Es gibt ein Sandwich zum Frühstück, ich sehe mir ein paar Serien an, ich schlafe, es gibt Mittagessen (Reis mit Poulet oléolé), Film, Buch. Ein paar Zwischenstopps in sonst von der Zivilisation abgeschnittenen Communitites. Der Sessel ist gottseidank ziemlich bequem. Kolumbianische Soldaten wollen den Pass sehen, dann Peruanische. Rechte Seite ist Peru, links nun Kolumbien.

Nach 10 langen Stunden erreichen wir ziemlich genau um 2Uhr Santa Rosa auf der Peruanischen Seite. ICh steige aus, packe mein Gepäck und steige ins Boot welches mich zum Grenzposten fahre soll. Beim warten auf den peruanischen Aus- und den kolumbianischen Einreisestempel lerne ich Yolanda aus MEdellin und Benedict aus Frankreich kennen. Yolanda ist Benedikts Guide, er reist immer wieder nach Kolumbien. Sonst arbeitet er in Montpellier im Krankenhaus als Arzt in der Hämatologie. Zwei Stempel können sehr lange dauern und wir kennen danach alle unsere LEbensgeschichten. Dann, ca 45min später springen wir endlich auf die Fähre nach Leticia. Der Hafen liegt hinter einer vorgelagerten Insel ein wenig versteckt.

Dort angekommen gehts erstmal ins Mototaxi und zur ersten Wechselstube um Soles in Pesos zu tauschen. Dann weiter ins Hostal. Dort organisiere ich meinen nächsten Tag, eine Tour nach Puerto Nariño, gehe mir früchte einkaufen, suche einen Bankautomaten. Leticia ist sehr touristisch und farbig. ICh esse ein paar Empanadas zum Znacht und breite mich dann in meinem Dorm aus den ich heute für mich alleine habe.

Am Dienstag morgen wache ich früh auf, packe meinen Rucksack, frühstücke und warte pünktlich um halb8 auf meine Tour. Die kommt und kommt nicht… Da sehe ich auf der aufgehängten Uhr die Zeit, eine Stunde später als auf meinem Handy… Als ich nachsehe wird mir bewusst dass die autmoatische Zeiteinstellung auf Brasielien, welches ein paar hundert Meter weiter beginnt eingestellt ist. Und die haben eine Stunde früher als Peru und Kolumbien… Naja, eine Stunde später kommt der Guide dann püntklich und führt mich wieder an den Hafen. Dort treffen wir den Rest der Gruppe und er erklärt uns dass die vorgelagerte Insel Fantasie heisst und erst seit ein paar JAhren besteht. Im Winter während der Regensaison wird sie komplett überschwemmen, deshalb ist es schwierig ein Stromnetz für die Leute welche dort leben aufzubauen. Wir kreuzen die Insel, auf welcher viel Reis wächst, und stiegen auf der Amazonasseite ins Touriboot. Ich lerne Tino und Thorsten aus Deutschland kennen, da ich ihnen immer etwa die hälfte der Erklärugnen übersetzten muss.

Unser erster Halt Flussaufwärts ist die Isla de los Micos, eine Insel wo 4 Affenhorden des Mono ardillas leben. Sie sind halbwild, also sie ziehen frei herum, mögen aber die tägliche Bananenration der Guides und sehen die Touristen als Bäume an um an diese zu kommen. Fast 100 Äffchen turnen auf den Köpfen, Schultern und Rucksäcken herum als wären wir gar nicht da. Sie sind schon ziemlich süss, auch wenn ich ein wenig gespalten bin ob man so mit Wildtieren umgehen sollte… Unser Guide erklärt uns die LEbensweise, Ernährung und Verhalten der Tiere. Das Alphamnnchen schart bis zu 200 Weibchen und junge Männchen um sich. Will ihm eines Konkurrenz machen wird es verstossen. Der Ausgeschlossene raubt im Gegenzug ein paar Weibchen und startet seine eigene rasselbande. Die Affen ernähren sich vor allem von Insekten, fressen aber auch Früchte und Lehm, wegen den Vitaminen und Mineralien.

Nach dem wir alle unsere Frisuren wieder gerichtet haben gehts weiter zu einem kleinen Recreo, Natura Park, welches bekannt ist für seine grossen Seerosen, der Victoria Regia. Sie gehört zu den Lotusblumen. Die Blätter können bis zu 2m durchmesser heranwachsen. Auf der Unterseite haben sie viele Stacheln um sich gegen gefrässige Fische zu schützen. Einen Mnschen kann das Blatt nicht tragen, aber eine Schlange kann sich darauf sonnen wenn sie ihr Gewicht gut verteilt, auch Wasservögel können auf den schwimmenden Tellern ausruhen.

Der Garten des Recreos ist sehr schön, das Buffet zum Zmittag (mit Salat :D) sehr lecker. Wir sehen ein paar Chihuacos (Oropendulas, die Vögel welche die hängenden Nester Bauen) herumschwirren und Kröten quaken im Teich.

Auf der Weiterfahrt machen wir halt vor einer kleinen Insel. Hier ruhen sich die Flussdelfine nach der morgentlichen JAgd aus. Bald sehen wir ihre rosafarbenen Buckel aus dem Wasser auftauchen. Unser Guide erzählt uns, dass der LEgende nach die Delfine sich in Menschen verwandeln können. Deshalb schicken die indigenen Anwohner ihre jungen Töchter niemals zum Wasser wenn sie die Regel haben, denn sie denken dass der Delfin das riechen kann, sich in Menschengestalt ihr nähert, sie verliebt und für immer mit in den Fluss nimmt… Das können aber nur die rosaroten, die grauen Delfine sind nicht ganz so gespenstische Tiere 🙂 Wir sehen beide hier vor der Insel, für einige ist es das erste Mal und wir gondeln eine weile vor dem strand hin und her um auch ja kein Delfinbuckel zu verpassen. Es stimmt, diese Tiere haben etwas magisches.

Weiter gehts bis Mazedonia. So heisst die Eingeborenencommunity ein paar Kilometer unterhalb von Puerto Nariño. Hier werden vor allem Armbänder und andere Artesanias (Kunst, Souvenir etc.). Ausserdem führens ie uns ihren traditionellen Willkommenstanz in ihren Trachten aus Muscheln und Federn vor. So ganz original sind diese wohl nicht mehr, aber sie sehen hübsch aus! Da ich noch keine Souvenirs kaufen will lasse ich mir dann ein Tattoo malen (keine Angst, geht in 15Tagen wieder ab). Die Farbe kommt direkt aus einer nussartigen Frucht welche sie früher für ihre Hautbemahlungen gebraucht haben. Der Name der Stammes ehisst auch „schwarz gezeichnete MEnschen“. Während er mir eine Eule auf das Schulterblatt pinselt erklärt mir der Künstler er gehöre zum Familienclan der rosaroten Delfine. Auch er erzählt mir die Geschichte von den Delfinen welche sich in MEnschen verwandeln können.

Nachmittags um halb3 kommen wir an unserem Ziel an, Puerto Nariño. In diesem kleinen Dorf gibt es keine Autos oder Motorräder, nur Velos. Es ist sehr ruhig und idyllisch. Es hat Strom aus einem grossen Generator und eine wasseraufbereitungsanlage. An eienr grossen Station können alle Anwohner gratis Trinkwasser abholen. Wir steigen auf den Aussichtsturm, essen Fruchtglace und sehen uns verschiedenste Bäume an. Unter anderem sehen wir den Cashew-Baum. An den Hauswänden sind oft Tiere oder Bäume gemalt. Dies, weil alle Familien einen Clan bilden. Es gibt die Himmel-Clans (Alle Vögel wie Tukane, Papageien, Loros….) und die Erde-Clans (Jaguar, Bäume, Delfine…). Heiraten darf man nur zwischen den Clans, nie untereinander (Tukan-Jaguar ok, Tukan-Papagei nicht ok). Das war früher die Art wie die indigenen hier Inzucht vermieden.

Um 4Uhr ist es an der Zeit nach Leticia zurückzukehren. Dort kommen wir um 5Uhr an, die perfekte Zeit um noch im Parque Santander das allabentliche Spektakel welches die Loros (kleine grüne Papageien, so ähnlich wie Wellensittiche) veranstalten zu sehen. Tino und Throsten haben mich darauf hingewiesen. Also spaziere ich zum Park und steige dort auf den Kirchturm. Oben warten schon ein Fotograf und andere Touristen auf die Ankunft der Vögel. Ein paar sind schon hier und fleigen schnatternd von Baum zu Baum. Pünktlich um viertelnach5, wie es Tino mir angekündigt hat schwebt eine schreiende schwarze Wolke über die STadt und stürzt sich in den STadtpark. Ein paar hundert Loros streiten sich nun um den besten Schlafplatz in den Palmen des PAruqe Santander. Sie fliegen auf um kopfvoran wieder hinunterzustechen, es sieht aus als würde es Papageien regnen. Der Lärm ist beachtlich. Und ich bin begeistert. Ausserdem gibt es eine tolle Aussicht auf Leticia und kurz vor 6 einen wunderschönen Sonnenuntergang gratis dazu.

Der Kirchturm ist klein und es ist etwas ein gedränge. ICh mache ien Foto für David und seine Mutter, so kommen wir ins Gespräch. David erzählt mir er sei Anästesist und arbeite in Dublin wo er auch studiert hat. Seine Mutter kommt aus Popayan, dem süden von Kolumbien. Er zieht nun auf Januar wahrscheinlcih nach Edinburgh. Das wäre ja dann wohl ganz in der nähe wo ich auch hinziehe stellen wir fest und tauschen mal Nummern. Vielleicht sind wir später beide froh schon jemanden zu kennen in der neuen Heimat.

Als die Vögel sich endlich etwas beruhigen mache ich mich auf den Rückweg zum Hostel um dann um 8Uhr mich nochmals mit Yolanda und Benedict zum Znacht zu treffen. Im selben REStaurant sitzen auch Tino und Thorsten, wir machen also ein internationales Dinner. Ich kriege hier sogar eine richtig gute Gemüselasagne, während Benedict meint seine Spaghetti Bolognese sei zwar ganz in ordnung aber werder Spaghetti noch Bolognese 😛

Um 10Uhr sind wir alle satt und ein wenig müde. Für Cocktails reicht es heute nicht, ich muss morgen fliegen. Also zurück zum Hostel wo eine Gruppe Neuseeländer im Dorm eingezogen ist und die Klimaanlage auf 21 grad runtergeschraubt hat. Eine Eiswelle trifft mich an der Tür so dass ich rechtsumkehrt mache und beim Besizter um eine Decke bitte. So können wir dann alle wunderbar im Eiskasten schlafen.

Iquitos – Tief im Dschungel

Die Fahrt vom Flughafen von Iquitos zu meinem Hostel fühlt sich an wie eine Sauna. Es regnet ein wenig, bei 32grad. Das Hostel, welches sehr gute Bewertungen hatte auf Booking, stellt sich als eine Hippiehütte heraus mit seeehr vielen rauchern. Das WC ist gerade noch akzeptabe sauber und mein Bettlacken riecht nach nassem Hund… Naja, für eine NAcht ist es überlebbar. Meine Zimmergenossin Julia ist aus Deutschland, gottseidank nichtraucherin und ihr gefällt das Hostel auch nicht speziell. Ich mache einen kurzen Stadtrundgang über die Plaza zum Office von Amazon Experience, eine Agency welche ich von Trini Empfohlen bekam, wo ich meine nächsten 4Tage in ider Selva buche. Von Iquitos aus kann man sich entweder in eine Lodge bringen lassen ca. 30min uptstream des Fusses Marañon oder Ucayali, oder man kann eine „Abenteuertour“ in die Reserva Natural buchen. Die Lodge-Tour ist nicht sehr viel anders als was ich in Ecuador oder Bolivien schon gemacht habe, also lieber Reserva. Da wird gecampt und man kann mehr Tiere sehen, dafür ist der Weg dorthin halt etwas länger. Ich habe aber schon 4Tage Zeit, also lohnt sich das. Eine Gruppe haben sieleider gerade nicht, also buche ich halt eine Privtattour, etwas teuer, aber was solls. Für etwas habe ich ja gearbeitet.

Danach will ich eingeltich noch mein Ticket für die Fähre nächsten Dienstag nach LEticia buchen (am Mittwoch habe ich da den Flug hoch an die Nordküste), das geht aber dann nicht so auf wie ich es gerne gehabt hätte. Man kann die Plätze nicht reservieren und Tickets gibts erst ab Montag zu kaufen. MAn muss am morgen um 8Uhr anstehen… Ok, also ein Problem für nach der Tour… Den Rest des NAchmitags spaziere ich am MAlecon entlang wo man auf die Pampas am Ufer des Amazonas hinaussieht. Ich sehe die alten Hotels und schönen Wohnhäuser der Spanier und errinnere mich an den Film Fitzcarraldo welcher mir Uri vor der letzten Perureise geschenkt hat. Es sieht genau so aus wie in diesem Film. Weiter nochmals über die Plaza de Armas bis zu einem hübschen KAffee wo ich mit heisshunger einen Burger verspeise, ich hatte ja keinen Zmittag.

Dann schlendere ich etwas weiter, am KAsino vorbei zum Einkaufszentrum. In Iquitos gibt es sooo viieele Töffli, es sit nicht zu glauben, fast noch mehr als in Tarapoto. An den HAuswänden steht oft, Bienvenido a la Isla Bonita (Willkommen auf der schönen Insel). Denn das ist Iquitos, eine Insel mitten im Regenwald. Die einzige STrasse welche aus der STAdt geht führt nach Nauta, einem Hafen 2h weiter oben am Maranon.

Im Supermarkt kaufe ich Wassermelone, Jogurt und MAngos. Dann nehme ich ein Mototaxi zum Hostel wo ich den Fruchtsalat mit Julia teile. Wir verstehen uns prächtig, sie ist ziemlich lustig und erzählt mir einige Reiseanekdoten, zB wie sie einmal nach Mitternacht nicht mehr ins Hostel kam da es geschlossen war und sie deshlab durchs Fenster einsteigen musste. Sie zeigt mir auch ein paar Fotos ihrer Flussfahrt von Tarapoto nach Iquitos, was ich ja eigneltich auch machen wollte. Sie meinte sie hätten 4Tage gebraucht und es war seeehr chillig. Der Sonnenuntergang sieht spektakulär aus und es reut mich ein wenig dass die ZEit dafür nicht gereicht hat. Das nächste Mal vielleicht.

Bis fast um Mitternacht sitzen wir in der offenen Küche im Hostel und lachen und quatschen. Dann verabschieden wir uns doch noch ins LAnd der Träume. Am nächsten Morgen um 8Uhr geht meine Tour los und Amazon experience ist wirklich wirklich pünktlich da um mich abzuholen. Ab diesem Zeitpunkt muss ich mich um nichts mehr kümmern. Wir fahren ins Office um meinen Koffer abzuladen, dann gehts per Taxi nach Nauta. Timo ist mein persönlicher Guide. Er erklärt mir Programm und wo wir hingehen und alles sehr genau, checkt dass ich alles dabeihabe was ich brauche und ist super professionell. Bis nach NAuta fahren wir durch Pampas, über viele Zuflüsse und einige Siedlungen. In Nauta laden wir alles essen und Kühlbox und Campingsachen auf 2 Mototaxis welche uns zum HAfen bringen.

Dort lerne ich John, den Fahrer kennen, das Boot wird beladen, dann darf ich einsteigen. Die Flussfahrt startet auf dem MAranon upstream richtung reserva. Um 12Uhr gibts Juane (Reis mit Hühnchen (höhö) und Ei, eingewickelt in einem Bananenblatt) und Tomaten-Avocadosalat. Es sit etwas ungewohnt gerade 2 Leute zu haben welche mich bedienen, aber dann fällt mir wieder ein wie viel ich bezahlt habe… Da lehne ich mich zurück und geniesse den Service 😛

Nach ca. 3h lenkt John das Boot vom Maranon in einen Nebenarm. Den Namen habe ich vergessen, er bedeutet aber auf quetscñua Schwarzer Fluss. Und wirklich, hier mischt sich das Cafe-Wasser des MAraonon mit fast schwarzem Wasser, welches typisch ist für das Amazonasgebiet. Von den vielen Pflanzen werden extrem viele Tenside in den Fluss gewaschen was ihn dunkelbraun-schwarz färbt. Etwas weiter hinauf und wir kommen zum Checkin Point des Nationalparks wo ich kurz ein Autogramm geben muss. Weiter gehts ca. 2h bis zur Community Buenos Aires. In diesen zwei Stunden ist ersichtlich dass wir nun wirklich in der Selva angekommen sind. Je weiter wir uns von NAuta entferntden desto weniger Häuser hatte es, allerdings konnte man immer wieder Mais- oder Bananenplantagen ausmachen. Nun säumen hohe Bäume und dichtes Unterholz das Ufer. Reiher und Loros fliegen auf, kleine braune und schwarze Schwalben segeln über das Wasser, ganze 4 verschiedene Eisvogelarten kann mir Timo zeigen. Kurz vor der Community sehen wir dann auch die Delfine. Ich habe die rosa Flussdelfine jetzt schon ein paar MAl gesehen aber sie sind einfach ein Highlight. Ich könnte ihnen den ganzen Tag beim fischfangen zusehen. Das heisst man wartet ja einfach bis sie auftachen und hofft dass sie sich nicht schonwieder weiter weg verzogen haben. Hier ist es abgesehen vom Insektensummen und schnattern der Vögel sehr ruhig und immer wenn die Delfine auftauchen hört man sie Wasser ausstossen. Es hat etwas magisches. NEben den Rosa Delfinen gibt es auch noch die grauen Delfine. Während die rosafarbenen etwas alienartig aussehen mit ihren langen Schnauzen und dem Buckel auf dem Kopf sind die grauen eine kleine Ausgabe eines „normalen“ Delfins, sie werden aber nur etwa 1m gross. Ja sie sind echt süss 😀

In Buenos Aires stürze ich mich als erstes in die Badehosen und schwimme ein paar Züge, dann gibts eine Dusche. Mein Zimmer ist sehr einfach, Bett mit Spinnennetz und eine Tarantel an der Tür… Das Haus ist aus Holz, draussen spielen die Kinder, am Abend setzte ich mich zu den Besitzern in die Plastikstühle. Alles errinnert mich extrem an die Zeit in Raya, in den Communitites, und ich werde ein bisschen nostalgisch. Das war eine sooo tolle Zeit! Schade ist Roberto nicht da, ihm würde das gefallen.

Am NAchmittag mach Timo eine weitere Bootsausfahrt mit mir und wir beobachten sowohl rosa als auch graue Delfine und weiterhin viele Vögel. Die LAndschaft ist atemberaubend schön, vorallem in der Nachmitagssonne. Wir kommen an einer LAgune vobei welche aber fast ausgetrocknet ist und deshlab höllisch nach verrottenden Wasserpflanzen stinkt. Die Fischreiher tun sich an den Fischen gütlich welche in der kleinen Pfütze in der Mitte verbleiben. Dann fahren wir in die Abendstimmung zurück zum Camp.

Um 7Uhr isst Timo mit mir zu Abend (Reis mit Poulet), um 8Uhr sind alle im Bett. NAch Sonnenuntergang gibt es hier einfach nichts mehr zu tun. Die Tarantel aht sich verflüchtigt, ich gehe sie nicht suchen, will nicht wissen wo sie steckt. Ich hoffe sie frisst ein paar Stechmücken, davon hat es heir definitiv zu viele. Ich schlafe gut, träume aber ziemlich wild, ich denke mein Unterbewusstsein muss sich erst noch an die Geräusche hier gewöhnen.

Am nächsten Tag sehen wir uns den Sonnenaufgang vom Boot aus an.

Nach einem herrlichen Frühstück mit Ei, Toast und Mandarinen fährt uns John einkleines Stück den Fluss hinauf und wir wandern ein wenig auf der anderen Uferseite durch Seticos, eine Baumart welche das Faultier sehr mag. Allerdings finden wir leider keines. ist aber alles egal ich finde es einfach schön in der Selva zu sein, auch wenn mich die Schnagen von allen Seiten attackieren. Dann fahren wir weiter den FLuss hinauf bis zum Camp. Uns begleitet nun auch MAria, eine junge Chica aus Buenos Aires als Köchin. Ich habe nun also schon 3 Leute welche mich bedienen, etwas übertrieben irgendwie… 😛

Timo und John stellen das Zelt auf, ich mache ein paar Schritte ums Camp. Dann gehts um 5Uhr auf eine kleine Wanderung mit Timo. Wir laufen durch den aufgewichten Dschungel, sehen riesige Bäume, Lianen und Schlingpflanzen. Vieles davon kenne ich schon, aber es ist einfach immernoch beeindruckend all das grün zu sehen. An einem hohlen Baumstamm bleiben wir kurz stehen und als Timo daranklopft kommen oben zwei verpennte Äffchen heraus. Sie sind nachtaktiv und finden die störung nicht sehr angenehm. Ihre Zeit beginnt erst in 2-3h. Sie haben etwas Lemurenhaftes und sind sehr süss 😀

Nach ca. 2h kommen wir zu einer riesigen Lagune. Sie ist mehrere Kilometer lang. Hier sehen wir Kaimane am Uferliegen, sie springen aber mit einem grossen Pflatsch schnell ins Wasser als sie uns kommen hören. Timo meint hier schwimmen Paitches von 5m, ausserdem leben hier auch Zitteraale von beachtlicher Grösse von 2m. Deshalb würde er mir nicht anraten hier zu schwimmen, diese haben eine beachtliche Stromstärke welche gefährlich werden könnte. Auch Anakondas kommen hier vor, die gelbe und die schwarze, bis zu 15m lang können sie werden. Allerdings ist es extrem schwierig sie zu finden.

Wir wandern am Ufer der Lagune entlang bis zu einem grossen Stamm welcher in den See gefallen ist. Darauf lassen wir uns nieder und warten auf die Dunkelheit. Timo erzählt mir die LEgende von einer Gestalt (kann mir den NAmen nicht merken, sowas wie Pichallaki oder so) die zur hälfte MEnsch und zur Hälfte Ziege ist. Sie kann die Gestalt eines MEnschen annehmen und lockt ihre Opfer so vom Weg fort. Dann raubt sie einem aus. Er meint mann kann manchmal tief in der Selva seine Chacra (Farm) finden. Wenn man da eine Frucht klaut wird einem schlecht und der Pichallaki verfolgt einem in seinen Träumen. Ist man nicht sicher ob sein Gegenüber die Person ist für die man sie hält oder der Gnom sollte man auf seine Füsse schauen,e rhat nämlich einen menschlichen und einen Geissenfuss. Und manchmal sclägt er diesen an einen hohlen Baum, das Geräusch kann man dann durch die ganze Selva hören.

Nach einbruch der Dunkelheit gehe ich mit Timo auf Schlangensuche. Wir finden ein paar kleine Giftnudeln in einem Tümpel, die Anakonda bleibt aber leider versteckt. Dann machen wir uns auf den Heimweg was gar nicht so leicht ist, denn abgesehen vom KEgel unserer Taschenlampen sieht man gar nichts. Timo mietn aber erhätte sich noh nie verlaufen und nach 2h sind wir wirklich wieder im Camp. Auf dem Rückweg sehen wir Nachtfalter und ein paar Fledermäuse welche angezogen vom Licht um unsere Köpfe kreisen. Im Camp hat Maria Abendessen gekocht (diesmal Reis mit Zamaño plus Salat aus einer Palmenfrucht die schmeckt und aussieht wie Eisbergsalat. Dann falle ich sehr müde in mein Zelt. Da ich es für mich alleine habe ist da super viel Platz und es ist sogar ziemlich gemütlich.

Am morgen höre ich die Brüllaffen schreien. Es tönt ein wenig wie ein röhrender Hirsch. Diese Affen wollen wir heute finden. Aus Buenos Aires hat John ein Kanu mitgebracht in welchem Timo und ichheute zwei AUsfahrten machen. Eine Fluss aufwärts am morgen und eine Flussabwärts am Nachmittag.

Dieser Tag ist der Beste der ganzen Tour. Da wir mit dem Kanu fast kein Geräusch machen erlbe ich die Natur noch näher als au fdem Boot oder zu Fuss. Ich höre das allgegenwärtige summen der Insekten, die Vögel krächzen, singen und glucksn (da ist einer der hört sich an alswürde der ertrinken) und die Brüllaffen röhren von den Bäumen. Erst haben wir nicht so viel glück was die Tiere angeht. ICh geniesse dafür einfach den Wald. Er ist so gross und so divers und so schön. ICh könnte ihne den ganzen Tag beobachten.

Dann tauchen die Delfine wieder auf, diesmal wirklich nahe. Zuerst der rosafarbenen dann etwas später die grauen. Wir paddeln weiter und plötzlich brüllt es direkt neben uns aus dem Wald. Die Affen sind zwar oben im Baum aber es hört sich an als müssten gleich eine Horde Wildschweine aus dem Unterholz brechen. Wir landen kurz an und versuchen den Affenbaum zu finden. Dann sehen wir sie, die 4 braunen langarmigen Gesellen wie sie sich in den höchsten Wipfel der BAumkrone verziehen, ich denke sie haben uns letztendlcih kommen hören. Soo cool 😀

Zurück im Kanu fahren wir etwas weiter rauf, die Sonne kommt raus und brennt uns auf den Schädel. NAch ca 2h aufwärtspaddeln spüre ich etwas meinen Rücken, das Becken ist müde. Wir machen eine kleine PAuse. Dann gehts Flussabwärts und wir hören ein Gewitter aufziehen. Das ist gut, meint Timo, wir werden sicher noch merh affen sehen. Und wirklich, erst sehen wir nochmals die Brüllaffen, eine grössere Gruppe die im Baum herumpsringt. Gleich ein paar MEter weiter unten hüpft eine Horde Kapuzieneraffen von Ast zu Ast. Einer wagt sich den Kopf hinabzustrecken und begutachtet die beiden Menschen in Kanu. Ich könnte ebenfalls springen vor begeisterung, versuche aber ruhig zu bleiben und keinen Lärm zu machen um die Affen nicht zu verscheuchen.

Eine zweite Gruppe Kapuzierner zieht nache am Camp auf der anderen Seite des FLusses vorüber. Wir sehen einen Hühnerähnlichen Vogel der zwei Antennanrtige Federn auf dem HAupt hat und glucksende geräusche von isch gibt. Caracaras und Abuelas (Habicht und Falke) sehen wir viele und auch eine ganze Gruppe blau-gelber Papageien die sich hoch im Baum an den Früchten gütlich tun.

Leider ist es schwer von all diesen Tieren gute Fotos hinzukriegen, deshalb müsst ihr eben selbst mal in der Selva vorbei um sie zu sehen. Tucane sahen wir in den hohen Ästen sitzen, Timo weiss auch immer wessen Gesänge man gerade hört und kann deshlab etwas gezielter suchen. Die Ausfahrten mit dem Kanu sind wirklich fast schon magisch, man gleitet über das schwarze glatte Wasser ohne einen Ton von sich zu geben. Mit sehr viel Glück könnte man hier auch noch Anakondas, Seekühe oder Seeotter zu Gesicht bekommen. Man ist umgeben von Kilmoterweise ursprünglichem Wald mit grossen starken Bäumen mit ausladender Krone und tausenden von Luftwurzeln auf deren Äste Bromelien und Lianen wachsen. Ich fühle mich teiwleise wie im Dschungelbuch. Ich liebe diesen Ort.

Zum Znacht gibt es Piranha welchen ich zusammen mit Timo auf der Nachmittagstour fangen als der Regen um 4Uhr endlich aufhört. ICh bin kein guter Fischer, falls man mich in der Wildnis aussetzt muss ich mich wohl von Pflanzen ernähren. Zumindest 2 Piranhas ziehe ich an Bord, einer flutscht aber gleich weider heraus. Am Abend regnet dann auch gleich weider, womit unsere NAchtasufahrt ins Wasser fällt, sowie auch am nächsten morgen die Morgenausfahrt. Beim Znacht sitzen wir zu viert im Boot unter dem Dach, eine Kerze dient als Lichtquelle, der Fluss für Abwasch und Dusche. Maria hat eine kleine Gasküche um zu kochen. Die Piranhas werden frittiert, zusammen mit ein paar Bananenschnitze, zum Dessert gibt es Fruchtsalat. Es ist soo friedlich hier, ich höre in der Nacht nur den Regen auf den Plastik trommeln und ab und zu eine Eule schreien.

Am Sonntag dann hört der REgen erst um 8Uhr auf, dann wird nur noch zusammengepackt und wir fahren FLussabwärts nach Buenos Aires. Ich will noch gar nicht aus dem Wald hhinaus, allerdings ist mir dann eine Dusche doch ganz recht. Auch meine verstochenen Füsse meinen ein paar Tage in Moskitofreiem Gelände wäre doch eine gute abwechslung. Ich sitze vorne im Boot und gesprächle etwas mit John. Er kommt aus einem Dorf weiter oben am Amazonas, sehr ähmlich wie Buenos Aires. Ich finde es immernoch erstaunlich dass man 3h an einem FLuss entlangfahren kann ohne eine NAse zu sehen und dann bäng, ein Dorf it 200 Leuten, irgendwo im nirgendwo. Was machen diese Leute hier? Ich meine, sie leben im Paradies, aber das LEben hier kann ziemlich öde sein…. Naja, ich geniesse meine Ferien ausgestreckt in der Hängematte oder vorne auf dem Boot. Es gibt Mitagessen, dann sagen wir den Delfinen tschüss und tuckern weiter bis nach NAuta. Von dort werde ich weiter bis Iquitos chauffiert wo ich meinen Koffer kriege und ins Hotel gebracht werden. Das waren 4 wunderschöne TAge, Timo und John waren super Guides, auch wenn ich manchmal andere Touris zum schwatzen vermisst habe fühlte ich mich auf meiner PRivattour niemals alleine. Und ich musste mich um rein gar nichts kümmern. ICh bin sehr erholt und immernoch geflasht von der schönheit der Selva. Auf ein weiteres, in ein paar JAhren komme ich zurück, da bin ich mir sicher!

Tarapoto – Catarata Carpishuayacu

Meine zweite Tour in Tarapoto bringt mich am Dienstag zum Wasserfall Carpishuayacu. Eingeltich wollte ich eine Tour mit ein wenig Trekking machen, aber dafür fehlten die Leute. Obwohl es hier mehr Gringos in der STadt hat ist der Hauptanteil der Touristen Peruaner und die wollen nunmal nicht mehr als 1h laufen…

Beim Frühstück lerne ich meinen neuen Bettnachbar kennen (der Italiener hat ein Gratisbett auf Couchsurfing gefunden). Den Namen hab ich vergessen, aber erkommt aus Australien und schreibt zurzeit gerade ein Kinderbuch. Er ist irgendwie sehr speziell, eher ruhig und sehr freundlich. Ausserdem grauenhaft dünn, ich würde ihm sehr gerne etwas Jogurt abgeben…

Dann holt mich der Tourivan ab, diesemal auf anhieb der richtige. Mit auf Reisen sind heute wieder eine Familie die aussieht als könnte sie nichtmal die knappe Stunde laufen welche wir heute vorhaben, ein Pärchen aus Lima und zwei weitere HErren. Zwischen die werde ich in die letzte Reihe gequetscht. So lerne ich Alvaro kennen, er ist um die 50JAhre alt, peruaner, lebt aber seit über 20Jahren in der nähe von LA. Wir sprechen englisch, er meint das sei führ ihn schon fast einfacher. Seine Familie ist in Lima, er hat aber einige Onkel und Neffen hier in Tarapoto. Heute ist er alleine unterwegs da die Verwandten natürlich arbeiten müssen. Alvaro ist cool, ich frage ihn nach seinem Leben in den USA aus und wie er dass so erlebt hat, das Auswandern mit Sprach- und Kulturbarriere.

Die Fahrt dauert nur etwa 40min, dann halten wir kurz für ein paar EMpanadas an einem Stand am Strassenrand. Hier ist es sehr hügelig, neben der Strasse geht es zum teil fast senkrecht es Loch ab. An einer sTelle erzählt uns der Guide dass die Terroristen hier manchmal Leute heruntergeworfen hätten. Hätten sie den Sturz überlebt würden sie wenigstens nicht mehr hochklettern können…

Ein paar Minuten Autofahrt weiter beginnt der Abstieg zum Wasserfall. Nur hier oben gibt es eine Umkleidekabine und alle rennen darauf zu. Alvaro und ichs ind die einzigen die meinen wir könnten auch unten noch Kliderwechsel machen, eshat ja Bäume. Also dürfen wir mit dem Fahrer Fernando schonmal vorausgehen. Der Weg ist ziemlich steil udn rutschig, keine Ahnung wie die alte Oma der Familie mit ihren 120Kilos da runterkommen will… Naja nicht mein Problem, eher mehr Zeit um zu baden für mich und Alvaro. Die Selva bedeckt den Weg, alles ist grün und feucht, es errinnert mich an die Cataratas de Leon in Villa Rica. Wir hören die Vögel pfeiffen und den Bach rauschen. Allerdings hat es auch einige LEute. NAch 20min kommen wir unten an den Bach welchen man auf einem Holzfloss überquert.

Einfach rittlings draufsitzen und an der Schnur hinüberziehen. Von dort sind es nurnoch 10min bis zum Wasserfall. Dort stauen sich schon die Touristen. Die letzten Meter muss man im Fluss gehen. Alvaro und ich ziehen uns also schnell um (mit einem Badetuch geht das ja ohne weiteres auch ohne Kabine) und lassen unsere Sachen bei einem Guide und Kollega von Fernando welcher die Kinder überwacht die nicht ins tiefe Wasser dürfen. Mein HAndy bleibt auch zurück, deshlab keine Fotos von der Catarata, ich wollte nicht schonwieder ein Telefon an Wasser verlieren.

Wir klettern über ein paar Steine und Touris, dann können wir in den Pool unterhlab des Wasserfalles Springen. Es ist sehr wie in Villa Rica. Das Wasser ist kühl, aber da die Sonne stark wärmt gerade perfekt. Wir sind die einzigen hier die wirklich schwimmen können und haben so trotz vielen Leuten das Becken für uns alleine. Man kann neben dem Wasserfall hochkletern um 2meter runterzuspringen. Da heute ein heisser Tag ist geniesse ich das Bad sehr. Eine gute halbe Stunde nach uns kommt der Rest der Gruppe an. Ich unterhalte mich etwas mit Fernando, dann beschliessen Alvaro und ich zur Stelle zurückzukehren wo wir den Fluss überquert hatten. Dort gibt es ein paar Becken in welche heisses Wasser, welches an dieser Stelle aus dem Berg sprudelt, gefasst wird. Augas termales gibt es heir wirklich wie Sand am Meer. Das Wasser hat etwa 32 grad und ist einfach perfekt. Wir quatschen etwas mit dem Pärchen und sehen den Kindern beim plantschen zu. Wenn es zu warm wird kann man kurzerhand in den Fluss springen um wieder etwas abzukühlen. Grosse Bäume bedecken die Becken und geben einem das ultimative Naturgefühl.

Um 3Uhr ist Schluss, unser Guide trommelt die ganze Gruppe zusammen und wir machen uns an den Aufstieg. Da merke ich wie sehr ich hunger habe. Baden hatmich noch immer hungrig gemacht. Alvaro und ich kommen eine gefühlte Ewigkeit vor dem Rest oben an und gönnen uns erstmal eine Kokosnuss. Dann können wir in Ruhe nochmals duschen (bin shconwieder verschiwtzt), umziehen in der Kabine und nochmals eine Kokosnuss trinken/essen bevor die Gruppe komplett ist. Wir werden wieder zum Stand am Wegesrand gefahren wol alle den Zmittag kriegen, juheee Reis mit Hühnchen und Linsen.

Um 5Uhr sind wir zurück in Tarapoto. Auf dem Weg ruft mich starPeru, die Fluggesellschaft mit der ich morgen nach Iquitos fliege, an um mir mitzuteilen dass mein Flug eine Stunde nach vorne verschoben wurde, also auf 13 anstatt 14Uh. Ok, ein Flug der nicht verspätet sondern verfrüht ist, interessant… Ich mache mit Alvaro zum Znacht ab. Fernando wollte mich mitnehmen auf irgeneinen Mirador um zu trinken, aber ich habe gerade ein wenig die Schnauze voll von Männern die die weisse Gringa toll finden. Alvaro ist da viieel gechillter. Wir treffen uns also nach einem Powernap um 7Uhr auf der Plaza und suchen uns in einem kleinen Food-Market jeh etwas zum Znacht.

Zu viel Hunger habe ich nicht aber einen feinen kalten Mangoshake ist grossartig. Dem riesigen Schokokuchen kann ich dann auchnicht widerstehen und so bin ich bald ziemlich glücklich meinen Dessert-Znacht am schnabulieren. Die Glasur der Torte ist Dulce de LEche (süsse Milch), das ist sowas wie Caramel und ienfach nur lecker. Keine Ahnung warum es das in Europa oder der USA nicht gibt, wir leiben doch alles was süss und ungesund ist. Alvaro und ich beschliessen eine Exportfirma zu gründen. Nach dem Essen wollen wir noch eine Bar ausprobieren und laufen 10min zur Calle de las Piedras wo sich das Nachtleben Tarapotos abspielt. Wir setzten uns in die nächstbeste Bar. Im Fernsehen wird gerade das Spiel des Abends angekündigt: ein Freundschaftsspiel Peru – Uruguay. Alvaro ist begeistert, wie alle PEruaner ist er anhänger der Fussballreligion. Sobald das Spiel beginnt wird die bar völler und völler. Mototaxis halten strategisch so auf der STrasse dass sie das Spiel mitverfolgen können. Ich geniesse meinen Pisco Sour und fane brav für Peru mit. Von einem FREUNDSCHAFTSspiel kann hier allerdings nicht die rede sein, nach 30min gibts schon eine rote KArte gegen Uruguay. Alvaro meint sie hätten noch eine Rechnung offen da Peru Uruguay aus der Copa America geworfen hatte vor ein paar Monaten. Sowas wie ein FREUNDSCHAFTSspiel exisitiere in Südamerika nicht. Das SPiel ist ziemlich gut, Peru führt zur Halbzeit 1:0, fängt aber kurz vor Schluss das 1:1 ein, was nicht ganz verdient ist. Die Leute sind zwar etwas enttäuscht aber nicht unzufrieden. Der ganze Pulk bewegt sich nach Spiellende um 11Uhr auf die andere Strassenseite in die Disco. Alvaro udn ich gehen mit, hier ist es ja normal das man mit 50 noch mit den Jungen tanzen geht. Ich hatte schon 2 (ziemlich gut gemixte) Drinks und bin gerade voll in the mood etwas zu tanzen. Das tun wir dann auch, allerdigs nur etwa 2h, dann wird es einfach zu voll (an einem Dienstag haha) und Alvaro begleitet mich noch bis vors Hostel damit mir nichts passiert. Dann falle ich etwas beschwipst ins Bett und schlafe innerhalb von Sekunden.

Am morgen weckt mich der Australier bzw er erschreckt mich zu tode weil ich aufwache mit seinem Gesicht etwa 5cm von meiner NAse entfernt. Er wollt emich wohl leise wecken, das hilft aber nicht wenn ichs o erschrecke und das Etagenbett sof est schüttelt dass der Spanier von oben fast runterfällt. Ok wir sind alle wach, was willst du genau? Der Australier sucht Medikamente, er hat Durchfall und meint er sei heute NAcht 20mal aufs Klo. Ok, da kann ich helfen, ich frage ihn nach siener Ernährung und Stuhlfarbe aus und gebe ihm dann den Rest meiner Antibiotika. DAs sollte helfen. Dieser Typ hat dermassen keine Substanz am Körper, wenn der zwei Tage Durchfaöö hat ist nichts mehr von ihm übrig… Job erledigt, weiterschlafen. Um 10Uhr stehe ich auf, duschen, mein Jogurt und die früchte fertigessen, meinen PAtienten abchecken, der meint es gehe ihm besser. Ich verschreibe ihm viel Wasser, Suppe und balnken Reis damits bald wieder besser geht. Dann muss ich packen und zum FLughafen fahren. Dort geht das obligate Warten los. STarPeru ist nicht gerade für ihre Zuverlässigkeit bekannt, allerdings ist sie billig und die einzige Airline die von Tarapoto nach Iquitos fliegt. Eigentlich wollte ich die Strecke per Boot machen, einige LEute haben mir aber wegen Sicherheitsgründen davon abgeraten. Ausserdem geht der Trip 3-6 Tage, man weiss also nie genau wann man ankommt und es wäre schade keine Zeit mehr zu haben um in den Regenwald zu fahren. Also wurde es doch der Fleiger (dafür dass ich es nicht mag fliege ich wirklich zu viel….). Boarding ist mehr oder weniger pünktlich, der Fleiger klein und nur halb ausgebucht. Wir hüpfen also in 1.5h von Tarapoto nach Iquitos.

Tarapoto – Laguna Azul

Der Weg von Tingo Maria nach Tarapoto ist lang. Am Samstag morgen steige ich nach dem Frühstück ca. Um 10Uhr in ein Auto und erst um 8Uhr Abends in Tarapoto wieder aus. Dazwischen liegt eine kurvige und vom Regen aufgeweichte Strasse durch die Selva mit vielen Lastwägen und Baustellen. An einem Punkt ist deswegen nur Einbahnverkehr möglich und wir müssen geschalgene 1.5h im nirgendwo warten bis der Weg freigegeben wird. In einer kleinen Stadt wird um Mittagszeit angehalten fürs Mitagessen und ich wechsle ein paar Worte mit meinem Mitfahrer über den Teller mit Reis und Poulet hinweg. Er fährt nach Hause zu seinen 3 Kindern nachdem er 5Monate in Tingo Maria gearbeitet hat. Er versucht nun einen Job in Tarapoto zu bekommen um mehr für seine Familie da zu sein. Während der Autofahrt sind alle 4 PAssiegere plus Fahrer eher ruhig, ich versuche zu schlafen oder mir meine Netflixserie anzuschauen wenn wir auf einem geraden, nicht zu sehr verlöchertem Abschnitt fahren, was nicht allzu oft vorkommt. Zumindest ist die Selva schön anzuschauen, aber nach 3Stunden ist das auch nicht mehr soo spannend. Der Sonnenuntergang um 6Uhr ist wundervoll, danach ist es stockdunkel.

Als wir eeeendlich in Tarapoto ankommen werde ich bis vor die Tür chauffiert, der Fahrer wartet sogar bis mir beim Hostel aufgemacht wird damit cih mich sicher fühle. Der Gringabonus mal wieder 😉 Das Hostel ist zeimlich schön udn hat eine tolle Terasse mit Hängematten welche ich am nächsten Tag in vollen Zügen ausnutze. Einen kleinen SPaziergang durch Tarapoto mache ich am Vormittag um meine Touren zu buchen und etwas essbares zu finden.

Mehr liegt nicht drin da am Sonntag alles geschlossen ist. Als es am Nachmittag zu regnen beginnt ist die Hängematte einfach zu verlockend. Ich lerne meinen Bettnachbarn aus Italien kennen der Psychologie studiert hat und in Südamerika auf der Suche nach alternativen Therapien ist. Hier in der Selva wird oft von Ayahuasca-Therapie gesprochen. Dabei wird man während ca. einer Woche von einem Schamanen begleitet während man eine spezielle Diät einnimmt und Ayahuasca SEssionen durchführt. Ayahuasca ist eine Pflanze mit psychoaktiven Stoffen, Leute kriegen HAlluzinationen und Kotzen offensichtlich viel… Man sagt man könne so seine Zukunft sehen oder andere LEben welche man früher hatte. Soll anscheinend erhellend sein. Oder man wird verrückt oder stirbt, eines von beidem, ich selbst finde das ganze weniger erstrebenswert, aber mein Bettnachbar ist ganz begeistert davon.

Am Montag habe ich dann endlich Zeit um die Umgebung Tarapotos kennenzulernen. Heute gehts zur LAguna Azul, der meistbesuchten Attraktion der Umgebung. Der Van holt mich wie abgemacht um 9Uhr (Plus minus 30min) ab. Dann heisst es ab zum Wasserfall… Hä, Wasserfall? Ich erkläre dem Guide gerade dass ich heute Laguna gebucht habe als mich die Agency anruft um mir zu sagen ich sitze im falschen Wagen sie hätten was durcheinander gebracht. Weder ich noch der Guide verstehen irgendwas, also fahren wir zuerst wieder in die STadt wo uns im Büro gesagt wird der richtige Wagen warte ausserhalb bei einer Tankstelle auf mich. Nach einer weiteren halben Stunde begrüsse ich meine richtige Reisegruppe die brav auf mich gewartet hat.

Nun gehts richtung Sauce, so heisst der Distrikt der LAguna Azul und unser Guide, Iris, plappert ununterbrochen vor sich hin. Unte randerem erklärt sie uns, dass der Name Tarapoto von eienr Palme kommt die sich Tarapote nennt (glaub…) und darum heisst die Stadt auch Stadt der Palmen (Ciudad de Palmeras). Allerdings, so meint sie, sollte es Taramoto heissen denn ees hat hier mehr Mototaxis und Motorräder als Einwohner.

Nach ca. 45min erreichen wir die Ausfahrt nach Saucce und es geht weiter auf Sandpiste. Iris meint wir bekämen so eine gratis MAssage mit in der Tour inbegriffen. Kurz darauf müssen wir den Huallaga Fluss überqueren. Dies geschieht mit einer Autofähre. Da wir etwas spät dran sind wegen der Tourkonfusion müssen wir dasfür hier nicht mehr lange warten. Die Vans wrden verladen und die Touristen dürfen auf Deck die Aussicht geniessen.

Danach holpern wir noch 40min länger den Berg hinauf. Man sieht wunderbar auf das Flussbecken des Huallaga und die Selva. Hier in der Gegend war früher die Hochburg des Drogenhandels da die Narcos den Zugang zu Sauce, die Fähre, sehr gut kontrollieren konnten und so auch immer wussten wer hinein oder hinausgegangen ist. Heute wird hier vor allem Kaffee und Kakao angebaut. Auch Aguaje, eine Palmenfrucht, ist gross im Geschäft.

In Sauce angekommen geht es zuerst zu einem Spa. Dort kann man sich in einem Wechselbad baden und sich eine „Schönheitstherapie“ mit medizinalem Schlamm (was auch immer das bedeuten soll) gönnen. Dabei reibt man sich den schwarzen Schlamm über den ganzen Körper. Die Leute sehen aus wie kleine NEgerlein aus dem Chasperlitheater. Dann setzt amn sich ins Becken mit asiatischen Fischen welche wir aus der Fussmassage vielleciht kennen. Wir sind ca. 1h hier und ich weigere mich das ganze Theater mitzumachen. Man will mir hier 40 Soles abknöpfen. Da wandere ich lieber mit den anderen zwei Chicas die sich nicht abzocken lassen wollten umher, begutachte die Reisfelder um den Komplex und trinke einen Guanabanasaft. Dann gehts endlich weiter zur Laguna. Iris erklärt uns dass Sauce auch für die Herstellung von Schnaps berühmt ist und führt uns an einen Stand um zu probieren. Sie haben Cremewhysikies mit Agauje, Physalis oder Carambolageschmack, die richtig gut sind. Die anderen, härteren sachen welche oft aus Wurzeln gewonnen werden sind mit zu stark.

Etwas beschwipst, da wir alle nichts im MAgen haben, setzten wir uns ins Boot um über die Laguna zu fahren. Wenn die Sonne scheint spiegelt isch der Himmel im Wasser und die LAgune ist wirklich strahlend blau.

Es sit wunderbar warm und ich geniesse die Bootsfahrt im gegensatz zu einigen anderen Mitglieder der Gruppe die konstant das Gefühl haben wir könnten Kentern. Die Limenos scheinen nicht sehr an Wasser gewöhnt zu sein. Wir haben eine Familie mit aber Erwachsenem Sohn plus Freundin aus Venezuela dabei sowie die beiden Jungen Chicas, Andrea und Victoria, die bei Entel (einer Telefonfimra) arbeiten und mich dabei. Da viele Peruaner, vor allem die aus Lima, nicht schwimmen können tragen sie alle iene Schwimmweste, ich habe mich geweigert eine anzuziehen. Der Sohn sitzt seit wir in Tarapoto abgefahren sind ununterbrochen am Handy und versucht irgendeinen Verkauf zu organisieren. Er war nur still wenn wir durch ein Funkloch fuhren, nun ist er wieder voll am herumschimpfen dass niemand in dieser Firma ein Hirn hat ausser er. Keine Ahnung warum er überhaupt hier ist wenn er es ja doch nicht geniessen kann. Andrea und Victoria sind etwa in meinem alter und wirklich ganz nett. Sie genissen das grün und das saubere Wasser, beides Sachen an welchen es in Lima zu sehr mangelt.

Um 12Uhr gibts Mitagessen und ich kriege Tilapia en Hoja, also Fisch (Tilapia) im Blatt. Der Fisch wird in ein Bananenbaltt gewickelt und so auf den Grill gelegt. Zusammen mit Patacones (Bananenplätzchen…?), Reis (what else…) und etwas Salat ist das ein speziell typsiches Gericht aus der Gegend.

Nach dem Essen fahren wir mit dem Boot in ein Recreo, wir würden sagen in eine Badi. Dort springe ich erstmal ins Wasser und ignoriere auch geflissentlich die Bojen da ich gerne schwimmen und nicht nur im hüfthohen Wasser herumwaten will. Es ist herrrlich! Die LAgune hat ein paar Zuflüsse aber das meiste wasser kommt aus dem Boden. Vulkanaktivität macht dass es ein ganz wenig Schwefel beinhaltet und eben lauwarm austritt. Danach wollte ich mich eigentlich in die Sonne legen aber Andrea und Victoria bequatschen mich mich ihnen anzuschliessen um eine etwas vergünstigten Ausfahrt mit dem Wassertöff (Wie sagt man dem auf Deutsch?) zu kriegen. Schlussendlich handlen wir den Preis von 50 auf 25 Soles für 5min runter. Jorge nimmt mich also mit auf eine Spritzfahrt. Uuuuh, das wollte ich schon länger mal machen 😀 Da es keine Schwimmer und fast keine Boote hat haben wir freie Bahn um Kurven zu schneiden und übers Wasser zu düsen. Dank Gringabonus kriege icha uch fast 10 anstatt 5min, dafür muss ich mir Jorges gelaber anhören vonwegem ich solle ihm doch schreiben und überhaupt warum ich ihn nicht gleich heiraten will… Gringabonus hat zwei Seiten… Aber der Wassertöff war toll 😀

Dann lege ich mich an den Strand zum sünnele, geniesse die schöne Anlage voller Palmen und rate unserem Salesman endlich mal sein HAndy auszuschalten, was er zu meiner Verwunderung sogar tut. Der rest der Leute (es hat mehrere Reisengruppen hier) lässt sich vom Wassertöff auf einem aufblasbaren Sessel herumziehen, probieren den Jetski aus, oder wechseln ins nächste Resort um Ziplining auszuprobieren. Ich begnüge mich mit Baden und Sonnen, es ist wunderbar.

Am nachmittag um halb5 gehts mit dem Boot zurück nach Sauce. Iris ezählt uns nich die obligatorische Geschichte der Sirene der Lagune welche jedes Jahr einen Mann holt. Wir fahren an ihrem Sessel vorbei, einem Stein mit L-From wo die Bewohner die Sirene manchmal bei Vollmond sitzen und ihre HAare kämmen sehen. Iris meint, sie wolle nur Touristen, keine Anwohner, und nur Männer im alter zwischen 18-35. Irgendwie sehr speziefisch haha. Allerdings ist es wahrscheinlicher dass die Sirene welche die LEute gesehen haben wollen einfach eine Paitche war, der grosse Fisch (kann bis zu 4m lang werden) welcher alle 20min auftauchen muss um Luft zu schnappen. Da kann man manchmal seine Schwanazflosse sehen, fast wie bei einem Wal. Und tadaa haben wir unsere Sirenenlegende.

Die Rückfahrt verläuft ruhig,a lle sind ein wenig schläfrig von der vielen Sonne. Wir halten noch kurz bei einem Mirador an wo wir die wunderbare Abendstimmung über dem Fluss Huallaga bestaunen können.

Mit der Fähre gehts zurück über den Fluss und nach Hause nach Tarapoto. Dort angekommen lasse ich mich bei der Plaza ausladen und kaufe noch kurz Yogurt und ein paar Granadillas ein. Dann gehts mit einem Mototaxi zum Hostel.

Tingo Maria

Tingo Maria ist die Stadt der Bella Durmiente, der „schlafenden Schönheit“. Diese Schönheit kann man sehen wenn man sich auf den Mirador begibt, ein Hügel mitten in der Stadt.Von dor tsieht man in Richtung des Parque Nacional Tingo Maria die Bergkette welche aussieht wie eine schlafende Frau.

Die Peruaner sehen ja in allem irgendeine Figur oder Bedeutung aber in diesem Falle kann sogar ich die leigende Gestalt sehen. Irgenwie finde ich das auch ganz passend für ide Stadt. Die Hitze und Feuchtigkeit sind manchmal etwas einschläfernd, man will eigneltich nur in eine Hängematte liegen und einen Drink oder feinen Maracuyasaft schlürfen. Tingo ist so ein richtiges Selva-Dorf um geben von 2 Flüssen und viiel Grün. Noch vor 10 Jahren war das Gebiet hier im Ausnahmezustand. Terroristen und Drogen hatten das Geschehen unter Kontrolle. Noch heute gibt es hiernoch mehr Strassenkontrollen als sonst schon und man sollte nach Sonnenuntergang einfach etwas vorsichtig sein. Allerdings gibt es hier zB auch viele junge Leute, denn die UNAS ist eine der bekanntesten Universitäten Perus für Agrar- und Zoologiestudien. Einige der Descoleute, zB Lucho, haben hier studiert.

In der Stadt selbst gibt es nicht wahnsinnig viel zu sehen. Dafür hat Tingo in seinem Nahen umfeld wahnsinnig schöne Wasserfälle, Höhlen, Täler und LAgunen.

Am ersten Tag besuche ich die Laguna de Milagros. Sie liegt inmitten von Bananen- und Kakaoplantagen. Rund um den See haben die LAndbesitzer Restaurants und sogenannte Recreos (Ein Ort wo man als Familie hin geht am Sonntag um zu Baden, zu spielen und zu Picknicken) aufgebaut, alle mit ihren eigenen Booten ausgestattet.

Unsere Gruppe wird einmal über den See gepadelt um auf der anderen Seite einen kleinen spaziergang durch den Wald zu machen. Unser Guide Ronald erklärt uns ein paar Medicinalpflanzen welche wir hier finden, zB der Drachenblutbaum welcher rotes Harz wie Blut hat welches die Wundheilung bescleunigen soll. Wir kommen an der Insel der Shanchos (Hoatzine) vorbei, sehen uns in einer kleinen Höhle Stalaktitenformen an (die Peruaner sehen wieder überall Tiere und MEnschen…) sowie ein paar der wichtigen Bäume hier. Einer davon ist der Oje negro (schwarzer Ficus) ein böser Baum mit giftigem Harz welcher die Hexer benutzen um jemanden zu töten. Sie schneiden einen Ast auf und lassen das Foto der zu bestrafenden Person in den Baum einwachsen. So wie das Foto langsam verschwindet und vom Baum aufgenommen wird, so wird die LEbensenergie des Menschen langsam weniger bis er stirbt. Dagegen steht der Oje blanco (weisser Ficus) welcher der Baum des LEbens ist und wessen Harz gegen Magenparasiten helfen soll. Auch sehen wir den Baum der Wünsche, der grösste Baum in der Gegend welcher der Legende nach den Leuten welche fest daran glauben ihre Wünsche erfüllt. Dafür muss man den Baum umarmen und ihn ganz fest darum bitten. Der Spaziergang im lichten Wald ist sehr schön und abkühlend da die Sonne unter den Blättern nicht so brennt. Wir dürfen ein wenig Schaukeln auf der Riesenschaukel und wie Tarzan an einer Liane baumeln, angeschnallt natürlich.

Die Gruppe besteht aus einer Familie, einem älteren Päärchen und Mutter mit Kind, alle aus Lima. Wir habens ziemlich lustig, vor allem Giovanna und ihr Mann sind sehr interressiert an der Schweiz und frage mich aus. Er ist Polizist und sie machen gerade ien verlängertes Wochenende i der Geburtstadt von Giovanna.

Nach dem SPaziergang dürfen wir das Mitagessen auf der kleinen Insel in der Mitte der LAgune einnehmen inn welcher wir vorher noch ausgiebig baden. Das Wasser ist schön warm und es gibt nur einen grossen Fisch in der LAgune, einen Paiche oder Arapaima, welcher bis zu 2m gross werden kann. Der frisst alledings lieber die Pacos welche hier zu Hauf gezüchtet werden. Einen solchen esse ich dann auch zum Zmittag. Dann sonnen wir uns gemütlich, Ronald bringt etwas Tonerde aus einer Ecke des Sees welche gut für die HAut sein soll. Einige der Señoras schmieren sich das wirklich ins Gesicht und ich bin für eine halbe Stunde mal nicht die weisseste Person der Gruppe.

Am zweiten Tag besuche ist erst den Mirador der Bella Durmiete, dann gehts es mit einer Tour von einem Highligth Tingo Marias zum nächsten. Zuerst sehen wir die Cueva de las Pavas (Höhle der Truthühner), welche eigneltich gar keine Höhle, sondern eher ein Tal mit Fluss ist wo man baden und mit etwas Glück wilde Truthühner beobachten kann.

Hier bleiben wir allerdings nicht sehr lange, wir fahren zu den Augas saladas, einer Quelle mit salz- und Mineralhaltigem Wasser wo wir Mitagessen. Von dort ist es nicht weit zu einer Schokoladenfabrik wo wir eine kurze Führung bekommen und uns erklärt wird wie der Kakao zu Schokolade wird. Das ist nicht wahnsinnig neu für mich, aber die Degustation gefällt mir. Am meisten Zeit verbringen wir in der Cueva de las Lechuzas (Höhle der Eueln). Dieser Ort gehört zum Nationalpark Tingo Maria und ist nun wirklich eine riesige Höhle in der Guacharos leben. Diese Vögel schlafen den Tag durch in der Höhle und kommen nur Nachts heraus um Früchte zu fressen. Da sie ihr ganzes Leben im Dunkeln verbringen haben sie sogenannte NAchtaugen welche ihnen erlaubt im Dunkeln besser zu sehen und sie orientieren sich auch wie Fledermäuse mit Echolotung. Der NAme der Höhle kommt dann eher von den Eulen welche ausserhalb der Höhle in den Bäumen leben.

Die Cueva de las Lechuzas ist ein Karstloch mit vielen Stalktiten und Stalgmiten. NEben den Guacharos leben hier auch Fledermäuse und eine tonne Insekten welche sich von den Hinterlassenschaften der Vogelkolonie ernährt. Ausserdem ist die Höhle bekannt für eine Krankheit, Histoplasma, ein Pilz welcher dort im Boden vorhanden ist und wenn eingeatmet die Lunge infizieren kann. Dies passiert normalerweise nur bei PErsonen mit geschwächtem Immunsystem, allerdings wird empfohlen sich nicht allzulange in der Höhle aufzuhalten und auch nichts anzufassen oder sonstwie die Erde und den Staub aufzuwirbeln.

Als ich beid er Höhle ankomme bin ich zuerstmal beeindruckt von ihrer Grösse. Sie sieh taus wie ein aufgerissenes Maul inmitten des Jungles. Innen ist es sehr dunkel und die Vögel machen einen Geisterhaften krach. Flügelschlagen, Krächzen und fliegende Schatten machen den Ort seehr creepy. Die Besucher laufen auf einem Holzsteg, wenn man da herunterscaut ist der Boden übersäht von schwarzen grossen Käfern, uuuh, alles an diesem Ort ist irgendwie schaurig. Man kann etwa 300m in die Höhle rein, dann ist schluss. Meine Augen gewöhnen sich an das Dunkle und ich kann die Guacharos herumschwirren sehen. Die Höhle selbst ist ein schwarzer Abgrund welcher noch mehr als 2km weit in den Berg ragt. Wie lang der Spalt wirklich ist weiss niemand da man das Ende bis jetzt nicht gefunden hat.

Ansonsten kann man in Tingo MAria vor allem Wasserfälle besuchen. Mit der Tour war ich an der Catarata de la Carmen, ein hübscher Wasserfall etwa 10min ausserhalb der Satdt mit absolut zu vielen Menschen.Wirklich toll waren die Wasserfölle Gloriapata und Sol Naciente welche ich am Freitag alleine erwanderte. Mit dem Ticket fpr den NAtionalpark welches ich für die Cueva de las LEchuzas kaufen musste konnte ich am nächsten Tag eine 4h Wanderung zu den Wasserfällen unternehmen. Nach 2 Tagen Tours mit dem Fussfolk (Sorry, aber die konnte keinen Meter laufen ohne gleich eine Glace essen zu müssen…) war es fast schon eine Erleichterung mal etwas alleine zu machen. Ich fahre also am Freitag morgen mit einem Mototaxi bis zum Kontrollpunkt des Parkes, zeige mien Ticket und wandere los. Der Weg führt am Bach entlang durch den Wald, ich höre die Vögel pfeiffen, das Wasser plätschern und kann meinen Gedanken nachhängen. Gloriapata erreiche ich nach ca. 30min und muss einfach ein bisschen Pause machen und die Natur auf mich wirklen lassen. Hier hat es nicht 3 Tourgruppen am rumplantschen sondern nur ich und die Schmetterlinge welche das Wasserrauschen geniessen.

Zum Sol Naciente ist es 1h weiter, ich laufe am Parkrand entlang, auf der einen Seite Bäume, auf der anderen Seite Kuhweide. ICh entdecke einige Tauben, kleine Loros und sogar nochmals einen Gallito de Roca! Kurz vir dem zweiten Wasserfall komme ich durch eine kleine Siedlung, eine Community von ca. 5 Häusern wo mich der Hund anbellt und die Kuh stoisch anstiert. Dann erreiche ch den Sol naciente und kann mich endlich etwas abkühlen. Es ist heiss und drückend, mein Tshirt ist anss als hätte ich gebadet. ICh essse meine MAngos und Bananen mit Krackers, springe nochmals unter die Naturdusche und mache mich dann auf den Weg zurück. Die Wanderung war schon fast wie Meditieren und hat mir ganz gut getan.

Nach dem Rückweg bin ich wieder verschwitzt. Ein Mototaxi liest mich am Strassenrand auf und Fährt mich zu der Cueva de las Pavas welche auf halbem Weg zu Tingo Maria leigen. Dort kann ich nochmals ins Wasser springen und etwas sünnele bevors zurück nach Tingo geht wo ich mir einen grossen Becher Galce mit Fruchtsalat gönne.

Tingo Marias Natur ist wunderbar und es gäbe noch einige Orte mehr welche inen Besuch wert wären. Allerdings ist es manchmal etwas schwierig dort hinzukommen mit dem ÖV und eine Tourgruppe von 4 Leuten zusammenzukriegen die etwas laufen wollen ist mit den Peruanern etwas schwierig. Tingo hat noch extrem Luft nach oben was Organistation der Tours betrifft und auch was das Marketing für Internationale Reisende angeht. In meinem Reiseführer kommt die Stadt schon gar nicht erst vor. Klar, es ist noch nicht lange her, da war es gefährlich hierhin zu kommen. Ich habe mich in Tingo aber nie unsicher gefühlt, höchstens ein wenig beobachtet. Ich bin überzeugt ich war die einzige Europäerin in der ganzen Stadt. Leute schauten mir nach oder grüssten mich ein wenig zu offensichtlich. Das ist manchmal ein wenig unangenehm, kann aber ignoriert werden. Ich denke mit mehr Touristen legt sich das schnell. ICh werde Tingo Maria auf alle Fälle weiterempfehlen, vor allem der Nationalpark mit seinen wunderschönen Wasserfällen hat es mir wirklich angetan!

Ich freue mich nun schon auf meine nächste Station in der Selva peruana: Tarapoto.

Von Huanuco nach Tingo Maria

Auch am meinem letzten Tag in Huanuco begleitet mich Steell in ein weiteres Dörfchen. Heute machen wir einen Töfflitrip nach Churubamba. Um 8Uhr stehe ich auf, es hat die ganze Nacht geregnet und die Wolken hängen immernoch über der Stadt wie man aus meinem Zimmer im 6. Stock gut sehen kann.

Wir haben auf 8Uhr abgemacht, ich dusche und frühstücke meine Mango noch ganz in ruhe, lese Zeitung gehe meine Wäsche in der Wäscherei abholen. Um 9Uhr rufe ich Steell an der meint er komme gleich. Eine halbe Stunde später fährt er mit seinem Roller vor. Wir quetschen uns erstmal durch den STadtverkehr um bei seinem Kollegen einen Helm für mich auszuleihen. Dann muss Steell etwas essbares haben und wir kehren auf einen Tee mit Chorizo-Sandwich in einem Cafe ein.

Nach dem 2. Frühstück gehts aber wirklich ab auf die grosse Strasse wo wir im Slalom um Autos, Truks und Vans kurven bis wir aus der Stadt raus kommen. Von da an gehts sehr zügig. Erst halten wir bei Santa Maria del Valle, kurven kurz um die Plaza de Armas und kaufen uns Wasser.

Dann gehts weiter richtung Churubamba. Hinten auf dem Moto habe ich eine tolle Aussicht auf die Landschaft während mir der Wind um die NAse pfeifft. Ich mag Töfflifahren sehr, aber die grosse Strasse hat mir ein wenig zu viele Autos die ziemlich kranke Überholmanöver veranstalten. So bin ich ganz happy als wir von der Hauptstrasse abbiegen und nun auf einer kurzen Piste zum Dorf Churubamba holpern. Hier ist es ziemlich abgelegen und ruhig, wir fahren an Mais- und Kartoffelfeldern vorbei. Dann kommt das kleine Dorf in Sicht.

Steell meint das sei so das typischste Dorf in der Gegend, die Familien hier leben schon seit Generationen da. Die Kirche und die Plaza sind hübsch, wir sehen uns kurz den Markt an und suchen dann einen Parkplatz fürs Moto. Churubamba hat ein kleines Museum, nur 1 Raum, mit Fundstücken aus der Präinkazeit aus nahen AUsgrabungen. Die Hauptattraktion sind die Mumien die man in Chullpas etwa 4h von hier gefunden hat. Sowohl erwachsene wie auch Kinder wurden einbalsamiert und zT mit Netzten oder Stoffen bedeckt in Fötsstellung bestattet. Man nimmt an, dass dies nur für wichtige Persönlichkeiten gmeacht worden war, sie waren also vielleicht Schamanen oder Familie des Herrschers oder Ältester. Am Boden um die Mumien haben Leute Kokablätter hingelegt, der Besitzer meint sie würden den Verstorbenen Ahnen so Ehre erweisen. Manche kriegen es sogar hin die Blätter unbemerkt in die Glasvitrine zu schmuggeln.

Der Besitzer des Museums meint auch dass am Schädel eines der gefundenen Mädchen eine Operationsnarbe zu erkennen sei. Ich bin mir da nicht so ganz sicher, es wäre sicher sehr spannend einen offiziellen Befund dieser Mumien zu lesen. Ausserdem hat es hier verschiedenste Tongefässe, Keramik, Skulpturen und Werkzeuge die gefunden wurden aus den verschiedensten Zeitalter an etwa 5 Fundorten. Wir sehen uns alles sehr genau an und lassen den besitzer stolz die manchmal etwas verrückte und ich denke übertrieben Geschichte der einzelnen Stücke erzählen. Dann setzten wir uns wieder aufs Moto und fahren zurück nach Huanuco. Es tröpfelt ein wenig udn wir geben gas damit wir zumindest nicht auf der Piste steckenbleiben, denn wenn es hier anfängt zu regnen habenw ir einen haufen Schlamm.

Zurück in der Stadt steigen wir bei einem Bandkollegen von Steell ab welcher einen Internetsalon betreibt. Drinnen herrscht die ewige Nacht damit die Gamer ihren Bildschirm sehen und auch ja die Zeit vergessen wenn sie am spielen sind. Steell meint er wisse den perfekten Ort um essen zu gehen. Allerdings müssten wir einen freund mitnehmen mit einem grösseren Motorrad denn mit sienem kleinen Furzer würde das zu zweit zu lange dauern. Also warten wir auf seinen Freund Willy. Der kommt und kommt nicht. Wir schreiben ihm, er meint er sei gleich da. Eine halbe Stunde später hat sogar Steell genug und wir fahren zu seinem Haus. Dort ist sein Kollega gerade gemütlich sein Fahrrad am bereitmachen. Naja, zumindest können wir jetzt gehen… Willy ist Anwalt, ca. 40 Jahre alt und hat einen kaputten Fuss weshalb er nur sehr schlecht gehen kann. Er hat deshalb auf Motorrad umgesattelt. Er selbst ist ein ziiemlicher Bär, hinter ihm auf dem Moto kriege ich so fast keinen Wind mehr ab und es ist ziemlich angenehm. Eimal aus der STadt draussen meint er ich solle mich gut festhalten und gibt ziemlich gas. Die Strasse hat nur wenige Schlaglöcher, Willy fährt so weit ich das beurteilen kann sehr ruhig und gut und es hat nicht so viele Autos jetzt am Nachmittag, trotzdem frage ich mich in mancher kurve was wohl wäre wenn wir jetzt das Gleichgewicht verlieren oder uns ein Auto die Kurve schneidet. Wir fahren zwischenzeitlich sicher um die 100km/h. Wenn ich aber gerade nicht an die möglichkeit meines nahen Todes denke ist die Ausfahrt ziemlich cool! Die Hänge formen bald sowas wie einen kleinen Canyon, der FLuss naben usn plätschert, Eukalyptus liegt in der Luft. Das Wetter ist nicht sonnig aber auch nicht kalt und es hat aufgehört zu tröpfeln. Ich geniesse einfach die kurvige Fahrt und sehe mir die Landschaft an. Leider gibts davon keine Fotos da man schlecht durch die Gegend blochen und gleichzeitig fotographieren kann.

Nach ca. 1.5h halten wir mitten im Nirgendwo bei einem pinken HAus am Rande des Highways mit der Aufschrift MAdrid. Aha, wir sind weit gekommen….

Willy meint das sei das beste Restaurant für Chicharron de Pollo (Sowas wie fritiertes Poulet…? Also einfach Poulet, mit Kartoffeln anstatt mit Reis). Steell kommt etwa 10min nach uns an, er fährt auch ganz geren Töff, er ist ziemlich happy. Dann gibts einen warmen Tee, eine flasche Inkacola und Hühnchen. Das Essen ist wirklich ziemlich gut (abgesehen davon dass ich mal wieder Gemüse sehen will) und wir haben eine angeregte Diskussion über die (blöden) Eukalyptusbäume und allgemein Naturschutz in Peru.

Nach einer guten Stunde machen wir uns auf den Rückweg. Mein Hintern meint dass sei dann genug Motorrad für die nächsten 3 Tage, aber bis nach Huanuco muss er noch durchhalten. Um 5Uhr sind wir zurück an der Plaza und ich freue mich darauf meine Beine und Hintern warm zu duschen.

Nach einer kurzen Siesta holt mich Steell um 7Uhr fürs Abendessen. Josué ist auch dabei. Nach dem Mitagessen brauche ich dringend mal wieder Milchprodukte udn nur einen kleinen Znacht. Wir spazieren zum Einkaufzentrum, kaufen Yogurt, Saft und Vodka, also eine Ausgewogene MAhlzeit und verziehen uns in den 2. Stock wo es Tische zum Essen hat. Draussen hat es angefangen zu regnen. Steell und Josue kennen die Halbe STadt und alle 10min steht jamnd anderst am Tisch um Hallo zu sagen. IRgendwann kommt Freddy dazu, auch ein Bandmember. Nach der halben Flasche kommt irgendwann die AUfsicht und wir verdünnisieren uns mit dem Alkohol. Das wEter ist wieder etwas besser. Auf der anderen Seite des Huallaga gibt es einen Park im STadtteil Amarylis. Da gehen wir hin und setzten uns auf die MAuer unter den Bäumen beim Fluss, hier ist es trocken. Die Jungs singen und Freestylen, ich bin auch heute sehr beeindruckt, es tönt alles wirklich gut…! Freddy kann ausserdem Rappen. Wir habens sehr lustig und Josué erfindet ein Abschiedslied welches ich für Huanuco singen muss. Diese Jungs sind zwar ein haufen SPinner aber sie sind sehr sympatische nette Spinner.

Allzuviel trinken leigt bei mir dann aber nicht drin, ich muss morgen 2.5h Auto nach Tingo Maria überleben. So bin ich kurz vor 12 wieder im Hotel mit einem sehr eckeren Cheesburger während die Jungs wohl nich weiterziehen. So denke ich mir schon dass es Steell mirgen nicht um halb9 ins Hotel schafft. Als ich allerdings schon dreiviertelstunden auf ihn warte während ich mit meinem ganzem Pack die Rezeption verstopfe ist es mir zu blöd. Ich muss weiter. Ich rufe ihn an, aber er ist wohl noch gar nicht wach. Also sage ich dem Mototaxi einfach er soll mich dorthin bringen wo die Autos fahren und komme in 1min an, der Stand war gleich biem Hotel um die Ecke…

Innerhalb von 5min hat sich ein volles Auto nach Tingo gefunden, alles eingeladen und abgehts. Steell muss sich leider mit einem SMS abfinden. Die Fahrt nach Tingo ist von dem her sehr interessant weil wir von der Sierra voll in die Selva hineinfahren. Dieserübergang geschieht nach einem Tunnell. Vorher ist alles kahl und braun und trocken, nach dem Tunnell ist alles grün, feucht und neblig. Der Übergang ist sehr extrem. Juhuu Selva 😀 ICh sehe aus dem Fenster an das ich in jeder Kurve gequetscht werde (der ganze Weg besteht nur aus Kurven) und erfreue mich an der Natur. Als wir von den Bergen herunterfahren wird es schwüler und wir lassen die Nebel hinter uns. Tingo Maria dann ist wie Villa Rica, einfach in gross. Ich werde bei dem Hotel welches mir Steell empfohlen hat abgeladen und beziehe mein viel zu grosses Einzelzimmer.In dieser Stadt gibt es keien Backpckerhostels, allgemein gibt es hier einfach keine ausländischen Touristen sondern oft Peruaner aus Huanuco oder Lima welche für ein Wochenende in die Selva fahren wollen. Es ist schöööön warm hier! Ich ziehe einen Rock an und suche mir ein Restaurant. Als ich die Plaza, welche hier eingentlich eine etwas grössere Fussgängerzone inmitten zweier sTrassen ist ablaufe stelle ich aber fest das heute, Dienstag, fast alle Geschäfte und Restaurants zu sind. Ich finde dann doch noch was (Poulet mir Reis, oh yesss) und mir wird erklärt das heute Feriado ist, also Feiertag. Man Gedenkt dem Jahrestag der Schlacht von Angamos, ich glaube das war gegen die Chilenen. Ok, so ohne jelgiche offene Attraktion gehe ich bei einem Hotel vorbei welches Tours anbietet. Auch diese Info hat zu, aber man kann mir einen Flyer mitgeben, ich solle doch anrufen. Ich spaziere noch ein wenig durch die Stadt, kaufe mir Granadilla und Wasser.

Dann kehre ich zum Hotel zurück. Eingentlich wollte ich hier in Tingo MAria mich ja mit Lucho treffen. Aber der kommt gerade nicht aus Atalaya, wo er arbeitet weg. Das Problem ist, dass man um nach Atalya zu kommen entweder mit einem kleinen Flieger von Pucallpa aus einfleigen, oder einen Tag Bootsfahrt auf sich nehmen muss. Die Flüge waren schon alle voll und Lucho hat viel zu tun. ICh bin etwas traurig ihn nicht sehen zu können… aber zumindest kann ich seine Stadt kennenlernen. Er hat mir ein paar Tipps gegeben. Also rufe ich den Chefe der Tours an und mach mit ihm einen Plan für morgen. Den Rest des Nachmittags verbringe ich mit chillen. Es gibt wirklich nichts was ich heute sonst hier tun kann und man hat mir mehrmals nahe gelegt nicht unbedingt alleine im dunkeln hier rumzuwandern. ICh habe schon gemerkt dass ich hier auffalle. Ich glaube ich bin die einzige Europäerin in der ganzen Stadt. Und manchmal ist es auch ganz gut mal niemandem etwas erzählen zu müssen. Das Hotel sit ziemlich schön, das Internet funktioniert und ich kriege TV Signal. Ich mache also einen Ego-Filmabend mit Oreos und Granadilla anstatt Chips.

Huanuco – Kotosh, Ambo & Huacar

Heute steht wohl keiner der feiernden vom gestern früh auf. Ich hatte mit Steell um 9Uhr abgemacht, den Wecker aber gleich auf halb1 gestellt, der kommt eeh nicht rechtzeitig. Ich stehe auf, dusche, ziehe mich und mache den Rucksack bereit, dann rufe ich Steell an. Er meint in 30min. Ich gehe mir also ein Frühstück suchen und finde gleich um die Ecke frische Tamales (Polenta mit einem Stück Schwarte, eingewickelt in ein Bananenblatt). Dann, um 10Uhr, trifft auch Steell ein. Wir wollen ein Mototaxi zur Ruine Kotosh nehmen und Steell regt sich auf dass die ersten 3 bei meinem Anblick bis zum 3fachen vom normalen Fahrbreis verlangen. Wir finden aber aber einen Motocarro welcher uns dann für die angemessenen 5Soles die 10min zur archäologischen Stätte rausfährt. Es ist Sonntag vormittag, die Sonne scheint und die Ruine ist vollgestopft mit Reisegruppen. Da wir am plaudern sind latschen wir einfach einer Gruppe hinterher und merken erst nachdem wir die Brücke auf die andere Seite des Flusses passiert haben dass wir am Ticketschalter vorbeigelaufen sind ohne das jemand reklamiert hätte. Naja, einmal 20 soles gespart.

Erst sehen wir uns die Miniausstellung zur Ausgrabung an. Die Japaner haben hier vorallem Geld reingesteckt als klar wurde dass es hier Präinkaruinen gibt. Mehrere Tempel wurden hier mit der Zeit errichtet, niedergerissen und wieder neu erbaut. Der HAuptfund sind zwei Steine mit Reliefs von gekreuzten Händen. Die grösseren Hände werden einem Mann, die kleineren einer Frau zugeschrieben. Der Tempel (erbaut ca. 1800 vChr) in dem sie gefunden wurde hat 3 ebenen, in der Mitte eine Feuerstelle und Drainagekanäle. Weiter sieht man die Grundrisse von zwei weitern neuen Tmeple in denen auch Keramik gefunden wurde, währenddessen der Tempeld er gekreuzten Hände zu alt ist um Keramiken aufzuweisen.

Die Anlage ist eher klein und es hat gerade sehr viele Touristen. Wir müssen fast eine halbe Stunde warten um kurz 5min den Händetempel reinzukommen. Dafür haben wir Zeit den Erklärungen der Guides zuzuhören. Die Hände sollen demnach vielleicht Freundschaft, Zusammenhalt oder Familie bedeutn. Andere Theorien sagen sie seien emblematisch für das Kreuz des Südens am Nachthimmel…. Naja wir werdens wohl nie wissen, denn die Kotosh-Mito Kultur kannte keine Schrift und somit keine Überlieferungen.

Steell und ich fahren zurück in die Stadt und essen Ceviche in einem sehr typischen Restaurant. Dann werde ich in ein Sammeltaxi verfrachtet um am Nachmitag die Nahen Dörfer Ambo und Huacar kennenzulernen. Ambo hat eine hübsche Plaza und sei einfach sehr typisch für die Dörfer in dieser Gegend.

Huacar ist etwas spezieller, da man sagt dass es hier viele HExer gibt. Man könne sichhier von jeder Krankheit heilen lassen. Allerdings ist heute Sonntag und die Heiler haben Pause. Steell und ich begnügen uns damit ein Recreo mit einem kleinen und sehr traurigen Zoo anzuschauen, ein ewnig durch die Gassen zu schlendern und uns dann zurück nach Ambo bringen zu lassen wo wir Candys Pastelle finden wollen. Hier soll es die besten Kuchen in der Gegend geben. Nach 3mal Fragen kommen wir zum Ziel und wirklich die Süssigkeiten sind grandios!

Um halb6 sind wir zurück in Huanuco und machen dasselbe wie gestern: duschen, Siesta, umziehen und dann raus fürs Abendessen. Nur das Steell es gar nicht mehr aus dem Bett schafft.Also gehe ich mich selbst versorgen und um die Ecke in die Pizzeria die sich wirklich alle Mühe gibt italienisch zu wirken. Die Pizza ist gut, aber halt nicht wirklich italienisch, hier fehlt einfach der richtige Käse… Dann setzte ich mich im Hotel aufs Bett und quatsche 3Stunden mit meinem Brüderherzchen der aus den USA anruft. Es tut gut wiedereinmal schweizerdeutsch zu sprechen! Und ja ich vermisse ihn ja schon etwas… Um knapp 11Uhr muss ich auflegen, da das Hotel eher hellhörig ist (musste mir ehute morgen die NAchrichten mitanhören als mein Nachbar um 7Uhr den Fernseher eingeschaltet hat…) und mache mich also Bettfertig. Steell will morgen um 7Uhr da sein, Wecker also auf halb8 und gute Nacht.

Huanuco – La Perricholi & Cachigaga

Um viertelvor11 treffe ich Steell in der Rezeption. Eigentlich kennen wir uns gar nicht so gut, wir hatten in Cuenca einen Tag zusammen im Parque Cajas verbracht und danach die ganze Nacht durchgefeiert. Am nächsten morgen mussten Dominique und ich ziemlich schnell abreisen, deshalb hatten wir uns nichtmal mehr verabschieden können. Und trotzdem fühle ich mich als würde ich einen alten Bekannten treffen. Steell ist Musiker aus PAsion, arbeitet aber bei seinem Vater im Geschäft wo er sozusagen die Bauüberwachung macht das heisst er organisiert die Handwerker, schaut das nichts kaputtgeht, bespricht mit den Auftraggebern das Design und die Ausführung. Just im Moment hat er aber ein paar Tage frei wegen eines Wassrschadens im eigenen Office. Er kann mich also ohne weiteres ein bisschen herumführen meint er.

Mein Hotel ist ein Häuserblock von der Plaza de Armas entfernt. Da steht auch Huanucos neue, moderne und ultrahässliche Kathedrale. Wir machen aber gar nicht erst halt hier sondern nehem gleich ein Auto nach Tomayquichua, ein Dorf etwa 20min ausserhalb der Stadt. Huanuco selbst ist etwa gleich gross wie Schaffhausen von den Einwohnern her, kommt mir aber grösser vor. Die Häuser sind mehrheitlich aus roten Ziegeln und es errinnert mich sehr an Huancayo, welches ebenfalls in den Bergen liegt. Allerdings ist es hier, im Gegensatz zu Huancayo angenehm warm. Die Hügel rund um die Stadt, welche langestreckt in einem Tal liegt sind karg und trocken. Es wachsen Agaven, Kaktusse und der obligate Eukalyptus, nicht sehr viel mehr. Angepflanzt wird Mais, Kartoffel und Zuckerrohr, wie ich später noch lernen werde.

In Tomayquichua lebte im 18.Jh eine Schauspielerin mit dem Namen Maria Micaela Villegas. Sie wurde bekannt als Mätresse des Königs, weshlab man sie Perra Chola nannte, was eingeltich sehr rüde ist da es Hündin bedeutet. Die Leute mochten Maria aber sehr, deshlab wurde ihr Übernahme zu La Perricholi verbessert, was ein wenig netter tönt. Steell und ich essen erst ein Picante de Cuy (MEerschweinchen, sehr typisch für die Gegend) in einem Recreo (einem grossen Freizeitcenter für Familien am Wochenende mit Spielplatz, Hotel und Pool), dann gehen wir uns das Minimuseum in dem Haus der perricholi ansehen. Dort kann man ihr Bett, ihre Kleider, ein paar Gemälde, Bilder und Fotos, sowie die Küche und den Garten mit Brunnen ansehen.

Das ganze ist hübsch gemacht und Steell kann mit auch die ganze Geschichte der Perricholi erzählen. Dann spazieren wir durchs Dorf an einer grossen Hochzeitsfeier vorbei, weiter zur Kirche wo ca. 20Leute gerade den Namenstag der Dorfheiligen feiern mit Blasmusik und Tanz und von da über Land zum nächsten Dorf. Unterwegs daten wir uns über unser Leben ab. Steell möchte unbedingt wieder reisen gehen, nach Europa und Afrika wenn möglich. Er plant nächstes Jahr nach Prag zu fliegen.

Wir spazieren dem Fluss Hullaga nach. Auf halbem weg zum nächsten Dorf kommen wir an der Hacienda Cachigaga vorbei. Hier liess sich vor ca. 3 Generationen eine italienische Familie nieder und kauften extrem viel Land. Dies verpachteten sie an Bauern welche es bewirtschafteten und Zuckerrohr anpflanzten. Dieses wurde in der Hacienda zu Agua Ardiente (Feuerwasser, also Schnaps) verarbeitet. Nach der Agrarreform 1969 wurden die Felder den Bauern zurückgegeben und die HAcienda musste den Zuckerrohr von ihnen abkaufen. Sie blieb aber bis heute bekannt als die Herstellerin des besten Zuckerrohrschnaps der Welt. Steell erklärt mir das alles während wir die HAcienda erkunden. MAn sieht die Zuckerrohrpresse welche mit einem Wasserrad betrieben wird, sowie die Gärtanks und die alte, sowie die neue Destillationsanlage. Dann können wir im Hausshop ein paar der Produkte degustieren. Beim Agua Ardiente schüttelt es mich richtig, der ist richtig stark. Mit Anis wird das ganze nicht besser, bääh… gut finde ich allerdings den Honig welchen sie ebenfalls gewinnen und den sogenannten Nectar de Caña (Zuckerrohrnektar, einfach gepresstes Zuckerrohr), die sind schön süss 🙂

Wir wandern weiter der staubigen Strasse nach bis nach Pampas. Wie gesagt ist die Natur hier eher trocken, die Bäume etwas stachlig und knorrig, alles ist eher braun als grün. Immer geht ein Wind und trägt einem Staub und Sand in die Augen. In Pampas nehmen wir ein Taxi bis an den Stadtrand von Huanuco.

Von dort laufen wir, an der Universität vorbei zur Plaza San Sebastian mit seiner hübschen blauen Kirche. Auch ein Löwe ziert den Park, die Huanuceños nennen sich selbst nämlich Caballeros de Leon, die Löwenkavalliere. Das hat irgendwas mit dem König zu tun der anscheinend einmal meinte es gäbe nirgends in Peru so viele studierte Leute wie in Huanuco.

Als wir wieder auf der Plaza de Armas stehen ist es schon 5Uhr nachmittags und ich muss dringend unter die Dusche. Steell und ich verabschieden uns, machen uns frisch, eine Stunde Siesta und dann treffen wir uns um 7 wieder bei mir im Hotel. Bzw um halb8 da Steell die pünkltichkeit eines waschechten Peruaners hat. Er hat Josué, einen Freund welcher bei ihm in der Rockband spielt, und eine Gitarre dabei. Wir kaufen uns eine Flasche Rum und Cola und setzten uns auf die Puente Calicanto. Das interressante an dieser Brücke ist dass man zu ihrer Konstruktion unter anderem Eiweiss gebraucht hat um die Steine zusammenzukleben. Ausserdem war hier noch irgendwie eine Schlacht gegen die Spanier oder so, Steell hat das ganze mit sehr viel Motivation vorgetragen aber ist immer wieder abteschweift, deshlab hab ich sam Schluss nicht mehr ganz gecheckt. Als die Flasche leer ist gehts weiter zum Kiosk und mit der zweiten Flasche in einen nahen Park. Weitere Freunde treffen ein, alles Musiker. Die Gitarre wird ausgepackt und die Jungs singen und musizieren und schaukeln mit jedem Becher besser. Irgendwann um 12Uhr wird es kalt und wir vergelgen die Outdoorparty in die Disco bis ich um 2Uhr fast stehend einschlafe. Die Jungs bringen mich zum Hotel und Steell nötigt den Nachtwächter mich bis in den 6. Stock zu begleiten was ich jetzt doch ein wenig übertireben finde weshalb ich den armen Jungen nach 2 Stöcken wieder nach unten schicke. Ich finde auf meinem Nachttisch noch eine Mango zum Znacht und dann schlafe ich wie ein Stein.

Von Villa Rica nach Huanuco

Am Donnerstag habe ich nochmals Zeit in Villa Rica um mich mit Freunden zu treffen. Erstmal habe ich zum Zmittag mit Naara abgemacht. Vorher wollte ich noch an den Oconal (die Lagune) aber das Wetter speilt nicht mit. Trotzdem muss ich um 11Uhr au sdem Haus, das Zimmer engt mich ein. Ich will eigentlich einfach ein wenig zu Sylvia ins Cafe sitzen, auf dem Weg ruft aber jemand meinen Namen. Auf der anderen STrassenseite winkt mir Claver zu. Er war neben Roberto der zweite Tecnico von Desco und war 3Monate mit uns im Feld bevor sie ihn leider wegen Geldproblemen vorläufig berulauben mussten. Er arbeitet nun bei einer Bank. Ich bin etwas erstaunt dass er mich wiedererkannt, wird aber wohl über andere Leute mitbekommen haben dass ich in der STadt bin. Wir stehen also sicher eine halbe Stunde im Eingangbereich der Bank und plaudern. Bis kurz vor 12, dann muss ich weiter zu Naara und Edmundo. Diese beiden wieder zu sehen ist eine Freude, Naara ist eine sehr aufgestellte lustige Person und war damals sowas wie die beste Freundin von Gianna. Ihre Mutter kommt aus den USA wo sie auch einige JAhre gelebt hat, deshab spricht sie muttersprachlich sowohl spanisch als auch englisch. In Villa Rica ist sie die Adresse um englisch zu lernen. Edmundo ist ihr Freund, sein Geschäft ist es Bier herzustellen. Naara war auch erst gerade in Bolivien bei ihrer Mutter in Cochabamba und wir erzählen uns gegenseitig vom Reisen. Dann werden alle bekannten Leute in Villa Rica durchgegeangen, wer macht was und hat was mit wem. Der Zmittag ist sehr unterhaltsam und es ist schade haben wir beide nicht mehr Zeit füreinander. Ich werde morgen abfahren, deshalb reicht es nicht mehr für ein grosses Gefeste oder so.

Nach dem Essen gehe ich ins Büro von Desco um die Leute vom arbeiten abzuhalten hehe. Nilton ist da und wir fahren zusammen ein paar Meter durch Villa Rica um den Wagen unterzustellen. Der grüne Pickup macht mich richtig glücklich, soooo viele Stunden habe ich da dringesessen, da einzusteigen ist fast wie nach Hause kommen 🙂 Nilton erzählt mir von seinen Kindern, ich sehe immer seine Fotos in Facebook wenn er mit ihnen etwas unternimmt. Dann laufen wir gemütlich zurück und ich gesprächle noch ein wenig mit Kike und versuche mir telefonisch für morgen den Bus von La Merced nach Huanuco zu reservieren. Das ist nicht ganz so einfach denn es regnet ein bisschen und die Verbindung ist extrem schlecht, ausserdem muss ich wie immer meinen NAmen dreimal buchstabieren. Es scheint aber geklappt zu haben…?

Um 3Uhr mache ich mich auf um noch ein wenig mit Carlos zu plaudern, der hat seinen eigenen Modeladen und ist immer froh wenn mal Unterhaltung daherkommt. Von dort gehe ich dann weiter zu Clavers Bank um unser Gespräch noch fortzusetzen. Um 5Uhr mache ich noch kurz ein paar Einkäufe (Yogurt, ich will mal wieder Yogurt!) und dann treffe ich mich noch ein letztes Mal vor der Weiterreise mit Roberto. Ich bin traurig, in sozusagen zurücklassen zu müssen, ich würde gerne nochmals mit ihm weiterreisen. Aber das geht einfach nicht, er muss zurück in den Dienst. Er weiss auch noch nicht ob er mich vor dem Abflug aus Lima nochmals sehen kann und so kann es sein dass ich ihn für lange lange Zeit zum letzten Mal sehe. Das ist nicht ganz einfach, aber schlussendlich müssen wir uns an der schönen Zeit die wir zusammen hatten erfreuen. Natürlich werde ich ihn vermissen, so wie all meine Freunde hier in Villa Rica auch. Aber ich bin mit sicher, irgendwann sehen wir uns wieder. Ich bin hier gefühlsmässig schon ein wenig zuhause und irgendwann werde ich wohl zurückkommen wollen.

Am nächsten Tag packe ich meinen Koffer und gehe nochmals zu Desco um Tschüss zu sagen. Auch hier, diese Leute werde ich alle sehr sehr vermissen und ich muss allen versprechen mich mal zu melden und irgendwann als Doctora wiederzukommen. Zum Zmittag bin ich mit Jennifer verabredet, wir klatschen über die halbe Welt, sie ist so eine Person die einem einfach glücklich macht, ein richtiger Sonnenschein. Genau was ich jetzt brauche, wo ich ein wenig bedrückt mich von Villa Rica wieder trennen muss. Nach einer Dosis Jenni geht es mir besser und ich kann mich aus Weiterreisen freuen!

Und es geht auch gleich los. Um ca 2Uhr belade ich ein Motocarro mit meinem Gepäck und fahre an den Terminal. Ziemlich schnell füllt sich das Auto nach La Merced. Um halb4 sind wir dort. Diese Strasse bin ich schon so oft gefahren, und ich hoffe ich werde irgendwann wieder durch diesen Wald fahren, an den Holzhäusern vorbei wo die Wäsche in den Fenstern flattert, vorbei an den Kaffeeplantagen, dem Fluss über die Brücke wo die Frauen Papa Rellena verkaufen.

In La Merced gehe ich schnurstracks zum Büro von Leon de Huanuco, der Busgesellschaft bei der ich reserviert habe. Natürlich hat niemand jemals von einer Reservation gehört, es hat aber noch freie Plätze im Nachtbus zum Glück. Der Fährt aber erst um 9, jetzt ist 4 Uhr. Ich lasse also meinen Koffer im Büro und spaziere einmal zur Plaza de Armas. Ich war schon früher hier, aber nur um kurz Geld abzuheben oder einen Brief aufzugeben. Nun sehe ich mir ein wenig die Läden an und setzte mich kurz auf eine Bank auf der Plaza.

Nach der Trinkpause nehme ich ein Moto und lasse mich zum Mirador hinauffahren. Auf dem HAusberg sthet (natürlich) ein grosses Kreuz und man hat aussicht über das ganze langgezogene La Merced, das doch grösser ist als ich gemeint habe.

Den Rückweg den Berg hinunter mache ich zu Fuss, ganz langsam um ein wenig Zeit zu vertrödeln, ich muss mich ja noch bis 9Uhr beschäftigen. Ich schlendere ien paar Strassen mehr hinunter und setzte mich dann in ein Cafe für einen Guanabanashake. Um 6Uhr wird es dann doch langsam dunkel und ich gehe zurück ins Office der Busgesellschaft. Im dunkeln will ich hier nicht alleine sein, La Merced ist bekannt für Diebstähle. Also setzte ich mich zu der Steckdose und ziehe mir ein paar Serien rein.

Ziemlich pünktlich um 9Uhr fährt der Bus vor. Nachdem ich das Office gesehen habe (ein paar Plastikstühle, 5min bis einem jemand bedient, kein Internet und totale Überforderung mit einem Ausländischen Pass bzw. einer Person die nicht 2 Nachnamen hat, hatte ich so meine Zweifel ob ich mich für die richtige Company entschieden habe… Aber der Bus ist modern, hat Klimaanlage und die Sitze sind konfortabel. Wir bekommen noch etwas kleines zu essen, dann schlafe ich ziemlich schnell ein und wache erst morgens um 3Uhr wieder auf. Draussen ist es stockdunkel und ich weiss es geht noch 2h bis Huanuco. Ich muss aufs Klo aber meine Sitznachbarin schläft und ich will sie nicht wecken. Also spiele ich was auf meinem Handy um mich abzulenken.

Ziemlich genau um 5Uhr fahren wir in die STadt ein. Vom Busoffice sind es nur 2 min mit dem Motocarro vor mein Hotel. Die Strassen sind eng und leer und ich mag es gar nicht dass mir niemand öffnet beim klingeln. ICh will hier nicht morgens um 5Uhr alleine mit Koffer und Rucksack ausgestellt herumstehen. Also rufe ich das Hotel an. Es ist die Nummer des Chefs der zwar abnimmt aber Zuhause ist. Einfach an die Tür hauen ist sein Kommentar. Und wirklich, das wird nun erhört und ich endlich eingelassen. Der Arme Nachtwächter muss dann meinen Koffer in den 6. Stock hochtragen wo ich mein Zimmer bekomme. Beettt ❤ Es gibt keine bequemeren Betten als jene nach einer Fahrt im Nachtbus. Ich schlafe wunderbar weiter bis 10Uhr. Dann ist es Zeit aufzustehen denn um 11 kommt mich Steel (ja der heisst so…) abholen. Ihn hatte ich auf meiner letzten Reise in Cuenca, Ecuador kennengelernt. Er ist gebürtiger Huanuceño und nimmt sich etwas Zeit mir die STadt und umgebung zu zeigen. Ich bin schon ganz gespannt was er alles für mich eingeplant hat.