Von Huanuco nach Tingo Maria

Auch am meinem letzten Tag in Huanuco begleitet mich Steell in ein weiteres Dörfchen. Heute machen wir einen Töfflitrip nach Churubamba. Um 8Uhr stehe ich auf, es hat die ganze Nacht geregnet und die Wolken hängen immernoch über der Stadt wie man aus meinem Zimmer im 6. Stock gut sehen kann.

Wir haben auf 8Uhr abgemacht, ich dusche und frühstücke meine Mango noch ganz in ruhe, lese Zeitung gehe meine Wäsche in der Wäscherei abholen. Um 9Uhr rufe ich Steell an der meint er komme gleich. Eine halbe Stunde später fährt er mit seinem Roller vor. Wir quetschen uns erstmal durch den STadtverkehr um bei seinem Kollegen einen Helm für mich auszuleihen. Dann muss Steell etwas essbares haben und wir kehren auf einen Tee mit Chorizo-Sandwich in einem Cafe ein.

Nach dem 2. Frühstück gehts aber wirklich ab auf die grosse Strasse wo wir im Slalom um Autos, Truks und Vans kurven bis wir aus der Stadt raus kommen. Von da an gehts sehr zügig. Erst halten wir bei Santa Maria del Valle, kurven kurz um die Plaza de Armas und kaufen uns Wasser.

Dann gehts weiter richtung Churubamba. Hinten auf dem Moto habe ich eine tolle Aussicht auf die Landschaft während mir der Wind um die NAse pfeifft. Ich mag Töfflifahren sehr, aber die grosse Strasse hat mir ein wenig zu viele Autos die ziemlich kranke Überholmanöver veranstalten. So bin ich ganz happy als wir von der Hauptstrasse abbiegen und nun auf einer kurzen Piste zum Dorf Churubamba holpern. Hier ist es ziemlich abgelegen und ruhig, wir fahren an Mais- und Kartoffelfeldern vorbei. Dann kommt das kleine Dorf in Sicht.

Steell meint das sei so das typischste Dorf in der Gegend, die Familien hier leben schon seit Generationen da. Die Kirche und die Plaza sind hübsch, wir sehen uns kurz den Markt an und suchen dann einen Parkplatz fürs Moto. Churubamba hat ein kleines Museum, nur 1 Raum, mit Fundstücken aus der Präinkazeit aus nahen AUsgrabungen. Die Hauptattraktion sind die Mumien die man in Chullpas etwa 4h von hier gefunden hat. Sowohl erwachsene wie auch Kinder wurden einbalsamiert und zT mit Netzten oder Stoffen bedeckt in Fötsstellung bestattet. Man nimmt an, dass dies nur für wichtige Persönlichkeiten gmeacht worden war, sie waren also vielleicht Schamanen oder Familie des Herrschers oder Ältester. Am Boden um die Mumien haben Leute Kokablätter hingelegt, der Besitzer meint sie würden den Verstorbenen Ahnen so Ehre erweisen. Manche kriegen es sogar hin die Blätter unbemerkt in die Glasvitrine zu schmuggeln.

Der Besitzer des Museums meint auch dass am Schädel eines der gefundenen Mädchen eine Operationsnarbe zu erkennen sei. Ich bin mir da nicht so ganz sicher, es wäre sicher sehr spannend einen offiziellen Befund dieser Mumien zu lesen. Ausserdem hat es hier verschiedenste Tongefässe, Keramik, Skulpturen und Werkzeuge die gefunden wurden aus den verschiedensten Zeitalter an etwa 5 Fundorten. Wir sehen uns alles sehr genau an und lassen den besitzer stolz die manchmal etwas verrückte und ich denke übertrieben Geschichte der einzelnen Stücke erzählen. Dann setzten wir uns wieder aufs Moto und fahren zurück nach Huanuco. Es tröpfelt ein wenig udn wir geben gas damit wir zumindest nicht auf der Piste steckenbleiben, denn wenn es hier anfängt zu regnen habenw ir einen haufen Schlamm.

Zurück in der Stadt steigen wir bei einem Bandkollegen von Steell ab welcher einen Internetsalon betreibt. Drinnen herrscht die ewige Nacht damit die Gamer ihren Bildschirm sehen und auch ja die Zeit vergessen wenn sie am spielen sind. Steell meint er wisse den perfekten Ort um essen zu gehen. Allerdings müssten wir einen freund mitnehmen mit einem grösseren Motorrad denn mit sienem kleinen Furzer würde das zu zweit zu lange dauern. Also warten wir auf seinen Freund Willy. Der kommt und kommt nicht. Wir schreiben ihm, er meint er sei gleich da. Eine halbe Stunde später hat sogar Steell genug und wir fahren zu seinem Haus. Dort ist sein Kollega gerade gemütlich sein Fahrrad am bereitmachen. Naja, zumindest können wir jetzt gehen… Willy ist Anwalt, ca. 40 Jahre alt und hat einen kaputten Fuss weshalb er nur sehr schlecht gehen kann. Er hat deshalb auf Motorrad umgesattelt. Er selbst ist ein ziiemlicher Bär, hinter ihm auf dem Moto kriege ich so fast keinen Wind mehr ab und es ist ziemlich angenehm. Eimal aus der STadt draussen meint er ich solle mich gut festhalten und gibt ziemlich gas. Die Strasse hat nur wenige Schlaglöcher, Willy fährt so weit ich das beurteilen kann sehr ruhig und gut und es hat nicht so viele Autos jetzt am Nachmittag, trotzdem frage ich mich in mancher kurve was wohl wäre wenn wir jetzt das Gleichgewicht verlieren oder uns ein Auto die Kurve schneidet. Wir fahren zwischenzeitlich sicher um die 100km/h. Wenn ich aber gerade nicht an die möglichkeit meines nahen Todes denke ist die Ausfahrt ziemlich cool! Die Hänge formen bald sowas wie einen kleinen Canyon, der FLuss naben usn plätschert, Eukalyptus liegt in der Luft. Das Wetter ist nicht sonnig aber auch nicht kalt und es hat aufgehört zu tröpfeln. Ich geniesse einfach die kurvige Fahrt und sehe mir die Landschaft an. Leider gibts davon keine Fotos da man schlecht durch die Gegend blochen und gleichzeitig fotographieren kann.

Nach ca. 1.5h halten wir mitten im Nirgendwo bei einem pinken HAus am Rande des Highways mit der Aufschrift MAdrid. Aha, wir sind weit gekommen….

Willy meint das sei das beste Restaurant für Chicharron de Pollo (Sowas wie fritiertes Poulet…? Also einfach Poulet, mit Kartoffeln anstatt mit Reis). Steell kommt etwa 10min nach uns an, er fährt auch ganz geren Töff, er ist ziemlich happy. Dann gibts einen warmen Tee, eine flasche Inkacola und Hühnchen. Das Essen ist wirklich ziemlich gut (abgesehen davon dass ich mal wieder Gemüse sehen will) und wir haben eine angeregte Diskussion über die (blöden) Eukalyptusbäume und allgemein Naturschutz in Peru.

Nach einer guten Stunde machen wir uns auf den Rückweg. Mein Hintern meint dass sei dann genug Motorrad für die nächsten 3 Tage, aber bis nach Huanuco muss er noch durchhalten. Um 5Uhr sind wir zurück an der Plaza und ich freue mich darauf meine Beine und Hintern warm zu duschen.

Nach einer kurzen Siesta holt mich Steell um 7Uhr fürs Abendessen. Josué ist auch dabei. Nach dem Mitagessen brauche ich dringend mal wieder Milchprodukte udn nur einen kleinen Znacht. Wir spazieren zum Einkaufzentrum, kaufen Yogurt, Saft und Vodka, also eine Ausgewogene MAhlzeit und verziehen uns in den 2. Stock wo es Tische zum Essen hat. Draussen hat es angefangen zu regnen. Steell und Josue kennen die Halbe STadt und alle 10min steht jamnd anderst am Tisch um Hallo zu sagen. IRgendwann kommt Freddy dazu, auch ein Bandmember. Nach der halben Flasche kommt irgendwann die AUfsicht und wir verdünnisieren uns mit dem Alkohol. Das wEter ist wieder etwas besser. Auf der anderen Seite des Huallaga gibt es einen Park im STadtteil Amarylis. Da gehen wir hin und setzten uns auf die MAuer unter den Bäumen beim Fluss, hier ist es trocken. Die Jungs singen und Freestylen, ich bin auch heute sehr beeindruckt, es tönt alles wirklich gut…! Freddy kann ausserdem Rappen. Wir habens sehr lustig und Josué erfindet ein Abschiedslied welches ich für Huanuco singen muss. Diese Jungs sind zwar ein haufen SPinner aber sie sind sehr sympatische nette Spinner.

Allzuviel trinken leigt bei mir dann aber nicht drin, ich muss morgen 2.5h Auto nach Tingo Maria überleben. So bin ich kurz vor 12 wieder im Hotel mit einem sehr eckeren Cheesburger während die Jungs wohl nich weiterziehen. So denke ich mir schon dass es Steell mirgen nicht um halb9 ins Hotel schafft. Als ich allerdings schon dreiviertelstunden auf ihn warte während ich mit meinem ganzem Pack die Rezeption verstopfe ist es mir zu blöd. Ich muss weiter. Ich rufe ihn an, aber er ist wohl noch gar nicht wach. Also sage ich dem Mototaxi einfach er soll mich dorthin bringen wo die Autos fahren und komme in 1min an, der Stand war gleich biem Hotel um die Ecke…

Innerhalb von 5min hat sich ein volles Auto nach Tingo gefunden, alles eingeladen und abgehts. Steell muss sich leider mit einem SMS abfinden. Die Fahrt nach Tingo ist von dem her sehr interessant weil wir von der Sierra voll in die Selva hineinfahren. Dieserübergang geschieht nach einem Tunnell. Vorher ist alles kahl und braun und trocken, nach dem Tunnell ist alles grün, feucht und neblig. Der Übergang ist sehr extrem. Juhuu Selva 😀 ICh sehe aus dem Fenster an das ich in jeder Kurve gequetscht werde (der ganze Weg besteht nur aus Kurven) und erfreue mich an der Natur. Als wir von den Bergen herunterfahren wird es schwüler und wir lassen die Nebel hinter uns. Tingo Maria dann ist wie Villa Rica, einfach in gross. Ich werde bei dem Hotel welches mir Steell empfohlen hat abgeladen und beziehe mein viel zu grosses Einzelzimmer.In dieser Stadt gibt es keien Backpckerhostels, allgemein gibt es hier einfach keine ausländischen Touristen sondern oft Peruaner aus Huanuco oder Lima welche für ein Wochenende in die Selva fahren wollen. Es ist schöööön warm hier! Ich ziehe einen Rock an und suche mir ein Restaurant. Als ich die Plaza, welche hier eingentlich eine etwas grössere Fussgängerzone inmitten zweier sTrassen ist ablaufe stelle ich aber fest das heute, Dienstag, fast alle Geschäfte und Restaurants zu sind. Ich finde dann doch noch was (Poulet mir Reis, oh yesss) und mir wird erklärt das heute Feriado ist, also Feiertag. Man Gedenkt dem Jahrestag der Schlacht von Angamos, ich glaube das war gegen die Chilenen. Ok, so ohne jelgiche offene Attraktion gehe ich bei einem Hotel vorbei welches Tours anbietet. Auch diese Info hat zu, aber man kann mir einen Flyer mitgeben, ich solle doch anrufen. Ich spaziere noch ein wenig durch die Stadt, kaufe mir Granadilla und Wasser.

Dann kehre ich zum Hotel zurück. Eingentlich wollte ich hier in Tingo MAria mich ja mit Lucho treffen. Aber der kommt gerade nicht aus Atalaya, wo er arbeitet weg. Das Problem ist, dass man um nach Atalya zu kommen entweder mit einem kleinen Flieger von Pucallpa aus einfleigen, oder einen Tag Bootsfahrt auf sich nehmen muss. Die Flüge waren schon alle voll und Lucho hat viel zu tun. ICh bin etwas traurig ihn nicht sehen zu können… aber zumindest kann ich seine Stadt kennenlernen. Er hat mir ein paar Tipps gegeben. Also rufe ich den Chefe der Tours an und mach mit ihm einen Plan für morgen. Den Rest des Nachmittags verbringe ich mit chillen. Es gibt wirklich nichts was ich heute sonst hier tun kann und man hat mir mehrmals nahe gelegt nicht unbedingt alleine im dunkeln hier rumzuwandern. ICh habe schon gemerkt dass ich hier auffalle. Ich glaube ich bin die einzige Europäerin in der ganzen Stadt. Und manchmal ist es auch ganz gut mal niemandem etwas erzählen zu müssen. Das Hotel sit ziemlich schön, das Internet funktioniert und ich kriege TV Signal. Ich mache also einen Ego-Filmabend mit Oreos und Granadilla anstatt Chips.

Huanuco – Kotosh, Ambo & Huacar

Heute steht wohl keiner der feiernden vom gestern früh auf. Ich hatte mit Steell um 9Uhr abgemacht, den Wecker aber gleich auf halb1 gestellt, der kommt eeh nicht rechtzeitig. Ich stehe auf, dusche, ziehe mich und mache den Rucksack bereit, dann rufe ich Steell an. Er meint in 30min. Ich gehe mir also ein Frühstück suchen und finde gleich um die Ecke frische Tamales (Polenta mit einem Stück Schwarte, eingewickelt in ein Bananenblatt). Dann, um 10Uhr, trifft auch Steell ein. Wir wollen ein Mototaxi zur Ruine Kotosh nehmen und Steell regt sich auf dass die ersten 3 bei meinem Anblick bis zum 3fachen vom normalen Fahrbreis verlangen. Wir finden aber aber einen Motocarro welcher uns dann für die angemessenen 5Soles die 10min zur archäologischen Stätte rausfährt. Es ist Sonntag vormittag, die Sonne scheint und die Ruine ist vollgestopft mit Reisegruppen. Da wir am plaudern sind latschen wir einfach einer Gruppe hinterher und merken erst nachdem wir die Brücke auf die andere Seite des Flusses passiert haben dass wir am Ticketschalter vorbeigelaufen sind ohne das jemand reklamiert hätte. Naja, einmal 20 soles gespart.

Erst sehen wir uns die Miniausstellung zur Ausgrabung an. Die Japaner haben hier vorallem Geld reingesteckt als klar wurde dass es hier Präinkaruinen gibt. Mehrere Tempel wurden hier mit der Zeit errichtet, niedergerissen und wieder neu erbaut. Der HAuptfund sind zwei Steine mit Reliefs von gekreuzten Händen. Die grösseren Hände werden einem Mann, die kleineren einer Frau zugeschrieben. Der Tempel (erbaut ca. 1800 vChr) in dem sie gefunden wurde hat 3 ebenen, in der Mitte eine Feuerstelle und Drainagekanäle. Weiter sieht man die Grundrisse von zwei weitern neuen Tmeple in denen auch Keramik gefunden wurde, währenddessen der Tempeld er gekreuzten Hände zu alt ist um Keramiken aufzuweisen.

Die Anlage ist eher klein und es hat gerade sehr viele Touristen. Wir müssen fast eine halbe Stunde warten um kurz 5min den Händetempel reinzukommen. Dafür haben wir Zeit den Erklärungen der Guides zuzuhören. Die Hände sollen demnach vielleicht Freundschaft, Zusammenhalt oder Familie bedeutn. Andere Theorien sagen sie seien emblematisch für das Kreuz des Südens am Nachthimmel…. Naja wir werdens wohl nie wissen, denn die Kotosh-Mito Kultur kannte keine Schrift und somit keine Überlieferungen.

Steell und ich fahren zurück in die Stadt und essen Ceviche in einem sehr typischen Restaurant. Dann werde ich in ein Sammeltaxi verfrachtet um am Nachmitag die Nahen Dörfer Ambo und Huacar kennenzulernen. Ambo hat eine hübsche Plaza und sei einfach sehr typisch für die Dörfer in dieser Gegend.

Huacar ist etwas spezieller, da man sagt dass es hier viele HExer gibt. Man könne sichhier von jeder Krankheit heilen lassen. Allerdings ist heute Sonntag und die Heiler haben Pause. Steell und ich begnügen uns damit ein Recreo mit einem kleinen und sehr traurigen Zoo anzuschauen, ein ewnig durch die Gassen zu schlendern und uns dann zurück nach Ambo bringen zu lassen wo wir Candys Pastelle finden wollen. Hier soll es die besten Kuchen in der Gegend geben. Nach 3mal Fragen kommen wir zum Ziel und wirklich die Süssigkeiten sind grandios!

Um halb6 sind wir zurück in Huanuco und machen dasselbe wie gestern: duschen, Siesta, umziehen und dann raus fürs Abendessen. Nur das Steell es gar nicht mehr aus dem Bett schafft.Also gehe ich mich selbst versorgen und um die Ecke in die Pizzeria die sich wirklich alle Mühe gibt italienisch zu wirken. Die Pizza ist gut, aber halt nicht wirklich italienisch, hier fehlt einfach der richtige Käse… Dann setzte ich mich im Hotel aufs Bett und quatsche 3Stunden mit meinem Brüderherzchen der aus den USA anruft. Es tut gut wiedereinmal schweizerdeutsch zu sprechen! Und ja ich vermisse ihn ja schon etwas… Um knapp 11Uhr muss ich auflegen, da das Hotel eher hellhörig ist (musste mir ehute morgen die NAchrichten mitanhören als mein Nachbar um 7Uhr den Fernseher eingeschaltet hat…) und mache mich also Bettfertig. Steell will morgen um 7Uhr da sein, Wecker also auf halb8 und gute Nacht.

Huanuco – La Perricholi & Cachigaga

Um viertelvor11 treffe ich Steell in der Rezeption. Eigentlich kennen wir uns gar nicht so gut, wir hatten in Cuenca einen Tag zusammen im Parque Cajas verbracht und danach die ganze Nacht durchgefeiert. Am nächsten morgen mussten Dominique und ich ziemlich schnell abreisen, deshalb hatten wir uns nichtmal mehr verabschieden können. Und trotzdem fühle ich mich als würde ich einen alten Bekannten treffen. Steell ist Musiker aus PAsion, arbeitet aber bei seinem Vater im Geschäft wo er sozusagen die Bauüberwachung macht das heisst er organisiert die Handwerker, schaut das nichts kaputtgeht, bespricht mit den Auftraggebern das Design und die Ausführung. Just im Moment hat er aber ein paar Tage frei wegen eines Wassrschadens im eigenen Office. Er kann mich also ohne weiteres ein bisschen herumführen meint er.

Mein Hotel ist ein Häuserblock von der Plaza de Armas entfernt. Da steht auch Huanucos neue, moderne und ultrahässliche Kathedrale. Wir machen aber gar nicht erst halt hier sondern nehem gleich ein Auto nach Tomayquichua, ein Dorf etwa 20min ausserhalb der Stadt. Huanuco selbst ist etwa gleich gross wie Schaffhausen von den Einwohnern her, kommt mir aber grösser vor. Die Häuser sind mehrheitlich aus roten Ziegeln und es errinnert mich sehr an Huancayo, welches ebenfalls in den Bergen liegt. Allerdings ist es hier, im Gegensatz zu Huancayo angenehm warm. Die Hügel rund um die Stadt, welche langestreckt in einem Tal liegt sind karg und trocken. Es wachsen Agaven, Kaktusse und der obligate Eukalyptus, nicht sehr viel mehr. Angepflanzt wird Mais, Kartoffel und Zuckerrohr, wie ich später noch lernen werde.

In Tomayquichua lebte im 18.Jh eine Schauspielerin mit dem Namen Maria Micaela Villegas. Sie wurde bekannt als Mätresse des Königs, weshlab man sie Perra Chola nannte, was eingeltich sehr rüde ist da es Hündin bedeutet. Die Leute mochten Maria aber sehr, deshlab wurde ihr Übernahme zu La Perricholi verbessert, was ein wenig netter tönt. Steell und ich essen erst ein Picante de Cuy (MEerschweinchen, sehr typisch für die Gegend) in einem Recreo (einem grossen Freizeitcenter für Familien am Wochenende mit Spielplatz, Hotel und Pool), dann gehen wir uns das Minimuseum in dem Haus der perricholi ansehen. Dort kann man ihr Bett, ihre Kleider, ein paar Gemälde, Bilder und Fotos, sowie die Küche und den Garten mit Brunnen ansehen.

Das ganze ist hübsch gemacht und Steell kann mit auch die ganze Geschichte der Perricholi erzählen. Dann spazieren wir durchs Dorf an einer grossen Hochzeitsfeier vorbei, weiter zur Kirche wo ca. 20Leute gerade den Namenstag der Dorfheiligen feiern mit Blasmusik und Tanz und von da über Land zum nächsten Dorf. Unterwegs daten wir uns über unser Leben ab. Steell möchte unbedingt wieder reisen gehen, nach Europa und Afrika wenn möglich. Er plant nächstes Jahr nach Prag zu fliegen.

Wir spazieren dem Fluss Hullaga nach. Auf halbem weg zum nächsten Dorf kommen wir an der Hacienda Cachigaga vorbei. Hier liess sich vor ca. 3 Generationen eine italienische Familie nieder und kauften extrem viel Land. Dies verpachteten sie an Bauern welche es bewirtschafteten und Zuckerrohr anpflanzten. Dieses wurde in der Hacienda zu Agua Ardiente (Feuerwasser, also Schnaps) verarbeitet. Nach der Agrarreform 1969 wurden die Felder den Bauern zurückgegeben und die HAcienda musste den Zuckerrohr von ihnen abkaufen. Sie blieb aber bis heute bekannt als die Herstellerin des besten Zuckerrohrschnaps der Welt. Steell erklärt mir das alles während wir die HAcienda erkunden. MAn sieht die Zuckerrohrpresse welche mit einem Wasserrad betrieben wird, sowie die Gärtanks und die alte, sowie die neue Destillationsanlage. Dann können wir im Hausshop ein paar der Produkte degustieren. Beim Agua Ardiente schüttelt es mich richtig, der ist richtig stark. Mit Anis wird das ganze nicht besser, bääh… gut finde ich allerdings den Honig welchen sie ebenfalls gewinnen und den sogenannten Nectar de Caña (Zuckerrohrnektar, einfach gepresstes Zuckerrohr), die sind schön süss 🙂

Wir wandern weiter der staubigen Strasse nach bis nach Pampas. Wie gesagt ist die Natur hier eher trocken, die Bäume etwas stachlig und knorrig, alles ist eher braun als grün. Immer geht ein Wind und trägt einem Staub und Sand in die Augen. In Pampas nehmen wir ein Taxi bis an den Stadtrand von Huanuco.

Von dort laufen wir, an der Universität vorbei zur Plaza San Sebastian mit seiner hübschen blauen Kirche. Auch ein Löwe ziert den Park, die Huanuceños nennen sich selbst nämlich Caballeros de Leon, die Löwenkavalliere. Das hat irgendwas mit dem König zu tun der anscheinend einmal meinte es gäbe nirgends in Peru so viele studierte Leute wie in Huanuco.

Als wir wieder auf der Plaza de Armas stehen ist es schon 5Uhr nachmittags und ich muss dringend unter die Dusche. Steell und ich verabschieden uns, machen uns frisch, eine Stunde Siesta und dann treffen wir uns um 7 wieder bei mir im Hotel. Bzw um halb8 da Steell die pünkltichkeit eines waschechten Peruaners hat. Er hat Josué, einen Freund welcher bei ihm in der Rockband spielt, und eine Gitarre dabei. Wir kaufen uns eine Flasche Rum und Cola und setzten uns auf die Puente Calicanto. Das interressante an dieser Brücke ist dass man zu ihrer Konstruktion unter anderem Eiweiss gebraucht hat um die Steine zusammenzukleben. Ausserdem war hier noch irgendwie eine Schlacht gegen die Spanier oder so, Steell hat das ganze mit sehr viel Motivation vorgetragen aber ist immer wieder abteschweift, deshlab hab ich sam Schluss nicht mehr ganz gecheckt. Als die Flasche leer ist gehts weiter zum Kiosk und mit der zweiten Flasche in einen nahen Park. Weitere Freunde treffen ein, alles Musiker. Die Gitarre wird ausgepackt und die Jungs singen und musizieren und schaukeln mit jedem Becher besser. Irgendwann um 12Uhr wird es kalt und wir vergelgen die Outdoorparty in die Disco bis ich um 2Uhr fast stehend einschlafe. Die Jungs bringen mich zum Hotel und Steell nötigt den Nachtwächter mich bis in den 6. Stock zu begleiten was ich jetzt doch ein wenig übertireben finde weshalb ich den armen Jungen nach 2 Stöcken wieder nach unten schicke. Ich finde auf meinem Nachttisch noch eine Mango zum Znacht und dann schlafe ich wie ein Stein.

Von Villa Rica nach Huanuco

Am Donnerstag habe ich nochmals Zeit in Villa Rica um mich mit Freunden zu treffen. Erstmal habe ich zum Zmittag mit Naara abgemacht. Vorher wollte ich noch an den Oconal (die Lagune) aber das Wetter speilt nicht mit. Trotzdem muss ich um 11Uhr au sdem Haus, das Zimmer engt mich ein. Ich will eigentlich einfach ein wenig zu Sylvia ins Cafe sitzen, auf dem Weg ruft aber jemand meinen Namen. Auf der anderen STrassenseite winkt mir Claver zu. Er war neben Roberto der zweite Tecnico von Desco und war 3Monate mit uns im Feld bevor sie ihn leider wegen Geldproblemen vorläufig berulauben mussten. Er arbeitet nun bei einer Bank. Ich bin etwas erstaunt dass er mich wiedererkannt, wird aber wohl über andere Leute mitbekommen haben dass ich in der STadt bin. Wir stehen also sicher eine halbe Stunde im Eingangbereich der Bank und plaudern. Bis kurz vor 12, dann muss ich weiter zu Naara und Edmundo. Diese beiden wieder zu sehen ist eine Freude, Naara ist eine sehr aufgestellte lustige Person und war damals sowas wie die beste Freundin von Gianna. Ihre Mutter kommt aus den USA wo sie auch einige JAhre gelebt hat, deshab spricht sie muttersprachlich sowohl spanisch als auch englisch. In Villa Rica ist sie die Adresse um englisch zu lernen. Edmundo ist ihr Freund, sein Geschäft ist es Bier herzustellen. Naara war auch erst gerade in Bolivien bei ihrer Mutter in Cochabamba und wir erzählen uns gegenseitig vom Reisen. Dann werden alle bekannten Leute in Villa Rica durchgegeangen, wer macht was und hat was mit wem. Der Zmittag ist sehr unterhaltsam und es ist schade haben wir beide nicht mehr Zeit füreinander. Ich werde morgen abfahren, deshalb reicht es nicht mehr für ein grosses Gefeste oder so.

Nach dem Essen gehe ich ins Büro von Desco um die Leute vom arbeiten abzuhalten hehe. Nilton ist da und wir fahren zusammen ein paar Meter durch Villa Rica um den Wagen unterzustellen. Der grüne Pickup macht mich richtig glücklich, soooo viele Stunden habe ich da dringesessen, da einzusteigen ist fast wie nach Hause kommen 🙂 Nilton erzählt mir von seinen Kindern, ich sehe immer seine Fotos in Facebook wenn er mit ihnen etwas unternimmt. Dann laufen wir gemütlich zurück und ich gesprächle noch ein wenig mit Kike und versuche mir telefonisch für morgen den Bus von La Merced nach Huanuco zu reservieren. Das ist nicht ganz so einfach denn es regnet ein bisschen und die Verbindung ist extrem schlecht, ausserdem muss ich wie immer meinen NAmen dreimal buchstabieren. Es scheint aber geklappt zu haben…?

Um 3Uhr mache ich mich auf um noch ein wenig mit Carlos zu plaudern, der hat seinen eigenen Modeladen und ist immer froh wenn mal Unterhaltung daherkommt. Von dort gehe ich dann weiter zu Clavers Bank um unser Gespräch noch fortzusetzen. Um 5Uhr mache ich noch kurz ein paar Einkäufe (Yogurt, ich will mal wieder Yogurt!) und dann treffe ich mich noch ein letztes Mal vor der Weiterreise mit Roberto. Ich bin traurig, in sozusagen zurücklassen zu müssen, ich würde gerne nochmals mit ihm weiterreisen. Aber das geht einfach nicht, er muss zurück in den Dienst. Er weiss auch noch nicht ob er mich vor dem Abflug aus Lima nochmals sehen kann und so kann es sein dass ich ihn für lange lange Zeit zum letzten Mal sehe. Das ist nicht ganz einfach, aber schlussendlich müssen wir uns an der schönen Zeit die wir zusammen hatten erfreuen. Natürlich werde ich ihn vermissen, so wie all meine Freunde hier in Villa Rica auch. Aber ich bin mit sicher, irgendwann sehen wir uns wieder. Ich bin hier gefühlsmässig schon ein wenig zuhause und irgendwann werde ich wohl zurückkommen wollen.

Am nächsten Tag packe ich meinen Koffer und gehe nochmals zu Desco um Tschüss zu sagen. Auch hier, diese Leute werde ich alle sehr sehr vermissen und ich muss allen versprechen mich mal zu melden und irgendwann als Doctora wiederzukommen. Zum Zmittag bin ich mit Jennifer verabredet, wir klatschen über die halbe Welt, sie ist so eine Person die einem einfach glücklich macht, ein richtiger Sonnenschein. Genau was ich jetzt brauche, wo ich ein wenig bedrückt mich von Villa Rica wieder trennen muss. Nach einer Dosis Jenni geht es mir besser und ich kann mich aus Weiterreisen freuen!

Und es geht auch gleich los. Um ca 2Uhr belade ich ein Motocarro mit meinem Gepäck und fahre an den Terminal. Ziemlich schnell füllt sich das Auto nach La Merced. Um halb4 sind wir dort. Diese Strasse bin ich schon so oft gefahren, und ich hoffe ich werde irgendwann wieder durch diesen Wald fahren, an den Holzhäusern vorbei wo die Wäsche in den Fenstern flattert, vorbei an den Kaffeeplantagen, dem Fluss über die Brücke wo die Frauen Papa Rellena verkaufen.

In La Merced gehe ich schnurstracks zum Büro von Leon de Huanuco, der Busgesellschaft bei der ich reserviert habe. Natürlich hat niemand jemals von einer Reservation gehört, es hat aber noch freie Plätze im Nachtbus zum Glück. Der Fährt aber erst um 9, jetzt ist 4 Uhr. Ich lasse also meinen Koffer im Büro und spaziere einmal zur Plaza de Armas. Ich war schon früher hier, aber nur um kurz Geld abzuheben oder einen Brief aufzugeben. Nun sehe ich mir ein wenig die Läden an und setzte mich kurz auf eine Bank auf der Plaza.

Nach der Trinkpause nehme ich ein Moto und lasse mich zum Mirador hinauffahren. Auf dem HAusberg sthet (natürlich) ein grosses Kreuz und man hat aussicht über das ganze langgezogene La Merced, das doch grösser ist als ich gemeint habe.

Den Rückweg den Berg hinunter mache ich zu Fuss, ganz langsam um ein wenig Zeit zu vertrödeln, ich muss mich ja noch bis 9Uhr beschäftigen. Ich schlendere ien paar Strassen mehr hinunter und setzte mich dann in ein Cafe für einen Guanabanashake. Um 6Uhr wird es dann doch langsam dunkel und ich gehe zurück ins Office der Busgesellschaft. Im dunkeln will ich hier nicht alleine sein, La Merced ist bekannt für Diebstähle. Also setzte ich mich zu der Steckdose und ziehe mir ein paar Serien rein.

Ziemlich pünktlich um 9Uhr fährt der Bus vor. Nachdem ich das Office gesehen habe (ein paar Plastikstühle, 5min bis einem jemand bedient, kein Internet und totale Überforderung mit einem Ausländischen Pass bzw. einer Person die nicht 2 Nachnamen hat, hatte ich so meine Zweifel ob ich mich für die richtige Company entschieden habe… Aber der Bus ist modern, hat Klimaanlage und die Sitze sind konfortabel. Wir bekommen noch etwas kleines zu essen, dann schlafe ich ziemlich schnell ein und wache erst morgens um 3Uhr wieder auf. Draussen ist es stockdunkel und ich weiss es geht noch 2h bis Huanuco. Ich muss aufs Klo aber meine Sitznachbarin schläft und ich will sie nicht wecken. Also spiele ich was auf meinem Handy um mich abzulenken.

Ziemlich genau um 5Uhr fahren wir in die STadt ein. Vom Busoffice sind es nur 2 min mit dem Motocarro vor mein Hotel. Die Strassen sind eng und leer und ich mag es gar nicht dass mir niemand öffnet beim klingeln. ICh will hier nicht morgens um 5Uhr alleine mit Koffer und Rucksack ausgestellt herumstehen. Also rufe ich das Hotel an. Es ist die Nummer des Chefs der zwar abnimmt aber Zuhause ist. Einfach an die Tür hauen ist sein Kommentar. Und wirklich, das wird nun erhört und ich endlich eingelassen. Der Arme Nachtwächter muss dann meinen Koffer in den 6. Stock hochtragen wo ich mein Zimmer bekomme. Beettt ❤ Es gibt keine bequemeren Betten als jene nach einer Fahrt im Nachtbus. Ich schlafe wunderbar weiter bis 10Uhr. Dann ist es Zeit aufzustehen denn um 11 kommt mich Steel (ja der heisst so…) abholen. Ihn hatte ich auf meiner letzten Reise in Cuenca, Ecuador kennengelernt. Er ist gebürtiger Huanuceño und nimmt sich etwas Zeit mir die STadt und umgebung zu zeigen. Ich bin schon ganz gespannt was er alles für mich eingeplant hat.

Pozuzo – Parque Yanachaga Chemillen und Cuevas de Lluvia Eterna

Auch zweiten Tag meines kleinen Ausflugs nach Pozuzo muss ich um 5Uhr für die Tur bereitstehen. Mein Guide, heute Ivan, begleitet mich in den Park Yanachaga Chemillen um den Nationalvogel Perus, Gallito de Roca (Andenklippenvogel), zu suchen. Diese scheue Art kommt nur am morgen für ein paar Stunden aus ihren Sandhölen.

Mit auf der Tour ist heute eine 6köpifge Familie aus dem Tirol. Die Kinder sind so zwischen 14-8 Jahre alt, sowohl Jungs wie auch Mädchen mit hübschen langen Blonden HAaren. Sie sehen aus wie die Einwanderer persönlich, vor allem die beiden Mädchen mit ihren Dirndelröcken. David, der Vater, meint sie hätten sich gestern soa uf die Plaza gestellt und fast 50 Soles mit Fotos der Touristen verdient. Die Familie lebt aber nicht hier, sie sind schon seit 4JAhren nonstopp unterewegs in Südamerika. Sie mieten sich ein Haus (Zimmer reicht ja für 6 nicht) fpr 1 Monat und danach gehts weiter. David verdient sein Geld mit Übersetztungen und kann gut vom Homeoffice aus arbeiten. Sie sehen ein wenig wie eine Zigeunerfamilie aus (nicht abwertend gemeint), ein paar Aussteiger die nicht die Absicht haben jemals wieder Sesshaft zu werden.

Im Park angekommen breitet sich die Familie am Eingangsposten aus, sie machen erstmal ein kleines Festessen für eines der Mädchen, sie hat ihren 11. Geburtstag. Also ziehe ich mit Ivan alleine los um die Vögel zu beobachten. Der NAme des Parkes Yanahaga ist quetchua und bedeutet schwarzer Wald. Und wirklich ist der Wald sehr dicht und dunkel. Nun, es ist auch erst halb6 Uhr morgens, aber trotzdem. Wir steigen zum FLuss hinunter. Dort wurde ein teil des ursprünglichen Pfades erhalten welchen die Kolonisten gingen um von Oxapampa nach Pozuzo zu kommen. Das war eine reise von 4 Tagen. Der Pfad führt dem Fluss entlang durch einen kleinen Canyon. An gewissen Stellen musste der Weg sogar aus dem Berg geschlagen werden.

Es ist mir immernoch ein rätsel wie die Einwanderer sich an einem solch Abgelegenen Ort niederlassen konnten. Vor allem da Oxapampa erst später von der Familie Heidinger gegründet wurde (noch später dann Villa Rica von einer weiteren Familie), die ncähste Siedlung war fast eine Woche Marsch weit weg. Vor allem in der Regensaison war Pozuzo wohl fast nicht zugänglich.

Ivan erklärt mir auch gewisse Bäume, wir sehen zB ZEder oder auch die Palme welche die Gallos immer aufsuchen um die Früchte zu essen. Ja, wo sind sie den nun, die Gallitos? Ivan weiss genau wo sie zu finden sind. Ein wenig den Weg hinauf beim offiziellen Campingplatz des PArks, da sitzen sie in den Bäumen. Sie sind klar erschtlich, da die Männchen eine knallrote Farbe haben. Sie tanzen in den Ästen für die Weibchen am Boden und streiten sich um die besten Plätze. Wir zählen sicher 10-15 Vögel. Sie isnd etwa 30cm gross und haben eine charakteristischen Wölbung oberhalb des Schnabels. Die Gallitos sind berühmt in Peru, sie sind der offizielle NAtionalvogel und leider vom aussterben bedroht. Darum ist es umso schöner sie hier in freier Wildbahn zu sehen.

(Meine Kamera kann leider keine besseren herangezoomten Bilder machen, sorry. Müsst Gallito de Rocas googlen).

Nach fast einer halben Stunde in der ich begeistert den Vögeln zu geschaut habe nimmt mich Ivan noch zu einem Mirador mit, zeigt mir die vielen Orchideen welche auf den Bäumen wachsen und erklärt mir auf dem Weg hinunter die neusten politischen News Perus… Präsident Vizcarra hat nämlich den Kongress geschlossen (ein Vorhaben bei welchem ihn fast die gesamte Bevölkerung unterstützt) worauf der Kongress (welcher eigentlich ja aufgelöst ist) Vizcarra absetzten und die Vizepräsidentin als neue Präsidentin einschwuren. Das ganze ist ziemlich chaotisch und niemand weiss wer jetzt eignelich recht oder das Recht hat zu tun was gerade geschieht. Naja, Fakt ist, die Bevölkerung ist hässig auf den Kongress weil die Leute anscheinend zu korrupt sind (siehe ODebrecht….) und nicht arbeiten.

Dann sind wir zurück beim Kontrollposten und sammen die Familie auf. 20min Fussmarsch führen uns zu einem kleinen Wasserfall am Strassenrand. Von da ist es nur noch ein Katzensprung zu der Cueva de Lluvias Eternas (die Höhle des ewigen Regens). Bevor wir aber zu der Höhle den Bach hinaufsteigen gibts Frühstück. JEssica hat Ivan Reis mit Chicharrones (Schweineschwarte oder so ähnlich) mitgegeben. Es ist jetzt ca. 8Uhr.

Dann gehts los über Stock und Stein, bzw durch Matsch und Fluss. Man gibt mir am eingang Gummistiefel die zwar ein bisschen zu gross, aber nötig sind. Wir steigen nämlich zT wirklich voll durch den Bach hinauf, ca. 30min, bis zu den Höhlen. Die Wanderung gefällt mir super, der Bach ist wunderbar klar, am Ufer fallen die Luftwurzeln der grossen Bäume hinunter, alles ist grün und dampft. Den 4 Kinder gefällt es offensichtlich auch. Ivan hatte schon Sorgen sie hätten Angst, zb die Steile leiter runterzusteigen, auch er meint, mit den Leuten aus Lima geht das 3mal länger. Aber so hüpfen wir alle von Stein zu Stein bis wir die ewigen Regen erreichen. Vom Berg tropft ununterbrochen Wasser über das Vordach der Höhle hinunter. Hier ist es noch grüner, Algen und Moose lieben diesen Ort. Es ist sehr idylisch, wir hören die Vögel pfeiffen (es ist immernoch morgen), schwarz-gelbe Chihuacos, Schmetterlinge und Kolibirs fliegen herum. Es gefällt mir seeehr. Während die Familie schiwmmen geht setzte ich mich auf einen grossen Stein und bestaune die Natur.

Der Rückweg ist ebenfalls etwas rutschig, ich muss vorallem aufpassen das mein HAndy nicht in den Bach fällt. Dann sind wir um 10Uhr zurück an der Strasse und müssen auf ein Auto warten. Jessica wir duns zwar eines schicken, allerdings erst um 11. Wir waren schneller als der durschscnittstourist und leider gibt es hier kein HAndynetz um den Chauffer früher zu rufen. Also warten wir. Es wrden noch ein paar Orangen und Bananen verteilt, die Kinder unterhalten sich präctig mit ein paar Steinen und dem Hund. Ich rede mit Ivan über Gott und die Welt.

Kurz nach 11 kommt dann unser Wagen an. Wir kommen um 12Uhr in Pozuzo an wo ich noch eine Sache besuchen will, nämlich das Museum Schafferer. Dort ist die Geschichte Pozuzos erklärt und alte Möbel, Werkzeuge, Alltagsgegenstände, Schriftstücke und Fotos der Kolonisten ausgestellt. Alles ist schön auf spanisch und deutsch angeschrieben. Ich lerne auch dass es einen „Freundeskreis für Pozuzo“ gibt in den zwei Partnerstädten Haiming und Silz in Österreich, welcher das Geld für den Deutschunterricht in der obligatorischen Schule in Pozuzo stellt. Sie schicken nicht nur Geld sondern auch LEhrer nach Peru damit die Tradition der deutschen Sprache hier nicht ganz ausstirbt. Das Museum ist zwar klein aber fein, leider darf ich keine Fotos schiessen. Nur von einem Tableau der Gründungsgeschichte erlaube ich mir schnell ein Bild zu machen (ich hoffe ihr könnt es lesen, unten ist es in deutsch):

Dann ist es an der Zeit meine Sachen zu packen. JEssica und Tomas wollen mich schon fast gar nicht mehr gehen lassen, sie waren wirklich sehr herzig zu mir. Jessica ruft an sogar noch bei der zentrale an damit mich das Auto um 2Uhr beim Hotel abholt. Dann kurven wir noch etwas im Dorf herum um die anderen 3 Leute einzusammeln und ab gehts richtung Oxapampa. Die Fahrt sit zwar mässig angenehm weil die Mitfahrerin in der Mitte die Aussmasse eines Buckelwals hat, dafür hat der Kollege des Fahrers (der vorne sitzen darf, wett au!) ein 2monate altes Hündchen dabei der einfach wahnsinnig süss aus der Wäsche bzw. aus dem Fenster kuckt. Transport in Peru….

Von Oxapampa aus suche ich mir am Terminal ein Auto nach Villa Rica zurück und wir pretschen durch den Wald pber die Sandpiste so dass wir alle einmal geschüttelt nicht gerührt ankommen. Ich nehme ien Mototaxi zum Büro von Desco und treffe dort um 6Uhr noch Isha an die die letzten Abrechnungen fertigstellt. Sie ist so hochschwanger dass sie fastnicht mehr hinters Pult passt. ICh helfe ihr einräumen, dann packe ich den Koffer und wir fahren zu meinem Hotel. Diesemal eines mit warmen Wasser 😛 Dann mag Isha noch auf einen Saft mitkommen bevor wir beide müde unsere Betten suchen.

Zurück in Villa Rica

Nach all unseren Tours ist es richtig angenehm mal einen Tag „frei“ zu haben. Roberto und ich schlendern durch die Feria (Markt) in Rurre, geniessen köstliche Wassermelone, schauen uns Kunst und Krempel an und machen einen kleinen Bootsausflug zum anderen Ufer ins Dorf Buenavista. Dort hören wir uns die Band auf der Plaza an die mit jedem Bier welches die Sänger trinken besser wird.

Am nächsten Tag beginnt die lange Rückreise. Unser FLieger geht um 11Uhr vom FLughafen Rurre nach La Paz. Der FLughafen ist so klein dass man ihn gar nicht als solcher erkennt. Es ist einfach eine Hütte mit zwei Zimmern die als Wartesääle bei Abflug oder Ankunft dienen. Der Flieger ist ein kleines Propellerflugzeug welches riesigen Lärm macht beim abheben. Wir sehen zu wie der Dschungel unter uns durchzieht, sehen den Fluss Beni auf welchem wir hergekommen sind. Langsam wird das grün lockerer und die Bergspitzen höher.

Nach ca. 40min landen wir auf 4000müM in La Paz. Es ist erstmal einfach nur kalt. Ein Taxi bringt uns an den Terminal wo wir 3h auf den nächsten Bus nach Cusco warten. Wir essen etwas und kaufen Wasser. Ich habe etwas Kopfweh, kein Wunder nach diesem Höenwechsel. Dann gehts in den Bus. Wir sehen uns NEtflixserien an bis wir nach ca. 4h an der Grenze ankommen. Es sit schon spät, 7Uhr und im Komplex in Desaguadero hat es keine anderen Leute. Die Aus- und wieder Einreise nach Peru ist in 20min passiert, es geht zurück in den Bus. Nun ist es schon dunkel und ich versuche etwas zu schlafen.

Frühmorgen sum 5Uhr kommen wir in Cusco an. Verpennt steigen wir aus und suchen schleunigst unser Hostel wo wir weiterschlafen können. Ein Bett ist einfach tausendmal besser als ein noch so bequemer Bussessel. Den Tag durch versuchen wir einen Flug nach Lima zu kriegen, was sich als etwas schwierig herausstellt weil Latam Probleme mit VIsakarten hat. So renne ich sicher 3mal zwischen dem Office und dem Hostel hin und her bis die Bezahlung dann mit MAstercard klappt. Wir gehen zur Bank und machen ein paar Besorgungen.

Um 5Uhr ungefähr machen wir uns auf richtung Kirche San Cristobal. Eine Strasse weiter unten Hat Tamara ihr Hostal. Sie ist gerade zur gleichen Zeit hier in Peru bevor sie nach Ecuador weiterfliegt und natürlich müssen wir uns sehen!! Der Aufstieg zur Unterkunft killt uns fast, jetzt ist nichts mehr mit an die Höhe angepasst sein. Dafür empfängt uns Tamara mit offenen Armen. Wir suchen uns ein gutes Restaurant und quatschen den ganzen Abend. Danach einen kurzer Verdauungsspaziergang an die Plaza um noch eine Glace zu essen bevor wir uns verabschieden müssen.

Roberto und ich übernachten nochmal in Cusco, am nächsten Tag fliegen wir am morgen nach Lima. Dort muss ich dringendst neue Hosen kaufen, Roberto sucht einen neuen Rucksack. Am Abend steigen wir in den nächsten Nachtbus nach Villa Rica. Ich schlafe keine Sekunde, der Bus ist kalt, ich habe eine verstopfte Nase, mein MAgen rumort. Ich bin sehr froh jetzt bald irgendwo zu sein wo ich ein paar Leute kenne und wo ich ein wenig bleiben kann.

Der Bus fährt bis La Merced, im Direktbus hatte es leider keinen Platz mehr. So steigen wir nach fast 10langen Stunden dort aus um zu Frühstücken. Wir sind beide etwas still, wir wissen dass dies nun das Ende unserer gemeinsamen Ferien ist. Es ist sehr gut möglich dass ich Roberto heute das letzte mal sehe bevor ich ganz zurück in die Schweiz fliege. Das ist schwierig und tut etwas weh. Aber andererseits hatten wir eine ganz tolle Zeit zusammen und das ist was zählt.

Ein weiters Auto bringt uns in 1h nach Villa Rica. Roberto steigt am Dorfeingang beim Haus seiner Eltern aus und ich muss Abschied nehmen. Danach bin ich leicht deprimiert und will eigentlich nur noch schlafen, auch wenn es erst 9Uhr morgens ist. In Villa Rica quartiere ich mich in einem der Hostels ein und mache genau das, einfach schlafen. Erst am Nachmittag kann ich mich aufraffen um rauszugehen. Da steigt meine LAune aber deutlich und schnell an. Ich besuche als erstes unser „Stammlokal“, das Cafe Dolce Peccato wo ich Sylvia treffe. Wir unterhalten uns eine Weile, dann gehe ich weiter zum Kleiderladen von Carlos wo ich ebenfalls freudig empfangen werde. Am Abend esse ich mit Andre und seinen Kollegen Znacht. Es ist soo cool, alle diese Leute wieder zu sehen!

Angekommen am Donnerstag bleibe ich bis am Montag in Villa Rica. Am Freitag ist ein kleines Fest im Office von Desco. Kike und Isha erwarten ein Kind und wie es hier tradition ist veranstalten ihre Freunde für sie einen Baby SHower. Isha ist hochschwanger, der kleine Lucas soll in 2 Wochen schon auf die Welt kommen. Roberto hat mir in Lima geholfen ein Geschenk zusammenzustellen, Babyschmapoo, Tücher, ein SPielzeug. Die anderen haben zusammengelegt für unter anderem Kleider, Windeln und sogar einen Buggy. Ich kann so alle meine Freunde von Desco auf einmal wiedersehen. DOn Luis, der Chefe, Kike und Isha natürlich, Nilton und sogar Vanesa kommt auf einen kurzen besuch vorbei. Sie arbeitet in einem anderen Projekt von dEsco in Pangoa, 8h weiter in der Selva. Das ganze ist sehr emotional für mich, ausserdem wird wild durcheinandergeredet, viele haben ish auch sonst schon länger nicht mehr gesehen, der Abend ist für mich sehr anstrengend vom Spanisch her. Aber es ist toll. Roberto rennt in Uniform kurz 5min vorbei um zu gratulieren. Vanesa hat ein paar SPiele vorbereitet und so wird den ganzen Abend bis spät in die Nacht gelacht, gegessen und getrunken.

Das Wochenende geht dann so weiter. Vanesa muss schon am Samstag morgen früh wieder nach Hause, ich habe nur kurz Zeit um mich zu verabschieden. Ich treffe mich aber dann mit ihrem freundeskreis etwas später. Jennifer geht mit mir Abendessen, dann sehen wir uns einen Volleymath von Carlos an. Später finde ich mich mit der Gruppe beim Karaoke und in der Disco wieder. Am Sonntag abend bin ich zum essen bei LEidy eingealden und den Tag verbringe ich mit Danitza und JEnnifer bei einem Ausflug zu den Catarratas del Leon.

Alles in allem bin ich super happy wieder hier zu sein. Vieles ist wie früher, aber nicht alles. Die Plaza ist nun offen, die war bei meinem letzten Aufenthat immer gesperrt wegen Bauarbeiten. Dafür sind nun alle Trottoirs aufgerissen und werden neu gemacht. Allerdings eher langsam, deshalb ist es ein wenig mühsam immer den Baustellen auszuweichen. Die Regenzeit nimmt genau am Tag meiner Ankunt ihren Anfang und es ist immer mal wieder feucht und Sandig, so wie ich es in Errinnerung habe.

Francois, der Schweizer der hier sein Restaurant Copaxa führt gehe ich auch noch besuchen und er lädt mich auf eine Portion Zürigschnätzlets mit Spätzli ein. Himmlisch!! Wir reden mehrere Stunden und ich lerne sein neues Haustier, ein Tigrillo kennen.

Am Montag kann ich mich dann auch offiziell für die Uni in Glasgow einschreiben da ich den Computer von Nilton kurz ausleihen darf. Das langsame Internet bringt mich zwar wie früher fast auf die Palme aber nach 2h ist alles erledigt. Dann bringe ich ein paar SAchen von Roberto welche noch in meinem Koffer liegen geblieben sind zum Militärquartel. Da befällt mich wieder etwas die Traurigkeit, aber schlussenldich wussten wir beide dass wir uns wieder trennen müssen. Ich werde ihm von meinen weiteren Reisen schreiben, und vielleicht vielleicht sehen wir uns im Dezember in Lima noch ein letztes mal.

Dann fuhre ich meinen grossen Koffer zu Desco ins Office und lasse mich nach dem Zmittag zum Terminal fahren. Ich möchte nämlich einen kurzen Ausflug von 2Tagen nach Pozuzo machen, der ursprünglichen deutsch-österreichischen Kolonie Perus.

Salar de Uyuni Tag 1 – In der Salzwüste

Das fenster des Buses dass uns nach Uyuni bringt quietscht ununtrbrochen und raubt allen Passagieren den letzten Nerv. Schlafen ist erst möglich als Roberto, nach unfruchtbaren Versuchen das Scharnier mit Papierfetzen zum schweigen zu bringen, mit dem Sonnenschutzspray die Schrauben ölt. Endlich Ruhe. Trotzdem kommen wir eher unausgeruht im Nirgendwo dass sich Uyuni nennt an. Es ist 6Uhr morgens und unter 0Grad kalt. Schnell suchen wir unser Hostel wo wir uns in die KAfeteria setzten können. Um 8Uhr suchen wir uns irgendwo etwas zu essen und konsultieren Tripadvisor nach den besten Touranbieter. Diese sind alle an der ganz kleinen Plaza de Armas. Wir schauen also nach dem Zmorge dort vorbei und finden auch gleich ein gutes Angebot für eine 3Tagestour um Uyuni. Zurück zum Hostel, einmal duschen und dann ein kurzer Spaziergang. Uyuni ist sehr klein und staubig. Mit der Sonne wird es erträglich warm. Es gibt hier nichts, alles ist Flach und von einer weissen STaubschicht bedeckt. Heute Sonntag ist Autofreier Tag in allen Stätdten Boliviens, die Kinder spielen auf der STrasse und es ist extrem ruhig. Nach dem Zmittag halten wir es nicht mehr allzulang aus und spätestens um 5Uhr schlafen wir beide friedlich im Hostel.

Das ist ganz gut so, denn in Uyuni verpassen wir nichts und am nächsten Tag geht eine lange und ereignisreiche Tour los. Püntktlich um 10Uhr stehen wir vor dem Offic und werden zusammen mit 5 anderen Touris in einen Jeep verfrachtet. Juanjo aus Costarica, Haydee aus New York und ein Pärchen aus Sao Paolo sind dabei. Unser Fahrer Franz begrüsst uns zu unserem Ausflug zum Salar de Uyuni, dem grössten Salzsee der Welt.

Los gehts aber erstmal noch in Uyuni. 5min ausserhalb des Städtchens liegt der Zugfriedhof. Hier wurden früher die ausrangierten Loks und kaputten Wagen der Eisenbahn abgestellt die nicht mehr zu flicken waren. Die Schienen die geradeaus ins Endlose zu führen scheinen waren für die Waren aus den Minen in denen das Salz abgebaut wurde. Sie werden auch heute noch gebraucht. Wir haben ein wenig Zeit um uns die rostigen alten Fahrzeuge anzuschauen und Bilder zu schiessen. Einige Teile der Züge fehlen da die Anwohner sie im eigenen HAus oder AUto verbaut haben. Zusammen mit der Weite des Nichts welcher hinter den Zugskeleten liegt entsteht eine ganz interressante Atmosphäre.

Dann gehts weiter und nun wirklich auf den Salar de UYuni. Wir stoppen noch kurz einen Kilometer vorher in einem Dorf wo man sich Souvenir kaufen kann, dann wird der Boden unter den Rädern immer weisser. Und bald sehen wir auf allen seiten nur noch weisse FLäche. Nach etwa 10min taucht am Horizont ein Salzhotel auf. Es ist zwar nicht mehr in Gebrauch, da Hotelerie auf dem Salar verboten wurde, aber es dient noch als Unterstand für die Touren um ein Mitagessen vorzubereiten. Gleich daneben steht das Dakar Monument, welches dem Autorennen gewidmet ist welches öfters schon in Bolivien vorbeikam. Auch gibt es hier eine Fahneninsel wo man jegliche BAnner veschiedenster NAtionen findet. Die Farben kontrastieren ganz toll mit dem ewigen weiss das uns umgibt.

Wir ihr an den Fahnen schon seht geht ziemlich wind und die ganze Gruppe ist froh dass es Zmittag im geschützten Hotel gibt. Sowohl Tische als auch Stühle sind aus Salz gehauen, genauso wie die Wände. Alles ist weiss. Beim Essen – Rindssteak mit Gemüse und Quinoa – fragt auch irgendwer wo der Salzstreuer steht. „Kratz doch am Stuhl“ ist die Antwort, welche ein wenig das Eis bricht. Unsere Gruppe ist zeimlich lustig, vor allem Juanjo redet einfach ununterbrochen. Er ist Arzt und arbeitet als PRofessor bei verschiedenen Unis. Er ist Spezialist für seltene Krankheiten was ihm den Posten auch ohne Doktorat und mit knapp über 30 verschafft hat. Er ist wunderbar unterhaltend. Haydee kommt ursprünglich aus Texas, ihre Familie aus MExico. Sie spricht Spanisch und Englisch, lebt nun aber in New York und arbeitet dort als Kostümbildnerin. Gabriela arbeitet etwasmit Social Sciences und ihr Freund (keine Ahnung wie der heisst….) ist in der Filmbranche für Animationen zuständig.

Nach dem Essen bringt uns Franz zu einem etwas einsameren Ort auf dem Salar damit wir die berühmten Perspektivenfotos schiessen können. Er hat auch extra Ausrüstung dabei und gibt erstmal klare Anweisungen. Wir sollen vor dem Dino davonrennen. Gabriela darf uns in einer Pfanne kochen. Ich trage die gruppe im Rucksack auf dem Rücken, Haydee fängt uns mit der Mütze ein, ROberto pustet uns von seiner Hand und Junajo will uns zertrampen. Ganz toll ist auch das Foto mit GAbrielas Freund im Vorerdgrund wo wir uns an seinen Bart hängen. Dann dürfen wir noch wünschen und es werden auch noch FIlme gemacht. Wir sind sicher 2h am herumpröbeln und es macht extrem Spass. Ausserdem ist es einfach ungluablich dass ganze Weiss zu sehen. Andere Gruppen sehen aus wie Ameisen am Horizont. Immer wenn ich mich setzte erwarte ich dass es kalt ist (wie Schnee) und bin dann erstaunt dass es sich eher wie normaler harter Stein anfühlt. Das ganze gibt mir das Gefühl auf einem anderen Planeten gelandet zu sein.

Um die extraterrestrischen EMotionen dann noch zu stärken fahren wir nach den Fotos zur Insel Incahuasi. Dort ragen Steine zur Salzwüste hinaus die früher einmal Korallen waren. Darauf wachsen heute tausende Kakteen. Das sieht nun wirklich surreal aus! Die NAchmittagsonne lässt die Pflanzen golden strahlen während rundherum das Salz wie ein weisses Meer scheint. ICh bin begeistert! Und die Kakteen sind auch noch ziemlich beeindruckend. Einige sind mehr als 10 MEter hoch. PRo JAhr wachsen sie ca. 1cm, ihr könnt euch also ausrechenen wie viele tausend Jahre der Kaktus schon dort steht. Sie sind auch ziemlich dick, wie ein Baum und müssen wohl sehr effizient mit dem hier nicht vorhandenen Wasser auskommen. ICh würde gerne sehen wie sie blühen! Franz meint das sei im Dezember-Januar so weit und die Farbe sei Rosa. Wir wandern in einer Stunde über die Insel mit hundert anderen Touris, auf den Aussichtspunkt und vorn dort wieder durch die Kakteen runter zum Parkplatz.

Danach frage ich mich gerade warum ich schonwieder hunger hab, ist aber nicht verwunderlich, es ist schon fast 6Uhr nachmittags. Auf dem Weg zum Hotel halten wir nochmals am Rande des Salar um den Sonnenuntergang zu sehen.

Dann wird es richtig eisig und alle hüpfen schnell wieder in den Jeep der uns im dunkeln zum ersten Hotel bringt. Auch hier ist alles aus Salz. Es gibt heissen Tee den wir alle gerne entgegenehmen und bald auch feine SUppe, Kartoffeln, Beef und Gemüse zum Znacht. Wir unterhlaten uns super, bzw. Juanjo unterhält uns mit seinen Reisegeschichten. Er war schon in über 70 Länder. Dann sind wir bald mal müde und verkriechen uns nach einer halbwarmen Dusche unter die vielen Decken.

Auf dem Titicacasee – Isla del Sol und Isla de la Luna

Das Boot knattert mit lautem aber eher langsamen Motor in den blauen See hinaus. Es zieht und die Sonne wärmt noch fast gar nicht, also sitzen Roberto und ich in meinen Schaal eingemummelt da und versuchen noch ein wenig weiterzuschlafen. Ca. 1.5h später fahren wir die Isla del Sol, die Sonneninsel der Inkas an. Wir steigen aber noch nicht aus sondern lassen uns noch eine Insel weiter zur Isla de la Luna (Mondinsel) bringen. Die ist sehr klein und wir haben eine Stunde Zeit um den Inkatempel zu besichtigen. Die Anlage ist eher klein und grösstenteils Prä-Inka. Ich höre einer jugnen Deutschen zu wie sie ihrem Freund erklärt, dass hier nur Jungfrauen wohnten, zusammen mit einer „Grossmutter“ welche sie auf die Ehe vorbereiten sollte. Waren sie reif und kam ein MAnn der eine Frau suchte auf die Insel wurden sie in einer Reihe aufgestellt und der MAnn konnte sich so eine Ehefrau aussuchen.

Nach einem Durchgang durch die Ruinen steigen Roberto und ich noch auf den Kamm hinauf und haben eine tolle Aussicht auf die ISla del Sol. Die gesamte Insel hier ist Terrassiert, es lassen sich auch Inkamauern erblicken. Die paar Häuschen die hier stehen gehören den Anwohnern welchen die Insel gehört und auch den Eintritt von 10 Bolivianos verlangen. Es ist sehr trocken, das Grass ist alles gelb und die einzigen schattenspendende Bäume sind angepflanzte Eukalyptus. Die Steine für den Bau des Tempels kommen offensichtlich auch von hier, es ist steinig und sandig, beim hinuntergehen muss man aufpassen nicht auszurutschen. Der Titcacasee glänzt blau bis fast an den Horizont wo wir 2 Berge mit Schnee erblicken können, beide über 6000m hoch.

Das Boot wartet schon auf uns als wir wieder unten ankommen und es geht zurück zur Isal del Sol, diesesmal mit den PAssgieren auf dem Dach wo man sich in der Sonne wärmen kann. Dort angekommen können wir gleich als erstes den Templo del Sol (Sonnentempel) besichtigen. Dies war früher ein Inkatempel der ihrem höchstem Gott, der Sonne, gewidmet war. Er stellt auch sowas wie das Gegenstuck zur Isla de la Luna dar, da die SOnne für Männlichkeit steht. Allerdings ist auch hier einfach ein paar Bögen des Gemäuers übrig. Das einzig wirklich erwähnenswerte ist eine Steinkuppel welche die Inkas ohne Lehm so stark gebaut haben dass man darauf stehen kann.

Mir und Roberto grummelt der MAgen, es ist nach 13Uhr und wir haben beide Hunger. Gleich um die erste Ecke ist ein ganz kleines REstaurant mit Plastikstühlen welches alle auslassen da man mit der Tour im Städtchen Yumani, 40min weiter essen geht. Wir wollen aber nicht mehr so lange warten und setzten uns als einzige an den schrägen Tisch. ES gibt Spaghetti für mich und frisch gefangenen Titicacaforelle für Roberto. Wir haben eine geniale Aussicht auf den See beim Speisen und bald sind auch alle weitern LEute verschwunden, so dass wir nach einem gemütlchen Zmittag noch viel gemütlicher weiterwandern können.

Auf dem Weg nach Yumani begegnen uns zwei kleine Mädchen mit ihrem Alpaka und bequatschen uns ein Foto zu machen. Normalerweise finde ich das ziemlich doof, aber dieses Alpaka hat wenigstens keine Sonenbrille auf oder Pommel an den Ohren… Wir geben nach und schiessen ein paar Touriföteli mit Alpaka 🙂

Yumani selbst klebt am HAng oberhalb der Buht wo sich der Haupthafen der Isla del Sol befindet. Auch hier haben die Inkas ihre SPuren hinterlassen, zB gibt es eine alte Inkatreppe und unten am HAfen ist das Inka-Gründerpärchen Manko Capac und seine Frau (Name zu kompliziert…) als Statuen aufgestellt.

Roberto und ich wollen nun aber erst hoch hinaus anstatt an den Hafen. Wir steigen unter keuchen (sind ja immernoch auf 4000m.ü.M) auf den nächsten Hügel um zum Aussichtspunkt zu gelangen. Es sieht ähnlich aus wie auf der ISla de la Luna, steinig, windig, trocken. Die einzigen Bäume sind Eukalyptus und mit dem gelben grass welches den Boden bedeckt fühle ich mich sehr an Australien errinnert. ICh frage Roberto sogar schon ob er denke es gäbe hier Schlangen, aber denen ist es hier in der NAcht wahrscheinlich zu kalt wenn die Temperaturen unter 10 Grad fallen.

OBen angekommen zeigt sich uns die Isla del Sol in einem 360° Rundumblick. Das Gelb der Insel und des nahen Festlandes wird vm tiegen Blau des Titicacasees wunderschön kontrastiert, ich könnte stundenlang hier oben sitzten. Der Wind zieht uns um die Ohren während ich Fotos schiesse und Roberto versucht das grösste Steinmannli zu bauen.

Nach einer Trinkpause steigen wir wieder nach Yumani herab, besichtigen die Inkatreppe sowie die Inkaquelle, welche auch als Quelle der ewigen Jugend bezeichnet wird, und steigen zum HAfenbecken hinab. Von dort ist es nur noch ein kurzer Weg zu unserem Hostal.

Dort angekommen wird vor dem Znacht kurz geduscht, dann suchen wir etwas zu essen. Im REstaurant bedient uns ein älterer Herr. LEider gibt es nur die Hälfte des Essens welches auf der KArte steht. Zu wenig Touristen, es lohne sich nicht so viel zu kochen, meint er. ICh frage ihn warum denn jetzt, in der Trockenzeit keine Touristen da sind. Darauf meint er, seit der Norden der Insel geschlossen ist seien die Besuche eingebrochen, zumindest die für mehr als einen Tag. Diese Aussage macht mich stutzig, denn morgen wollten wir eigentlich in den Norden wandern. Wir lernen aber nun als ich nachhake dass das nicht gehen wird. Die drei Communitites der Insel konnten sich auf keinen Vertrag einigen welcher den Tourismus regeln sollte und nun wir der ganze Norden von den Anwohnern blockiert. Es wurden sogar schon Boote konfisziert und verbrannt die von Yumani aus in den Norden starten wollten. Um 4Uhr nachts könne man rüberwandern, dann sei niemand am Kontrollpunkt… Naja, so viel ist es mir jetzt doch nicht wert. Wir essen unsere Quinoasuppe und bedanken uns. Wir werden wohl morgen wieder nach HAuse fahren.

Und das tun wir dann auch. NAch einem Ausgedehnten Frühstück auf der Aussichtsterrasse eines der Hostels tuckern wir um 10Uhr am nächsten Tag mit dem Boot wieder nach Copacabana zurück nachdem uns mehrere andere LEute, Ansässige und Touristen, bestötigt haben dass es keinen Weg in den Norden gibt. In Copbacabana lassen wir uns dafür noch zu den Islas Flotantes (schwimmende Inseln) heruasbringen, allerdings haben diese nichts mit den Islas Flotantes de los Uros, welche ich letztes MAl von Puno aus besuchte, zu tun. Dies hier ist die Touristenversion mit Plastikschwimmer unter der Totora. Nichtsdestotrotz sind sie süss und ein kleiner wanderweg führt uns zum Mirador del Inca und der Playa blanca von wo aus wir eine tolle Sicht auf den Titicacasee haben der wie immer in der wunderbaren Sonne glänzt.

Als wir am späten Nachmittag wieder in Copacabana am Hafen landen machen wir den einzigen Spaziergang der noch übrigbleibt, nämlich zu der Boca del Sapo (Krötenmaul), einer kleinen Höhle unten am Calvarioberg. Der Weg dahin ist oft von Plastik gesäumt, je näher wir der Grotte kommen desto schlimmer wird es. Vor der letzten kurve sehen wir auf einen strand hinab der mit grünen und weissen Glassplitter übersäht ist. Auch stinkt es nach Altglas und altem Bier. Warum erfahren wir gleich bei der wirklich winzigen Grotte. Jemand ist gerade am Beten und eine ganze flasche Bier wird in die Felsöffnung gesprayt. Das wird wohl täglich öfters passieren und deshalb riecht es hier wie in einer Säuferbar. Phuu, da will ich keine zwei Minuten bleiben. Wieder hat es viel Plastik herum, alles ist versucht, abgebrannte Grasflecken zeugen von angezüntem Feuerwerk oder fraunfürzen. ICh finde es grauenhaft. Ausgerechnet der heilige Ort ist weil er heilig ist am verseuchtesten. ICh rege mich auf und wir wandern schnell weiter. Der Weg führt nun einmal um den Calvario und so langsam besserts mit Abfall und cih kann auch die Ausscht wieder geniessen. Nach ca. 30min sind wir zurück in Copacabana. Einmal duschen im Hostal, Abendessen und dann wohlverdiente Nachtruh.

Von Cusco nach Copacabana

Am Samstag wollen wir beide nicht so grauenhaft viel machen da wir noch die langen Tage davor in den Beinen spüren. Nichtsdestotrotz müssen wir genug früh aufstehen da um 10Uhr das Zimmer geräumt sein muss. Dafür zmörgelen wir etwas länger. Was uns dann noch reizt zu sehen in Cusco ist das Museum bzw. die Stätte Qorikancha. Dies war früher der Sonnentempel des höchsten Inkas, gut zu erkennen an den wenigen Inkamauern die aus schwarzem sehr glattem Steinen bestehen welche zu einer perfekten Fassade zusammengefügt worden waren (wie immer bei den Inkas ohne Mörtel oder Lehm dazwischen. Heute sieht man diesen MAuertyp aber nur noch im Fundament der Kirche die nun dort steht. Wie üblich brachen die Spanier alle heiligen Stätte ab und bauten darauf ihre eigenen um die Bevölkerung einfacher Konvertieren zu können. Auf Qorikancha entstand ein Konvent der nur wenige Kammern des ursprünglichen Inkatempels übrig liess. Auch das Gold welches vorhanden war wurde eingeschmolzen und weggebracht, davon kann man im Museum heute keines mehr sehen.

Das Museum ist eher schnell durchquert, man kann einen alten Altar der Inkas noch besichtigen und ein paar Kammern in denen früher wohl Mumien standen, aller rest ist von kristlicher NAtur. Der Garten ist sehr schön, es blühen viele Inkablumen in allen Farben von Hellgelb bis Dunkelrot.

Weiter geht es auf die Plaza de Armas wo wir Zeuge eines Umzuges werden. Folkloregruppen in wunderbar farbigen Kleidern ziehen tanzend vorbei, hinterher laufen die Musiker. ES hat ein wenig etwas von der Basler Fasnacht 😉 Ganz an der Spitze des Zuges wird irgendeine Jungfrau und ein goldenens Kreuz mitgeschleppt.

Um unseren SPaziergang fortzusetzten nachdem die Tänzer um die Ecke verschwunden sind gehts Bergauf. Nach der Kirche San Christobal weiter die STrasse entlang bis zum Eingang zu einer weiteren Inkastätte. Da werden wir angehalten, man müsse das Touristenticket vorzeigen. Wir haben zwar keines, aber wir wollen auch nicht zu den Ausgrabungen sondern nur auf den Hügel zum Aussichtspunkt. Es fahren Autos nach oben aber ich sehe nicht wirklich ein warum ich nicht einfach den Weg laufen kann. Nach einem kleinen Hin und Her willigt der Wärter ein und meint, aber schön Rechts abbiegen. Ich bin mir sicher das ging nur weil Roberto dabei war und wir auf die Frage von wo wir kommen Peru geantwortet haben hihi. Also gehts an den Aufstieg. Dabei kommen wir an ein paar riesigen Inkamauern vorbei die zu den Ruinen gehören. Es wird aber brav rechts abgebogen und zu der Jesusstatue welche auf einem Berg über der STadt thront zu gelangen. Von hier sieht man wirklich die ganze STadt.

Danach gibts nicht mehr so viel zu tun und wir setzten uns in einer Bar an der Plaza de Armas auf den Balkon und versuchen die Touristen Ländern zuzuordnen. Wir sehen den Sonnenuntergang und haben einfach mal eine schöne entspannte Zeit zusammen. Um halb6 suchen wir uns dann das Kino an welchem wir am morgen vorbeigelaufen sind und schauen uns König der Löwen an. Das war ein Versprechen an Roberto, er war das erste mal in einem Kino als wir in Lima 2018 Black Panther zusammen sahen.

Danach packen wir unsere Koffer im Hostel, gehen essen und fahren an den Terminal. Dort werden wir zwar ultrapünktlich in den Bus eingeladen, die fahrt verzögert sich aber (sehr wahrscheinlich wegen eines geplatzten Reifens) um knapp 1h. So kommen wir nach einer unruhigen Nacht nicht um 4 sondern „erst“ um 6Uhr morgens in Puno an. Das kommt uns aber gerade gelegen denn wir wollen hier gar nicht bleiben. Wir nehmen den nächsten Bus nach Copacabana um 7:30. Die Zeit vergeht wie im Fluge mit Netflix und einer wnderbaren Sicht auf den Altiplano und den Titicacasee.

An der Grenze wird ausgestiegen und bei der Migracion in Peru für den Ausreisestempel angestanden. Danach gehts zu Fuss ein paar MEter nach Bolivien wo wir den Einreisestempel in den PAss geknallt kriegen. Roberto hat etwas länger. Er meinte der Grenzwächter wollte mehrere Fotos von ihm und ganz genau wissen woher und warum, da er in Peru noch im Militärdiesnt eingeschrieben ist. Sie dachten wohl er sei ein Militärspion… Aber alles gut, wir haben Stempel, die Uhren eine Stunde vorgestellt und sind in Bolivien. Die restliche Fahrt nach Copacabana ist nur noch kurz und wir kommen um halb1 dort an.

Erstmal die Sachen ins Hostel schmeissen, dann etwas essen! Wir setzten uns in ein seehr touristisches Restaurant wo ich Pizza mit echtem Käse kriege mmmh 😛 Allgemein ist das STädchen sehr touristisch. Viele Touranbieter, viele Farben, einen relativ grossen HAfen für das Dörfchen und sehr viele Ausländer. Wir spazieren etwas umher und organisieren unseren Trip von morgen auf die Isla del Sol. Dann erklimmen wir den Aussichtspunkt. Auf dem Calvario auf welchen uns schon Kreuze hinaufbegleiten (Calvario ist der Leidensweg Christi) stehen noch mehr Kreuze und die Jungfrau von Copacabana. Tonnenweise kommen Leute und manchmal auch Pilger hierher um Kerzen anzuzünden und zu Beten. Viel besser als das kirchiche getue finde ich persönlich ja die aussicht, die ist wirklich grandios! Wir sind allerdings längst nicht alleine hier oben. Es ist Sonntag und Scharenweise kommen die Anwohner um ihre Wünsche an Gott oder die Jungfrau abzugeben.

Was uns leider ebenfalls auffällt sind die tonnen an Abfall die überll herumliegen. Viel Plastik und Glasflaschen. Ausserdem ist der halbe Berg von Wachs bedeckt. Uns geht auch bald auf warum das so ist. Wir setzten uns und beobachten ein wenig die Leute. Ich hatte mich schon gefragt warum hier oben so viele Plastikspielzeuge verkauft werden… Die Stände sind überfülltmit Autos, Häuser, Tiere, Stapel aus Spielgeld. Am Beispiel einer FAmilie sehen wir live was es damit auf sich hat. Es werden zwei LAstwagen herangetragen und sorgfältig auf Kokablätter abgesetzt. Dann steht die Familie im kreis darum und bekreuzigen sich während ein Priester (oder so?) ein Feuer macht. Es wird irgendwas gebetet und die LAstwagen ins Feuer gehalten. Dann öffnet man eine Flasche Bier, schüttelt sie richtig und besprücht die Wagen sowie alle mitglieder der Familie. Das ist dann der Moment wo ich sehr aufpassen muss nicht schallend loszulachen. Weihwasser (auch das kann man kaufen an den STänden) wird herumgetröpfelt, eine Glocke geschüttelt und nach ca. 20min wird der Priester bezahlt und alle sind glücklich. Die Familie teilt dann weiter ihr Fanta mit den LAstwagen die wohl als weiterer Plastikmüll auf dem Berg enden. Das war wohl das schrägste was ich seit langem gesehen habe. Andere zünden auch Frauenfürze an oder packen verschiedene Sachen die sie sich wünschen (Haus, Kind, Geld) in einen Plastiksack und machen das Prozedere dann für alles auf einmal. Es steht zwar gross auf dem Altar der Jungfrau geschrieben man solle die Natur nicht kontamnieieren, aber das scheint Nebensache zu sein. Auch steht, keine KErzen auf dem Altar anzünden, das Schild ist aber vom Kerzenrauch geschwärzt und nun ja, rein technisch gesehen brennen die Kerzen auf einer dicken Schicht Wachs also…

IRgendwann reichts mir, ich muss da wieder runter sonst platze ich, vor lachen und irgendwie auch vor Wut über den ganzen Dreck. Immerhin, die Aussicht auf den See ist es allemal wert auf den Calvario zu steigen und ich hoffe doch dass der SOnntag eine Ausnahme ist…

Unten im Dorf besuchen wir die Kirche. Sie strahlt in weiss und scheint irgendwie von grösse und Ausstattung nicht in das Dörchen zu passen. Aber wie gesagt ist Copacabana auch ein Wallfahrtsort. Vor der Kirche verkaufen Frauen bunte Bänder, Konfetti, glitzerige Hüte und Blumen. Diese werden auf der STrasse davor an Autos befestigt und wirklich sehen wir viele Autos mit Deko herumfahren. Ich frage nach dem Anlass und die Verkäuferin meint, das ist jeden Tag so. Ähm ok?! Manche Autos haben es auch ein wenig übertrieben mit heiligem Krimskrams, ich finde es weiterhin eher ein bisschen lächerlich. Aber der STau wird bunter…

So sind wir also in Copacabana angekommen. Morgen werden wir uns auf den grossen LAgo Titicaca wagen. Wir gönnen uns noch ein Milchreis mit Massa Morada zum Dessert und flüchten dann vor der Kälte ins Hotel unter 5 Decken.

Ankunft in Cusco

Nach einer elend langen Nacht im Nachtbus nach Lima folgt das noch viieel elend längere Warten auf Roberto. Er sollte gestern in Villa Rica fertig geworden sein mit seinem Militärzeugs und wir wollten uns im Terminal von Movil Bus treffen. ICh komme dort um ca. 7Uhr morgens an, setzte mich in einen Stuhl und beschäftige mich mit Blog schreiben die ersten 3h. Immer wieder versuche ich ihn anzurufen. Kurz nach 9Uhr klappt das endlich. Er ist selbst im Auto von Villa Rica bis Lima gefahren mit einer Ladung Granadillas aus der Farm seines MAyors. Die müssen sie nun erst abladen. Wenn Roberto so fix und fertig ist wie er tönt kann das noch dauern befürchte ich. Und es dauert… und dauert… nach weiteren 2h habe ich kalt und mir tut der Hintern weh. Ich kann nirgends hin mit all meinem Gepäck und in Lima git es auch nichts was ich noch sehen möchte… Also rufe ich nochmals an. Roberto ist unterwegs, aber dauert eine weitere Stunde bis fast halb12 bis er es eeeendlich durch den grauenhaften Verkehr geschafft hat. Ich gebe zu der Treffpunkt war doof weil an einer der Hauptstrassen an denen man nicht vorwärts kommt aber das ging mir trotzdem zu lange. MEin Geduldsfaden ist definitiv etwas angerissen. Ein warmer Tee und etwas zu essen machn das aber wieder gut udn schlussendlich bin ich einfach froh ist Roberto da und wir kriegen auf alle Fälle unseren FLieger nach Cusco. Der REst des Tages hängen wir bis 5Uhr im Flughafen rum und Netflixen. Zu zweit ist warten nicht halb so schlimm. Dann gehts zum Boarding und Roberto wird nervös, er ist noch gar nie geflogen. Aber auch er ist eigenltich so müde vom der langen und auch etwas gefährlichen Nachtfahrt nach Lima dass er eigentlich gar keine Nerven dafür hat jetzt nervös zu werden. Ich erzähle ihm von Huaraz und den LEuten die ich getroffen habe und lenke in soweit ab dass er erst am Start wieder besorgt aus dem Fenster guckt. Als wir dann endlich in der Luft sind sehen wir das riesige Lichtermeer von Lima unter uns verschwinden. Leider ist es bewölkt und bald auch dunkel, so ist das fliegen ähnlich langweilig wie das Busfahren. Nach knapp 1h landenwir in Cusco. Jeeh erster Flug überlebt. ICh schleppe einen halbschlafenden Roberto aus dem Flughafen bestelle ein Uber und wir fahren schleunigst zur Unterkunft. Da fallen wir ins Bett und wachen erst um 10Uhr am nächsten Tag wieder auf, jetzt dafür richtig ausgeschlafen.

Unser Hostel ist ganz in der nähe von dem in dem ich letztes MAl gewohnt habe und ich kenne die GEgend noch ziemlich gut. Als erstes gehen wir also im Markt San PEdro ein Fühstück suchen. Nach einer stärkenden Hühnersuppe spazieren wir zur Plaza de Armas. Für mich ist es ein FLashback, für Roberto ist alles neu.

Auf der Touriinformation lassen wir uns eine Liste der Free Walking Tours geben und entscheiden uns gleich für die nächste Gruppe in Spanisch. Ein Junger Guide führt uns von der Hauptplaza zu einer steilen Gasse die Calle Suecia (Schwedengasse) heisst. ER erklärt uns dass der NAme gar nichts mit Schweden zu tun hat, sondern dass diese Strasse früher Calle Sucia (Dreckige Strasse) hiess weil hier die Händler immer ihre Lamas abstellten. Die verrichteten unter dem Tag natürlich auch ihr Geschäft hier und deshlab hat diese Strasse auch immer gestunken. Als dies verboten und die Tiere dann irgendwann durch Autos ersetzt wurden (die nun ALLE Gassen verstinken btw.) wollte man den NAmen welchseln und das erste dass den Beamten einfiel war einfach ein E in SUCIA zu SUECIA einzufügen.

Dann steigen wir eine anstrengend lange Treppe zur Kirche San Cristobal hinauf. Unterwegs kommen wir an einem Restaurant vorbei welches Yo Amo Papa heisst. Das hat nicht s mit Vater zu tun sondern ist die Südamerikanische ausführung von batata = KArtoffel. In diesem Restaurant werden nur KArtoffelgerichte gekocht und wir dürfen ein paar Pommes probieren. Naja, HErdöpfel halt, Rösti haben sie leider nicht. An den Wänden sind ein paar KArtoffel-Facts aufgelistet, darunter dass es in Peru über 3000 verschiedene Kartoffelarten gibt.

Oben bei der Kirche angelangt haben wir einen super Ausblick über die STadt. Hinter uns erstrecken sich zwei lange Inka-Mauern des alten Palastes des Inkas (also des Inkakönigs sozusagen, DER Inka). Unser Führer erklärt uns wie sie gebaut ist damit kein Regen eindringt und weiss auch dass in den Fenstern in der oberen MAuer früher Mumien der Familie des Inkas ausgestellt waren. Diese Toten wurden zT an Festtagen herumgetragen, ihnen wurden Kleider und Essen gebracht, genau so als wären sie immer noch lebendig. Die Mauern sind heute geschützt, das GEbiet dahinter gehört allerdings einer italienischen Familie die ein Hotel auf dem Areal gebaut hat.

Wir steigen wieder Richtung Plaza hinunter während uns der Guide über die Geschichte Cuscos als HAuptstadt der Inkas aufklärt. Er erzählt auch über den Krieg gegen die Spanier als einige Eingebohrenenstämme sich mit den fremnden aus Europa verbündetetn da ihnen die Herrschaft der Inkas zuwider war. ER erzählt vom Inka Tupac Amaru der auf der Plaza de Armas gevierteilt wurde und dessen Familie die entweder gekillt oder in Spanien in Exil ins Gefängnis gesteckt wurden. Insgesamt eine eher traurige und blutige Sache. Auch die Errichtung der KAthedrahle ist nicht viel besser da dort früher ein Gebäude zur Lagerung der Waffen der Inkas stand welches vollends zerstört wurde. Ein interessantes Detail ist dann noch die erwähnung des Hospitals rechts im Foto oben. Es sollte vor ein paar JAhren gebaut werden, wurde aber nie fertiggestellt. Ausführende Firma war Odebrecht….

Die Tour endet in einem REstaurant mit einem Pisco Sour tasting. Ich hatte heute erst Caldo de Pollo und spüre den ziemlich harten drink sofort in den Beinen. Allerdings haben wir noch nicht wirklich Hunger sondern machen erst noch einen Abstecher nach San Blas. Dieses Quartier leigt an einem weiteren Hügel an welche sich Cusco schmiegt. Früher gab es dort vorallem Drogensüchtige und Strassenhunde, heute wird es immer mehr zum hippen Viertel mit neuen Hostals und vielen Touris. SO ganz ist der Wechsel aber noch nicht vollzogen. Die Kirche und die Plaza sind ziemlich hübsch mit Brunnen, die Häuser sind auf etwas hipstrige Art neu gestrichen und haben Schilder mit „Veganes Essen“ oder „Ökohostal“ aufgehängt. 2 Strassen weiter stinkt es aber nach Pisse und Strassenhunde streunen umher. Wir bleiben also nur kurz, steigen noch auf den etwas höheren AUssichtspunkt und dann geht es doch wieder ins Zentrum um etwas Essbares zu finden.

Wir streifen einfach ein wenig durch Cusco, kommen an verschiedenen Inkatätten vorbei und bewundern die Fndamente welche die Spanier damals nicht zerstört hatten. Auch am 12Eckigen Stein kommen wir vorbei. Schlussendlich setzten wiruns noch zu einer Agency um unsere Tours für die nächsten 2 Tage zu buchen. Roberto wird morgen für 2 Tage zum Machu Picchu fahren welchen er noch nicht kennt. Als Peruaner kommt er da einiges günstiger weg als ich und da ich die Inkastadt schon kenne werde ich mich diese 2 Tage anderweitig vertun. Morgen gehts ins Valle Sur, also ins südliche Tal von Cusco und am Freitag dann zu den Montanas de 7 colores (REgenbogenberge).

Auf dem Heimweg zum Hostal kommen wir wieder am San PEdro MArkt vorbei. Auf dem kleinen Platz davor tanzen eine Gruppe Mädchen und wir sehen ein paar Minuten zu. DAnn fallen mir grosse Bambusgestelle am anderen Ende des Platzes vor der San PEdro Kirche auf. Was genau soll das sein?? Feuerwerk, meint Roberto. Und tatsächlich sind verschiednen LEute daran das Holzgestell mit kleinen Fackeln und RAgeten auszustatten. Auf Anfrage heisst es in einer halben Stunde werde man sie zünden. Das muss ich sehen!! ALso stellen wir uns zu den anderen Touristen und warten. Es wird eine sehr peruanische halbe Stunde… Langsam kriecht die kälte die Beine heruaf. Aber zumindest ist immernoch eine Gruppe am tanzen und eine Band speilt nun auf der Treppe vor der Kirche. Roberto kennt fast jedes Lied. Dann endlich nach etwas mehr als 1h ist es soweit. Das Feuerwek beginnt. Bei jedem Turm hängen verschiedene Zünder hinab welche iner nach dem anderen angezündet werden. Dann kracht un chlöpft es gewaltig und ein Teil der Räder, Sterne oder Seiten des Turms begint zu leuchte, zu drehen und Feuer zu speihen. Juhu lueg amool, wie cool isch das dennn!!

Da drei solche Türme hrumstehen geht das ganze gute 30min. Ich freue mich wie ein Kind, und es hat viele Kinder hier also ich bin genau gleich am herumhüpfen. Ein paar Raketen werden noch abgeschossen. Nur check ich nicht ganz wofür man das ganze veranstaltet, aber es wird wohl für irgend einen heiligen sein. Die Band spielt mit langer Puste durch das ganze Spektakel. Danach ist mir kalt und es ist zeit zu schlafen. Wir haben schliesslich beide grosse Sachen vor die nächsten Tage.