Auch am meinem letzten Tag in Huanuco begleitet mich Steell in ein weiteres Dörfchen. Heute machen wir einen Töfflitrip nach Churubamba. Um 8Uhr stehe ich auf, es hat die ganze Nacht geregnet und die Wolken hängen immernoch über der Stadt wie man aus meinem Zimmer im 6. Stock gut sehen kann.

Wir haben auf 8Uhr abgemacht, ich dusche und frühstücke meine Mango noch ganz in ruhe, lese Zeitung gehe meine Wäsche in der Wäscherei abholen. Um 9Uhr rufe ich Steell an der meint er komme gleich. Eine halbe Stunde später fährt er mit seinem Roller vor. Wir quetschen uns erstmal durch den STadtverkehr um bei seinem Kollegen einen Helm für mich auszuleihen. Dann muss Steell etwas essbares haben und wir kehren auf einen Tee mit Chorizo-Sandwich in einem Cafe ein.

Nach dem 2. Frühstück gehts aber wirklich ab auf die grosse Strasse wo wir im Slalom um Autos, Truks und Vans kurven bis wir aus der Stadt raus kommen. Von da an gehts sehr zügig. Erst halten wir bei Santa Maria del Valle, kurven kurz um die Plaza de Armas und kaufen uns Wasser.


Dann gehts weiter richtung Churubamba. Hinten auf dem Moto habe ich eine tolle Aussicht auf die Landschaft während mir der Wind um die NAse pfeifft. Ich mag Töfflifahren sehr, aber die grosse Strasse hat mir ein wenig zu viele Autos die ziemlich kranke Überholmanöver veranstalten. So bin ich ganz happy als wir von der Hauptstrasse abbiegen und nun auf einer kurzen Piste zum Dorf Churubamba holpern. Hier ist es ziemlich abgelegen und ruhig, wir fahren an Mais- und Kartoffelfeldern vorbei. Dann kommt das kleine Dorf in Sicht.


Steell meint das sei so das typischste Dorf in der Gegend, die Familien hier leben schon seit Generationen da. Die Kirche und die Plaza sind hübsch, wir sehen uns kurz den Markt an und suchen dann einen Parkplatz fürs Moto. Churubamba hat ein kleines Museum, nur 1 Raum, mit Fundstücken aus der Präinkazeit aus nahen AUsgrabungen. Die Hauptattraktion sind die Mumien die man in Chullpas etwa 4h von hier gefunden hat. Sowohl erwachsene wie auch Kinder wurden einbalsamiert und zT mit Netzten oder Stoffen bedeckt in Fötsstellung bestattet. Man nimmt an, dass dies nur für wichtige Persönlichkeiten gmeacht worden war, sie waren also vielleicht Schamanen oder Familie des Herrschers oder Ältester. Am Boden um die Mumien haben Leute Kokablätter hingelegt, der Besitzer meint sie würden den Verstorbenen Ahnen so Ehre erweisen. Manche kriegen es sogar hin die Blätter unbemerkt in die Glasvitrine zu schmuggeln.


Der Besitzer des Museums meint auch dass am Schädel eines der gefundenen Mädchen eine Operationsnarbe zu erkennen sei. Ich bin mir da nicht so ganz sicher, es wäre sicher sehr spannend einen offiziellen Befund dieser Mumien zu lesen. Ausserdem hat es hier verschiedenste Tongefässe, Keramik, Skulpturen und Werkzeuge die gefunden wurden aus den verschiedensten Zeitalter an etwa 5 Fundorten. Wir sehen uns alles sehr genau an und lassen den besitzer stolz die manchmal etwas verrückte und ich denke übertrieben Geschichte der einzelnen Stücke erzählen. Dann setzten wir uns wieder aufs Moto und fahren zurück nach Huanuco. Es tröpfelt ein wenig udn wir geben gas damit wir zumindest nicht auf der Piste steckenbleiben, denn wenn es hier anfängt zu regnen habenw ir einen haufen Schlamm.
Zurück in der Stadt steigen wir bei einem Bandkollegen von Steell ab welcher einen Internetsalon betreibt. Drinnen herrscht die ewige Nacht damit die Gamer ihren Bildschirm sehen und auch ja die Zeit vergessen wenn sie am spielen sind. Steell meint er wisse den perfekten Ort um essen zu gehen. Allerdings müssten wir einen freund mitnehmen mit einem grösseren Motorrad denn mit sienem kleinen Furzer würde das zu zweit zu lange dauern. Also warten wir auf seinen Freund Willy. Der kommt und kommt nicht. Wir schreiben ihm, er meint er sei gleich da. Eine halbe Stunde später hat sogar Steell genug und wir fahren zu seinem Haus. Dort ist sein Kollega gerade gemütlich sein Fahrrad am bereitmachen. Naja, zumindest können wir jetzt gehen… Willy ist Anwalt, ca. 40 Jahre alt und hat einen kaputten Fuss weshalb er nur sehr schlecht gehen kann. Er hat deshalb auf Motorrad umgesattelt. Er selbst ist ein ziiemlicher Bär, hinter ihm auf dem Moto kriege ich so fast keinen Wind mehr ab und es ist ziemlich angenehm. Eimal aus der STadt draussen meint er ich solle mich gut festhalten und gibt ziemlich gas. Die Strasse hat nur wenige Schlaglöcher, Willy fährt so weit ich das beurteilen kann sehr ruhig und gut und es hat nicht so viele Autos jetzt am Nachmittag, trotzdem frage ich mich in mancher kurve was wohl wäre wenn wir jetzt das Gleichgewicht verlieren oder uns ein Auto die Kurve schneidet. Wir fahren zwischenzeitlich sicher um die 100km/h. Wenn ich aber gerade nicht an die möglichkeit meines nahen Todes denke ist die Ausfahrt ziemlich cool! Die Hänge formen bald sowas wie einen kleinen Canyon, der FLuss naben usn plätschert, Eukalyptus liegt in der Luft. Das Wetter ist nicht sonnig aber auch nicht kalt und es hat aufgehört zu tröpfeln. Ich geniesse einfach die kurvige Fahrt und sehe mir die Landschaft an. Leider gibts davon keine Fotos da man schlecht durch die Gegend blochen und gleichzeitig fotographieren kann.
Nach ca. 1.5h halten wir mitten im Nirgendwo bei einem pinken HAus am Rande des Highways mit der Aufschrift MAdrid. Aha, wir sind weit gekommen….
Willy meint das sei das beste Restaurant für Chicharron de Pollo (Sowas wie fritiertes Poulet…? Also einfach Poulet, mit Kartoffeln anstatt mit Reis). Steell kommt etwa 10min nach uns an, er fährt auch ganz geren Töff, er ist ziemlich happy. Dann gibts einen warmen Tee, eine flasche Inkacola und Hühnchen. Das Essen ist wirklich ziemlich gut (abgesehen davon dass ich mal wieder Gemüse sehen will) und wir haben eine angeregte Diskussion über die (blöden) Eukalyptusbäume und allgemein Naturschutz in Peru.
Nach einer guten Stunde machen wir uns auf den Rückweg. Mein Hintern meint dass sei dann genug Motorrad für die nächsten 3 Tage, aber bis nach Huanuco muss er noch durchhalten. Um 5Uhr sind wir zurück an der Plaza und ich freue mich darauf meine Beine und Hintern warm zu duschen.
Nach einer kurzen Siesta holt mich Steell um 7Uhr fürs Abendessen. Josué ist auch dabei. Nach dem Mitagessen brauche ich dringend mal wieder Milchprodukte udn nur einen kleinen Znacht. Wir spazieren zum Einkaufzentrum, kaufen Yogurt, Saft und Vodka, also eine Ausgewogene MAhlzeit und verziehen uns in den 2. Stock wo es Tische zum Essen hat. Draussen hat es angefangen zu regnen. Steell und Josue kennen die Halbe STadt und alle 10min steht jamnd anderst am Tisch um Hallo zu sagen. IRgendwann kommt Freddy dazu, auch ein Bandmember. Nach der halben Flasche kommt irgendwann die AUfsicht und wir verdünnisieren uns mit dem Alkohol. Das wEter ist wieder etwas besser. Auf der anderen Seite des Huallaga gibt es einen Park im STadtteil Amarylis. Da gehen wir hin und setzten uns auf die MAuer unter den Bäumen beim Fluss, hier ist es trocken. Die Jungs singen und Freestylen, ich bin auch heute sehr beeindruckt, es tönt alles wirklich gut…! Freddy kann ausserdem Rappen. Wir habens sehr lustig und Josué erfindet ein Abschiedslied welches ich für Huanuco singen muss. Diese Jungs sind zwar ein haufen SPinner aber sie sind sehr sympatische nette Spinner.
Allzuviel trinken leigt bei mir dann aber nicht drin, ich muss morgen 2.5h Auto nach Tingo Maria überleben. So bin ich kurz vor 12 wieder im Hotel mit einem sehr eckeren Cheesburger während die Jungs wohl nich weiterziehen. So denke ich mir schon dass es Steell mirgen nicht um halb9 ins Hotel schafft. Als ich allerdings schon dreiviertelstunden auf ihn warte während ich mit meinem ganzem Pack die Rezeption verstopfe ist es mir zu blöd. Ich muss weiter. Ich rufe ihn an, aber er ist wohl noch gar nicht wach. Also sage ich dem Mototaxi einfach er soll mich dorthin bringen wo die Autos fahren und komme in 1min an, der Stand war gleich biem Hotel um die Ecke…
Innerhalb von 5min hat sich ein volles Auto nach Tingo gefunden, alles eingeladen und abgehts. Steell muss sich leider mit einem SMS abfinden. Die Fahrt nach Tingo ist von dem her sehr interessant weil wir von der Sierra voll in die Selva hineinfahren. Dieserübergang geschieht nach einem Tunnell. Vorher ist alles kahl und braun und trocken, nach dem Tunnell ist alles grün, feucht und neblig. Der Übergang ist sehr extrem. Juhuu Selva 😀 ICh sehe aus dem Fenster an das ich in jeder Kurve gequetscht werde (der ganze Weg besteht nur aus Kurven) und erfreue mich an der Natur. Als wir von den Bergen herunterfahren wird es schwüler und wir lassen die Nebel hinter uns. Tingo Maria dann ist wie Villa Rica, einfach in gross. Ich werde bei dem Hotel welches mir Steell empfohlen hat abgeladen und beziehe mein viel zu grosses Einzelzimmer.In dieser Stadt gibt es keien Backpckerhostels, allgemein gibt es hier einfach keine ausländischen Touristen sondern oft Peruaner aus Huanuco oder Lima welche für ein Wochenende in die Selva fahren wollen. Es ist schöööön warm hier! Ich ziehe einen Rock an und suche mir ein Restaurant. Als ich die Plaza, welche hier eingentlich eine etwas grössere Fussgängerzone inmitten zweier sTrassen ist ablaufe stelle ich aber fest das heute, Dienstag, fast alle Geschäfte und Restaurants zu sind. Ich finde dann doch noch was (Poulet mir Reis, oh yesss) und mir wird erklärt das heute Feriado ist, also Feiertag. Man Gedenkt dem Jahrestag der Schlacht von Angamos, ich glaube das war gegen die Chilenen. Ok, so ohne jelgiche offene Attraktion gehe ich bei einem Hotel vorbei welches Tours anbietet. Auch diese Info hat zu, aber man kann mir einen Flyer mitgeben, ich solle doch anrufen. Ich spaziere noch ein wenig durch die Stadt, kaufe mir Granadilla und Wasser.



Dann kehre ich zum Hotel zurück. Eingentlich wollte ich hier in Tingo MAria mich ja mit Lucho treffen. Aber der kommt gerade nicht aus Atalaya, wo er arbeitet weg. Das Problem ist, dass man um nach Atalya zu kommen entweder mit einem kleinen Flieger von Pucallpa aus einfleigen, oder einen Tag Bootsfahrt auf sich nehmen muss. Die Flüge waren schon alle voll und Lucho hat viel zu tun. ICh bin etwas traurig ihn nicht sehen zu können… aber zumindest kann ich seine Stadt kennenlernen. Er hat mir ein paar Tipps gegeben. Also rufe ich den Chefe der Tours an und mach mit ihm einen Plan für morgen. Den Rest des Nachmittags verbringe ich mit chillen. Es gibt wirklich nichts was ich heute sonst hier tun kann und man hat mir mehrmals nahe gelegt nicht unbedingt alleine im dunkeln hier rumzuwandern. ICh habe schon gemerkt dass ich hier auffalle. Ich glaube ich bin die einzige Europäerin in der ganzen Stadt. Und manchmal ist es auch ganz gut mal niemandem etwas erzählen zu müssen. Das Hotel sit ziemlich schön, das Internet funktioniert und ich kriege TV Signal. Ich mache also einen Ego-Filmabend mit Oreos und Granadilla anstatt Chips.


















